Beiträge von casa

    lilaimsommer (ot: du bist wieder hier? seh dich erst jetzt...) - haben die beim chirurgen denn deine alte karte einlesen können?


    hanna, ich habe durchaus verständnis für die situation des personals und will meine "systemkritik" nicht auf dem rücken der angestellten austragen. deshalb habe ich ja nun zähneknirschend doch so eine karte beantragt...


    heute vormittag rief die barmer versicherung an: das mit den religiösen gründen ist akzeptiert, ich kriege eine egk ohne foto.

    hallo müsli,


    ich habe als kind immer liebend gerne stundenlang gebastelt und gemalt und bilderbücher angeschaut. für MICH wäre ein waldkindergarten horror gewesen. insofern kann ich deine überlegungen gut nachvollziehen...


    aber nicht du gehst da hin, sondern dein kind.


    wie ist dein kind draußen? wie fühlt es sich auch bei schlechtem wetter wohl?
    und wie ist sein bewegungsdrang? wie empfindlich ist es bezüglich lautstärke?


    der hell beleuchtete montessoriraum mit den tollen materialien bietet andere qualitäten, aber hat auch andere einschränkungen, z.b. darf da nicht gerannt und wild getobt und rumgebrüllt werden...
    klarer vorteil vom waldkiga ist in meinen augen auch, daß die kinder lernen, ohne spielzeug zu spielen.
    andere vorteile wurden ja schon genannt.


    probiert es aus und frag das kind.


    liebe grüße,
    casa

    Ist die egK denn überhaupt ohne Foto möglich?

    ja.


    egk ohne foto bekommen: kinder unter 15 jahren, schwere pflegefälle, menschen, die aus religiösen gründen das foto ablehnen.


    ich bin bei der barmer und habe mich bislang einfach nicht auf deren aufforderungen gemeldet.
    anfang des jahres angerufen und um versicherungsbescheinigung auf papier gebeten. kam innerhalb von einer woche.
    war diese woche bei einer ärztin und wurde gebeten, eine gültige egk bis quartalsende vorzulegen.
    und habe nun der barmer geschrieben, daß ich jetzt doch bitte eine egk möchte, aber aus religiösen gründen ohne foto.
    mal gucken, was passiert.

    :D
    jep, also mein leben als pony dauerte 6 jahre (von 8 bis 14).


    ich habe den rechteckigen wohnzimmerteppich mit buchstabenkarten wie in der reithalle versehen, um darauf die bahnfiguren für die quadrille zu üben. stundenlang, das dazugehörige musikstück von rondo veneziano in endlosschleife bzw. ich mußte immer unterbrechen, um die schallplattennadel eine rille zurückzuschieben (und habe dabei x plattennadeln geschrottet...)


    meinen kleinen bruder habe ich unter androhung schröcklichster strafen gezwungen bzw. mit schokolade bestochen, für mich und meine freundin die gebauten hindernisse zum springreiten wieder aufzubauen, wenn eine stange fiel.


    gegessen habe ich am liebsten haferflocken, möhren und äpfel.


    und wenn mich jemand daran erinnert hat, daß ich eigentlich als mensch inkarniert bin, habe ich an meinen beruflichen zukunftsplänen gefeilt: ich wollte mich als junge bzw. mann verkleiden und an der spanischen hofreitschule wien lippizaner reiten. aber lieber wäre ich selbst ein lippizaner gewesen...


    also: so ein pony muß unbedingt artgerecht gehalten werden, dazu gehört: seine natürlichen lebensäußerungen (schnauben, scharren, mähnewerfen etc.) dürfen weder unterbunden noch lächerlich gemacht werden.


