Beiträge von Erdbeerminze

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    Hmm, ich würde mir nicht anmaßen zu behaupten, dass wir eine heile Familie sind. Vermutlich sind wir das, von außen betrachtet. In der Innenschau gibt's Baustellen. Die sehen wir zwar. Aber vllt. gibt's auch vieles, was wir betriebsblind gar nicht sehen? Das Konzept von heiler Familie erschließt sich mir nicht. Zumal die glückliche bzw. unglückliche Fügung äußerer Umstände auch Heiles zerbrechen lassen kann, der Druck muss nur groß genug sein.


    Bei uns war das mit dem Kind recht nüchtern. Kind war "Plan B", ich hatte Mann und Kind nie großartig auf der Uhr und hab mir auch meine Partner nicht danach ausgesucht. Dann kam es so, dass ich über die Jahre von Academia desillusioniert war, erst schleichend, wie ein feiner Haarriss, der immer größer wurde, dann vollständig. Meine Promotion war durch, ich hochqualifiziert nicht Fisch, nicht Fleisch, und "Kind" war mein neues Projekt. Überraschenderweise war über die Jahre ein Mann in mein Leben getreten, den ich mir als verantwortungsvollen Vater vorstellen konnte, selbst wenn die Liebe nicht ewig währen sollte.

    Denn ich wollte niemals (quasi) alleinerziehend sein, so wie meine Mutter - dann lieber ohne Kind. Meinen ungeborenen Kindern war ich es schuldig, ihnen nicht so einen totalen Komplettausfall als Vater zu bescheren, wie es meiner leider war. Da fühlte ich mich tatsächlich verpflichtet (und war zB bereit, Abstriche bei der Romantik zu machen).


    Dass mein "Plan B" das Schönste wurde, was mir im Leben passiert ist (das Babyjahr war wie Dauerverliebtsein, und es hörte und hört nicht auf), kam überraschend und hat mich umgehauen.


    Aber man weiß halt nicht, was in der Überraschungstüte drin ist. Wir hatten Bock auf diese Tüte, und auch die seelischen Ressourcen. Finanziell war es damals schmal, ging aber.

    Das Gegenteil von spontan: Ich musste mich einmal mit der Mutter einer Mitschülerin vom Töchterchen absprechen. Das war nur telefonisch machbar, für Hin- und Hertippseln dann doch zu komplex. Sie wusste das auch.

    Es war supernervig. Die Familie war Tag um Tag nicht erreichbar, am frühen Abend. #gruebel Ich hatte auch keine Möglichkeit, eine Nachricht zu hinterlassen, Handy-Nr. war mir zunächst unbekannt.


    Nach etlichen Tagen, einer Telefonverabredung über dann doch in Erfahrung gebrachte Handynr. stellte sich heraus, dass die Familie zur Abendessen-Zeit einfach komplett den Stecker zieht. Also auch kein AB. Und ich ruf bei Fremden nach 8 ungern an.


    Ich fand das, ehrlich gesagt, im Grundsatz sehr unhöflich. Dann braucht man so eine Nr. auch nicht auf die Elternliste setzen (die Dame arbeitet VZ).


    Ist das evtl. weiter verbreitet? Einfach mal alles off stellen?

    Kommt immer drauf an. Eigentlich nur mit Familie und sehr guten Freunden. Ich hatte früher auch schon unangenehme Situationen, wo Bekannte oder Leute aus der beruflichen Sphäre anriefen und ich mich unvorbereitet mit meiner privaten Stimme tatsächlich sehr ungeschützt und nackt fühlte.


    Seitdem vermeide ich das. GsD sieht man heutzutage die Nummer. Es gibt nur eine "unbekannt", und das ist meine Mama. #freu Da gehe ich immer ran.

    Ich sehe wohl, dass es die bequemste Lösung wäre, den Medienzugang zu limitieren (jedenfalls für mich, das Kind würde das wohl anders sehen), aber ich halte das eben trotzdem für falsch.

