Beiträge von Erbsprinzessin

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    Oh ja, das finde ich auch schlimm. Genauso wie "etwas schuld sein". Entweder man ist "an etwas schuld" oder "man ist schuld". Aber bei dem Satz "Er ist das schuld" könnte ich schreiend weg rennen....

    Räusper. Das ist allerdings regionaler Slang, den es mindestens seit Jahrzehnten gibt und der nix mit Anglizismen zu tun. Ich weiß das deshalb, weil ich aus dem Bergischen Land komme und das als grammatikalisch völlig korrekt erachtete. Ehrlich gestanden hört es sich immer noch richtig für mich an. #hammer
    Erst als ich vor 20 Jahren nach Berlin zog und mich alle wie Kühe ansahen, wenn ich diesen grammatikalischen Unsinn ganz ernsthaft und selbstverständlich von mir gab, verstand ich, dass es nicht "du bist das schuld!" heißt.
    Familie und Freunde aus der alten Heimat waren wiederum völlig sicher, dass es natürlich "Der ist das schuld!" hieße und eine grammatikalisch korrekte Wendung sei, als ich auf unseren regionalen Fehler Fehler hinwies. #nägel

    Was mich immer irritiert, aber zunehmend normaler wird: Ich erinnere.
    Nicht: ich erinnere mich an unser letztes Treffen, sondern: Ich erinnere unser letztes Treffen.

    Jaaaaaa! #kreischen
    "Ich erinnere das." Habe ich das erste Mal vor fast 20 Jahren im sozialwissenschaftlichen Forschungskontext gehört und mich geschüttelt. Inzwischen ist es so verbreitet.

    Oder der Klassiker "Am Ende des Tages". #angst

    "Sehr besonders" als stehender Begriff ist mir in den letzten Monaten im medialen Kontext sehr besonders oft aufgefallen. Vielleicht kommt das von "very special". Aber woher auch immer, auf einmal in diversen Podcasts, im DLF oder Interviews im Inforadio, drölfzig Politiker:innen und Medienschaffende: "Das ist eine sehr besondere Situation. Bliblablub."

    Andererseits, wie hier ja auch schon angemerkt wurde, Sprache ist im Fluss und das gehört am Ende des Tages alles mit dazu. Ich sage, zum Leidwesen meiner Tochter, häufig "das macht Sinn" und sie - vom Wissen der Känguru-Chroniken erfüllt (in dem gefühlt der ganze Zwiebelfisch zitiert wird): "Das heißt ergibt Sinn!" Daran kann das Kind sich ruhig bissi abarbeiten. Bin ich fein mit.

    Ich würde es ändern.

    In meinem Umfeld ist es umgangssprachlich durchaus gebräuchlich. Die meisten Kinder hier würden es wahrscheinlich verstehen. Kinder, die ich kenne (das sind einige, mein Kleiner ist neun, die Große 13) nutzen es aber keinesfalls.

    Schön finde ich die Formulierung nicht und nutze sie selbst auch nicht. Mein Mann sagt, er kennt es vor allem von eher blasierten Business-Heinis aus seinem Arbeitskontext.

    Wie schon einige schrieben ist es eine wörtliche Übersetzung aus dem Englischen und wird sich sicher durchsetzen. Aber ich würde an der Verbreitung nicht aktiv beteiligt sein wollen. #angst

    Ich würde den Buggy unbedingt mitnehmen.

    Als meine Kinder im Alter deiner Kleinen waren, haben wir ihn viel genutzt, weil langes Tragen keine Option mehr war. Obwohl wir in der Babyzeit ausschließlich getragen haben und ich immer versuchte das Buggy-Nutzen so lange es ging rauszuzögern.

    Denn ja, Berliner Öffis mit Buggy können wahnsinnig nerven, die Aufzüge stinken und man will sie lieber meiden (wenn sie denn überhaupt funktionieren). Aber ALLE Wege eines Städtetrips mit einem Kleinkind ohne Buggy machen, ich kann mir nicht vorstellen, dass das irgendwem für mehr als einen Nachmittag Spaß macht.

