Beiträge von Nele72

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    dass soviele jüngere männer so konservativ sind und warum frauen das mitmachen.

    Bei meinem Mann schlug die konservative (?) Einstellung genau da durch, als die Kinder kamen. Vorher empfand ich unsere Partnerschaft als absolut gleichberechtigt und auf Augenhöhe (wir haben sogar denselben Beruf); mit den Kindern wurde er plötzlich Macho (und schlimmeres).

    Blöd ist halt, dass es ab diesem Zeitpunkt sehr viel schwieriger ist, sich zu trennen...

    Ehrlich? Das ist der zentrale Teil des Deutschunterrichtes. Ohne Rechtschreibung funktioniert es nicht.

    Und nicht nur des Deutschunterrichtes...

    Auch in anderen Fächern werden doch in der weiterführenden Schule Arbeiten abgewertet, wenn die Rechtschreibung zu fehlerhaft ist.

    Und den weiterführenden Schulen ist auch egal, ob das System evt. erst nach der 6. oder 7. Klasse funktionieren kann, die erwarten korrekte Rechtschreibung ab der 5. Klasse.


    Das ist alles so absurd.

    Bei einem Elternabend zu Beginn der 3. Klasse der Grundschule forderten einige Eltern von der Lehrerin massiv (in einer Form, die ich eher unangenehm fand), dass mehr Diktate geschrieben werden müssten.

    Aber die Antwort der Lehrerin war verblüffend: es sei ihnen aufgrund der Vorgaben des Kultusministeriums neuestens gar nicht mehr erlaubt, Diktate zu schreiben!

    Es dürften nur noch Kombi-Tests geschrieben werden, in denen die Rechtschreibung höchstens ein Drittel der Note ausmachen würde. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...

    Die Lehrerin war bereit, zusätzlich zwei Übungsdiktate zu schreiben, aber natürlich ohne Benotung!


    Bei meiner Tochter in der 5. Klasse wird es auch gar nicht besser mit der Rechtschreibung, trotz aller Beteuerungen der Grundschullehrerin, das komme schon noch von alleine...

    Kürzliche hat sie in einem Aufsatz (Hausaufgabe) ganz viele Wörter falsch geschrieben, die schon in der Aufgabenstellung im Deutschbuch vorkamen. D.h., sie hatte die Wörter richtig als Vorlage vor Augen und hat sie trotzdem falsch geschrieben. Sie fragt sich beim Schreiben eines Aufsatzes halt gar nicht, wie man ein Wort richtig schreibt. Kommt ja auf den Inhalt an, ist ja kein Diktat, dann ist es doch egal...!

    Und bei ihr hilft es leider auch gar nicht, dass sie eine absolute Leseratte ist, das färbt auf ihre Rechtschreibung kein bisschen ab.


    Früher gab es bei uns bis zur 7. Klasse noch eine extra Note, also eine Note für Deutsch, eine Note für Rechtschreibung.

    Und ich finde, dass man mit dieser Vernachlässigung der Rechtschreibung genau das tut, was dem deutschen Schulwesen immer vorgeworden wurde, nämlich die Kluft zwischen Kindern aus bildungsnäheren und bildungsferneren Elternhäusern zu vertiefen.


    Ganz viele Eltern, mit denen ich spreche, bringen ihren Kindern die Rechtschreibung jetzt in Eigenregie bei, beim ersten Kind warten sie vielleicht noch bis zur 4. Klasse, beim zweiten greifen sie konsequent ab der 1. Klasse ein und korrigieren und üben und versuchen nachmittags, Defizite auszubügeln. Dem "System" zu vertrauen, dass es einfach funktioniert, ist keine gute Idee, wie ich selbst feststellen musste.

    Und wenn Eltern (aus irgendwelchen Gründen) das nicht können, dann haben ihre Kinder doch anscheinend keine Chance, das in der Schule richtig zu lernen.


    Und natürlich achte ich als Arbeitgeber bei Bewerbungen auf die Rechtschreibung, wenn ich die Wahl habe...

    Ich bin auch gespannt!

    Mit dem Wechsel Winterzeit-Sommerzeit bin ich immer gut klargekommen, da ich mich schnell umstellen konnte und durchaus Vorteile gesehen habe.


    Ich persönlich kenne viel Leute, die die Zeitumstellung blöd finden, aber mit der eigentlichen "Sommerzeit" und der "Winterzeit" eigentlich ganz zufrieden waren.

