Beiträge von rhcp

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    Habe offenbar furchtbare Fußsohlen... #taetschel

    #freu#freu#freu Meine Mittlere hat mal mit so drei oder vier Jahren zu mir gesagt: "Mama, das Schlimmste für mich sind rote Locken." Pause. Nachdenklicher Blick auf meine roten Locken. "Aber Mama, du siehst mit den roten Locken nur ein kleines bisschen hässlich aus." Danke, mein Kind, das geht dann ja voll klar #taetschel.

    Ich telefoniere noch viel übers Festnetz, mit meiner Mama, meiner Oma, meinen Freundinnen und meinem Bruder so gut wie immer. Wenn mich von denen jemand auf dem Handy anruft, frag ich meistens, ob ich auf dem Festnetz zurückrufen kann, weil ich das Smartphone nicht so gut zwischen Schulter und Ohr einklemmen kann wie das "normale" Telefon #freu. (Ja, ich weiß, es gibt Headsets o.ä., aber egal, ich telefoniere lieber altmodisch :D.) Bei den meisten anderen frag ich kurz über WhatsApp nach, ob es jetzt passen würde und rufe dann auch vom Festnetz aus an.

    Ich vermute aber, es liegt an der n-Deklination, die vermutlich als erstes ausstirbt, wenn es, wie Anja schrieb, dem deutschen Kasussystem endlich an den Kragen geht. In meinem Umfeld zumindest haben viele Erwachsene die entsprechenden Endungen nicht mehr drauf. Das lässt hoffen.

    Ich fände das tatsächlich schade #weissnicht. (Und das, obwohl ich zuhause Dialekt spreche und obwohl ich generell selbst genug Fehler mache, egal ob Hochdeutsch oder Dialekt.)

    Trin und tulan spannend, wie unterschiedlich das wieder ist. Weder ich noch der von mir befragte Mann haben negative Assoziationen zu "grinsen".

    Hier auch niemand. "Grinsen" ist bei uns einhellig positiv konnotiert, "feixend" eher negativ, alle gerade im Raum anwesenden Personen (mein Mann, der Kleine und die Mittlere) werfen Dinge wie "gemein", "fies in sich reingrinsend" oder "schadenfroh" in den Raum.

    es heisst auch Sackgeld. Sackmesser, Hosensack, usw.

    Hier auch, ersetze nur Hosensack durch Buxensack #freu.


    Mein Opa hat, wenn er mich belehrt hat, immer mit "Komprie?" geendet. Ich hab das erst kapiert, als ich ab der 7. Klasse in der Schule Französisch hatte... ;)

    Manche Wörter waren bei uns so "versaarländischt", dass ich die erst nach ein paar Jahren Französischunterricht erkannt habe - war immer ein geiler #idee1-Moment #freu.

    Bei uns ist es einfach der unelegante Geldbeutel.

    Bei uns auch, oder besser gesagt der "Geldbeidel" #freu. Es ist ja schon witzig, dass man ausgerechnet im Saarland mit seinen unzähligen (manchmal nur noch rudimentär als französisch erkennbaren) französischen Wörtern/Formulierungen statt Portemonnaie ganz schnöde Geldbeutel sagt #hammer.

    "Ausm Weg, ´s brässiert" hat meine Mama immer und grundsätzlich gesagt, wenn wir von wo auch immer heimgekommen sind :D und ist schnurstracks zur Toilette gestürmt.

    #freu - das wird hier von den Älteren genau in dem Kontext auch oft gebraucht (wird aber leider immer seltener).

    Ich präzisiere: Saarfranzösinnen, Ex-Bretoninnen und Multi-Kulti-Schweizerinnen verstehen sich #freu#applaus!

    Mir sind viele Worte auch sehr bekannt aus meiner Kindheit von meiner Mama und meiner Oma, die eine nordbadisch, die andere Stuttgart-schwäbisch :D

    *Stellt euch hier Reg von der Judäischen Volksfront in der Szene "was haben die Römer je für uns getan?" vor* Okay, also Saarfranzösinnen, Ex-Bretoninnen, Multi-Kulti-Schweizerinnen, nordbadische Mütter und stuttgart-schwäbische Großmütter verstehen sich #freu#freu#freu!