    Nachdem ich jahrelang und fast täglich mit Buggy in den Berliner Öffis unterwegs war, ist mein Fazit: Man kann es aushalten. Tram ist idR gar kein Problem, Bus fand ich schrecklich (wie ich Busfahren generell schrecklich finde), U- und S-Bahn hängt von der Aufzugsituation ab. Auf der BVG-Seite kann man gucken, welcher Aufzug gerade gesperrt ist.

    Nervig ist es, wenn man zwei Aufzüge nutzen muss, um auf den Bahnsteig zu kommen. Das dauert halt.

    Und wenn mal ne Bahn ausfällt, kann es sehr voll sein, was mit Buggy natürlich extra blöd ist, aber selbst das geht.

    Und trotzdem würde ich lieber die Nerverei auf mich nehmen, als mit müdem Kleinkind, das evtl. für Stunden getragen werden möchte und dem Ausflugsgepäck durch Berlin zu tingeln.

    Eine Freundin besuchte uns mal ohne Buggy mit ihrem Kleinkind im Sommer in Berlin. Eben, weil sie sich den Umstand mit Koffer und Buggy sparen wollte. Am Ende haben wir uns von Freunden einen Buggy geliehen, damit wir mal in den Zoo oder in einen Park konnten.

    Du reist doch zusammen mit einem deiner großen Kinder, dann kann die Große doch den Buggy und du den Koffer nehmen, oder?

    Mein Mann und ich sind oft mit Buggy und riesigem Koffer im ICE (idR auch Direktverbindung) vom Berliner Hauptbahnhof gereist. Abgesehen davon, wie entsetzlich eng die Bahnsteige im Hauptbahnhof sind, war das nie ein Problem. Wir haben sowohl Buggy als auch Koffer gut verstaut bekommen.

    Ich habe mir im Vorfeld diverser Reisen Gedanken gemacht, ob wir den Buggy mitnehmen sollen oder nicht und am Ende war ich immer froh das olle Ding dabei zu haben.

    Ich wünsche euch ganz viel Spaß in Berlin!

    Ich könnte mir vorstellen, dass die Begründung mit der Selbstverteidigung eine Schutzbehauptung ist oder eine abwegige Antwort, weil sie keine Lust auf weitere Diskussionen haben.

    Vielleicht haben sie als bildungsnahe Familie entschieden, dass sie versuchen wollen zur besseren Durchmischung beizutragen, vielleicht haben sie auch einfach keinen anderen Platz bekommen und wollen nicht drüber reden.

    Und vielleicht, hoffentlich, wird es nicht so schlimm.

    Ich habe Freundinnen, die im Wedding und in Moabit ihre Kinder auf Grundschulen mit extrem schlechen Ruf schicken mussten, weil es eben die Einzugsgrundschulen waren und ein Schulwechsel nicht durchging. Ihnen wurde von anderen im Vorfeld große Angst gemacht, wie schlimm es da wäre und was das mit den Kindern machen würde. Sie hatten zum Schluss selbst große Angst und machten sich Vorwürfe, dass sie keinen Schulwechsel geschafft hatten.

    Und alle wurden positiv überrascht. Eines dieser Kinder ist gerade auf ein sehr gutes Gymnasium gewechselt. Die anderen sind noch mittendrin und happy.

    Brennpunktschulen haben auch immer sehr viel mehr Mittel, Fachpersonal und Erfahrung mit schwierigen Situationen und daraus resultierend oft gute Konzepte als Otto-Normal-Schulen. Binnendifferenzierung und Bildungsgerechtigkeit klappen an den Schulen, die ich kenne auch sehr viel besser als an Normalo-Schulen.

    Ich habe den Eindruck, dass zumindest punktuell die Berliner Schulmisere für eine bessere Durchmischung sorgt und die Kinder wirklich in ihren Einzugsgrundschulen landen. Somit hat die Gentrifizierung bei gleichzeitigem Schulplatzmangel (zumindest teilweise in den mir bekannten Stadtteilen) den Effekt, dass immer mehr bildungsnahe Kinder an Brennpunktschulen landen. Als es noch leichter war mit den Plätzen an anderen Schulen, war der Wechsel ja oft gesetzt. Das geht jetzt nicht mehr so leicht.

