Beiträge von casa

    oh, zur übernachtung würde ich das hier empfehlen:


    blackforest-hostel


    die homepage ist nicht so toll, aber das hostel selbst wundervoll! #sonne
    hell, geräumig, riesen selbstversorgerküche, tolle spielecke für kinder, wirklich klasse!
    das haus liegt direkt am schloßberg, ihr seid in 2 minuten zu fuß an der dreisam und in 3 minuten in der altstadt.


    liebe grüße,
    casa (wir fahren im juli nach FR und ich freu mich schon jetzt darauf!).

    nochmal danke. ihr seid gold wert!

    Finde immer wichtig, auch mal zu sagen, dass es auch sehr präsente Kinder gibt, die sich nicht so eingrenzen lassen, wie man es gern hätte.

    das finde ich sehr schön! ob mit adhs diagnose oder ohne ist ja - in diesem punkt - eigentlich egal, denke ich.


    die Leute, die(noch) zu uns kommen

    dieses "noch", das ist genau meine befürchtung: daß leute deshalb wegbleiben. bzw. daß eben diese eine freundin, von der ich schrieb, sich so überfordert und gestreßt fühlt, daß sie lieber wegbleibt. das wäre mir arg. ich mag sie so sehr.


    besuch sagt was, kind guckt irritiert, ich versuche, zu vermitteln.

    mhm. da muß ich noch mal drüber nachdenken. mir wars eigentlich immer lieber, die klären das unter sich,
    wie auch unter gleichaltrigen so auch im kontakt kind-erwachsener.


    aber diesen tröst- und erklär-impuls habe ich andererseits auch! (das wird erst jetzt so richtig bewußt, wenn ich deine zeilen lese.) und ich nehme an, daß meine freundin es gerade damit dann auch so schwer hat. also wenn ich dann auch noch das kind "in schutz nehme", sein verhalten erkläre usw... fühlt sie sich gleich noch weniger gesehen und hat vielleicht den eindruck, ihre grenze sei nicht schützenswert...

    ihr lieben,


    habt vielen dank!!! es ist toll, wie hier unterschiedliche sichtweisen auf den punkt gebracht werden. das hilft mir sehr, klarer zu sehen. wirklich, danke.


    Wenn man lange keine Kinder mehr hatte oder nie welche hatte, vergisst man schnell wie anstrengend das ist. Früher hat man die Kinder auch einfach ins Zimmer geschickt, das macht man heute nicht mehr - zum Glück.

    die freundin ist schon älter (60) und hat ihre töchter damals zwar nicht so autoritär mit ins-zimmer-schicken erzogen, aber eben schon anders als ich das heute mit meinen kindern mache. sie begegnet meiner heransgehensweise mit interesse und respekt. daß sie jetzt in diesem einen punkt kritik äußert bzw. ihre grenze deutlich macht, finde ich mutig und ehrlich und ich will dem durchaus raum geben in unserer freundschaft.


    ein bißchen spielt bei mir noch mit hinein, daß ich mich da jetzt auf dem prüfstand fühle. so als würde sie den kopf schütteln, daß ich mein kind so wenig im griff habe. ihn zu sehr verwöhne etc... er immer im mittelpunkt stehen muß usw...


    die geschilderte situation war ja nicht die erste und einzige. wir wohnen 200 km auseinander und sehen uns nicht sooo oft. besuche bei ihr waren halt etwas chaotisch, wie das mit kindern in fremden (nicht kindersicheren) wohnungen über nacht eben so ist... j. hat da schon einige male über die stränge geschlagen und ich spreche selten ein machtwort, sondern versuche das eher anders zu lösen (stichwort kloetern, erst stimmung des kindes verbessern, "wer leidet mehr?" usw.)


    ich dachte halt immer, das kind leidet mehr und muß in schutz genommen werden. ihren leidensdruck habe ich bisher nicht gesehen. und sie hat nie was gesagt. daß sie sich jetzt traut, will ich wertschätzen und ich muß mich jetzt dazu irgendwie verhalten.


