Beiträge von Ernie

    wenn es für dich nicht zu umständlich ist, würde ich vielleicht so After Sun Lotion aus der Drogerie besorgen... ich finde, das muss auch keine teure Marke sein. Ich finde es zur Anwendung besser als die meisten Hausmittel, weil Quark auf Dauer doch eine ganz schöne Schmiererei ist.. den würde ich persönlich vermutlich einmal drauf schmieren und dann wieder runter machen und gut wäre. After Sun Lotion kann man auch mehrfach drauf schmieren.

    Und das Kopfkissen neu beziehen :) wegen rubbeligem Sand...

    Eben, Pony! Deine Urlaube sind Wahnsinn, die Destinationen der Hammer und Abenteuer pur -


    Nur halt das Gegenteil von All Inclusive. (Allerdings glaube ich, dass du aus einem All-In-Hotel nach ungefähr 1,5 Stunden auf der Suche nach einem Abenteuer wegrennen würdest :D )


    Marit - vielleicht hilft es zu überlegen, welche Stellschraube das sein könnte... Wenn ich es wäre, die Schrauben drehen müsste, würde ich vielleicht schauen, ob es sich vielleicht lohnt, doch das Essen selber zu planen und dafür am Meer zu sein - (alles andere hab ich wieder gelöscht, weil das zu sehr meine Vorstellungen sind und nicht deine ;) )


    Nur nochmal wegen des Essens in günstigen All-In-Hotels: Wenn das dann nicht lecker und überzeugend ist, stehst du vielleicht doppelt doof da (in deinem Kopf) - denn dann gibt es keinen Grund, mal ein nettes Lokal auszuprobieren, weil du ja EIGENTLICH bezahltes Essen im Hotel hast. Auch wenn das nicht schmeckt. Und: Hotelessen ist IMMER Massen-Essen, sogar in teureren Hotels merkst du das nach ein paar Tagen... Ja nun, wiederum die Einschränkung, dass ich nicht weiß, wie wichtig dir das ist - vielleicht wiegt ja die Vorstellung, dass man Essen gebracht kriegt, doch einfach schwerer.

    Ich hör jetzt wieder auf zu meckern #schäm

    Ich möchte zu bedenken geben, dass man für wenig Geld halt oft auch wenig Luxus kriegt.. ^^


    Hört sich jetzt ziemlich banal an - aber im Endeffekt ist auch die Sorglosigkeit etwas, was du halt bezahlen musst. Wir waren vor ein paar Jahren in Griechenland, zu dritt, zwei Wochen für unter 2000 Euro - das war unsere einzige Pauschalreise und wir hatten GENAU dieselben Gedanken wie du jetzt. Nun ja - unser Fazit war genau das, was ich oben geschrieben habe: Das war alles irgendwie ok, aber nicht der sorgenfreie Luxusurlaub, auf den wir uns gefreut hatten. Das Essen war - wie soll ich sagen - deutlich sichtbar unter ökonomischen Gesichtspunkten gekocht. Satt sind wir schon geworden, aber toll war es nicht.

    Das Hotel war ganz am Ortsrand, schön und auch die Anlage oberflächlich nett hergerichtet. Aber ringsum nur Sand und Landstraße und fürchterlich weit bis wenigstens mal zur Bushaltestelle. Die Zimmer waren ok, die Putzfrau hat sensationell um ums rumgewirbelt (die war das Highlight dieses Urlaubs) - aber so richtig piekesauber ist schon anders und die Sanitäranlagen waren deutlich angealtert..


    Und natürlich war das Hotel nebenan so, wie wir das eigentlich gerne gehabt hätten. Aber - wir haben dann mal nachgeschaut - das hätte auch viel viel mehr gekostet.


    Langer Rede kurzer Sinn: Ich fürchte - entgegen einiger Vorschreiberinnen hier - an irgendeiner Stellschraube wird zu drehen sein. Entweder am Luxus. Oder am Meer. Oder am Geld. Oder an der Lage.

