Beiträge von Alusra

    In Deutsch müssen jedes Jahr 6 Bücher zu Hause gelesen werden, eins davon wird präsentiert. Die anderen müssen nach verschiedenen Aufgabenstellungen untersucht werden und zu einem "Lesetagebuch" zusammengefügt werde, und das war dann verpflichtend in Word (dieses Jahr soll es mit der Hand geschrieben werden). Und in Mathe kam Excel dran.

    Bei uns am der Schule gibt es externe Medienpädagogen, die wegen so Sachen wie Internetsicherheit, Cybermobbing in die Klassen kommen. Wird vom Elternbeirat bezahlt. Dazu Elternabende. Jetzt kommen sie sogar in die Grundschule. Wird von öffentlichen Geldern finanziert nach Antrag.

    Es gibt auch neue Studiengänge. Zum Beispiel bietet die TUM ein Masterstudium für Politologen. Die lernen dort programmieren und beschäftigen sich mit Themen a la Cambridge Analytical.

    Es wird mir hier zu sehr schwarz gemalt.

    Ich bin aber der Ansicht, dass es in der Grundschule Zeitverschwendung wäre, mit einer Klasse von 26 Kindern in der Schule eine PPP zu erstellen. Das lernen die später so rasend schnell, ich sehe den Mehrwert nicht. Es gibt ohnehin schon so viele Dinge, für die in der Grundschule keine Zeit bleibt.

    Das Wichtigste beim Präsentieren ist man selbst.

    Man kann durchaus handfeste Techniken und Grundregeln erlernen um die Basis fuer eine gute Präsentation zu legen. Eine schlechte Powerpointpresentation ist alles andere als hilfreich, da hilft es auch nichts, wenn die Person sonst toll ist.

    Ich halte es aber nicht für notwendig, so früh PowerPoint zu können. Als Basis ist es viel wichtiger zu lernen, sich entspannt vor eine Gruppe zu stellen, deutlich zu sprechen, Blickkontakt aufzunehmen. Zusätzlich halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass Eltern bei PPP zu Hause mittüfteln werden bei Grundschulkindern.

    Erdbeerminze : Ist das nicht schon so? Informatik haben doch alle als Pflichtfach. Das war zu meiner Zeit anders, da war Informatik Wahlpflichtfach ab der 9. Klasse und wenn man dritte Fremdsprache gemacht hat wie ich, hat man in der gesamten Schulzeit niemals was von Informatik gehört. Aber hier Informatik ab der 6. Klasse für alle.

    Die Trennung zwischen Handarbeit und Werken gibt es auch nicht mehr. Am Gymnasium hat man in Bayern allerdings gar nichts davon, nur in der Grundschule. Ich weiß nicht, wie es genau an den Mittelschulen aussieht, aber meint Ihr, dass man da als Mädchen an Holz und Metall vorbeikäme? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.

    Würde mich tatsächlich interessieren, ob es solche Sprüche heute noch von Mathe- und Physiklehrern gibt und natürlich auch Profs. Meine Tochter hat mir noch nichts erzählt. Am Gymnasium hatte sie zwei Jahre eine Mathelehrerin, der neue Mathelehrer ist von ihr begeistert von den Kommentaren, die er unter ihre Exen und Schulaufgaben schreibt. In Physik haben sie eine Lehrerin.

    In unserem Viertel gibt es auch gerade einen Trend, Mädchen wieder auf Mädchenschulen zu geben, und das sind keine emanzipatorischen. Es geht mehr darum, dass Mädchen doch brav und ruhig sind und von den Jungs dann nicht so gestört werden. Es gibt 6 Mädchengymnasien in unsrer Stadt und mind. eine Mädchenrealschule. 2 davon sind staatlich/städtisch, vier katholisch.

    Meine Tochter geht auf ein traditionelles ehemaliges Jungsgymnasium und ich hätte gekämpft wie eine Löwin, wenn sie das nicht gedurft hätte. Es gibt kein Jungsgymnasium mehr hier, Jungs wird dieser "Schutzraum" also nicht gewährt.

    Ich war auf einer koedukativen Schule und ich fand es eine Bereicherung, Jungs nicht außerhalb der Schule zu treffen, sondern dort, wo man sich gut kennt und miteinander diskutiert. Alle meine Beziehungen stammen aus Schule, Uni. Nie hab ich mich auf irgendwen eingelassen, der mich auf der Straß süß fand, immer einen, der wusste, wie meine Persönlichkeit ist, was ich zu sagen habe. Nicht zuletzt wusste ich durch koedukativen Unterricht, dass ich mit Männern mithalten kann.

    Sexistische Bemerkungen von Mathe- und Physiklehrern kenne ich nicht. Ein MINT-Fach hab ich nicht studiert, mein Bruder aber auch nicht.

    Dass Frauen selten technische Berufe ergreifen in Deutschland ist allerdings nicht wegzudiskutieren.

    Ich habe es auch so 9./10. Klasse in der Schule gelesen.

    Hab mir damals auch "Die letzten Kinder von Schewenborn" von Pausewang gekauft, da geht es um einen Atomkrieg. Das Buch spielt in der Region, aus der ich komme, es wird sogar irgendwann erwähnt, dass meine Heimatkleinstadt besonders hart getroffen ist, und ich erinnere mich dunkel, dass alle umherirren und sterben.

    Meine Tochter hat es neulich (6. Klasse) privat gelesen und es hat sie nicht sonderlich beeindruckt. Ich denke, heute gibt es andere Dinge, vor denen die Menschen Angst haben. Nicht mehr so sehr die atomare Katastrophe.