Danke! Nele Ich habe auch versucht zu mobilisieren so viel es geht. Und das Wetter ist gut. Hoffentlich kommen viele trotz der Kürze der Zeit.
Beiträge von Erbsprinzessin
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Spontandemo am 19.10. 17:30 Uhr vorm Brandenburger Tor
Brandmauer hoch! Wir sind das Stadtbild!
Merz, du willst Stadtbild? Wir geben dir Stadtbild!
Sagt es allen weiter & bringt eure Oma, euren Freund, Nachbarin und Familie mit.
Wir zeigen wie bunt unsere Stadt leuchtet.
Nicht nur in Berlin gibt es heute eine Spontan-Demo, auch in München, um 14:00 Uhr am Marienplatz:
Demo gegen Rechts in München, Bayern » Wir sind nicht das Problem – wir sind das Stadtbild!Wir sind nicht das Problem – wir sind das Stadtbild! | amwww.demokrateam.orgUnd in Frankfurt (Main) um 17:00 Uhr am auf dem Liebfrauenberg.
Es gibt bestimmt noch mehr Demos, guckt unbedingt, ob in eurer Nähe was angeboten wird.
Lasst uns ein deutliches Zeichen gegen die Menschenfeindlichkeit der Union setzen.

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Oh nein. Ich bin gerade sehr traurig. Ein Leuchtfeuer ist erloschen. Sie hat sich, bis zum Ende, für die Umwelt eingesetzt. So eine großartige und wundervolle Frau. Sie war auch meine Heldin und ich habe sie mein Leben lang bewundert. Die Welt ist wirklich ärmer ohne sie.
Was für wunderbare Worte du gefunden hast.
Es ist nicht nur traurig, weil sie gestorben ist (und sie hat ja ein beeindruckendes Alter erreicht), aber ihr Fehlen wird der Welt nicht guttun. Sie war so viel mehr als nur eine Verhaltensforscherin.
Als mein Mann gestern beim Abendessen von der Nachricht ihres Todes berichtete, waren wir alle betroffen. Ihr Werk hat uns alle berührt. -
Ok, wir haben jetzt Accounts bei Coaster Count.

Ist noch einiges aufzuholen - aber gestern haben wir im Hansa-Park paar Counts gesammelt. Leider fuhr "Schwur des Kärnan" nicht. (wobei - als ich unter diesem riesigen Vieh stand, dachte ich, Ogottogott, ist das RIESIG! Was ein Schienenmonster. Ich weiß nicht, ob ich mich wirklich getraut hätte. Die Sitze sollen ja nicht so bequem sein und besonders der erste Teil im Turm - weiß ich nicht.)
Aber weil's so schön leer war, konnten wir mit allem sonst wieder und wieder fahren. Und - oh mein Gott - ist "Fluch(t) von Novgorod" geil! Haben schon wieder Achterbahn-Heimweh. Aber, was war das für ein toller Tag! Wir haben jetzt echt ein Familienhobby. Ist auch praktisch, weil damit Geschenkefragen fürs Erste geklärt sind. Gibt es halt jetzt Park-Gutscheine und nicht das ewige Überlegen, was für Krempel (der am Ende rumfliegt und die Wohnung verstopft) geschenkt werden könnte...
Ein glücklicher Zufall wollte es, dass ein Kind frei wegen Studientag hatte und das andere durch Ausfall praktisch keinen Unterricht, so dass wir unsere eh geplanten Besuch von Samstag spontan auf Freitag vorverlegen konnten. Wir Großen hatten uns den Tag eh freigenommen.
Unter der Woche in der absoluten Nebensaison ist echt die beste Besuchszeit. Am Anfang war es fast dystopisch leer, es wurde den ganzen Tag über nicht wirklich voll. Auf dem Freifall-Turm konnten die Kinder einfach sitzen bleiben, bei Nessie und Schlange von Midgard konnten wir auch mehrfach hintereinander sitzen bleiben und bei Novgorod mussten wir gegen Nachmittag längstens paar Minuten anstehen, vormittags konnten wir komplett durchlaufen (aber sitzen bleiben ging hier nicht).
Was wir jetzt auf jeden Fall wissen, wenn Böen um die 50km/h angesagt sind, fährt Kärnan nicht. In der ersten Tageshälfte stand auch der Freefall-Tower still. Am Ende war es zwar weniger windig als vorausgesagt, aber trotzdem haben die vom Hansa-Park wegen der Wetterwarnung vom DWD nichts riskiert und Kärnan blieb im Häuschen.
Wir haben damit einen Grund baldmöglichst in der nächsten Saison wiederzukommen. Die Tochter und der Mann waren schon arg enttäuscht.
Es hat uns aber trotzdem wirklich sehr sehr gut gefallen. Auch abseits der Achterbahnen gab es mit Kletterparcour und allem möglichen Kram immer viel zu tun. Der Sohn erstarrte ehrfürchtig in einer kleinen Arcade-Halle (er wollte schon lange mal in sowas, aber wir Großen haben da keine Lust drauf). Was hüpfte er glücklich rum, weil er mal IN ECHT einen Flipper ausprobieren konnte.
Und die Große ist einfach ein Achterbahn-Thrill-Seeker. Selten habe ich sie so glücklich gesehen, wie auf dem Foto unserer ersten Novgorod-Abfahrt.
Sie hat sich auch einen Hoodie mit Novgorod-Merch gekauft und liebt alles daran. Und dann bekam sie auch noch Probs in der kurzen Novgorod-Queue von einer Gleichaltrigen, weil sie ihren Rucksack mit so coolen selbstgemachten Buttons, Anhängern und nerdigen Anspielungen verziert hat. Das Kind schwebte auf Wolken.Salino Ich habe mich gestern wieder nicht getraut, den Freefall-Tower auszuprobieren. Die 120m Höhe schienen mir eher nicht so angenehm, als ich drunter stand und hochguckte. Vielleicht bin ich am Ende über die Jahre doch höhenängstlich geworden?
Mein Mann kam runter von dem Teil, völlig zerzaust und überdreht und sagte, ok, war geil, schon irgendwie, aber nein, würde er nicht nochmal am selben Tag machen. Dafür wollte plötzlich der Zehnjährige. Mir war das nicht so recht, besonders nicht, da wir Eltern nicht (nochmal) mitfahren wollten, aber die Kinder überredeten mich (Mann hatte eh keine Bedenken) und schwupps liebte er alles daran. Ich denke, beim nächsten Phantasialand-Besuch taste ich mich erstmal an das Gefühl im Dunkeln ran.
Ist hier schon mal eine "Schwur des Kärnan" gefahren und mag berichten, wie das für sie war?
Bei Fluch von Novgorod waren übrigens Raben Teil der Thematisierung, direkt in dem Einstiegsraum, sitzt so ein süßes Rabenelternpaar aus Holz mit Baby in der Mitte, da musste ich gleich an euch hier denken.
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Ich finde einfach Effizienz lernen so wichtig.
Die Art, wie die ost-sozialisierten Lehrkräfte (alle kurz vor der Rente stehend) meines Sohnes den Hausaufgabenplaner genutzt sehen wollen, verlangt uns als Eltern sehr viel mehr Mental Load ab, als ich das aus meiner Kindheit in Erinnerung habe. Wöchentlich muss unterschrieben werden, wir müssen etwaige Kommentare der Lehrkräfte gegenzeichnen, es wird erwartet, dass wir täglich reingucken, ob Nachrichten an die Eltern z.B. wegen Fehlverhaltens drinstehen. Das wurde uns zur Einführung der Hausaufgabenplaner ausführlich erklärt.
