Beiträge von rhcp

    Kein richtiger "Erwachsenenmund", aber so halb, ist von meiner 14-Jährigen und die wäre beleidigt, wenn ich das beim "Kindermund" poste #freu.


    Mini-P. donnert sich das Schienbein am Treppengeländer und kommt jammernd ins Wohnzimmer. Die Chilischote sitzt Smartphone daddelnd auf dem Sofa. Mini-P. jammert und jammert und sie hört offensichtlich nur mit einem halben Ohr zu. Mini-P. geht schließlich dazu über, seine Wehwehchen des ganzen Tages aufzuzählen: morgens den Finger geratzt, nachmittags den Kopf gestoßen, abends das Schienbein geknallt. Irgendwann sagt er total empört: "Mama, heute ist echt der Tag des Wehtuns!" Die Chilischote reißt die Augen auf und fragt völlig im Ernst: "Was ist denn jetzt schon wieder der 'Tag des Wildhuhns'??? Was erzählt der bloß immer???"


    Ist aufgeschrieben nicht mal ein Bruchteil so witzig wie in der Situation selbst - wir haben zehn Minuten gebrüllt vor Lachen :D:D:D.

    Ach, vielleicht hab ich einfach in dem Fall der TE so ein Problem damit, weil es nicht die Eltern sind, die das Kind so nebenbei füttern, sondern die Schwiegermutter und ich in dieser Generation noch so viele (sehr nette #zwinker, meine Oma zum Beispiel) Leute kenne, die wirklich unglaublich stolz sind, wenn alles aufgegessen wird #weissnicht.

    Hätte ich nur den großen, hätte auch ich gesagt, das Kind würd essen, wenn es Hunger hat. Dem kleinen ist essen schlicht nicht wichtig. Klar würde er nicht verhungern aber spielen ist viel viel wichtiger, so dass essen an dreizwölfigster stelle dran ist.

    Ich hab auch so Kinder, denen Essen nicht so wichtig ist (oder war, besser gesagt, der Teenie hat gefühlt gerade immer Hunger #freu), aber trotzdem finde ich die Kombination "ablenken und nebenbei in den Mund schieben" nicht gut. Verhungern tut ein gesundes Kind nicht, auch wenn es manchmal vor lauter Spielen das Essen vergisst, aber das "Nebenbei"-Essen hat mir (und vielen, die ich kenne) das Sättigungsgefühl abtrainiert und zumindest bei mir damit echt Schaden angerichtet. Mag sein, dass ich deshalb da so pingelig bin, aber mir ist es echt super wichtig, dass meine Kinder 1. ganz bewusst und mit Genuss essen (durchaus auch mal ungesunde Sachen, das finde ich nicht schlimm), aber 2. aufhören, wenn sie satt sind, egal, wie gut es schmeckt. Ich kann das nicht, weil ich es einfach nicht gelernt bzw. durch solche Methoden, mögen sie noch so lieb und gut gemeint sein, total verlernt habe. Es spricht ja nichts dagegen, dem Kind Essen immer wieder anzubieten oder es auf kindgerechte Höhe hinzustellen, damit es sich selbst bedienen kann - aber dieses "nebenher in den Mund schieben" geht für mich gar nicht.

    Sie schafft es dann immer noch ihn zu "überreden" indem sie ihn auf den Schoß nimmt und ihm irgendwas erzählt und mit ihm spielt und nebenher Löffelweise das essen reinschiebt. Er lässt das zu und es scheint ihn nicht zu stören.

    Ich würde halt die Kombination was Interessantes machen/erzählen und gleichzeitig nebenher ein Löffelchen nach dem anderen reinschieben wirklich nicht gut finden. Edit: Auch wenn es ihn nicht zu stören scheint, heißt das ja nicht, dass er wirklich noch Hunger hat. Essen sollte meiner Meinung nach eine bewusste Handlung sein. Ich lese z.B. gern die Zeitung beim Frühstück, esse dann aber tatsächlich mehr als ohne Lesen und zwar nicht, weil ich noch Hunger hab, sondern weil es gut schmeckt und ich abgelenkt bin.

