Beiträge von licht

    Es gab mal eine Situation, wo ich nur 10 Minuten weg war und sie ließ sich von ihm nicht trösten und schluchzte noch als ich wiedekam. Ansonsten kann er sie bei Kleinigkeiten schon trösten, für größere Probleme braucht sie mich.

    die anderen haben schon geschrieben, nicht das aufhören des weinens ist das ziel des tröstens, sondern das begleiten des kummers. ausserdem ist die frage, wie es euch eltern bei der sache gegangen ist. hattest du schlechtes gewissen, fand dein mann das unfair sich oder dem kind gegenüber oder war selber genauso verzweifelt wie das kind, etc. wenn ihr beide wisst, was ihr wollt, überzeugt seid, dass papa eine gute bezugsperson ist (wenn auch nicht die erste wahl), dass papa es gut macht, dann wirds viel leichter.

    klar bekommt sie die Geborgenheit, die sie braucht. Seit fast 3 Jahren, nur wird es nicht merklich besser.

    hier gabs auch so ein klammerkind. ich bin ja eher die mutter, die gerne ein freiheitsliebendes, unabhängiges kind gehabt hätte. ich habe aber eingesehen, dass mein kind um so selbständiger wird, je mehr ich das klammern zulasse. also nicht widerwillig ständig beim kind bin, sondern wenn ich beim kind bin, mit all meinen sinnen zu 100% da bin. es ist mit den jahren besser geworden. ab der schule war es selbständiger als viele altersgenossen, die zu kindergartentagen um einiges weniger klammerten als mein kind.


    also halte durch und schaff dir deine freiräume. es wird besser. wenn du für dein kind da bist, sei es zu 100%. wenn du milch holen gehst oder mit freundinnen auf einen kaffee, dann tu das auch zu 100%.

    heute in der früh im kindergarten hat ein mädel erzählt, dass sie gestern eine rute gekriegt hat und eine liste. und weil sie dann den ganzen tag brav war/ist, kriegt sie heute schokolade. ich hab das alles versucht, etwas verharmlosend zu kommentieren. mein kleines kidn hat dann gesagt, der krampus kam ja früher, jetzt kommt er gar nicht, war sich aber irgendwie unsicher. obwohl es weiss, dass das alles von den erwachsenen gemacht wird und kein krampus und keine nikolo existiert.

    bei meiner mutter wurden am 6. abends die stiefel rausgestellt. dann bekamen sie und ihr bruder erdäpfel und kohlen rein, weil sie ja schlimm gewesen waren. sie mussten dann versprechen total brav zu sein und stellten die stiefel mit den kohlen und erdäpfeln wieder vor die tür. und der liebe nikolaus tauschte dann die kohlen und die erdäpfel gegen nüsse, äpfel und schokolade.


    als ich kind war, stellte ich entweder die stiefel am 6. am abend vor die tür. wenig später klopfte es dann und es waren schokolade, nüsse, mandarinen, äpfel und dörrobst im stiefel. (als ich ganz klein war, sagte mein vater mal zu mir, ich solle doch zwei stiefel rausstellen, dann fülle der nikolo mir mehr ein). manchmal gab es einen echten nikolo, der kam am 6. am abend und verteilte, nachdem er das sündenregister vorgelesen hatte, die sackerln mit zeug drinnen.


    meine kinder stellen ebenfalls die stiefel vor die haustür. ungeputzt. das müsste nämlich ich machen. später klopft es und die stiefel sind gefüllt.


    dass man schon am 5. am abend die stiefel rausstellt, kenne ich aus österreich nicht. würde ich bei uns auch nicht machen. mein mann liess mal schuhe draussen stehen, weil die voll eingegatscht waren. am nächsten tag rochen die nach katzenurin.

    Da kommt dann wieder nur das Argument, dass man ja fürs reine Vokabeln lernen keine Nachhilfe bräuchte.

    Ich denke das Problem ist halt auch, dass er nie was lernen musste, er hat nicht gelernt zu lernen.

    er braucht nachhilfe fürs lernen selber, nicht für vokabeln pauken.


    ich hab nochmal nachgedacht. ich würde dem sohn wahrscheinlich alles nochmal auf den tisch knallen, was ich an lösungen so zu bieten haben und ihm sagen, dass er gerne eine möglichkeit aussuchen kann, aber nicht erst drei tage vor der letzten schularbeit. und dass ich ihn ab jetzt in ruhe lasse und es alleine seine sache ist, ob er sitzen bleibt oder nicht.

    interessant, dass Latein allgemein doch tatsächlich also schwierig angesehen wird.