Sollte die Wochenunterschrift eines Elternteils nicht erfolgen, gibt es Strafpunkte für das Kind. Belohnung gibt es hingegen, wenn am Schuljahresende keine Unterschrift fehlt. Ich habe schon den Eindruck, dass wir Eltern miterzogen werden sollen. Zugleich wird viel mit sozialem Druck gearbeitet, um Effizienz im Unterricht herzustellen. Es gibt z.B. Gruppen von vier bis sechs Kindern und wenn innerhalb dieser Gruppe ein Kind etwas vergisst, zu spät kommt oder trödelt, bekommen alle Kinder Strafpunkte. Hingegen bekommen alle eine Belohnung, wenn keiner etwas versäumt hat. Zudem gibt es öffentlich aushängende Listen, welche Kinder besonders zuverlässig oder eben unzuverlässig sind. Das spornt die Kinder (und Eltern) durchaus an gut mitzumachen und erzeugt andererseits entsetzlichen Druck. Und diesen Ansatz zur Effizienzsteigerung kenne ich in der Form tatsächlich nicht aus meiner West-Kindheit. Mein Mann und andere Freund:innen aus ihrer Ost-Kindheit hingegen schon.
In der DDR war es natürlich im Interesse des Staats, dass die Kinder möglichst viel in außerfamiliäre Strukturen eingebunden waren, um Systemtreue zu gewährleisten. Das wurde durch elternhaus-unabhängige Institutionen wie Schule und Jungpioniere sichergestellt. Und natürlich hat ein Staat, der nur auf eine begrenzte Bevölkerung in einer Mangelwirtschaft zurückgreifen kann, ein vitales Interesse alles möglichst effizient zu gestalten und die Menschen breit praktisch auszubilden.
Es war ja keine Menschenfreundlichkeit und echte Fortschrittlichkeit, wieso in der DDR Mütter gearbeitet haben und Kinder in Ganztagsbetreuung waren.
Das plus die Erfahrungen, die mein Mann und die meisten unser Freund:innen aus ihrer Kindheit und Jugend in der DDR berichten (Mental Load zu 100% bei den Müttern), ebenso die Art, wie die ost-sozialisierten Ü60-Lehrkräfte meines Sohnes den Unterricht gestalten, lässt mich das alles kritischer sehen.
Wobei ich allerdings zustimme, es wäre gut gewesen, wenn bei der Wiedervereinigung nicht grundsätzlich alles verteufelt worden wäre, bloß weil es dem System der DDR zugeordnet wurde. Andererseits sehe ich an Berlin z.B., dass Schule und Kita im Ost- und Westteil grundsätzlich gleich organisiert sind und das ist deutlich am Ost-System orientiert. Wenn mir Freund:innen und Verwandte aus NRW und Bayern erzählen, wie es bei denen organisiert ist, möchte ich regelmäßig schreiend wegrennen. Da werden z.T. nicht nur die Mütter in der Betreuung vorausgesetzt, sondern auch noch die Großmütter.
Ich habe das angefangen zu schreiben, als die Diskussion noch an einer anderen Stelle war, möchte zum Schluss aber noch anmerken: In meiner West-Schulzeit hatten wir sehr viel weniger Arbeitsblätter und sehr sehr viel weniger Arbeitshefte. Wir wurden methodisch mE besonders in der Grundschulzeit sehr gut ausgebildet und waren in der reinen Arbeitsorga selbstständig. Nur endete die Schule halt spätestens um 13:20 Uhr. Gerade in den frühen Grundschuljahren auch deutlich früher.
Aber ich denke, es wäre ein Fehler anzunehmen, das, was in heutigen deutschen Schulen abläuft, sei eine Blaupause der Schulen im Westdeutschland der 70er- bis 90er-Jahre.
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Für mich klingt es unlogisch, die Hausaufgaben am Fälligkeitsdatum einzutragen. Aber das ist wahrscheinlich einfach meine Gewöhnung. Hätte ich es anders gelernt, käme mir diese Art höchstwahrscheinlich logischer vor. Aber ich kann damit leben, dass es verschiedene Arten gibt, Dinge zu erledigen und das Menschen unterschiedliche Vorlieben haben. Soll doch jede so machen, wie es ihr am besten erscheint.
Das unterschreibe ich. Und ich denke nicht, dass sich Selbstständigkeit der Kinder oder Effizienz daran festmachen lässt, wie Hausaufgaben aufgeschrieben werden. Das ist einfach nur Gewohnheit.
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Es hört sich hier oft so an, als gäbe es nur die eine Möglichkeit, Selbstorganisation zu lernen. Ich
Genau das ist es was mich auch total erstaunt. Es gibt nicht nur den einen richtigen perfekten Weg, der für alle passt. Warum das nun ausgerechnet bei dem Thema anders sein soll, erschließt sich mir nicht
Ich kenne das ja auch als emotionales Thema von der Grundschule meines Sohnes und war total erstaunt, dass sich das für manche als echtes Politikum darstellt. Und das ohne, dass es vorher Diskussionspunkt war. In unterschiedlichen Settings haben mehrere ost-sozialisierte Lehrkräfte sich sehr hitzig dazu geäußert, wie Hausaufgaben eingetragen werden müssen. Demnach sei der einzige Weg, jener mit dem Fälligkeitstag, alles andere, besonders die Variante es an dem Tag aufzuschreiben, an denen die Dinge aufgegeben wurden, wurde als geradezu idiotisch beschrieben.
Ich war erstaunt, woher diese Emotionen kamen. Mir isses wurscht, wie die Kinder es aufschreiben, hauptsache sie kriegen ein funktionierendes System vermittelt.Ich denke eigentlich geht es um etwas ganz anderes, nämlich darum, dass ost-sozialisierte Menschen sich Anerkennung dafür wünschen, dass das System, in dem sie aufgewachsen sind, nicht nur schlecht war, sondern auch gute Seiten hatten. Und es geht gegen die Arroganz der Wessis, die ihnen ein in Teilen kaputtes oder schlechteres (Bildungs)System übergestülpt haben. Aber weil das zu groß und abstrakt ist, äußert sich der Unmut halt an so Kleinigkeiten, wie der Art, wie Hausaufgaben aufgeschrieben werden. Ist jetzt nur ne These von mir.
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NRW, späte 80er eingeschult:
In der Grundschule hatten wir ein A6-Heft, in das wir das Datum unterstrichen eingetragen haben und dann die jeweiligen Hausaufgaben mit Fachbezeichnung und Klassenarbeiten mit Datum und Themen. Hausaufgaben waren aber eh idR bis zum nächsten Mal fällig, wenn das Fach auf dem Plan stand.
Ab Gymnasium hatte ich ein A5-Heft, das ich teilweise aufwendig verziert habe, sowie Wochentage und Stundenplan eintrug (war so ne Mode bei uns Mädchen damals) und das Prinzip der Grundschule beibehielt. Da guckte aber von der Schule keiner mehr drauf. Die Lehrkräfte sagten an, was wir aufschreiben sollten, wo und wie war denen egal.
Klassenarbeiten habe ich in meinen normalen Kalender an dem jeweiligen Tag geschrieben. Hat geklappt. Aber letztlich denke ich, gibt es nicht das eine Supersytem, wichtig ist, dass es den Kindern beigebracht wird und sie es verinnerlichen. Aber dann wiederum ist es total wurscht, welches System.Meine Kinder haben beide Hausaufgabenhefte in Kalenderform von den Grundschulen ausgeteilt bekommen. Einmal Grundschule West-Berlin (Lehrkräfte größtenteils west-sozialisiert), zweimal Grundschule in Ost-Berlin (Lehrkräfte einmal komplett ost-sozialisiert und sehr altes Kollegium, einmal größtenteil ost-sozialisiert). Beide Kinder haben immer das System beigebracht bekommen, dass die Aufgaben am Fälligkeitstag notiert werden sollen.
