Beiträge von Frisch

    Frisch meines Erachtens ist nicht nur die Auswirkung interessant sondern auch die Tatsache, dass die Gleichstellung der Frau gerade da besonders hoch war, wo sie einen großen Teil zum Familuebeinkommen beigetragen hat ( Siehe Stadt-Landgefälle durch die Viehaltung). In Skandinavien ist die (verdammte) Einverdienerehe nicht so populär und staatlich gefördert wie bei uns...weshalb ich mich immer noch dazu versteife zu behaupten Frauen müssen raus aus der reinen Carearbeit hin zur Erwerbstätigkeit. Da aber stößt man hier und in Deutschland immer wieder auf heftigen Wiederstand.

    Na klar, das ist eine ziemlich interessante Beobachtung in dem Artikel. Und ich stimme Dir vollkommen zu.

    Aber. Ich selber - mag natürlich Sozialisierung sein - bin sehr unzufrieden mit den Möglichkeiten, die ich habe, um erwerbstätig zu sein und gleichzeitig meine Familie genießen und angemessen begleiten zu können. Ich tue mich also ganz persönlich schwer mit der pauschalen Forderung, Frauen in die Erwerbstätigkeit zu bringen. Und bin damit dann ein Teil dieses Widerstandes, den ich noch nicht komplett für mich aufgedröselt habe.

    Vielmehr denke ich darüber nach, dass (siehe Artikel) die Frauen auf dem Land in dieser Zeit bei Viehhaltung überhaupt eine Möglichkeit hatten, zum Familieneinkommen beizutragen, so dass sich automatisch ihr Status hob. Ich würde mir also wünschen, dass wir viel mehr nach diesen Möglichkeiten Ausschau halten, statt einfach zu sagen: Seid erwerbstätig, dann hebt sich auch euer Status.

    Versteht man, was ich meine?


    Gruß,

    F

    Genau, Salzseife. Hilft viel besser als Schwarze Seife oder Alepposeife nach meiner Erfahrung, ist komplett duftneutral und macht keinen Aufwand (ich erinnere mich mit Grausen an die Reinigungsprozeduren meiner Pubertätszeit mit irgendwelchen Produktserien - das könnte ich meinem Sohn nie schmackhaft machen).


    Kreativraben ist eine gute Empfehlung. Wir nutzen die Salzseife von wolkenseifen ... (Nach langem Experimentieren in der Vorpubertät ist mein Sohn auch bei einer Deocreme von denen gelandet. Ist sauteuer, aber seitdem riecht er nicht mal mehr nach dem Sport, und seine T-Shirts müssen nicht mehr vorbehandelt werden - das rechnet sich ja auch irgendwie.)


    Gruß,

    F

    Sorry, der Link geht nur für Abonnenten.

    Letztlich geht es darin um konkrete Beispiele aus verschiedenen Ländern und Regionen, besonders aus Kopenhagen, das sich extrem ehrgeizige Ziele gesetzt hat, wie Versuche gelingen können, CO2-neutral zu werden, ohne die Lebensqualität der Menschen einzuschränken (wenn sie also auf eines verzichten, bekommen sie etwas anderes dafür, das ebenfalls erstrebenswert ist, z.B. bessere Infrastruktur, mehr Grünflächen, attraktiveren Wohnraum, Freizeitangebote etc.pp.)

    Der Artikel meint, der Kapitalismus könnte da segensreich wirken, weil er diese Prozesse der Umwandlung quasi in Turbozeit in Gang zu setzen in der Lage ist. Sobald man im Kapitalismus einen kleinen Anreiz schafft oder einen Ehrgeiz weckt, geht das große Erfinden los.

    Man müsste - so die Idee - eben einfach alles gleichzeitig tun, statt immer nur eins zur Zeit. Abbau und Aufbau, Anreize und Verbote, Technik und Verzicht.


    Gruß,

    F

    Fortsetzung:


    Was mir bei der ganzen Diskussion zu kurz kommt, sind die Gedanken, wie wir gutes Leben auf Zukunft für alles gestalten können. Und das besteht eben nicht darin, einfach alle Produkte so teuer zu machen, dass sie sich nur die Wohlhabenderen leisten können. Die Frage der sozialen Gerechtigkeit und der Teilhabe wird völlig aus dem Blick verloren. So können wir aber nicht Gesellschaft gestalten!

    Ich habe vor Kurzem einen langen Artikel dazu gelesen, den ich hier mal verlinke. Link aus der ZEIT Das meiste davon ist hier bekannt, aber die Beispiele aus Kopenhagen fand ich sehr interessant.

