Beiträge von rhcp

    Ich weiß nicht, ob ich es im alten Forum nicht schonmal bei Kindermund geschrieben hatte, es ist nämlich schon länger her, aber es ist mir gerade wieder eingefallen, deshalb also eventuell zum zweiten Mal ;):


    Die Chilischote kommt völlig begeistert zu mir und verkündet: "Mama, ich hab da einen echt tollen Trick entdeckt!!! Wenn ich die Buchstaben ganz schnell hintereinander sage, weiß ich, welches Wort dasteht!!!" Echt, das war so süß, irgendwie war ihr in dem Moment gar nicht so recht bewusst, dass das, was sie da entdeckt hat, auch "Lesen" genannt wird #love. Aber "cooler Trick" trifft das Ganze ja eigentlich genauso gut #ja.

    Piri-Piri isst Schokopudding. Nach dem dritten Löffel guckt sie ganz mitleidig in das Schüsselchen und sagt bedauernd: "Du armer Pudding..."

















    um dann mit diabolischem Gesichtsausdruck hinzuzufügen: "...jetzt wirst du gefressen!"


    (Ist in der Situation mit Sicherheit komischer, als hier nur aufgeschrieben.)

    das hört sich so an als ob ihr euch angegriffen fühlt!!


    Bei der Geschichte geht es NICHT um euch claraluna und talpa . Mit keinen wort habe ich andere Menschen erwähnt.


    Naja, Barbamama, so WIE du das Ganze beschrieben hast, habe ich dasselbe rausgelesen wie claraluna und talpa. "Vorgefertigtes Flascherlbehältnis", "beiger Kinderwagen mit Kind darinnen", "Mutti tippt ins Handy", dagegen ihr mit Stillkind, Trage und tanzenden Kindern - für MICH hört sich das schon sehr wertend an ;).

    Die Chilischote hatte mit vier Jahren eine Aphte in der Wangentasche. Wir waren beim Zahnarzt, der hat ihr Kamistadgel verschrieben, das hat auch schnell und wirkungsvoll geholfen. Ich würde an deiner Stelle auch mit dem Kleinen zum ZA gehen.

    Nein, es muss nicht passieren, gottseidank :). Aber es ist gut, wenn man weiß und darauf eingestellt ist, dass es passieren KANN. Wie gesagt, ich fand diese Persönlichkeitsveränderung mit am Schlimmsten. Je näher der Mensch einem ist, desto mehr belastet es einen. Ich hab z.B. ein FSJ in einem Pflegeheim gemacht und konnte erst Jahre später so RICHTIG verstehen, warum Angehörige so oft so verzweifelt waren, obwohl ICH mit ihren zu pflegenden Verwandten relativ gut zurechtkam. Ich kannte sie halt nicht vorher. Aber ich schweife ab, sorry #schäm.

    Du hast ja schon viele gute Tipps bekommen, ich möchte nur noch was hinzufügen:


    Sowohl meine Schwiegermutter als auch mein Schwiegervater hatten Demenz (Alzheimer) und wir haben beide noch sehr lange zuhause gepflegt, bevor wir nicht mehr konnten und sie ins Pflegeheim gaben. Mit am schwersten war für mich, mit der einhergehenden Persönlichkeitsveränderung klar zu kommen. Meine Schwiegermutter war bis zur ihrer Erkrankung eine ganz liebevolle, tolerante und zurückhaltende Frau. Je weiter die Erkrankung fortschritt, desto herrischer, lauter und aggressiver wurde sie. Das fand ich so belastend, nicht nur, weil sie plötzlich ein ganz anderer Mensch war, sondern weil ich mich bei ihr viel mehr beherrschen musste, das als Krankheitssymptom zu sehen. Der Ansatz von Neschka ist nämlich genau der richtige (Beispiel Tante Ursel-Blumenladen), fällt aber manchmal sehr schwer, wenn es eine nahestehende Person ist und man vielleicht auch noch selbst einen schlechten Tag erwischt hat. Meinen Schwiegervater hingegen kannte ich lange Jahre als bestimmenden, rechthaberischen und dominanten Mann. Die Erkrankung machte aus ihm einen sehr höflichen, dankbaren und zugänglichen Menschen, bei ihm konnte ich dann viel eher über viele Dinge hinwegsehen. Ungerecht, weil beide Persönlichkeitsveränderungen ja aus der Demenz resultierten und keiner der beiden das steuern konnte, aber obwohl das mein Verstand damals wusste, war es viel leichter, ihm gegenüber geduldig zu sein. Du musst dir auf jeden Fall Unterstützung suchen, Unterstützung für dich, für dein Seelenheil. Es ist okay, wenn du sauer, erschöpft, wütend, traurig, was auch immer bist. Aber es ist kontraproduktiv, das an den Erkrankten "auszulassen", du brauchst wirklich jemanden, bei dem du dich ausweinen, auskotzen kannst. Es ist eine sehr schwere Situation und manchmal ist man darin so gefangen, dass man erst im Nachhinein erkennt, wie viele der eigenen Ressourcen bereits erschöpft sind. Dem musst du unbedingt vorbeugen bzw. natürlich auch alle anderen direkt Beteiligten. Ich wünsche euch viel Kraft für die kommende Zeit.

    #lol


    Das ist echt klasse #freu! Das erinnert mich daran, als die Chilischote gerade ganz kurz im Kiga war. Sie erzählte nachmittags, dass ihre Lieblingserzieherin nicht da war und ich fragte spontan "oh, warum denn nicht?". Antwort Chilischote: "Weiß nicht, vielleicht musste sie heute arbeiten gehen!"

    Ich habe sowohl die Chilischote während der Schwangerschaft mit Piri-Piri weitergestillt, als auch in dieser Schwangerschaft Piri-Piri. Bei beiden Schwangerschaften hätte ich übrigens keinen Schwangerschaftstest machen müssen, ich hab immer noch vor NMT an fürchterlich schmerzenden Brustwarzen gemerkt, dass ich schwanger bin ;). Ich fand/finde es zwar während der gesamten Schwangerschaft ziemlich schmerzhaft weiterzustillen, aber nicht SO schmerzhaft, dass ich ernstlich ans Abstillen gedacht hätte/denken würde. Ich hatte allerdings auch zwei (bis jetzt zumindest ;)) völlig unkomplizierte Schwangerschaften, weder vorzeitige Wehen noch sonstige Probleme.

    KaMa, wenn du eine Infektion hast, können die Werte auch entgleisen. Als ich vor einigen Wochen stark erkältet war, hatte ich morgens einen Nüchternwert von 134 und bin fast aus den Latschen gekippt. Drei Tage später war der Spuk vorbei und ich hatte wieder völlig normale Werte #weissnicht.


    Vergessen: Ich kann dich sooooo gut verstehen - aber die letzten drei, vier Wochen schaffen wir jetzt auch noch *tschakka* #knuddel.

    Ach Rheinländerin, lass dich mal drücken #knuddel. Ich kann in Ansätzen nachvollziehen, wie es dir geht, auch wenn es bei uns nur um eine Woche auf der Kinderintensiv ging wegen einer Neugeboreneninfektion. Es ist immer doof, wenn alles so anders läuft wie geplant, gerade wenn es um etwas so sensibles wie ein Neugeborenes und Kuschelzeit und Wochenbett geht. Ich hab mich damals zuallererst immer an eine Ärztin gehalten, die sehr stillfreundlich und rabig eingestellt war und hab Schwestern gegenüber immer darauf verwiesen, bestimmte (mir sehr wichtige) Dinge mit eben dieser Ärztin abgeklärt zu haben. Das hat alles wesentlich stressfreier gemacht. Hast du denn so eine(n) Arzt/Ärztin bei euch? Ich wünsche dir auf jeden Fall gute Nerven, viel Kraft und trotz allem ganz viel Freude an eurem kleinen Kämpfer #love!



    Edit: Ich Doofnase #schäm: Natürlich ganz herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs!