Beiträge von Erdbeerminze

Liebe interessierte Neu-Rabeneltern,

wenn Ihr Euch für das Forum registrieren möchtet, schickt uns bitte eine Mail an kontakt@rabeneltern.org mit eurem Wunschnickname.
Auch bei Fragen erreicht ihr uns unter der obigen Mail-Adresse.

Herzliche Grüße
das Team von Rabeneltern.org

    Ich finde so eine Idee komplett gruselig und kontraproduktiv. Es könnte das Gegenteil bewirken. Neulich gab es doch schon einen Thread, wo es um Anrufe bei Fremden ging, um Überzeugungsarbeit zu leisten, oder?

    Ich finde da nur echte Gespräche zielführend. Und auch nicht kurz vor einer Wahl im Sinn von "bitte setze hier und hier dein Kreuz", was als Unverschämtheit aufgefasst werden könnte. Sondern als Teil des allgemeinen üblichen Austauschs. Steter Tropfen höhlt den Stein... oder so. Ohne wertschätzenden Umgang auch mit von der eigenen Meinung abweichenden Positionen halte ich Annäherung ja eh für schwierig. Ob Gespräche etwas anstoßen, erfährt man oft erst viel später - wenn überhaupt. Also so grundsätzlich bei Dissens.

    Seh den Thread erst jetzt.

    Wow, die letzten Seiten hauptsächlich über Sport. In Kombi mit der Eingangsfrage... #blink


    Als bekennende Sporthasserin - vor allem Schulsport- würde ich mein Kind zu gar nichts zwingen, und niemals nicht in einen Verein, wenn es das nicht möchte.

    Ein bisschen wider die Bequemlichkeit, ein Auge auf frische Luft und Alltagsbewegung vielleicht. Aber ehrlich, das ist bei mir der hinterletzte Punkt auf der Themen-Wunschliste Homeschooling.


    Da steht dann eher: Texte. Textverständnis und Recherche. In einem Setting, in dem Tiktok und Instagram, und heutzutage ganz allgemein Bilder die Hauptrolle spielen, fände ich es wichtig, auch komplexe Sachverhalte mit längeren Gedankenbögen und Argumentationsketten zu verstehen. Feinheiten und Nuancen des Ausdrucks. Meine Tochter liest nicht so viel (auch keine Romane, Jugendliteratur etc., nur selten trifft etwas ihren Geschmack, ich habe auch nach Jahren nicht herausgekriegt, nach welchen Kriterien das geht). In Sachtexten merkt sie allerdings inzwischen selbst, dass es ihr an Übung fehlt; die Erfordernisse der Schule halten sich diesbezüglich in Grenzen bzw. wurde vieles fürs Homeschooling ja noch extra aufgelockert.

    Wir machen als Familie quasi keinen Hotelurlaub. Meine Tochter würde es in einer gehobenen Hotelanlage sicher mal cool finden, wir hatten auch mal Prospekte angeguckt. Aber die besseren sind schon deutlich teurer, und nicht selten auch etwas ab vom Schuss - käme also noch der Mietwagen dazu. Noch mehr würde uns jedoch das Gefahre stören. Ausflüge schön und gut, abends finden wir es aber netter, einfach ein paar Schritte vor die Tür zu setzen und mittenmang zu sein.


    Hotel ist für mich eher ein Solo-Ding. Vor vielen Jahren bin ich einmal zwei Wochen pauschal nach Italien geflogen. Damals ganz spontan - ich brauchte Abstand nach einem Beziehungsdesaster. Daran habe ich beste Erinnerungen, hab sogar Anschluss an ein paar nette Mädels gefunden, und zum Abschluss wurden wir im Hotel alle zusammengesetzt.

