Beiträge von safira

    Ja vielleicht wäre es eine Idee, dass ich wirklich erst mal NUR den Tropf bekomme und sonst aber in Ruhe gelassen werde.


    Jetzt aber noch mal die Frage von oben: kann es nicht auch sein, dass die Gebärmutter erst nach einer gewissen Zeit nach der Geburt sich wieder zusammen zieht und auch erst dann wieder auf Oxytocin reagiert? Also, dass so eine gewisse Zeit Ruhe nach der Geburt des Kindes normal und gesund ist?

    Ich kann halt irgendwie nicht abschätzen, ob er wirklich so nötig ist. Vielleicht würde ja auch mal einfach unstressiges Abwarten und nur bei Bedarf eingreifen helfen?


    Es wurde ja bei mir bisher nicht interveniert, weil die Situation bedrohlich war, sondern weil wir uns den 30 Minuten näherten und es "an der Zeit war" dass die Plazenta kommt. Und erst danach gab es bei der letzten Geburt eine stärkere Blutung.


    Am liebsten würde ich es so machen wie bei Schlehe, tue mich aber so schwer abzuschätzen, wie riskant das nun tatsächlich ist.


    Großes Kind ist auch ein zusätzlicher Risikofaktor für eine Atonie, oder?

    tja, im Tenor schreiben die Schulmediziner in all diesen Artikeln halt unisono, dass das Risiko nicht vorhersagbar ist. Aber wenn was passiert, dann ist es schnell eine Katastrophe.


    Ich denke, dass es in sofern wenig hilft, ein risiko zu beziffern - auch wenn es sehr gering ist, dass was passiert, ist es - wenn was passiert ist - sehr schnell ein Notfall, der sich oft nicht folgenfrei beheben lässt.


    Mh jein. Es hilft schon, das Risiko zu beziffern. Denn wenn eine Atonie sehr wahrscheinlich ist in meinem Fall, würde ich mich ohne Probleme für das Oxytocin entscheiden. Ist es aber ein sehr seltenes Ereignis, muss ich ja abwägen, inwieweit mich der Nachgeburtsstress im Vorhinein schon stresst und Adrenalin als Gegenspieler zum Oxytocin meinen Geburtsverlauf blockiert, oder übersehe ich da was?


    Aber wirklich herzlichen Dank für deine Beiträge, die helfen mir sehr beim Sortieren :)

    Ist es denn tatsächlich so, dass die Gebärmutter innerhalb von Minuten auf Oxytocin reagiert?
    Und ist es vielleicht eh nach der Geburt so, dass sie erst mal nicht reagieren kann, weil sie eine 'Erholung' brauch?
    Andere Körperzellen brauchen doch auch eine Erholungsphase, bis sie wieder auf Oxytocin ansprechen, oder? Bsp Orgasmen und Milchspendereflex. Die kann man ja auch nicht beliebig oft auslösen (mein Laienwissen dazu...).
    Das würde ja dafür sprechen, dass man erst mal noch warten kann, und erst nach einer gewissen Zeit das Syntocin(on?) gibt.


    Wenn es tatsächlich zu einer heftigen Blutung käme und die Gebärmutter sich aufgrund nicht gelöster Plazenta nicht zusammenziehen kann, würden wir natürlich sofort den Notarzt rufen und parallel kann die Hebamme die Plazenta manuell lösen. Das ist zwar sicher kein schöner Eingriff, aber die Option beruhigt mich schon. Und das sei in ihrer ganzen Hebammenkarriere bisher nur einmal nötig gewesen.

    Ich bin ja so sehr aus der schulmedizinischen Ecke, aber möchte nicht bei euch Geister wecken, die ich bei mir vergeblich versuche, zu verscheuchen.... Darum nur als Suchevorschlag bei Google: Uterusatonie, Risiko und Multipara. Wer es sich antun möchte...