    Letztlich bin ich mir nicht sicher, dass die wirklich die Sommerzeit (mit den entsprechenden Folgen) im Winter wollen würden!

    Da wird es doch wirklich ganz arg spät hell, gerade für die Kinder auf dem Schulweg fand ich das bislang schon fast problematisch!


    Bin sehr gespannt...

    Bei uns in der Familie finde ich die Entwicklung ziemlich schlimm und irgendwie "klassisch".


    Ich bin früher eigentlich recht gut und gerne Auto gefahren, hatte ab 19 Jahren immer ein eigenes Auto.

    Mein Mann kann nicht gut ertragen, wenn ich fahre und will immer selber fahren. Ich soll aber immer mit aufpassen, was mir schwer fällt, weil ich als Beifahrerin unglaublich schnell müde werde und einschlafe. Das mag er gar nicht. Ihn nervt auch, wenn ich auf dem Handy tippe. Wenn er sich verfährt, bin ich schuld.

    Am Anfang schien es noch logisch, dass er fährt, weil ich hinten saß und die Kinder beruhigte. Später wolle ich wieder mehr fahren, da hatte er dann immer Ausreden, warum er heute unebedingt fahren müsse. Eine Zeit lang habe ich es auch etwas genossen, da es bequem war, aber mir war klar, dass das auf Dauer nicht gut ist.


    Wenn man zu lange nicht fährt, verliert man einfach die Übung und Souveränität und bekommt schlimmstenfalls Angst. Ich kenne so viele Frauen, die "nicht mehr fahren". Oder eine gleichaltrige Kollegin, die mir sagte, sie würde für den Weg zu mir etwas länger brauchen, "denn ich fahre ja keine Autobahn mehr". Und für mich verliert man damit einfach ein Stück Freiheit und Spontaneität wird abhängig vom guten Willen des Mannes oder anderer Leute. Vieles geht ja auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Taxi, aber eben auch nicht alles (z.B. kann man in unserer Stadt mit drei kleinen Kindern nicht Taxi fahren, weil Taxis keine drei Kindersitze dabei haben). Ich habe bei mir gemerkt, dass es bei mir auch schon anfängt und ich Gründe finde, warum ich lieber die Bahn nehme, obwohl es dreimal so lange dauert und mit drei Kindern total umständlich und eigentlich bekloppt ist.


    Wir fahren jetzt insgesamt gar nicht viel Auto. Wir wohnen in der Großstadt und sind super an den ÖPNV angebunden, manchmal wird das Auto wochenlang nicht bewegt.

    Ich nehme jetzt aber manchmal bewusst das Auto in der Stadt, obwohl es auch anders ginge, weil ich nicht auch in so eine Angst hereinrutschen will. Mit der Fahrpraxis auf langen Fahrten ist es schwieriger, weil dann meist mein Mann dabei ist. Ich habe mich zwar auch schon durchgesetzt und bin gefahren, aber er kritisiert dann die ganze Zeit so viel an meinem Fahrstil herum, dass ich total nervös werde und wirklich Fehler zu machen drohe.

    Bei uns an der Grundschule wird das auch so gehandhabt und für meine Kinder ist das völlig nach hinten losgegangen.


    Von wegen spiererisches Heranführen an die Sprache und so...

    Meine Große hatte zwei Jahre einen solchen Englischunterricht mit dem Ergebnis, dass sie sagt, dass sie Englisch hasst und einfach nicht kann... Ich hoffe, jetzt in der 5. Klasse auf der neuen Schule wird es vielleicht besser.

    Und letzte Woche hat der Englischuntericht bei den Zwillingen begonnen und die eine kam völlig aufgelöst nach Hause: die Lehrerin habe nur Englisch geredet und auch nicht gesagt, was das heiße und sie habe nichts verstanden und das sei so schrecklich gewesen usw. Für unsere Nachbarstochter in der gleichen Klasse war das hingegen kein Problem.


    Bei mir früher wurde der Englischunterricht auch ausschließlich auf Englisch gehalten, aber da war ich schon in der 7. Klasse und kam gut damit klar.

    Wir haben allerdings auch von Anfang an mit Büchern und Texten gearbeitet. Mit rein mündlicher Ansprache in der fremden Sprache wäre ich vielleicht auch nicht so gut zurecht gekommen.

    Altersfrage? Typfrage? Ich weiß nicht...