    Ich kenne aber auch das moralische Dilemma, dass man sich objektiv bewusst ist, dass man durch einen Schulwechsel von der Einzugsgrundschule das Problem der Brennpunktschulen verschärft. Aber subjektiv natürlich nicht das eigene Kind die verfehlte Sozial- und Bildungspolitik ausbaden lassen möchte.

    Aber manchmal hat man keine Wahl und wird positiv überrascht.

    Und ganz zur Not, wenn es an der Einzugsgrundschule schlimm ist, kann man auch während des Schuljahrs ziemlich leicht wechseln. Das weiß ich leider aus Erfahrung. Die schlimme Grundschule war allerdings weit weg von Brennpunkt und sozialem Elend, das war in einem bildungsnahen, gut-bürgerlichen Umfeld.

    Im Tagesspiegel gibt es da passend zum Thema heute einen Artikel mit dem schönen Titel Das mulmige Gefühl zum Schulanfang: Seine Kinder in Berlin zur Schule schicken? Das muss man sich erstmal trauen!

    Leider hinter der Paywall, aber vielleicht können manche den ja trotzdem lesen.

    Hier haben sich die Kinder vor ein paar Jahren auf einem Kram-Markt beide Holz-Zwillen gekauft. Also, absolut nix Hochwertiges oder Professionelles, eher Marke Eigenbau.

    Wir hatten abgesprochen, dass damit nur weiche Sachen rumgeschossen werden, weil eben sonst schnell gefährlich und Querschläger immer möglich sind. Alle einsichtig.

    Man einigte sich als Wurfmittel auf Plüschbällchen für die Katzen als Spielzeug. Das klappte jahrelang super. Bis es nicht mehr klappte.

    Die seinerzeit Elfjährige (!), sonst ein verantwortungsbewusstes, umsichtiges Kind, probierte in einem Anfall von Übermut und geistiger Umnachtung aus, was passiert, wenn man eine 2-Cent-Münze rumschleudert. Durch einen blöden Zufall traf sie mich am Oberschenkel. Und seitdem wird hier wirklich nichts Hartes verschossen. Es ist auch für ein Kind nicht schön, wenn es seine Mutter versehentlich zum Weinen vor Schmerzen bringt und ein wochenlang sichtbares Hämatom verursacht hat. Und das waren solche Schmerzen, da schossen mir unkontrolliert die Tränen in die Augen.

    Deswegen mein ungebetener Rat, lasst das mit der Steinschleuder lieber.

    Wenn es ums Zielen und Abfeuern geht, kann ich aus jahrelang begeisterter Nutzung eine Holzarmbrust mit Saugnapfbolzen empfehlen (falls ihr sowas nicht eh schon habt). Haben wir seit Jahren und wird von der Familie und Freunden begeistert benutzt.

    Ich habe fachlich keine Ahnung, wir sind auch nicht in NRW, bin aber wirklich entsetzt. Mein Mitgefühl! Was für ein schlimmes Gefühl, wenn Kinder so einem Lehrer ausgesetzt sind. Da hat man ja gar kein Vertrauen mehr.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es rechtens ist für ein vergessenes Zeugnis eine solche Strafe aufzubrummen. Es hat ja auch überhaupt nichts miteinander zu tun. Und hoffe sehr, es ist nicht rechtens und ihr könnt euch dem formal widersetzen.

    Ist die Schulleitung im Bilde, was das für ein Lehrer ist? Grundsätzlich eskaliere ich ungern "nach oben", aber bei einer solchen Sache, würde ich die Schulleitung miteinbeziehen, natürlich sachlich bleiben, aber klar benennen, was das für ein Unding ist.

    Besonders, wenn der Lehrer eine negative Vorgeschichte hat, sollte die Schulleitung wissen, wenn wieder etwas so Krasses vorfällt.

