Beiträge von Frisch

    Ich finde die Erklärung von Silbermöwe passend.

    Die skandinavischen Sprachen ähneln sich schriftlich, ich verstehe Schwedisch und Dänisch, wenn ich es lese, aber gesprochen muss ich bei Dänisch sofort abwinken ...

    Es heißt, dass die Dänen alle anderen verstehen, aber niemand versteht die Dänen :P

    Also eigentlich genau umgekehrt als bei Paul und Erna.


    Die Serie "Die Brücke" ist auf Dänisch und Schwedisch gedreht, da sprechend die ErmittlerInnen einfach ihre jeweilige Landessprache und verstehen sich genauso wie offenbar die ZuschauerInnen.


    Ich nehme aber an, dass es diese Versteh-Richtungen in vielen Sprachkonstellationen gibt. Niederländisch-Deutsch wurde ja schon genannt. Aber auch in den romanischen Sprachen kann ich es mir vorstellen, dass z.B. die Spanier Italienisch besser verstehen als umgekehrt (z.B.) - je näher die gesprochene Sprache der Schriftsprache ist, desto leichter sollte sie für verwandte Sprachler zu verstehen sein. Könnte ich mir vorstellen.

    Bei den Slawischen Sprachen habe ich mal gehört, dass die Polen die Tschechen besser verstehen als umgekehrt. Aber ob das wirklich stimmt? Ich spreche beide Sprachen nicht.


    Gruß,

    F

    Ich schreibe seit der Schulzeit zehn Finger blind und finde es toll. ABER - ich kann überhaupt nicht "mit Hingucken" schreiben, dann bin ich so langsam, dass es lächerlich ist.

    Daher kann ich eben nur mit beiden Händen und auf einer guten Tastatur schreiben. Sobald man mir ein Tablet oder ein Smartphone hinhält oder sobald ich nur eine Hand frei habe, bin ich plötzlich eine Schreibanfängerin.


    Geht Euch anderen, die Ihr das Zehn-Finger-Schreiben gelernt habt, auch so?


    Mein Mann, der sein persönliches Adler-System auf Geschwindigkeit gebracht hat, kennt diese Probleme nicht. Der weiß, wo das "T" sitzt, während es bei mir nur der linke Zeigefinger weiß ...


    Gruß,

    F

    Ich glaube, es gibt da auch noch Unterschiede, je nach Persönlichkeit und vielleicht auch nach Herkunftsland.

    So nehme ich es jedenfalls an und wahr.

    Von Menschen mit dunkler Haut höre ich öfter, dass sie genervt sind von den ewigen Nachfragen zu ihrer Herkunft. Vor allem natürlich, wenn sie akzentfrei Deutsch sprechen und ihre Hautfarbe der einzige Aufhänger für die Frage ist. Möglicherweise gilt das auch für Menschen, deren Akzent auf eine gewisse Muttersprache hindeutet?

    Es gibt, denke ich, Wertungen und Hierarchien, oft unbewusst. Manche Herkunftsländer sind interessant bis cool, manche sind Deutschen unangenehm, manche haben eine unselige Verknüpfung mit Deutschland, manche sind mit einer solchen Fracht von Vorurteilen belegt, dass schon die Frage an sich wie ein Affront wirken muss.

    Kann das sein?


    Meine Freundin, die aus Ungarn kommt, beklagte sich, dass die Menschen hier in der Region ihr gegenüber rassistisch seien. Auf Nachfrage erzählte sie, niemand frage sie z.B. nach ihrer Herkunft. Dabei habe sie doch einen deutlichen Akzent. Offenbar wolle niemand etwas über sie wissen.

    Die Norddeutschen würden sich aber lieber die eigene Hand abbeißen, als in ein Fettnäpfchen zu treten, daher schweigen sie zu Themen, in denen sie sich unsicher fühlen. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, NICHT nachzufragen, würde als rassistisch empfunden werden. Da spielt dann wieder viel die Persönlichkeit/Sozialisierung der Person mit hinein. Sie selber würde es eben handhaben und versteht nicht, warum die wortkargen Norddeutschen die Klappe halten. Sie geht auch davon aus, dass die Leute dann hinter ihrem Rücken reden.


