Beiträge von rhcp

    Wenn ich bügele (sehr selten, aber wenn dann marathonmäßig), lasse ich immer im Hintergrund den Fernseher bzw. den Laptop mit irgendwelchen Serien laufen - und weil ich ja nicht hinschaue, bin immer völlig irritiert, wenn da ein lustiges Potpourri aus überhaupt nicht zusammenpassenden Serienfiguren zu hören ist :D.

    Stadtkaninchen - danke für deine Beiträge. Ich lese sie insgesamt total gerne und finde sie sachlich und informiert. Der letzte war vielleicht etwas weniger sachlich #zwinker, aber spricht mir aus vollem Herzen. #danke

    Da unterschreib ich doch glatt jedes Wort bei Hermine! Genau das denke ich nämlich sehr oft, bin aber irgendwie noch nie dazu gekommen/hab es immer verpeilt, DAS mal zu schreiben!

    in der grundschule haben sie sich verkleidet, auf der weiterführenden schule ziehen sie an dem tag jogginghosen an, weil sie sonst nicht getragen werden dürfen

    Haha, das finde ich ja irgendwie dann doch wieder charmant #freu.

    Der Kommentar von Shahak Shapira #super: "Vergleichen Leute jetzt Grönemeyer mit Goebbels, nur weil er eine Rede in ähnlicher Lautstärke gehalten hat? Mein Föhn ist ungefähr so laut wie eine Kettensäge und ich bekomme trotzdem unterschiedliche Ergebnisse, wenn ich sie mir an den Kopf halte." Edit: Das bezieht sich auf die Grönemeyer-Rede und die Reaktionen darauf.

    Jaennchen : Echt? Oooaaah, wie gruselig! Hier wird das respektiert - wird halt für das nächste Geburtstagskind, das rundet und keine Anzeige schaltet, der Aufriss gemacht #freu. (Es ist normalerweise auch echt süß und die meisten der älteren Generation freuen sich auch drüber.)

    In der Generation meiner Eltern (und wahrscheinlich spezifisch an ihrem wohnort) ist es üblich an runden Geburtstagen vormittags open house zu haben, sprich es kann jeder unangemeldet und uneingeladen vorbei kommen und kriegt Sekt und Häppchen.

    Meist kommen auch der Pfarrer und ein Bote aus dem Rathaus mit einem Schreiben vom Bürgermeister.

    So ist es bei uns im Dorf auch gewesen, allerdings kam dann niemand mehr wenn man zum Essen gegangen ist.

    nein, zum Essen wurde man nicht verfolgt, wobei hier die Feier mit geladenen Gästen selten am gleichen Tag war und auch das Mittagessen angesichts der vielen übrigen Lachshäppchen meist klar war.

    Und spätestens ab dem 80. Geburtstag haben meine Großeltern eine lange Mittagspause gebraucht, weil sie der Trubel so geschafft hat.

    Hier war/ist es haargenau so! Und wenn jemand 70/80/90 wird und keinen Tag der offenen Tür will, setzt er ein, zwei Wochen vor dem Geburtstag eine kleine Anzeige ins Gemeindeblatt mit der Bitte, von Gratulationen und Besuchen abzusehen. Wenn man im Musikverein ist, kann es auch sein, dass der ein Ständchen spielen kommt oder der Kirchenchor ein Liedchen trällert. Das ist hier der völlig normale Wahnsinn.

    Wir waren im Juli in Paris und meine Kinder fanden neben den "typischen" Touri-Zielen wie Eiffelturm (ohne vorher zu buchen haben wir nachmittags nicht ganz eine halbe Stunde gewartet und sind ganz nach oben gestiegen) vor allem den Weg die Treppen hoch zu Sacré-Coeur sowie Unmengen von Schoko-Croissants am Seine-Ufer sitzend zu verspeisen total toll. Meiner Großen haben am besten die verschiedenen Rundfahrten mit dem Sightseeing-Doppeldeckerbus gefallen, weil man so in kurzer Zeit ganz viel sieht (und der Adidas-Store auf der Champs-Élysées, aber das ist ein anderes Thema #freu).

    Übrigens find ich es ziemlich daneben, unentschuldigte Fehltage einzutragen, ohne Kind und (je nach Alter) Eltern auf die fehlenden Entschuldigungen hingewiesen zu haben. Aber das mag auch der Extra-Gesamtschul-Service sein.