    Meine Oma und mein Opa saßen auf dem Schäselong, deckten sich mit dem Plimmo zu, benutzten manchmal ein Fissel, zogen am Fenster den Riddong zu, gingen auf dem Trottwa (wo sie samstags die Kullung kehrten) mit dem Schääsewäähnchin spazieren, machten an der Balljäär halt und gingen wieder reduur, weil es ja nicht bräsiert hat. Manchmal waren sie danach ein bisschen dussmo, dann hatten sie die Flemm. Und wenn jemand hinfiel, machten sie mit "luu moll lo, lo leid äähna" darauf aufmerksam. Und wenn im Saarland jemandem kalt ist, dann "hat er kalt". Alleh, haben wir es doch, so ein kloora Dialekt.

    #love

    Ich bekomme einen Kindheitserinnerungsflash- meine Mama ihat einen großen Teil ihrer Kindheit in Homburg verbracht und ich bin in St.Ingbert geboren ( hab aber nie im Saarland gelebt).

    Dennoch macht mir dieser Dialekt ein ganz heimeliges Gefühl:)- einfach schöön!

    Ach wie schön :)#herz!

    Mini-P. hat sich gestern den Fuß geprellt und sich noch hier rumfliegende Krücken geschnappt, weil er es megacool findet, mit denen im Haus rumzuflitzen zu gehen. Gerade eben hat er eine Pause eingelegt und sinniert so vor sich hin: "Ich glaube, morgen kann ich wieder ohne Hilfe laufen. Da brauche ich keine Krücken mehr und auch keinen Rollator. Die Uroma braucht auch keinen Rollator, dabei wird die nächstes Jahr schon neunzig." Kurze Pause. Dann (voller Bewunderung): "Gell, die Uri ist ein Wunder der Natur?!!!"

    Meine Oma und mein Opa saßen auf dem Schäselong Chaiselongue (wurde im Saarland synonym für Sofa genutzt), deckten sich mit dem Plimmo le plumeau (Federbett, Decke) zu, benutzten manchmal ein Fissel la ficelle (Schnur, Kordel) zogen am Fenster den Riddong le rideau (Vorhang, Gardine) zu, gingen auf dem Trottwa le trottoir (wo sie samstags die Kullung coulant,e (flüssig, wird als Synonym für den Rinnstein verwendet) kehrten) mit dem Schääsewäähnchin der erste Teil kommt angeblich von chaise (Stuhl) plus "Wagen" (also ein Kinderwagen, im Saarland geht man auch "schääsen", wenn man in die Stadt shoppen geht) spazieren, machten an der Balljäär la barrière (wurde hauptsächlich für die Bahnschranke verwendet) halt und gingen wieder reduur de retour (zurück), weil es ja nicht bräsiert pressant,e (ist nicht eilig) hat. Manchmal waren sie danach ein bisschen dussmo doucement (leise, langsam, sanft, müde im Sinne von erledigt, erschöpft), dann hatten sie die Flemm la flemme sowie le flegme (die Faulheit/Trägheit bzw. die Stumpfheit, wenn man so richtig Bock auf nix hat und alles scheiße ist). Und wenn jemand hinfiel, machten sie mit "luu moll lo, lo leid äähna" luu=là (da), kann man schlecht erklären, heißt übersetzt "guck mal, da liegt jemand" #freu darauf aufmerksam. Und wenn im Saarland jemandem kalt ist, dann "hat er kalt" leitet sich von j'ai froid ab (wörtlich übersetzt "ich habe kalt"). Alleh allez (kann man im Saarland für alles mögliche benutzen, z.B. als Aufforderung, etwas anzufangen "los gehts" oder als Gesprächsende "alleh dann" oder oder oder #hammer), haben wir es doch, so ein kloora coloré (farbig, bunt, wird synonym für originell, witzig, charmant genutzt) Dialekt.

    #confused#blink

    Ich versteh maximal die erste Hälfte, dabei kann ich sogar französisch #freu