Beiträge von Bidi

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    Bei uns in der Stadt wurde das System, dass Jugendliche bis zu einem bestimmten Alter jährlich einen Gutschein für einen kostenlosen zahnärztlichen Untersuch erhalten, umgestellt (Schweiz).

    Mir fiel auf, dass durch den Systemwechsel ja dann ein Jahrgang benachteiligt werden würde. Dass dieser Jahrgang im Jahr der Umstellung diesen Untersuchungsgutschein nicht erhalten würde.

    Ich sagte das meinem Chef, der in der Kommission sass, die das alles besprach.

    Er dachte nach, nickte und sagte: "Guter Hinweis!"

    Einige Tage später kam er zu mir und sagte mir, ihm sei aufgefallen, dass ja die Jugendlichen dieses Jahrgangs durch die Umstellung usw.
    Er habe das in die Kommission eingebracht und das werde jetzt nachträglich noch angepasst.

    Und ich schaute ihn nur einigermassen fassungslos an und dachte mir: "Hat er das wirklich vergessen, dass ich das war, die ihn darauf aufmerksam gemacht hat???"

    Und ich habe nichts gesagt!!!

    Heute wäre ich vermutlich viel selbstbewusster, hoffe ich, und würde das ansprechen.

    Aber kann es wirklich sein, dass er das einfach verdrängt hat, dass nicht er es war, der diesen Systemfehler entdeckt hat??

    Ich würde in so einer Situation ja gerne was sagen, könnte es aber nicht, weil mir schlichtweg nichts einfallen würde.

    Aber ich merke, dass ich seit der Menopause schon kämpferischer werde und mich eher mal wehre auch im öffentlichen Raum. Wenn mir denn was Angemessenes einfällt.


    Keine Frau hat eine Verpflichtung, in so einer Situation was zu sagen.

    Wenn sich das für sie nicht gut anfühlt, schon drei Mal nicht.

    Das stimmt für mich selbstverständlich ebenfalls vollumfänglich!

    Ja, ich würde wahrscheinlich auch versuchen, das neue (und vielleicht auch das alte) MRT anderen Ärzt:innen zu zeigen, Radiologen oder Orthopädinnen zum Beispiel.

    Hier bei mir hätte ich auch einen Osteopathen zur Hand, der sehr gut MRTs usw. lesen kann.
    Das können einfach nicht alle. Oder es ist die Zeit nicht da, um es sorgfältig zu tun.

    Oder: "Kannst Du offen Tür?"

    Der Sinn entsteht dadurch, glaub ich, dass das eine zu erwartende Bitte ist nach dem Klingeln und dem Satz: "Hab ich Paket!"

    Ja, ich liebe den Sprachenmix hier auch und er führt immer wieder zu amüsanten Situationen ... :)

    Es ist eine feste Spange und der Gaumenbügel ist aus Metall. Um zwei der Backenzähne ist jeweils ein Metallring zementiert und daran der Bügel befestigt. Dieser besteht aus einem dicken Bügel, der am Gaumen entlang von einer Seite zur anderen führt und in der Mitte einen kleinen Schlenker hat.

    Ich habe ein Video gesehen, dass solchen Bügel auch eingeschoben sein können, aber bei meiner Tochter waren die beiden Ringe und der Bügel ein Bauteil, die gemeinsam eingesetzt wurden.

    Also wenn dieser Bügel mit den beiden Metallringen, die um die Backenzähne liegen, wirklich fest verlötet war und es hat sich jetzt eine Lötstelle gelöst, dann muss der ganze Apparat ja eh neu gemacht werden, weil man im Mund nicht löten kann, oder nicht?

    Dann macht es meiner Meinung nach nichts, wenn Ihr den Apparat durch Abtrennen eines Teils jetzt noch mehr zerstört. Aber das ist nur meine Meinung via Internet!!

    Die Frage ist ja aber auch, ob diese Lötstelle am Metallring im Mund drin jetzt nicht total rau ist und die Zunge verletzt?
    Manchmal hilft weicher Wachs, um solche rauen Stellen oder abstehende Drahtenden wenigstens etwas weniger scharfkantig zu machen.

    Schwierig, das alles so aus der Ferne zu beurteilen!!

    Hier bei uns hatten die Kieferorthopäden keinen Notdienst. Wenn was war, kamen ihre Patient:innen zu uns Zahnärzt:innen.
    Wir haben dann geholfen, so gut wir konnten. Vor allem auch geschaut, dass nichts schmerzt, bis ein Termin bei der Kieferorthopädin verfügbar war.

    Die Frage ist halt auch, was hat der Zahnarzt in dieser Stunde, in der er versucht hat den Zahn zu ziehen, für Schaden angerichtet am Zahn oder am Zahnhalteapparat.

