Beiträge von Blumenkind

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    Es ginge evtl auch gut mit weniger Formularen und Bürokratie. Die Alternative heißt nicht Korruption, sondern Optimierung (und Digitalisierung) von Prozessen.

    Ja!


    Und Deutschland ist auf keinen Fall korrupt und das will auch niemand. Aber was mir schon auffiel (bei meiner Familie!), ist, dass man mal ein Auge zudrückt, wenn man gut deutsch spricht. Da wird dann ein kleines Bisschen von den Regeln abgewichen, die eigentlich ja da sind. Auch Stichwort Passantrag. Nun habe ich aber keinen Gegenbeweis, dass es bei Menschen die die Sprache nicht so gut sprechen, nicht genauso wäre (mein Mann kann ja keinen Pass beantragen). Aber man (unsere Familie!) merkt ein bisschen, wie sich die Lage entspannt, sobald ich spreche. Da sind Regeln dann ein kleines Bisschen weniger wichtig und Dinge gehen, die - meines Erachtens - bei meinem Mann nicht gegangen wären. (Und das kann in anderen Ländern natürlich auch genauso sein.)


    Dafür muss ich meinen Mann in Deutschland/Bayern vorschicken, wenn es um Geldangelegenheiten geht. Ihm wird irgendwie mehr vertraut als mir. Das können aber natürlich auch Einzelfälle sein.

    Drahtesel Danke für Deinen Bericht, so ähnlich habe ich das in Deutschland für andere Länder auch vermutet; kommt ein bisschen auf das andere Land darauf an. Im Land ist vermutlich einfach einfacher als im Ausland, so als Fazit. Und einfache Fälle sind auch einfacher.


    Beide Eltern anwesend beim Passantrag: Müssen wir sowohl beim deutschen als auch beim amerikanischen Pass (dachte ich). Beim belgischen nicht (was ich persönlich zu lax in Belgien finde). Selbst meine Unterschrift ist nicht nötig dort.

    Es hilft doch auch einfach null komma nix, sich darüber zu ärgern.

    Naja, ein bisschen den Frust dazu hier schreiben finde ich schon ok. Und dann geht es auch wieder. Ich bin ja zu den Mitarbeitern dort sehr freundlich, die können ja auch nichts dafür.


    Edit: Die USA empfinde ich tatsächlich auch oft als sehr bürokratisch. So im Vergleich. Die haben auch sehr viele Papierzettel. Mein Mann und ich müssen da manchmal lachen, in den USA muss man schwören beim Passantrag und dann geht es irgendwo. Deutschland hat sehr viele Regeln, aber sobald man die Sprache spricht, geht dann auch Vieles.

    Irgendwie sollte man trotzdem nicht die Vorteile des hiesigen Systems ausblenden, die sind einfach vorhanden und es hängt alles miteinander zusammen.

    Ja na klar gibt es die. Deutschland hat viele Vorteile. Nur die Passbeantragung ist es nicht unbedingt, halt bei uns. Ich verstehe Nachtkerze wenn sie da frustriert ist. War ich auch schon und ich stand noch nicht drei Stunden im Bürgerbüro. Nur muss ich 3 Monate auf einen Termin warten (Passbeantragung im deutschen Konsulat) und dann mein Handy am Eingang abgeben, Sicherheitskontrolle. Wenn man ein Formular vergessen hat, war es das, dann muss man einen neuen Termin beantragen. Das ist schon ziemlich bürokratisch und nicht super einfach. Und das gibt es in Belgien halt eben einfacher (genauso Passbeantragung via Konsulat, gut die haben auch weniger zu tun ;) )


    In den USA gibt es kein Kindergeld. Wählen: Da bin ich jetzt registriert und bekomme automatisch meine Briefwahlunterlagen zugeschickt, ich glaube aber das ist Kalifornien speziell. Ist super praktisch.

