Beiträge von sophiek

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    Mein erster Gedanke bezüglich organischer Substanzen wäre auch Massenspektrometrie oder NMR gewesen, mir ist nur nicht klar ob man dafür vielleicht eine Mindestkonzentration braucht?

    Wenn vorher das Wasser entzogen wird, sollte die Konzentration hoch genug sein.

    Algen oder bestimmte Bakterien, meine Wette.

    Aber woher so plötzlich?

    Wenn die Bedingungen ideal sind, ist die Vermehrung dieser Organismen hoch exponential.


    Vielleicht wurde durch das Nierdigwasser eine Sedimentschicht abgeschrabbt, vielleicht hat jemand gemass seiner Zulassung sein gesammelte Abwasser in die Oder gelassen. Die Abwasserklaeranlagen haben mit Sicherheit Probleme im Moment. Vielleicht hat ein Bauer sein Feld geduengt und dann bewaessert. Die Bedingungen sind z.Z. extrem, da kann jede kleine Veraenderung sehr starke Auswirkungen haben.

    Hier schreibt nochmal jemand etwas, was Sinn macht und was nicht

    Twitter

    „Es konnte bisher kein einzelner Giftstoff gefunden werden, der für das massive Fischsterben verantwortlich sein kann.“

    "Dagegen spricht der ungewöhnlich hohe Salzanteil, der in der Oder gefunden wurde."

    Ich glaube nicht, dass wirklich ein hoher Salzanteil vorliegt, denn dann haette man ziemlich leicht bei weiteren Analysen das 'Salz' ohne irgenwelche Fingerprints identifizieren koennen. Ich glaube, dass einzig von der hohen Leitfaehigkeit auf eine hoehe Salzkonzentration geschlossen wurde. Vielleicht liege ich aber total falsch, weil das Wasser ein paar 1000km weit weg von mir ist.


    Fuer Algen spricht eigentlich alles.

    Doch, man kann sogar mit einem FTIR viele unbekannte organische Substanzen identifizieren, Modifikationen feststellen, wenn man etwas Ahnung von Banden hat und wie sich diese verschieben koennen, je nachdem was noch so da ist. Ist wie ein Puzzle. Ohne 'Fingerprints' - mit einer Spektren- Datenbank kann das jeder trainierte Affe. Das waere allerdings nicht meine bevorzugte Methode hier, u.a. weil IR und Wasserproben mMn nicht sooo optimal zusammenpassen.


    UV-Vis funktioniert bei wassrigen Loesungen, aber wenn man nur bei 254nm misst (Orakle UV-254, der Name ist Programm)... auch bei einem breiterem Spektrum wird es wahrscheinlich schwierig, ganz eindeutig zu sagen, um was es sich handelt. Aber es sollte deutliche Hinweise geben.


    1. Schritt waere fuer mich, Wasserproben(!) an die Freunde aus der Biologie zu geben, damit die parallel gucken koennen. Ganz besonders bei den Onlineanalysen!!! In den Fischen was eindeutiges zu finden, ist viel schwerer, wenn nicht jemand gleich sieht, woran sie gestorben sind.


    2. Schritt: Probe trennen. Die Truebung laedt dazu ein. Dann Filtrat und Rueckstand getrennt untersuchen.


    3. Rueckstand und Filtrat sowohl bei 105 Grad in den Ofen und als auch Asche bestimmen. Die jeweiligen Rueckstaende weiter analysieren, je nachdem wieviel uebrig ist und wie der Rueckstand bei 105 Grad aussieht. Den kann man mal auf's FT-IR werfen.


    4. Filtrat in einen HPLC-MS/MS (oder einen GC-MS(/MS) mit Thermodesober) werfen. Die optimale Trennung ist dabei zunaechst absolut vernachlassigbar.


    Das waere mein spontaner Arbeitsplan fuer die ersten paar Stunden am 7/8 gewesen.

    "Das Problem dabei: Für diese Methode braucht es zwingend den Vergleich. Der Fingerabdruck der verdächtigen Substanz muss also bereits hinterlegt sein. Ist er das nicht, muss er nachträglich noch "eingemessen", also erst die Substanz in Reinform analysiert werden. Das geht aber nur, wenn man schon einen bestimmten Verdacht hat, um welche Substanz es sich handeln könnte. Ansonsten läuft die Spur ins Leere."


    Das ist absoluter BS!!!

    Ich kenne mich mit chemischen Analysen nicht aus. Wieso ist das Bullshit?

    Ich würde Deine Kritik gerne verstehen.

    Es gibt verschiedene Moeglichkeiten, Elemente oder auch funktionelle Gruppen von organischen Verbindungen nachzuweisen oder zumindest einzugrenzen. Ich habe mehrere Jahre damit verbracht...


