Beiträge von Flickan

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Rabeneltern.org-Team

    Ihr habt mich so weit überzeugt, dass es vielleicht nicht das Schlimmste auf der Welt ist. Dass er das schaffen kann glaube ich sowieso. Er traut sich gern viel zu. Letztes Jahr - mit noch 13 - sind sie 3 Wochen mit dem Rad unterwegs gewesen als Schulaufgabe (fand ich auch hart). Er fährt schon seit er 11 ist mit dem Zug allein zu seinem Freund, aber das ist wie S-Bahn fahren - einsteigen, warten, aussteigen. Der Flug nach Kroatien wäre mit Zwischenhalt und Umstieg.

    Das klingt, als sei er wirklich selbständig und wüsste sich zu helfen. Gute Voraussetzungen. Ich denke echt, dass man da schlecht verallgemeinern kann. Mein 15jähriger will viel, ist aber noch ziemlich unselbständig und hat wenige solche Erfahrungen. Der wäre eher überfordert. Seine ältere Schwester hat bereits mit 12 Dinge gemanagt, die mir heute noch schwerfallen….



    Ich denke, nach Deinen Beschreibungen würde ich ihn fliegen lassen, wenn ihm das wirklich wichtig ist

    Oh ich musste erstmal googeln, was „neurotypisch“ ist.


    Hier ein erstes, sehr ruhiges, sich von Beginn an irgendwie immer sehr gut selbstberuhigendes Baby mit recht hohem Schlafbedürfnis; ich erinnere mich tatsächlich nicht, dass dieses Kind viel geschrien hat; dann kamen zwei gleichzeitig, davon eines ähnlich dem ersten, das andere ganz anders, sehr viel geschrien, kaum Schlafbedürfnis, viel Unruhe und körperliche Anspannung, alle Reize wurden sofort aufgenommen. Zum Glück war das nicht das erste Kind, keine Ahnung, ob es dann Geschwister gegeben hätte....


    Ob meine Kinder irgendwie dem „Standardgehirn“ entsprechen, keine Ahnung. Heute sind sie alle jugendlich und schon deswegen wahrscheinlich nicht „normal“.

    Da platzt mein Herz immer.

    Aber jetzt bin ich etwas am nachdenken, ob das wirklich Stolz ist. Ich freue mich nicht darüber, weil ich denke, ich hätte irgendwas damit zu tun, sondern weil ich ihre Entwicklung bewundere und des toll finde, was sie schon alles kann. Das hab ich irgendwie immer unter "stolz sein" subsumiert.

    Für mich ist dieses Gefühl, das das Herz vor Glück platzen lässt, Liebe. Tiefe, bedingungslose Liebe. Ich nenne das nicht „Stolz“. Aber ist ja irgendwie auch egal, wie wir es nennen. Hauptsache, wir fühlen es ☺️

    Hier lief gar nix. Wie auch schon letztes Jahr nicht.

    Mir ist auch erst durch die Postings klar geworden, dass das heute ist.

    Wir wurden auch nicht über die Schulen darauf aufmerksam gemacht, aber man erfährt davon ja auch über andere Kanäle.

    Ich würde bei den Bedingungen immer zu Latein raten - also wenn die 1. Fremdsprache schon nicht gerne angenommen wird. Meine Kinder haben zwar alle spanisch, aber bei einem Kind wäre Latein besser gewesen (wird aber leider an seiner Schule nicht angeboten). Latein ist mehr Logik und Geschichte und grammatikalische Analyse als Fremdsprache, so höre ich es auch oft von ExpertInnen, die ich hierzu befragt habe.


    Und unabhängig von den Vorlieben Fremdsprachen gegenüber habe ich von meinen eigenen sieben Jahren extrem profitiert, aber das ist natürlich individuell und sehr verschieden.

    Ich war hier (additive Gesamtschule) ein paar Jahre in der Eltenkonferenz und habe da hautnah mitbekommen, wie der Realzweig echt das Stiefkind war. Extrem hoher Stundenausfall, Leitung über viele Monate krankgeschrieben. Das war eben so. Hat niemanden groß interessiert. Niemals würde ich meine Kinder hier auf den Realschulzweig schicken, gerade weil ich die Schule so gut kenne

    Flickan , hier gibt es ja kaum noch reine RS... Trend zu all-in-one, von allem H- und R-, Gym darf natürlich extra.


    edit wegen Gym: es gibt hier schon das ein oder andere, das den Ruf hat, eher elitär zu sein, aber insgesamt hab ich eigentlich so gar nicht den Eindruck, dass auf dem Gym besonders viel Druck herrscht. Hatte ich allerdings vor zig Jahren mit G9 in Bayern auch nicht (da hab ich aber nur Klassen 10-13 mitgemacht) - von den Erzählungen der Eltern aus Bayern heutzutage aber schon eher...

    Wir sind ja quasi Nachbarinnen, und ich teile Deine Erfahrungen: Kein besonders großer Druck auf den Gymnasien, auch bei G8 nicht (was eine Große ja gerade mit dem Abi beendet). Und genau, eben keine reinen Realschulen mehr (ist das nicht sogar Vorgabe des Landes?), sondern immer kombiniert mit Hauptschulen. Mag für Hauptschüler*innen sinnvoll und gut sein, für Kinder, die zwischen Gym- und Realniveau liegen, leider eher nicht, da tendenziell Unterforderung.


