Beiträge von lekaja

    Ach Ratteldattel ;(



    Von Herzen würde ich Dir wünschen, dass Du eine Psychotherapie machst.
    Ich bin Psychotherapeutin und arbeite viel mit Schwangeren sowie auch im Feld der Geburtstraumata und Bindungsproblematiken.
    Dein heftiges Verharren an gewaltvollen Bildern zu lesen ist erschütternd und dennoch wahrscheinlich nur ein kleiner Eindruck von dem, was Dich innerlich erschüttert hat. Und mein Gefühl läßt mich befürchten, dass das Leben auch an anderen Stellen nicht gut zu Dir war.


    "Wir" Psychotherapeuten stecken nicht unter irgendeiner Decke, sondern stehen an der Seite der Erschütterten.
    Aus tiefer Überzeugung, dass Deine Wunden heilen können - nicht verschwinden, aber heilen -, wünsche ich Dir, dass Du eine Chance findest, Dir jemanden an die Seite zu stellen.

    Menstruation ist nach meinem Gefühl deutlich weniger tabuisiert als früher.
    Meine fast 11jährige spricht im Unterricht oder mit Freundinnen völlig entspannt über das Thema, aber mit mir wird sie da krampfhaft und weicht peinlich aus #augen
    Ich glaube, es gibt einfach eine Grenze zwischen Mutter-Tochter-Themen und Freundinnenthemen, und das ist vermutlich auch richtig so.


    Mit dreißig fiel es mir persönlich dann wieder deutlich leichter, mit meiner Mutter über "Frauensachen" zu sprechen ;)

    Sie jammert abends vor Durst? Wieso trinkt sie dann nicht? Etwa doch, weil das nächtliche Einpinkeln ein Angstthema ist für Euch?


    Zusammenfassend habe ich das Gefühl, dass das Trinken bei Euch vielleicht überwertig und als Thema sehr sorgenvoll geworden ist über die Zeit.
    Morgens trinkt sie überdurchschnittlich fiel, wahrscheinlich auf deine Anregung hin (--> also ohne eigene Möglichkeit, Durst und Durstsättigung zu erspüren.). Tagsüber trinkt sie nicht oder wird von dir oder der Lehrerin dazu angehalten (--> wieder keine selbstgespürte Regulationsmöglichkeit). Nachmittags wird überprüft und sorgenvoll festgestellt, dass sie wenig getrunken hat. Abends scheint sie sehr durstig, aber trinkt dann wohl nicht.
    Ihr Durstempfinden bzw. Trinkbedürfnis scheint also sehr oft davon abgekoppelt, wann sie trinkt und wann nicht. Außerdem wird fast ausschließlich von außen reguliert in so einem zentralen Lebensbedürfnis.


    Ich glaube, es wäre gut, wenn sie die Chance bekäme, ein Gespür für eigenen Trinkbedarf zu bekommen, indem du dich da für ein paar Wochen komplett heraushältst und stattdessen deiner Angstphantasie, dass sie gesundheitsschädlich wenig trinkt, bei dir selbst nachspürst.

    Liebe mama5,


    ich möchte Dir nochmal von Herzen empfehlen, deine Beschwerden psychosomatisch abklären zu lassen.
    In einer psycho-somatischen Behandlung werden auch alle denkbaren körperlichen Verursachungen untersucht. Nicht selten werden "Orchideen-Krankheiten" (seltene oder nur schwierig diagnotizierbare) überhaupt erst in der Psychosomatik mitbedacht und gesichert.


    Noch dazu werden immer alle biografischen und sozialen Einflussfaktoren mit aufgedröselt. Psychosomatik ist eine ganzheitliche "Von-Kopf-bis-Fuß"-Disziplin, da stecken jede Menge schlaue Leute unterschiedlichster Fachrichtungen die Köpfe zusammen und nehmen sich sehr viel Zeit für Einzelfälle.