    Falls Du den Zahn doch behalten möchtest, muss sich das ein anderer, kompetenter, fähiger Zahnarzt vor Ort anschauen und Dich dann beraten.

    Red vielleicht vorgängig mit Deinem Hausarzt, dass er Dir für diesen Eingriff für vorher ein stark wirksames Schmerzmittel verschreibt.

    Und schildere all Deine Ängste und Bedenken und Wünsche im Vorfeld selbstverständlich dem Kieferchirurgen.
    Da merkst Du dann auch gleich, ob er einer ist, der zuhören kann und Dich ernst nimmt usw.

    Man kann solche Dinge diskutieren wie:
    - Prämedikamentation (Schmerzmittel oder pflanzliche Beruhigungsmittel zum Beispiel)
    - Ich möchte nicht in der Praxis warten sondern im zum Beispiel Café vor der Praxis und angerufen werden, wenn alles für mich bereit ist und dann gleich behandelt werden.
    - Bei mir wirken schon geringe Mengen bei der Lokalanästhesie oder ich brauche immer viel davon.
    - Bei mir braucht es Zeit, bis die Lokalanästhesie wirkt oder ich möchte einen möglichst raschen Beginn, weil sie schnell aufhört zu wirken.
    - Ich möchte jeden Schritt erklärt bekommen oder ich möchte möglichst nichts mitbekommen und trage daher Kopfhörer und mach die Augen zu.
    - Auf dieses Zeichen hin hören alle auf zu arbeiten, weil ich eine Pause brauche oder weil ich was fragen will oder weil wir das weitere Vorgehen verändern müssen.
    - Ich brauche nachher Zeit in der Praxis, um mich etwas zu erholen. Oder ich will nachher möglichst rasch weg.
    - Ich muss ganz genau wissen, wie ich mich nachher verhalten soll und darf. Oder ich will möglichst wenig davon wissen (nur das Allernötigste) und verlasse mich sonst auf meine Erfahrung und mein Bauchgefühl.
    - Ich brauche für nachher Schmerzmedikamente und muss wissen, wo ich mich 24/7 melden kann, wenn ich Probleme habe.
    - Ich brauche nachher eine Krankschreibung.
    - Usw.

    Zu blubbsinchen noch: Wie andere und auch ich Dir versucht haben zu erklären, ist die Chance, dass in diesem Zahn, von dem Du schreibst, noch lebendes Nervengewebe vorhanden ist, sehr, sehr gering.
    Die Gründe, warum wir das denken, haben wir erklärt.

    Auch bei einer einfachen Zahnextraktion und nicht nur bei einer Zerteilung eines Zahns wird Nervengewebe kaputt gemacht, zerrissen sozusagen. Denn das Nervengewebe, das sich zusammen mit Blutgefässen und Bindegewebe in den Zahnwurzeln und in der Zahnkrone befindet, muss da ja irgendwie hin gelangen. Das geschieht in der Nähe jeder einzelnen Wurzelspitze einer Zahnwurzel.
    Der Nerv verläuft im Knochen und hat aber kleine Äste in jede einzelne Zahnwurzel hinein.

    Ausserdem ist so ein Zahn (im Normalfall) nicht mit dem Knochen verwachsen, sonst könnte er gar nicht extrahiert werden. Zwischen Zahn und Knochen befindet sich eine dünne Schicht Bindegewebe. Und auch dort, also ausserhalb des Zahns zwischen Zahn und Knochen, sind Nervenfasern und kleine Blutgefässe vorhanden.

    Eine Zahnextraktion und auch eine Zahnzerteilung kann also gar nicht schmerzlos sein. Ausser ein Lokalanästhetikum macht den ganzen Bereich vorübergehend taub.
    Meistens macht so ein Lokalanästhetikum das sehr zuverlässig. Ausser eben wenn eine akute Entzündung vorhanden ist (akut bedeutet hier aktuell, grad am Geschehen, das dauert einige Tage bis einige Wochen, sicher nicht zwei Jahre. Und akut ist hier in diesem Zusammenhang das Gegenteil von chronisch).

    Und aber auch noch ganz wichtig zu erwähnen: Ich weiss, welchen unglaublich heftigen Schmerz Du beschreibst, wenn Du von den Wurzelbehandlungsversuchen im akut entzündeten Zustand berichtest!!! Und ich kann sehr, sehr gut nachvollziehen, dass Du diesen Schmerz nie mehr erleben willst und jetzt grosse Angst hast, dass er durch eine Zahnextraktion, bei der der Zahn geteilt werden muss, wieder auftritt.
    Die Chance, dass das geschieht, ist aber wie schon gesagt sehr gering. :)

    The_pulp_-_lifeline_of_the_tooth.jpg
    Link

    Ich habe einen Weisheitszahn mit totem Nerv. Jetzt steht die Entscheidung an - Wurzelbehandlung oder Extraktion. Bei einem anderen Weisheitszahn hatte ich vor ca. 5 Jahren eine privat bezahlte Wurzelbehandlung mit so Kamera und speziellem Verfahren mit Chemikalien (weiß nicht wie das heißt). Seitdem alles gut am Zahn. Der aktuelle Zahn ist wohl nicht (mehr) sehr tief im Kiefer verankert, die Zahnärztin tendiert zur Extraktion. Trotzdem behandeln oder ziehen lassen?

