Beiträge von casa

    J.: "Ich? Ich habe mich eingetragen für Obstspieße! Mit Käsewürfeln und Mini-Wienerle, Hälfte Fleisch und Hälfte Tofu. Und alles auf diesen langen Holzspießen. Umwickelt mit Blätterteig. Ich denk mal, für jeden drei, also insgesamt... sechzig Stück."

    Wie ist das denn ausgegangen? Hat eine einfache Version gereicht oder war das Ganze doch nicht so ernst gemeint?

    Es war durchaus ernst gemeint in dem Moment, J. spinnt so eine Idee halt gerne weiter und bis ins Äußerste aus (und ich liebe das, diese kindliche Grenzenlosigkeit im Denken und Schwelgen)... kommt dann aber auch wieder auf den Boden der Realität zurück.

    Wir haben vierzig kleine Obstspieße mit Käsewürfeln gemacht und alles war gut.


    Heute: Der Badesee ist wegen irgendwelcher Bakterien "bis auf Weiteres" gesperrt. Heute, am ersten Ferientag!

    E.: #crying

    J., tröstend: "Vielleicht dauert die Sperrung nur bis morgen, vielleicht haben sich die Bakterien über Nacht dann verflüssigt?"

    Könnt ihr haben, on topic:


    Ich: "Schnuckis. Jetzt hört mal zu. Braucht ihr für morgen was?"

    E. und J.: #confused #confused

    Ich: "Morgen ist letzter Schultag, müssen wir irgendwas dafür richten, mitbringen, an irgendwas denken?"

    E. und J.: "Nööö."

    Ich: "Ne, stop, nicht weglaufen, laßt uns das jetzt in Ruhe besprechen. Was steht denn morgen an, was macht ihr, ist irgendwas geplant?"

    E.: "Najaaa. Es gibt Zeugnisse und dann fängt das wilde Leben an."

    J.: "Ja. Bei uns auch. Und vor den Zeugnissen frühstücken wir noch schön zusammen."

    Ich: "A-ha! Und wer bringt das Frühstück mit?"

    J.: "Alle. Jeder bringt was mit."

    Ich: "Was bringst du mit?"

    J.: "Ich? Ich habe mich eingetragen für Obstspieße! Mit Käsewürfeln und Mini-Wienerle, Hälfte Fleisch und Hälfte Tofu. Und alles auf diesen langen Holzspießen. Umwickelt mit Blätterteig. Ich denk mal, für jeden drei, also insgesamt... sechzig Stück."

    off topic: wir schreiben als Familie immer zum Jahreswechsel einen Jahresrückblick als Rundbrief an unsere Freund*innen, da sind dann auch die gesammelten Sprüche der Kinder drin. Einige Freund*innen haben uns schon zurückgemeldet, dass das immer der beste Teil des Rundbriefes ist. Und natürlich heben wir die Briefe über all die Jahre für die Kinder später auf.

    E. ist auch wieder daheim und überglücklich, weil der Busfahrer zu ihm gesagt hat: "Ey Käpt´n, willst du etwa meinen Bus kentern?"

    "Und dann haben wir die ganze Busfahrt über Piratenlieder gesungen..."

    Magorma "morgen möglicherweise Wandertag" würde mich ja völlig ratlos machen. :D


    J. ist inzwischen daheim, hat noch einen Freund mitgebracht. "Wir wollten ja noch alle zur Eisdiele, aber die hatte zu! Dann wollten alle wieder zu mir, ich hab gesagt, wir haben ja auch Eis und ich lade euch ein. Aber Frau S. hat gesagt, lieber nicht, das reicht vielleicht nicht ganz für 40 Personen."

    #flehan

    Umzugschaos ist doch das perfekte Abenteuer in dem Alter, oder? Meine Kinder (11 und 7 Jahre) wären begeistert und würden überall mitmachen. Wir spannen die Kinder bei solchen Aktionen sowieso immer mit ein, die schaffen schon gut was weg.

    Heizungsrohre lackieren, Parkett ölen, Schränke bauen

    Und die neue Umgebung zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden?

    Und abends dann erschöpft zusammen kochen und essen (oder Pizza bestellen).


    Wenn deine Kinder nicht so gerne mitarbeiten oder mal eine Auszeit und "richtige Ferien" brauchen, würde ich befreundete Familien bzw. Eltern von ihren Freund*innen gezielt ansprechen, ob sie einzelne Kinder tageweise zu sich nehmen und mit ihnen was unternehmen oder sie einfach bei sich spielen lassen können. (Wir haben manchmal Kinder bei uns zu Gast, auch über mehrere Tage, wenn in deren Familien grade - aus welchen Gründen auch immer - Land unter ist.)

    Vor einer halben Stunde höre ich auf einmal Kinderstimmen vor dem Haus, im nächsten Moment kommt J. rein: "Hallo Mama, wir sind zufällig hier vorbeigewandert und einige müssen mal aufs Klo und Wasserflaschen auffüllen..."

