Ich habe auch eine Glukosetoleranzstörung/Insulinresistenz. In der zweiten Schwangerschaft hatte ich Gestationsdiabetes und 3 Jahre nach der Geburt hat mich die Uniklinik im Rahmen einer Studie eingeladen, mich nachzuuntersuchen und da war es deutlich, dass ich völlig überschießend Insulin ausschütte, um den Zuckerwert normal bzw. hochnormal zu halten.
Im Laufe der Zeit habe ich verstanden, dass das auch der Grund für mein zu vieles Essen und Übergewicht war. Wenn man Kohlenhydrate zu sich nimmt, v.a. schnelle KH, schüttet der Körper Insulin aus, bei mir aber eben sehr viel, weil er schon weiß, dass viel gebraucht wird. Dann sinkt es leider zu schnell ab und am Ende fühlt es sich an wie Unterzucker, nennt sich reaktive Hypoglykämie, muss aber kein echte zu niedriger Zucker sein, einfach nur das Gefühl von Unterzucker, weil es so schnell runtergeht und der Körper meldet, dass man jetzt nachlegen muss. Deswegen kommt nach 2 h nach einer KH-reichen Mahlzeit sofort wieder Hunger, mit Heißhunger, der meine Vernunft ausschaltet, sodass ich esse.
Ich muss also wenig KH pro Mahlzeit essen und sie mit genug Eiweiß und Fett kombinieren, damit sie erstens langsamer aufgenommen werden und andererseits nicht so viel Zucker machen, dass mein Körper ohne Ende Insulin ausschüttet. Auf diese Weise habe ich 2016/2017 25 kg abgenommen, und mein Homa-Index ist von 4,6 auf normal gesunken. 10 kg sind jetzt in den letzten 2 Jahren wieder drauf und ich merke, dass die Glukosetoleranz wieder da ist. Dazu brauche ich kein Blut abgeben, ich merke die Heißhungerattacken nach zu viel Kohlenhydraten.
Wenig KH sind bei mir 100 g Nudeln, Reis, Kartoffeln oder andere Beilage. Das ist sehr wenig. Ich esse halt mehr Eiweiß und mehr Gemüse, um den Magen zu füllen. Aber es ist schön, dass ich es gerade hinbekomme, denn das ständige Wechsen zwischen Heißhunger, satt, Heißhunger ist auch so anstrengend.