    Tut mir leid. Wirklich, ich habe da einen anderen Ton "gehoert" und empfindlich reagiert. Ich reagiere da mittlerweile sehr empfindlich darauf, wenn ich von Erfahrungen berichte und dann abgewunken wird, dass das ja nur eine extreme Situation sei, die so sonst nirgendwo oder nur höchst seltenst vorkomme. Das wirkt sehr abwertend, wenn man das immer wieder hört.


    Ja, wir sind eine internationale Familie. Wir haben schon in 4 verschiedenen Ländern gelebt und uns dort zT auch anmelden und registrieren muessen. Noch nie war das so umstaenldihc und langwierig wie in Deutschland. Darum geht es doch.


    Die Kinder sind deutsch - und dort dauerte das Reisepass beantragen richtig richtig lange. Vielleicht liegt es am unterschied zum Reisepass vs Perso oder Kinderreisepass. Dennoch - Passantrag USA zB dauert (nach der Wartezeit - 10min).

    Nachtkerze, ich glaube auch das liegt zum Teil daran dass ihr nicht komplett deutsch seid. Und vielleicht auch wirklich Pech mit dem Amt habt, also das einfach beides zusammenkommt.


    Wir brauchen ja für die deutschen Pässe auch relativ lange (im Ausland), die amerikanischen finde ich nun aber auch nicht soo extrem viel einfacher (bei uns persönlich). Dagegen Belgien, ein Traum (bei uns). Also ich glaube Dir das und Du bist bestimmt auch kein Einzelfall.


    Was in Deutschland z.B. sehr speziell ist, ist das Namensrecht. Vor allem bei der Geburt des ersten Kindes wenn man keinen Ehenamen hat, das hat gedauert...Und wenn der Partner schon einmal verheiratet war, dann dauert das Ganze auch. Wir hatten beim Namensrecht den Antrag nach Berlin schicken müssen (haben ganz normale Namen), die haben es dann an das letzte Standesamt von mir geschickt, die dann wieder zurück nach Berlin, dann wieder ans Standesamt, ich erinnere mich mit Grausen daran. Ging dann und es war auch jeder sehr nett. Aber puh...Dagegen Belgien, Passbeantragung via E-Mail, das war schon ein Unterschied (finde ich aber auch zu extrem).

    Reisepass bei uns im Ausland: Die Formulare für Deutschland und USA halten sich die Waage, USA vielleicht ein stückweit einfacher, ist aber auch Inland. Belgien dagegen bei weitem am Unbürokratischsten für uns. Also da gibt es schon Unterschiede.


    Das Deutschland so kompliziert/anstrengend ist für uns, liegt aber vielleicht auch daran, dass wir im Ausland leben, ich weiss es nicht. Das sind schon einige Formulare, vor allem für den ersten Pass.

    Wir müssen manchmal lachen wenn wir uns mit Deutschen in den USA treffen, das sind die Einzigsten (die wir kennen, mich inklusive) (aber auch nicht alle Deutschen, klar) die dann tatsächlich um 11.55 Uhr auftauchen wenn 12 Uhr abgesprochen ist. Mein Mann versteht das immer nicht, er fände 12.20 Uhr oder so etwas in so einem Fall normal/höflich, nicht zu lange, aber 12 Uhr würde er z.B. unnormal finden. Bei ihm muss ich wirklich eine falsche Uhrzeit angeben, um pünktlich zu sein; schlug er auch einmal selbst vor.

    Ja genau, ich würde auch eher von 12 Uhr ausgehen. (Und dann kommen sie auf einmal trotzdem früher :P was ich aber echt auch nicht glaube)


    Und ja, ich verstehe dich da sehr, dass das lange Warten nervt. Aber ich fürchte du kannst da echt nicht viel machen außer es bei ihnen einzuplanen. Und wenn es bei Dir dann aber nicht mehr geht, wäre das auch okay. Du bist nun einmal einfach anders sozialisiert.