    Wenn du dich so gar nicht auskennst, kannst du dich mal auf Wikipedia lesen.

    Stichworte: Chromatographie (Arten und Detektoren), Spektrographie, Spektrometrie


    Der Link zu den Standard-Analysen:

    Frankfurt an der Oder | Startseite | LfU

    (Vielleicht auch mit Wayback ein paar Tage zurueck gehen)

    Ich finde die Seite gerade nicht mehr... Es gibt eine Website vom land Brandenburg mit den Analysen.


    Das sieht fuer mich ziemlich klar nach sehr starkem Algenwachstum aus. Das wuerde auch die hohen Sauerstoffwerte erklaeren, die unmoeglich sind, wenn der Sauerstoff nicht im Wasser produziert wird. Ich glaube, dass sie einfach von der Leitfaehigkeit auf den Salzgehalt geschlossen haben, was zunaechst einmal auch naheliegend ist. Allerdings sollte man dann schleunigst mal gucken, was wirklich drin ist. TSS/TDS/Elementaranalyse. Ausserdem messen sie die UV-Absorption bei 254. Ein Messgeraet dafuer heiss Orakel UV254, was die Aussagefaehigkeit ganz gut umschreibt.


    Es sieht fuer mich so aus, als haette sich niemand in Bewegung gesetzt, um das Wasser im Labor zu analysieren.


    "Das Problem dabei: Für diese Methode braucht es zwingend den Vergleich. Der Fingerabdruck der verdächtigen Substanz muss also bereits hinterlegt sein. Ist er das nicht, muss er nachträglich noch "eingemessen", also erst die Substanz in Reinform analysiert werden. Das geht aber nur, wenn man schon einen bestimmten Verdacht hat, um welche Substanz es sich handeln könnte. Ansonsten läuft die Spur ins Leere."


    Das ist absoluter BS!!!

    Ich habe gerade gelernt, dass wir im red triangle wohnen mit 11 Prozent aller weltweiten Attacken von Weißen Haien auf Menschen 8o (Allerdings mehr auf dem Wasser außerhalb)

    Dafuer wohnst du dort bestimmt schoen, oder? Allerdings haette ich in der Gegend viel mehr Angst vor Erdbeben als vor Haien. #angst

    Aus einem Artikel:

    "It’s hard to imagine a catch-and-kill solution being implemented in the United States but it’s not out of the realm of possibility" Quelle

    Offiziell wird hier auch nichts gekillt:


    "Drumlines are:

    • installed offshore away from water users
    • serviced regularly by independent contractors, weather permitting
    • removed from the water for maintenance and are replaced at least once every 21 days.

    In the Great Barrier Reef Marine Park, if a bull, tiger or white shark is captured on a drumline, the contractor will tag the shark, relocate it and release it, whenever possible and safe to do so. All other sharks and animals are released whenever possible."(https://www.daf.qld.gov.au/bus…-equipment/nets-drumlines)


    Die Faelle, in denen der Hai gefahrlos vom Haken genommen werden kann, sind wohl die, wenn das Tier endlich tot ist. Fuer mich ist das Tierquaelerei der uebelsten Sorte. Soll mir keiner erzaehlen, dass da wer kommt,wenn was zappelt, einem 5m Tigerhai sanft den Haken aus dem Maul/den Innereien entfernt, ihn auf ein Boot laedt und ein paar 100 km weiter wieder schwimmen laesst. #sauer

    Meine Kinder und ich schwimmen auch im Fluss mit Bullenhaien (<1.5m) trotz Warnschildern. Weiter Fluss abwaerts haben wir schon Kentermanoever mit dem Segelboot gemacht und eines meiner Kinder geht in Bull Shark invested waters rudern. Die Kueste wird trotz x Massnahmen per Helikopter ueberwacht an vollen Tagen, Ferien, Wochenende usw. Ich sag immer, dass ich viel mehr Angst vor den Idioten auf der Strasse habe als vor Haien,

    Wenn man schwimmen geht und plötzlich so ein Koloss neben einem auftaucht ist das einfach kritisch. Wenns dann auch kein Abstand hält. Puh.

    Haie dürfen halt auch einfach so schwimmen. Wale auch (haben wir auch beides hier).


    Also ich verstehe den Gedanken von Schutz und denke im Falle meiner Pumas ganz genauso ("aber die Behörden müssen doch was tun") aber im Grunde ist die Tötung von Freya eine Ausnahme gegenüber vielen anderen Wildtieren weltweit oder ich habe das Problem noch nicht so ganz verstanden.

    Bei euch duerfen Haie einfach schwimmen?! Hier nicht. Es gibt fiese Bait Drums (an den Touri Hotspots, angekaute Gaeste sind nicht gut fuer's Geschaeft) und Hainetze, in denen sich jedes Jahr Wale verfangen und viele andere Tiere sterben.