    Überraschungsgäste bewirten, sich angeregt mit ihnen unterhalten und gleichzeitig ein Baby und ein 4 jähriges Kind beschäftigen? #kreischen Crazy, auf solchen Besuch kann man verzichten, nicht? 8o
    Also ja, zukünftig lieber abends verabreden oder wenn dein Partner da ist.

    ja, es war irre anstrengend für mich, aber zugleich habe ich mich sooo sehr gefreut, daß sie so spontan auf der durchfahrt bei uns reingeschaut haben. grade weil wir uns selten sehen. ich hätte nicht darauf verzichten wollen.


    und... #schäm mein mann war auch da. der hat kaffee gekocht und tisch gedeckt und irgendwoher milch organisiert. er hält sich da aber auch immer sehr zurück und mischt sich fast nie ein.


    In der Situation die Du beschreibst gibt es ja nur eine Lösung: irgendwer muss das Kind beschäftigen. Manchmal hatte ich in dem Alter so "Supertolle" Sachen, Knetsachen oder Kleinigkeiten direkt für die Gelegenheit die er noch nicht sooo kannte und oft hatte, und mit denen er sich beschäftigen kann.

    das finde ich eine super idee! ich werde in den nächsten tagen gleich mal so ein kistchen mit schönen kleinigkeiten einrichten...

    daß er neben dem baby aufdreht, finde ich verständlich, und mit der belagerten freundin gerade dorthin gehen find ich jetzt nicht so gelungen, aber naja.

    ja, das hab ich dann auch gemerkt... #schäm
    oh mann, ich fühl mich sooo unbeholfen zur zeit mit allem, mit zwei kindern, das muß scih alles erst noch einpendeln. gar nicht so einfach, allen gerecht zu werden, auch noch auf mich selbst zu achten - und dann noch die freundin.
    #yoga

    jetzt wendet sie sich beim reinkommer zuallererst den kindern zu, betüddelt sie ausgiebig, und danach können wir uns viel besser unterhalten und das auch einfordern.

    das hat meine freundin ja auch versucht, mit j. in seinem zimmer gespielt. aber es reichte ihm halt nicht.
    es reicht ihm eigentlich zur zeit nie, er will dann immer mehr.
    wenn es dabei um mich geht, gebe ich klares STOP, nehme mir dann aber auch die zeit und habe das mitgefühl, dann mit seinen tränen, seiner wut oder wasauchimmer umzugehen. das schien mir in der situation nicht gut praktikabel.


    was machen deine kinder, wenn deine schwester nach dem betüddeln dann einfordert, mit dir in ruhe zu reden? ziehen die kinder sich still zurück und spielen was für sich? oder hören euch zu? wie alt sind sie? und wie lange geht das gut?

    danke für eure rückmeldungen!
    ich lese die klare tendenz zum einschreiten.
    mein gefühl ging auch in diese richtung, jedenfalls bei speziell dieser freundin vor ihrem hintergrund etc..


    aber, ganz ehrlich, ich weiß nicht wie.


    ich beschreibe mal kurz das letzte treffen, nach dem sie mich darauf ansprach. das war so:


    freitagnachmittag, j. ziemlich fertig von der woche. das baby schlief, j. hatte endlich mama-zeit und wünschte sich vorlesen, ich zauberte ihm ein getränk und brötchen und setzte mich grade mit ihm aufs sofa - da klingelte es. besagte freundin, ihr mann und eine mit dem paar befreundete frau, die ich nicht kannte, kamen "für eine stunde" zum überraschungsbesuch, hatten kuchen dabei und eine kiste voller bilderbücher.
    große freude, hallo, kaffeekochen, tisch decken, kaffeekränzchen, blabla, durcheinander.