    For the record, meine Tochter hat auch schon mal länger vergessen ein unterschriebenes Zeugnis vorzuzeigen, das hatte null Konsequenzen.

    Meine Tochter war zu ihrem 10. und 11. Geburtstag klettern im Hochseilgarten. Das ist Anfang März wahrscheinlich noch wettermäßig schwierig, aber falls ihr eine Kletterhalle in der Nähe habt, wäre es vielleicht eine Überlegung wert.

    Ansonsten war sie zuletzt auf Geburtstagen im Jumphouse, beim (Indoor-)Minigolf, Kindertheater, Keramikwerkstatt, beim Schokoladeselbermachen bei Ritter Sport und ganz klassisch Übernachtungsparty mit vorher Kino bzw. Heimkino. Aber letzteres ist in eurer Situation bestimmt noch schwierig. Für Übernachtungsparty braucht es ja engere Freundinnen und es können nicht so viele eingeladen werden.

    Zum 12. Geburtstag jetzt möchte sie in einen Escape Room.

    Ich wünsche euch viel Spaß und hoffentlich wenig Stress!

    Wenn es entspannt, aber interessant zugehen soll, höre ich sehr gerne "Geschichten aus der Geschichte", ein wunderbar ruhiger, aber fundierter Geschichtspodcast mit zwei grundsympathischen Historikern. Die sind nie derb oder anzüglich.

    Ansonsten höre ich in so einer Stimmung noch gerne "Die sogenannte Gegenwart" von der Zeit.

    Da wechseln die Moderierenden, die sind aber alle gesittet und lustig.

    Aus meiner Kindheit kenne ich es so, dass der Baum am 24. aufgestellt wird. Oft haben wir ihn erst ganz kurz vor Heiligabend aus dem Wald geholt. Da das Weihnachtszimmer aber bis zum Glöckchenklingeln am Abend verschlossen war und von den Kindern nicht betreten wurde, wusste ich das als Kind aber gar nicht so genau. :D

    Heute stellen wir den Baum bisschen früher auf, meist so 22. oder 23.12. und er wird am 23.12. von den Kindern (und ein bisschen uns Eltern) geschmückt. Ein Weihnachtszimmer gibt es nicht mehr, so schön und magisch ich es als Kind fand in das geschmückte, glänzende und duftende Weihnachtszimmer zu kommen, so hart war der Bruch, als es das als Teenie plötzlich nicht mehr gab und ich fand sowieso schon immer, Kinder sollen unbedingt den Baum mitschmücken. Mit offener Wohnküche ist ein verschlossenes Weihnachtszimmer auch nicht mehr praktikabel. #pfeif

    Dass wir nicht mehr am 24. den Baum schmücken, hat sich als entspannter rausgestellt und deswegen machen wir das jetzt einen Tag früher.

    Raus kommt Baumi idR am 6. Januar. So war das früher bei uns schon.

    Die Newsjunkies vom rbb-Inforadio haben der Medikamentenknappheit heute eine Podcast-Folge gewidmet, die ich interessant fand. Vielleicht interessiert es die ein oder andere von euch auch.

    Mit der Medikamentenknappheit waren wir auch schon persönlich konfrontiert. Aktuell gestern, weil die Große ziemlich heftig Streptokokken. Die Kinderärztin verschrieb ihr Penicillin-Tabletten. Ich habe mehrere Apotheken abtelefoniert und alle sagten, es gibt seit Wochen keine Lieferungen von Penicillin mehr und es ist auf unabsehbare Zeit nicht lieferbar. Ich war schon echt verzweifelt. Der Tochter ging es richtig richtig schlecht. (So war das schonmal bei Streptokokken vor ein paar Jahren, ich fand es sehr bedrohlich. Mit AB konnten wir ihr bei ihrer Besserung quasi zugucken.) In einer Winz-Apotheke hier in einer kleinen Seitenstraße gab es noch eine letzte Packung, die haben wir glücklicherweise ergattert. Und heute geht es ihr deutlich besser.