    Zwei Schulklassen.

    #kreischen

    E. hat heute Wasserspiel-Tag in der Schule, gestern Abend haben wir die Tasche mit Badehose, Handtuch, Wechselkleidung usw. gepackt.

    Vorhin, um 7:30 Uhr (der Bus fährt um 7:42 Uhr), guckt er nochmal in die Tasche rein und sagt: "Und wo sind jetzt die Piratensachen?"

    Ich: "Welche Piratensachen?"

    E.: "Hut, Augenklappe, Schnurrbart. So wie Käpt´n Hook halt. Wir dürfen doch heute als Piratenwelt verkleidet kommen."

    Ich: wühle hektisch im Verkleidungskoffer, die Kinder stehen daneben und picken die Piratensachen raus.

    J.: "Oh, da fällt mir ein, wir haben ja heute Wandertag, wo ist eigentlich meine Regenjacke?"

    Ich: "Was?!"

    J.: "Ja, Wandertag. Wenn ich jetzt so drüber nachdenke, ich bräuchte dafür eigentlich ein größeres Vesper."

    Ich: #motz

    J. zu E.: "Da kommen zwei Sachen unglücklich zusammen: erstens ist sie ein Morgenmuffel, und zweitens extrem schlecht organisiert."

    Vor dem Schaufenster eines Dessous-Geschäfts, eine Schaufensterpuppe trug einen mit Strass-Steinchen verzierten Slip mit Taillenband:

    E.: #eek "Schaut mal! Eine Unterhose mit Diamanten!"

    J.: #eek "Und mit Sicherheitsgurt."

    Vielleicht findest Du hier etwas, das auch für Dich paßt: Deutsch als Zweitsprache (für Italienerin)


    Die Frau, die ich beim Deutschlernen unterstütze, ist inzwischen nicht mehr ganz so furchtsam.

    Letzte Woche hat sie endlich mal drauflosgeplaudert :D


    Wir lesen gemeinsam Zeitung und Kinderbücher. Neulich haben wir mit einem Wimmelbuch gearbeitet, d.h. uns gegenseitig erzählt, was wir sehen, was jemand macht usw. - das war toll, um Akkusativ und Dativ zu üben ("Wo ist der Hund?" - "Der Hund ist neben dem Baum." - "Was macht der Hund?" - "Der Hund macht Pipi." - "Wohin macht der Hund Pipi?" - "An den Baum." usw...)


    Es hat sich herausgestellt, daß ein ganz wichtiger Bereich auch Alltagsdialoge sind. Da sie so schüchtern ist und keine Fehler machen will und ungern nachfragt, wie offenbar Deine "Schülerin" auch, traut sie sich manchmal nicht zu, wichtige Gespräche zu führen. Wir üben das. Im Rollenspiel, mehrmals, mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden (die ich in meiner Rolle ganz gut steuern kann, jenachdem wie sie spricht):

    Ich bin die Sekretärin der Frauenärztin, die sie anruft, um einen Termin zu vereinbaren.

    Ich bin die Frauenärztin, der sie ihr Anliegen schildert.

    Ich bin die Chefin, mit der sie über einen wöchentlichen freien Tag verhandelt.

    Ich bin der demente Bewohner des Altenheims, der immer ihre Wange streicheln möchte, was ihr unangenehm ist.

    Alles Situationen, die sie aus ihrem Alltag mitbringt und wo sie nicht weiß oder nicht wußte, was sie sagen sollte.


    p.s. Shevek kennt sich super mit DaF aus. :)

    Und wieder ein Erwachsenenmund aus dem Hotel, diesmal nicht witzig, überhaupt nicht *gröhl* oder so, aber wunderschön und berührend (finde ich):


    Eine ältere Dame möchte ein kleines Einzelzimmer, ich kann ihr aber nur noch die große Ferienwohnung mit Doppelbett anbieten und richte ihr dieses als Einzel. Beim Check-in setzt sie sich seufzend auf die bezogene Hälfte des Doppelbetts, schaut sich um und sagt leise: "Hier ist so viel Platz und ich bin so klein und allein. Wie eine einzelne Erbse in einer riesigen Schote."

    Das musstest du erfragen? Das hast Du nicht gesehen ;) #super #super

    Eigentlich wollte ich sagen: Mensch E. was machst du denn da für einen Quatsch, gib acht, du fällst ja gleich runter.

    Das ist so die innere Stimme meiner Mutter. Kinder liegen nicht auf Tischen herum usw.

    Meine kloeternde, rabige innere Stimme empfahl, schweigend zuzuschauen und gegebenenfalls das Kind aufzufangen, bevor es mit dem Kopf auf den Boden knallt.

    Was rauskam ("Was machst du da?"), war so eine Mischung aus beidem.