    Mich würde es auch sehr stören, weil mir beim Thema Essen unglaublich wichtig ist, das natürliche Sättigungsgefühl nicht zu verlieren. Ich bin bei allen möglichen Essensfragen ziemlich locker (bestimmt lockerer wie so manch andere hier #pfeif): meine Kinder dürfen daheim naschen, sie dürfen bei der Oma/der erweiterten Familie/den Freunden naschen, sie dürfen ins McDonalds, sie dürfen Nutella essen, etc. Aber noch heute sage ich ihnen immer mal wieder (wenn es die Situation erfordert), dass sie aufhören sollen, wenn sie satt sind. Sie dürfen auch gerne dann das betreffende Essen aufheben und später auffuttern, egal, auch wenn es dann Kuchen zum Abendessen gibt, Hauptsache, sie stopfen nichts in sich rein, wenn sie satt sind. Von daher würde ich an deiner Stelle mal mit deiner Schwiegermutter darüber reden und erklären, warum du es nicht willst - kann man ja nett machen und vielleicht gleichzeitig noch erwähnen, dass du es klasse findest, dass sie sein Lieblingsessen kocht :). Wie verstehst du dich denn generell so mit ihr?

    Ich bin keine Lehrerin, deshalb nur so aus dem Bauch raus meine Meinung.


    Das hier sehe ich genauso, das kann man als Transferleistung erwarten:

    Der Test war dann der (geübte) Text plus einen längeren Satz zusätzlich.

    Ich finde eine Denkaufgabe in Mathe, die daheim nicht geübt werden konnte, nicht verkehrt.


    Ich kenne einige Mathe-Leute, bei denen eine Aufgabe mit besonderer Schwierigkeit die 1 ergibt, weil eine besonders gute Leistung nicht nur aus Reproduktion besteht lt. deren Aussage.



    Ich sehe aber einen Unterschied, ob man - in der 2. Klasse wohlgemerkt - eine Transferleistung verlangt oder ob man eine Prämisse in Frage stellt. Und in einer 2. Klasse wird es, egal ob so kommuniziert oder nicht, meiner Meinung nach wohl von den meisten SuS als Prämisse angesehen, dass eine Aufgabe lösbar ist, also zumindest im Fach Mathe. Ich bin mir recht sicher, alle meine drei Kinder hätten in diesem Alter ausgeschlossen, dass ihre (sehr verehrte #freu) Lehrerin eine Aufgabe stellt, die "falsch" ist. Selbst wenn sie es bemerkt hätten, wären sie glaube ich nicht auf die Idee gekommen, dass genau das die Lösung ist. Einfach, weil es nicht in ihr Weltbild von der unfehlbaren Lehrerin gepasst hätte (und dass es pädagogisch so gewollt ist, auf die Idee wären sie wohl nicht gekommen im Alter von sieben, acht oder neun).

    Aber (nur als Beispiel) zu sagen: „ich möchte Euch sehr gerne noch bis Weihnachten unterrichten und hoffe sehr, dass ich bis dahin fit genug bleibe, kann aber leider nichts versprechen“ finde ich jetzt nicht sooooo abwegig und übertriebene Erwartunghaltung.

