Beiträge von hanna

    Also ich bekomme als Hausärztin sehr häufig diese Anfragen vom Landratsamt, deshalb wundert mich, dass ihr schreibt, dass das gar kein Gewicht hätte? Immerhin kosten die ja was, also ganz umsonst wird der Aufwand hoffentlich (!) #rolleyes nicht sein.

    Offensichtlich sind ja in deinem Fall auch FA-Berichte vorhanden, also würde ich dir raten, das genaue Ausmaß deiner Einschränkungen nochmal zu besprechen mit HÄ oder Psychiaterin, je nachdem wer angefragt wird. Es geht in der Tat sehr viel weniger um Diagnosen als um konkrete Einschränkungen. (x Stunden belastbar, yyy Meter Gehstrecke mit / ohne Hilfsmittel usw., 30° Beugung, 5 x Insulin spritzen pro Tag ). In deinem Fall eben auch die sozialen Einschränkungen in ihrer ganzen Dimension. Da kann man schon deutlich mehr ausführen als in einem durchschnittlichen Arztbrief steht.

    hanna Dann kommt da aber auch wieder der strukturelle Unterschied dazu, dass für Mann in den meisten Fällen Vollzeit klar ist - für mich sind Punkte der Vereinbarkeit von Beruf und Familie aber einfach mal auch sehr wichtig, so dass ich VOR einem Gespräch mit einer Firma nicht mal genau sagen kann, wie viele Stunden ich dort arbeiten kann. Für mich macht es auch einen Riesenunterschied, ob Vollzeit 40h oder nur 35h bedeutet. Und ob es Gleitzeit mit Freizeitausgleich gibt oder etwa irgendwelche wilden Kappungsregelungen, die verhindern, dass ich ggf. Arbeitszeit etwas hin- und herschieben kann (z.B. wegen krankem Kind weniger und von zu Hause arbeiten, danach aber wieder ranzuklotzen)


    Dieser AG-Wunsch, dass ich meinen Gehaltswunsch als erstes angeben soll, ist daher gerade für Frauen auch ein zusätzlicher Nachteil.

    Also zunächst mal: ich verstehe dich total. Auch in Bezug auf die gewünschte Reihenfolge: erst mal kennen lernen, Inhalte klären und dann zum Schluss das Gehalt.

    Aber gerade DASS die Vereinbarkeit wieder fast nur für Frauen von so einer enormen Wichtigkeit ist und der Partner (auch Vater!) oder männliche Mitbewerber hingegen seinen Fokus stärker auf das Gehalt legen kann, ist ja das strukturelles Problem, das Frauen im Beruf benachteiligt. Also nicht das Frausein an sich natürlich oder gar die Fähigkeiten, sondern dass frau eben Job und Care-Arbeit wuppen muss.

    Nein, nicht konkret auf Dich. Ich hab schonmal eine Untersuchung gelesen, dass Männer durchschnittlich weniger Probleme haben, klare Gehaltsvorstellungen zu äußern und auch zu fordern. Frauen eher "zufrieden sind mit dem was sie kriegen" "den Job nicht wegen des Geldes machen" oder dass ganz allgemein Bescheidenheit als Tugend gilt, sie auch im Job weniger häufig um Gehaltserhöhungen bitten.

    Ich will damit keinesfalls ausdrücken, dass Frauen selbst schuld sind am Genderpaygap.

    Ich denke aber tendenziell, dass wir Frauen etwas mutiger sein dürfen diesbezüglich. Oder es zumindest bewußt machen dürfen, dass der männliche Mitbewerber uU sich diese Gedanken nicht macht und einfach 20% auf sein bisheriges Gehalt draufschlägt.

    Inhaltlich hat ja patrickstar alles perfekt aufgedröselt, ich hab nur den feministischen Aspekt noch nachgereicht.