Auf ihre Art, wie organisiert sie sind (bzw. meine Tochter es im Alter meines Sohnes war), hatte das allerdings keinen Einfluss. Meines Erachtens sind beide auch nicht grundsätzlich selbstständiger oder unselbstständiger als Kinder in meiner Kindheit. Allerdings im Bereich ÖPNV-Nutzung sehr viel selbstständiger.
Das Hausaufgabenheft wird außerdem prinzipiell zur Kommunikation zwischen Lehrkraft und Eltern genutzt. Wie stark und wofür genau, hängt allerdings sehr von den Lehrkräften ab. Die ost-sozialisierten Lehrkräfte nutzen es auf jeden Fall umfassender zur Kommunikation. An den beiden Grundschulen in Ost-Berlin wird außerdem von den Eltern erwartet, dass sie das Hausaufgabenheft wöchentlich unterschreiben (wird von der Lehrkraft kontrolliert und Kinder, deren Eltern das vergessen haben, bekommen ein für alle sichtbares Minus auf einer aushängenden Tabelle) und teilweise musste das Wochendatum eingetragen werden. In der ersten Klasse wurde erwartet, dass wir Eltern das machen.
Dass die Frage, welches System besser ist, als Gegenstand hitziger Erörterungen taugt, kenne ich erst seit der 2. Grundschule meines Sohnes. Dort wird von einigen Lehrkräften geradezu aggressiv die Ansicht vertreten, es ginge nur mit der Variante, die Hausaufgaben am Fälligkeitstag einzutragen. Bei diversen Elternabenden und Fachkonferenzen wurde das System, wie ich es gelernt habe, als vollkommen untauglich bezeichnet und darüber gespottet (ohne, dass ich oder sonst wer aus der Elternschaft das als Thema angebracht hatte). Ich hätte im Leben nicht gedacht, dass das als Aufreger taugt. -
Ich bin im Sommer mit dem Frosch Breakdaner gefahren, bin da so
raus und hab zu ihm gesagt: gut du bist groß, das war das letzte Mal dass ich mit war. Urgs.Oh Gott, ja, Breakdancer würde ich auch nicht mehr machen. Als Jugendliche fand ichs aber mega.
Vor ein paar Jahren waren wir auf einer großen Kirmes hier in Berlin. Da stand eine Raupe rum. In meiner Erinnerung war das ein lustiges, im Kreis fahrendes Gefährt, das schon flott unterwegs war und manchmal rückwärts fuhr. Meine Schwester und ich sind da schon als kleine Kinder immer begeistert mit unserem Vater drauf gewesen. Auf jedem Rummel, und wir waren auf vielen, war Raupefahren Pflicht und großes Vergnügen.
Ich dachte also, es sei doch eine gute Idee mit Mann und Kindern das auch mal auszuprobieren. Keine Ahnung, ob ich empfindlicher geworden bin, aber diese Raupen-Fahrt war nur schlimm; viel, viel schneller als ich es in Erinnerung hatte. Zwischen Bügel und meinem Sohn und mir war viel zu viel Platz. Und der Schausteller ließ das Ding in irrem Speed sehr lange laufen. Mein Mann und ich kamen danach beide völlig entsetzt raus. Wir hatten beide Angst gehabt, dass die Kinder rausfliegen. (Die Kinder fanden es glücklicherweise nur lustig)
Ich hatte den Eindruck, dass viele Leute auf dieser Kirmes allgemein eher verstört als erheitert von den Fahrgeschäften kamen.War auch ein Grund, warum ich dachte, Achterbahnen seien nichts mehr für mich. Besonders nichts Krasses wie ein Flying Coaster. Und natürlich ist das intensiv und laut Internet sind frühere Flying Coaster auch nicht alle angenehm zu fahren, typische Kinderkrankheiten, die erst mit der Zeit wegentwickelt werden. Aber FLY finde ich wirklich bequem und einfach nur herrlich. Hier gibt es ein schönes Anti-Angst-Video dazu: Angst vor F.L.Y.? (Der Account hat überhaupt tolle Anti-Angst-Videos zu Achterbahnen.)
Ich kann echt jede nur ermutigen, wenn ihr so eine ganz leichte Lust verspürt und früher gerne wildes Zeug gefahren seid, probiert es aus. Und macht nicht den Fehler, wie ich, zu glauben, nur weil Kirmes-Fahrgeschäfte zu schlimm wurden, dass das auch automatisch für (moderne) Achterbahnen gilt.
Im Phantasialand gibt es mit Chiapas übrigens eine extrem lustige Wildwasserbahn. *wink* Manea (nur die Bügel sind bissi unnötig unbequem, da ist der Trick allerdings, die nicht bis ganz in die Magengrube zu rammen, man sitzt nämlich auch sicher, wenn die nicht den Bauch einquetschen. Dann geht es
)Meine jüngere Tochter, jetzt frisch 9, liebt Achterbahnen, aber bisher erlaube ich die ganz heftigen Sachen bei ihr nicht (auf ein paar Dingen war sie, war aber keine Extrem-Achterbahn). Ich möchte, dass sie erst die anderen Dinge ausprobiert, denn wenn sie alles schon so jung macht, was soll dann noch kommen? So ungefähr. Und ich habe auch Angst um sie

Das kann ich gut verstehen. Ich habe auch ein bisschen gehadert, dass der Zehnjährige jetzt schon diverse krasse Sachen gefahren ist. Beim ersten Besuch im Phantasialand war er deutlich zurückhaltender. Allerdings ist seine Lieblingsachterbahn weiterhin die harmlose Familienachterbahn Colorado Adventure, die ich widerum unbequem finde, weil ruckelig und blöder Haltebügel, und spätestens nach der 3. Fahrt in Folge mit verkrampften Muskeln und latenter Übelkeit rauskomme. Sohn merkt davon nix und kann ewig mit dem Ding fahren (was er zusammen mit seinem Kumpel auch gemacht hat).
Nach Colorado Adventure ist FLY sein Liebling. Fand er besser als Taron, weil FLY so schön weich ist und nicht so extrem beschleunigt. Insofern denke ich, die Kinder passen sich trotzdem dem an, was für sie passt und es muss gar nicht immer ein neuer Kick dazukommen. (Das beobachte ich eher bei der 14jährigen.)
Zumindest laut meiner Youtube-Kenntnisse finde ich die Achterbahnen hier aber auch selten mit denen in den USA vergleichbar. So krass und lang sind hier mW die wenigsten.
Bei irgendeiner US-Bahn dachte ich erst: Ach, ist ja wie Taron. Nur kam dann noch ein richtig krasser zweiter Teil, bei dem mein Mann und ich vor dem Fernseher saßen und beide sagten: Nope. Wäre uns zu heftig. - Da würden wir auch ein Veto einlegen.Blumenkind Wie hat euch Efteling gefallen? Das steht bei uns auch recht weit oben auf der Liste. Nach allem, was ich gesehen habe, finde ich es bemerkenswert und liebevoll gestaltet. Aber ich war noch nie da und kenne auch niemanden, der schonmal dort war.