    Ich finde es gut, dass es mediale Aufmerksamkeit gibt fuer die Toetung eines geschuetzten Wildtieres. Allerdings wuerde ich sie mir weniger reisserisch und mehr aufklaerend wuenschen. So viele 'Staedter' sind nicht mit Tieren vertraut. Ich moechte nicht wissen, wieviele hier sich einem Wolf naehern wuerden, um einen besseren Blick/ein tolles Erlebnis zu haben oder vielleicht auch wegrennen wuerden anstatt ihn zu vertreiben und ihn in seiner natuerlichen Angst zu bestaerken. Es haette Freya vielleicht das Leben gerettet, wenn sie rechtzeitig gelernt haette, dass es keine gute Idee ist, sich in der Naehe von Menschen aufzuhalten.

    Zumindest hier lässt sich das vor vielen Wanderungen nur schwer ausschliessen, weil Wanderwege durch die Kuhweiden gehen und man vorher auch nicht weiss ob und vorallem wo Kühe sind. Aber, wenn man die Kühe grosszügig umgeht, ist das eigentlich auch kein Problem.

    Ich glaube ja, dass Kuehe zu den am meisten unterschaetzten Tieren gehoeren. Wir hatten jedes Jahr eine grosse Wiese mit Kuehen und Bulle und dann irgendwann Kaelbern. Mein Vater ist im Stall von einem Bullen fast gekillt worden. Ich habe eine Kuh aus dem Stand eine ca 1.6 m hohe Begrenzung ueberspringen sehen als sie ihr schlafendes Kalb im hohen Grass uebersehen hat.

    Aber ich war von klein auf mit grossen Tieren zusammen und sehe vielleicht deshalb Gefahren anders.

    Ist ja mein großer Traum, einmal vor Guadalupe mit weissen Haien schwimmen :D. Aber finde mal einen Anbieter von Käfigtauchen ohne chumming. Dieses Anfüttern steht ja auch (neben der Überfischung)in Verdacht für die vermehrten Angriffe in den letzten jahren verantwortlich zu sein. Weil die Verknüpfung Menschen=Futter irgendwann sitzt.

    Der Aufwand mit Kaefig ist halt riesig und wenn die Leute so viel Geld bezahlen, soll die Quote der Sichtungen moeglichst hoch sein. Selbst hier im Marine Park duerfen Anbieter anfuettern und trotzdem gibt es no show Tage.


    Ich bin oefter in der Gegenwart von Haien (Bull, Tiger, Hammer, Grey Nurse und natuerlich reef sharks) getaucht ohne Anfuetttern und Kaefig. Einen weissen Hai habe ich nicht gesehen, obwohl die im Sueden auch schon mal vorkommen. Wenn du ohne Kaefig mit Haigarantie (Grey nurse - Aquariumhai) tauchen willst: Julien Rocks, Byron Bay im Winter; Fish Rock Cave, South West Rocks.

    Und falsch. Gemeint ist sicher die Salinität/Salzkonzentration, die sehr einfach vor Ort gemessen werden kann und für die Beurteilung der Wasserqualität herangezogen wird (Fracht = Konzentration * Durchfluss, also die Gesamtmasse eines Stoffes, der ausgetragen wird). Fertig geklugscheißt

    Stimmt, aber in der Presse kursierte der Brgriff Salzfracht. :D


    DIe erhoehte Salinitaet sollte aber in real-time uber Leitfaehigkeitsmessungen feststellbar sein, oder?


    (Irgendwann am Montag 8/7 hat jemand sich die Werte angesehen und entsprechend der Meldekette EIN Fax los geschickt. Beim Empfaenger war das Papier leer...)

    Wir wohnen auch nicht mehr in Höhlen oder als Nomaden, auch wenn es mal "Natur" für uns war.

    Du nicht, andere Menschen schon. Hier wuede sehr viel zerstoert, indem Menschen gezwungen wuerden, in festen Haeusern zu leben. Vor nicht allzu langer Zeit wurden Muettern ihre Kinder weg genommen, um sie in non-indeginous Umgebungen aufzuziehen.


    Das westliche Weltbild passt fuer die meisten anderen Kulturen nicht!

    Das Verständnis dafür, was ein Wildtier ist, haben viele einfach nicht. Und wenn dann was passiert, ist das Geheul groß.

    Das ist leider so. Allerdings werden die Menschen oft nicht gerade dabei unterstuetzt, Respekt vor Wildtieren zu entwickeln. Hier gibt es: Delfine fuettern un streicheln, Kuddle a Koala, pat a snake, Dingos an der Leine, Kangaroo fuettern und streicheln, Lorikeet fuettern, ... nur vor Haien haben die meisten Menschen Angst.