    Ach, die ehemalige Klassenlehrerin der Großen war... speziell :D. Zwar sehr nett, aber selbst verpeilt ohne Ende und auch nicht die Schnellste, bis die mal aus den Pötten kam, heieiei - die gute Frau hat wahrscheinlich selbst erst am Tag des Zeugnisschreibens gesehen, dass da noch eine Entschuldigung fehlt #rolleyes. Die neue Klassenlehrerin hat das im Griff, die erinnert mit Sicherheit an fehlende Entschuldigungen :).

    Die Chilischote hatte in der 6. Klasse Gymnasium mal zwei unentschuldigte Fehltage, weil alle drei Kinder gleichzeitig krank waren und ich fälschlicherweise felsenfest davon überzeugt war, dass ich L. die Entschuldigung gleich am ersten Wieder-in-die-Schule-geh-Tag mitgegeben hätte. Tja, waren halt zwei unentschuldigte Fehltage auf dem Zeugnis, passiert ist da gar nix (war ja auch ne einmalige Sache, wenn das öfter vorkommt, wird die Schule irgendwann handeln, gehe ich mal davon aus).

    Als ich ein kleines Kind war, war es dort noch nicht so. Ich war regelrecht geschockt, als ich nach Jahren mal wieder dort war, voll die Geisterstadt (vom Globus mal abgesehen).

    in anderen Ländern gibts auf jedem Spielplatz Kisten mit Gemeinschaftsspielzeug, das würde in Deutschland nie funktionieren

    Ach Mensch, das finde ich gerade ein bisschen schade - doch, das funktioniert auch in Deutschland, hier bei uns zum Beispiel. Ja, da kommt bestimmt auch mal was weg, aber es kommt auch immer wieder was dazu. Es ist wirklich traurig, dass ihr so schlechte Erfahrungen gemacht habt, aber ich bin mir sicher, sowas funktioniert in Deutschland nicht besser oder schlechter als in anderen Ländern #weissnicht. Uns wurden in Frankreich schon Badelatschen und ein Kinderfahrrad geklaut und trotzdem fahren wir liebend gern dahin in Urlaub und ich halte die Franzosen nicht für "klaufreudiger" als andere Nationen.

    Bei uns werden alle Fünftklässler von LehrerInnen getestet, die im Bereich LRS zumindest geschult sind. Wer ein auffälliges Ergebnis hat, wird weitergeleitet zu den entsprechenden Stellen. Die Schule selbst bietet dann verschiedene Förderprogramme an. Auf diesem Weg der Fünftklässler-Testung wurde die Lesestörung meines Patenkindes erkannt. In der Grundschule hieß es immer nur "alles im grünen Bereich, Kind muss mehr üben".

    Daroan : Ja, das stimmt, meistens sind es Jüngere, die ihn direkt auf Englisch ansprechen. Dann bittet mein Mann darum, französisch zu sprechen, aber es braucht meistens drei bis vier Anläufe (bis das Gegenüber merkt, aha, der kann ja wirklich Französisch #freu), ehe das Englisch eingestellt und auf Französisch gewechselt wird. Und das war früher komplett anders.

    Ist mir in Frankreich stark aufgefallen. Wenn du nach dem Preis für eine Stranddecke fragst z.B.Es

    Und dann so getan wird, als wüsste man gaenicht wovon die Rede ist...

    Ist uns vor dreissig Jahren so passiert in Frankreich. Fahrradtour in F, wir Teenies probieren unser Schulfranzösisch aus. Versteht niemand. Auch kein Deutsch. Kurze Beratung unsererseits auf Schweizerdeutsch - AH, ihr seid aus der Schweiz! Plötzlich geht alles. Unser Französisch wird verstanden, einige können sogar Deutsch. #blink. Immer noch!


    Heute erlebe ich dies weniger. Nur dass einige Französischsprechende wirklich sauer werden, wenn ich nicht korrekt schreibe/spreche. Diesen Anspruch auf Perfektion kenn ich von Englischsprachigen weniger, dort ist mehr: Hauptsache man versteht sich.