    Ja, Trin, wir reden wirklich aneinander vorbei. Weil mein ursprüngliches Beispiel so sehr zerpflückt ist, dass man es nicht mehr erkennen konnte - vor allem nicht mehr das, was ich damit hatte sagen wollen. Braten und Janos haben das, was ich hatte ausdrücken wollen, dann noch weiter ausgiebig weitergesponnen und auch mein Problem genau als das erkannt, was es ursprünglich mal war.

    Für mich spielt es dabei auch keine Rolle, ob es der abgezählte Schnitzel sind oder der geliebte Spinat. Auch für mich gilt das - nur weil ich beim Festessen keinen Gulasch esse, heißt das noch lange nicht, daß ich mir egoistisch viel Rotkraut aufschaufel und die anderen müssen in die Röhre gucken und mit einem kleinen Klecks auskommen, weil sie ja schließlich auch noch Gulasch haben. Ist es so reichlich, daß alle beliebig oft nachnehmen können - kein Problem. Ist es in irgend einer Form begrenzt oder geht am ende zur Neige, achtet man darauf, daß alle etwas nehmen. Genau so wie man die anderen fragt, ob noch jemand etwas möchte, wenn man die letzte Kartoffel oder die letzte Kelle Bohnengemüse aus der Schüssel nimmt.

    Und zwar liegt in dieser zitierten Passage der Hase im Pfeffer. Keine hier widerspricht dir, du hast wirklich völlig recht!

    Aber meine Kinder (und wie ich gelesen habe, mindestens bratens Kinder auch), müssen das LERNEN, wie man mit begrenzten Essenskomponenten umgeht. Dein Beispiel, dass du natürlich kein Rotkraut nimmst, bis keins mehr da ist - diese Einstellung hast du als selbstverständlich deklariert seit deiner ersten Antwort auf mein Beispiel. Und für deine Kinder ist diese Einstellung auch selbstverständlich - das ist cool! Alles richtig gemacht würde ich sagen. ;)

    Aber für meine Kinder ist das noch nicht selbstverständlich. Die wollen noch ein Schnitzel Und denken nicht an die Schwester oder die Mama oder sonstwen, der sich ebenfalls für das Schnitzel interessiert. Sie müssen noch lernen, dass auch das letzte Schnitzel nicht diejenige kriegt, die sich das am gierigsten wünscht oder am lautesten danach schreit.


    Und du stellst hier den Endpunkt in diesem Lernprozess dar. Du nimmst keine Riesenportion Rotkraut, wenn fast keines mehr da ist, sondern weichst dann vermutlich auf was anderes aus. Dahin sollen meine Kinder auch kommen. Die würden im Moment die Rotkraut-Schüssel plündern, egal, ob sie überhaupt noch so viel essen können, egal, ob da noch eine lange Schlange steht.


    Und diesen Weg dahin, wo du schon bist. Den beschreiten wir zusammen. Und - wie schon gesagt - ich versuche ihn gewaltarm zu gestalten. Aber wenn das Vorenthalten der geliebtesten Essenskomponente zugunsten 1. der Verteilungsgerechtigkeit und 2. der auch möglichen Essenskomponente als Gewalt gilt - ja dann weiß ich auch irgendwie nicht mehr...

    Trin - aber das Szenario, das ich geschildert habe, heißt nicht: Kartoffeln gegen Haferflocken austauschen. Sondern: ausschließlich schnitzel essen zu wollen. Und davon dann aber nicht satt zu werden, weil halt nicht genug Fleisch zum satt essen da ist.


    Macht aber nichts, ich nehme sehr gerne den Denkanstoß mit der Tante mit. :)

    Zitat

    Festzulegen, daß der Teller leer sein muss, ehe man Nachschlag der Lieblingskomponente bekommt oder "wenn du brav alles aufgegessen hast, gibt es Nachtisch, sonst nicht" , empfinde ich nun mal als Machtausübung.

    Trin, ich weiß, dass ihr vegetarisch lebt. Aber bei uns passiert sowas oft, wenn es z.B. Schnitzel gibt. Alle LIEBEN Schnitzel. Das vollständige Gericht heißt aber: Schnitzel mit Kartoffelbrei und Salat.