    #yoga


    hihi.
    casa.

    ich habe als kind darauf bestanden, von der kindergartenschwester und den anderen kindern mit meinem zweiten namen angesprochen zu werden. so hatte ich irgendwie zwei ICHs, eins zuhause (erster name) und eins im kindergarten (zweiter name). dankenswerterweise haben die das mitgemacht.


    später in der schule habe ich das auch mehrmals durchzusetzen versucht, weil mein erster name sehr häufig war (in einer klasse vier mädchen mit diesem namen). leider hat das niemand mitgemacht, die umgewöhnung fiel wohl zu schwer.


    die tochter aus erster ehe meines mannes wollte schon als kindergartenkind NUR mit ihrem zweiten namen angesprochen werden. außer engen verwandten und freund*innen kennt niemand ihren ersten namen.

    der erstgeborene hieß bis 2 jahre kamüffel.
    seit geburt des zweiten sohnes heißt der erstgeborene manchmal muck, muckel oder mupfel.
    der zweite heißt muckelchen. und abwandlungen seines echtnamens (e.lias): e.lischa, elise oder liesl. #schäm

    off topic:

    "Liismilchsssöppeli"

    #love


    zum thema: ich hatte bei dem threadtitel etwas ganz anderes / ein deutlich älteres kind erwartet und würde mir an deiner stelle da auch keine sorgen machen.


    mit der tagesmutter würde ich allerdings nochmal sprechen, ihr vielleicht meine wertschätzung aussprechen dafür, daß sie den individuellen weg mit den breien etc. so mitgeht, obwohl es für sie anders einfacher wäre. vermutlich hat sie wirklich so einen plan im kopf, was in welchem alter dran ist. dennoch bist DU die mutter und bestimmst, wie mit deinem kind verfahren wird, und SIE muß das im rahmen ihrer möglichkeiten mittragen. laß dich nicht verunsichern! und: ein bißchen anerkennung für ihre arbeit schadet sicher nicht.


    liebe grüße,
    casa.

    das gibt es hier im kindergarten auch.
    auch bei spielverabredungen zuhause.


    grade heute nachmittag saß mein sohn (5 jahre) heulend hinterm sofa und schluchzte "du bist nicht mehr meine freundin, ich lade dich niiiie wieder ein!" und seine freundin (knapp 6) hockte auf der anderen seite des raumes unterm eßtisch und schrie: "und du bist auch nicht mehr mehrt mein freund! für immer bist du nicht mehr mein freund! ich spiele jetzt nur noch mit xy und nie mehr mit dir! so! und jetzt geh ich!"
    er (aufjaulend, unter noch heftigerem schluchzen): "mir doch egal! geh doch!"
    sie (nun auch langsam den tränen nah): "ja! das mach ich! ich gehe und komme nie wieder! und zu meinem geburtstag lade ich dich auch nicht ein!"
    er (tränenerstickt, jappsend): "mir doch egal..."
    sie: "meingeburtstag ist bald und ich lade dich nicht ein!"
    er (häuflein elend): "mama...? mama, komm mal, bitte...."
    sie: "wenn du petzt, wenn du jetzt pehetzt...!"
    er: "was? was dann?"
    sie: "dann... dann... dann bist du für immer ein kackfrosch und das sag ich allen! auch den erziehern!"
    er: "boah! wenn du das tust! hey, wnen du DAS tust..." stürzt sich untern tisch
    sie: "vorsicht. VORSICHT, mensch, paß auf. das ist eine spinne."
    er: "wo?"
    sie: "da. guck. eine ganz kleine. eine babyspinne ist das. komm, wir retten sie."
    er: "ja..."


    #herzen


    bei erpressten geschenken würde ich aber vermitteln.

    mein erstes kind kam mit kaiserschnitt zur welt, mein zweites kind auf natürlichem weg.


    die beiden sind vom wesen her sehr unterschiedlich.


    vor allem aber ist meine beziehung zu den beiden sehr unterschiedlich, und DAS führe ich sehr auf die geburten zurück:


    mein erstgeborener lag im bauch in beckenendlage. die letzten wochen der schwangerschaft habe ich ihn sehr unter druck gesetzt, sich zu drehen. er drehte sich nicht. ich fühlte mich immer hilfloser und ängstlicher und - ich gebs zu - sogar wütend auf dieses baby, das einfach po voran liegenblieb und so meine geburtspläne durchkreuzte...
    den kaiserschnitt selbst empfand ich als retraumatisierend.
    die stunde unmittelbar danach, als mein kind und ich getrennt waren, war schrecklich!
    als wir dann zueinanderkamen, war das ein gefühl wie wenn zwei magnete aufeinandertreffen. zack, wusch, klammer, niemehrloslassen....
    das ist eigentlich bis heute so.
    wenn j. sein ding macht, löst das in mir oft angst, hilflosigkeit, wut aus. ich kann ihn schwer loslassen. er mich ebenfalls.
    er prüft bis heute dauernd mein vertrauen. ich seins ebenfalls. viele dramen, viele tränen, achterbahnfahrt auf beiden seiten. unsere liebe ist nicht selbstverständlich, wir müssen beide daran arbeiten, bis heute.