    j. schnappte sich meine freundin und schleppte sie in sein zimmer ab, die beiden spielten ausgelassen. dann wurde es ihr zu viel und sie kam zurück ins wohnzimmer, j. hinter ihr her. wir aßen kuchen, redeten. j. mit am tisch, aufgeregt, aber eine weile still. nach einer halben stunde (was ich viel finde für ein aufgeregtes 4jähriges kind, das eigentlich mama-zeit hatte....) kletterte er auf den schoß meiner freundin, spielte mit ihrem schal. sie wehrte mehrmals lachend ab. er hängte sich an ihren mann, redete laut, wollte eines der bilderbücher von ihm vorgelesen bekommen. wollte mit ihm spielen. die erwachsenen wollten aber reden, reden, reden...


    spaziergang vorschlagen kam mir angesichts der kurz bemessenen zeit nicht so klug vor, außerdem regnete es.
    kind ermahnen hätte nicht viel gebracht, eher den druck erhöht. dann dreht er erst recht auf. außerdem hatte ich wirklich verständnis für seine situation. und wer nachmittags überraschend zu mir kommt, weiß eben, daß j. dann auch zuhause ist und was braucht....


    aber, wie gesagt, bei dieser freundin möchte ich wirklich auf sie achten und für sie einstehen. deshalb habe ich SIE aus der situation rausgenommen und bin mit ihr in ein anderes zimmer, zum baby. j. blieb bei den beiden anderen im wohnzimmer und tobte mit denen rum. ihr mann wollte aber auch mal baby gucken und so waren wir dann doch bald alle wieder zusammen und j. wurde, um neben dem baby auch noch gesehen zu werden, immer wilder. ich bekam ihn erst ruhig, als ich ihm vorlas. und dann war die stunde rum und sie mußten gehen.


    was hätte ich tun sollen?


    einfach SAGEN ist in solcher situation nämlich wirkungslos.
    schreien und strafen gibt es bei uns nicht. (okay, schreien manchmal schon, aber nur im notfall.)
    bleibt nur: räumliche trennung. das hat aber irgendwie was von flucht.
    oder ganz anderes setting...?
    oder soll ich nächstes mal in ihrem beisein ruhig und ernst mit ihm darüber zu sprechen versuchen?
    oder sie bitten, mich alleine, ohne kind zu treffen?


    ich verstehe eure haltung, daß kinder lernen müssen, achtsam mit anderen menschen umzugehen.
    ich sehe das auch so.
    bloß habe ich bei j. den eindruck, ich verlange da eh manchmal zu viel von ihm. und in der geschilderten situation war das echt schwer für ihn, sich zurückzunehmen.


    hm.

    umständlicher titel, tut mir leid. es geht um folgendes:


    mischt ihr euch ein, wenn euer kind anderen (befreundeten) erwachsenen auf die nerven geht?
    wenn ja, wie?


    ich frage das, weil ich es bisher so halte, daß ich mich nicht einmische.


    aber eine ganz, ganz liebe freundin von mir hat jetzt geäußert, daß sie das für sich problematisch findet. sie kann sich gegen j. (4 jahre) und seine manchmal stürmisch-zärtliche, fordernde art nicht gut abgrenzen und wünscht sich, daß ich, wenn sie damit überfordert ist, eingreife. stattdessen werbe ich immer um verständnis für j.s ungestüme art und sehe nicht sie in ihrer verletzlichkeit und überforderung.


    sie ist selbst mutter, ihre kinder sind aber schon erwachsen. und sie war grundschullehrerin, seit ein paar jahren frühpensioniert wegen burn out. eine wirklich liebe, herzliche, sehr empfindsame frau.


    was tun?


    würde mich über gedanken, erfahrungen etc. dazu freuen.


    liebe grüße,
    casa.

    na dann oute ich mich doch mal, bzw. meinen mann:
    er ist 67.
    unser zweites gemeinsames kind wurde im januar 2014 geboren.
    kann das wer toppen? bestimmt ist er der forums-opa, hihi.

    ups, habe das hier erst jetzt entdeckt.