    - Salat: Will keine. Ist ok, ich bestehe nicht darauf, dass meine Kinder den essen, wenn sie keine essigsauren Sachen mögen. Ich beuge vor, indem ich ein paar Komponenten Rohkost beiseite lege, die sie dann kriegen.

    - Kartoffelbrei: Dient zum Sattwerden. Gibt es was anderes mit Kartoffelbrei, essen sie Mengen davon, es liegt also nicht daran, dass das kein beliebtes Essen wäre, was keiner mag. Gibt es Schnitzel, hätten lieber alle noch mehr Schnitzel - und lieber keinen Kartoffelbrei.

    Das möchte ich nicht. Ich hatte jetzt schon geschrieben: Das geht nicht. Stimmt aber ja nicht, ich könnte natürlich schon vorsorgen und irgendwie Riesenmengen Schnitzelfleisch vorbereiten - aber ich möchte das nicht. Deswegen soll die kleine "Pflichtportion" Kartoffelbrei gegessen werden, ehe es ein Nachschlagschnitzel gibt.


    Ach, ich weiß irgendwie gar nicht, warum ich das eigentlich schreibe. Ich versuche einen Weg zu finden, uns irgendwie sinnvoll satt zu machen. Vielleicht sollte man ihn eher als "möglichst gewaltarm" bezeichnen und nicht als gewaltfrei. #crying Aber das Unreglementierte, das bei vielen hier zu funktionieren scheint, klappt bei uns nicht, auch nicht bei anderen Sachen:

    Süßigkeiten - werden jeder Hauptmahlzeit vorgezogen. Mit dem unschönen Nebeneffekt gelber Zähne.

    Fernsehen - bekommt bei uns sofort totale Suchttendenzen, so dass bei schönstem Wetter und den absolut favorisierten Nachbarskindern im Garten dann trotzdem lieber ferngesehen wird.

    Und das Essen gehört eben auch dazu. Zwei von meinen Kindern muss man das schon immer reinquatschen. Oder quetschen. Oder irgendwas. Wenn dann die Rufe, dass das Gewalt sei, zu laut werden, fühle ich mich wie die größte Versagerin...

    Oh, Iverna, ich weiß sehr wohl um die Nöte, die man ab und zu entwickelt mit picky eatern. Und ja - ich mag das auch nicht, wenn Leute suggerieren, dass Kinder doch alles essen könnten -


    Ich finde mich oft auf dem Grat zwischen "laufen lassen" und "Vorgaben machen" - und fall doch so oft auf einer Seite runter.

    Aber wem geht das nicht so, oder?

    In der Zwischenzeit sind ein Haufen Beiträge dazu gekommen - ich beziehe mich auf Kajaks Teller und die unfreundlichen oder verständnislosen Kommentare dazu.


    Naja nun - lasst doch mal die Kirche im Dorf. Ihr malt da gerade ein Szenario aus, in dem Kajak ihren Jungs nur das auf den Teller tut, was sie nicht mögen und sie, womöglich mit dem Kochlöffel hinter ihnen stehend, zum Essen zwingt...


    Bei uns heißen diese Teller Schnabulierteller.


    Und das Prinzip funktioniert gar nicht so unähnlich... Ich schnibbel für jedes Kind Sachen in der Küche und dekoriere die (man könnte jetzt, um die Stimmung, die mit diesen Tellern verbunden ist, dazuschreiben: liebevoll und in Gesichtsform) auf einem großen Teller. So mogel ich meinen Kindern unter, ein halbes Brot zu essen, in lauter kleinen Reiterchen. Natürlich lege ich nicht auf den Teller des Paprikahasserkindes extra viel Paprika, sondern passe das an - nur Paprika für die Paprikafreundin, nur Gurken für die Gurkenliebhaberin und besonders viele saure Gurken für die Jüngste.

    Aber ich gestehe, dass ich (wie ich finde, berechtigtes) Interesse daran habe, dass meine Kinder sich beim Abendessen satt essen - das tun sie nicht so gerne und man muss sie manchmal ein bisschen dazu hinschubsen. Die von euch, die Kinder haben, die gerade mal essen, bis der Hunger nicht mehr nagt und dann aufhören, weil ihnen essen an sich einfach keinen Spaß macht, wissen, was ich meine.