    Gruß,

    F

    Ach, danke Dir! Ich hätte das heute auch nicht mehr geschafft, und so kann ich heute Abend zufrieden schlafen gehen. Übrigens heißt es korrekt "nur Killevipps" :P

    Jetzt stellt sich nur die Frage, ob das schwedische Wort und das von Aoife zusammengehören.

    Der Frage werde ich mich mal morgen widmen (es sei denn, Du weißt es schon?)


    Gruß,

    F

    Und auch in der fremde kann ich mir nicht verkneifen, dann mal los zu sollen oder Zahlen zu sollen.

    Oh Gott, das merke ich inzwischen schon gar nicht mehr. Immer erst an den Blicken der anderen, wenn ich frage: Sollst du noch Kaffee haben? #cool

    Immerhin spreche ich das S nicht scharf, wie es mein Schwiegervater tut (Ssssuppe).


    Gruß,

    F

    Hatten wir das wunderschöne Wort Killefitt schon?

    Du meinst Killefitz, etwas nervig Unwichtiges?

    Na na, ich meine schon Killefitt :D kleine Albernheiten, Blödsinn.

    Was für ein netter Thread!


    Ich kenne beide Worte nicht, aber musste sofort an die hier heißgeliebte Geschichte von Nils Karlsson-Däumling denken, in der das Zauberwort, um sich klein- und wieder groß zu zaubern, "Killevips" heißt. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Übersetzerin aus Eurer Gegend (?) kommt. Jetzt muss ich unbedingt raufinden, wie das Wort im schwedischen Original heißt.

    Ihr haltet mich hier echt vom Arbeiten ab.


    Havanna: Ich habe jahrelang Eule und Schaufel gefordert, wenn ich etwas aufkehren wollte, aber als mich nie einer verstanden hat, habe ich auf Handfeger umgestellt. Ich fühle mich gerade ganz getröstet und verstanden, weil Du das Wort auch kennst.


    Gruß,

    F

    Na, Aggewars kenn ich natürlich (hab ich das nicht sogar schon erwähnt)? Ohaueha, wattn Aggewars.

    Das ist doch Petu, oder? Gibt das noch irgendwo anders als in und um Flensburg?


    Übrigens kannte ich die Erklärung für Muckefuck, die tulan (warst Du das?) abgegeben hat, auch. Als ich aber aufgrund dieses Threads durchs Internet gereist bin, um Begriffe für dünnen Kaffee zu finden, habe ich eine andere Erklärung gefunden, die ich allerdings hier nicht mehr zusammenbekomme - es hatte mit mundartlichen Begriffen für Erde und faul zu tun ...


    Gruß,

    F

    Tommelötebröh: Kann das sein, dass es eigentlich drei Wörter sind? Tomme-Löte-Bröh?

    Bröh = Brühe, Löte = Leute und tomme = dumme, stumme, ...?

    Zu dumm zum Kaffeekochen oder zu stumm, um sich beschweren zu können? Oder gibt es so ein Wort für arm?

    Nur so als Gedanken.

    Ha! Genau die gleiche Überlegung hatte ich auch. Ich habe gegoogelt wie blöd, ob es da einen geflügelten Ausdruck gibt mit solchen Elementen.

    Statt Brühe könnte es auch noch ein verschliffen gesprochenes "Gebräu" sein. Aber ich habe nichts gefunden, was in der Richtung passen könnte.

    Schade. Ich wollte so gerne das Rätselraten gewinnen ... :P


    Gruß,

    F


    Leslie Winkle: Danke. Plünnen ist hier auch üblicherweise eher warme, also dicke Kleidung, das passt zu Deinem Gebrauch für diese Art Gepäck.

    Wegen der Vorfahren: Ich hatte einfach das Gefühl, viele Ausdrücke zu kennen, die Du nennst. Aber Platt wurde ja nicht nur hier im hohen Norden gesprochen, es gibt auch Brandenburger Platt z.B.(Und "Niedersprache" wird ja in vielen Gegenden "Platt" genannt, auch in Südtirol)

    Möglicherweise sind manche Ausdrücke ja auch in die andere Richtung gewandert. Meine Opa kam aus der Berliner Gegend ...

    Leslie Winkle, wie setzt sich denn Deine Familie zusammen, sind da MecklenburgerInnen dabei oder sonstwie Norddeutsche?