    Es gibt auch einige kluge Köpfe, die sich seit Jahren Gedanken machen, wie gesellschaftliche Veränderungen stattfinden können - Harald Welzer z.B. hat einen Lehrstuhl für "Transformationsdesign" #cool.


    Und da stimme ich Dir sofort zu, Astarte - es kommt einfach zu kurz in den Diskussionen, WIE es gehen kann (und es kann hoffentlich noch!), ohne dass man sich als einzelner Mensch fürchten muss. Warum werden diese positiven Beispiele, Pläne und Ideen nicht viel öffentlicher diskutiert? Da könnte eine echte Aufbruchsstimmung entstehen, gerade hier in Deutschland, wo das Selbstverständnis vieler in einer Vorreiterrolle zu liegen scheint.


    Oh nee, Ihr seid inzwischen schon weiter. Ich schreibe einfach zu langsam. Aber ich schicke es trotzdem ab.


    Und eine kleine Anmerkung zu Gretas Rede hätte ich noch. Die schwedische Sprache hat sehr harte Konsonanten und eine Sprachmelodie mit z.T. mehreren Betonungen im einzelnen Wort. Für uns Deutsche hat ein schwedischer Akzent oft eine aggressive Komponente (z.B. durch das gezischte S, die vielen Betonungen, die wie Emphasen wirken u.ä.). Vielleicht ist das nicht allen bewusst. Mir fiel es bei der Rede sehr auf.


    Gruß,

    F

    Frisch Sollen wir die letzten Beiträge vielleicht in den Ost-West-Thread verschieben lassen?

    Da passt es sicher besser rein, Jette . Guter Vorschlag.

    Ich glaube aber nicht, dass ich dort großartig mitdiskutieren werde, leider. Mir fehlt momentan einerseits die Zeit und andererseits das dicke Fell, was man beides für ein Internetforum braucht.


    Aber wenn Du eine Verschiebung veranlassen würdest, wäre das sicher gut für diesen Thread. Danke!


    Gruß,

    F

    Darf ich dazu mal was fragen, so ganz o.t? Und ganz naiv, ohne mich dumm zu stellen?

    Diese starke soziale Durchmischung, die Du nennst, VivaLaVida, die kann ja nach DDR-Ideal nur sehr eng begrenzt gewesen sein. Es wurde doch gesellschaftlich angestrebt, dass es nicht zu viele Extreme gab, was Armut oder Reichtum angeht, Besitz, Konsumverhalten, Familienkonstellationen u.ä.

    Ich habe in den 80ern bis Mitte der 90er in einem Neubaugebiet / Plattengebiet gelebt. Dort wohnten zu DDR-Zeiten der Herr Professor, die Bibliothekarin, die Lehrerin, die Putzfrau etc. alle in einem Haus , alle in der gleich geschnittenen Wohnung. Nach 1990 ging es recht schnell los, dass sich Familien, die es sich leisten konnten, etwas anderes gesucht haben, häufig Neubau in einem umliegenden Dorf. Diese Durchmischung gab es schon Mitte der 90er deutlich weniger als noch 1989

    Ah, dann hatte ich Durchmischung anders verstanden. Das ist eine Durchmischung im Kleinen, aber eben überhaupt nicht im Großen.

    Denn ein Professor und eine Putzhilfe haben vermutlich auch in der DDR unterschiedlich gut verdient, konnten sich aber offenbar - nach Deiner Beschreibung - die gleiche Sorte Wohnung leisten.

    Und es war offenbar - nach Deiner Beschreibung - gewollt, dass der Professor nicht nach mehr strebte und sich aussonderte.

    Wenn die von Dir beschriebenen Menschen alle in einer gleich geschnittenen Wohnung lebten, liegt die Annahme nahe, dass sie in ähnlichen Familiengrößen lebten.

    Ich gehe nicht davon aus, dass es in dieser Siedlung viele Menschen mit Migrationshintergrund gab.

    Letztlich hatte ich das gemeint damit, dass es keine Extreme geben sollte/gab.


    Ich bin übrigens im Westen ganz ähnlich aufgewachsen, allerdings in einer Vorstadt mit Einfamilienhäusern und hätte diese Welt als sehr homogen bezeichnet. In der Stadt, auf den Dörfern, im katholischen Süden, in den Touristengebieten war es jeweils ganz, ganz anders. Und daher habe ich meine Situation nie als verallgemeinerbar empfunden und habe für mich gern klären wollen, ob ich richtig liege mit meiner Idee, warum es möglicherweise leichter ist, allgemeine Aussagen über die Gesellschaft in der DDR zu treffen.