    Deswegen passe ich schon ein bisschen auf, dass auch was dabei ist, das satt macht und … naja, was ich bestimme - wirklich keine Menge, die nicht altersangemessen wäre, für die Sechsjährige eine halbe kleine Scheibe Brot mit Butter. Neben vielen Sachen, die sie mag.

    Niemandem ist gedient, wenn diese Sechsjährige nur Gurkenscheiben isst (weil man da nämlich durchgucken kann, wenn man die Kerne gegessen hat)- und dann kurz nach dem Abendessen feststellt, jetzt hab ich aber doch noch Hunger. Oder: Schreit, weil sie Hunger hat und das nicht benennen kann. Und sich auch selber nicht helfen kann, weil sie dann auch nicht mehr freiwillig essen würde.


    Wirklich - da ist die Alternative mit dem Schnabulierteller eine praktikable Lösung. Und ich finde den Begriff "gewalttätig" auch nicht angemessen - Kajak hat es ein bisschen rotzig formuliert vielleicht. Ich nenne es hier "vorausschauend" ;)




    Ah - Braten: Ich versuche gerade, am Nachmittag so frei Verfügbares auf den Tisch zu stellen - damit auch Obst dabei ist und besonders die Große nicht hemmungslos nur Süßigkeiten in ihrem Zimmer vernichtet. Bisher hat das leider nur dazu geführt, dass sie alles heimlich versucht haben wegzuschleppen, um im Kinderzimmer Picknick zu machen. Und ich habe die Käsewürfel und Oliven aus den Ritzen geklaubt am Abend.

    Spaß hatten sie aber :)

    Ich setze jetzt auf den Sommer - wenn sies im Garten verstecken, fände ich das nicht so schlimm :D

    Hihi, ihr seid ja witzig! Aber schau -ich hab doch drei MÄDCHEN. Und ich hätte NIE ein Kind Arthur genannt, noch nicht mal auf Englisch :D


    Meine Jüngste ist vom Januar 2014.

    Und fürs Protokoll - natürlich hab ich danach auch geheult, und wie. Meine Kleine hat beim Stillen den Mund zugekniffen. Und ich hatte Geduld für drei Wochen Schmerzen beim Stillen. Danach, dachte ich, läufts dann - und es lief nur mit Schwierigkeiten. Ich war überfordert wie vielleicht alle sich erstmal überfordert fühlen, die Mittlere auch fast noch ein Baby, die Große davon überfordert, so groß sein zu müssen.

    Aber stolz war ich schon. Immer. :)

    Hm - nach der Geburt meines dritten Kindes bin ich nach ungefähr 6 Stunden (dazwischen wars Nacht) frühstücken gegangen. Ok, nur im Krankenhaus. Aber ich hab mich so SAUGUT gefühlt. Endlich der Bauch weg. Baby da - ich war rattenstolz. Voller Hormone und Glück. Surfbretter und Co - na klar, aber auch: na und? Das hat mich nicht gestört, das gehört halt dazu. Echt, zum Glück gabs keine Bäume, die ich aus Versehen hätte ausreißen können. Aber ich fühlte mich so stark.


    Deswegen finde ich, man muss sie nicht bemitleiden.

    Uff, ich hab jetzt den ganzen Vormittag irgendwie ein flaues Gefühl gehabt... wegen der Öffentlichkeit und eurer Bedenken deswegen (die ich ja berechtigt finde, ich hätte es am liebsten gehabt, wenn noch nicht mal meine Schwiegereltern es gewusst hätten, dass wir ins Krankenhaus gefahren sind)...

    Und hab als erstes gedacht: Gottseidank...

    #cool

    Jette, ich habe jetzt nochmal nachgeschaut, wie alt dein Schulkind ist... in der Vierten? Habt ihr die Schule gewechselt oder warum kommt dir das gerade jetzt so komisch vor?


    Der Schultag bei euch scheint nicht prinzipiell in Doppelstunden organisiert zu sein, denn damit verabschiedet man sich ja genau von dem Konzept der Einzelstunden, für die die Kinder den Raum wechseln müssen oder aber die Lehrkraft wechselt. Du meinst eher die Pausenregelung, oder?