    Hallo Pfeifhase,


    wenn dein Antibiotikum Metronidazol ist, dann lässt es die Milchsäurebakterien in der Scheide weitestgehend in Ruhe.
    Ich denke auch, dass es bei einer so starken Symptomatik eigentlich erst einmal am sichersten ist, die Antibiose einzunehmen - ein Aufsteigen der Keime in den Uterus oder noch höher brauchst du dann nicht mehr zu befürchten.


    Danach kannst du immer noch mit Milchsäurezäpfchen oder Actigel Floraaufbau machen.


    Gute Besserung!

    Jetzt bin ich ganz verblüfft und verlegen - ich schreibe hier nicht viel, aber lese eigentlich fast täglich. Und neben einem Durchsehen der mich interessierenden ungelesenen Themen suche ich fast standardmäßig auch nach Beiträgen von einzelnen Userinnen, weil ich sie als "virtuelle Person" interessant oder markant finde. Dass sich dadurch jemand gegruselt fühlen könnte, hätte ich nicht erwartet :/

    Hallo,


    ich denke, dass "großen" Geschwistern das "Großsein" tatsächlich wichtig ist als Identitätsstiftung, wenn da ein neues Menschlein zur Familie kommt.
    Was genau Großsein bedeutet, dürft ihr ja gemeinsam entwerfen.
    Ist Großsein eine Einbahnstraße oder sind auch Große mal ganz unvernünftig, frustriert und dagegen oder hilflos? Ist Großsein eine Verpflichtung zur problemlosen Funktionalität oder schlicht ein Entwicklungsstand mit mehr Möglichkeitsspielräumen?


    Wenn meine "Große", die ab der Geburt der Kleinen von sich aus sehr stolz dieses Konzept für sich beansprucht hat, unter dem Großsein mal gelitten hat, weil tatsächlich vielleicht vom Umfeld so ein Spruch a la " du bist schon groß, also musst du ja... / kannst du schließlich...", dann hab ich ihr vermittelt, dass wir Eltern auch groß sind, aber trotzdem manchmal was nicht wollen/können, dagegen sind, etc. und dass es auch Recht der Großen ist, zurückzurudern und sich auf ihre "kleinen" Wünsche und Bedürfnisse zu besinnen.


    Übrigens hat auch "die Kleine" ab etwa drei vehement vertreten, dass sie groß sei.

    Liebe mama5,


    nur nochmal zur deutlichen Klarstellung: PSYCHOSOMATIK! Nicht Psychiatrie.


    Bitte achte genau auf den Unterschied.
    Alle deine körperlichen Anliegen und Erkrankungen sind dort auch abzuklären über Konsile mit den jeweiligen Fachkollegen, die Psychosomatik führt dann alles zusammen und schließt psychosoziale Auslöse- und Verstärkungsfaktoren mit ein in die Behandlung.


    Ist das BKH, von dem Du gesprochen hast, eine Psychiatrie oder eine Fachabteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie?

    Verwirrende und ähnliche Begriffe, ich weiß. Manchmal nennen sich psychiatrische Kliniken auch "Abteilung für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik" - aber die Versorgung, die dir helfen kann und alle körperlichen Befunde miterhebt, therapiert und gleichwertig einfließen lässt, nennt sich ganz genau und ausschließlich so: Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

    mama5, ich befürchte irgendwie, dass du vom psychologen-termin kommen wirst und irgendwas in der art schreiben wirst wie: " naja, ich weiß nicht. Der hat so blöd daher geredet und dann gesagt, dass er nicht glaubt, dass ich was hab'. Aber vielleicht ist es auch die schwerwiegende Krankheit xyz und deshalb soll ich mich dort und dort durchchecken lassen. Da war ich aber schon mal und hab 5 Monate auf den Termin gewartet und das ist mir zu doof, rausgefunden hatten die ja schon damals nichts und deswegen geh' ich da jetzt net hin.Auf dem Rückweg vom Psychologen bin ich übrigens umgekippt und hab jetzt ne Platzwunde am Kopf. Zum Nähen bin ich aber nicht hin, weil ich muss jetzt arbeiten und denen ist es egal, wie es mir geht. Die PDL hat noch so scheinheilig gefragt, ob ich nicht lieber zum Arzt will, aber ich weiß, dass die das gar nicht ernst meint und hinterher feuern die mich."


    kann es sein, dass das passieren wird?


    hier unterschreibe ich

    Ich glaube, das ist nicht hilfreich.