    Plünnen sind bei uns Kleider, wir sagen auch "anplünnen", wenn wir anziehen meinen. Im Winter muss man sich warm anplünnen, wenn man rausgeht. Man ist dann warm angeplünnt.


    Gestern habe ich viel zu viel Zeit im Netz verbracht, weil ich unbedingt das Rätsel um die "Tommelötebröh" lüften sollte (wer hatte das geschrieben?). Bin gescheitert. Bei uns heißt dünner Kaffee "Plörre".


    Gruß,

    F

    Gute Erklärung mit dem amerikanischen Sektor. Würde auch zum "Kneifchen" passen ...


    Aber mit dem Plattdeutschen, wie man es hier in Angeln spricht, ist es wirklich so, dass die Wörter nach England gebracht wurden.


    Gruß,

    F

    Das Hümmelken ist ein Schnitzerchen

    Kneifchen heisst das bei uns.

    Yay, schon wieder ein Wort, das mit dem Englischen korrespondiert #super (von knife) - allerdings ist es hier wohl umgekehrt, ein englisches Wort, das Einzug in den deutschen Dialekt gehalten hat. Ich wüsste zu gerne, in welcher Region man das sagt.


    Gruß,

    F

    Ja, englisch und platt sind sich verdammt ähnlich :-)

    Ja, ne?

    Total praktisch, finde ich immer. Mein Lieblingssatz, den ein zynischer Bekannter sagte, als jemand sich total anstellte (ich glaube, wegen des kalten Windes): "He schall nich lieden, giff em de Fangschuss." Da ist so viel Englisch drinnen ...


    Und dann gibt es hier ja auch noch "Petu", also das Flensburgische, das Anleihen aus dem Dänischen nimmt, auch in der Grammatik. Da gibt es dann "Aggewas" und "so schön und haben".

    In der Familie meines Mannes mischt sich das fröhlich mit ostpreußischen Begriffen ...


    Gruß,

    F

    Keine Ahnung, aber ich nehme an, es gibt eine Rangfolge der Vertretungen. Findet man die nicht irgendwo online?


    (Kennst Du die Serie "Designates Survivor"? Das schildert den fiktiven Fall in den USA, dass bei einem Anschlag die komplette Regierung ausgelöscht wird. Anscheinend wird ein Mitglied der Regierung bei dieser Art von "Vollversammlung" in einem Bunker in Sicherheit gehalten, um ggf. die Geschäfte zu übernehmen. Ob das in DL auch so ist?)


    Interessante Frage.


    Gruß,

    F

    ainu: es geht doch gar nicht um geld (zumindest nicht in der DDR und im ostblock), sondern um kompetenzen und deren wahrnehmung.

    Aber gab es in der DDR und im Ostblock nicht auch Unterschiede in der Bewertung der Tätigkeit mit der Tendenz, technische Berufe für "wichtiger" zu halten? War es nicht "besser" Ingenieurin zu sein als Erzieherin?


    Gruß,

    F

    "Mang" (auch mittenmang) kommt aus dem Plattdeutschen ( Leslie Winkle - da scheint es in Deiner Familie so einen Einschlag zu geben, oder?).

    Ich bin ja immer auf der Suche nach Wörtern, die im Plattdeutschen benutzt werden und sich im Englischen wiederfinden - schließlich sind es die Angeln und (Nieder-)Sachsen gewesen, die dort gesiedelt haben. Jetzt kommt "mang" noch auf meine Liste. Heißt ja "zwischen".

    Im Englischen: among.


    Gruß,

    F

    Aber Ihr merkt schon, dass da einfach Lösungen vorgeschlagen werden, die so klingen wie "Stellt euch nicht so an"?

    Wenn jemand schreibt, sie kann nicht mit den Ponys draußen reiten, wird sinngemäß geantwortet: Dann halte keine Ponys (ja, ich weiß, war anders gemeint, klang aber trotzdem so). Oder: Hundehalter haben das Problem ja auch.

    Wenn jemand schreibt, nach der Schule gäbe es kein Tageslicht mehr, um noch auf dem Spielplatz zu toben, kommt als Antwort: Welches Kind hat denn so eine Schulwoche? Oder: Macht doch einfach eine längere Mittagspause.