Du brauchst die EP App, du scannst alle Eintrittskarten ein und kannst dann mit allen Personen virtuell anstehen. Das ist kostenfrei. Alle ca 15 min werden Kontingente freigeschaltet und man muss bisschen klicken und jagen - klappt aber immer irgendwie 😊
Danke für die Tipps. Ich schreib dir ne PN, wenn sich abzeichnet, wann wir wirklich fahren.

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Falls du einen Besuch planst kannst du mich gerne anschreiben, wir kennen dort mittlerweile gefühlt jeden Stein 😬
Danke für das Angebot.
Wir sind leider noch lange an die Schulferien gebunden... Aber wie geschrieben, bisher hatten wir zumindest im Phantasialand ja trotz Ferien Glück. Events und Brückentage meiden wir eh auf jeden Fall.
Es gibt für alle eine Virtual Line, die nutzen wir sehr gerne, virtuell stehst du bei einer Bahn an und darfst dann zum Zeitpunkt x direkt durch zur Bahn.
Das klingt ja genial. Wie funktioniert das genau? Über eine App? Und kostet das extra?
Mit Hotelübernachtung kommst du früher in den Park, das hat schon seinen Reiz.
Sind dann die Attraktionen auch schon geöffnet?
Das finde ich am Phantasialand schade, soweit ich es verstanden habe, gibt es für Hotelbesucher:innen kaum Vorteile hinsichtlich der Fahrten (außer einmal Quickpass je nach Hotel). Ich glaube, da könnten sie echt nachbessern und früher war es (meine ich) auch so, dass man abends nochmal fahren konnte. Aber vielleicht hab ich das auch nur geträumt.
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Bei mir ging einmal der Bügel auf beim Hochfahren in meiner Erinnerung, ich frage mich aber ob ich das wirklich richtig in Erinnerung habe. Ist lange her.

Und wenn es so war, gibt deine Erinnerung es her, ob du ihn wieder schließen konntest? Und weißt du noch, wo das war?
Ich erinnere mich an diverse wirklich traumatische Kirmes-Fahrgeschäfte. Das Schlimmste war einmal so eine große Schiffschaukel, die quasi einen freien Fall simulierte und ich saß da - laut meiner Erinnerung - ohne Bügel oder ähnlichem, einfach mit einer starren Stange zum Festhalten. Und jedes Mal, wenn die Schiffschaukel runterschwang, bin ich fast rausgeflogen. Und die Fahrt dauerte wirklich sehr sehr lange. Ich habe geweint und in echter Panik gekreischt. Aber ob es so unsicher war, wie ich es in Erinnerung habe, weiß ich tatsächlich auch nicht. Vielleicht gab es doch richtige Bügel? Das muss so 1997/1998 rum gewesen sein.
Kirmesfahrten würde ich mich heute tatsächlich eher nicht mehr trauen. Ich bin grundsätzlich ja ein eher (sehr) ängstlicher Mensch. Deswegen brauche ich schon großes Vertrauen in die Sicherheit und eine Statistik, die nachweist, dass bei (deutschen) Achterbahnen im regulären Fahrbetrieb nichts passiert.Das Phantasialand ist ja geradezu verschrien dafür, wie penibel die alles prüfen und lieber mal paar Testfahrten zu viel leer losschicken als irgendwas zu riskieren. Und gerade bei sowas wie FLY musst du echt auch die Technik vertrauen. Aber wenn man das macht und innerlich loslassen kann, ist es einfach wunderbar.
Mein Schwager sagte, er würde das nie wieder machen, weil er so ein "Rausfallgefuehl" hatte. Ist dicker und da ist keine Halterung oben.
Das stell ich mir sehr unangenehm vor. Bin zwar eher klein und schmächtig und weiß vom Kopf her, dass die modernen Bügelsysteme noch viel weniger aufgehen können als früher und es ja auch 1000fach geprüft wurde, ob die Fahrt sicher ist. Aber ich bin ja eh nicht überzeugt, ob ich überhaupt mit Ride to Happiness fahren würde. Ich habe vor allem keine Lust, dass mir durch das ständige Gedrehe schlecht wird. Das hohe Kettenkarusell im Phantasialand dreht mir nämlich tatsächlich bisschen den Magen um. Aber vom Achterbahnfahren wurde mir nie schlecht.Überhaupt muss ich mich wohl mehr auf so Free-Fall Sachen verlagern.
Ich habe reine Free-Fall-Sachen wegen der Schiffschaukelerfahrung bisher ausgeschlossen. Aber Mann und Tochter haben sich zum Schluss auf den Freefall-Tower im Phantasialand getraut und waren einerseits begeistert (weil lustig) und andererseits enttäuscht (weil viel zu kurz).
Wie ist denn deine Erfahrung bisher mit Free-Fall-Gedöne? Im Hansa-Park steht auch so ein riesiges Teil und ich bin schon am Überlegen... Der Rest meiner Familie möchte unbedingt. Selbst der Zehnjährige. Aber die sind im Urlaub auch alle mehrfach über eine tiefe Schlucht mit Ziplines gesaust, das habe ich mir nur von Weitem angesehen.
jascha Danke für den Doku-Tipp! Das ist genau das Richtige.
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Mehr zufällig besuchten wir Ostern rum das Phantasialand, dem Freizeitpark meiner Kindheit und Jugend.
Ogottogott, ich sollte Sätze nicht noch kurz vorm Abschicken umstellen, erst recht nicht, wenn in dem Moment Kinder-Gewusel um mich losbricht.
Sorry für die dusseligen Fehler im Ausgangspost.Aber, wie toll, so viele Antworten!
Danke für alle eure Tipps. Ich sauge alles auf!"Mein" Freizeitpark ist Tripsdrill (BaWü), dort gibt es auch eine Seniorin, die regelmäßig Achterbahn gegen ihre Rückenschmerzen fährt 😁 (war vor kurzem erst in der Zeitung).
Jaaaa! Die Karacho-Ursel!
Kenne ich durch einen SWR-Beitrag von Youtube, obwohl ich gar nicht aus der Ecke bin und finde sie großartig. Das ist so ein liebes Video, wie sie nach 3333 Fahrten mit der Karacho-Bahn von den Tripsdrill-Menschen eine Dauerkarte auf Lebenszeit geschenkt bekommen hat.
Und ihr Beispiel macht mir Mut, dass Alter und Gebrechlichkeit Achterbahnspaß nicht entgegenstehen müssen. Tripsdrill wollen wir gerne mal besuchen, aber das ist Zukunftsmusik. Alles, was südlich des Phantasialands liegt (in NRW sind wir regelmäßig, weils meine alte Heimat ist) ist aufwändig zu erreichen und muss um Urlaube geplant werden. Genau das ist auch das Problem mit dem Europa-Park und da braucht es ja am besten mehrere Tage. Alleine wegen der Größe. Das peilen wir für nächsten Sommer als Zwischenstopp an. Auf Voltron haben wir schon sehr große Lust.
Nova (Was für ein süßer Avatar übrigens!) Wie viele Tage plant ihr pro Besuch ein? Und hast du eine Hotelempfehlung?Hansa-Park und Heidepark sind beide fest eingeplant und beide ungefähr gleich weit weg. Da wir Freunde in Lübeck haben, planen wir gerade sehr konkret an einem Hansa-Park-Besuch am übernächsten Wochenende rum. Die Kinder wollen unbedingt Flucht von Novgorod und Schwur des Kärnan ausprobieren. Und wir Großen schon auch. Heidepark kommt dann wahrscheinlich im Frühjahr.
Bei Youtube gucken wir auch gerne Achterbahn- und Onride-Videos. wink zu Frisby
Dadurch ist die Überraschung zwar weg, wenn man selbst fährt, aber es macht schon Spaß sich das anzuschauen. Grusel-Achterbahnen aus aller Welt gucken wir auch gerne.