    Den Begriff „kooperierende oder additive Gesamtschule“ liebe ich ja. Ist die Schule meiner Töchter ja auch. Gesamt ist da nur, dass alle Schulen auf dem gleichen Campus liegen. Aber die Grenzen zwischen den Schulformen sind immens, sichtbar und gefühlt. Totale Verarschung, sorry.

    Gwynifer, genau, das denke ich auch. Und ich werde echt wütend, wenn ich sehe, wie es hier läuft. Dass Kinder auf die Realschule wechseln, weil sie gerade in der Pubertät stecken, andere Sorgen als Schule haben, krank sind etc. Und gerade einfach ein bisschen individuellere Förderung bräuchten, zum Durchatmen. Gibt es nicht, hier vermeiden alle um jeden Preis Realschulen. Weil sie demotivieren und leider keine Lobby haben.



    Mich irritiert ja oft, wenn geschrieben wird, dass „sensible, perfektionistische“ Kinder vom Gymnasium überfordert sind bzw. dort nicht zurechtkommen. Meine Erfahrung ist eher, dass genau diese Kinder, sofern eben kognitiv leistbar, gerade dort am besten untergebracht sind. Mag aber auch daran liegen, dass hier in unserer Region Realschulen quasi „Resterampen“ sind, totaler Mist. Kaum motivierte Lehrer, abgezogene Stunden, schlechtere Ausstattung, problematische Klassenzusammenstellung. Gerade meinen echt empfindlichen Sohn würde ich auf keine Realschule hier in der Nähe schicken, würde es auf dem Gym eng werden, dann lieber Wiederholung. Sein bester Freund ist auf Real gewechselt, total netter, kluger, aber chaotischer Junge. Jetzt schlechtere Förderung und schlechtere Noten als auf dem Gym. Da läuft, zumindest hier in Hessen, echt was schief. Mein Sohn hat gerade gestern thematisiert, wie sehr in diese Bildungsungerechtigkeit stört.


    Ich wünsche mir hier gute, fördernde Realschulen oder IGS. Gibt es hier nicht


    Edit: Ist aber sicher sehr stark bundeslandabhängig, in Bayern zum Beispiel sieht es sicher anders, besser aus?

    Vielleicht bin ich einfach sehr einfach gestrickt, aber wenn die Lehrkräfte das Gym empfehlen - was spricht denn dann dagegen? Gymnasien sind nicht die elitären Leistungsschmieden, vor denen manche Angst haben, sondern letztlich auch nur ganz normale Schulen. Und falls Deine Tochter irgendwann tatsächlich überfordert sein sollte, kann sie immer noch wechseln. Aber jetzt schon Angst vor einer möglichen Überforderung zu haben - da könnt Ihr Euch ja auch echt einiges verbauen?


    Meine drei sehr unterschiedlichen Kinder sind alle auf Gymnasien, und alle sind ganz normale Schülerinnen/Schüler. Bei meinem Sohn wundert es mich ehrlich gesagt irgendwie schon, dass er es so ganz ohne Wiederholen schafft :D Er schafft es immer irgendwie, kaum Arbeitsaufwand, mittelmäßige Noten, aber irgendwie Spaß. Und einige Fächer, die doch spannend sind. Die Große macht jetzt ein doch erstaunlich gutes Abi dafür, dass sie auch nie viel gelernt hat (anscheinend echt eine 1 vorm Komma), die Kleine ist wahrscheinlich am begabtesten, hat aber gerade andere Baustellen als Schule.


    Will sagen: macht es doch einfach. Wie sich wer entwickelt, lässt sich eh nicht vorhersagen. Aber es gar nicht zu probieren , ist doch irgendwie auch keine Lösung.

    Naja, meine Kinder sind ja auch alle schulpflichtig, also genau wie Deine entweder in der Schule oder in der Videokonferenz. Wo ist da der Unterschied zwischen unseren Kindern? Und wenn sie es vorher nicht schaffen oder keine Lust haben, essen sie Müsli oder Brot oder sowas, ist doch auch vollkommen in Ordnung. Und hungrig sind wir Eltern mittags auch, hungrig kochen ist auch kein Beinbruch.


    Mein Vorteil ist momentan, dass ich viel seltener im HO bin als der Vater der Kinder. Ich sehe Mann und Kinder als fähig genug, mittagsesstechnisch selbst für sich zu sorgen und das untereinander abzusprechen. Und „vor Corona“ haben das die drei Kinder tatsächlich alleine übernommen - nicht immer perfekt, aber doch gut genug. Ich sehe mich als Mutter da nicht (mehr) in der Rolle, deswegen irgendwie ein schlechtes Gewissen zu haben. War aber ein Lernprozess.

    Hier kocht - wenn im Homeoffice - auch der Mann und ich hoffe eigentlich, dass er es mal aufgibt. Oder: sich mal was Neues einfallen lässt. Oder: mal Gemüse dabei verwendet #angst

    Hier drei Kinder, alle etwas jünger als Deine, und ich koche nie

    Bei dir klappt das, das ist ja auch schön, hier gehen die Kinder in die Schule bzw. haben Videokonferenzen nach Stundenplan: die könnten erst nach 14 Uhr anfangen zu kochen. Sind dann aber selbst hungrig.


    Es gibt zahlreiche Gründe, warum "ich muss nicht kochen" nicht klappt. Ja, ich muss auch nicht immer kochen und die Welt geht auch von 5x Frikadellen plus Kartoffeln nicht unter, aber...

    Ich kann das wirklich null nachvollziehen, sorry, zumal Deine Kinder doch quasi erwachsen sind? Hier drei Kinder, alle etwas jünger als Deine, und ich koche nie. Wirklich nie. Entweder der Mann kocht oder eines der Kinder. Und es zu tun und es nicht zu wollen bzw. sich deswegen vor sich selbst oder anderen in irgendeiner Form rechtfertigen zu müssen - verstehe ich nicht. Nicht 2021 und noch weniger bei zwei Erwerbstätigen und drei erwachsenen Kindern.


    Edit: Für mich fällt das übrigens auch nicht in die Kategorie „witzige Anekdoten mit dem Ehedings“, nochmals sorry.

    Ich kann vielleicht nix wirklich sinnvolles beitragen - nur, dass meine große Tochter, mit fast 7 eingeschult, eben auch etwa bis 7 alle Buchstaben benennen konnte - sie aber einzeln nacheinander aufgesagt und sie nicht zusammengezogen hat. Das hat mich damals total kirre gemacht.


    Und Bobby wird/ist ja auch gerade erst 7?


    Mir wurde damals erklärt, dass dieses Zusammenziehen von Buchstaben so ein Synapsending sei, was von selbst komme - wie das Trockenwerden. Bei manchen früher, bei manchen später. Wäre sie ein Jahr früher eingeschult worden, ich will gar nicht wissen, welche Sorgen ich mir dann gemacht hätte. So ging es dann.


    Ich würde echt noch zuwarten. Was Du schreibst, klingt nach einem netten, aufgeweckten Kerl. Wobei ich auch nicht gleich von Hochbegabung sprechen würde (mich aber eh immer wundere, dass das ja irgendwie alle Kinder zu sein scheinen?) Doof ist nur, dass die Lehrerin so gar nicht mitzieht....#hmpf Hat er vielleicht noch einen anderen Lehrkörper, den Du mit ins Boot holen könntest?


    Bei meinem Sohn hieß es irgendwann in der Grundschule, er müsse unbedingt ins Rad der Diagnostik, weil er schulisch eher langsam war, dafür aber wirklich alle Fußballtabellen auswendig konnte. Alle Ergebnisse der Bundesliga quasi seit deren Start. Weiß, dass Ulm irgendwie der erste deutsche Meister war. Stundenlang Matchboxautos farblich sortiert hat. Meine Schwester ist Schulpsychologin, und wir haben uns dann mit ihrem Rat dagegen entschieden. Sind nicht ins SPZ. Er ist immer noch eigen, schafft erstaunlicherweise das Gymnasium, ist nicht in der Schublade Hochbegabung, aber er ist auch nicht blöd, sondern einfach er selbst.

    Meine große Tochter hat sehr bald nach Beginn der Periode viel herumexperimentiert, sie hat sich sehr schnell sehr gut mit Tampons gefühlt. Tassen hat sie auch probiert, aber ist damit nicht klar gekommen. Jetzt ist sie fast 18 und „Tampons kommen mir nicht ins Haus“ war noch nie ein gängiger Weg für mich, auch unsere Kinder dürfen für sie wählen, was gut für sie ist. ^^


    Die 14jährige hat noch nicht so lange ihre Periode, traut sich aber an Tasse und Tampons nicht heran, glaube ich, glauben deshalb, da ich nicht ihre erste Wahl bin bei Gesprächen zu dem Thema. Sie ist auch extrem schmal gebaut, ob das eine Rolle spielt? Jedenfalls kommt sie mit Binden anscheinend sehr gut zurecht.


    Warten, bis die Periode startet, das ist alles so individuell!

    Die beiden 14jährigen bekommen 25 Euro im Monat; davon müssen sie das bezahlen, was wir als reinen Luxus betrachten - mein Sohn zum Beispiel seinen 14tägigen Friseurbesuch, seine Schwester bezahlt davon spontane Shoppingausflüge mit Freundinnen. Die 17jährige bekommt momentan gar kein Taschengeld, aus Wut (ich neige zur Impulsivität) habe ich den Dauerauftrag mal gestrichen und keinem fällt das auf. Sie verdient aber selbst über 400 Eurp durch ihren Nebenjob. Kommt also zurecht ^^


    Alle drei bekommen ihr Prepaid-Guthaben bezahlt, Klamotten, Schulkram, Ausflüge, auch den Führerschein (waren bei der Großen nun 2400 Euro). Deswegen eben wenig Taschengeld. Gespart wird hier nix, sie haben aber auch keine Familie, die Geld schenkt oder so.