    latein ist nicht schwierig, nur mühsam. man muss auswendig lernen. die schulmathematik ist mit logischem denken und ein bischen aufmerksamkeit im unterricht recht gut machbar. logisches denken hilft aber nur sehr wenig bei latein.

    mein kleiner ersatz für warme länder ist die sauna, allerdings geht das mit schwachem herz ziehmlich sicher nicht.


    es gibt einen persischen dichter, der "rumi" heisst. wenn iraner über seine gedichte reden, bekommen die leuchtende augen. es gibt auch übersetzungen ins deutsche.

    ich sag grundsätzlich nicht das deutsche tschüss, sondern das wienerische baba oder das italienische ciao/tschau, manchmal auch das niederösterreichisce pfiat di.


    in der von dir beschriebenen situation sage ich bei menschen, mit denen ich einen lockeren umgang pflege "hallo und tschau" und garniere es mit einem lachen. bei formellerem umgang kommt ein "grüsse sie" oder "guten tag und aufwiedersehen".

    es sind NORMALE betriebsausgaben, regelmäßig neues equipment zu besorgen, und es sind NORMALE betriebsausgaben, krankheiten oder schwangerschaften zu kompensieren.

    wenn ich bei person a normale betriebsausgaben in der höhe x habe und bei person b normale betriebsausgaben in der höhe von 2*x, dann stelle ich aber trotzdem lieber person a ein. und einer frau sieht man eben an, dass sie diejenige ist, die schwanger werden kann.



    übrigens ist eine bekannte von mir mit 46 bei einem vorstellungsgespräch gefragt worden, ob sie plant, kinder zu bekommen. sie ist kinderlos. der interviewer hat gesagt, er wüsste, er dürfe die frage nicht stellen, stellt sie aber trotzdem. sie hat mit nein geantwortet und ist den jüngeren frauen vorgezogen worden. (und ich kann ihr nicht mal ankreiden, dass sie bei der frage nicht sofort aufgestanden und gegangen ist, sie hat lange genug nach jobs gesucht)

    janos ich stell die fragen unterschiedlichen menschen aus unterschiedlichen branchen und unterschiedlich grossen firmen. patricks erlebnisse mit zwei schwangeren, die sie kompensieren musste, teile ich zb. nicht. ich habe tendenziell eher männer als unzuverlässige arbeitskräfte erlebt, die jede zweite woche in krankenstand waren, aber kündigen war eher schwierig und bis ersatz kam, hats auch gedauert. ich persönlich würde einen mann zwischen 20 und 30 als größeres risiko einschätzen, weil die mehr party machen und nicht so pflichtbewusst sind bzw sich eher trauen, die gesetzeslage für sich auszunutzen. alles nur mein subjektives empfinden. ich denke auch, wenn man teamverantwortung hat oder eine firma selber führt, dass man ein ganz anderes empfinden (und auch zahlen!) über krankenstände, mitarbeiterfluktuation usw hat, als wenn man immer nur einfaches teammitglied war. und natürlich frage ich nach, wenn mir bei den ausführungen ein paar teilaspekte fehlen. mein nachfragen ist doch kein zeichen, dass ich argumente nicht gelten lasse?

    Aber warum stellst du dann die ganzen Beiträge hier, die zT mit Zahlen belegt und aus der berufsrealität ganz unterschiedlicher Bereiche sind in ihrer Bedeutung im Frage?


    Argumentativ gegen eine Benachteiligung anzugehen indem man suggeriert, die Sachgründe seien nicht vorhanden und die Arbeitgeber würden aus misogyner Motivation heraus so handeln bringt nicht weiter.


    Das Problem zu benennen und zu überlegen, mit welchen Rahmenbedingungen schwangerschaftsbedingte Probleme kompensiert werden können ist da sicher zielführender als so zu tun, als gäbe es kein Problem

    wo habe ich zahlen in frage gestellt? wo argumentatiere ich, dass sachgründe nicht vorhanden sind? wo behaupte ich, arbeitgeber würden aus misogyner motivation heraus handeln? des weiteren war mein ursprungsanliegen dieses threads nicht, rahmenbedingungen zu ändern sonder zu verstehen, ob dem wirklich so ist, dass eventuelle schwangerschaft ein wirtschaftlich erhöhtes risiko bedeutet.