    beim zweitgeborenen ganz anders: ich weiß, ich kann mich zu jeder zeit absolut auf e. verlassen. er sich ebenfalls auf mich. wir sind so tief verbunden, daß wir einander auch gut loslassen können (er ist erst 10 monate, aber vollkommen relaxt, wenn ich mal weg bin). unsere liebe ist selbstverständlich, unspektakulär, einfach da und gut. keine dramen, kein existenzielles weinen, weder bei ihm noch bei mir.


    ich glaube, das zwischen e. und mir ist das, was man so mit "urvertrauen" meint.
    das ist bei j. und mir zwar nicht ganz zerstört, aber es war nicht einfach so von anfang an da, sondern mußte entwickelt werden und fühlt sich... ja, irgendwie zerbrechlich, verletzlich an.

    janos, gute frage. (die hat mir übrigens der arzt auch gestellt.) wenn es nur nach mir gegangen wäre, ich hätte eine alleingeburt gemacht. wir haben das am vorabend auch ernsthaft in erwägung gezogen, dann aber doch verworfen, weil
    1. mein mann damit nicht so sicher war (er war für unser großes kind zuständig, weil sonst keine betreuungsmöglichkeit, und ich wäre dann wirklich ganz alleine, also auch ohne meinen mann gewesen)
    2. meine psychotherapeutin hat davon abgeraten, weil wegen der PTBS dissoziationsgefahr bestand


    der arzt hätte gar nicht eingreifen dürfen, da wär ich wohl komplett durchgedreht / wirklich dissoziiert.


    die hebamme hätte eingreifen dürfen, wenn ich sie darum gebeten hätte.


    (z.b. habe ich sie einmal gebeten, das fenster zu öffnen, weil ich frische luft wollte. das verneinte sie, die fenster dürfe sie nicht öffnen, die seien außerdem abgeschlossen, blah. aber für so etwas hätte ich mir halt eine helfende person in meiner nähe gewünscht.)


    auch war ich vorher nicht sicher, ob ich das alles hinkriege mit dem dammschutz etc., und ob ich das kind selber auffangen kann. letztlich ging das alles prima, aber das wußte ich ja vorher nicht (war meine erste vaginale geburt).


    und ich hatte der hebamme. bevor ich sie in die ecke geschickt habe, noch kurz gesagt, wie sie mich, sollte ich tatsächlich dissoziieren, wieder zurückholen kann. sie wußte nicht, was dissoziation ist, und - wie sich im nachhinein herausstellte - hielt posttraumatische belastungsstörung für irgendwas mit postnataler deppression... aber egal, sie hat auf die schnelle verstanden, was sie tun sollte, wenn dies und das eintritt.


    liebe grüße,
    casa.

    atavismus, ja leider!
    nach PsychKG ist es heutzutage nicht mehr so einfach, jemanden mit akuter psychose zwangseinweisen und / oder zwangsmedikamentieren zu lassen. mit gebärenden frauen wird aber oft eine ganze menge gegen deren willen (heißt: ohne einwilligung) gemacht...


    janos, ich könnte z.b. auch so eine patientin sein, die eine von dir getroffene entscheidung x-mal anzweifelt. ich behalte mir das vor.


    annie, danke. war ein langer weg bis hierhin, und ich hatte zum glück immer wieder frauen an meiner seite, die mich gestärkt haben. viele haben das nicht. und ich hatte im KH auch glück, daß mein wille letztlich doch respektiert wurde. auch das ist nicht vielen vergönnt.


    liebe grüße,
    casa.


