Beiträge von rhcp

    Hey, ich fühle mich nach dem Test gerade richtig gut #freu! 378 Anschläge, allerdings mit 21 Fehlern (ich korrigiere normalerweise automatisch direkt meine Fehler mit der Backspace-Taste und bin ganz durcheinandergekommen bei diesem System) und 308 Anschläge ohne Fehler #super.




    Okay, es ist ziemlich beknackt, fremde Texte möglichst schnell und fehlerfrei zu tippen, wenn man *eigentlich* noch drei Artikel selbst schreiben müsste, aber... aber... aber... es macht mehr Spaß :P!

    Im Kindergarten der Chilischote gab es musikalische Früherziehung für alle Kinder, die von einer Musikpädagogin angeboten wurde. L. hat von Anfang an voller Begeisterung mitgemacht und kam dann mit fünf Jahren an, um mir mitzuteilen, dass sie Gitarre lernen will. Sowohl die Idee zum Unterricht als auch die Wahl des Instruments gingen allein von ihr aus. Bei Piri-Piri und Mini-P. war es im Prinzip derselbe Ablauf plus das Vorbild der großen Schwester, auch die zwei Kleinen spielen Gitarre. Vor ein paar Jahren kamen dann die Mädels über eine Freundin zum Klavierspielen. Und letztes Jahr hat Piri-Piri mich nach dreijährigem Kampf dazu gebracht, dass sie Cello lernen darf. Mit sechs Jahren hatte sie auf einem Adventskonzert eine Celllistin gesehen und war völlig fasziniert. Ich hab eeewig gezögert, weil ich drei Instrumente (sie wollte weder Gitarre noch Klavier aufgeben) zu viel fand, aber letztlich hat sie es sich zur Kommunion gewünscht (Sammelgeschenk der Verwandtschaft) und ich konnte schlecht der Chilischote ihren Wunsch nach einem Nintendo erfüllen, aber J.s Wunsch nach pädagogisch wertvollem Cellounterricht #zwinker nicht. Also lernt Piri-Piri seit August Cello und ist immer noch überglücklich damit.


    Dann gehen alle drei Kinder noch ins Trampolintraining, einfach, weil sie Trampolinspringen schon immer geliebt haben. Bei uns in der Gegend stehen die in jedem Garten und obwohl Trampolinturnen als Sport nicht zu vergleichen ist mit dem Rumgehüpfe privat, entstand so der Wunsch. Mini-P. spielt zusätzlich noch Fußball, weil seine Freunde Fußball im Verein spielen. Ich hätte es zwar nicht gedacht, aber es macht ihm tatsächlich großen Spaß.


    Bis auf den Cellounterricht finden alle Hobbys in unserem Ort statt. Es hört sich auch schlimmer an, als es ist: L. und M. haben pro Woche zwei Tage, an denen jeweils zwei Hobbys (jeweils Instrumentenunterricht und Sport) stattfinden und die restlichen Tage der Woche sind komplett frei. J. hat zusätzlich noch einen Tag mehr, nämlich den Cellounterricht.


    Alle Kinder machen freiwillig und gerne so viel, ich selbst könnte auch gut damit leben, wenn ich weniger Taxi spielen müsste. Aber solange sie glücklich sind, wir es uns finanziell leisten können und es für keinen zur Belastung wird, dürfen sie gerne das tun, was ihnen Spaß macht. Und aufhören dürfen sie auch jederzeit.

