Beiträge von lekaja

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    Nachtrag: mich macht es echt kirre, dass Schülerzeitungen heutzutage in AGs mit Lehrkraft entstehen, Abizeitungen von Unternehmen nach Schema F gestaltet werden und Abistreiche nach Regeln der Schule und Ideen der Eltern geplant werden #haare

    Ergänze: und die Abifeiern werden von Profiunternehmen ausgerichtet und sind schweineteuer.

    Ich finde den Gedanken eines von Eltern ausgedachten Abistreiches auch ziemlich grotesk…

    Aber wenn die jungen Erwachsenen dies so tolerieren oder sogar darum bitten, dann bin ich jetzt wohl offiziell so alt, dass ich die Welt nicht mehr verstehe.

    Vielleicht sollten wir den Titel ändern zu

    „Menstruationsstolz - mit Würde gegen die Scham“

    :D

    Es haben sich ja ganz und gar wunderbar einige Geschichten zum Umgang mit den so gefürchteten ungewollten Menstruationsoffenbarungen hier gesammelt.

    Ein so schönes Nachschlagewerk an Bewältigungserfahrungen und gruppengestützter Ermutigung!

    #herz

    Ich bin zurück in den Raum.

    Alle waren entzückend supportiv und dabei auch ganz beiläufig, was mich natürlich zusätzlich entlastet hat.

    Die Fortbildung ist zur Zertifizierung als Gruppenanalytikerin und wir werden in dieser Gruppenzusammensetzung auch eine Selbsterfahrungsgruppe sein.

    Ich habe dann zum Start nach der Pause an die Gruppe gerichtet mich bedankt, dass mir in dieser Lage so ohne Worte darüber zu verlieren geholfen wurde, habe informiert darüber, dass ich HIV negativ bin und dass ein Grundsatz der Grupientherapie („die schlimmste Befürchtung wird ohnehin eintreten, aber dann in der Erfahrung nicht so zerstörerisch wie in der Phantasie sein“) hier kurz mal eben von mir erlebensaktivierend als Szene dargestellt wurde.

    Wir haben dann alle gelacht und über Beschämungserfahrungen im Allgemeinen und Menstruationsscham im Speziellen gesprochen.

    Grundgütige!

    Heute ist mir etwas passiert, was absolutes Alptraumskript sein könnte. Zumindest, wenn man Teeniegirl oder sonstwie empfindlich für Beschämung ist.

    Ich war auf einer Fortbildung. Da ich Psychotherapeutin bin, saß ich also im Kreis mit 25 anderen Psychotherapeut*innen. Von der Platzierung im Raum her am von der Tür am weitesten entfernten Platz.

    Ich trage einen megacoolen Samtrock, schwarze Feinstrumpfhosen mit 15DEN (also durchsichtig) und grasgrüne Pumps.

    Es ist Zeit für die Pause. Ich stehe als Erste auf und gehe zur Tür.

    Schon direkt nach dem Aufstehen bemerke ich, dass meine Menstruationstasse versagt.

    Allerdings so sehr, dass mir in dicken Tropfen strömend Blut über beide Beine, Schuhe und den Boden fließt.

    Mitten in dem großen Raum, in der Mitte des Kreises, im Zentrum der Aufmerksamkeit aller.

    Eine unbeschreiblich übertrieben große Blutspur auf jedem Schritt über das meerwasserblaue Linoleum des Raums ziehend realisiere ich entsetzt, dass ich sofort zur Toilette muss, um weiterbluten zu verhindern.

    Blutspur zur Toilette.

    Alles voll. Umständlich mich notdürftig versorgend, Blut bis in den Schuhen, wissend, dass gerade in dem Seminarraum andere Menschen mein Menstruationsblut wegwischen.

    Und ich nichts tun kann. Es nicht selbst wegmachen kann. Mich hier auf der Toilette erstmal neu versorgen und dann in diesen Raum zurückkehren muss.

    Währenddessen kam die Dozentin - eine befreundete ehemalige Kommilitonin aus der Therapieausbildung - zu mir in den Toilettenvorraum. Guckt mich an und sagt:

    „Chapeau! So eine Demonstration von archaischer Weiblichkeit. Brauchst Du nen Tampon? Kommst Du nochmal wieder oder fliegst Du jetzt nach Panama und änderst Deinen Namen?“

    Wie rettend sie für mich war.

    Und wie furchtbar die Situation.

    Oh Göttin. Oh oh oh Shit.

    Ich habe im Alter Deiner Tochter geraucht, auch in der Schule.

    Selbst wenn mich jemand dabei eindeutig gesehen oder sonstwie erwischt hat, habe ich es bis zur letzten Konsequenz geleugnet. Inklusive Tränen und Beteuerungen, dass alles ein Missverständnis war oder ich enttäuscht bin, dass mir nicht geglaubt wird.