    Du könntest den starken Medienkonsum aber umlenken auf O-Ton-Filme, am besten auf Englisch. Mit Untertiteln. Die MUSS das Kind schnell lesen, und vllt. kriegt es auch gleich noch ein bisschen Hörverständnis mit. (Kleiner Scherz, für 3. Klasse ist das wohl zu früh)


    So ganz verstehe ich das Problem nicht. Also, was genau ist der Auslöser, dass das unlustige Leseverhalten als Problem betrachtet wird.

    Rückmeldungen der Lehrer? Schlechte Noten? Das Kind liest einfach zu wenig (in wessen Augen)? Das Kind braucht für viele Aufgaben aufgrund mangelnder Lesekompetenz zu lange? Das Kind liest ungenau und ist deshalb nicht in der Lage, Aufgaben korrekt zu lösen?


    Die ganzen Leseübungen klingen so technisch. Mir fällt, ehrlich gesagt, kein einziges Leseübebuch ein, das hier gut ankam. Das zieht doch null. Die Dinger sind so langweilig.

    In der 3. Klasse fand meine Tochter inhaltlich "One Dollar Horse" toll, aber das war noch viel zu dick und einschüchternd zum Selbstlesen, kleingedruckt und über 300 Seiten. Deshalb wurde das, 3. Klasse hin und her, fast komplett vorgelesen (Papa-Zeit ;) ). So gegen Ende kam sie auf den Trichter, gerade weil es spannend war und sie mitfieberte, dass das leise Lesen viel schneller geht als Vorlesen. Da kamen dann schon mal Anwandlungen, selbst zu lesen.

    Aber "gezogen" hat das Buch. Wenn dann mal was ihren Geschmack getroffen hat. (Selten, auch heute noch. #rolleyes ). Xenia , gibt es vielleicht eine Buchreihe oder -thematik, die dein Kind richtig toll findet? So toll, dass ggf. auch Anstrengung lohnt?


    Außerdem waren hier Ferienzeiten tendenziell besser geeignet, um stressfrei in eigenem Tempo zu lesen. Dann ist das auch thematisch entkoppelt von Schule. Lesen soll Spaß machen. Wenn wir wegfahren, mittlerweile auch gerne so, dass WLAN und Internet nur ruckelig funzen.

    Denn im Alltag finde ich Limitierung des Medienzugangs, ehrlich gesagt, überhaupt keine bequeme Lösung. Ist doch immer wieder mit Diskussionen und Konflikten verbunden.

    Ich erinnere die Leselernzeit nicht mehr so genau. Meine Tochter war auf jeden Fall keine Leseratte, die es super schnell konnte. Aber an irgendeinem Punkt, beim Radfahren, glaub ich, hat sie eines schönen Sommertags geschnallt, dass sie nicht NICHT lesen konnte. Überall hat sie Wörter erkannt. Sie konnte gar nicht anders. :D Wie alt sie war, weiß ich nicht mehr genau, der Sommer zwischen 2.+3. Klasse vermutlich.

    Das waren natürlich keine langen Texte, für sie aber das entscheidende Erfolgs- und Aha-Erlebnis, wie Lesen funktioniert. Ab da lief es viiiiel besser, wir haben nicht regelmäßig geübt. Sie ist auch danach keine große Leseratte geworden, hat aber heute mit Texten im Grundsatz kein Problem.

    Wir Westler denken oft, och, das sieht easy aus, kann ich. Aber darum geht es im Yoga nicht. Es ist wurscht, wie es aussieht. Es muss zu dir heute passen und du sollst nur bis an die Grenze gehen, nicht darüber. Kein Leistungsdenken!


    [...] Und viele, viele Videos im Netz sind einfach - schlecht.

    Das noch mal Schwarz auf Weiß zu lesen tröstet. Ich denke mir oft, Erdbeerminze, das schaut bei dir aus wie halbtot überm Gartenzaun. Den kompletten Sonnengruß zB finde ich nicht ohne.