    Kurztrips für Tapetenwechsel nehm ich auch gern in einem netten Hotel, aber als Family-Trip stellt sich dort für mich keine Entspannung ein (wir hatten als Ausnahme nur den Skiurlaub im Hotel), ich kann dann nicht auf "privat" und "hier habe ich meine Ruhe" umswitchen und würde immer Ferienhaus oder -appartment vorziehen.

    Schon allein der Lärm, wenn das Reinigungspersonal durch die Zimmer geht. Ich möchte eine Küche vor Ort, auch wenn ich nicht immer selbst kochen will, und bis mittags in Schlunzklamotten rumtrödeln, sofern ich Lust dazu habe. Eigene Bettwäsche gefällt mir auch. Und keine Gespräche bei den Mahlzeiten am Nachbartisch anhören müssen. Kein Buffet, was man nach ein paar Tagen in seiner Machart kennt.

    Schon komisch, alleine unterwegs macht mir das alles nix, aber zusammen als Familie nervt mich das Hotel-Drumherum.

    Ja, gibt einen Thread mit Silber im Titel.


    Ich habe gar kein Problem mit Schaukelstühlen. Und auch nicht mit dem Wort "alt". In Gegenwart meiner Schwägerin zB darf man dieses Wort nicht benutzen, da ist die richtig angekekst. Das ist sehr anstrengend.


    Wenn die Jungen sich hier nicht einfinden - was ich durchaus verstehen könnte, die wollen dann vllt. ihr eigenes Ding machen - dann wird das hier eben das rabige Großelternforum. Ganz ohne Schaukelstuhl-Unterforum. Fragen und Themen gibt es auch dann sicherlich genug.

    Ich mag den Geruch von Mörtel. Mein Großvater hat den in Sandwannen noch selbst angemischt mit Zement, später liefen in der Nachbarschaft überall diese Mischtrommeln. Weiß gar nicht, ob's die noch gibt. Und wie sie offiziell heißen.


    Und obwohl ich an einer Lindenallee groß geworden bin, habe ich den Duft von Lindenblüten kein bisschen in der Nase.

    Ich mag Koriander. Hat für mich aber nicht mehr diesen Aha-Geschmack und ist ein mittlerweile breit verwendetes Gewürz, so wie Petersilie. In den 80ern habe ich Korianderkraut erstmals in China kennengelernt, drübergestreut über die leckeren Nudelsuppen an den vielen Marktständen. Das war eine Offenbarung.


    Beim Asiaten heutzutage fällt mir Koriander IN den Gerichten kaum auf. #gruebelGerade bei Thai- und vietnamesischen Gerichten thailänd. Basilikum dafür um so mehr! Das kam im Thread noch gar nicht zur Sprache. Ist nämlich auch sehr intensiv. Zu viel davon empfinde ich zB als penetrant. Durchaus auch seifig-parfümig.


    Leider kriegt man Kerbel hier auf den Märkten nicht so oft. Das ist ein nettes Kraut.

    Ich hätte mit dem Fliegen per se kein Problem. Wohl aber mit den Gründen, weshalb ihr einen verkürzten Aufenthalt mit Flug erwägt.

    Ich würde meine Tochter nur mit Familien mitreisen lassen, bei denen ich davon ausgehe, dass sich a) die Teenies verstehen und b) ich ein gutes Bauchgefühl zu Eltern bzw. Elternteil habe.

    Wenn es eine Woche okay ist (und nicht nur durchhaltemäßig okay, sondern schön), dann dürfte das auch für 2 Wochen funktionieren. Wenn das Grundgefühl sagt, so eng sind sie nicht, bzw. du kennst dein Kind und weißt, das würde unter diesen Bedingungen nicht lange gut gehen, dann würde ich das Kind nicht fahren lassen.

    Wäre die Familie denn bereit, euren Sohn abzuholen - ggf. sogar zweimal (und wie begründet ihr das ihnen gegenüber?) Wenn man im Camping-Modus ist, zerhagelt das ja auch ziemlich den jeweiligen Tag.