Fahren wollen wir mit solchen Kalibern aber eher nicht.Polnische Parks mit guten Achterbahnen sind mW leider alle mehrere Stunden weit weg. Aber wir gucken gerne Energylandia-Rides. Obwohl das schon lieblos, etwas irre und nach totaler Massenabfertigung aussieht. Als Kind des Phantasialands, die heute Rookburgh, Klugheim und Chiapas liebt, tu ich mich etwas schwer mit unthematisierten Bahnen, die irgendwie immer bisschen Baustellen-Kran-Flair verbreiten. Aber wäre es keine acht Stunden weg, würden wir Energylandia mal ausprobieren. Die Bahnen wirken echt anders wild.
Der Zehnjährige hat übrigens bei unserer beider ersten Taron-Fahrt fast seine Brille verloren. Ich saß neben ihm und hatte nach dem zweiten Launch mal vorsorglich die Augen zu, als er plötzlich rief: "Mama, ich halte meine Brille jetzt lieber in der Hand. Die ist grad von meinem Kopf geflogen."
Weiß gar nicht, wieso es kein ausdrückliches Brillenverbot gab. Bei FLY ist es ja absolut klar. Mann und Tochter sind auch schon zweimal mit Brille Taron gefahren, da blieben die Dinger freundlicherweise auf den Nasen. Nach dem Erlebnis mit dem Sohn, haben sie die Brillen dann aber auch immer abgenommen.Hier, hier!!! Eine Zeit lang habe ich sogar im Rollercoasterfriends-Forum gelesen und geschrieben… Aber ich würde nun keine 50 Bahnen pro Jahr testen wollen aber prinzipiell mag ich es.
Ahahaha. Ja! Diese Foren. Auch die ganze Youtube-Szene. Das ist so ein lustiges Rabbithole. Mit welcher Ernsthaftigkeit die Achterbahnen getestet, besprochen und kritisisert werden. Ich habe schon bei den Phantafriends mitgelesen - aber noch keinen Account.

50 Bahnen im Jahr testen - weiß ich nicht. Ist auch nicht meins, zumal ich wirklich gucken muss, wie smooth die Achterbahnen fahren. Bei so ruckeligen Looping-Bahnen aus den 80ern, schlagenden Wilde-Maus-Verschnitten oder unbequemen Sitzen/Bügeln werde ich auch weiterhin passen. Aber gerade bei den neuen Achterbahnen scheinen die Entwickler:innen gut im Blick zu haben, wie wichtig es für das Fahrerlebnis ist, dass man nicht gemartert aussteigt. Und dann probier ich das auch sehr gerne aus.
Allerdings möchte ich unbedingt mal mit einer richtig alten Bahn fahren. Weil wir Freunde in Kopenhagen haben, steht das Tivoli weit oben auf unserer Liste. Da gibt es auch noch eine uralte Bahn mit Bremser in den Zügen. Was du von Blackpool am Meer schreibst, klingt auf jeden Fall toll.Fährst du inzwischen eigentlich wieder Achterbahnen? Oder wird das irgendwann wieder möglich sein?
huehnchen69 Ich verstehe was du meinst. Ich erinnere mich an einen Besuch im Euro Disney 1999. Mein damaliger Freund und ich standen ungelogen STUNDEN an. Überall. Es war mir viel zu voll, auch auf den Wegen, in der Gastronomie, Toiletten. Und überall dieses Süße, Überzuckerte. Die Achterbahnen sind mir überhaupt nicht im Gedächtnis geblieben, so viele werden wir auch nicht gefahren sein, bei dem ganzen Warten. Bei ein paar Schulausflüge ins Phantasialand war das Anstehen manchmal ähnlich krass. Da braucht man schon wirklich lustige Gesellschaft und viele Gesprächsthemen, um die Warterei rumzukriegen.
Bisher hatten wir Glück, sowohl in den Osterferien, als auch jetzt im Sommer haben wir Tage erwischt, während denen wir längstens eine halbe Stunde anstehen mussten. Mitunter auch weniger. Essen und Toiletten waren nie ein Problem und auch auf den Wegen war gut Platz.
Die kitschige Freizeitpark-Stimmung zog mich allerdings vom ersten Moment in ihren Bann.
Damit hätte ich nie gerechnet. Aber in dem Moment, da wir durch den Eingang in den Asia-Bereich spazierten und so alberne Musik erklang, hätte ich Luftsprünge machen wollen. Es war so ein Nostalgie-Kick. Ob es am Phantasialand mit all den liebevollen Details, meiner Kindheitsnostalgie oder allgemeiner Freizeitparkatmo lag, keine Ahnung, aber ich fand von vorne bis hinten alles großartig. So eine ganz bestimmte magische, aus der Welt gefallene Stimmung; in einem Moment ist es 11:00, Stunden vergehen und es ist noch nichtmal zwölf. Du blinzelst dreimal, es ist nach vier, denkst, oh, so viel Zeit ist nicht mehr und dann dauert es gefühlt ewig bis es halb sieben ist und du nochmal schnell zu FLY rennst, weil nur noch 15 Minuten Anstehzeit veranschlagt werden.
Mal schauen, ob sich das Gefühl im Hansa-Park reproduzieren lässt.Mit großer Faszination denke ich an den Spreepark zurück. Warst du als Berlinerin auch mal dort? Aus heutiger Sicht war das natürlich ziemlich öder, aber als 10jährige, Anfang der 90er Jahre, habe ich mich wie Alice im Wunderland gefühlt.
Im Spreepark war ich leider nicht mehr. Ich bin erst Anfang 2003 nach Berlin. Aber mein Mann und einige Freunde erinnern sich noch gut und gerne. Für sie ist es eine prägende Kindheits- und Jugenderinnerung. Gibt bei Youtube tolle, alte Aufnahmen. Was war das noch für eine andere Welt! Das alte Phantasialand war auch ganz anders als das von heute. Gibt bei Youtube auch alte Dokus aus den 90ern, da wird mir sofort warm ums Herz.
fibula Hach, das macht mich auf freundliche Art neidisch.
Als wir im Sommer vom Phantasialand wegfuhren, haben wir es alle sofort vermisst und dachten, wie toll es wäre in der Nähe zu wohnen. Einfach mal an einem schulfreien Tag vorbeischneien...
Ist eigentlich schon mal jemand Ride to Happiness im Plopsaland in Belgien gefahren? Es wird ja total begeistert besprochen. Aber ich kann mir dieses Spinning-Coaster-Element nicht so richtig geil vorstellen?!
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Mehr zufällig besuchten wir Ostern rum das Phantasialand, dem Freizeitpark meiner Kindheit und Jugend. Danach waren wir alle so Freizeitpark- und Achterbahn-angefixt, dass wir im Sommer, als Abschluss unseres Urlaubs, zwei Tage Phantasialand hinterherschoben. Die zwei Tage haben uns nochmal mehr begeistert. Bin selber überrascht, was Achterbahnen für eine belebende und geradezu antidepressive Wirkung haben. Meinem Mann geht es genauso und zusammen macht das irgendwie so richtig kribbelig, wie frisch verliebt. Wir haben auch ein richtig altes Paar bei FLY einsteigen sehen. Sie ging gebeugt, er humpelte ein bisschen, nachdem sie drin saßen, lachten sie sich an und drückten ihre Ähnde. Als FLY anfuhr, johlten sie so süß. So wollen wir auch mal werden.