    Janos mir ist das durchaus bekannt, daher tue ich mich auch nicht leicht mit dem Thema. Ich brauche die Hebamme genau für diese Phase der Geburt, weil einfach die mütterliche Sterblichkeit in dieser Phase am höchsten ist. Bei der Geburt des 4. Kindes waren (zufällig) weder Hebamme noch Ärztin anwesend, es ging auch prima ohne. CTG wurde auch nur einmal 10 Minuten geschrieben.
    Aber für die Plazenta brauch ich halt ein wachsames Auge, was optimaler Weise ein Risiko rechtzeitig erkennt, ohne unnötig vorher zu intervenieren. Das wäre so meine Vorstellung.
    Meine Frage ist halt, wie hoch ist ein Risiko tatsächlich und mit was hängt es zusammen und ist eine vorsorgliche oxy-Gabe und ein aktives Gestalten dieser Geburtsphasen tatsächlich so viel sicherer in meinem Fall, oder könnte ich da erst mal drauf verzichten

    Hast Du das Deiner Hebamme so klar gesagt, wie Du uns das jetzt schreibst?


    Ich meine schon. Aber oft bin ich wohl doch zu diplomatisch und es fällt mir nicht auf. Ich werde es einfach nochmal ansprechen.

    Bei der letzten Geburt war sie dabei im KH, ja. Und sie hat auch an der Nabelschnur gezogen und mir sehr schmerzhaft in den Bauch gedrückt. Erst nach diesem schmerzhaft festen Ziehen fing es an stark zu bluten.
    Ich habe das als sehr traumatisch in Erinnerung, aber die Geburt vorher und ihre Begleitung bis zur Geburt des Kindes waren sehr schön und genau so, wie ich es brauchte. Daher habe ich sie auch für diese Geburt wieder gefragt. Habe aber Angst vor der Nachgeburtsphase.


    Warum sie eingreifen will: weil sie meint, eine Plazenta solle innerhalb von 30 Minuten geboren sein, sonst steige das Risiko für Blutungen. Und da es bei mir immer dauert, will sie mit dem Tropf einer Verspätung vorbeugen. Das stresst mich aber jetzt schon. Ich habe die letzte Geburt komplett die ganze Zeit gestanden, dann alleine mit meinem Mann ein über 4kg Baby geboren und hatte danach ein so großes Bedürfnis nach ein paar Minuten Ruhe. Statt dessen wurde an mir gezogen und in mich rein gedrückt und mein Wunsch wurde nicht respektiert. Wahrscheinlich aus Angst, es könne etwas schief laufen? Ich verstehe es selbst nicht so recht


    Ja Waldfrau wenn du magst, würde mich die Meinung deiner Hebamme sehr interessieren

    Bei der letzten Geburt (im KH) sollte ich direkt das Kind quasi "stressen", gleich zu stillen und dann wurde recht bald schmerzhaft auf meinen Bauch gedrückt und an der Nabelschnur gezogen und ich sollte verschiedene Positionen einnehmen. Die Blutung trat erst nach dem Ziehen an der Nabelschnur auf.


    Ich möchte sehr gerne mit dieser Hebamme entbinden, aber vor der Plazentageburt graust es mich

    Mit dem Begriff "aktives Gestalten" hab ich mich inhaltlich auf den verlinkten Artikel bezogen.
    Also sie möchte gleich nach der Geburt des Kindes einen Oxytocin Tropf dran hängen und dann recht bald alles versuchen, damit die Plazenta innerhalb der 30 Minuten kommt. Ich hingegen hätte mal gerne EINMAL keinen Stress ;)

    Bei der zweiten Geburt hat es eine knappe Stunde gedauert, bis sich die Plazenta löste. Das war aber eine Hausgeburt. Das Baby war zu dem Zeitpunkt noch nicht abgenabelt. Das Baby weinte ganz kurz (für die Hebamme ein Zeichen, dass sich die Planzenta jetzt gelöst hat) und dann merkte ich, dass die Plazent kommt, habe ich kurz aufgerichtet und sie rutschte einfach raus. Die Hebamme hat dann nur nochmal geschaut, ob sie vollständig ist.