    Ich fände komplette Mitfahrt eigentlich die einfachste, auch kostengünstigste Lösung. Gibt es ein großes Familienzelt oder können die Jungs dann separat in einem kleinen Beizelt schlafen? Das fände ich einen wichtigen Aspekt. Denn eigentlich kann doch gerade beim Camping jede Altersgruppe ein bisschen ihr Ding machen, in Kroatien droht ja auch kein verregneter Sommer, wo sich die Leutz im klammen Zelt schon mal auf die Nerven gehen.

    Hmm, ich würde mir nicht anmaßen zu behaupten, dass wir eine heile Familie sind. Vermutlich sind wir das, von außen betrachtet. In der Innenschau gibt's Baustellen. Die sehen wir zwar. Aber vllt. gibt's auch vieles, was wir betriebsblind gar nicht sehen? Das Konzept von heiler Familie erschließt sich mir nicht. Zumal die glückliche bzw. unglückliche Fügung äußerer Umstände auch Heiles zerbrechen lassen kann, der Druck muss nur groß genug sein.


    Bei uns war das mit dem Kind recht nüchtern. Kind war "Plan B", ich hatte Mann und Kind nie großartig auf der Uhr und hab mir auch meine Partner nicht danach ausgesucht. Dann kam es so, dass ich über die Jahre von Academia desillusioniert war, erst schleichend, wie ein feiner Haarriss, der immer größer wurde, dann vollständig. Meine Promotion war durch, ich hochqualifiziert nicht Fisch, nicht Fleisch, und "Kind" war mein neues Projekt. Überraschenderweise war über die Jahre ein Mann in mein Leben getreten, den ich mir als verantwortungsvollen Vater vorstellen konnte, selbst wenn die Liebe nicht ewig währen sollte.

    Denn ich wollte niemals (quasi) alleinerziehend sein, so wie meine Mutter - dann lieber ohne Kind. Meinen ungeborenen Kindern war ich es schuldig, ihnen nicht so einen totalen Komplettausfall als Vater zu bescheren, wie es meiner leider war. Da fühlte ich mich tatsächlich verpflichtet (und war zB bereit, Abstriche bei der Romantik zu machen).


    Dass mein "Plan B" das Schönste wurde, was mir im Leben passiert ist (das Babyjahr war wie Dauerverliebtsein, und es hörte und hört nicht auf), kam überraschend und hat mich umgehauen.


    Aber man weiß halt nicht, was in der Überraschungstüte drin ist. Wir hatten Bock auf diese Tüte, und auch die seelischen Ressourcen. Finanziell war es damals schmal, ging aber.

    Das Gegenteil von spontan: Ich musste mich einmal mit der Mutter einer Mitschülerin vom Töchterchen absprechen. Das war nur telefonisch machbar, für Hin- und Hertippseln dann doch zu komplex. Sie wusste das auch.

    Es war supernervig. Die Familie war Tag um Tag nicht erreichbar, am frühen Abend. #gruebel Ich hatte auch keine Möglichkeit, eine Nachricht zu hinterlassen, Handy-Nr. war mir zunächst unbekannt.


    Nach etlichen Tagen, einer Telefonverabredung über dann doch in Erfahrung gebrachte Handynr. stellte sich heraus, dass die Familie zur Abendessen-Zeit einfach komplett den Stecker zieht. Also auch kein AB. Und ich ruf bei Fremden nach 8 ungern an.


    Ich fand das, ehrlich gesagt, im Grundsatz sehr unhöflich. Dann braucht man so eine Nr. auch nicht auf die Elternliste setzen (die Dame arbeitet VZ).


    Ist das evtl. weiter verbreitet? Einfach mal alles off stellen?

    Kommt immer drauf an. Eigentlich nur mit Familie und sehr guten Freunden. Ich hatte früher auch schon unangenehme Situationen, wo Bekannte oder Leute aus der beruflichen Sphäre anriefen und ich mich unvorbereitet mit meiner privaten Stimme tatsächlich sehr ungeschützt und nackt fühlte.