    Ich wäre einfach damit total überfordert gewesen, das Rauchen mit Erwachsenen zu besprechen oder vor ihnen zuzugeben. Es radikal abzustreiten und mir dabei selber auch irgendwie zu glauben, dass mir falsche Vorwürfe gemacht werden, fand ich irgendwie schlüssiger und machbarer für mein vollkommen überfordertes Selbst damals.

    Also ich denke, ich würde einfach mit offenen Sinnen und ohne zu schnell mich auf eine Version der Wahrheit festzulegen mir alles anhören und den Druck auf die Tochter nicht erhöhen, aber auf längere Sicht im Blick behalten, was da denn eigentlich los ist, wie ihr Umfeld gerade aufgestellt ist, wofür sie ihr Geld ausgibt und welche Themen sie gerade beschäftigen - soweit Du da reinblicken darfst.

    Liebe Tamun,

    ich würde ein nicht abgeschlossenes Studium auf jeden Fall aufführen und aber auch mit dem Hinweis „nicht abgeschlossen“.

    Wenn Du den Zusatz „nicht abgeschlossen“ nicht hinzufügst, würde ich als Arbeitgeber vermuten, dass Du den Abschluss inkl. akademischem Grad und Berufsrechtsstand erworben hast. Dann würdest Du zum Beispiel tarifrechtlich anders eingruppiert werden, was im Nachhinein vielleicht zu Unbill oder Nachzahlungen führen kann.

    Und das Studium trotzdem aufführen würde ich unbedingt, weil es ja zum Lebenslauf und zu Deiner Bildungsbiografie dazugehört.

    Hallo Leslie,

    schauen Dich die anderen wirklich böse an? Oder befürchtest Du, dass sie Dir „an der Nasenspitze“ ansehen, dass Du nicht schwerbehindert ist (also ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, ob Du das bist oder nicht #weissnicht )?

    Ich frage das deshalb, weil ich zum Beispiel den meisten Menschen mit einer Schwerbehinderung (und damit auch hochoffiziellem Anspruch auf einen solchen Sitzplatz), die ich persönlich kenne, nicht an ihrer Nasenspitze ansehen könnte, ob sie schwerbehindert sind oder nicht.

    Und deshalb würde ich auch niemals drüber nachdenken, ob jemand da richtig sitzt oder nicht, weil ich das der Person erstens nicht ansehen könnte und es mich zweitens natürlich auch nichts angehen würde.

    Was ich sagen will:

    Vielleicht gucken die anderen nur aus was auch immer für Gründen so, wie sie gucken und scheren sich gar nicht so sehr um Dich?

    (Du wohnst doch auch in Berlin, oder? Ich denke mal, wenn sich da wirklich jemand an Deinem Sitzplatz stören würde, hättest Du das wahrscheinlich berlintypisch überdeutlich gesagt bekommen… )

    Der Faktor bedeutet, dass die Lohnsteuer (quasi die Vorauszahlung für die Einkommensteuer) relativ genau auf Deinen Bruttoverdienst berechnet wird, Du also ziemlich exakt genau das an Lohnsteuer bezahlst, was Deinem Verdienst entspricht.

    Bei mir ist kein Faktor eingetragen.

    Sollte ich das veranlassen?


    Und an alle anderen nochmal herzlichen Dank!

    Ich habe das jetzt so verstanden, dass die Steuerklasse die Vorauszahlung festsetzt und dann in der Steuererklärung sowieso alles genau ermittelt wird.

    Dann kann ja gar nicht so viel schiefgehen ?

    Liebe Raben,

    ihr wisst ja immer alles :)

    Deshalb frage ich mal hier, in der Hoffnung auf Lichtung meines Nebels:

    Ich habe ein zweites Beachäftigungsverhältnis begonnen. Ich verdiene gleich viel wie im ersten, arbeite aber im neuen zweiten nur 10 Stunden (also insgesamt 40h, 10 davon in dem neu begonnenen Beschäftigungsverhältnis).

    Nun bin ich seit je her mit meinem „Erstjob“ in Steuerklasse 4 mit zwei Kinderfreibeträgen; mein Mann hat auch Steuerklasse 4 mit zwei Kinderfreibeträgen.

    In dem neuen Beschäftigungsverhältnis bin ich nun in Klasse 6 mit 0 Kinderfreibeträgen. Das hat die Lohnabteilung so festgesetzt.

    Meine Frage dazu ist nun, ob diese Festsetzung so üblich und für mich günstig ist oder ob ich daran sinnvollerweise etwas ändern lassen könnte oder sollte.

    Ich hoffe, ich hab mich einigermaßen verständlich ausdrücken können und mich mehr hoffe ich auf Orientierung in meiner Verwirrung durch die allwissende Rabencommunity #luftballon :D

    Viele liebe Grüße von lekaja