    Wenn nicht alle Walrossweibchen Freya genannt werden, hat sie sich in den letzten Jahren Europa angesehen. Wahrscheinlich waere sie bald weiter gezogen zu ihrem naechsten 'Ziel'. Haette sie nicht einfach einen Bodyguard bekommen koennen, der ihr die noetige Ruhe verschafft und die Leute fern haelt?


    Soweit ich das sehe, braeuchte das Zuchtprogramm einen Bullen. Ich weiss nicht, ob ich Freya ein Leben im Zoo gewuenscht haette:

    Zuchtprogramm für Walrosse
    Den europäischen Zoos geht der Walross-Nachwuchs aus. Ein Zuchtprogramm soll helfen. Alles hängt vom einzigen Walross-Zuchtbullen Europas ab.
    www.3sat.de

    einfach so weit den Fluss raufgehen, bis keine toten Fische mehr am Ufer liegen, oder vielleicht noch ein Stückchen weiter rauf, für das nachgeflossene saubere Wasser).

    Tja, das waere wohl die einfachste Methode zur Informationsbeschaffung, die sich geradezu aufzwingt. Trotzdem finde ich keine Angabe, ab wo tote Fische auftreten.


    Was ich auch extrem merkwuerdig finde ist, dass in den deutschen Medien auf Polen verwiesen wird, was die Analysen betrifft.


    Tagesspiegel:

    "Lemke sagte, mit ihrer polnischen Amtskollegin Anna Moskwa habe sie bereits am Freitag in einem ersten Gespräch dazu vereinbart, dass es eine gemeinsame Expertenbewertung der Situation und einen Austausch der Analyseergebnisse geben solle. Sie kündigte weitere Gespräche mit Moskwa an. „Und wir werden auf dem deutsch-polnischen Umweltrat übernächste Woche die Thematik mit Sicherheit vertiefen.“

    ... Erhöhte Quecksilberwerte sind nach Angaben der polnischen Regierung nicht die Ursache für das Fischsterben in der Oder...

    Man warte nun auf die Ergebnisse von Untersuchungen auf andere Schadstoffe."


    Und weil Polen ja nach Quecksilber sucht, gucken die deutschen Behoerden nur nach bestimmten Organics?


    MLUK

    Das Landesamt für Umwelt (LfU) hat Proben des Wassers an das Landeslabor Berlin-Brandenburg (LLBB) übergeben, das diese im Hinblick auf die Bestimmung von organischen Spurenstoffen und Aromaten untersucht...

    Proben aus der automatischen Messstation Frankfurt/Oder wurden in das LLBB gebracht. Die ersten Analyseerergebnisse zeigen übereinstimmend, dass am 8. August 2022, eine starke Welle organischer Substanzen durch Frankfurt ging und sich seitdem flussabwärts – aktuell bis Schwedt - fortsetzt.

    Andere schreiben z.B:

    "Brandenburgs Umweltministerium hat stark erhöhte Salzwerte in der Oder gemessen, geht aber davon aus, dass noch andere Faktoren die
    Naturkatastrophe ausgelöst haben."



    Was ist denn nun drin in Oder und totem Fisch?

    • Quecksilber
    • Organische substanzen
    • sehr stark erhöhte Salzfrachten
    • Organische Quecksilberverbindungen
    • Quecksilbersalze (Unwahrscheinlich, dass die in so hoher Konzentration drin sind, dass von einem hohen Salzgehalt gesprochen wird. Aber wer weiss, was da so in den Koepfen durcheinander geraet?)

    Eine vernuenftige Erstanalyse sollte in 24 h zu schaffen sein. Furnance AAS, ICP, LC-MS/MS gibt es in Brandenburg nicht? Berlin ist zu weit weg? Forensik? Vielleicht koennten die Analytik-Spezialisten aus Jena helfen? Es waere durchaus moeglich, sehr genau zu bestimmen, was drin ist und woher/von wem es mit grosser Wahrscheinlichkeit kommt... selbst wenn ein Tankzug durch halb Europa gefahren sein sollte, um das Zeug in die Oder zu kippen... (Warum? Es waere doch viel einfacher in irgend einem alten Stollen zu versenken gewesen.) ...wenn man den wollte... Obwohl ich befuerchte, dass die hochkompetenten Amtsinhaberinnen gar nicht wissen, dass so was moeglich ist.


    Schon wieder eine Folge aus der Serie "Unfassbar!"

    #knuddel

    Es gibt hier bessere Expertinnen als mich. Ich bin mir sicher, dass mit Ibu ins Bett und morgen frueh zum ZA das Beste ist, was du im Moment tun kannst.