Beiträge von casa

    Casa, ich weiß nicht, ob ich an dem Abend geschafft hätte, nur ein Kissen nach E. zu werfen...

    Du kennst E. nicht. Der hat so eine Art. Ich hoffe, er bewahrt sich diesen Charme.


    Heute Morgen, 6.35 Uhr: "Ach Mama, apropro wo jetzt die Müllabfuhr grad so schön vorbeifährt, bleib doch noch ein bißchen liegen. Das Frühstück fällt heute aus."

    Gestern Abend tobte hier der Bär, ich will das alles gar nicht im Einzelnen nennen, aber es war echt viel und ich war mit den Kindern allein und als sie dann um 21 Uhr endlich in den Betten lagen, saß ich völlig erschöpft reglos auf dem Sofa, fertig mit der Welt.

    Da trippelte E. über den Flur, steckte den Kopf zur Tür herein und sagte ernsthaft: "Übrigens, ich hab noch Hunger und ich finde, du solltest dich abends echt mal besser um dein Kind kümmern."

    Ph: "Nein, die ist die JüngsterIN!"

    Ja, hier auch:

    E.: "die Katzen und Kätzinnen..."

    J.: "Katzen und Kater, wenn schon." (er wird mal Oberstudienrat, wenn er so lehrerhaft weitermacht)

    E.: "Okay, die Katzen und Kater - was ist mit Kätzchen?"

    J.: "Was soll mit denen sein?"

    E.: "Sind die, also haben die, werden die später mal Katzen oder Kater?"

    J.: "Egal. Das kann man eh noch nicht erkennen, wenn die so klein sein."

    Nein, Hilfe, das mit Wasser und Bier war nur ein Witz! Sorry, ich bin zur Zeit etwas komisch und hab das blöd formuliert... #schäm



    Kindermund von heute:

    E.: "Boah, ich raste gleich durch!"

    J.: "Drehst."

    E.: "Was?!"

    J.: "Du drehst gleich durch. Oder du rastest aus."

    E.: "Woher willst du denn wissen, was ich gleich fühle?"

    Diese komischen Paw Patrol Rettungshunde und ihr Herrchen trinken das immer: Wasser (für die Hunde) und ein Bier (für das Herrchen). :stupid:

    Zu Beginn des Lebens, in den ersten Lebensjahren, sind Kinder bedingungslos an ihre Eltern gebunden. Da gibt es dieses allumfassende Urvertrauen, dass die Eltern sich kümmern und es lieben. Dieses Gefühl empfinde ich auch am Ende des Lebens immer stärker, dass es da jemanden gibt, der zu mir schaut und mich liebt.

    oh ist das schön... #love

    „Jedes Kind ist ein Unikat. Die Kinder kommen schon einmalig auf die Welt und werden im Laufe ihres Lebens immer verschiedener.“


    Am vergangenen Mittwoch ist Remo Largo gar nicht unerwartet in seinem schönen Haus zwischen den noch nicht völlig abgetauten Gletschern und dem weiten Zürichsee gestorben. Er hatte in diesem Jahr den dritten Hirnschlag seines Lebens. Er sprach darüber, dass er nie erwartet hatte, so alt zu werden. Sein 77. Geburtstag stand diesen Monat bevor.

    Die einer Erbkrankheit geschuldeten Einschläge, den ersten Hirnschlag hatte er mit 31 Jahren, hatten ihn den Gegenpol zur wunderbaren „Gebürtlichkeit“ (Hannah Arendt) erfahren lassen, unsere Sterblichkeit. Von der wusste er, dass auch sie eine Quelle ist. So wie Lessing, der über die Götter der Antike schrieb, dass sie, die Unsterblichen, uns Sterbliche gerade für unsere Sterblichkeit beneideten. Erst diese ermögliche Freundschaft.


    https://taz.de/Nachruf-auf-Paedagogen-Remo-Largo/!5725159/

    Nein, er ist Pferdeverrückt. Aber ich habe keine Ahnung davon.

