Beiträge von Alusra

    Gerade im Möbelhäuser, Abteilung Kinder-/Jugendzimmer. In der Ausstellung stehen Pappfiguren mit Sprechblasen:

    Kleines Mädchen: Ich will mal Prinzessin werden!

    Kleiner Junge: Ich werde Fußballstar!

    Jugendliche: Hier macht Lernen Spaß!

    Jugendlicher: Hier bin ich mein eigner Boss!

    Die Schwiegertochter pflegt traditionellerweise die Schwiegereltern, weil der Sohn zusammen mit ihr das Haus erbt, also man zusammen mit den alten Leuten in einem Haus wohnt.

    Heute ist das wohl nur noch selten so.

    Es können halt ausschließlich Bauarbeiterinnen schwanger sein. Deswegen fände ich es komisch, generisches Maskulinum zu verwenden. Weil ganz klar ist, dass es sich nur um eine weibliche Teilgruppe handeln KANN.

    "Viele Bauarbeiter trugen Helme" wäre ein anderes Beispiel. Ich würde trotzdem nur Männer vorstellen.

    Bei "Lehrern" tendenziell auch.


    Bei reinen Frauengruppen sage ich immer weibliche Formen. "Jeder + Schwangerschaft/Menstruation etc." würde mir sofort auffallen.

    Nöstlinger hat mich als Kind stellenweise verstört. Das war progressiv, aber nicht mein Ding.

    Sie ist auch ganz gut im Übergewichtsbashing.

    An einer Stelle (weiß gar nicht mehr, welches Buch, spielt im Nachkriegswien) weiß ich noch, dass die Protagonistin den ersten Freund hat und der über ihre beste Freundin, die stolz auf ihren Busen ist, sagt, aus der könnte man zwei machen, oder sie auspressen/sie trieft vor Fett (das ist aus dem Gedächtnis von vor über 30 Jahren, vielleicht lautet es auch anders). Das hat mich ziemlich verunsichert, denn ich war auch eine, die bisschen kräftiger war und stolz auf die pubertäre Brust.

    Erich Kästner find ich ganz fürchterlich. Klar war das mal fortschrittlich. Aber heute finde ich das schon anstrengend, diese belehrenden Kommentare. Die nutzlose Bürgersgattin aus Pünktchen und Anton. Der Papa ist aber doch ganz in Ordnung natürlich. Gut weg kommen nur Frauen, die in Not sind (Mütter von Anton oder Mutter von Liese und Lotte).

    Bei uns werden grundsätzlich Jungs neben Mädchen gesetzt in der Grundschule, "weil es dann leiser ist". Neben einer Freundin darf man nur in seltenen Ausnahmefällen sitzen.

    Es wird auch oft umgesetzt, weil das Mobbing vorbeugen soll.

    Möwenweg ist ganz extrem "Wir Mädchen haben..., die Jungs sind soundso".

    Grundschullehrer/innen unterscheiden ohnehin sehr stark zwischen den Geschlechtern. Möglicherweise ja auch zurecht. Da ich keine Arbeitserfahrung in dem Bereich habe, will ich keine großen Töne spucken.

    Zum Thema Astrid Lindgren: Haben Eure Männer die als Lieblingsautorin gespeichert? Mir kommt das so vor, als sei das eher ein Frauending (Ausnahme: Karlsson vom Dach, Kalle Blomquist, Saltkrokan). Unser Nachbar sagt, Bullerbü vorlesen sei Folter für ihn. In dem Buch passiere absolut nichts. Der Lauf der Jahreszeiten, die Rituale, die damit verbunden sind, interessieren Männer/Jungs vielleicht weniger?

    Zum Glück schreibst du keine Kinderschlager. Sonst hätte ich Angst vor so was wie "Alaaarm, Alaaarm, die Läusemuuuum! Ihr Name ist Elfriede, wart ab, bis ich dich kriege!"

    Bei uns ist das Backen freiwillig und bei über 300 Grundschulkindern auch ziemlich anonym. Kein Mensch wird überprüfen, ob du dich zum Backen einträgst oder zum Standdienst oder zu gar nichts.

    Ich weiß, dass der übriggebliebene Kuchen zu einer Armenspeisung kam früher, aber die wollen den auch nicht mehr. Manche nehmen vielleicht ihr Blech wieder mit, aber einige sind gar nicht da, weil sie arbeiten.

    Es geht nur um die Smarties, Ebura. Die Muffins sind maschinell gebacken, das kriegt man selbst kaum so hin. Aber die sind verschweißt, ewig haltbar, überzuckert und nicht von glücklichen Hühnern. Aber als erstes weg am Buffet weg und kosten Normalpreis.