    zum geburtshaus kann ich nicht viel sagen, aber hier eine stimme für die "uralte, rabig-alternative hebamme, die so viel redet". (gute beschreibung, ich wußte sofort, wen du meinst.) die ist ein goldschatz. sie macht weihnachtsvertretung für meine hebamme und ist echt eine wucht. guck mal bei greenbirth, ob dir das zusagt. wenn ja, dann krall sie dir. und wegen der anfahrt würde ich mir keine sorge machen, du kannst ja eine hebamme vor ort bitten, frühzeitig bei den ersten wehen zu prüfen, ob sie muttermundwirksam sind, und dann gleich e.-m. anrufen.


    liebe grüße,
    casa.

    katinki, 650 meter? lohnt sich das denn? :D (alles andere demnächst per mail oder pn, ja?)


    heute morgen war hier der himmel bei sonnenaufgang türkisblau. echt, eine farbe wie das meer in den urlaubskatalogen. und am küchenfenster von oben bis unten eisblumen. wunderschön.


    flocke, dieses von-draußen-reinkommen mag ich auch so gerne! und dann tee bzw. kakao mit keksen und eine wärmflasche an den füßen...


    liebe grüße,
    casa.

    [off topic: katinki! das klingt ja zauberhaft! wüßte zu gern, wo das ist - leichter schnee? heute und hier? aber allzu weit weg kannst du ja nicht gezogen sein, oder? hm...]


    mein waldkindergarten-kind behauptet ja, doofes wetter gibt es gar nicht, nur doofe langweilige erwachsene, die es nicht so toll finden, sich im matsch zu wälzen.


    ich mag bei diesem wetter (man nennt es hier in der gegend "össelig" oder "usselig", habe ich gelernt) gerne drinnen auf dem sofa rumlümmeln, tee trinken und kerzenlicht.


    gruß,
    casa.

    wow 8o


    ihr seid genial! ich danke euch von herzen!


    werde morgen in ruhe mit meinem mann die namen nochmal durchsehen, so spontan gefallen mir einige eurer vorschläge sehr, sehr gut.


    *freu*


    casa

    liebe raben,


    ihr seid immer so toll bei der hilfe zur namenswahl, jetzt möchte ich das auch mal in anspruch nehmen. also wenn ihr lust habt, bitte assoziationen, ideen, kritik... zu folgendem:


    das bauchbaby heißt, wenn es ein mädchen ist, lun.a katharin.a - das steht fest, gefällt uns gut.


    der große bruder heißt jonatha.n merli.n


    wenn das baby nun ein junge ist, soll einer der beiden namen, sehr gerne der erste, elia.s (oder eli.a) sein.
    und was dazu???


    besonders schön finden wir, wenn es zu dem namen eine figur aus einer geschichte gibt, wie z.b. die möwe jonatha.n, der zauberer merli.n, lun.a lovegood aus harry-potter, der prophet eli.a aus der bibel, oder wenn der name eine besonders schöne bedeutung hat.


    und noch eine zweite frage: wirkt eli.a (also ohne s am ende) in euren ohren und augen mädchenhaft?


    liebe grüße und dank,
    casa.

    hallo ihr alle,


    ich möchte mich nochmal bei euch bedanken für eure unterstützung, eigene erfahrungen und fragen, die mich nochmal neu zum nachdenken und hinspüren gebracht haben. es war wichtig, wirklich auf mich selbst und auf mein kind zu hören. das hat echt gut getan.


    es war dann schließlich so, daß ich j. gesagt habe, daß es bald mal zu ende ist mit der milch. zwei monate lang hat er immer seltener und immer kürzer getrunken, es war ein gaaaanz langsames, behutsames abstillen. seit letzter woche sind wir nun "trocken", d.h. am donnerstag hat er das letzte mal gestillt und seither nicht mehr. zum einschlafen soll ich ihm jetzt immer janosch vorlesen, auch gut. und er will "busenkuscheln", wenn er aus dem kindergarten nachhause kommt, auch okay.


    gelernt habe ich, daß manche prozesse einfach richtig lange zeit brauchen, jedenfalls bei uns, offensichtlich ist das so. (auch die kiga-eingewöhnung hat 5 wochen gebraucht bzw. dauert immer noch an, open end....)