    vieles, was wir tun und sagen und als gegeben hinnehmen, ist oft gewohnheiten, dinge, die nachgesagt werden. das erlebe ich hier in österreich gerade sehr vermehrt in der politik. ich habe in meinem arbeitsumfeld, ausser bei mir selber, eben noch keinen engpass wegen schwangerschaft erlebt. wegen sabbatical, wegen heftigerer krankheit, wegen jobwechsels, das ja. und auch freundinnen, die teilweise in typischen frauenberufen arbeiten, höhre ich nicht jammern, dass eine kollegin in karenz ist. die jammern, weil grundsätzlich zu wenig personal in ihren firmen vorhanden ist. also meine erlebniswelt suggeriert etwas ganz anderes, als das, was patrickstar, tannemarie oder auch susan geschrieben haben. und genau deshalb frag ich nach und frage auch, wie es eben mit anderen risikofaktoren aussieht. ja, die durchschnittlichen krakenstände eines arbeitnehmers hätte ich in irgendwelchen statistiken nachsehen können und auch, wieviele frauen in österreich kinder kriegen, wie oft jüngere arbeitnehmer im durchschnitt job wechseln. trotzdem hab ich hier gefragt.


    wieso ärgerst du dich so über meine postings?

    Woran machst du dieses Empfinden fest? Unternehmt ihr in eurem Betrieb nichts, um Fluktuation zu vermeiden?

    ich weiss nicht, ob das branchenabhängig ist, aber ich kenne es schon so, dass viele menschen in ihren zwanzigern und dreissigern alle paar jahre die firma wechseln. einarbeitungszeit, ausser bei lehrlingen, habe ich nicht länger als 1 monat erlebt, danach kamen etwas mehr nachfragen als von erfahreneren kollegen, aber das wirklich wer abgestellt werden musste für die betreuung ist meist weniger als ein monat gewesen.

    Warum möchtest du unbedingt belegen, dass das Risiko für junge Leute, lange krank zu sein, ähnlich hoch ist wie das Risiko einer Frau unter 40 schwanger zu werden? Um die frauenfeindlichkeit der arbeitgeber zu belegen? patrick*star hat diesen ganzen Mist, der auf einen zukommt, wenn es in einer Gruppe zu viele Schwangere gibt, beschrieben. Es ist einfach nur bedingt zu kompensieren, wenn es sich um bestimmte Jobs handelt oder der Betrieb sehr klein ist.

    ich will es nicht belgen. ich frage nach, weil ich die stammtisch-reflex-aussage, fauen in gebärfähigem alter einzustellen, sei wirtschaftlich nicht tragbar, nicht einfach so glauben will. so wie ich zb. ebenfalls auf die suche gegangen bin, warum als beikostanfang hier in mitteleuropa karotte empfohlen wird, obs da irgend einen wissenschaftlichen ansatzpunkt dafür gibt. (for the records: soweit ich das für mich rausgefunden habe, dürfte es eine reine glaubensfrage sein und karotte als gemüsebeilage in deutschland traditionell sehr häufig gewesen sein, sprich praktisch, weil sowieso gekocht und das kind wird gleich an den geschmack gewöhnt.) damit wollte ich niemanden schlecht machen, der dem kind als erste beikost karottenbrei anbietet. ich wollte nur das warum für die allgemeine empfehlung wissen.


    ich meine mein nachfragen nicht als angriff auf wirtschaftstreibende, ich will es nur hinterfragen und verstehen. ich bin keine buchhalterin oder personalerin, keine arbeitgeberin, ich war entweder freiberuflerin oder angestellt. ich weiss nicht, was da für ausgaben sind, ich hab zb. noch nie eine stellenanzeige geschalten, ich weiss nicht, wieviel der arbeitgeber tatsächlich für eine voll produktive stunde in summe zahlen muss, also wenn alle lohnfortzahlungen anteilsmässig aufgerechnet werden auf eine produktive stunde.


    ich weiss schon, dass es mühsam ist, wenn leute wegfallen. ich hab das ein paar mal miterlebt, allerdings war die einzige schwangerschaft, die ich im berufsleben hautnah mitbekommen habe, meine eigene. dass es sich bei der unwirtschaftlichkeit beim kinderkriegen um ein gesellschaftliches strukturproblem handelt und sowohl politik als auch wirtschaft bessere bedingungen für familien schaffen müssen, wissen wir. wie diese aussehen könnte, dafür fehlt mir die wirtschaftliche phantasie.

    ich lese hier raus, dass es in deutschland ein erheblich grösseres finanzielles risiko für den arbeitgeber darstellt als in der schweiz. österreich scheint so in der mitte zu sein. hier in ö muss der arbeitgeber nix zahlen ab mutteschutz, auch bei verfrühtem mutterschutz nicht. beschäftigungsverbote werden hier zwar teilweise gegeben, aber viele ärzte sind sehr zurückhaltend. es gibt auch branchen, die grundsätzlich einen früheren mutterschutz vorsehen. es liegt also schon auch an der gesetzeslage, wieviel arbeitgebern eine schwangerschaft einer mitarbeiterin kostet.