Beiträge von Dindymene

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Danke und guten Austausch im Rabendorf!

Rabeneltern.org-Team

    Ich habe die Nutzer:innen-Ordnung für die PC-Räume in neuer Schreibweise geschrieben und es wurde natürlich prompt bemängelt. Jetzt muss ich immer "jede Nutzerin / jeder Nutzer" schreiben. Sperrig und auf 2 Geschlechter festgelegt, aber immer noch besser als "jeder Nutzer", so wie es in der Vorlage stand ...


    lg roma

    Hui, den Doppelpunkt finde ich sehr sexy. Im Moment benutze ich das Sternchen, aber ich glaube, ich möchte zum Doppelpunkt wechseln. Danke dafür!

    Wenn ich spreche, bekomme ich die Pause meist hin, ich höre sie aber auch in meinem Fortbildungsalltag sehr oft, gerade aus dem Munde von Universitätsmitarbeiter:innen. Manchmal entflutscht sie mir, aber dann wird es halt die weibliche Form. Da ich in früheren Jahren so oft die männliche benutzt habe, ist das dann eben ausgleichende Gerechtigkeit :-)


    lg roma

    Huhu,


    Ich hatte eine Doula und es war das beste, was mir passieren konnte. Sie konnte dem Klinikpersonal durchaus die Stirn bieten, hat klar für mich kommuniziert, was ich wollte und was nicht und war auch medizinisch zumindest so versiert, dass sie ganz gut abschätzen konnte, was geht und was nicht. Sie hat auch durchgesetzt, dass die Tür zu meinem Kreisssaal zu bleibt und dass wir uns melden, wenn wir was brauchen. Auch den Wehenschreiber hat sie für mich vehement und klar abgelehnt. Das Krankenhaus war aber auch super und die Hebammen haben ohne viel Protest alles durchgewunken, was wir wollten.

    Ich muss aber auch sagen, dass das Altersgefälle sicher eine Rolle spielte. Wir waren beide in den 40ern und die Hebammen eher jung, die haben uns einfach vertraut, dass wir richtig handeln.


    Liebe Grüße


    Roma

    Keine Chance, wir haben jetzt mehrere Apotheken abtelefoniert. Bestellbar nur als 10er Packung, das wollte sich aber keine Apotheke hinlegen. Die eine Apothekerin vermutete, dass der Engpass künstlich geschaffen wurde, um alte Gardasil4-Restbestände loszuwerden. Und warnte vor Fälschungen. Auch online ist nichts zu haben :-(

    doof das


    lg roma

    Huhu,


    hier ist der Gardasil9-Impfstoff seit fast einem Jahr nicht lieferbar! Unser Arzt will aber nur Gardasil9. Was machen wir denn? Warten wir weiter ab? Warum ist in anderen Gebieten der Impfstoff zu haben? Macht es Sinn, den woanders aufzutreiben? Internet? Oder nehmen wir jetzt Cervarix? Und einen anderen Arzt :-(


    lg roma

    Huhu,


    Die Doppelstunde ist für nur die Facharbeit! Wir haben damals unser Thema gekriegt und das Abgabedatum. Und dann durften wir die Fachlehrer mal in der Pause anquatschen. Unsere SchülerInnen haben ja vorher schon Unterricht am PC (in meinem Fach Kunst zum Beispiel arbeiten wir mit Grafik- und Schnittprogrammen, mit so einem kleinen Layout-Tool und halt mit Digitalkameras, neben eng geführten Internetrecherchen zu bestimmten KünstlerInnen; halte ich für Kunst für eine angemessene Auswahl, oder? Wir machen z.B. Stop-Motion-Filme, digitale Fotomontagen und Bildergeschichten), und dürfen eine Doppelstunde pro Woche an den Facharbeiten schreiben. Das finde ich sehr entgegenkommend, ist aber wohl nicht anders möglich.

    Aber das klingt doch grandios, was du da machst in Kunst! Das ist doch Digitalisierung, wie sie gemeint ist. Toll!