    Du wirst es lernen. Alles. Bald kannst Du einen Haflinger von einem Schwarzwälder unterscheiden, bewegst Dich nur noch in Hufschlagfiguren durch den Flur und backst statt Weihnachtsplätzchen Haferwürfel als Leckerli.

    Mein Sohn 6 "Ich wünsche mir vom Christkind eine Kardätsche"

    Das hätte ich gewußt. Ich habe mir in meinen schlimmsten Pferdenärrisch-Zeiten auch eine Kardätsche gewünscht und mir damit meine Haare gebürstet und dabei gewiehert.


    Unsere Kinder haben auch schon Wunschzettel geschrieben, d.h. J. hat für E, aufgeschrieben, was der ihm gesagt hat, und da steht u.a. "Popatroll". Und mein Mann war sicher, das solle "Papa Troll" heißen. :D


    Ja, so sehe ich das auch.

    Deshalb meine Befürchtung, dass die Schulen zwei Tage früher schließen werden, um genau DIESE Lockerung (Familienfeiern) möglich zu machen und Menschen ohne erweiterte Familie mal wieder weniger Kontaktmöglichkeiten zugesprochen werden.

    Ich ergänze: nicht nur Menschen ohne erweiterte Familie, sondern zum Beispiel auch ältere Kinder, Teenager, junge Erwachsene, für die ihre Peergroup ungleich wichtiger ist als die Herkunftsfamilie.


    Überspitzt gesagt: die Kinder müssen ihre freundschaftlichen Kontakte einschränken und dürfen nichtmal in der Schule miteinander Kekse essen und Lieder singen, damit sie fünf Tage später mit Tante Lieschen Weihnachten feiern können.

    Um wessen Bedürfnisse geht es denn hier.


    Versetzen wir uns doch mal ein paar Jahrzehnte zurück und stellen uns vor, wie es uns mit 11 oder 15 oder 20 Jahren damit gegangen wäre.

    Ich hab das eher so verstanden, dass man mehr den Fokus auf Kontaktreduzierung legen sollte, damit man eben dann an Weihnachten sicher ist,

    So verstehe ich das auch.


    Wobei ich das auch ziemlich christlich-zentristisch finde (sagt man das so?). In der Klasse, in der mein Mann ein autistisches Kind begleitet, ist eben dieses Kind eines von dreien ohne Migrationshintergrund und eines von vier christlich getauften Kindern. Für die Familien der anderen hat Weihnachten kaum eine Bedeutung (das ist jetzt nicht meine Interpretation, sondern die Lehrerin hat mit den Kindern darüber gesprochen). In manchen Kulturkreisen sind z.B. vielmehr Hochzeiten der Anlaß dafür, daß die erweiterte Familie zusammenkommt. Solche Hochzeiten waren in diesem Jahr zeitweise verboten, zumeist stark verpönt. Und jetzt geht man davon aus, es sei im Sinne "aller", im November fast dicht zu machen, damit im Dezember Weihnachten gefeiert (und vorher kräftig dafür geshoppt) werden kann, und man streicht die beiden letzten Schultage, um noch mehr Sicherheit zu erreichen (oder zu suggerieren).


    An das Filmeschauen vor den Ferien habe ich auch gute Erinnerungen und finde es ja fast schade, daß das an der Schule meiner Kinder nicht üblich ist. Das ist schon arg toll, mit Gleichaltrigen über Witze zu lachen oder irgendwo mitzufiebern, was daheim in der Kernfamilie die Eltern wahrscheinlich nicht soooo packend finden. Und grade jetzt - Kino geht ja auch nicht, die Kinder sind doch derzeit kaum noch irgendwo in Gruppen beisammen außer in der Schule. Für Teens finde ich das nochmal tragischer als für die jüngeren Kinder. Als 14jährige hätte ich echt gelitten unter solchen Bedingungen und jede Stunde mit meinen Freundinnen genossen, und sei es in der Schule-

    Vorhin bei der Diabetologin (eigentlich eine sehr angenehme Person!):

    Sie drückt E. das Blutdruckmessgerät an den Arm, er zuckt zurück und jammert, das sei aber kalt auf der Haut.