    Falls Du eine Wurzelbehandlung durchführen lässt, dann unbedingt wieder bei diesem Zahnarzt "mit der Kamera und den Chemikalien". Sein Vorgehen tönt sehr kompetent.

    Hast Du Parodontitis? Also ein Problem mit dem Zahnhalteapparat/mit dem Schwund von Kieferknochen? Oder warum sonst ist der Zahn nicht (mehr) sehr tief im Knochen verankert?

    Bei Zähnen mit Parodontitis muss sehr genau abgewägt werden, ob sich eine aufwändige, zeitintensive, teure Wurzelbehandlung noch lohnt.

    Und zuletzt: Bist Du sicher, dass es sich bei den Zähnen, die Du beschreibst, um Deine Weisheitszähne handelt? Also um die dritten Backenzähne? Um die achten Zähne, wenn Du vorne in der Mittellinie anfängst zu zählen?
    Normalerweise haben die nicht so viel Platz im Kiefer, dass da hinten eine Wurzelbehandlung durchgeführt werden kann.
    Ausser es fehlen schon länger weiter vorne Zähne und die Weisheitszähne sind im Laufe der Zeit vorgerückt natürlich.

    ... Ein Zahnersatz ist halt immer nur ein Ersatz, steckt ja schon im Namen. Ich habe da schon viel von Problemen gehört, während bei wurzelbehandelten Zähnen dann einfach Ruhe ist.

    Ja, es gibt viele unterschiedliche Formen von Zahnersatz und manchmal muss auch gar keiner angefertigt werden. Da spielen viele verschiedene Faktoren und Überlegungen bei der Entscheidungsfindung mit rein.

    Wenn die Wurzelbehandlung von der Zahnärztin sorgfältig, mit Zeit und steril durchgeführt worden ist, geben wurzelbehandelte Zähne oft für viele, viele Jahre Ruhe, das stimmt.
    Das ist durchaus oft so!

    Wenn die Arbeitsweise des Zahnarztes aber nicht so sorgfältig ist, oder wenn andere Faktoren wie zum Beispiel eine besondere Anatomie der Wurzelkanäle die Wurzelbehandlung sehr schwierig machen, können wurzelbehandelte Zähne auch zu jahrelangen Problemen führen.
    Oft wird dann eine Wurzelspitzenresektion versucht, dabei müsste eigentlich zuerst von einem sehr fähigen Zahnarzt eine Wurzelbehandlungsrevision gemacht werden. Usw.

    Also vor der Wurzelspitzenresektion würde eine Wurzelbehandlung gemacht oder versucht werden müssen, sonst macht das doch keinen Sinn!

    Und ja, für die Zahnextraktion eine Kieferchirurgin aufsuchen.

    Und Dich fragen, ob Du Deinen Zahnarzt für kompetent und fähig hältst, und gegebenenfalls wechseln.

    Man kann einen Zahn nicht zerteilen, ohne dass das Nervengewebe und das weitere Gewebe, was sich im Zahn drin befindet, berührt wird.
    Das ist anatomisch nicht möglich.

    Das Zahnnervengewebe dieses Zahnes ist unterdessen aber mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit abgestorben, eben weil Du diesen Abszess hattest.
    Er entsteht an keinem Zahn mit gesundem Zahnnervengewebe (ausser, wenn die Ursache des Abszesses eine andere ist, eben zum Beispiel eine fortgeschrittene Entzündung des Zahnhalteapparats/eine Parodontitis).

    Das Zahnnervengewebe befindet sich im Zahn in allen Wurzeln und auch in der Zahnkrone. Wenn man es darstellt, sieht es aus wie ein Baum: Ein Stamm Zahnkrone) mit mehreren Ästen (die vorhandenen Zahnwurzeln) und immer kleiner werdenden Ästchen.

    Ganz selten mal befindet sich in einer der Zahnwurzeln noch so knapp lebendes Nervengewebe, in den anderen Wurzeln und in der Krone aber bereits abgestorbenes Nervengewebe. Das ist ein Übergangszustand, der nicht lange dauert.
    Wegen dieser seltenen Möglichkeit kann Dir aber halt niemand mit 100-prozentiger Sicherheit garantieren, dass in diesem spezifischen Zahn kein lebendes Gewebe mehr vorhanden ist.

