Beiträge von Alusra

    Ich denke, dass viele Leute mittlerweile ja tatsächlich in Quarantäne sind oder damit rechnen, sich bald in dieser zu befinden. Ich war heute bei dm und es gab tatsächlich überhaupt kein Klopapier mehr. Zum Glück habe ich letzte Woche eine Packung gekauft.

    Ich hab mal meinen Titer für Masern bestimmen lassen, weil ich dachte, ich sei nicht geimpft. Als ich dann doch Antikörper hatte, habe ich die Impfung gefunden, an der falschen Stellen eingetragen mit sehr kritzliger Schrift.

    Zum dem Fieber gegen Krebs hab ich zwar keine Quellen, aber mir haben das auch schon Ärzte gesagt, allerdings schon 25 Jahre her. Und bei Krebs gibt es, mein ich, auch eine Fiebertherapie in bestimmten Fällen. Ob das noch Stand der Forschung ist, weiß ich aber nicht.

    Nachtkerze oh, entschuldige, dann habe ich mich falsch ausgedrückt. Genau das meinte ich - es ist dasselbe und einfach daneben.


    Alusra: Hilfe anbieten kann nett sein, oft ist es aber ein “ich mach das jetzt mal für dich, weil du das als Mädchen eh nicht kannst“. Und das k**zt mich an.

    Klassiker beim Fahrrad an der Tankstelle, wenn mich ein Mann darauf hinweist, dass man den aber nicht überfüllen darf. - Stimmt, aber der hat einen betriebsdruck von 4,5 bar, seiner am Auto 2,6 ...

    Oder der Hinweis, dass das nicht passt, weil Fahrräder andere Ventil haben. - Ja, und ich habe stahlfinger und gleiche das aus, ...

    Ich bin mir nicht sicher, ob das nicht auch einfach typisch männliches Verhalten ist, in Konkurrenz gehen. Ich habe mal im Baumarkt was gekauft, was zersägt werden musste. Es gab hinter der Kasse eine Kundensäge, die von einem Mann besetzt war, der ziemlich viel zu sägen hatte. Als ich kam, hat er mich wegen der einen Leiste schnell vorgelassen und ziemlich gönnerhaft angeboten, mir das durchzusägen. Ich hab mich nicht mehr getraut, selbst zu sägen, weil ich keine Übung habe darin. Gleich hinter mir kam ein Mann, der wurde auch schnell dazwischen gelassen, und dem hat er (er hat selbst gesägt) mehrere besserwisserische Kommentare reingedrückt, die mich aus der Bahn geworfen hätten. Ich bin mal mit meinem Vater zu einem Fahrradmechaniker gegangen, da fand ein Schlagabtausch zwischen den beiden statt, der sich gewaschen hatte.

    Bei Frauen kenne ich das von einer Schneiderin oder von einer Friseurin. Vielleicht ist das verbreitet unter handwerklich arbeitenden Menschen? Natürlich nicht bei allen, aber kommt mir so vor.

    Ich hab neulich mal in einem sozialen Netzwerk das Langzeitstillen verteidigt (da wurde über eine abgelästert, die das praktizierte). Und die Leute hielten mich für einen Troll. Waren Medizinstudenten drunter, sogar ein Sohn von einer Stillberaterin (IBCLC), der mir Literatur raussuchen wollte, warum das unnatürlich ist.

    Hilfe beim Reifenwechsel anbieten finde ich allerdings nett. Ich denke, dass das viele Frauen tatsächlich nicht können (ich zumindest nicht, ich hab allerdings auch kein Auto, sonst könnte ich es vielleicht).

    Natürlich ist das doof, wenn ein Junge den Stift aus der Hand gerissen bekommt, da bin ich ganz auf deiner Seite Nachtkerze. Ich verstehe nicht, wieso Kindern solche Sachen eingeredet werden.

