Beiträge von soulfire

    Ich kann bryns Argumentation folgen.
    Allerdings hilft das nur, wenn man die Chance hatte rechtzeitig anzufangen.


    Es kann gut passieren, dass ich mit 39 oder 40 noch einmal ein Kind bekomme.
    Wie lange werde ich seine Mutter sein?
    Spielen 2-4 Jahre in der Relation eine Rolle? Wie lange würde ich dieses Kind vermissen, wenn ich verzichte?


    Ich hätte auch gern früh/er meine Kinder gehabt.
    Das war leider nicht möglich, jetzt ist es wunderbar wie es ist.

    Ich finde es GANZ schlimm, dass Geburten mit tragischem Ausgang im Krankenhaus ein Schicksalsschlag sind und bei ausserklinischen Geburten Schuld der Mutter- sie hätte ja schließlich in der Klinik entbinden können.
    Die Risiken sind unterschiedlicher Natur möglicherweise aber eine risikofreie Geburt gibt es schlichtweg nicht.


    Holland hat doch so weit ich weiß mehr Hausgeburten als Klinikentbindungen: und auch keine schlechtere Statistik als wir.


    Frauen treffen Entscheidungen nach ihrem Wissen und persönlichem Vermögen (im Sinne von "Können"), es ist schwer genug, das zu tun.
    Ähnlich wie beim Impfen wird es immer und immer wieder für jede Entscheidung Beispiele geben, die im Nachhinein (!!!!) an der Entscheidung Zweifel Aufkommen lassen.
    Da braucht's nicht noch eine Verurteilung dazu.

    Livingchaos, Krankenhaus kann doch ebenfalls die falsche Entscheidung gewesen sein im Nachhinein.


    Schlechte Sauerstoffversorgung durch Wehentropf beispielsweise oder Infektion seien hier Stichworte.


    Immer wenn Menschen beteiligt sind, kann jemand einen Fehler machen.


    Bleibt also nur die individuelle Risikoabwägung.
    Und ein Blich auf die holländischen Statistiken zeigt: hausgeburten sind NICHT risikobehafteter.

    Mh, wir haben von einem Bafög und Studentenjob gelebt.
    Jetzt von 1 Gehalt leben zu können ist sozusagen schon Luxus.


    Bei uns gibt's bioessen (vegetarisch bis vegan), damit hört der Luxus dann auf.
    Klamotten trag ich auf, "neues" ist gebrauchtes.


    Ein Auto haben wir neuerdings, das haben uns meine Eltern geschenkt: blöd blos, dass und Versicherung und tanken vor echte Probleme stellt.


    Urlaub ist nicht.


    Friseurkosten hab ich alle 6-8 Wochen 13€.


    Sport: laufen oder klettern.
    Ausrüstung alt aber vorhanden, kostet also vorerst nichts.


    Kindergarten ist ne Eltern-Ini, da arbeite ich so viel mit, dass wir fast Beitragsfrei sind unterm Strich.


    Bleibt die Miete... Unser Mietspiegel ist dem Münchener nicht unähnlich, leider.


    Ich finde immernoch, dass viele (nicht alle!) könnten, wenn sie wollten, ist blos immer die Frage, worauf man freiwillig verzichtet und was man denkt zu brauchen.

    Der veränderte Nachtschlaf könnte auch schlichtweg bedeuten, dass deine Tochter zu lang außer Haus betreut ist, unabhängig von der Qualität der Betreuung.



    Was du beschreibst klingt, als wäre die Gruppe evtl zu groß/die Betreuungsperson überfordert: es wird gar nicht mehr differenziert, gleiche Regeln für alle, auch wer trocken ist, nimmt am Töpfchentraining
    teil...


    Mir wäre es nix für mein Kind, zu wenig Empathie usw.


    Jemand schrieb, die Vorkommnisse seien NICHT normal.
    Ich habe andere Erfahrungen gemacht: nicht wünschenswert, nicht akzeptabel, aber normal.
    Der Hauptgrund, warum mein Sohn erst mit 3 1/3 in den KiGa kam.
    Vorher war keine akzeptable Einrichtung zu finden.

    Wir sind vielleicht 5 Tage im Jahr nicht draußen.
    Und das bereue ich dann spätestens - allerapätestens- um 5.


    Ich finde das tragen-laufen-schieben-laufen-tragen auch total anstrengend aber wenn wir hier die Wohnung nicht verlassen, wird die Stimmung sehr schlecht.


    Das Söhnchen ist dann überdreht und flippt irgendwann aus, wirft alles durch die Gegend, brüllt rum und springt wir ein Rumpelstielzchen.

    Mh, wenn eine alleinverdienende Person beispielsweise in München eine 5 oder 6-köpfige Familie durchfüttert, dann kann man da glaube ich nicht von Reichtum sprechen.


    Ich glaube für mich ist jemand reich, wenn er alle normalen Sachen wie Wohnung, Nahrung usw zu seiner vollen Zufriedenheit abdecken und sich darüber hinaus ohne weiteres Ansparen das leisten kann, was er so nebenher gerne hätte
    (2 mal Urlaub, spontan essen gehen, die hübsche Hose dort im Schaufenster...) und dann IMMERNOCH was übrig ist.