    *Thread hochkram*


    Ich wollte nur mal kurz berichten, wie es weiterging, es gab ja jetzt Zeugnisse. L. hat bis auf zwei Fächer nur Einser und Zweier, weil dieses Mal auch die Mitarbeitsnoten fast überall im Einser- und Zweierbereich waren #applaus. Davon war ein Fach Religion :D, da hat sie eine 07 auf dem Zeugnis, weil dort kein Test/keine HÜ/kein sonstnix geschrieben wurde und die Note rein aus der Mitarbeitsnote gebildet wurde - das ist fast schon unfreiwillig komisch, weil sie trotz ihrer 13 Jahre noch Messdienerin ist (das ist so normalerweise die Zeit, in der hier viele aus "Coolness-Gründen" damit aufhören) #freu. Also alles in allem war das Kind sehr zufrieden, und ich sowieso. Ich hoffe, der Trend hält an, denn so ist das Leben in der Schule für sie viel einfacher und sie macht sich selbst nicht so einen Stress.

    ich finde es sehr unangenehm, dass das in erinnerung rufen, dass es verdammt viele menschen gibt, die im mittelmeer ertrinken, mit einem vorwurf, warum man das denn vergisst, verbunden ist. ein einfaches erinnern fände ich ausreichend.

    Das möchte ich unterschreiben.


    Und ich bin irgenwie gefangen in diesem ganzen Ohnmachtsgefühl und habe ein schlechtes Gewissen.

    Und gehe unter im Alltag und habe keine Kapazitäten für so etwas.

    kaonashi, so fühle ich mich auch oft. Aber gerade du leistest so viel #knuddel!

    Es ist also möglich, dass ein lieber Mensch mit dieser Krankheit plötzlich Wesenszüge entwickelt, die kaum zu glauben sind. Das liegt wirklich an der Veränderung, die das Gehirn durchmacht - und nicht daran, dass da etwas "Verstecktes" von früher rauskommt.

    Ja! Meine Schwiegermutter war bis zu ihrer Krankheit einer der liebsten, tolerantesten und geduldigsten Menschen, die ich kenne - und mit zunehmender Demenz wurde sie immer streitsüchtiger und kratzbürstiger. Das Schlimmste bei ihr war die Fäkalsprache (zumindest die Wörter, die sie noch wusste), das tat mir deshalb so weh, weil ich weiß, dass sie sich dafür in Grund und Boden geschämt hätte.

    Ich bin 44 und schreibe seit fünf Jahren in jedem Thread zu diesem Thema, dass ich mit dem Kinderwunsch noch nicht vollkommen abgeschlossen habe #hmpf. So langsam wirds dann aber doch eng, alterstechnisch gesehen #nein...

    aber uns beiden hat immer gereicht, dass sich unsere Eltern sehr darum bemüht haben, uns so "gerecht" wie möglich zu behandeln

    Noch zur Erklärung: Meine Eltern haben nicht alles auf den Cent genau ausgerechnet, aber wenn ein Kind etwas Größeres bekam, haben sie zumindest versucht, einen Ausgleich zu finden und der musste nicht zwingend dann finanzieller Natur sein. Das handhabt meine Mama heute noch so. Mein Bruder wohnt zusammen mit Frau und Kind in meinem Elternhaus, meine Mama hat dort eine Wohnung. Sie haben zusammen renoviert, wie sie das mit dem Geld geregelt haben, weiß ich nicht einmal - es ist einfach nicht wichtig für mich, weil ich genau weiß, dass ich nicht zu kurz komme. Mein Mann und ich verdienen besser als mein Bruder und seine Frau, wir haben ein Haus, ein gutes Leben - da wäre es für mich völlig in Ordnung, wenn meine Mama meinen Bruder finanziell mehr unterstützt (meine Mama hast selbst nur eine kleine Rente, von daher würde ich alleine schon aus diesem Grund nie, nie, nie finanziell von ihr mehr bekommen wollen als Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenke). Aber meine Mama findet es blöd, dass mein Bruder da einen "Vorteil" hat und sucht dann halt einen anderen Ausgleich. Sie bügelt beispielsweise öfter mal unsere Wäsche oder kocht uns Essen oder macht Oma-Tage mit den Kindern. Das muss sie nicht, das würde ich nie als "steht mir zu" einfordern - aber sie möchte es gern, weil sie es für ihr Gerechtigkeitsempfinden so braucht. Und ich freue mich darüber, weil ich weiß, dass sie es aus Liebe macht und weil sie uns zeigen will, dass ihre Kinder bei ihr denselben Stellenwert haben und deshalb nehme ich es gerne an.