Nun überlegen wir, wann und wie und welche Achterbahnen checken wir als nächstes aus? Und wie lassen sich Urlaube um Freizeitparks herumplanen? Welche Parks lohnen sich? Hat eine von euch Erfahrungen damit?Ich muss sagen, dass ich total überrascht bin, WIE großartig ich Achterbahnen finde. Als wir den Tag in den Osterferien buchten, habe ich noch allen gesagt, dass ich sicher kein Achterbahn-Typ mehr wäre, aber für die Kinder und weil ich als Kind und Jugendliche das Phantasialand selbst liebte, führe ich halt mit in den Park, aber ganz sicher nicht mit den krassen Bahnen. Und dann war ich doch neugierig und mutig und mich hat's geradezu überrollt, wie geil das ist. Ich war erst zögerlich, weil ich in den letzten Jahren regelmäßig Probleme mit dem Ischias/Iliosakralgelenk und Rücken allgemein hatte - und überall im Phantasialand hängen Warnhinweise, die so klingen, als dürfte praktisch keiner über 30 Achterbahn fahren. Aber dann war das völlig problemlos.
Mit Taron und FLY sind wir natürlich direkt verwöhnt. Ich bin völlig begeistert, wie bequem man in diesen Sitzen sitzt und wie smooth die Bahnen fahren. Allzu ruckelige Achterbahnen sollten es nämlich auch nicht sein (weil halt potentiell Ischias, ISG und Rücken allgemein).
Im Phantasialand finde ich von allen Achterbahnen ausgerechnet den Family Coaster "Colorado Adventure" am unangenehmsten. Wobei ich Black Mamba nicht gefahren bin, da meine absolut unerschrockene Achterbahn-Crack-Tochter (von Größe und Statur mir ähnlich) sagte, dass sie die Bahn ziemlich rappelig und unbequem fand. Sie ist trotzdem mehrfach hintereinander mit dem Ding gefahren und hatte am Ende ein Weilchen Kopfschmerzen... Daher hatte ich keine Lust auszuprobieren, ob mein Gestell oder meine Rübe das auch mitmachen. Die alte Space-Center-Achterbahn (heute die VR-Brillen-Bahn "Crazy Bats"), die ich in meiner Kindheit schon liebte, finde ich immer noch sehr angenehm zu fahren. Nur setzen wir halt die VR-Brillen nicht auf.
Leider wohnen wir in Berlin und damit in einem Freizeitparkloch. Alles Achterbahnige (ausgenommen Karls Erdbeerhof in Spandau, die aber nur eine kleine Achterbahn mit wenig Kapazität haben) ist mindestens drei Stunden von uns entfernt.
Wir überlegen als nächstes den Hansapark anzusteuern. Kennt sich da wer aus? Reicht ein Tag? Und wenn ja, besser unter der Woche (evtl. Ferien) oder am Wochenende? Ich dachte immer, unter der Woche wäre schlauer, aber inzwischen habe ich gelesen, dass Wochentage oft durch Schulklassen sehr voll sind und dafür besonders Sonntage eher mäßig voll. Da das Phantasialand auch in meiner Jugend der Standardausflug ab Klasse neun war, würde es mich nicht überraschen.Und ganz allgemein: Ist noch wer Achterbahn-verliebt? Was sind eure Lieblingsparks? Was eure Lieblingsbahnen? War schon mal jemand im Parc Astérix?
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Erbsprinzessin das klingt so schön wie du schreibst, du solltest stsdtführer schreiben oder so.
Was für ein liebes Kompliment!
Vielen, vielen Dank. Ich les dich übrigens total gerne, deswegen freut mich das nochmal extra.Ich mag den Wedding einfach sehr und finde ihn zu Unrecht oft auf das Problemkiez-Image reduziert. Ich kenne natürlich auch die Probleme und will nix schönreden, es gibt Elend und Armut, aber auch so viel Engagement, Kreativität, tolle Menschen, so viele zauberhafte und überraschende Orte. Falls ihr vorbei kommt, schaut z.B. mal im Silent Green vorbei. Das ist ganz bei euch in der Nähe. Ich kenne das noch als verwunschenen Urnenfriedhof mit Krematorium. Damals schon außergewöhnlich. Heute ist das ein unfassbar toller Kultur-Ort geworden. Man kann da aber auch einfach untertags sehr lecker Kaffeetrinken.
Am Leo passiert auch viel, auch wenn das schwierig ist. Besonders seit dem Karstadtverschwinden. (Dem Karstadt weine ich sehr nach. Bin da trotz Umzugs sehr viel einkaufen gewesen. Und da hingen auch so viele Erinnerungen dran. Für alle meine Weddinger Freund:innen ist der Karstadt-Verlust ein riesiges Infrastrukturproblem. Nachnutzung ist weiter unklar. Teilweise ist jetzt ein Lidl drin.)
Bin übrigens just heute mit dem entsetzlichen M13-Schienenersatzverkehr wegen eines Termins in den Wedding gegurkt und kann meine Wut über diese Zumutung kaum in Worte fassen.
Es vergeht kein Jahr, in dem nicht mehrmonatiger Schienenersatzverkehr auf der M13-Strecke eingerichtet wird. Man könnte der BVG auch bösartige Fehlplanung vorwerfen. Najaaa.Aber ich hoffe, ihr seid davon unbetroffen und macht lustiges Zeug. Und jaaaa, der Duft von Fladenbrot-Bäckereien!

In der Straße, in der wir im Wedding gewohnt haben, ist auch eine. Bringt mich sofort nach Hause, der Geruch. Immer wenn wir damals in großer Meute nach langen Spielplatz- oder Parknachmittagen heimgingen und an der Bäckerei vorbeikamen, dieser Duft. Und der ganze Kinderhaufen bekam dicke Scheiben Fladenbrot rausgereicht. Wie viele Hunger-Meltdowns das verhindert hat!

Ganz viel Spaß euch noch!
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Ja, mein Papa hat hier eine Wohnung (ist aber selbst grad in Urlaub). Direkt über einer Bäckerei, das ist sehr praktisch. Ist zwischen Leopoldplatz und Nauener Platz. Danke für deine Tipps! Du wohnst nicht mehr in Berlin?
Doch, bin nur ein paar Stadtteile weitergezogen. Im Wedding fanden wir seinerzeit keine passende Wohnung. Habe aber noch viele Verbandelungen darüber - und wir gehen da sehr viel essen
. Ist nur halt nicht dasselbe, wie dort zu wohnen. Aber wo ich jetzt wohne, mag ich's auch. Bin halt ein notorischer Heimwehmensch und die Wege zu lieben Freund:innen und in die Rehberge sind jetzt weiter.Zu meinem Lieblingssushi-Laden Kaiyo muss ich noch klarstellen (hätte den Weddingweiser-Artikel besser mal richtig lesen sollen
), dass die gerade in die Torfstraße umgezogen sind. Falls ihr da überhaupt hinwolltet, ist das für euch aber sogar besser, mit der U9 bis Amrumer und dann nur noch ein paar Schritte. Der Sprengelspielplatz ist da auch direkt.
Früher waren wir öfter auf dem Sprengelspielplatz und die Kinder mochten es sehr. Bei Sonnenschein isses nur arg sonnig, die Spielplatzplanung hatte mal wieder keinen Gedanken dafür, wie wichtig Schatten ist.