    E. liegt rücklings auf dem Küchentisch und schiebt sich über die Kante, sodaß der Kopf immer weiter runterbaumelt.

    Ich: "Was machst du da?"

    E.: "Ich stürze mich hinterkopfüber in einen Abgrund."

    Falls es wirklich ein Kriebelmückenbiss ist (und ich finde, es klingt so), dann geh bitte bei Fieber oder beim ersten Anzeichen eines roten Striches zu einer Ärztin, und zwar zeitnah, notfalls in die Notaufnahme, denn das könnte auf eine Blutvergiftung hindeuten.

    Schmerzen sind okay? Aber Fieber nicht? Richtig?

    Puh, ich weiß nicht. Wenn Du unsicher bist, ruf 116 117 an.

    https://www.kvberlin.de/fuer-p…ereitschaftsdienst-116117

    Falls es wirklich ein Kriebelmückenbiss ist (und ich finde, es klingt so), dann geh bitte bei Fieber oder beim ersten Anzeichen eines roten Striches zu einer Ärztin, und zwar zeitnah, notfalls in die Notaufnahme, denn das könnte auf eine Blutvergiftung hindeuten.

    rökja - ja, E. findet das auch traurig.

    J. findet es spannend, er spinnt sich grade in den Kokon und hat schon so eine Schmetterlingsahnung.

    J. berichtet aus dem BNT-Unterricht: "Bis zu den Ferien haben wir ein neues Thema. Das Pubertier. Es ist sehr schwer zu verstehen und braucht zum Leben vor allem Privatsphäre."

    E.: "Was ist Privatsphäre?"

    J.: "Dass ich endlich mein eigenes Zimmer kriege und dass du vorher klopfen musst, bevor du reinkommst."

    E.: #eek "Heißt das, du kriegst so ein Tier? Und ich nicht?!"

    J.: :D "Ich werde eines! Ich bin ein Gestaltwandler, in erster Gestalt Kind und in zweiter Gestalt Pubertier. Bis ich irgendwann meine Kindgestalt vergessen habe."

    E.: "Das ist ja schade."

    Ich kann dein inneres Augenrollen förmlich vor mir sehen. #lol

    Ehrlich gesagt hatte ich auch ein bißchen Schiß. Also nicht vor dem bête, sondern vor dem Gast. Der war eineinhalb Köpfe größer als ich und ich war mit dem allein im Haus.

    Heute Morgen Loriot im Hotel, wo ich arbeite. ( Fiawin  Miss Ellie )


    Ein Gast spricht mich aufgeregt auf Französisch an.

    Mein Französisch ist zu schlecht, er kann kein Deutsch, ich frage, ob er es vielleicht auf Englisch sagen kann?


    Gast: "There is a bat in my room!"

    Ich: "There is a bed in your room?"

    Gast: #ja "Oui."

    Ich: "So what´s the problem with the bed?"

    Gast: "Not bed. Bat! There is a bat! Under the bed."

    Ich: #blink "Bête? There is a bête (Monster) under your bed?"

    Gast: #ja "Oui!"


    Pause.


    Gast: "It is a small one, but I´m afraid."

    Ich: "Hm. Okay. I´ll take a look."

    Gast: "Merci beaucoup."


    Wir gehen die Treppe hoch, er schließt schnell die Zimmertür auf und springt drei Meter zurück.

    Ich gehe ins Zimmer, schaue unters Bett: "There is no bête."

    Gast bedankt sich, ich gehe runter, noch auf der Treppe höre ich ihn: "Aaaaiiiih!!!! The bat is back! It´s in the bathroom now!"

    Gast steht wieder im Treppenhaus.

    Ich gehe ins Zimmer, ins Bad, und denke, der spinnt doch.

    Ich mache es wie mit einem Kind: ich klappere etwas herum, öffne das Fenster, schließe das Fenster wieder und sage: "It´s gone. It´s outside now."

    Gast, der vorsichtig um die Ecke lugt: "Are you sure?"

    Ich: "Yeah, you can come in."

    Gast: "You´ve opened and closed the window, but where is the bat? It´s gone? Really?"

    Ich: #rolleyes "Yes!"


    Gast kommt rein, bedankt sich - und erstarrt.

    Ich folge seinem Blick und sehe am Vorhang eine winzige Fledermaus hängen.... #love

    Familie Casa im Kino, Film: 100% Wolf.

    E. hält sich nach einer Weile die Ohren zu und schließt die Augen.

    Ich frage, was los ist.

    E.: "Es ist zu schrecklich."

    Ich: "Oh. Was genau? "

    E.: "Der Eisverkäufer ist ein Bösewicht. Und ich ess doch so gerne Eis!"


    (Der ganze Film war übrigens mega gruselig und fies, obwohl FSK 0, auch J. ist etwas geschockt.)