    Aus eigener Erfahrung (also kein Anspruch auf Allgemeingültigkeit) kann ich die Erfahrungen von Anisp bestätigen: wir wohnen direkt an der französischen Grenze, sowohl mein Mann als auch ich haben dort Verwandte, die wir öfter mal besuchen und wir fahren auch oft dorthin in Urlaub, von daher weiß ich wirklich, wovon ich schreibe. Seit meiner Kindheit bis vor etwa fünf bis acht Jahren haben viele Franzosen auf stur geschaltet, wenn man sich nicht in passablem Französisch verständigen konnte, sei es beim Einkauf, in Museen, in Restaurants etc. - sie haben dann einfach "nichts verstanden". Bekamen sie dann mit, dass wir aus dem Saarland sind, wurden sie plötzlich meistens etwas freundlicher und die Verständigung funktionierte. Seit ein paar Jahren stellen wir verstärkt fest, dass die meisten Franzosen uns sofort auf englisch ansprechen. Das ärgert vor allem meinen Mann, der nur rudimentäre Englischkenntnisse hat, aber jobbedingt (er bildet französische Lokführer aus) ziemlich gut Französisch kann. Das haben wir früher nicht erlebt, da galt: wer kein Französisch kann, hat Pech gehabt. Allerdings muss ich hinzufügen, dass die meisten Franzosen sehr nett und bemüht waren, wenn sie erst einmal merkten, dass wir wirklich gerne unsere Französischkenntnisse anwenden und verbessern wollen - dann hatten wir immer tolle, lange Gespräche, bei denen es auch egal war/ist, dass wir eben kein perfektes Französisch beherrschen. (Mein Mann ist die letzten zwei Jahre ein paarmal gefragt worden, aus welchem Departement er kommt - danach ist er immer geschwebt, das ist ja wie ein Ritterschlag #freu.)

    Ich kann in der Diskussion hier die Sichtweisen von fast allen nachvollziehen und genauso gut akzeptieren, dass die einen wissen möchten, wenn sie ignoriert werden, andere hingegen lieber nicht. Es wird wohl nie zur Zufriedenheit aller zu lösen sein, zumal es auch technische Beschränkungen der Software gibt. Was aber für mich der wesentliche Punkt ist: der wiederholte öffentliche Verweis darauf, jemanden zu ignorieren, hat für mich in der Form etwas demütigendes, wirkt wie unnötiges nachtreten. Wenn man jemanden auf Ignore setzt und es die betreffende Userin wissen lassen will, finde ich es per PN respektvoller. rhcp als rhcp und nicht als Mod

    Nein, natürlich ist Dialekt nicht Hochdeutsch mit Akzent, Dialekt ist teilweise sehr komplex und mit einem eigenen Regelwerk (wie ich selbst schon mehrfach geschrieben habe). Aber selbst wenn du ein verständliches Hochdeutsch mit Dialekteinschlag sprichst, wirst du von vielen als ungebildet wahrgenommen. Dabei gibt es "gute" und "schlechte" Dialekte. Bayrische Politiker oder Schauspieler reden viel selbstverständlicher in ihrem Dialekt und es wird viel eher akzeptiert als sächsisch oder das im Saarland gesprochene Rhein-/Moselfränkisch. Über letztere wird sich gern amüsiert, und das oft in einer Art, die die Leute beschämt.


    Dass jemand in tiefstem Dialekt mit jemandem spricht und dann unfreundlich wird, wenn man ihn nicht versteht, glaube ich dir natürlich (und hätte mich an deiner Stelle auch geärgert) - aber ich denke dennoch, dass das eher die Ausnahme ist. Aus meiner eigenen Erfahrung, die natürlich nicht allgemeingültig ist, kann ich nur sagen, dass sich die Menschen normalerweise bemühen, verständlich hochdeutsch zu reden und dass das in den meisten Fällen auch funktioniert.

    Aber nur Dialekt zeugt imo entweder von Arroganz oder von schlechter bildung (In d).

    Tja, und wenn man sich Mühe gibt, verständlich hochdeutsch redet, aber man trotzdem einen "ungebildeten Dialekt"-Einschlag raushört, wird man von den meisten immer noch in die Klischeeschublade einsortiert. Das ist so dermaßen schade. Es soll tatsächlich auch Leute geben, die recht intelligent sind, aber trotzdem nicht astrein, sondern nur verständlich hochdeutsch können...


    Edit: Meine Oma ist 87, der liebste Mensch auf der Welt, ganz sicher nicht dumm und trotzdem kann sie nur "Hochdeutsch mit Striemen" (wie man im Saarland sagt) - aber weder aus Arroganz noch weil sie völlig ungebildet ist, sondern weil hier früher und auch heute noch Dialekt völlig normal war. Nur hat man heute allein schon durch die Medien täglich viel mehr Möglichkeiten "richtiges Hochdeutsch" zu hören und damit zu lernen. Dennoch ist meine reiselustige Oma überall in Deutschland und der Welt zurecht gekommen und verstanden worden.