    Seitdem vermeide ich das. GsD sieht man heutzutage die Nummer. Es gibt nur eine "unbekannt", und das ist meine Mama. #freu Da gehe ich immer ran.

    Ich sehe wohl, dass es die bequemste Lösung wäre, den Medienzugang zu limitieren (jedenfalls für mich, das Kind würde das wohl anders sehen), aber ich halte das eben trotzdem für falsch.

    Du könntest den starken Medienkonsum aber umlenken auf O-Ton-Filme, am besten auf Englisch. Mit Untertiteln. Die MUSS das Kind schnell lesen, und vllt. kriegt es auch gleich noch ein bisschen Hörverständnis mit. (Kleiner Scherz, für 3. Klasse ist das wohl zu früh)


    So ganz verstehe ich das Problem nicht. Also, was genau ist der Auslöser, dass das unlustige Leseverhalten als Problem betrachtet wird.

    Rückmeldungen der Lehrer? Schlechte Noten? Das Kind liest einfach zu wenig (in wessen Augen)? Das Kind braucht für viele Aufgaben aufgrund mangelnder Lesekompetenz zu lange? Das Kind liest ungenau und ist deshalb nicht in der Lage, Aufgaben korrekt zu lösen?


    Die ganzen Leseübungen klingen so technisch. Mir fällt, ehrlich gesagt, kein einziges Leseübebuch ein, das hier gut ankam. Das zieht doch null. Die Dinger sind so langweilig.

    In der 3. Klasse fand meine Tochter inhaltlich "One Dollar Horse" toll, aber das war noch viel zu dick und einschüchternd zum Selbstlesen, kleingedruckt und über 300 Seiten. Deshalb wurde das, 3. Klasse hin und her, fast komplett vorgelesen (Papa-Zeit ;) ). So gegen Ende kam sie auf den Trichter, gerade weil es spannend war und sie mitfieberte, dass das leise Lesen viel schneller geht als Vorlesen. Da kamen dann schon mal Anwandlungen, selbst zu lesen.

    Aber "gezogen" hat das Buch. Wenn dann mal was ihren Geschmack getroffen hat. (Selten, auch heute noch. #rolleyes ). Xenia , gibt es vielleicht eine Buchreihe oder -thematik, die dein Kind richtig toll findet? So toll, dass ggf. auch Anstrengung lohnt?


    Außerdem waren hier Ferienzeiten tendenziell besser geeignet, um stressfrei in eigenem Tempo zu lesen. Dann ist das auch thematisch entkoppelt von Schule. Lesen soll Spaß machen. Wenn wir wegfahren, mittlerweile auch gerne so, dass WLAN und Internet nur ruckelig funzen.

    Denn im Alltag finde ich Limitierung des Medienzugangs, ehrlich gesagt, überhaupt keine bequeme Lösung. Ist doch immer wieder mit Diskussionen und Konflikten verbunden.

    Ich erinnere die Leselernzeit nicht mehr so genau. Meine Tochter war auf jeden Fall keine Leseratte, die es super schnell konnte. Aber an irgendeinem Punkt, beim Radfahren, glaub ich, hat sie eines schönen Sommertags geschnallt, dass sie nicht NICHT lesen konnte. Überall hat sie Wörter erkannt. Sie konnte gar nicht anders. :D Wie alt sie war, weiß ich nicht mehr genau, der Sommer zwischen 2.+3. Klasse vermutlich.

    Das waren natürlich keine langen Texte, für sie aber das entscheidende Erfolgs- und Aha-Erlebnis, wie Lesen funktioniert. Ab da lief es viiiiel besser, wir haben nicht regelmäßig geübt. Sie ist auch danach keine große Leseratte geworden, hat aber heute mit Texten im Grundsatz kein Problem.