    So eine Fährfahrt ist jetzt nicht gerade das reine Vergnügen, aber bequemer als eine vergleichbar lange Autofahrt ist sie allemal.

    Man kann sich frei bewegen, überall herumlaufen und hat Zeit, sich mit den Kindern zu beschäftigen. Ihr könnt ja Spielzeug mitnehmen, es gibt überall Cafés, Restaurants, Sitzgruppen, wo man lesen oder spielen kann. Einen Kinderbereich mit Bällebad etc gibt es in der Regel auch, aber naja..immerhin vielleicht Spielpartner dort. Man kann auf dem Deck sein und aufs Meer kucken, Leute beobachten, Frühstücken usw... Man kann sich auch tagsüber in der Kabine aufhalten, muss sie aber etwa 2-3 h vor Ankunft räumen und dann hocken halt alle Leute irgendwo draussen mit Sack und Pack, alle Sitzgelegenheiten sind belegt, auf dem Boden, den Treppen usw. Das ist die nervigste Zeit.

    Nachts ist ein paar Stunden Ruhe, frühmorgens geht es dann los mit ständigen Durchsagen, wo es überall Kaffee und Frühstück gibt. Türen klappern, man hört die Nachbarn. Jaa, und je nach dem ist es mehr oder weniger sauber oder leicht angeschmuddelt (Teppichböden!)

    Für kleine Kinder ist so eine Fährfahrt doch schon an sich interessant, die Verladung der Autos, die Größe des Schiffes... Dazu kommt die Vorfreude auf den Urlaub, da hätte ich mal keine Sorge. Unsere sind ja schon Teenager.

    Man darf kassenseitig schon, haftet aber natürlich inhaltlich trotzdem für die Richtigkeit/ Notwendigkeit der Verordnung.
    Von daher jein.

    PKV und GKV versuchen beide, Ihre Kosten niedrig zu halten und Leistungen möglichst NICHT zu genehmigen. Der wesentliche Unterschied ist, dass PKV und Patienten direkte Vertragspartner sind und in der GKV die Ärzt*in dazu benutzt wird, Leistungen gegenüber Ihren Patient*innen zu rationieren.


    Bei Physiotherapie ( Ergo, KG usw) kann ich unbegrenzt Privatrezepte ausstellen, evt erstattet die PKV sie den Patienten aber nicht. In der GKV werde ich als Ärztin durch Regressandrohungen verpflichtet, meine Verordnungen zu begrenzen, also u.U. auch mal welche vorzuenthalten. Was natürlich komfortabel für die Kassen ist und den Konflikt in die Arzt-Patienten-Beziehung verschiebt.

    Wie gesagt, beide Systeme haben Vor- und Nachteile.

    Es ist aber ein großer Unterschied ob man selbständig ist oder verbeamtet. Bei Beamten zahlt ja der Staat den Großteil der Gesundheitskosten, vor allem wenn man Kinder hat, aber auch im Alter. Immerhin noch 50%, vorher bis 80!!

    Man muss nur einen kleinen Teil selbst versichern, während eine Selbständige 100% zahlt. Man bekommt quasi eine Premiumversorgung für kleines Geld. Vielleicht als Ausgleich für die Nachteile des Beamtenstatus?
    Jedenfalls muss man schon ziemlich selbstlos sein, um darauf zu verzichten.
    Wobei die gkv auch Vorteile hat, wurden ja zahlreiche genannt.
    Jedes der beiden Systeme hat Vor- und Nachteile. Kostenexplosion im Alter gehört für Beamte allerdings nicht dazu .

    Wenn das Fahrzeug zu über 50% dienstlich genutzt wird ( was einmal über mehrere Monate mit Fahrtenbuch belegt werden muss) dann kannst du es auch ganz als Dienstwagen absetzen.
    Ich weiß allerdings nicht ob das für alle Branchen gilt.
    Ansonsten die einzelnen Fahrten mit km Pauschale abrechnen wie oben beschrieben.