    Mich erinnert das an die Gespräche mit meinem Mann. Da möchte ich einfach mal erzählen, warum mein Leben durch Fremdbestimmung anstrengender ist, und er macht schöne Vorschläge und erklärt mir, warum es für ihn kein Problem ist. Immerhin erspart er mir das Zitieren von Studien, die belegen, dass ich mich nur anstelle.


    Fürs Protokoll: Ich bevorzuge ganz extrem die Winterzeit und finde mich selbst bei den Argumenten der NormalzeitlerInnen wieder. Andererseits ist es hier im hohen Norden auch wieder fast egal. Daher höre ich gern denjenigen zu, bei denen wirklich im Winter auch die Sonne scheint und die Dämmerungszeiten nicht bis zu zwei Stunden dauern.


    Gruß,

    F

    Es ist doch wirklich nett, wenn der Körper die Chance hat, wenigstens ein bisschen Vitamin D selbst zu produzieren. Und das kann er nun mal nicht, wenn nach der Schule der Kinder die Sonne schon untergegangen ist. Dafür brauche ich keine Studie, und das ist auch keine Befindlichkeit.

    Im Winter hat der Körper eh keine Chance selber Vitamin D zu produzieren, da braucht er seinen Speicher auf, den er im Sommer (hoffentlich) gefüllt hat. Selbst wenn die Sonne nämlich scheint, ist der Winkel im Winter irgendwie so flach, dass durch die Atmosphäre nicht genug UV-Licht kommt oder so, sorry, genau wissenschaftlich kann ich es nicht erklären. Das geht jedenfalls in hiesigen Breiten nur von April bis September etwa.

    Super, danke für die Erklärung! Denn ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich jedes Jahr wieder so ein schlechtes Gewissen habe, wenn ich mit den Kindern in den Wintermonaten nicht ordentlich rauskomme. Hier ist es so dunkel und in den hellen Zeiten oft so schmuddelig, dass wir an manchen Tagen gar nicht rauskommen, und dann gräme ich mich immer sehr.

    Zumal meine Kinder auch ungern Gemüse essen, keinen Vereinssport machen und sich auch sonst an nichts halten, was gesund ist und/oder Rabenpunkte gibt.

    Dann streiche ich mal das Vitamin D von meiner Schlechtes-Gewissen-Liste. Bleibt noch genug drauf stehen.


    Dann ändere ich meine Argumentation von oben und behaupte: Wenn wir eine Studie finden, die belegt, dass tägliche Bewegung an frischer Luft für Kinder gesund ist, würde das doch reichen als Argument der SommerzeitbefürworterInnen, weil sie nun mal in der Winterzeit nicht mehr bei Tageslicht nach der Schule auf den Spielplatz gehen können.

    Das nur, weil flummi von "Befindlichkeiten" geschrieben hat.


    Gruß,

    F

    Ich habe hier tatsächlich noch kein Argument von Sommerzeitbefürwortern gesehen, welches über persönliche Befindlichkeiten hinausgeht. Natürlich kommen solche auch von den Sommerzeitgegnern, aber eben nicht nur. Ich wäre wirklich dankbar für Argumente pro Dauersommerzeit, die von irgendwelchen Studien oder wissenschaftlichen Theorien gestützt werden.

    Das finde ich jetzt ein bisschen fies :), flummi.

    Es ist doch wirklich nett, wenn der Körper die Chance hat, wenigstens ein bisschen Vitamin D selbst zu produzieren. Und das kann er nun mal nicht, wenn nach der Schule der Kinder die Sonne schon untergegangen ist. Dafür brauche ich keine Studie, und das ist auch keine Befindlichkeit.


    Fürs Protokoll: Hier ist die Winterzeit sehr willkommen, da sie interessanterweise tatsächlich offenbar dem Rhythmus meiner Kinder näher zu sein scheint. Ich kann sie beide morgens viel leichter wecken. Dunkel ist es da sowieso noch.

    Ich bin ja eine der am nördlichsten wohnenden Rabinnen im deutschsprachigen Raum, und von hier aus wirkt die Diskussion einfach nur interessant. Hier ist es vom Gefühl her im Winter eh immer dunkel ...


    Wirklich gut finde ich die Frage von VivaLaVida, warum Menschen sich hier überhaupt angesiedelt haben. DAS treibt mich wirklich um ;).


    Gruß,

    F