    Mich persönlich würde eine solche Aussage an Stelle der Lehrerin durchaus unter Druck setzen. In den Frühschwangerschaften wollte ich überhaupt nichts "planen", weil ich immer Angst hatte, dass doch noch etwas schief geht und ich es mit Plänen "beschreie". Das war irrational, klar, aber so hab ich damals gefühlt. Und wenn ich mir vorstelle, ich sitze vor einem Elternbeirat und soll nicht nur Pläne machen, sondern die auch noch kommunizieren - das hätte sich für mich schrecklich angefühlt. Und ich hätte mich verpflichtet gefühlt, meine Pläne so gut es geht einzuhalten, nicht vom Verstand her, aber vom Gefühl her. Vielleicht ist diese Lehrerin da ganz anders gestrickt, aber das weiß man doch nicht als Elternbeirat und deshalb finde ich so einen Termin eher heikel.

    ich : Aber wenn die Lehrerin lange an der Schule und sehr bemüht um das Wohl der Klasse ist, dann macht sie sich doch bestimmt sowieso und von sich aus für eine gute Lösung stark? Ich schrieb ja schon in meiner ersten Antwort, dass ich euren Elternbeirat nicht kenne, vielleicht führen sie das Gespräch ja wirklich sehr sensibel, dann ist alles gut :). Aber ich für mich kann mir auch vorstellen, dass es für die Lehrerin unangenehm werden könnte und sie das Gefühl hat sich rechtfertigen zu müssen (und das muss sie einfach nicht, es ist ihr Leben!) #weissnicht.

    Eben kam eine Mail vom Elternbeirat, dass sie in Kürze ein Gespräch mit der Lehrerin vereinbaren wollen und dabei möglichst viele Fragen klären wollen und inwieweit sie auf eine gute Lösung für die Klasse Einfluss nehmen kann.

    Ich sage nicht, dass es so sein muss, ich weiß ja nicht, wie sensibel euer Elternbeirat da ist, aber so ein Szenario kann für die Lehrerin auch echt blöd sein. Die Frau ist frisch schwanger und soll Fragen klären, die sie größtenteils selbst noch nicht weiß (Verlauf der Schwangerschaft z.B.) bzw. Einfluss auf eine gute Lösung für die Klasse nehmen, obwohl sie darauf doch nicht wirklich Einfluss nehmen kann (das wird doch hauptsächlich an ganz anderer Stelle entschieden)? Ich verstehe euch Eltern, wirklich, aber auf viele Fragen kann die Lehrerin doch einfach noch keine Antwort geben?

    Wenn ich bügele (sehr selten, aber wenn dann marathonmäßig), lasse ich immer im Hintergrund den Fernseher bzw. den Laptop mit irgendwelchen Serien laufen - und weil ich ja nicht hinschaue, bin immer völlig irritiert, wenn da ein lustiges Potpourri aus überhaupt nicht zusammenpassenden Serienfiguren zu hören ist :D.

    Stadtkaninchen - danke für deine Beiträge. Ich lese sie insgesamt total gerne und finde sie sachlich und informiert. Der letzte war vielleicht etwas weniger sachlich #zwinker, aber spricht mir aus vollem Herzen. #danke

    Da unterschreib ich doch glatt jedes Wort bei Hermine! Genau das denke ich nämlich sehr oft, bin aber irgendwie noch nie dazu gekommen/hab es immer verpeilt, DAS mal zu schreiben!

    in der grundschule haben sie sich verkleidet, auf der weiterführenden schule ziehen sie an dem tag jogginghosen an, weil sie sonst nicht getragen werden dürfen

    Haha, das finde ich ja irgendwie dann doch wieder charmant #freu.

    Der Kommentar von Shahak Shapira #super: "Vergleichen Leute jetzt Grönemeyer mit Goebbels, nur weil er eine Rede in ähnlicher Lautstärke gehalten hat? Mein Föhn ist ungefähr so laut wie eine Kettensäge und ich bekomme trotzdem unterschiedliche Ergebnisse, wenn ich sie mir an den Kopf halte." Edit: Das bezieht sich auf die Grönemeyer-Rede und die Reaktionen darauf.

    Jaennchen : Echt? Oooaaah, wie gruselig! Hier wird das respektiert - wird halt für das nächste Geburtstagskind, das rundet und keine Anzeige schaltet, der Aufriss gemacht #freu. (Es ist normalerweise auch echt süß und die meisten der älteren Generation freuen sich auch drüber.)