    Statt Technologien in den Vordergrund zu stellen, fände ich es besser, Grundsätze zur digitalen Arbeit zu lehren, wie Sicherheit, Strategien zur Informationsgewinnung und -Speicherung, Grundlagen der Informationsdarstellung (Diagramme/Präsentationen), Umgang mit Inhalten (Fakenews und co.), rechtliche Grundlagen, ethische Überlegungen, kreative Ideengewinnung (Design Thinking) ... Da hängt vieles nicht an irgendwelchen hippen Tools.

    Exakt. Und doch sind die hippen Tools oft Motivationsboost für die Kids.


    lg roma

    Hermine: Ich denke der Mindtwist liegt darin, dass nicht DU für 28 Lernarrangements verantwortlich bist, sondern für ein einziges mit vielen Ecken und Winkeln und Angeboten für individualisiertes Lernen und Arbeiten. Das funktioniert wunderbar in so vielen tollen Schulen in meinem Bundesland, ob KGS, IGS, Grundschule, Gym oder Berufsschule. Dazu braucht es keinen Computerraum. Das geht auch mit dem, was da ist: Mal ein Handy, mal ein Laptop, mal Papier, mal ein Tablet - je nachdem, was da ist. Lernen kann man mit allem und immer. Deine Erfahrungen mit den leistungsschwachen teile ich auch nicht - ganz im Gegenteil. Meist sind die SuS benachteiligt, die seit längerer Zeit fremdbestimmt gelernt haben und die finde ich oft in den oberen Bildungsschichten.


    lg roma

    Huhu,


    Die Diskussion hatten wir so ähnlich neulich schon in einem anderen Faden - Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Es hilft nicht, der Digitalisierung um ihrer selbst Willen hinterher zu rennen.

    Ich zitiere mich einfach mal selbst:


    Aber es birgt auch viele neue Möglichkeiten für individualisiertes und selbstverantwortliches Lernen (Siehe S. 13 des Strategiepapiers) - und das ist auch ausdrücklich so gewollt, damit sich das System Schule grundlegend wandelt.

    Digitalisierung bedeutet NICHT, dass alle geile digitale Endgeräte haben (schon gar nicht "nur" die Lehrer*innen), sondern dass die SuS auf die digitalisierte Welt vorbereitet werden - mit all ihren Erfordernissen (Stichwort 21st century skills).


    lg roma

    Huhu,


    Digitalisierung und deutsches Schulsystem sind zwei Dinge, die leider, leider wenig miteinander zu tun haben. Natürlich gibt es Schulen, die ganz ganz weit vorne sind - aber eben auch sehr viele Nachzügler. Und das ist ein Trauerspiel. Ich habs es hier schon oft geschreiben: Das KMK-Strategiepapierist seit Ende 2016 veröffentlicht. Der Katalog der zu vermittelnden und einzuübenden digitalen Kompetenzen ist einsehbar.

    Genauso einsehbar sind Sätze wie "Ziel ist dabei, dass alle Schülerinnen und Schüler, die zum Schuljahr 2018/19 in die Grundschule eingeschult werden oder in die Sekundarstufe I eintreten, bis zum Ende der Pflichtschulzeit die in diesem Rahmen formulierten Kompetenzen erwerben sollen. Diese für die Strategie zentrale Maßnahme soll somit ab 2026 umgesetzt sein." Da ist kein Spielraum. Das Geld des Digitalpaktes fließt in die Schulen, die per Konzept nachweisen können, diese digitalen Kompetenzen zu vermitteln. Und das NICHT in Informatik, sondern in jedem Fach: "Dies wird nicht über ein eigenes Curriculum für ein eigenes Fach umgesetzt, sondern wird integrativer Teil der Fachcurricula aller Fächer. Jedes Fach beinhaltet spezifische Zugänge zu den Kompetenzen in der digitalen Welt durch seine Sach- und Handlungszugänge." Das bedeutet, dass jeder Lehrer/jede Lehrerin in der Lage sein sollte, seinen SuS Zugang zu einer digitalen Lernumgebung zu geben.