    Gruß,

    F


    Sorry fürs OT. Das gehört eigentlich gar nicht in diesen Strang ...

    Bei meinem Mann in der Klasse (Großstadt im Süden, Grundschule im Univiertel) hatte Ende der 70er schon die Hälfte der Gymnasialklasse getrennte Eltern. Ich fürchte, solche Stichproben sagen nur etwas über die eigene Blase aus :)

    da alle quartiere im wesentlichen stark sozial durchmischt waren (was politisches ziel war) war echte blasenbildung - verglichen mit dem, was man heute beobachten kann - deutlich unwahrscheinlicher. die kinder, die das in meinem umfeld betraf, kamen aus allen milieus.


    einzig der ort könnte eine rolle spielen. ich habe viel zeit auf dem ganz entlegenen land (sperrgebiet) verbracht und dort war in der tat die genannte quote etwas geringer.

    Darf ich dazu mal was fragen, so ganz o.t? Und ganz naiv, ohne mich dumm zu stellen?

    Diese starke soziale Durchmischung, die Du nennst, VivaLaVida, die kann ja nach DDR-Ideal nur sehr eng begrenzt gewesen sein. Es wurde doch gesellschaftlich angestrebt, dass es nicht zu viele Extreme gab, was Armut oder Reichtum angeht, Besitz, Konsumverhalten, Familienkonstellationen u.ä.

    Manchmal, wenn ich diese Aussagen über die DDR-Zeit lese, denke ich, dass es evtl. leichter sein muss, etwas Allgemeingültiges über die Menschen dort zu sagen, als über die gleiche Zeit im Westen. Allein die Größe der Fläche und die Anzahl der Bewohner unterscheidet sich sehr, oder nicht? Je kleiner und homogener die Gruppe, desto leichter müsste eine Verallgemeinerung sein. Und verglichen mit dem Westen war die DDR kleiner und homogener.


    Könnte daher auch eine gewisse Problematik in der Kommunikation herrühren?


    Denn ganz ehrlich, wenn ich hier lese, wie es in der ehemaligen BRD war, dann wundere ich mich oft. Und ganz selten sind die Annahmen darüber, wie es dort war, überhaupt positiv. Ich möchte gern ganz offen bleiben, und ich genieße es regelrecht, meine offensichtlichen Vorurteile gegenüber der DDR-Gesellschaft abbauen zu können, indem ich hier lese, aber ich bin gleichzeitig irritiert und manchmal geradezu verletzt, welche Oberflächlichkeit der Westsozialisierung offenbar immanent gewesen sein soll.


    Gruß,

    F

    Ah, okay, Aprilscherz. Und wann ist der Moment, wo man "April-April" sagt - nach den ersten drei ernsthaften Antworten oder erst am nächsten Tag? Solange aury das nicht schreibt, bleibe ich humorlos. Immerhin war ein Kreisch-und-Wegrenn-Smiley dabei, das interpretiere ich nicht als Mitlachen über einen gelungenen Aprilscherz.


    Ich gebe aber zu, ich verstehe das oft einfach nicht. Mich hat dieser Thread zwischendurch runtergezogen, weil mich dieser Kinder-Test so betroffen gemacht hat. Ich habe dann einfach nichts mehr geschrieben. Ich habe Mühe, die Motivation derjenigen zu begreifen, die sich damit begnügen, einfach nur ihrem Befremden mit einem einzigen Satz oder Smiley Ausdruck zu verleihen. Ich finde das unkonstruktiv, und würde es in einem Thread passieren, den ich eröffnet hätte, würde ich mich überaus unwohl fühlen.


    Gruß,

    F

    Ihr seid gemein. Ich meine das ernst.

    Hier geht es um ein Kind, eine Familie.


    Ich bin froh, dass eine Entscheidung gefallen ist, und ich glaube, sie ist letztlich genau richtig ausgefallen, vielleicht sogar besonders wegen des Umentscheidens.


    Ja, manche Menschen machen sich viel zu viele Gedanken und experimentieren mit ihren Kindern herum. Aber das tun sie nicht, weil sie dumm sind. Mit Kindern zu leben zerrt alle Baustellen ans Licht, die man als Elternteil hat, und da können scheinbar harmlose Situationen oder Entscheidungen Abgründe aufreißen. Wichtig ist zu erkennen, dass das Problem nicht das des Kindes ist.