    edit: irene, die hebamme ist abgesprungen, weil es ihr zu heikel war, die geburt bei dem befund noch außerklinisch zu begleiten. das war doch alles dokumentiert - si ehätte im falle des falles lebenslang im knast gesessen, wenn sie mich zuhause begleitet hätte. sie kam dann "außer dienst" ins KH, leider 10 minuten zu spät.

    die hat wirklich viele Risikogeburten außerklinisch betreut aber auch eine deutlich höhere Quote an Vorfällen/Problemen und Schädigungen des Kindes gehabt (was mit zu dem Prozess führte - nicht NUR der eine Fall, da gab es eine Vorgeschichte).

    katilein, meines wissens hat sie über 2000 geburten begleitet, davon eine mit schädigung des kindes und dann jetzt eben diese totgeburt. vor diesem hintergrund ist mir schleierhaft, was du mit "vorgeschichte" meinst.


    außerdem möchte ich auf die stellungnahme von greenbirth (zum urteil über anna r.-l.) verweisen: http://www.greenbirth.de/GreenBirth_zur_Verurteilung-1.pdf


    meiner ansicht nach ist der erstgenannte punkt in dieser stellungnahme extrem wichtig: elternrecht geht vor berufsrecht!


    das heißt für die frage, ob ein kaiserschnitt abgelehnt werden kann: das müßte auch gegen ärztliche empfehlung möglich sein!


    meine persönliche erfahrung bei der geburt unseres zweiten kindes: übertragung ET+12, HG-hebamme wollte zur sicherheit schallen lassen, es war der 1. ultraschall in dieser schwangerschaft, er zeigte laut FA angeblich hochgradig verkalkte plazenta und unterentwicklung des kindes (brust sei im verhältnis zu oberschenkelknochen zu schmal), noch in der FA-praxis hieß es: sofortige einweisung ins KH, empfehlung: noch heute KS (wegen zustand nach sectio und PTBS lieber keine einleitung). die HG-hebamme stimmte zu. ich nicht.


    ich bin auf eigene verantwortung wieder nachhause.


    habe am tag darauf im KH nochmal schallen lassen. die meinung dort: plazenta verkalkt, aber okay. versorgung gewährleistet. kind zart, aber okay. empfehlung: einleitung.


    ich wieder auf eigene verantwortung nachhause.


    zwei tage später: wehen. ich (ohne hebamme, die war inzwischen abgesprungen) zuhause geblieben, bis ich den muttermund auf ca. 8 cm offen getastet habe. ich wußte, das das kind sich schon tief ins becken eingestellt hatte, das gab mir sicherheit. dann mit 9 cm offenem muttermund im KH angekommen.


    hebamme wollte fruchtblase öffnen. ich abgelehnt. sie holte den arzt herbei, der wollte (wegen zustand nach sectio und PTBS) mich gleich für OP fertig machen. ich abgelehnt. arzt wollte dann wenigstens einen zugang legen. ich abgelehnt. arzt und hebamme auf mich eingeredet, u.a. blutabnahme wegen hepatitis-test (den ich in der vorsorge nicht gemacht hatte), ich alles abgelehnt, kein CTG, nix. ich habe bei beginnenden presswehen insgesamt 17 unterschriften geleistet (!), arzt rausgeworfen, andere hebamme kam, die hab ich in die ecke geschickt und dann in aller ruhe mein kind geboren. es war gesund, normal entwickelt, die plazenta völlig normal, alles super.


    so kanns auch gehen.


    meine erfahrung war, daß wenn ICH klar bin und mir keine angst machen lasse, die ärzte sich nur noch absichern und gut ist.


    soviel zum thema elternrecht.


    übrigens haben mein mann und ich in den zwei tagen vor der geburt ganz besonders damit gelebt, daß wir uns auch irren können. was, wenn die ärzte recht haben? aber uns war auch klar, daß ein kaiserschnitt auch keine sicherheit bietet. für mich mit PTBS und der erfahrung des ersten kaiserschnitts eh nicht, das war fast eine sekundärte traumatisierung. auch fürs kind birgt ein kaiserschnitt risiken. für UNS schien es sicherer, es so zu machen, wie wir es dann auch gemacht haben.


    und jetzt könnt ihr lostuppern #angst
    liebe grüße,
    casa.