Beiträge von Narzisse

    Iverna

    Hatte ich auch gar nicht so verstanden!


    Falls meine Antwort so angekommen sein sollte, tut es mir leid.

    Frust habe ich. Weil meine Schule, an der mein Herz hängt, aktuell vom Träger und dem Kumi an die Wand gefahren wird.
    Aber das wäre ein Thema für einen eigenen Thread. Und der würde mich so mitnehmen, dass ich mich noch nicht traue.

    Ich habe 26 Kinder in meiner Klasse, ich unterrichte nicht weniger als andere - wir sind eine normale Schule.


    Vom Hochbegabten bis zum Geistigbehinderten über Kinder, die wenig Deutsch können, LRS-Kandidaten, Verhaltensoriginelle und was es sonst so gibt habe ich alles in der Klasse sitzen.


    Vor der Truppe würde ich mit Frontalunterricht ohne Differenzierung untergehen und hätte ein gewaltiges Disziplinproblem.


    Meinem Eindruck nach ist es nicht viel mehr Arbeit (dass die meisten LuL sich vorbereiten, setze ich einfach mal voraus), sondern ein anderer Blickwinkel.

    Mehr Arbeit ist es, das streite ich nicht ab. Aber es ist machbar.

    Und es wäre schön, wenn mein AG mal sähe, was wir tagtäglich leisten und nicht alle paar Monate mit noch einer neuen Schikane, wie das Elend besser verwaltet werden kann, um die Ecke käme.

    Aber das ist ein anderes Thema...

    An meiner Schulform gibt es viel Handlungsorientierung, verschiedene Angebote, wie gelernt wird (Lerntheke, Wochenplan, Stationenarbeit,...), verschiedene Sozialformen (Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit, Gruppenpuzzle, Kugellager,...) und viel Binnendifferenzierung.


    Aber wir sind kein Gymnasium.

    Trotzdem gibt es als höchsten Abschluss das Abi.

    Es ist leider nicht zu viel Regen.

    Der Dürremonitor gibt weiterhin keine Entwarnung. #crying


    Ich bin keine Hitzeanbeterin, aber es dürfte gerne 20-25° haben und nachts regnen.

    Das wäre doch ein Deal. ;-)

    Ich hatte Röteln und keinen Titer.

    Daher wurde ich nachgeimpft.


    Ergebnis: In der Schwangerschaft war der Titer viel zu niedrig, ich hatte keine Gefahr geahnt. Der Titer baut sich bei mir seeeehr schnell ab, ähnlich wie bei Ebura.

    Ich baue keinen richtigen Schutz auf, warum auch immer.

    Bei uns passt alles.


    Nr. 1+2 fahren auf dem Hinweg mit dem Vater, weil er im benachbarten Gebäude arbeitet und ihnen das 20 Minuten Zeit schenkt.

    Den Rückweg legen sie mit dem Bus zurück.

    Den Hinweg dann, wenn der Vater zu anderen Zeiten arbeitet oder krank ist.


    Nr. 3 geht komplett zu Fuß.


    Nr. 4 wird vor die Tür des Kindergartens kutschiert. Ist aber ein Weg, den der Vater zurücklegt; findet alles auf dem Weg zu seiner Arbeit statt.


    Fahrrad ist hier im Ort komplett unattraktiv: Viel Verkehr, keine Radwege, viele Steigungen.

    Mein jüngstes Kind hat mit 5 erst durchgeschlafen und noch keine Nacht alleine verbracht. Es ist auch noch nie alleine eingeschlafen.


    Es hat den Vorteil, das jüngste Kind zu sein.


    Ich denke nicht drüber nach, ich habe Müdigkeit in den letzten Jahren akzeptiert und weiß, dass das Leben ausgeruht mehr Spaß macht, aber im müden Zustand auch funktioniert und sogar seine netten Seiten hat.


    Am Wochenende hat mein Mann übernommen und ich habe mich immer ausgeschlafen.

