Beiträge von patrick*star

    Angeblich ist es laut den Trägerinnen ( hab kopftuchtragende Komilitoninnen gefragt gehabt) kein Unterdrückungsinstrument,

    Hm...

    Ich weiß grad nicht, wie ich es am besten ausdrücken soll... es kann ja auch sein, dass es den Frauen durch die Sozialisierung so eingeredet wurde. Hier in meinem Umfeld sind viele (junge!) Frauen auch der Überzeugung, es herrscht schon Gleichberechtigung im Job und in Familie usw. Das wird einfach nicht hinterfragt.

    genau das wollte ich auch schreiben.


    ich finde es zuäußerst problematisch und nicht einfach ein stück stoff. die trägerinnen sind auch nicht unbedingt die beste quelle für die untersuchung des unterdrückungspotenzials. hier funktionieren ja auch mechanismen, die von den beteiligten mit klauen und zähnen abgestritten werden. zum beispiel haben alle frauen hässliche geburtsnamen, oder fast alle... ich finde es aber schwierig, dazu grundsätzlich öffentlich stellung zu beziehen.

    danke! ich finde sowohl astrid als auch solveig und mila super. würden mir alle gut gefallen. aber auch walburga fänd ich gar nicht so schlimm, eine freundin von mir heißt so und wird wally genannt. mit meinem namen werde ich mich zeitlebens nicht arrangieren können und finde es richtig hart scheiße.

    kein zweitname leider und die spitznamen machen immer alles noch schlimmer. paar tipps: es gibt hier eine userin, die meinen vornamen als nick verwendet :D. leonard cohen hat ein lied mit diesem vornamen betitelt (woher die idee stammt), aber die deutsche version des namens ist ein absoluter sammelbegriff in meiner generation und NOCH schlimmer als meine internationale), lou reed hat eine liebesbekundung für eine frau des vornamens vertont. die sängerin mit nachnamen vega heißt auch so. das dürfte eigentlich reichen... :-D

    bei mir ist "vorname" für meinen sohn unter strafe verboten. also. er nennt mich mama. und er wird NIEMALS NIE mich beim vornamen nennen dürfen und damit durchkommen. ich BIN schließlich die mama, und außerdem ist mein vorname wahrhaft abscheulich. meine mutter sagt auch oft "kind" zu mir und ich mag das gerne, weil ich ja das kind bin in dem zusammenhang. auch als 1,83-95-kilo-wemser.

    ja, für MICH persönlich, ruhrpott, ist "mami" der absolut schlimmste bezeichnungs-worstcase. "mami" ist für mich der gegenpart zu jeglicher emanzipationsbestrebung auf der ganzen welt und außerdem klingt es hardcore grenzdebil für mein empfinden. da berichtige ich auch erwachsene, die mich als "mami" bezeichnen. nooo no no. "mutti" finde ich wie gesagt wg. der ost-assoziation exotisch und nett. hier geläufig ist "mama" oder "mutter" (was wie "mutta" ausgesprochen wird) oder "unser mutter".

    das ist für mich das ost-west-differenzierungsmerkmal schlechthin. hier, im westen des westens, kommt "mutti" grotesk bzw. als beleidigung rüber. im osten total normal bzw. auch passend. wenn ich "mutti" ostmäßig ausgesprochen höre, finde ich da nichts schlimmes bei. ich denke auch mal, dass es nicht lieblos rüberkommt, wenn man im ruhrpottslang "mutta" und "vatta" oder "unsermutter" (sauerland/OWL) hört und der kontext passt.

    leider kenne ich das auch so. man kann reinquatschen, sich reindrängen und so. mit erheblich nerv und aufriss. aber so wirklich hilft nur = männer müssen draußen bleiben.

    man kann es denen langweilig machen, indem man sie dann nicht beachtet und einfach isst, wenn sie loslegen. oder weggeht.



    wenn du deine idee durchziehst, werden alle ein qualvolles cringe-gefühl durchleiden, der mann wird aller voraussicht nach wütend werden und dich als überspannte, hysterische blöde gendertrulla sehen. oder er versteht nicht, was das bedeuten soll, lässt frau b oder c kurz ihren gedanken anbringen und seiert dann wieder drauflos. möglicherweise kriegen sich die anderen fauen dann nicht mehr geäußert, weil_/_zu unangenehm.



    dass man diese männer zu gleichberechtigten gesprächspartnern auf augenhöhe erzieht, halte ich für absolut ausgeschlossen leider.