    Ich möchte ja diesmal auch eine HG und genau so wie bei dir hätte ich halt eigentlich gerne die Nachgeburtsphase. Die Hebamme würde aber gerne aktiv gestalten. Mir wäre es aber so wichtig, wenigstens dieses eine Mal diese Phase ohne Stress zu versuchen und erst mal ohne Medikamente.

    Ich hab den Artikel nun mal überflogen und versteh einiges auf Anhieb nicht zu 100%. Aber es scheint wohl schon so zu sein, dass ein aktives Leiten der Nachgeburtsphase laut diesem Artikel von Vorteil ist und Oxytocin sinnvoll erscheint. Mh.
    Wozu ich nix finde: ob es einen Unterschied macht, wie oft die Frau bereits geboren hat.

    Danke für die Antwort :)


    Meine (sehr liebe) Hausgeburtshebamme hat nochmal wiederholt, dass die Plazenta Bitte auf jeden Fall nach 30 Minuten da sein soll und sie direkt nach der Geburt einen Oxytocin Tropf anhängen will. Ich hätte aber mal gerne einfach zeit und keinen Stress nach der Geburt


    Danke. Ich habe mir auch nicht ausgesucht, seit der 24. Woche Wehen zu haben, oder bereits eine FG im Zusammen mit der Arbeit gehabt zu haben. Und dass es mir überwiegend scheiße geht dank Schwangerschaftsproblemen habe ich mir auch nicht ausgesucht. Von daher bin ich froh, dass es das BV gibt und ich nicht den Held spielen muss.

    Ich freue mich total, dass es dir so viel besser geht :) !!


    Aber zu deinem letzten Absatz habe ich eine andere Meinung. Ich finde prinzipiell, dass man auch mit mehreren Kindern voll arbeiten darf und soll, wenn man es muss oder möchte. Dass das in einer neuen Schwangerschaft dann eventuell nicht mehr leistbar ist, oder die Kinder öfter mal krank sind, oder oder... sind für mich Aspekte, mit denen die die Gesellschaft zurecht kommen muß. Arbeitest du vollzeit, zahlst du der Gesellschaft genug Steuern zurück und sorgst durch die Aufzucht deiner momentan 5 Kinder für die Rente der nächsten Generation. Ich finde da darf man dann auch mal selbst die Gesellschaft etwas belasten durch ein BV.
    ...aber das ist meine Sicht als Großfamilienmama, andere mögen es anders sehen. ...
    Und persönlich schaffe ich es mit 4 Kindern nicht, vollzeit zu arbeiten und finde das auch okay. Aber falls ich es wöllte/könnte ;) , wäre ich im jetzigen Fall (hab vorzeitige Wehen in seit der 24. Woche) definitiv ins BV und zwar ohne schlechtes Gewissen und würde darin keinen Grund sehen, später nicht wieder voll zu arbeiten

    [quote='jascha','http://community.rabeneltern.org/index.php?thread/45103-besch%C3%A4ftigungsverbot-als-privatvergn%C3%BCgen/&postID=1621366#post1621366'.


    Gut, dass Du jetzt im BV bist, janos, hoffentlich kannst du dich gut erholen![/quote]


    Dem schließe ich mich an :)

    Eine Anpassungsstörung muss nichts mit einem Trauma zu tun haben (würde es trotzdem im Kontext dieses Threads nicht verwenden)


    Ich kenne sie tatsächlich als Traumafolgestörung und es sollte laut ICD 10 eine außergewöhnliche psychische oder physische Belastung als A Kriterium vorliegen und es ist eine psychische Störung. Davon würde ich bei einer Schwangerschaft nicht sprechen, weil ja ganz klar die körperlichen Symptome bei dir im Vordergrund stehen, die durch die Schwangerschaft erklärbar sind. Aber das müsste man natürlich im einzelnen Fall genau anschauen. Aber das ist jetzt OT.