    Glücklicherweise ist sie so groß, dass sie problemlos Tabletten nehmen kann. Also, Ibu-Saft ist für sie nicht mehr relevant.

    Das Problem mit Ibu-Saft haben wir nämlich auch schon durch. Im Sommer war der Siebenjährige richtig krank. Über fünf Tage ungewöhnlich hohes Fieber. Obwohl wir sonst nicht jedes Fieber senken, wenn sich die Kinder soweit "fit" fühlen, war das bei diesem Fieber absolut nicht möglich. Das stieg sofort auf fast 41, der Sohn war wahnsinnig angestrengt und es war schlimm mitanzusehen. An einem Abend ließ er sich nicht mehr aufwecken, da mussten wir sogar in die Notaufnahme. Das war ein Höllenritt. Und der Sohn ist sehr heikel mit Medikamenten, übergibt sich schnell, wenn er etwas ekelig findet. Er akzeptiert nur Ibu-Saft mit Erdbeergeschmack. Und den gab es nirgendwo mehr. Ich war in mehreren Stadtteilen in diversen Apotheken. Nichts. Mir wurde das seinerzeit mit Lieferschwierigkeiten der Abfüllflaschen erklärt. Es gebe nur ein Werk, das die Fläschchen fertigt und da kamen keine Rohstoffe mehr an. Mein Mann fand schließlich in einer unscheinbaren Mini-Apotheke in Nähe seiner Arbeit noch ein Fläschchen. Die haben schon vorausschauend Vorräte angelegt und nur rationiert abgegeben, weil sie wussten, dass es diese Knappheit gibt. Das hat uns gerettet.

    Wirklich schlimm, dass die Politik das so lange hat laufen lassen, bis es so bedrohlich geworden ist. Ich hoffe, es wird jetzt ordentlich und sehr schnell dagegen gesteuert.

    Tochter hat letztes Jahr in der 5. Klasse einen Auszug aus "Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat" von Marc Uwe Kling vorgelesen und alle haben sich weggeschmissen und sie hat sogar gewonnen. :D

    Dieses Jahr hat sie aus ihrer Lieblingsbuchreihe "Mord ist nichts für junge Damen" eine dramatisch-lustige Geständnis-Szene vorgelesen. Zwar nicht gewonnen, aber trotzdem viel Spaß gehabt. ^^

    Für die 6. Klasse, finde ich die "Der Tag, an dem..."-Reihe von Marc Uwe Kling immer noch sehr gut geeignet für einen Vorlese-Wettbewerb.

    Aber egal, was es wird, viel Erfolg und viel Spaß deiner Tochter!

    Bei uns waren völlig unauffindbare Kinderbrillen einmal in eine Schublade in einem Badschränkchen gerutscht und einmal in ein Kinderzimmerregal relativ weit unten gelegt worden, so dass man sie nicht sah.

    Besonders bei der Schublade hat es eeeeewig gedauert die Brille zu finden. Es war Zufall, dass beim Bettfertigmachen jemand die Schublade öffnen musste und - tada - auf den Waschlappen lag die Brille.

    Viel Glück beim Finden!

    Die 10jährige wünscht sich einen 3D-Stift, hochwertige Pralinenformen (keine wabbeligen aus Silikon), neues 1000er Puzzle plus Puzzlematte, Lego-Technik, Escape-Spiel und Clickertrainingszeug für unsere Katzen.

    Und dann noch diverse Bücher.

    Besonders gewünscht: "Wie Tiere sprechen und wir sie besser verstehen" und "Wundervolle Welt der Tiere" oder "...Sterne" oder "...Natur".

    Mal sehen, was es wird.

    Viel Spaß beim Geschenkewünsche finden! #ja

    Aviva #liebdrück

    Hier hat der Lockdown auch vieles hervorgebracht, von dem ich gedacht hätte, das machen wir nie "so".

    Der seinerzeit Fünfjährige wurde stundenlang - also, wirklich STUNDENLANG! - vor Switch bzw. Fernsehen geparkt, weil anders Homeschooling und Homeoffice nicht möglich waren.