    Aber wie man es dreht und wendet, es wird nie ganz gerecht, muss es aus meiner Sicht aber auch nicht, solange niemand extrem benachteiligt wird.

    Das sehe ich auch so. Meine Eltern hatten nie viel Geld und mein Bruder und ich mussten als Kinder viele Abstriche machen (hab ich allerdings nie als schlimm empfunden, wir hatten eine liebevolle Kindheit), aber uns beiden hat immer gereicht, dass sich unsere Eltern sehr darum bemüht haben, uns so "gerecht" wie möglich zu behandeln. Es war uns immer klar, dass unsere Eltern alles versuchen und es war uns auch immer klar, dass sie uns sehr lieben, von daher hat noch nie einer von uns beiden irgendetwas gegen gerechnet. Das versuche ich bei meinen Kindern auch. Sie wissen, dass wir sie alle drei so lieben, wie sie sind und dass wir uns nach bestem Wissen und Gewissen um "Gerechtigkeit" bemühen. Ich wünsche mir sehr, dass alle drei das dann ebenso empfinden wie mein Bruder und ich. (Ich kann nicht mehr formulieren #haare, ich war auf einer... äh... wilden Silvesterparty #schäm...)

    Elektrische Lichterkette, nochmal losziehen und Kerzen im Rewe oder Aldi kaufen, vorhandene Kerzen im Raum (RAUM, nicht BAUM!) verteilen... das finde ich alles gut machbare und schöne Alternativen - aber bitte, bitte bastelt nicht irgendwas und klebt es in den Baum! Das ist sooo gefährlich, wenn ich mir nur vorstelle, da löst sich ein festgeklebtes Teelicht und ihr merkt es nicht gleich #haare! Bei uns hat es vor eineinhalb Jahren gebrannt, das geht so dermaßen schnell!

    Mein Kollege hat mal im Restaurant auf die Frage, wer Nummer 19 bestellt hat, laut gerufen: "Ich hab junge Hühnerbrust!" Ach Mist, ich merke gerade, beim Nur-Lesen ist es nicht halb so witzig wie in der Situation selbst :(.

    In diesem Jahr haben wir die Kinder allerdings aktiv entmystifiziert, ging nicht anders. Beide wünschten sich neue Instrumente und die mussten sie vorher ausprobieren bzw. aussuchen. Ist ein bisschen doof, aber das ging nun nicht anders. Das theatralische "NEIN, MAMA - sag das doch nicht, dass nicht das Christkind die Geschenke bringt, nimm mir doch nicht meinen Kinderglauben" meiner 17,5jährigen hat zu Lachflashs geführt.

    Haha, ersetze zwei Kinder durch ein Kind und 17,5 durch 13 und stell dir den Satz von C. sinngemäß mit leichtem saarländischem Einschlag vor :D:D:D#prost#kuss!

    Ich hab hier halt die blöde Kombi aus Extrem-Warum-Kind ("Wenn der Nikolaus ein guter Mann war und deshalb den Kindern kleine Geschenke bringt, warum macht Sankt Martin das nicht? Und wie kommt der Nikolaus in unser Haus rein, der hat doch keinen Schlüssel?"), Kita- und Real-Life-Wissen (da sieht der Nikolaus aus wie der Weihnachtsmann und er hat die gleiche Brille wie der Papa von der Leonie. Warum braucht der eine Brille? Und warum redet die Oma vom Christkind?) und eigentlich dem Wunsch, ein bisschen Zauberstimmung zu bewahren so lange es möglich ist. Aber ich glaube, das mit der Bescherung nach der Kirche ist organisatorisch gut zu machen, und irgendwie auch sehr schön.