    Kleines Beispiel: Unsere AbschlussschülerInnen kriegen nach allen Methodentagen und der wie gesagt doch recht üblichen PC-Arbeit in der Schule eine Doppelstunde pro Woche (!) um unter Anleitung der Klassenleitung (!) an ihren Facharbeiten zu arbeiten. Sie dürfen in Pausen, Freistunden und nach der Schule ins Selbstlernbüro (!) und dort unter Anleitung der dort eingesetzten pädagogischen Kraft (!) daran weitermachen. Natürlich auch zuhause. Sie dürfen jederzeit zu den betreuenden FachlehrerInnen kommen, denen Leseproben schicken und Rückmeldung dazu bekommen (!). Und trotzdem ziehe ich jedes Jahr wieder nicht nur Punkte, sondern in Summe ganze Noten ab für Sachen wie falsche Seitenränder, fehlende Seitenzahlen, falsche Schriftgröße- oder -art, falsche oder fehlende Inhaltsverzeichnisse, Fußnoten oder Quellenverzeichnisse. Und wir haben jedes Jahr mindestens ein oder zwei Leute (von etwa 90 bis 100 SchülerInnen insgesamt), die gar nichts oder nur Bruchstücke abgeben, weil die Datei "plötzlich weg" war, oder da "plötzlich Seiten fehlten" oder so.

    Das ist echt desolat. Und wir erklären uns den Mund fusselig, wirklich.

    Wenn man das vor dem Hintergrund des Strategiepapiers liest, ist eine Doppelstunde(!) lächerlich wenig. Und funktioniert ja offensichtlich auch nicht. Angedacht ist, dass das Lernen - genau wie unser Arbeiten letztendlich auch - digital stattfindet. In allen Fächern, in allen Unterrichtsstunden. Natürlich erfordert das für viele den Verlust der Komfortzone. Aber es birgt auch viele neue Möglichkeiten für individualisiertes und selbstverantwortliches Lernen (Siehe S. 13 des Strategiepapiers) - und das ist auch ausdrücklich so gewollt, damit sich das System Schule grundlegend wandelt.


    Achso, und noch eine schlechte Nachricht - ohne jeden Zynismus : Die Gelder des Digitalpaktes sind nicht für digitale Endgeräte gedacht. Dafür wird es kein Geld geben. Punkt. Das ist einfach Fakt. Das muss ich nicht gut finden, aber es ist die Datenlage, auf der ich mein Haus bauen muss: Damit kann jetzt jede Schule machen, was sie will: Die einen jammern und wehklagen und machen dann eben gar keine Digitalisierung und haben dann eben auch gar kein Medienkonzept und bekommen dann eben auch gar kein Geld für den Ausbau von Glasfaserkabel und Fortbildungen, die anderen versuchen zu ermöglichen, was irgendwie geht und fangen mit dem an, was sie haben. Ich halte das Letztere für zielführender, wenn wir unsere Kids auf eine digitalisierte Welt mit allen Vor- und Nachteilen vorbereiten wollen.


    lg roma

    Hier versagt aber doch auch das Schulsystem völlig. Geschlechterrollen, Lebensplanung, etc ist doch gar kein Thema. Es werden zwar unter dem Stichwort "Berufswahl" alle möglichen "Waspasstzumeinenfähigkeiten"-Ankreuztest ausgefüllt, aber es wird NIE darüber Klartext geredet, dass es auch nur irgendwelche Schwierigkeiten geben könnte Kinderaufzucht und Finanzierung des Lebens (auch im Alter) unter einen Hut zu bekommen. Dieser Bereich wird komplett ausgeblendet. Und die 15jährigen Mädels holen sich ihre fehlenden Infos dort ab, wo sie ihnen vorgelebt werden: in den klischeebeladenen Vorstellungen ihrer Peergroup und ihren Elternhäusern - und reproduziere brav das, was sie so mitbekommen.


    lg roma