    Schlag ein Nele72

    Läuft bei uns

    Ja, schlag ein! #rolleyes#haare


    Über die Unkenntnis angesichts der mutmaßlichen Durchseuchung hatte ich mich ja auch gewundert.

    Also - wenn selbst die Apothekerin (die mir als Expertin für eine "Wurmberatung" herbeigerufen wurde, nachdem die erste Apothekenkraft meinte, mit "sowas" kenne sich sie ja nun gar nicht aus) sagte, Madenwürmer seien ja soooo selten und ein Befall sooo unwahrscheinlich, und mich abfragte, wo sich meine Tochter denn die bitteschön wohl geholt haben könne ...


    Hat mich angesichts dieses und diverser anderer threads hier schon etwas irritiert.

    Uns hat es jetzt auch erwischt.

    Meine Tochter klagte gestern Abend über ein Jucken am Po seit zwei Tagen.

    Ich bin dann heute in die Apotheke gegangen, um vorsichtshalber Molevac zu kaufen, ich hatte irgendwie ein komisches Gefühl, insbesondere nachdem dieser thread hier dauernd auftauchte.


    Die Apothekerin wollte mir das Mittel erst gar nicht verkaufen!

    Sie meinte, ich solle erst mal abwarten, ob ich wirklich etwas sehe und dann ggf. zum Apothekennotdienst gehen.

    Erstens sei das Mittel so teuer (was ja ein netter Hinweis war).

    Und zweitens sei es absolut unwahrscheinlich, dass meine Tochter Madenwürmer hätte, die seien soooo selten und kämen fast nie vor.

    Das hat mich schon etwas gewundert...


    Heute abend haben wir dann in der Toilette lebende Beweise gesichtet und ich war doch sehr froh, dass ich das Mittel gekauft hatte und meine aufgebrachte Tochter gleich behandeln konnte.

    Ich habe ihr Bett abgezogen und Bettwäsche und Handtücher und Unterwäsche bei hohen Temperaturen in die Maschine gesteckt. Ich hoffe, das reicht.


    Jetzt stellt sich nur die Frage, ob sich noch jemand angesteckt hat. Die Zwillinge meinen, bei ihnen juckt nix...

    Aber die eine Packung reicht jetzt eh nicht für alle.

    Ich erinnere mich, dass mir mal eine Psychotherapeutin erklärt hat, dass man kurzfristig abgesagte/vergessene Termine bei einer Psychotherapie bezahlen muss, weil Patienten sonst manchmal dazu neigen, Termine zu vergessen/krank zu werden, wenn sie in der nächsten Stunde etwas unangenehmes erwarten, also um einem Ausweichverhalten entgegenzuwirken.


    LG Nele

    Es ist einfach immer schwierig, wenn Eltern da unterschiedliche Einschätzungen bzgl. der Gefährlichkeit und "Tragbarkeit" von Risiken haben.


    Mein Mann hat z.B. unsere Große früher gerne auf dem Fahrrad bei kurzen Strecken vor sich auf die Stange gesetzt, da das eine Rad keinen Kindersitz hatte.

    Ich war dagegen und fand es zu gefährlich. Er fand, da könne faktisch gar nichts passieren, da er ganz vorsichtig und nur im Schritttempo auf dem Radweg fahren würde.

    Anfangs habe ich dagegen argumentiert, irgendwann habe ich es gelassen, weil es eh nichts genützt hat.

    Und ich war mir auch nicht ganz sicher, ob er recht hatte und ich nur überängstlich bin.


    Eines Morgens kam er zurück (kurzer Weg zum Kindergarten) und hielt mir wortlos ein blutüberströmtes Bündel Mensch entgegen...

    Er war langsam und vorsichtig gefahren, aber beim Fahrrad hatte aufgrund eines technischen Defekts plötzlich das Vorderrad blockiert und beide waren über den Lenker gefallen.

    Tochter hatte sich beide Schneidezähne ausgeschlagen, zum Glück nur Milchzähne.

    Ich habe mir dann selber auch Riesenvorwürfe gemacht, dass ich das nicht unterbunden hatte; obwohl ich es ja anfangs erfolglos versucht hatte.


    Ich bin froh, dass er keinen Motorroller hat. Mir wäre es auch zu gefährlich.