    mal sehen, wie es wird, wnen das baby da ist, ob j. dann wieder mitstillen will und ob ich das schaffe und mag. das werden wir dann sehen.


    jedenfalls danke euch allen!


    liebe grüße,
    claudia.

    hier ähnliche situation: kind (3 jahre) seit 2 wochen täglich vormittags im waldkindergarten in begleitung des papas, bleibt dauernd in seiner nähe und spielt nur dann mit anderen, wenn er mitspielt. so what? das kind hat spaß, fügt sich langsam in seinem tempo in die gruppe ein, das ist doch prima. und wenn dazu noch die begleitung des papas / der mama wichtig ist, sollte es die auch bekommen, finde ich.


    liebe nordenmama,


    ich rate zur geduld und innerer unabhängigkeit von der vorgehensweise der anderen. du kennst dein kind wie niemand sonst. schau und hör auf dein kind und laß die anderen reden.


    und ich finde es auch gar nicht so verkehrt, mitzuspielen. das kind lernt doch am beispiel der bezugsperson. an deiner stelle würde ich dein kind nicht auffordern, XY eine blume zu geben, sondern XY selbst eine blume überreichen, mit deinem kind im schlepptau. und fröhlich auch mit den kindern pferdchen spielen, warum nicht? dein kind wird alles genau beobachten, sich an deiner seite sicher und wohl fühlen - und nur dann kann es sich doch auf all das neue dort wirklich einlassen. wenn es erlebt, daß du auch freude hast in der gruppe, daß es dir auch gut geht, daß du mittendrin bist, dann wird es sich das ebenfalls zutrauen und mitmachen. ganz von selbst. ich finde das viel natürlicher, so etwas gemeinsam anzugehen, als wenn die großen nur am rand stehen und auffordern, "jetzt spiel du mal mit denen und hab spaß, und ich geh dann mal..." das ist doch irgendwie schräg.


    und außerdem denke ich, daß wir unseren kindern in so vielen dingen ihr eigenes entwicklungstempo zugestehen, sei es beim laufenlernen, sprechenlernen, trocken werden, abstillen, im eigenen bett schlafen etc.... - warum nicht auch bei dem schritt, sich mal von uns zu lösen? irgendwan kommt bei jedem kind der punkt, wo es auch mal etwas ohne mama machen kann und möchte. wir können und dürfen das anbieten, als möglichkeit, als gelegenheit. und ob das kind soweit ist oder nicht, zeigt sich dann. wenn nicht, dann braucht es halt noch zeit.


    liebe grüße,
    casa

    puh, vielen , vielen dank!


    das ist echt heftig grade. ich merke nach dem lesen eurer antworten, wie viel das mit mir selbst zu tun hat. als meine mutter mit meinem bruder schwanger war und erst recht nach seiner geburt ist meine welt komplett zusammengebrochen (aus verschiedenen gründen), und obwohl ich das rational alles klar habe, spielt das jetzt irgendwie da mit rein. es fällt mir vor diesem hintergrund sehr, sehr schwer, so eine haltung aufzubauen, wie katinki sie beschreibt - doch genau das ist mein wunsch, da möchte ich hin, das wäre toll für uns als familie.


    lieb egrüße,
    casa.

    dankeschön, ihr lieben! das sind wunderbare, bedenkenswerte antworten!


    mir gefällt, wie ihr alle dafür plädiert, daß ich meinem gefühl trauen darf. eigentlich weiß ich das ja, ich vergeß es bloß immer wieder #hammer - umso besser, dann wieder daran erinnert zu werden. jetzt muß ich bloß noch herausfinden, was denn wirklich mein bauchgefühl sagt... bin irgendwie noch ziemlich hin- und hergerissen.


    buntgrün, dir besonderen dank für deine persönlichen erfahrungen. es tut mir so gut, das zu lesen, und ermutigt mich, wirklich meinen weg zu gehen (wie auch immer der aussehen wird).