    Gruß,

    F

    Ich bin dafür, sich auf wenige wirklich wichtige Impfungen zu konzentrieren und bei denen zu versuchen, wirklich eine möglichst grosse Akzeptanz und Abdeckung zu erreichen. Masern gehören da für mich wirklich dazu, Röteln schon nicht mehr (zumindest nicht im Kinderalter, da wäre es eher sinnvoll, junge Frauen zu impfen). Ich denke, dass durch die zunehmende Anzahl an Impfungen eher mehr Leute abgeschreckt werden und dann letztlich auch die sinnvollen Sachen nicht mehr impfen lassen.


    Impfpflicht finde ich vor allem angesichts der zunehmenden Anzahl an von der Stiko empfohlenen Impfungen problematisch. Ich fürchte, wenn man da erstmal für eine Impfung eine Pflicht einführt, ist ser Damm schnell gebrochen und man wird versuchen das auch auf andre Impfungen auszuweiten.

    Das finde ich sehr bedenkenswert.


    Ob dann Röteln oder nicht dazugehören, weiß ich noch nicht - @Eburas Bericht ist ja schon eindrücklich. Röteln wurden bei uns in der Schule im Teenager-Alter geimpft. Gibt es das nicht mehr?


    Gruß,

    F

    Nö, sind Schulstoff und durchaus geschätzt. Halt wie alle Intellektuellen und auch Kritischen nicht in allen Kreisen gleich begeistert. (Edit: Frisch und Dürrenmatt)


    Liebe Grüsse


    Talpa

    Ach wie schön! Nach einem durch und durch unhumanistischen Morgen ("Sternenschweif"-Hörspiel in Dauerschleife), bekomme ich am Computer die Benachrichtigung, dass ich zitiert wurde - und dann gleich in einem Atemzug mit Dürrenmatt.


    Ansonsten habe ich noch den einen Satz beizutragen, den ich aus dem Französisch-Unterricht behalten habe:

    "Être vigneronne, ç'est son rêve." (Winzerin zu werden, ist ihr Traum.) Wenn das mal nicht nützlich ist.


    Gruß,

    F

    Wir hatten in Latein so ein blaues Buch Bin ich jetzt humanistischer?

    Auf jeden Fall, o lilia, äh lilu (lilu ist der Vokativ, nehme ich an?) - die blaue Bluse der Roma-ntik...

    Oha, und ich ungebildete Person dachte immer, es handele sich um eine blaue BLUME #stirn. Dabei habe ich doch selber eine blaue Bluse an. Jetzt begreife ich, warum ich heute so romantisch/humanistisch drauf bin ...


    Gruß,

    F

    Ich kann den Spaß total verstehen und finde es dennoch fürchterlich. Für mich stellt sich die Verbindung von Spaß zu einer Art - wer schrieb das oben? - "negativem Adrenalin" her, die ich für allgemein ungut halte bzw. einfach selber nicht aushalte.


    Meinem Sohn habe ich es inzwischen erlaubt. Mir war dabei wichtig, dass die Gruppe, mit der unterwegs war, eher harmonisch ist. Er ist sehr empfindlich, was Frontenbildung angeht, und ich sehe bei diesem Spiel durchaus großes Potential für Zwist.

    Mein Sohn fand's okay und hat alles mit Humor genommen, aber er hat Sachen erzählt, die mich wirklich, wirklich gestört haben. Z.B. spielten dort Gruppen gegeneinander. Mein Sohn erzählte, die andere Gruppe habe aus erwachsenen Männern bestanden, einer sei ihm durch besonderen Einsatz aufgefallen. Das gefällt mir nicht - erwachsene Männer spielen gegen Elfjährige auf diese Art? Zwei Kindergruppen gegeneinander - gerne. Und was bringt erwachsene Männer dazu, nachmittags zum Lasertag zu gehen und auf Elfjährige zu zielen?

    Ja, ich weiß, ich bin fürchterlich empfindlich. Das liegt an meinen eigenen Gefühlen, die sich nicht rational einfangen lassen.


    Den Besuch eines Geburtstags verbieten, würde mir allerdings schwerfallen. Mein Weg wäre, im Vorfeld ein ordentliches Gespräch mit dem eigenen Kind zu führen. Über Grenzen, Gefühle, Spiele, Realitäten und auch und vor allem über Gruppendynamik.