Der Vollständigkeithalber möchte ich (auch für andere Mitlesende) noch ergänzen: Am alten Standort in der Togostraße ist direkt ein neuer Sushi-Laden rein, laut meiner Quellen schmeckt es da auch gut, Kaiyo ist zwar besser, aber wenn man in der Ecke ist und Sushi will, kann man weiter die Togostraße ansteuern.Ansonsten hoffe ich, ihr habt heute einen lustigen und entspannten Draußen-Nachmittag verbracht. Hier im Ostteil der Stadt war es - entgegen der gestrigen Prognose vom DWD, die sehr viel Regen ansagte - bissi bewölkt, aber sonnig und trocken. Und so ist es eigentlich fast immer. Oft wenn ich auf den Regenradar des DWD gucke (was ich ungesund oft mache), ists als ob ein Regenabwehrschild über Berlin läge. So oft verpuffen die Regenwolken vor der Stadtgrenze. Die Wetterlage gestern war absolut ungewöhnlich. (Und bei der aktuellen Dürre bitter nötig)
Zu der möglichen Überfüllung in etwaigen Kinder-Museen: Wir sind tatsächlich häufig bei schlechtem Wetter und/oder in den Ferien hin, jedes Mal mit der Sorge, ob es zu voll würde. Aber wir hatten immer Glück; es hat sich gut verteilt. Habe vorhin nochmal Mann und Kinder gefragt, die haben es auch so in Erinnerung. Also, nur für den Fall, dass ihr euch doch mal zu einem solchen Besuch entschließt, das muss nicht zwangsläufig schlimm sein.Aber wohin euch eure Ausfluge auch verschlagen: Viel Spaß und hoffentlich regnets nur so, dass es euch den Urlaub nicht verdirbt.
Cat Noir Toller Tipp mit der Buchkönigin! Jetzt muss ich es nur mal tagsüber nach Neukölln schaffen.
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Empfehlenswerte Pannen
Hmmm- wieso sollen Pannen empfehlenswert sein????? Je-des-mal lese ich es wieder!
Das lese ich auch immer und wundere mich dann
Ich hab den Thread gestartet und lese das auch JEDES MAL!
Die empfehlenswerten Planeten und Pflanzen sind auch sehr hübsch.Schnuck
Ich persönlich empfehle den kleinen süßen Merkur, der saust so schön schnell um die Sonne.Stammt jemand aus gutem Elternhaus?
Badeleichen ohne Wunden
Ich kann nicht aufhören zu lachen! Badeleichen ohne Wunden! -
Oh, ihr nächtigt im Wedding.
Hab da lange gewohnt und werde mein Heimweh nicht los. Ich wünsch euch ganz viel Spaß!Das FEZ ist echt super, aber ich habe den Weg ein einziges Mal ausm Wedding mit den Öffis (wohnten zu der Zeit nahe Seestraße) mit kleinen Kindern gemacht und der Rückweg war wegen Erschöpfung und völliger Überreizung sowas von unangenehm, dass ich ein so weit entferntes Ausflugsziel alleine mit den Kindern danach nie wieder in Erwägung zog. Deswegen würde ich das nur an Tagen mit echt viel Power empfehlen oder wenn man eh eine sehr kraftvolle Person ist. (Und wir waren alle Öffis gestählt, war trotzdem zu viel. Mit zwei Erwachsenen geht es wahrscheinlich besser.)
Das Labyrinth-Kindermuseum finden wir auch toll. Allerdings hat die M13 mal wieder Schienenersatzverkehr.
In Richtung Warschauer gibt es sogar eine geänderte Routenführung über Gesundbrunnen, so dass man dort zumindest aus Virchow-Richtung kommend nicht so direkt wie normalerweise dahin kommt.
Das Machmit-Museum ist auch toll. Kommt man vom Wedding auch recht easy hin, mit der Ringbahn von S-Bahnhof Wedding aus bis Prenzlauer Allee und dann noch zwei Stationen mit der M2.
Das ANOHA ist auch wirklich wirklich schön. Und mit der U6 (Kochstraße) vom Wedding aus auch gut zu erreichen.
Das Kommunikationsmuseum (Stadtmitte, auch U6) haben hier sämtliche Kinder im Alter deiner Kleinen gefeiert und für uns Große ist das auch immer nett gewesen. Am Naturkundemuseum ist man vom Wedding aus auch schnell.Zwar kein Geheim-Tipp und vielleicht kennt ihr es eh, aber hier wollen sämtliche Besucher:innen jeden Alters immer wieder den Dussmann besuchen. Dieser riesige Buch-Papeterie-Kram-Kultur-Laden direkt an Friedrichstraße. Die haben auch eine große Kinder-Abteilung. Man kann einfach so viel Zeit im Dussmann vertrödeln und müsste eigentlich nix kaufen. Nur lässt man da möglicherweise versehentlich doch sehr viel Geld...
Was so naheliegend ist, dass man es schnell wieder vergisst: Das Aquarium am Zoo ist mit der U9 vom Wedding aus flott zu erreichen und an Regentagen ein dankbares Ausflugsziel.
Ansonsten gibt es mit dem Alhambra an Seestraße auch noch ein großes Kino, das auch Spatzenkino anbietet.
Das Atze-Kindertheater an der Amrumer ist auch nicht weit, da gibt es auch Stücke ab drei oder vier Jahren. Vielleicht haben die zufällig was im Angebot, was euch Spaß macht. Das Atze ist immer und für jedes Alter toll. Kann aber sein, dass die aktuell mehr auf dem Tempelhofer Feld spielen.
Wenige Gehminuten von Seestraße aus gibt es das Familien-Café "Zaunkönig" mit kleinem Indoor-Spielbereich. Ich war da nie selbst, aber habe von einigen mit Kindern im Alter deiner Kleinen gehört, dass sie es schön da fanden.Und ich tute ins gleiche Horn wie jascha. Auch wenn der Wetterbericht viel Regen voraussagt, erfahrungsgemäß regnet es (zum Leidwesen der Natur) hier immer sehr viel weniger und seltener. In den letzten Wochen blieb es so oft trocken, obwohl es hätte regnen sollen. Deswegen gehe ich auch davon aus, dass es am Ende sehr viel wärmer und trockener wird als jetzt prognostiziert.
Falls es trocken ist, kann ich euch im Wedding unbedingt die Rehberge ans Herz legen. Mein liebster Park in Berlin, riesengroß, naturbelassen, mit Spielplätzen, geheimen Ecken, toller Vogelwelt, weiten Wiesen und Kletterbäumen. Sollte es euch tatsächlich in die Rehberge verschlagen und ihr Eis-Hunger bekommen, kurz vor den Rehbergen, beim Kibo in der Transvaalstraße gibt es hervorragendes Eis, Waffeln, Crepes, Tapas...
Und falls es öfter trocken ist: Am Zeppelinplatz gibt es einen großen Spielplatz und ein paar Schritte die Ostender Straße runter gibt es das sehr leckere und sehr nette italienische Restaurant Corallo. Die sind wahnsinnig kinderfreundlich. Unbedingt und ungefragt empfehlen möchte ich auch noch Phönicia, nach meinem Dafürhalten der beste Falafel-Laden Berlins. Und falls ihr Burger-Bock habt, an Seestraße, Ecke Müllerstraße gibt's den Rebellroom - so lecker. Oder falls ihr lieber Sushi mögt: Mein Lieblingssushi-Laden ist in der Togostraße: Kaiyo (jetzt hab ich Hunger...
- und du hattest noch nichtmal nach Essenstipps gefragt, mit mir gingen ein bisschen meine Wedding-Lieblingspferde durch, hab immer noch Hunger
)Ich wünsch euch jedenfalls eine tolle Zeit und Wetterglück!
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Ein Verbot führt doch erst recht dazu, dass es spannend wird zu lesen.
