Beiträge von hanna

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    Ich seh es nicht ganz so krass wie du janos . Es kommt in meinem ärztlichen Alltag eigentlich immer mal wieder vor, dass sich eine Patientin trotz ausführlicher Beratung anders entscheidet als ich es machen würde oder als es den Leitlinien entspricht, es gibt ja auch ein Recht auf Nichtbehandlung. Ich sehe die Patienten länger und habe eine engere Beziehung als Hausärztin, manchmal kommen wir nach einer gewissen Zeit dann doch noch zusammen, manchmal ist das ein Prozess. Ich dokumentiere das, aber ich hatte auch noch nie eine Klage. Ich mache auch nichts aktiv, wovon ich nicht überzeugt bin, lasse mich also nicht vor einen Karren spannen. Aber eine Untersuchung zu unterlassen , weil nicht eingewilligt wurde, das muss ich akzeptieren.

    Wenn ich in meiner Arbeit nur noch von Haftungsfragen getrieben wäre, würde ich aufhören.

    Wegen der Angst vor dem Alleinesein: kannst du vielleicht eine Stadt besuchen, in der du zwar alleine wohnst und urlaubst, in der aber zufällig auch noch liebe Freunde oder Verwandte von dir wohnen, mit denen du mal einen Abend oder Nachmittag verbringen kannst? Ich finde es ganz schön, das miteinander zu verbinden.

    Edit: ich finde den trüben November leider ein bisschen riskant in Sachen Einsamkeit, aber wahrscheinlich hast du dir die Jahreszeit für den Urlaub nicht ausgesucht…

    Sorry, Metathema.

    Elfchen

    Das Bashing von Berufsgruppen ist allgemein total beliebt bei den Raben. Darüber hab ich mich auch schon oft geärgert. Ärzt*innen, Lehrer*innen und so fort, immer schön verallgemeinern, haben alle keine Ahnung. Ich hab schon öfter drüber nachgedacht woher das kommt. Sicher aus der berechtigten und guten Absicht, Autoritäten nicht blind zu folgen, kritisch und mündig zu sein. Ich selbst finde es viel sinnvoller, gut darin zu sein, zu erkennen, ob eine Fachperson kompetent ist oder nicht, wem ich vertrauen kann, als zu meinen, als Laiin inhaltlich besser zu sein, denn das kann nie was werden.

    Super Beispiel ist die Schilddrüse. In jedem aber auch jedem Thread wird man sich einig, dass Ärzt*innen grundsätzlich nichts davon verstehen. Gräme dich nicht! Tief atmen.

    Kennst du den Veranstalter vamos Eltern Kind Reisen? Die haben viele Angebote in mittelgroßen oder kleineren, oft inhabergeführte Hotels und Ferienanlagen teils auch mit Kinderbetreuung.

    Das ist nicht ganz so ein Massenbetrieb.

    Um in einem großen Pauschalhotel oder Club ein gutes Essen zu bekommen, das einem nicht nach drei Tagen zum Hals raushängt, muss man schon richtig viel Geld hinlegen…

    Ist sie überhaupt Montessori-Lehrerin oder warum kennt sie die Materialien nicht ? #confused

    Weil sie konsequent Elterngespräche verweigert, könntest du dich alleine deshalb an die Schulleitung wenden, bestimmt ist doch vorgesehen, dass Gespräche bei Bedarf stattfinden, oder?

    Inhaltlich kann man nach meiner Erfahrung relativ wenig gegen "schlechte Lehrer" machen, zumindest nicht kurzfristig, außer Klassen- oder Schulwechsel, wenn es ganz schlimm ist. Jemanden, der Dienst nach Vorschrift macht, dazu bringen, dein Kind besser zu sehen oder generell besseren Unterricht zu machen..? Schwierig, insbesondere, wenn die anderen Eltern zufrieden sind.

    Sollte das Gespräch doch stattfinden, würde ich, wenn die Wut im Bauch so groß ist, versuchen, meine Punkte vorab schriftlich zu formulieren. Da fällt es leichter, sachlich zu bleiben. Im Gespräch selbst würde ich versuchen, Anklagen zu vermeiden, Ich-Botschaften, Fokus auf dem Kind (was braucht er um gut zu lernen), weniger auf ihrem Unvermögen, sie ab und zu nach ihrer Meinung fragen und zumindest formal, ihre Fachkompetenz anerkennen.

    Ach- und die Hochbegabung würde ich nicht überbetonen, darauf reagieren viele allergisch. Gerade in einem echten (!) Montessori-Setting sollte die im Grundschulbereich meiner Erfahrung nach kein großes Problem sein. Also sobald das Konzept umgesetzt wird, was offensichtlich nicht der Fall ist ?

    Stunden aufschreiben haben wir nur bei wechselnden Arbeitszeiten gemacht (Kinderfrau oder Gärtner) Bei gleich bleibenden Arbeitszeiten (Putzhilfe) bzw. Vertrauensarbeitszeit mache ich das nicht.

    Urlaub und Lohnfortzahlung solltest du auch im Vertrag regeln.

    C) einen weitern Minijob annimmt, ohne mich zu informieren, und damit die 450-Euro-Grenze überschreitet? Betrifft mich das dann irgendwie?

    Es empfiehlt sich, beim Vertragsabschluss die aktuell laufenden Minijobs und deren Höhe schriftlich mit aufzunehmen und gegenzeichnen zu lassen. Damit bist Du raus, wenn dein MA danach weitere Jobs annimmt. Das wird auch geprüft, ich hatte mal eine Anfrage diesbezüglich.


    300 Euro: Wenn man von 16-20 h Arbeit im Monat ausgeht, wäre es ein Stundenlohn zwischen 15,00 und 18,75 EUR. Ob das angemessen ist, hängt natürlich von der Region ab, in der du lebst. Es ist auf jeden Fall über Mindestlohn, aber wenn ich Dich richtig verorte, wahrscheinlich für gute Kräfte leicht unterdurchschnittlich, bin mir aber nicht sicher, ob du da wohnst, wo ich vermute #confused.

    Klar können Ärzt*innen durchgeführte Impfungen attestieren und auch Abschriften von Impfpässen erstellen. Aber wir haben schlicht keine Zeit dazu, diese Schreibarbeiten für die Schulen zu erledigen neben den drölfzigtausend anderen Attesten und Bescheinigungen für Schulen, Krankenkassen, Versicherungen, Arbeitsagenturen, Prüfungsämter etc. pp, weil uns die Zeit dann für die Behandlung der Patient*innen fehlt.

    Also ich bekomme als Hausärztin sehr häufig diese Anfragen vom Landratsamt, deshalb wundert mich, dass ihr schreibt, dass das gar kein Gewicht hätte? Immerhin kosten die ja was, also ganz umsonst wird der Aufwand hoffentlich (!) #rolleyes nicht sein.

    Offensichtlich sind ja in deinem Fall auch FA-Berichte vorhanden, also würde ich dir raten, das genaue Ausmaß deiner Einschränkungen nochmal zu besprechen mit HÄ oder Psychiaterin, je nachdem wer angefragt wird. Es geht in der Tat sehr viel weniger um Diagnosen als um konkrete Einschränkungen. (x Stunden belastbar, yyy Meter Gehstrecke mit / ohne Hilfsmittel usw., 30° Beugung, 5 x Insulin spritzen pro Tag ). In deinem Fall eben auch die sozialen Einschränkungen in ihrer ganzen Dimension. Da kann man schon deutlich mehr ausführen als in einem durchschnittlichen Arztbrief steht.