    Sie (in freundlich, neckendem Tonfall): "Na komm! Du bist doch kein Mädchen!"


    Ich nur: #blink

    Herr Casa (ebenfalls freundlich, neckend): "O-oh, sagen Sie doch nicht sowas, auch wir Männer können sehr empfindsam sein."

    Und E.: #kreischen"Was?! Will die jetzt auch noch meinen Penis damit messen?!"

    jetzt haben sie keinen Tag für die Weihnachtsfeier, und da sowieso alles, was nicht Vermittlung von Lerninhalten ist, total reduziert ist, ist das für sie umso schlimmer.

    Das finde ich sehr schade und ich hatte den Gedanken schon von Anfang an, wenn es hier immer wieder hieß "in den beiden Tagen passiert eh nicht mehr viel" - das mag auf manche Schulen zutreffen, auf andere aber nicht. Und was heißt denn "nicht mehr viel"? Damit ist in der Regel gemeint: nicht mehr viel Stoffvermittlung. Aber das Drumherum ist doch auch wichtig, für die Kinder wohl manchmal noch wichtiger als der Vokabeltest und das Bruchrechnen.


    Es empört mich seit März, daß beim Gerede von "systemrelevanten Berufen" viele Bereiche unberücksichtigt bleiben, die doch für viele Menschen auch relevant sind. Und jetzt streicht man den Kindern eh schon alle Feiern und Veranstaltungen außerhalb des Unterrichts, reduziert das Singen und Tanzen, läßt sie Maske tragen und frieren (ob das jetzt für den Infektionsschutz sinnvoll ist oder nicht, mag ich hier gar nicht diskutieren, es geht mir um die Einschränkungen, die das für die Kinder bedeutet), verkennt völlig die Realität vieler Familien, die seit Monaten echte Betreuungsprobleme haben (weil ja auch viele Nachmittagsangebote außerhalb der Schule wegfallen), und streicht hier zwei Tage weg, an denen "eh nichts Effektives mehr passiert", die aber vielleicht für die Kinder (und wohl auch für Lehrer:innen) mal endlich wieder ein bißchen Entspannung und Leichtigkeit bedeutet hätten.


    Kommt denn immer noch niemand auf die Idee, stattdessen mal am Leistungsdruck zu kürzen und zu sagen: hey, besondere Situation dieses Jahr, dann müssen halt nicht drölfzig, sondern nur drölfzig-minus-zwei Klassenarbeiten geschrieben werden? Und wir gucken verstärkt, wie wir uns und den Kindern was Gutes tun können angesichts des ganzen Mists, der alle belastet?


    Ich persönlich hab gar nichts gegen schulfreie Tage, im Gegenteil, und meinen Kindern ist es egal, weil an deren Schule eh vieles lockerer gehandhabt wird und sie auch in diesen Zeiten echt viel Schönes machen - da gibt es aber halt auch keinen Notendruck und wenn sie nicht am 23. feiern, feiern sie halt am 18. in der Schule und wir haben es daheim noch ein paar Tage mehr kuschelig.

    Aber unsere Schul- und Familiensituation ist da, glaub ich, recht speziell und gesellschaftlich gesehen regt es mich tierisch auf, wie alles möglichst effizient geregelt werden soll und wie wenig da noch auf die Kinder selbst geschaut wird.


    #motz

    Was hattest Du im Ofen casa ?

    Gefüllte Paprika.

    Als J. etwas später heimkam und sich an den Tisch setzte, meinte er dazu: "Die sehen aber nicht mehr so ganz frisch aus?"

    Ich: "Das kommt vom Warmhalten, da wird halt die Haut ein bißchen schrumpelig."

    J.: "Schrumpelig? Das sieht mehr so schimmelig aus."


    (Morgen kocht mein Mann.)

    Talpa ich habe es ihm vorhin vorgelesen und er hat herzlich gelacht. Aber die f*ckenden Hühner findet er noch witziger.


    Eben hat er mittagshungrig in den Ofen geschaut und dann gemurmelt: "Oh schade, ich hätte lieber was Appetitliches."