    Ich habe die anderen Antworten noch nicht gelesen. In manchen Kulturen ist es tatsächlich sogar eher unhöflich, pünktlich zu sein. Ob das jetzt bei Euch auch passt, weiss ich nicht, aber es könnte mit rein spielen. Oder sie sind einfach so. Es wird auf jeden Fall schwierig sein, das schneller zu ändern #tuppernIrgendwannn Mal, ja, vielleicht.


    Mein Mann ist auch nie so richtig pünktlich, lebt aber in einem Land, in dem das einigermaßen geht. Mich macht es trotzdem auch wahnsinnig.


    In Eurem Fall würde ich das tatsächlich einplanen, dass sie automatisch immer eine halbe Stunde später kommen.

    Gibt es bei uns (USA) auch, mir gefällt es nicht (ich möchte auch keine Nachbarn oder Freunde fragen), aber ich fühle mich nicht gezwungen, da gross mitzumachen. Ich spende da mit als Elternteil und das reicht für mich. So wie es bei uns aufgezogen ist, sieht man nicht, wie viel Geld jedes Kind sammelt, das finde ich gut.


    Edit: Es gab neulich schon einmal einen ähnlichen Strang.


    Nochmal Edit: Wir spenden auch so in der Schule und ich arbeite da ziemlich viel kostenlos im Unterricht mit, mehr geht nicht, kann ich nicht. Und ich gebe lieber so Geld, als das Kinder da durch die Gegend laufen müssen. Bei uns wird aber tatsächlich auch für die Schule gesammelt, ohne Spenden kein Sportlehrer z.B.

    Danke fuer Deine klaren Worte. Silbermöwe Ich wuerde auch tatsaechlich da nicht mehr lange zuschauen, obwohl das hier moeglich waere, die Kinder werden einfach in die naechste Klasse mit'geschleift'. Aber hatte eben noch die Hoffnung, dass es irgendwann bald von selbst Klick macht, sie ist ja auch wirklich noch jung. Und wollte auch einfach ein bisschen jammern, denn das sind Basics die meiner Meinung nach einfach die Schule vermitteln soll. Wenn nicht das, wozu dann ueberhaupt Schule...Es ist nicht jeder privilegiert mit Zeit und Geld, da sein Kind zu unterstuetzen.


    Sorry fuers OT an die TS

    Aber dass die Schule Eltern sagt, sie sollen ihrem Kind das Lesen beibringen ist in meinen Ohren sehr, sehr bizarr....

    Meiner Erfahrung ist, dass viele amerikanische Kinder mit dem Vorschuljahr lesen können und dass man mit der 1.Klasse lesen und schreiben können muss, um mithalten zu können. Es gab da schon auch Förderprogramme, aber wenn das Kind noch nicht lesen konnte, wurde das dann ausgelagert. Anders waren da nur die Waldorf Schulen.

    Ja. Ich kenne ja nun nur diese zwei Schulen, aber vermute das ist anderswo schon auch so wie bei meiner Juengeren. Vermutlich nicht ganz so extrem, aber die Erwartungen sind da. Und durch Covid klappt das alles nicht mehr. Foerderprogramme gibt es an der Schule nicht, das muesste ich privat machen.

    Meine Kleine kann noch nicht lesen, das stand im Zwischenzeugnis, dass wir Eltern ihr das beibringen sollen. Yoah...

    Hä? Wie? So komplett? Oder braucht sie mehr Übung beim zusammenziehenden/flüssigen/sinnentnehmenden Lesen?


    Dass überhaupt von einer knapp 6jährigen erwartet wird, dass sie schon lesen kann, ist vermutlich dem anderen Schulsystem bei euch geschuldet. Und dass man Teile des Lernvorgangs nach Hause auslagert, kenne ich auch, hielt das aber für eine deutsche Spezialität, aber das betrifft ja eher sowas wie 1x1, Vokabelnlernen usw. Aber dass die Schule Eltern sagt, sie sollen ihrem Kind das Lesen beibringen ist in meinen Ohren sehr, sehr bizarr....

