Beiträge von licht

    mich hat am meisten dieser absatz beeindruckt:


    Yet her research and interviews revealed that men do play a significant child-caring role, not least because Dakar is expensive and couples often both have to work.

    "That will force them to start dividing tasks.

    "And when I asked the men if they actually participated in the education of their children and if they helped at home they were like: 'Well, yes I'm forced to, my wife, she works as well - she can't just take on all the different tasks.'


    in österreich mussten zig campagnen gestartet werden, damit es für väter normaler wird, bei der kinderbetreuung auch mitzumachen. in senegal scheinen die väter zumindest zu hause etwas praktischer veranlagt zu sein.

    die premierministerin meinte sinngemäss es hätte wohl viele zuwanderer getroffen, viele flüchtlinge. dass seien menschen, die in neuseeland leben. they are us.


    #kerze#kerze#kerze



    ja, die frieday-demos liefen in neuseeland parallel zum anschlag, ich bin mir aber nicht sicher, ob in christchurch auch eine demo war.


    Um was für Blogs etc geht es denn?

    Ich kenne die alle nicht und bin jetzt neugierig :D

    Killermuttis unter uns

    ab seite 14 fangen die rabinnen an, sich auszutoben. wirklich lesenswert.

    und für das OFFENE UMGEHEN mit den dunklen seiten bezahlt man teuer. ich weiß es, denn ich mache es...

    im privaten oder im beruflichen kontext? im beruflichen hab ich es shcon erlebt und beisse mir da so sehr auf die zunge, dass sie blau wird und trotzdem purzeln manchmal sachen aus meinem mund, die ich besser nicht sagen sollte. aber im privaten umfeld hab ich eigentlich nur positive reaktionen. und falls es negative gibt, dann hab ich sie nichtmitbekommen.

    wichtig scheint mir allerdings auch, trotz vorbereitung ohne überhöhte erwartungen in die geburt zu gehen und sich nicht selber druck zu machen, eine "perfekte" geburt hinlegen zu wollen.

    das finde ich ganz wichtig. ich habe mit zwei frauen geredet, die zumindest das buch gelesen hatten. ich erinnere mich nicht, ob die beiden auch kurse belegt hatten. beide haben gemeint, sie hätten das während der geburt einfach nciht hinbekommen. die eine hat es rein deskriptiv erzählt, die andere wirkte so, als fühlte sie sich als versagerin. das scheint mir eher ungesund.

    Und alles hat zwei Seiten: Familienbett bedeutet Schlafmangel,gibt aber natürlich auch Kraft und Wohlbefinden, Stillen nach Bedarf und ziemlich lange (Kind hat sich nach 3 Jahren abgestillt) kann zehren und eine gewisse Unflexibilität verursachen, gibt aber auch wieder Kraft (und konkret mir die Zeit zum Lesen) und gehört zu den schönsten Erinnerungen an die Baby- und Kleinkindzeit.

    bei mir war familienbett einerseits platzmangel, schlecht schlafen und andererseits eine vereinfachung, weil das kind gleich bei mir lag und ich nicht schlaftrunken zum kinderbett torkeln musste. genauso das stillen. einerseits auszehrend, mehr oder minder alleine verantwortlich für nahrungsaufnahme, andererseits immer und überall in ausreichender menge und wohltemperiert die nahrung fürs kind dabei. (mir fiel es schwer, mich auf jause mitnehmen umzustellen)


    am thema stillen war meine zerrissenheit die: das kind wollte und brauchte das saugen. flasche und schnuller verweigerte es. das reduzieren des stillens war mit einer enormen kraftanstrengung verbunden, weil das kind litt und weinte und ich mitlitt. die nächte waren durchs abstillen schlimmer als mit stillen. für mich war es eine entscheidung zwischen pest oder cholera, weder das nächtliche stillen noch das abstillen erfüllte mein bedrüfnis nach schlaf. trotz absoluter beteiligung des vaters. und trotz meiner absoluten überzeugung, dass ich abstillen will (weil ja auch oft gemeint wird (auch von mir), man müsse sich klar drüber sein, dann akzeptiere das kind es viel eher).


    und dann muss ich mir eingestehen, so spannend ich babys und kleine kinder finde, sie zu beobachten, wie sie die welt entdecken und erobern, wie sie sich entwickeln, wie unterschiedlich sie sind etc. so sehr bin ich keine baby-mama. ich kann als mutter viel besser mit größeren kindern. für ein paar stunden mich um ein baby oder kleinkind kümmern ist kein problem, also die rolle der tante oder oma könnte ich gut erfüllen. aber diese allumfassende verantwortung für ein kleines kind hat mich sehr an meine grenzen und darüber hinaus gebracht. und diese nicht-eignung sollten wir uns auch eingestehen. nur weil wir zwei x-chromosome haben, heisst das nicht, das wir fürs muttersein gemacht sind.

    es gab doch mal einen blog von rabinnen, die das perfekte familienleben simuliert haben und das richtige leben war dann in durchgestrichener form zu lesen, der schöne, perfekte bildausschnitt wurde ergänzt mit dem blick auf die ganze chaotische szene. ungefähr so: "wir machten einen familienausflug. die kinder spielten glücklich mit dingen, die sie in der natur fanden. sie hauten sich mit stöcken die schädel ein. danach gabs eine gemütliche jause mit selbstgebackenen dinkel-veilchen-karotten-muffins. wir haben die plastikverpackten muffins mit künstlichem aroma gegessen."


    ich habe mit fußballeltern, schul- und kindergarteneltern zu tun. teilweise der gleiche personenkreis. ich erzähle sehr wohl, was falsch läuft bei uns und erfahre dann auch sehr viel von den anderen. viele sind dankbar für ehrlichkeit und erzählen dann gerne von sich.


    ich lass mich von der perfektion anderer eher nicht anstecken. was mich stresst, ist mein eigener anspruch an mich selber bzw. meine eigene überzeugung, die ich oft verrate, weil ich überfordert bin. mein problem ist, dass ich aufgrund meiner eigenen übergangenen bedürfnisse in meiner kindheit, meinen kindern anders begegnen wollte. leider falle ich oft in die muster, die meine eltern mir vorgelebt haben und es ist für mich verdammt hart, dagegen zu arbeiten. ich wollte nie die antwort: "weil ich es sage!" auf die frage "warum?" geben. wenn ich genervt bin, dann tue ich es und ich tue es zu oft. genervt bin ich, weil ihc kinder mit bedürfnissen habe. genervt bin ich, weil ich "das miterziehende dorf" nicht habe. genervt bin ich, weil meine kinder manchmal sehr anstrengend sind. so im grossen und ganzen überfordert mich das muttersein, egal in welcher ausprägung.

    spannend. ich würde mich über sturmfreie bude auch sehr freuen. ich würde schlafen und wachsein, wann ich will (vorrausgesetzt ich muss nicht ins büro). ich würde vielleicht fortgehen mit freunden. aber ich würde nie und nimmer so ungesundes zeugs essen. das ist meine absolute notfallvariante bzw. hab ich einmal im jahr gusto auf so fastfood oder tk-pizza. ich würde lauter gesundes zeug mit ganz viel scharf kochen. nur für mich.


    geniess es, liebe rhcp!