    Ich glaube das ist es, was mich so wütend macht gerade. Wieso muss ich als Frau ein blödes Gefühl dabei haben, wenn ich einfach mein Familienleben planen und trotzdem arbeiten möchte? Ja, mich machen diese Umstände wütend und wünschte, ich könnte einfach zu meinem Chef gehen und sagen: Pass auf, ich will hier in dem Unternehmen bleiben, ich mag meinen Job und möchte außerdem auch noch in absehbarer mit dem zweiten Kind schwanger werden. Und dann wäre alles geklärt und es gäbe keine Probleme.

    Das verstehe ich zwar.


    Aber andererseits denke ich: Welcher Mann würde sich verpflichtet fühlen oder auch nur auf die Idee kommen, zu seinem/seiner Vorgesetzen zu gehen und zu sagen: Wir planen übrigens demnächst ein zweites Kind, ich wollte nur Bescheid sagen...

    Es ist schon was dran, dass Kinder in dem Alter manches einfach noch nicht können.


    Sogar der Gesetzgeber hat das eingesehen und für die Schuldfähigkeit von Kindern im Straßenverkehr eine spezielle Ausnahmevorschrift geschaffen, wonach Kinder unter 10 Jahren nie für im Straßenverkehr von ihnen verursachte Schäden haften (sonst gilt: unter 7 Jahren).


    Aber das Problem ist ja nicht nur die Haftung für Schäden anderer, sondern dass im Zweifel auch das Kind zu Schaden kommt.


    Ich finde es aber trotzdem interessant, dass es eben wissenschaftlich belegt ist, dass Kinder im Straßenverkehr in diesem Alter vieles entwicklungsbedingt noch nicht besser oder zuverlässiger können können.


    LG Nele

    Meine Tochter (4. Klasse) schreibt z.B. immer frei.

    Sie hat ganz tief verinnerlicht, dass es auf den Inhalt ankommt und nicht auf die Rechtschreibung, wenn es kein Diktat ist.

    Was die Lehrerin dazu genau gesagt hat, weiß ich nicht.

    Wenn ich ihr bei den Hausaufgaben zeigen will, was sie falsch geschrieben hat, interessiert sie das nicht, denn: Ist ja kein Diktat!

    Sie schreibt auch die Wörter falsch, die sie schon als Lernwörter/Merkwörter gelernt hat. Im Diktat konnte sie die.

    Und - wie schon gesagt - sie schreibt auch dasselbe Wort in einem Satz unterschiedlich, für sie ist das völlig irrelevant.


    Ich habe der Lehrerin beim Elternsprechtag gesagt, dass ich darin ein Problem sehe, aber die meinte, das gibt sich, die Tochter sei prima in Rechtschreibung.

    Ich habe damals (eingeschult 1979 in Nds.) in der Schule erst Schwungübungen gemacht, dann Schreibschrift gelernt. Druckschrift kam erst später, und ich weiß gar nicht mehr, ob wir die nur gelesen oder auch selber zu schreiben geübt haben. Deshalb gab es damals ja auch Erstlesebücher in Schreibschrift. Ich konnte allerdings schon vor der Einschulung (Druckschrift) lesen.


    In der Schule meiner Töchter wird zunächst Druckschrift gelehrt und danach soll Schreibschrift nur noch "angeboten" werden, d.h. es wird ein Übungsheft durchgearbeitet und dann können die Kinder frei entscheiden. Zum Glück schreiben meine Töchter ganz gerne in Schreibschrift.


    Ich selber finde es viel schwieriger, in Druckschrift richtig zu schreiben, da muss ich mich viel mehr konzentrieren und kann auch schon mal einen Buchstaben vergessen. In Schreibschrift läuft das bei mir viel automatisierter ab und ich muss gar nicht über die Rechtschreibung nachdenken.

    Bei meiner Großen hat bislang das (Viel-)Lesen leider gar keinen Einfluss auf die Rechtschreibkompetenz gehabt. Darauf hatte ich auch gehofft!

    Sie hat schon sämtliche Harry-Potter-Bände gelesen und liest insgesamt sehr viel, aber das scheint bei ihr gar keinen Effekt zu haben.

    Ich kann immer gar nicht verstehen, wie sie diese Wörter dauerend liest und dann keine Ahnung hat, wie man sie schreiben könnte...


    Ich weiß noch, dass ich in der vierten Klasse in Rechtschreibung recht sicher war. Ich wusste, wie die meisten Wörter geschrieben werden.

    Bei den Wörtern, bei denen ich mir unsicher war, habe ich mehrere Versionen probiert und dann "gesehen", welches die richtige war.


    Ich habe gerade einen Text von meiner Tochter bekommen, den sie für ihre Schwester geschrieben hat. Eine DIN A 4-Seite, mindestens 20 Rechtschreibfehler.

    U.a.: pasiert, gestolen, Fahrad, geöfnet, verblüft, forsichtig, Fotto, Holte, am nästen Morgen, ehnlich, Artickel, Gefenknis, übrikens, belonung, gekrikt, wolte.

    Ich bin mir recht sicher, dass davon einige schon "Lernwörter" waren.


    Edit: Ich kann mir aber auch vorstellen, dass durchaus noch andere Umstände eine Rolle spielen als die "Schreiben nach Gehör-Methode".

    Wir haben damals ja zuerst Schreibschrift gelernt und ich glaube, dass man durch die verbundenen Buchstaben die Wörter mehr als "Gesamtheit" wahrgenommen hat.

    Deswegen hat es mir vermutlich - neben dem visuellen - etwas gebracht, verschiedene Rechtschreibmöglichkeiten auszuprobieren und zu schauen, was sich richtig "anfühlt" (das mache ich heute noch manchmal so - und es stimmt eigentlich immer, abgesehen von der Rechtschreibreform...).

    Dieses Abschreiben mit Druckbuchstaben bringt viel weniger, finde ich.

    Damit mein Kind auf die Idee kommt, ein Wörterbuch zu nutzen, müsste es sich ja erst mal dafür interessieren, die Wörter richtig zu schreiben; und sich die Rechtschreibung dann ggf. für das nächste Mal merken; und vorher überhaupt ein Problembewusstsein haben, dass es die richtige Schreibweise eines bestimmten Wortes evt. nicht kennt.


    Aber es wird ja einfach alles nach Gehör/Gefühl geschrieben.


    Und wenn es so ist, dass die Methode aufwendiger ist als andere, dann ist sie von den Lehrern vielleicht unter den gegebenen Umständen auch nicht umsetzbar.

    Ich bin auch sehr enttäuscht von der Rechtschreibvermittlung durch die Grundschule. Dabei wurde bei uns sogar recht früh schon die Rechtschreibung korrigiert, aber eben auch die Anlauttabelle benutzt und sofort viel frei geschrieben. Das gab natürlich teilweise sehr niedliche Ergebnisse.


    Aber ich finde es ein Problem, dass auch dabei den Kindern die m.E. einfach falsche Annahme vermittelt wird, man könne sich im Deutschen die Rechtschreibung eines Wortes aus dem Gehörten erschließen. Kann man doch gar nicht. Manchmal entspricht sie dem, manchmal nicht, man weiß es eben nicht.


    Ich kann beim Wort "UND" jedenfalls nicht das D heraushören. Könnte doch auch ein T sein? Und es könnte "Ess fräut mich, das ia oich beailt hapt" heißen. Ich muss jedenfalls dauernd Diskussionen mit den Kindern führen, warum ein Wort jetzt so und nicht anders geschrieben wird, das könne man ja gar nicht hören... Und ich glaube auch, dass sich Fehler einschleifen können. Beim Sport und beim Lernen von Instrumenten achtet man doch auch darauf, dass es von Anfang an richtig gemacht wird, weil man sich eingeübte Fehler eben schwer wieder abgewöhnt.


    Und das andere Problem dabei finde ich, dass den Kindern vermittelt wird, es komme beim normalen Schreiben auf die Rechtschreibung einfach nicht an. Meine Große schreibt in der 4. Klasse schon recht viele Diktate, übt vorher die Lernwörter und hat oft 0 Fehler im Diktat. Und wenn sie dann auf der nächsten Seite eine Geschichte schreibt, ist jedes zweite Wort falsch geschrieben. Genau so ist es, wenn sie einen Brief schreibt. Sie gibt sich keinerlei Mühe, findet auch gar nichts dabei, in einem Satz dasselbe Wort auf verschiedene Arten zu schreiben.

    Ist doch egal, ist doch kein Diktat...


    Ich glaube nicht, dass es in der 5. Klasse auf einmal "plopp" macht und sie die Rechtschreibung beherrscht und anwendet. Und ich habe auch schon mehrmals gehört, dass viele Kinder tatsächlich besser in Englischer Rechtsschreibung sind als in der Deutschen, da sie dort gar nicht auf die Idee kommen, nach Gehör zu schreiben.