    Ja, anderes Schulsystem. Das war aber LehrerInnen-speziell, also normal ist das hier zum Glueck auch nicht. Ich glaube auch das ist vielen Problemen geschuldet (Kinder in riesiger Spanne durch Covid, Lehrerwechsel). Hier - oeffentliche Schule - wird erwartet, dass Kinder mit Abschluss der K(Kindergarten)Klasse etwas lesen koennen. K ist Teil der Schule, im selben Gebaeude, das ist der Schuleintritt. Sie rechnen auch im Zehnerbereich, die Kinder sind 5 und 6 Jahre alt. Ist quasi wie erste Klasse in Deutschland, vielleicht noch ein bisschen drunter. Nun war die Klasse sehr speziell, viele waren durch Covid ein Jahr zuvor zu Hause; ich wuerde schaetzen, dass da die Haelfte der Kinder bereits mit Eintritt in diese Klasse fluessig lesen konnte. Und der Rest lernte es nicht in diesem Jahr. Buchstaben wurden vorausgesetzt bei Eintritt der Klasse. Ich habe viel in der Klasse mitgearbeitet (als Freiwillige; Elternarbeit in der Schule ist gefordert, in dieser Schule mehr als anderswo, das hat jetzt aber mit dem Lesenlernen nichts zu tun) und habe die Klasse oft in Aktion gesehen. Sie haben Sachen ueber das Meer gelernt, hatten Huehner im Klassenzimmer, also dieser Teil war echt schoen. Der Grossteil des Tages ging damit drauf, Kinder zum Hinsetzen aufzufordern, zum in die Reihe stellen usw. Zum Halbjahr sollten die Kinder anfangen, mehrseitige Texte zu schreiben, das konnten viele, und der Rest eben nicht. (Ein Konzept dass ich auch sehr fragwuerdig finde). Die Kinder, die weiter sind, langweilten sich meistens, mochten aber dieses Schreiben und die anderen Kinder kamen eben nicht mehr mit. Die Lehrerin ging mitten im Halbjahr, danach kam eine Neue, die das, den Umstaenden entsprechend, wirklich gut gemacht hatte. Aber auch selbst noch in Ausbildung war. (An Schulen hier fehlen Mittel, das merkt man an diesem Beispiel auch.)


    Interessanterweise ist das System bei jungen Kindern hier schneller akademisch als in Deutschland, aber ab der 2./3. Klasse zieht das deutsche System nach meinen Erfahrungen an und das System (an der Schule meiner Kleinen, eine ganz normale oeffentliche Schule hier) wird langsamer.


    Mein Problem ist auch einfach, dass ich mich scheue, meinem Kind das englische Anfangslesen beizubringen. Ich habe Angst, als Nichtmuttersprachlerin Fehler zu machen. Zudem verstehe ich das Konzept hier nicht. Meine Grosse war auf einer anderen Schule mit einem anderen System, da kann ich die Lesenlernerfahrungen nicht fuer meine Kleine nutzen. Sie konnte es auch auf einmal einfach.

    und dann auch diese Magic Tree House Buecher (dazu kann ich leider auch nicht viel sagen bisher)

    Die haben meine eher von 5-8 gelesen. Danach waren sie damit durch. Aber die sind sprachlich ebenfalls einfach und kurz. Es gibt auch die fact checker Bücher dazu, um mehr zu bestimmten Themen zu lernen.

    Danke. Ich muss mich mal einlesen. Meine Kinder sind ja im Englischen eher 'zurueck' fuer den Standard bei uns, aber es wandelt sich auch dauernd. Magic Tree koennte noch etwas fuer meine Aeltere sein. Meine Kleine kann noch nicht lesen, das stand im Zwischenzeugnis, dass wir Eltern ihr das beibringen sollen. Yoah...