    Hallo mama5,


    ich glaube, du könntest sehr viel Entlastung aus einer psychosomatischen Behandlung herausziehen. Da wird weder "alles auf die Psyche geschoben" noch fachärztlich-einbahnstrassig am Körper eine Baustelle getrennt von den anderen angesehen.


    Schwindel, Taumel, Schmerzen, Immunschwächen, Bluthochdruck, gynäkologische Beschwerden, etc. pp. sind weder psychisch bedingt noch körperlich bedingt, sondern jeweils in beiden Bereichen anteilig angesiedelt.


    Der "Durchbruch" gelingt nur, wenn beides gleichzeitig und gleichwertig in Diagnose und Behandlung einfließen kann - wo sind Stress, Ängste, Konflikte, weggedrängte Emotionen an körperlichen Symptomen beteiligt? Was machen körperliche Symptome mit dem Lebensgefühl, der Belastbarkeit im aktuellen Umfeld? Wie kann körperliche Krankheit so behandelt werden, dass Körpergefühl, Selbstfürsorge und Eigenheilungsvermögen aktiviert werden? Wie können Konflikte im psychosozialen Feld oder in der Biographie so bearbeitet werden, dass der Körper nicht mit ständigen vegetativen Notfallreaktionen überschwemmt wird und daraus chronische Krankheiten und Schmerzen schlimmer werden, nicht besser werden oder überhaupt entstehen?
    Das sind Fragen, die eine psychosomatische Behandlung stellt und zu beantworten versucht.


    Hast Du eine psychosomatische Klinik im Umfeld?


    Herzlichen Gruß,
    lekaja

    Mir ist der Name Schnuppe, meinetwegen können wir die auch frei nach Harry Potter, "Du weißt schon wer..." Nennen, oder, oder, oder...ich glaube wirklich, dass der Name egal ist.
    Daesh scheint im arabischen Sprachraum wohl schon länger gebräuchlich...

    Eine Begründung für eine höhere Sensibilität bei der Benennung ist wohl, dass der Islam auch nicht ständig im terroristischen Zusammenhang assoziiert werden würde.

    Wie steht ihr eigentlich zur Frage der Bezeichnung - vielfach wird die Anregung laut, anstelle von IS/ISIS/ISIL die Benennung "Daesh" zu verwenden.
    Daesh ist ein Akronym aus den arabisch-lautsprachlichen Anfangsbuchstaben der Organisation, hat aber auch einen abwertenden Anklang in der Wortbedeutung.


    Hintergrund sei wohl, der Organisation den Namen zu geben, den sie am empörenswertesten findet.
    Ich hab jetzt ein bisschen recherchiert und finde hauptsächlich europäische Stimmen für die Umbenennung, nur vereinzelte aus dem arabischsprachigen Raum.


    Was denkt ihr dazu?



    Noch eine Quelle dazu (dradio Wissen-Podcast):
    http://dradiowissen.de/beitrag…ng-fuer-islamischer-staat

    Im Fichtelgebirge (ein Mittelgebirge in Nordbayern/Oberfranken) gibt es einige Luftkurorte. Da müsstest du im Internet mal suchen nach Pensionen oder Ferienwohnungen, ist sicher auch bezahlbarer als im Allgäu.

    Ich hatte - bei mir und bei meinen Kindern - bisher den Eindruck, dass eine ordentliche "Wässerung" (Badewanne, Schwimmbad, See, Meer) die Schürfwunden pflegt und tendenziell schneller heilen lässt.


    Also: ja! Schwimmen gehen!


    Liebe Grüße!