    ach ja, was noch helfen könnte: das phänomen unter den frauen VORSICHTIG ansprechen. vielen ist das gar nicht bewusst, und es stört sie ggf. schon lange, wie ein stein im schuh. dann können die sich bei bedarf von den seierboys wegklinken.


    lg patrick

    ich habe nicht öffentlich gestillt, weil das am besten im liegen ging und ichs mir auch sonst bevorzugt mit dem jungen gemütlich gemacht habe. das mochte er auch lieber. finde aber, es sollte stets und immer unbenommen sein. bei uns in der kirche ist es ausdrücklich gestattet und wird vom pastor auch so gesagt (ich meine, besser, das baby kriegt fressi und ist zufrieden als dass es hungrig und verzweifelt brüllt oder mutter von der messe nichts hat und raus muss).


    und selbst den maximalfall "frau lässt brust weithin sichtbar raushängen, brustwarze ist deutlich weithin zu sehen" finde ich völlig in ordnung. das betrifft einen so winzigen prozentsatz der menschen, da kann man auch einfach wegglotzen. zumal der anblick sicher nicht ansatzweise so unappetitlich ist wie der von wild rumpissenden kerlen am straßenrand oder scheißenden hunden, insbesondere wenn die scheiße hinterher liegengelassen wird.



    "wickelraum" ist für mich analog "WC" und daher zur nahrungsaufnahme 100% ungeeignet.


    tuch, bedecken, sonstige techniken -> wenn sich mutter und kind dadurch wohler fühlen, immer gerne. wenn nicht, halte ich das für überflüssig.


    lg patrick

    tjaaaaa, die kosten dann aber nen taler mehr... #sauer



    Daroan ich finde, das stimmt mit der komfortzone. für mich persönlich ist das privatleben IMMER mehr komfort als das berufsleben. selbst in den unangenehmsten zeiten. und ich wollte im ehrenamt _kaffee ausschenken_, wurde aber in die leitungsfunktion gedrängt (weil ich ja diese tolle café-idee hatte). ich wollte AUF KEINEN FALL öffentlichkeitsarbeit machen. dreimal darfst du raten, was ich dann machen musste: personal einteilen, geld verwalten, als sachkundige bürgerin in elend langweiligen kack-ratssitzungen rumsitzen und natürlich pressemitteilungen verfassen, presse-einladungen organisieren, fototermine... präsentationen über das projekt erstellen und vor anderen flüchtlingsinitiativen, kirchlichen einrichtungen etc. halten... "du kannnnnnnst das doch sooooo tooooollll", hieß es dann. auf sowas hatten die beteiligten damen keinen bock. aber die haben ohne mucken gespurt, wenn ich noch 3-4 kuchen abgefordert habe oder auf- und abbaudienste und so.




    ein bisschen ist das auch "was bin ich gewöhnt, was wurde mir ansozialisiert". ich glaube, dass es immer erst mal aufreibender ist, gegen das interne sozialisationsprogramm zu arbeiten. für jemanden, der darauf geeicht ist, sich selbst über erfolg im beruf zu definieren, ist das familienprogramm der todesstoß.



    wie oft sieht man bei reportagen etc. den untertitel "sabine xyz, hausfrau, und manfred xyz, arbeitslos" oder so. die äußerst stigmatisierende, ehrenrührige "arbeitslos"-bezeichnung bleibt den frauen im zweifel erspart, selbst wenn in ihrer familie niemand erwerbseinkommen erzielt. aber dieses rechtfertigungspotenzial können männer nicht abschöpfen.

    ich finde gerade das mit den privilegien sehr schwierig und hart.




    mein sohn geht da _voll_ auf kontra, ebenso wie 99,99999999999999999% aller männer, die sich öffentlich äußern. sie streiten unisono ab, privilegien zu genießen. da wird dann der männliche obdachlose vorgezerrt im vergleich zur weiblichen akademikerin.





    ja, ich profitiere von privilegien.

    die privilegien kommen mir ungerechterweise zu, nur weil ich ohne mein zutun als mann geboren wurde.

    nein, mein erfolg beruht eben NICHT nur auf MEINER leistung, sondern auch auf diesen privilegien.



    der erste mann, der das unaufgeregt einräumt, den hätte ich noch kennen zu lernen.