    Ab und zu mache ich einen Mittagsschlaf.

    Ich habe in der Phase auch übers Abstillen nachgedacht.

    Ich bin gedanklich durchgegangen, was mich am meisten stresste, und das war mir schnell klar: Das nächtliche Stillen.

    Damit habe ich angefangen.
    Mein Mann hat die Nächte übernommen; das Kind getröstet, ihm Wasser angeboten usw. Ich habe woanders geschlafen, ich wollte das gar nicht mitkriegen. ;-)

    Im Endeffekt war nach 3 Nächten der Käse gegessen und ich merkte, dass mir das Stillen tagsüber gar nichts mehr ausmachte.


    Letztendlich habe ich 2 Jahre lang 2 Kinder gestillt, das ältere Kind verlor mit ca. 4,5 Jahren die Lust dran und ich habe aktiv gar nichts weiter gemacht.

    Das Privileg haben Kinder aus bildungsnahen Haushalten immer, die Schule wird das nie egalisieren können und das ist m.E. auch gar nicht der Punkt.


    Ich arbeite an einer Schule, in der es keine nennenswerte Elternarbeit gibt, und ich frage mich halt immer, warum es andernorts heißt, dass es NUR mit Elternbeteiligung was werden kann.


    Dass alle davon profitieren, wenn Eltern Zeit mit ihren Kindern verbringen können, ohne dass beide Parteien völlig abgekämpft sind, sehe ich auch so.

    Freda

    In meine Klasse gehen einige geflüchtete Kinder, deren Eltern sie nicht unterstützen können. Geld ist auch keines da, um das Thema auszulagern.

    Was ist mit diesen Eltern bzw. deren Kindern, wenn es um Unterstützung geht?


    Was ist mit den vielen Eltern, die selbst eine Bildungsversagerkarriere hinter sich haben, im Schulhaus in der Elternrolle aber auf ihre alten Traumata stoßen, große Lücken bei der Schulbildung haben und auch nicht besonders reich sind?


    Ich arbeite in so einer Umgebung.

    Und da würde auch eine Wochenarbeitszeit von 30h pro Partner nichts helfen.



    Ich wäre vermutlich in der Lage, Nachhilfelehrerin meiner Kinder zu spielen.

    Aber es macht unsere Beziehung mürbe. Wir gehen uns fast an den Hals, wenn wir gemeinsam was tun.

    Natürlich erinnere ich an Vokabeln, ich kaufe Materialien, ich sorge auch für Bildung im allgemeinen Sinne (Museum, Vorlesen, Wanderungen, Austausch über diverse Themen,...), aber gerade bei klassischen Schulthemen kapituliere ich.
    Da bin ich - auch im Elterngespräch, btw - Verfechterin der These, dass eine gute Eltern-Kind-Beziehung einen durchs Leben tragen kann, nicht eine im K(r)ampf eroberte 3 in Mathe. ;-)

    Ich habe nicht alle Antworten gelesen, das vorweg. Es kann sein, dass es meine Antwort schon gab.


    Ich würde einen Gesprächstermin mit der Klassenleitung vereinbaren, mitteilen, dass es an 2 Tagen in der Woche bei euch keinesfalls möglich ist, die HA in der gewünschten Form zu erledigen und die Lehrerin fragen, was sie vorschlägt.

    Ich würde da auch keinen Verhandlungsspielraum anbieten in Form von "ein Kind aus dem Hort hilft", weil das in der Regel in die Hose geht.



    Unsere individuelle Lösung war übrigens die, dass ich einer Nachbarin Geld dafür gebe, dass sie an den langen Tagen die Kinder nimmt. In der Nachbetreuung selbst habe ich die gebuchten Zeiten deutlich reduziert.

    Meine Kinder sind auch am Tag nach so einer langen Betreuungsdauer noch durch den Wind, dafür waren sie irgendwie nicht geschaffen.