    Ich war ja früher Zahnärztin und gehe mit ziemlicher Sicherheit davon aus, dass der Zahnnerv dieses Zahnes unterdessen abgestorben ist.

    Einerseits, weil Du in den eineinhalb Jahren ohne Füllung nichts gespürt hast am Zahn. Hätte der Zahnnerv noch ausreichend gelebt, hättest Du bei jedem kalten Getränk zum Beispiel oder auch einfach so Schmerzen gehabt.

    Und andererseits, weil Du diesen Abszess an diesem Zahn gehabt hast. Den kriegt man entweder, weil der Zahnnerv abgestorben ist, oder weil eine fortgeschrittene Zahnfleischentzündung (Parodontitis) vorhanden ist. Das wüsstest Du aber mit ziemlicher Sicherheit. Und dann hätte der Zahn sich nicht so gesträubt beim Entfernen.

    Dieser Stromschlagschmerz ist der Schmerz eines gerade akut entzündeten und sich im Absterbeprozess befindenden Zahnnervengewebes, das sich aus verschiedenen Gründen (pH-Wert, bereits mangelnde Durchblutung usw.) nicht mehr ausreichend durch eine Lokalanästhesie betäuben lässt.

    Exon Das tut mir ja extrem leid, dass bei Dir ein Zahn ohne jegliche örtliche Betäubung gezogen bzw. herausoperiert wurde!

    Das ist schlimm!!

    Wenn die Lokalanästhesie wegen einer akuten Entzündung voraussichtlich oder augenscheinlich nicht wirkt, soll zuerst ein Antibiotikum gegen die Entzündung gegeben werden. Und erst, wenn die akute Entzündung (vorübergehen) abgeklungen ist, soll der Zahn gezogen oder herausoperiert werden!

    Dass mehrwurzlige bleibende Zähne geteilt werden müssen und in mehreren Stücken entfernt werden, ist (im Erwachsenenalter) übrigens eher die Regel als die Ausnahme.
    Ausser zum Beispiel, eine Parodontitis ist schon so weit fortgeschritten, dass der Zahn eh kaum noch vom Knochen gehalten wird.

    Eine der Fragen ist, also was ich nicht verstanden habe: Wurde denn bereits eine Wurzelbehandlung begonnen oder wurde versucht, in den Zahn zu bohren, um eine Wurzelbehandlung zu machen, bereits das war aber so schmerzhaft, dass das abgebrochen wurde?

    Und "die Füllung fiel bald raus, wie die andern auch". Die Füllungen an diesem einen Zahn sind immer wieder rausgefallen, weil es provisorische Füllungen waren? Oder die Füllungen, die dieser Zahnarzt auch an den anderen Zähnen macht, fallen grundsätzlich immer wieder raus??

    Und dann als Info: Wenn ein Zahn gezogen werden muss, kriegst Du ja eine Lokalanästhesie. Wenn diese wirkt und auch im Nervengewebe wirkt, falls das noch lebt, hast Du keine Schmerzen beim Zahnziehen. Das Drücken, das Spüren der Kraftanwendung ist unangenehm, aber es sollte nicht schmerzen.

    Warum der Zahnarzt eine Stunde lang versucht hat, den Zahn zu ziehen, und erst dann auf die Idee gekommen ist, ihn zu teilen usw., erschliesst sich mir nicht!!!
    Normalerweise merkt man sehr viel schneller, dass das nötig ist!

    Wenn Du jetzt eineinhalb Jahre ohne Schmerzen gelebt hast trotz fehlender Füllung und dann einen Abszess bekommen hast, vermute ich mal sehr stark, dass das Nervengewebe im Zahn drin abgestorben ist, unabhängig davon, ob jetzt da schon eine Wurzelbehandlung begonnen worden ist, oder nicht.

    Du hast jetzt zwei Möglichkeiten: Bei einem fähigen Zahnarzt (einem Endodontologen zum Beispiel) eine Wurzelbehandlung durchführen zu lassen, was mehrere Sitzungen braucht. Natürlich nur, falls dieser fähige Zahnarzt diese Möglichkeit für sinnvoll erachtet.

    Oder den Zahn von einer fähigen Zahnärztin ziehen zu lassen (einer Kieferchirurgin zum Beispiel). Ja, es ist sehr gut möglich, dass der Zahn da zerteilt wird. Aber wenn die Lokalanästhesie gut wirkt (und Du keine akute Entzündung hast in diesem Gebiet), hast Du dabei keine Schmerzen (unabhängig davon, ob das Nervengewebe noch lebt oder nicht), merkst aber den Druck, hörst die Geräusche (ausser, Du trägst Kopfhörer).

    Alles Gute!