    So wie ich es verstanden habe, hättest du gerne sowas wie eine "Stundenfuge". Also eine fünfminütige Pause nach jeder Stunde, damit Klogehen, Durchschnaufen etc. keine Unterrichtszeit ist. Das gibt es vereinzelt (an weiterführenden Schulen, ich kenne ein paar Gymnasien, an denen das so gehandhabt wird), Standard ist es aber nicht. Ich persönlich finde das sehr sinnvoll, aber dadurch verlängert sich halt auch der gesamte Schultag - und deswegen stößt diese Regelung oft nicht auf Gegenliebe, weder bei Eltern noch bei Schülern noch bei Lehrern.



    Die Erst- und manchmal Zweitklässler essen an der Grundschule meiner Tochter VOR der eigentlichen Pause - damit sie überhaupt was essen, sonst sind sie nur mit Rennen beschäftigt. Ab der Dritten organisieren sich die Kinder selbst. Allerdings halten die "Kleinen" auch niemals so lange "Lernzeit" durch - der Schulalltag ist geprägt davon, dass die "Sitzzeit" (von der ich ausgehe, dass du das mit Lernzeit meinst) sich regelmäßig abwechselt mit Phasen, in denen die Kinder sich mehr bewegen können. 90 Minuten hält kein Grundschüler durch - im Übrigen sogar mancher Oberstufenschüler nur mit Mühe.


    Insgesamt habe ich nicht richtig verstanden, was dein Anliegen ist - nur, falls du vorhast, da Änderungen anregen zu wollen: Die Regelung bei euch entspricht ungefähr dem, "was alle machen" - mein gesamtes bayerisches Schulleben lang kenne ich das schon so. Klar - länger Pause ist immer besser - hat aber eben den Preis, dass sich der Schultag nach hinten verlängert. Und da rennst du gegen Mauern, dass der Schultag um eins endet, steckt in bayerischen Seelen sehr tief drin.

    Das Allgäu?

    Wir haben, zugegebenermaßen mit jüngeren Kindern, Ferien auf dem Bauernhof gemacht, eine Woche in Oberstaufen und eine Woche in Seeg bei Füssen.

    Besonders in Oberstaufen hat es uns wirklich supergut gefallen, es war sehr abwechslungsreich: Schwimmbad (ein kleines Spaßbad in Oberstaufen), Bergbahnen, Sommerrodelbahn, Waldspielplatz.

    Der Thread hat schon ein paar Tage geruht - aber ich war noch nicht mit Denken fertig...


    Darf ich euch nochmal fragen, wie das mit der Gegenseitigkeit ist bei euch?

    Ich finde viele von euch da nämlich sehr streng. Besuch nur, wenn Gegenbesuch möglich ist? Sich selbst als kostenlosen Babysitter ausgenützt zu sehen? Gerade, wenn das Kind offensichtlich eigentlich eine nette Spielpartnerin darstellt für die eigenen Kinder.


    Ich habe das immer im etwas größeren Rahmen gesehen - habe aber auch schon gemerkt, dass das manchmal falsch war.

    Ich hab einen ganzen Sommer lang ein Zwillingspärchen hier bei uns gehabt. Gegenbesuche waren da eher nicht möglich und wurden von der Mutter auch nicht angeboten. Aber die Kinder haben schön zusammen gespielt und ich hab nur manchmal heimlich geseufzt, weil eines der Kinder entwicklungsverzögert war und ich einen "echten" Spielbesuch und ein Kleinkind gekriegt habe zum Hüten. Aber nun, das war halt so und die Kinder haben sich sichtlich wohl gefühlt.

    Andererseits habe ich auch schon versucht, mein Kind (für den Zeitraum von ein paar Monaten) bei einer anderen Familie zu parken, einmal die Woche zwei Stunden, weil ich da arbeiten musste. Das hat die Familie zwar dann erlaubt, aber ich habe gemerkt, dass sie, als sich die Situation geändert hatte (ich im Mutterschutz), sehr darauf aus waren, dass ich mich dafür revanchieren sollte. Ich hab also hochschwanger und eigentlich weiterhin der Unterstützung bedürftig dann im Anschluss das andere Kind sehr oft hier zu Besuch gehabt, was wirklich über meine Kräfte ging. Aber das war ja ungleich gewesen bis dahin...