    Wenn du nicht direkt die ungeschönte Wahrheit sagen willst, kannst du es erst einmal mit einer Gegenfrage probieren, so mach ich das immer. Also einfach fragen, warum es selbst glaubt, dass der St. Martin keine Geschenke bringt. Meine haben sich dann selbst kreative Gründe überlegt, warum das so sein könnte, weil sie zwar gerne Antworten auf ihre vielen Fragen, aber die Weihnachtsmagie trotzdem nicht entzaubert haben wollten. Will dein Kind aber wirklich die Wahrheit wissen und wird sauer, wenn es keine zufriedenstellenden Antworten bekommt, würde ich sie ihm nicht verweigern. Aber das wirst du ja im Gesprächsverlauf merken. Und selbst das schließt nicht aus, dass man eine "Zauberstimmung" kreiert, halt einfach mit anderen Prämissen.

    Bei uns bleiben die Kinder an Heiligabend freiwillig in der oberen Etage (und genießen es, im Kinderzimmer zu picknicken und später auf dem Laptop Weihnachtsfilme zu gucken), damit das Christkind ungestört im Wohnbereich unten alles vorbereiten kann - mein Mann und ich helfen natürlich bei den Vorbereitungen, aber leider, leider ist das Christkind sehr schnell, so dass wir es immer nur vorbeihuschen sehen #freu. Nachmittags machen alle drei beim Kinderkrippenspiel mit (bzw. dieses Jahr wollte die Große nicht mehr, kommt aber trotzdem zum Zuschauen mit), danach sammeln wir Oma und Uroma ein - und tadaaaa, daheim ist alles fertig und es kann direkt losgehen.


    Das können wir allerdings wohl nur so zelebrieren, weil unsere Kinder Weihnachten und dieses ganze geheimnisvolle Brimborium so lieben. Selbst die Große, die mit ihren 13 Jahren normalerweise alles "peinlich" findet (vor allem mich) und seit bestimmt sieben Jahren weiß, wie das an Weihnachten wirklich abläuft, sagt jedes Jahr von sich aus, sie "will nix hören" (ich sage also weiterhin brav "hast du schon deinen Wunschzettel fürs Christkind geschrieben?") und besteht darauf, wegen des kleinen Bruders Weihnachten genauso zu feiern wie immer #freu. Genauso mittlerweile Piri-Piri. Ich spiel das Spiel gerne mit, mir macht das ja selbst Spaß - und ich bin mir schließlich auch ganz und gar nicht sicher, ob ich nicht doch manchmal das Christkind am 24. bei uns rumhuschen sehe #zwinker...


    Ich würde es meinen Kindern allerdings nie aufzwingen. Die Kinder meiner Freundin beispielsweise haben schon ganz früh die Wahrheit wissen wollen, das ist genauso in Ordnung und wird natürlich respektiert. Allerdings sind sie so nett und wollen meine Kinder nicht "aufklären" und meine sind angehalten, niemanden zu "missionieren", jeder darf glauben, was er will. In der Schule wird zumindest die Große bestimmt nicht sagen, wie sehr sie es daheim noch genießt, dass das "Christkind kommt", aber ich freue mich, dass sie es daheim noch zulässt, einmal im Jahr "uncool" zu sein #freu!

    Wir wohnen ja direkt an der französischen Grenze und mein Mann ist Ausbilder für die französischen Lokführer im grenzüberschreitenden Schienenverkehr. Er hat mit einigen französischen Kollegen (aus unterschiedlichen Regionen) über das Thema gesprochen und die verurteilen wohl mittlerweile großteils die Aktionen, weil es vielen Gelbwesten nicht mehr um das Grundsätzliche geht (dem seine Kollegen zustimmen), sondern weil die Krawalle zunehmen, die einfach nur das Ziel "Zerstörung" haben. Bei uns (Nordosten Grand Est) laufen die Proteste was wir so mitbekommen relativ friedlich ab, aber Blockaden, die den Grenzverkehr über längere Zeit lahmlegen und brennende Paletten in den Kreiseln etc. gibt es hier täglich (auch nachts).