    In der Generation meiner Eltern (und wahrscheinlich spezifisch an ihrem wohnort) ist es üblich an runden Geburtstagen vormittags open house zu haben, sprich es kann jeder unangemeldet und uneingeladen vorbei kommen und kriegt Sekt und Häppchen.

    Meist kommen auch der Pfarrer und ein Bote aus dem Rathaus mit einem Schreiben vom Bürgermeister.

    So ist es bei uns im Dorf auch gewesen, allerdings kam dann niemand mehr wenn man zum Essen gegangen ist.

    nein, zum Essen wurde man nicht verfolgt, wobei hier die Feier mit geladenen Gästen selten am gleichen Tag war und auch das Mittagessen angesichts der vielen übrigen Lachshäppchen meist klar war.

    Und spätestens ab dem 80. Geburtstag haben meine Großeltern eine lange Mittagspause gebraucht, weil sie der Trubel so geschafft hat.

    Hier war/ist es haargenau so! Und wenn jemand 70/80/90 wird und keinen Tag der offenen Tür will, setzt er ein, zwei Wochen vor dem Geburtstag eine kleine Anzeige ins Gemeindeblatt mit der Bitte, von Gratulationen und Besuchen abzusehen. Wenn man im Musikverein ist, kann es auch sein, dass der ein Ständchen spielen kommt oder der Kirchenchor ein Liedchen trällert. Das ist hier der völlig normale Wahnsinn.

    Wir waren im Juli in Paris und meine Kinder fanden neben den "typischen" Touri-Zielen wie Eiffelturm (ohne vorher zu buchen haben wir nachmittags nicht ganz eine halbe Stunde gewartet und sind ganz nach oben gestiegen) vor allem den Weg die Treppen hoch zu Sacré-Coeur sowie Unmengen von Schoko-Croissants am Seine-Ufer sitzend zu verspeisen total toll. Meiner Großen haben am besten die verschiedenen Rundfahrten mit dem Sightseeing-Doppeldeckerbus gefallen, weil man so in kurzer Zeit ganz viel sieht (und der Adidas-Store auf der Champs-Élysées, aber das ist ein anderes Thema #freu).

    Übrigens find ich es ziemlich daneben, unentschuldigte Fehltage einzutragen, ohne Kind und (je nach Alter) Eltern auf die fehlenden Entschuldigungen hingewiesen zu haben. Aber das mag auch der Extra-Gesamtschul-Service sein.

    Ach, die ehemalige Klassenlehrerin der Großen war... speziell :D. Zwar sehr nett, aber selbst verpeilt ohne Ende und auch nicht die Schnellste, bis die mal aus den Pötten kam, heieiei - die gute Frau hat wahrscheinlich selbst erst am Tag des Zeugnisschreibens gesehen, dass da noch eine Entschuldigung fehlt #rolleyes. Die neue Klassenlehrerin hat das im Griff, die erinnert mit Sicherheit an fehlende Entschuldigungen :).

    Die Chilischote hatte in der 6. Klasse Gymnasium mal zwei unentschuldigte Fehltage, weil alle drei Kinder gleichzeitig krank waren und ich fälschlicherweise felsenfest davon überzeugt war, dass ich L. die Entschuldigung gleich am ersten Wieder-in-die-Schule-geh-Tag mitgegeben hätte. Tja, waren halt zwei unentschuldigte Fehltage auf dem Zeugnis, passiert ist da gar nix (war ja auch ne einmalige Sache, wenn das öfter vorkommt, wird die Schule irgendwann handeln, gehe ich mal davon aus).

    Als ich ein kleines Kind war, war es dort noch nicht so. Ich war regelrecht geschockt, als ich nach Jahren mal wieder dort war, voll die Geisterstadt (vom Globus mal abgesehen).