    Essen gab es sehr viel vom Bofrost (#eek), Dr.Oetker und Lieferando - oder Convienence Food aus der Supermarkt-Kühlabteilung. Der Müll, die Nährstoffe! #haare#yoga

    Vor lauter Stress und zu viel Aufeinanderhocken gab es hier öfter Streit als normal und so eine grundgenervte Stimmung, die sich nur schwer aufbrechen ließ. Da sind auch Sätze gefallen, die ich nie hatte sagen wollen. Wir haben immer drüber sprechen können, im Nachhinein. Aber ich habe gemerkt, dass der Daumenschrauben-Stresspegel der Lockdownzeit echt zu viel für uns war. Das hat mich nachhaltig erschüttert, zumal ich am Anfang der Pandemie großes Vertrauen ins uns hatte, dass wir diese Krise gut wuppen würden. Im ersten Lockdown war es auch noch weitesgehend ok. Die Wintermonate waren aber furchtbar. Ich habe große Angst vor neuerlichen Schulschließungen.

    Ich kann mich noch gut erinnern, wie mein Mann und ich, prä-kinder, mal eine Mutter sahen, die ihr vielleicht dreijähriges, motzendes und kreuzunglückliches Kind hinter sich hertrotten ließ und mit wütenden, großen Schritten vorausging. Wir waren total entsetzt und stellten uns vor, die Frau müsste sich doch nur liebevoll zum Kleinen hocken, mit ihm verständnisvoll sprechen und das Kind würde getröstet und einsichtig mit ihr mitgehen. #taetschel So harsch und lieblos würden wir nie auf Gefühle unserer Kinder reagieren!

    Naaaaja. Bei der Tochter hätte das meistens sogar funktioniert. Aber! Beim Sohn nicht. Das ist ein Kind mit lauten Gefühlen. Und wenn er sich empört, braucht er Zeit und Raum für seine Empörung.

    Letztes Jahr wollten wir zum Spielplatz, auf dem Weg dahin Altglas wegbringen. Der Tag bisher war schon nicht optimal verlaufen. Die Kinder hatten viel gezankt, mein Mann und ich hatten keine Zeit für sie gehabt.

    Nun freute sich der Sohn aufs Rausgehen, die Große hatte keinen Bock, war grätzig mit ihm und zog ihn auf. Sagte, er dürfe kein Altglas einwerfen und außerdem müsse er das Hoftor zu machen. "Nä-nä-nänä-nä!"

    Ich sagte, nein, natürlich dürfe er Altglas einwerfen und ich machte das Hoftor zu. Trotzdem war er so empört, dass er anfing fürchterlich zu weinen und zu schimpfen. Er setzte sich mit verschränkten Armen auf den Bürgersteig und weinte laut. Alles trösten und nett neben ihn hocken half nichts. Allmählich wurde mir die Altglastasche schwer und die Sonne zu heiß. Tochter rief von vorne: "Wenn wir gehen, kommt der schon mit." Und ging in Richtung Glascontainer und Spielplatz. Ich sagte dem Sohn, dass mir die Tasche zu schwer wurde und ich in den Schatten wollte. Er blieb motzend und grummelnd sitzen und ich sagte genervt: "Dann bleib halt da sitzen!"

    Ich ging ein gutes Stück vor in den Schatten, aber noch in Hör- und Sichtweite zum Sohn. Eine junge Frau näherte sich aus der anderen Richtung dem Sohn. Sah ein einsames Kind weinend auf dem Bürgersteig sitzen und fragte ihn, ob er Hilfe brauche. "Nein", greinte der Sohn. "Aber meine Schwester ist so doof! Ich darf kein Altglas einwerfen! Und ich soll das Hoftor zumachen! Aber ich war gar nicht der Letzte!" Ich bin dann wieder zurück zum Sohn, bedankte mich bei der Frau, dass sie aufmerksam war und versuchte nicht mich zu schämen.

    Ich hoffe, die junge Frau war gnädiger mit mir als mein Vergangenheitsich mit der wütend ausschreitenden Dame damals.