Ich habe eigentlich gar keine Zeit, wollte da aber doch einhaken: Ich kann mir vorstellen, dass die 12jährige gar nicht weiß, dass sie sich ein Buch mit ausdrücklich pornographischen Inhalt gekauft hat. Es kommt durchaus vor, dass Buchhandlungen auch nicht ganz klar haben, welches Buch in die Kategorie Young Adult gehört und welches New Adult ist. Deswegen werden manchmal versehentlich Dinge in die Jugendabteilung einordnen, die da gar nicht hingehören. Oder Lexas Tochter ging davon aus, dass es halt ein normaler Liebesroman ist als sie ihn sich ausgesucht hat. Anhand der Covergestaltung ist es heute ja auch nicht mehr so leicht zu unterscheiden. (Früher hat man Nackenbeißer wenigstens gleich am Cover erkannt.)
Mal platt gefragt: Würdet ihr eine 12jährige "50 Shades of Grey" lesen lassen? Ist natürlich ein alter Hut inzwischen, aber das trat diese Welle ja damals los und vielleicht haben das noch einige vor Augen.
Der Rat "besser erlauben, sonst machen sie es heimlich" funktioniert bei dieser Art Literatur nicht, weil mE bereits der Konsum von solchen Sexszenen verstörend und je nach Sensibilität des Kindes potentiell traumatisierend wirken kann. Und das kann man nicht mehr ungeschehen machen oder im Vorfeld abschätzen, was das auslöst.
Das gewichte ich völlig anders als bei Horror oder weil ein Buch noch zu anspruchsvoll für das Alter sein könnte. Horror ist am Ende ein Phantasiekonstrukt und Anspruchsvolles wird vielleicht langweilig. Aber Sexualität begleitet uns real und unser Leben lang. Und wenn die erste Erfahrung mit eigenen sexuellen Gefühlen unvorbereitet augrund von expliziten Vergewaltigungs/Unterwerfungssex-Szenen in einem schlechten Roman sind, finde ich das ein schweres Erbe für eine unbefangene Entwicklung.
Deswegen würde ich dem Kind das so erklären. Ich würde meine Kinder auch keine Softpornos gucken lassen, nur weil sie an so einen Film gekommen sind und es sonst heimlich guckten.
Und klar, natürlich Gesprächsbereitschaft signalisieren, falls sowas doch gelesen/geschaut wird und klar machen, dass nicht geschimpft wird. Aber ich denke das ist hier bei den Raben eh klar und gelebte Erziehungsrealität.
Alocasia Ich hoffe, meine Beiträge oben haben dich nicht zusätzlich gestresst. Ich wünsche dir, dass es dir schnell wieder besser geht und du Kraft sammeln kannst. Diese Diskussionen laufen ja nicht weg und warten bis Kraft und Lust vorhanden ist oder sie sind auch egal. Wenn ich darf:🫂
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Alocasia Ja, das war arg provokativ formuliert.

Ich bin auch echt abgegessen gerade. Grundsätzlich weiß ich, dass es auch Gutes in dieser Genreliteratur geben kann. Allerdings mehr theoretisch. Untergekommen ist es mir bisher noch nichts. Aber ich weiß, dass es hier einige Liebhaberinnen von z.B. Young Adult gibt, also gehe ich davon aus, dass es auch Gutes geben muss. Meine Kritik bezog sich eh mehr am Rande auf YA. Gibt bestimmt auch tolle Coming-of-Age-Geschichten darunter.
Aber grundsätzlich macht mich die aktuelle Entwicklung im Literaturbetrieb so unendlich müde und wütend. Und die bunten Buchschnitte sind mE ein recht griffiges Sinnbild dafür. Das Geld, was die Verlage für diese alberne Druckerfarben ausgeben, kostet so viel Qualität an anderer Stelle (gute Übersetzung z.B.). Und ich weiß von einigen tollen Manuskripten, die nicht publiziert werden, dafür kommt gleichzeitig die nächste Schwemme "schrottiger Romane mit bunten Buchschnitten“. Mit der aufbrandenden KI-Welle wird der Literaturbetrieb vorerst wohl auch nicht besser.
Und dass eine 12jährige mit so einem Dreck wie "Say My Name" aus einer Buchhandlung kommt, weil der Literaturbetrieb solche Literatur normalisiert und kaum Alternativen bietet, dass junge Leserinnen denken, das müsste so, finde ich einfach schlimm.
Dann wünsche ich mir die Jugendliteratur der 90er zurück; rororo, dtv junior, Ravensburger... Ich habe deren Programme rauf und runter gelesen und habe auch rückblickend den Eindruck, dass die Verlage damals sehr viel mehr Wert auf gute, auch herausfordernde Jugendliteratur gelegt haben. Nur heute kommt davon kaum Neues nach. Dabei ist es in Zeiten von Klimakatastrophe, Social Media, AfD-Erstarken und den vielen anderen krisenhaften Zuständen, besonders wichtig, Kindern und Jugendlichen zeitgenössische Literatur zugänglich zu machen, die herausfordert, Empathie weckt, kritisches Denken schult, historische/soziale Hintergründe beleuchtet... Ganz allgemein, Literatur die jungen Leute ernstnimmt und ihren Teil beiträgt, dass sie sich zu mündigen Bürger:innen entwickeln.
Wenn ich z.B. die Ravensburger Seite für Jugendliteratur aufrufe, gibt es neben den Klassikern (gerade gesehen "Die Welle" wird z.B. jetzt auch als Young Adult gelabelt, ok, war mir tatsächlich nicht bewusst, dass sowas jetzt umgelabelt wurde) kaum aktuelle Literatur, die nicht so ist wie (wahlloses Beispiel rausgegriffen: "Ever & After"
Zitat: Stella Tack besaß schon immer eine große Leidenschaft für Romane voller mystischer Magier, sexy Dämonen und Bad Boys – was sie motivierte, selbst in die Computertasten zu hauen. Mit der „Kiss the Bodyguard”-Trilogie stürmte sie die Bestsellerlisten. Genauso begeistert ihre Dark-Academia-Romantasy „Night of Crowns“ sowie die Märchen-Fantasy „Ever & After“ die Leser*innen.
Und sowas war früher der Inhalt von Grusel-Groschenromanen wie Mystery (falls das noch jemand kennt, habe ich mit 12 auch verschlungen
). Jetzt macht es den Hauptteil des Verlagsprogramms aus.Interessant bzw. deprimierend finde ich auch, dass bei Historischen Romane seit Judith Kerr laut Ravensburger kaum was nachkam, es gibt gerade eine Seite mit Titeln. Und der Großteil sind Ausgaben der Rosa-Kaninchen-Trilogie. Unter der Rubrik "Brisante Themen", was offensichtlich die gute alte sozialkritische Jugendliteratur zusammenfasst, findet sich auch nur eine Seite, das Meiste davon gab es schon in unserer Jugend. Liebesromane, Young Adult (was sich auch mit Brisanten Themen überschneidet) und New Adult hingegen sind immer mehrere Seiten und sehr viel Aktuelles. Auf den ersten und auch zweiten Blick lassen mich fast alle der dort angebotenen Bücher schreiend weglaufen. Und meine Tochter halt auch, was mir echt leid tut. Diese Generation hätte so viel bessere Literatur verdient.
Auch mal Quatsch und Schund lesen, gar kein Ding. Wenn die Verlage aber ihr (Jugend)Programm hauptsächlich darauf ausrichten, ist es ein Problem, das mE weit über persönliche Vorlieben hinausgeht.