    Und zurück zur Ausgangssituation hier im Thread: Die Mutter ist alleinerziehend. Findet ihr nicht, dass das allein schon ein Grund ist, ein Auge zuzudrücken, wenn es um Gegenseitigkeit geht? Ich meine damit nicht, dass das eine Entschuldigung für mangelnde Erreichbarkeit ist - da würde ich sie schon ansprechen. Aber auf Gegenseitigkeit pochen, wenn man selbst in der komfortablen Lage ist, dass das Kind halt so mitlaufen kann? Wäre doch eine gute Gelegenheit, jemandem eventuell eine wertvolle Hilfe zu sein, oder?

    Ich glaube, es kommt auch stark darauf an, ob ihr eher zu den Menschen gehört, die alles planen - oder ob ihr eher die Spontanwegfahrer seid. Wenn ihr sowieso eher alles plant (morgen fahren wir ins Schwimmbad, haben wir alle noch Badeanzüge, passen die Schwimmflügel noch und wo ist nur die Monoflosse hin?), dann habt ihr vielleicht auch noch Kapazität für: Komm, wir buchen schnell ein Auto.

    Wenn ihr eher zu denen gehört, die solche Fragen erst klären, wenn man schon vor einer Viertelstunde hätte los wollen - dann wird es euch einschränken, euch dann auch immer noch erst um ein Auto kümmern zu müssen...


    Unsere Nachbarn haben kein eigenes Auto, sondern machen schon seit Jahren erfolgreich und zufrieden Carsharing. Sie planen das ein - und es ist fast nie doof, sondern passt für sie alle gut!

    Wir haben unsere Babysitterin klassisch über einen Aushang im Kindergarten gefunden... da war die Jüngste 1,5 und hat fürchterlich gefremdelt.

    Aber mit diesem Mädchen war es tatsächlich und unwahrscheinlicherweise Liebe auf den ersten Blick. Du hast aber Recht, als Babysitter eignet sich nur jemand, der das wirklich gerne macht. Und das auch schon mal vorher gemacht hat und sich helfen kann, wenn irgendwas anders ist als geplant. Aber es GIBT solche Menschen, nur Mut! Und dann vielleicht mal am Nachmittag ausprobieren - wir hatten einen "Kennenlern"-Date vereinbart, bei dem wir Eltern dann uns ziemlich schnell zurückgezogen haben und sie haben machen lassen.


    Allerdings brauchen wir unsere Babysitterin für berufliche oder wirklich wichtige Termine - mal entspannt essen gehen ist da nie mit drin. Ich gestehe, da wär ich dann wohl auch wirklich oft zu geizig. Alle heiligen Zeiten mal für ein Fest, auf das wir Erwachsenen beide eingeladen sind. Aber einfach so, um eine Pizza essen zu gehen - nein, Murkel, da geb ich dir recht, da ess ich die Pizza lieber daheim ;)


    *grins* - ich hab übrigens selbst als völlig unbeleckte Studentin drei Kinder gesittet. Das war ein Riesen-Kraftakt, Horror, einer der blödesten Jobs, die ich hatte, echt. Es hat gedauert von sieben bis zehn, bis alle zufrieden waren und schliefen. Aber ich glaube, richtig blöd fand nur ich es. Für die Kinder wars gut.

    hier dafür eine stimme für möglichst viel ruhe. wenn der hörsturz eh schon am samstag war, brauchst du auch nicht mehr in die notaufnahme rennen. meines (in drei hörstürzen erworbenen) wissens nach ist das, was man überhaupt tun kann, sehr wenig. und nachdem es meist ein zeichen für übergroße und stressige belastung ist, hilft bettruhe und entspannung besser als ein nachmittag in der notaufnahme.

    ich würde wohl - wie du es vorhattest - morgen zum hno, der dich kennt, gehen. und bis dahin ausklinken. völlig. nicht kochen, keine tiere versorgen, nicht reden...

    gute besserung!!!