Beiträge von even

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    Ich hatte letzte Woche das Vergnügen, zum ersten Mal in Oslo zu sein. Meine Erwartungen waren nicht so hoch, insofern war ich überrascht wie gut es mir dann gefallen hat. Für eine kurze Städtereise finde ich die Stadt geradezu ideal, weil viele Sehenswürdigkeiten sich auf engem Raum befinden. Ich hatte 24 Stunden und habe mir deshalb den Oslo Pass gekauft. Das hat mir ermöglicht, in einige Museen zu gehen ohne den Anspruch, da jeweils in die Tiefe zu gehen (allein im Nationalmuseum kann man locker einen Tag verbringen). Ich habe die Fähre auf die Museumsinsel genützt, um mir die Schiffe von Thor Heyerdahl anzuschauen und das Schiff von Amundsen und Nansen (Fram), war in der Festung im Widerstandsmuseum und in den Räumlichkeiten des Schlosses und natürlich im Munch-Museum. Beeindruckend sind die Oper und auch die Bibliothek daneben. Abends war ich im Vigeland-Park, angeblich die am häufigsten besuchte Sehenswürdigkeit Skandinaviens. Zu meiner Begeisterung trägt sicher auch bei, dass das Wetter super war. Die Straßencafés und Restaurants waren voll, es ist unfassbar lange hell...
    Dass in Norwegen die Saunakultur anders ist, kann ich bestätigen. Wir hatten eine ähnliche Erfahrung in Bergen. Abgesehen davon, dass man dort in Badebekleidung in die Sauna geht und ein munteres Kommen und Gehen herrscht, gibt es auch kein Schweigegebot, im Gegenteil. Die Sauna gehörte zum Meerwasserschwimmbad und es kamen und gingen ständig Kinder, die sich mal aufwärmen mussten, nachdem sie in den eiskalten Fjord gehüpft waren, war sehr unterhaltsam.

    Hier ist das nachzulesen.

    Aktuelle Meldungen und Pressemitteilungen | DPtV
    Aktuelles aus der Psychotherapie, Berufspolitik, Gesundheitspolitik
    www.dptv.de

    Ich bin so sauer. Die PsychotherapeutInnen sind immer schon die Einkommensgruppe mit den geringsten Einkommen im Vergleich zu allen anderen Facharztgruppen. Die Kosten für Psychotherapie sind im Gesundheitswesen sicher über die letzten Jahre gestiegen, weil durch die Teilung von Sitzen mehr Behandlungsplätze entstanden sind. Trotzdem sind die Kosten insgesamt ein Miniposten im Gesamtbudget, die Gründe für die stark steigenden Ausgaben sind ganz woanders zu suchen. Dass jetzt in diesem Bereich gespart und auch die Ausbildung so unnötig erschwert wird ist ein fieses Signal nicht nur an Betroffene und deren Familien und die BehandlerInnen sondern an alle, denn die Wahrscheinlichkeit, im Verlauf des Lebens irgendwann eine behandlungsbedürftige psychische Erkrankung zu bekommen ist hoch. Und wie es scheint ist die langfristige Botschaft wie im Bereich der Zahnheilkunde kürzlich: Kann man machen, aber dann bitte selber bezahlen. Währenddessen bezahlen wir aber x Krankenkassenstrukturen und -Vorstände, lassen uns von Pharmafirmen erpressen die uferlose Preise für manche Medikamente verlangen dürfen und nach wie vor wird in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern viel mehr operiert.

    Und natürlich: PsychotherapeutInnen sind nette Menschen, die meisten jedenfalls. Und sie haben keine Möglichkeit, sich über Gewerkschaften einen Streik zu organisieren. Wenn wir die Praxis zumachen tut´s richtig weh, denn die hohen Kosten laufen weiter und wir bekommen von keiner Gewerkschaft Streikgeld.
    Deshalb meine Bitte: Sorgt im Rahmen Eurer Möglichkeiten für eine Verbreitung der Info, wenn Ihr Kraft und Nerven habt schreibt Eure Abgeordneten an oder Gesundheitspolitiker, unterschreibt und teilt die Petitionen die es sicher bald geben wird.