    mein sohn hat früher viel mit mädchen gespielt, mindestens 50:50, und seine engste freundschaft war mit einem mädchen (fast schon etwas ungesund, weil dieses mädchen sehr besitz ergreifende und stalkige züge hatte). da war nie etwas ungewöhnlich dran oder in irgendeiner form problematisch. es hat auch von außen niemand kommentiert oder merkwürdig gefunden.


    auf der weiterführenden schule begann das zu kippen, und seit der 6. klasse hatte er NULL kontakt mit mädchen. das fand ich schon immer schade. aber die klasse teilte sich auch bei veranstaltungen streng in sauerländer reihe auf: mädchen hier, jungen da. ich habe ihm gesagt, wie grotesk und schade ich das finde. aber ich hätte ihn ja nicht zwingen können.



    jetzt, in der oberstufe, beginnt sich das langsam zu lockern. er hat mehr kontakt mit anderen außerhalb seiner nerdclique und dabei auch mit jungen frauen. neulich hat er tatsächlich einen ganzen abend lang mit einer gechattet, das fand ich total heftig ungewöhnlich für ihn.



    den artikel finde ich jetzt nicht so schlimm, aber auch nicht besonders doll. besonders dieses "celebrate boyhood" am ende NERVVVVVVT mich so total, weil es WIEDER diese kack-stereotype manifestiert von wegen "raufen", "wettbewerb" und so bullenkot.



    lg patrick

    Die Lohnsteuerklasse V ist nicht gesetzt, sondern lässt sich zu Deinem Vorteil (nicht dem Deines Partners) ändern.


    Bist Du alleine für die Organisation und Finanzierung von Kinderbetreuung zuständig? Falls nein, sollten die Kosten rechnerisch nicht alleine bei Deinem Einkommen berücksichtigt werden.



    !!!!!!! richtigrichtigrichtigrichtig !!!!!!!

    Im Prinzip wäre es ja nur Mehrarbeit von mir fürs Sozialsystem? Bin ich ein Schmarotzer, wenn ich das jetzt nicht untetsütze(n kann)?




    nein. der schmarotzer ist der "arbeitgeber", der sich nicht entblödet, dich und andere so abartig auszubeuten. und der gesetzgeber, der dem und anderen asozialen ausbeutern geschenkchen ins ärschchen schiebt (unter anderem dadurch, dass er ALG2-empfänger brutal unter druck setzt, eine "arbeit" anzunehmen, und sie in ruhe lässt, wenn sie solche jobs machen - selbst wenn sie mit ergänzendem ALG2 alimentiert werden müssen).



    ich würde beim minijob bleiben und parallel nach einer anständig bezahlten TZ-stelle suchen, die sich als reine halbtagsstelle (20 h) halt besser lohnt.


    lg patrick

    Nele ich habe davon noch nie etwas gehört und bin entsetzt über die unterirdische diagnostik und dieses ABFUCK-PSYCHOABGEWIEGELE, was dir passiert ist. zumal ich noch einen ähnlichen, tragischeren fall kenne, wo die psychonummer den tod der patientin verursacht hat.


    mein vertrauen in unser gesundheitssystem siedelt sich zuverlässig im negativbereich an und wird da auch nicht mehr rauskommen.



    ich wünsche dir, dass du jetzt endlich jemand kompetenten, zuverlässigen findest und dass du diese ekel-pestbakterien schnell und restlos wieder los wirst. schnelle gute besserung und lg



    patrick <- deren offene füße auch "der psyche" zugeschrieben wurden, schönen dank auch, es war eine kontaktallergie. und nun weigert sich jeder, die zu behandeln. dank sei gott dem herrn gibt es apothekerinnen, die helfen, und inzwischen kann ich ohne verbände gehen.

    Ich muss also mein Kind bewusst schlechter Betreuung aussetzen damit es gerecht ist.

    Vielleicht lasse ich es demnächst mal hungern.


    niemand muss das.

    wie oben gesagt, ein gebundener ganztag muss und kann ja erheblich besser sein als das "hort"-wesen. das habe ich ja oben geschrieben, *seufz*.

    das ist der ansatz derjenigen, die dieses konzept verfechten.


    ich finde es auch schwierig vor dem hintergrund, den nez perce schildert, dass es individuelle kinder gibt, die da ggf. total abbrechen würden.


    die aktuelle situation ist aber ebenso nicht tragbar. ich weiß keine lösung. finde es nur eben nicht akzeptabel, dass für diejenigen, die betreuung brauchen, nur eine bessere notscheiße geboten wird. wenn überhaupt.