    Meiner Tochter hat mal ein Junge aus diesem Grund die Säge aus der Hand gerissen, da war sie drei Jahre, erster Kindergartentag. Hat mich ähnlich geärgert.

    Ich finde, das ist eine Entwicklung der letzten 10-20 Jahre. In meiner Kindheit hätte ich nicht vermutet, dass Mädchen besser malen können. Es ist so ein allgemeiner Trend zu sagen, dass Mädchen eigentlich nichts können, aber halt fleißig sind. Sie malen ordentlich aus. Das heißt längst nicht, dass sie malen können.

    Jeder Junge, der in der Schule schlecht ist, ist halt schlecht, weil er ein Junge ist. Eigentlich könnte er ja, wenn er wollte. Jedes Mädchen, das gut in der Schule ist, ist eben nur fleißig. Mit Intelligenz kann es sicher nichts zu tun haben.

    Wenn ich die Freundebücher meiner Kinder anschaue (Kindergartenzeit) kann ich keinen Unterschied zwischen Mädchen und Jungen feststellen, was Qualität und Phantasie betrifft. Ich kann aber ganz deutlich sehen, welches Kind Eltern hat, die Künstler/innen oder Graphikdesigner/innen sind.

    Fieber senken nur bei Apathie und Trinkschwäche, hat unser Kinderarzt immer gesagt. Von daher habe ich meinen Kindern nie Fieberzäpfchen gegeben, nicht mal Wadenwickel gemacht. Auch bei über 40 nicht.

    Die alten Damen von heute waren eigentlich am Puls der Zeit, was das Thema betrifft. Das ist die Generation, die mir in der Schule beigebracht hat, dass man das nicht mehr sagt. Alte Leute von heute sind die 68er-Generation, kurz gesagt. Wovon sollen die jetzt überfordert sein?

    Ich finde, Latein ist eine gute Schulung dafür, eine Sprache systematisch und mit Fokus auf grammatische Strukturen zu lernen. Außerdem finde ich Latein grammatikalisch interessant, weil es anders funktioniert als die modernen europäischen Fremdsprachen. Ein guter Blick über den Tellerrand. Sowohl Latein als auch die anderen Sprachen, die man in der Schule lernt, sind für mich nur Impulse. Wenn man kein Talent hat, steht man halt das Minimalprogramm durch. Jede Sprache, die man lernt, öffnet einem eine neue Welt. Latein war so wichtig in unserer Kultur (Französisch, Altgriechisch auch), dass ich es schon gut finde, wenn man es wenigstens ein bisschen kann.

    Mir geht es da umgekehrt. Ich find Dickmanns ein nerviges Wort, weil mich die Werbung vor dreißig (?) Jahren schon genervt hat ("Mann sind die dick, Mann!" mit vollem Mund). Schaumkuss oder Schokokuss trifft doch ganz gut diese luftige Masse (die bei Dickmanns nicht luftig ist, deshalb schmecken die ja auch nicht). Ein Kuss ist auch was Nettes von der Idee. Wenn das N-Wort nicht negativ belegt wär, fänd ich dieses Wort besser als den M-Kopf, weil der Menschen zum Objekt macht.

    In meiner Erinnerung bestand mein Grundschulmathebuch nur aus "Mohrenköpfen". Dividieren hat man da in der ersten Klasse gelernt: 3 Kinder, drei Kreise, eine große Menge Mohrenköpfe, die man durchstreichen und Stück für Stück den Kindern in die Kreise malen musste. Auch die Textaufgaben waren voll damit. Deswegen ist es tatsächlich schwierig, das Wort loszuwerden.

    Was in meiner Kindheit auf den Schachteln stand, weiß ich nicht. Aber es waren Köpfe drauf abgebildet, die aussahen wie Jim Knopf. Ich hab die ausgeschnitten, weil ich die so schön fand als Kindergartenkind. Sie liegen immer noch in der Schublade meiner Kindheitsschätze in meinem Elternhaus.

    Dickmanns hat dann irgendwann den Markt erobert.