    Ich habe beruflich immer mal mit solchen Übergängen zu tun und finde das u.U. sehr belastend für die Betroffenen, weil man so viel beachten muss und einem selber die Kenntnisse fehlen, das gut einzuschätzen. Der VdK ist da oft eine Hilfe aber leider nicht immer.

    Es gibt Konstellationen, da drängt es sich auf das zu tun, was weiter oben als "lügen" bezeichnet wurde. Z.B. wenn jemand schon kurz vor Ende des Arbeitslebens ist und es nicht mehr schaffen würde, sich nochmal irgendwo neu einzuarbeiten. Wenn dann das Krankengeld ausgelaufen ist und man aber keinen Rentenantrag stellen will, um die Rentenansprüche nicht deutlich zu schmälern bleibt einem gar nichts anderes übrig, als sich pro forma dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen. Das ist aber nichts was man denjenigen anlasten sollte, die das machen sondern dem komplizierten System. In der Regel sind das eben keine Leute, die sich in die soziale Hängematte legen wollen sondern diejenigen, die schwere Arbeit geleistet haben und nicht auf ihre Grenzen geschaut haben.
    Man braucht dann ein bisschen Glück und einen erfahrenen Ansprechpartner in der Agentur, mit dem es ein stillschweigendes Übereinkommen gibt. Zum Glück habe ich da meistens viel Pragmatismus und gesunden Menschenverstand erlebt.

    Danke Chris, die Zahlen hatte ich auf der Seite des Münchner Therapiezentrums für Eßstörungen gefunden und mich eben auch gewundert. Ein Teil der Diskrepanz könnte mit Scham zu tun haben, die vielleicht verhindert, dass die Eltern sich damit bemerkbar machen. Ein bisschen würde ja auch dazu passen, dass sich hier niemand dazu meldet. Aber danke fürs Nachschauen :)

    ich hatte damit im erweiterten Umfeld zu tun und finde im Netz wenig dazu. In manchen Artikeln werden Zahlen von 10-32% Prävalenz genannt, das kommt mir viel vor. Falls es sachdienliche Hinweise zu geeigneter Literatur für die Eltern gäbe oder Erfahrungen mit Ambulanzen oder Kliniken die sich damit auskennen wäre ich froh.

    Der Ausflug nach Tallinn lohnt sich auf jeden Fall. Die Innenstadt ist überschaubar und die Zeit für den Aufenthalt reicht gut aus. Der Markt unterhalb der Altstadt ist ein Flop, die Zeit würde ich mir sparen. Sechs Stunden reichen, falls Du das Kaffeetrinken nicht ausdehnen willst.

    Marie Luise Gothein

    Über einen Podcast in der Serie Gartenradio bin ich auf diese interessante Frau aufmerksam geworden. Sie lernte ihren späteren Mann mit 14 kennen, er war 24 und ihr Mathelehrer. Sie erhielt (auch) über ihn Zugang zu Bildung und wurde zur Forscherin im Bereich der Gartenkunst. Alleine reiste sie durch Europa, kartierte Renaissancegärten und schrieb ein Standardwerk der Gartenkunst. Sie übersetzte außerdem allerlei Klassiker aus dem Englischen ins Deutsche und zog vier Söhne groß. Sie bekam die Ehrendoktorwürde der Heidelberger Universität verliehen.

    Hier gibt´s eine virtuelle Ausstellung: https://www.ub.uni-heidelberg.de/ausstellungen/gothein2014/

    Und hier den Podcast: https://gartenradio.fm/sendungen/11-sendungen/620-gothein

    Frau von Storch bekam gerade viel Redezeit in den Tagesthemen. Ich muss sagen, sie hat sie gut für ihre Sache genützt. Es ist nicht möglich, diese ganzen geballten und wohl vorbereiteten Aussagen in einem Interview aufzugreifen und richtig zu stellen. Am Ende des Gesprächs bleibt trotz energischen Nachfragens immer der Eindruck, dass die Strategie wieder aufgegangen ist.