    Gruß,

    F

    Hab gesagt, es ist keine Lebensentscheidung, sie kann sowohl Latein als auch Französisch nebenbei immer noch lernen oder später. Ja aber dann würde sie die schönen Lerntechniken verpassen, die HerrXXX doch gesagt hat und die ihr auch in anderen Fächern helfen würden und die Grammatik würde sie schon gerne noch besser verstehen und dann könnte sie auch noch schönere Aufsätze schreiben.

    Hervorhebung von mir.


    In Deiner Erzählung fehlt der entscheidende Satz, nämlich: "Ich würde ja Französisch wählen, aber dann ..."

    Ohne den ergibt ihre Antwort nämlich keinen Sinn.


    Und noch einmal: Vieles, was Du für Latein annimmst, gilt für Französisch, eben WEIL es eine romanische Sprache ist.

    Das mit den Aufsätzen ist totaler Unsinn - die ersten Jahre übersetzt man im Lateinunterricht Sätze wie "Markus rennt, Cornelia rennt auch, Markus gewinnt, Cornelia ist traurig." Es dauert Jahre (!), bis die Schönheit von Latein sich erschließt und damit auch theoretisch Einfluss nehmen könnte auf irgendein anderes Fach.

    Bitte verabschiedet Euch beide von dieser Idee!

    Latein hat schöne Seiten, Französisch hat schöne Seiten, aber die angeblichen Vorteile haben mehr mit dem Kind und der Lehrkraft zu tun als mit irgendeiner Sprache (siehe Niederländisch). Jede Beschäftigung mit Fremdsprachen kann schönere Aufsätze im Deutschen hervorbringen - und tut es auch.


    Gruß,

    F

    So hatte das Frisch definitiv nicht vorgeschlagen.

    Puh, danke. Ich hatte schon Sorge, dass ich ab jetzt im Forum diejenige bin, die immer den Müttern vorschlägt, ihre Kinder zu manipulieren ...


    Ich würde mich aber auch freuen, wenn wir hier jetzt weiterhin konstruktiv bleiben. Es wäre schön, wenn Aury aus der Situation etwas mitnehmen kann, statt sich am Ende hier zurückzuziehen, oder?


    Gruß,

    F

    Oha, ich möchte gerne klarstellen, dass mein Vorschlag SO nicht gedacht war. Ich fühle mich jetzt ziemlich mies.


    Ich hatte es mir sehr achtsam und gemeinsam vorgestellt, ein Erforschen der Gefühle. Hier hilft es manchmal zu sagen: Dann entscheide ich eben, wenn es so schwer ist, und dann findet man dadurch eine neue Gesprächsebene.


    Ich habe nach wie vor Verständnis für Deinen inneren Konflikt, Aury . Aber für Deine Tochter war das alles viel, viel schwerer, fürchte ich. Gut, dass Ihr nun zu einer Entscheidung gekommen seid. Mehr möchte ich nicht sagen.


    Gruß,

    F

    Neinnein, es ist nicht nur das Leben des Kindes betroffen bei der Sprachwahl ...#cool


    Mein Sohn hat sich ja für Französisch entschieden, das ich selber nur schlecht spreche. Die ganze Familie lauert nur darauf, dass er endlich genug Französisch kann, um für uns in Frankreich das Essen zu bestellen. Mein Mann sagt jedes Jahr bei der Urlaubsplanung: "In ein paar Jahren können wir endlich nach Frankreich." :D


    Darf ich mal anmerken, dass ich manche von Euch ganz schön hart finde hier? Aury schreibt ihre Gedanken und Gefühle auf, sie ringt damit. Das mag der einen oder anderen lächerlich vorkommen, aber wenn sie wirklich ihr Kind entscheiden lassen möchte, dann muss sie ihre Überlegungen doch irgendwo lassen können. Nur weil sie auf Seite 3 noch nicht überzeugt war, obwohl manche fanden, es sei alles gesagt... Manchmal bringen solche Entscheidungs-Situationen etwas zutage, das bewältigt werden muss. Das wirkt dann wie ein nichtiger Anlass, ist aber eine Riesenchance. Lasst doch Aury einfach Zeit, alles wirken zu lassen und diese Chance für sich und ihre Tochter zu nutzen.

    Denn das, was der Verstand begreift (durch gute Argumente z.B.), muss noch lange keinen Rückhalt im Gefühl haben. Und das Gefühl ist stärker. Es braucht Zeit, ein Gefühl neu zu prüfen und ggf. zu ändern.


    Gruß,

    F