    Meine Brustwirbelsäule ist sehr unbeweglich und ich habe seit Jahren Probleme in der Schulter. Meine Yogalehrerin sagt bei vielen Übungen, ich solle einen Yogablock dazunehmen, damit die Spannungslinie erhalten bleibt.


    Hast du Empfehlungen für leichte Yoga-Abfolgen im Netz? Derzeit machen wir via Zoom viele Variarionen des Krokodils, ich selbst habe ein unheimlich schlechtes Bewegungsgedächtnis und fände deshalb leichte Videos im Lockdown schon ganz gut.

    Ich würde sagen, die ganze 5. Klasse war hier ein einziger großer Lernprozess. Bei meiner Tochter so wie bei etlichen anderen gingen die Noten in vielen Fächern jeweils eine Note runter. In der 5 hat sie begonnen, das Lernen zu lernen. Quell des Frusts war vor allem das Fach Englisch, von Spielkram auf richtig zackig lernen. Das war schwer.


    Allerdings blühte mein Kind sozial in der neuen Klasse auf, sie war in der GS bestimmt schon 2 Jahre kreuzunglücklich, galt als Streberin (mit Zweien), suchte sich im Hort Ältere oder Freundinnen außerhalb der Schule.


    Bis Weihnachten war bei uns deutlich die Klassenfindung im Fokus, nicht so sehr das Schulische. Es sollten alle - Schüler wie auch Eltern - sich beschnuppern. Die erste Gruppenarbeit, Plakatgestaltung, hat recht aufschlussreiche Einblicke gegeben, wie andere Familien ticken.


    Ich würde sagen, richtig angezogen hat es dann stoffmäßig erst in der 7, und nun kommt jedes Jahr eine Schippe drauf. Unser Gym macht das nicht so frontal "ihr müsst und sollt...", eher trällernd von der Seite (zB Förderung von Wettbewerben und schülerseitig ausgedachten Projekten), und plötzlich haben die Schülerinnen richtig Pensum auf der Uhr. Aber der Umgang ist wertschätzend.


    Calypso1981 , fühlt deine Tochter sich denn im neuen Klassenverband wohl?

    Meine Tochter ist 2x im Stall. Davon 1x am Wo'e. Mehr schafft sie nicht, an drei Tagen ist sie eh erst gegen 16 Uhr zu Hause, dann noch Hausis, und ein Instrument spielt sie ebenfalls.

    Der Stall liegt auch nicht ums Eck, wir wohnen nicht ländlich. Sie muss entweder radeln (den Rückweg findet sie anstrengend, nach dem Reiten) oder hat mind. 45 Min. einfache Fahrt mit Öffis.


    Edit: Tochter geht in die 9. Klasse Gym. In den unteren Klassen waren Nachmittagsunterricht und Umfang der Hausaufgaben deutlich kürzer.

    Zurück zum Topic: Man kann da schon beobachten, dass die wandernden Matten ein unterschiedliches Tempo haben. Auch im Selbstversuch mit den eigenen Matten und den hauseigenen, es liegt nicht bloß am Temperament.

    Ich hab's befürchtet, Versuch macht kluch. Ich glaube, fürs erste besorge ich mir lieber nur eine dünne Antirutschmatte für drunter, wie es sie für kleine Teppiche gibt. Ich mag meine schlichte Matte und will mir momentan nicht auf Teufel komm raus eine neue zulegen. Vor allem, wenn die dann vielleicht auch wieder rutscht.

    Ich hol den Thread mal hoch und häng mich mit einer Frage dran.

    Ich hab seit einer Weile eine Yogamatte, die ich überwiegend mit zu den Kursen genommen habe. Also, zuhause allein habe ich eher nicht praktiziert. Die Matte ist recht dünn, somit gut transportabel, auch mit Rad. Dünn macht mir nix, sie tut ansonsten ihren Dienst.

    ABER: Zuhause ist meine Yoga-Ecke auf Teppich. Und da rutscht sie ungemein. (Es ist ein Wollteppich, falls das wichtig ist.) Kann ich das irgendwie abstellen? Liegt es an der Matte und es gibt Modelle, die auch auf Teppich rutschfest sind? Sollte ich einfach nur auf dem Teppich rumturnen?


    Wir haben in der Wohnung sonst Holzfußboden, aber keine Ecke, die ausreichend groß ist und gleichzeitig etwas "Qi" hat. Im Flur vorm Schuhschrank geht für mich nicht.

    Es empfiehlt sich, beim Vertragsabschluss die aktuell laufenden Minijobs und deren Höhe schriftlich mit aufzunehmen und gegenzeichnen zu lassen. Damit bist Du raus, wenn dein MA danach weitere Jobs annimmt. Das wird auch geprüft, ich hatte mal eine Anfrage diesbezüglich.

    Ja, das ist sehr wichtig. Vor allem auch mit Datum und zeitlicher Abfolge des Beginns mehrerer Tätigkeiten.

    Meine Mutter hatte in ihrer Praxis einmal eine Mitarbeiterin, von der sie sich das nicht schriftlich hat geben lassen. Die Dame gab an, keinen weiteren Minijob zu haben - was de facto auch stimmte, nur wusste sie nicht, dass ihr Mann sie mit einem Job durch die Bücher seines Geschäfts laufen ließ. Und der war älter... Das lief so etliche Jahre, bis die Minijobzentrale auf sie zukam. Das Arbeitsverhältnis mit ihr war das spätere, da der andere Job schon mit 450 Euro bereits "dicht" war, wurde es nicht mehr als mini eingestuft und sie musste einen hohen vierstelligen Sozialversicherungsbetrag nachzahlen. Das war richtig bitter.

    Immer wenn man nachsieht, ist mein Vitamin D so niedrig, ich muss das echt mal engmaschiger kontrollieren lassen. Vielleicht wird das ja mal sogar auf Kassenleistung gemacht, wo doch jetzt Handlungsbedarf festgestellt wurde?!

    Mir hatte die Ärztin gesagt, bei einem nachgewiesenen Mangel ist die Kontroll-Untersuchung kostenlos. Also den ersten Check musste ich zahlen (9 ng/ml), den zweiten - ich glaub, ein halbes Jahr später - aber nicht.

    Ich habe übrigens gar keine Symptome, bei welchem Vit.D-Spiegel auch immer. Weder bei 9 ng/ml (ca. 5 Jahre her) noch bei den 67 ng/ml vor drei Monaten... Spüren tu ich keinen Unterschied.


    Der echte chines. Nachname ist doch aber Jin. Ha als Nachname klingt auch ganz komisch. Der jetzt im Westen lebende Autor hat seinen Namen schon angepasst.

    Habe bei mir gerade mal geguckt: Eine chinesische Schriftstellerin in meinem Regal, Xiaoluo Guo. Guo ist Familienname, wurde ebenfalls umgestellt. Verwirrend ist, dass die Verlage das offenbar uneinheitlich händeln. Bei Lings Biografie des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo zB ist unter Bei Ling rausgekommen. Notfalls muss man das also immer noch mal nachgucken.

    Ich sortiere, wenn man das überhaupt so nennen kann, nach innerer Ordnung und Lebensphase. Die Bücher, die mir in meiner Jugend was bedeutet haben, oder Bücher, die ich in einem Austausch mit einem Freund gelesen habe. Fachbücher, die mir ne Menge bedeuten und die sehr teuer waren, auch wenn ich in dem Bereich nicht arbeite. Kochbücher. Da qillt es auch schon wieder über. *seufz*

    Und der total ungeordnete Stapel der Bücher, die ich lesen will. ^^ Dabei lese ich nur noch wenig, weil mich kaum ein Buch mehr so in seinen zu Bann ziehen vermag, wie es früher der Fall war. Ich kauf auch kaum Print-Bücher (außer Kochbücher). Und trotzdem wird es mehr und mehr.