    katinki, danke für deine mitfreude! (ich weiß es ja schon seit wochen, daß ich schwanger bin, darum wollte ich doch neulich unbedingt ein rabentreffen, ich hab mich so unendlich verloren gefühlt mit der beginnenden schwangerschaft... jetzt ist es aber schon viel besser, obwohl ich immer noch sooo verletzlich bin, dünnhäutig, leicht zu verunsichern, wie auch hier bei diesem thema wieder zu sehen....) - jedenfalls, dein hinweis auf den kindergartenstart gibt mir noch mal zu denken.


    schuldgefühle sind ein wichtiges stichwort. die hab ich tatsächlich. völlig blödsinnig, aber umso heftiger.


    das alles muß ich erst nochmal ne nacht drüber schlafen (bzw. wachen... ich lieg zur zeit nachts ewig mit herzklopfen im bett und kann es manchmal echt noch gar nicht glauben...).


    liebe grüße,
    casa.


    p.s. freda, das von dir genannte buch kenne ich nicht, scheint mir auf englisch auch zu schwierig, ich kann mich kaum auf deutsche lektüre konzentrieren, so durch den wind wie ich bin. trotzdem danke für den tip, ich notiere es mir für später mal.die worte meiner hebamme empfinde ich aber nicht als einmischung, ich hatte sie ja explizit nach ihrer einschätzung gefragt, weil ich so unsicher damit bin.

    hallo liebes rabenvolk,


    der titel ist wischiwaschi, ich weiß, aber mir fällt nichts prägnantes ein. mir geht es um folgendes:


    mein sohn (3,5 jahre) stillt morgens, mittags und abends mit absoluter hingabe und begeisterung.
    ich bin wieder schwanger (14. ssw) und seelisch wie auch körperlich am limit.
    milch fließt nicht mehr so üppig wie bisher. j. stört das nicht, er nuckelt gerne und ausgiebig trocken.
    mir tut das stillen insofern gut, als es ruhige, innige momente sind, in denen ich etwas kraft schöpfen kann. doch zugleich zehrt es an mir, dieses geben, geben, geben...


    jetzt habe ich eine unerschrockene, wunderbare hebamme gefunden, die mich durch schwangerschaft und bei der (außerklinischen) geburt begleiten wird. trotz einer stunde fahrtzeit entfernung - die ist es und keine andere! sie ist schon ziemlich besonders, wenig medizinisch ausgerichtet, eher psychologisch und spirituell. mir gefällt das, es paßt. nun hat sie mir geraten, abzustillen:


    nur so könne ich mich jetzt dem neuen kind wirklich zuwenden. das ungeborene brauche meine ungeteilte aufmerksamkeit. den älteren sohn dürfe ich jetzt ganz an den vater geben und loslassen. das sei natürlich. selbst wenn es konflikthaft verlaufen sollte, sei das nur förderlich für das kind, ein wichtiger ablöseprozeß. es sei wichtig, da jetzt klarheit zu schaffen. weiterstillen und später tandemstillen bringe verwirrung in die familienordnung, es müsse für jedes kind einen klar umrissenen platz in der familie geben und der platz an der brust sei dem jüngsten kind vorbehalten.


    sie verweist da zum einen auf evolutionsbiologie (renz-polster "menschenkinder", hab ich nicht gelesen), zum anderen auf systemische psychologie (kenn ich mich ein bißchen mit aus, kann nachvollziehen, was sie meint).


    etwas in mir stimmt zu. abstillen wäre fast eine erleichterung für mich. aber etwas in mir wehrt sich dagegen. ich traue mich irgendwie nicht, das abstillen aktiv herbeizuführen und zu verantworten, es sollte lieber ganz von alleine geschehen, und ich hätte so gerne die fülle für beide kinder...


    meine frage an euch: kennt ihr den oben beschriebenen ansatz der hebamme? stimmt es, daß tandemstillen bei naturvölkern nicht vorkommt? (soll ich jetzt renz-polster lesen? das soll ein dicker schinken sein, lohnt sich das?) was haltet ihr davon? irgendwelche tips, gedankenanstöße für mich?


    liebe grüße,
    casa.