Beiträge von Blumenkind

    Danke nochmal für Deine Reiseberichte. Ich kenne bisher fast alle Deine Orte und denke oft 'ja genau'. Bei der Beschreibung der Ampeln musste ich schmunzeln, für mich fallen die z.B. gar nicht mehr auf.


    Ich bin fast täglich in San Francisco und mir gefällt LA auch sehr gut, das ist für mich ein ganz anderes (schönes) Gefühl dort. Wenn ich LA lese komme ich immer ins Schwärmen von Kalifornien (dabei wohne ich in Kalifornien). SF ist anders. Mir gefällt LA einen Tick besser, vom Wohnen dort habe ich aber keine Ahnung.


    Was mir in Deinem SF Reisebericht aufgefallen ist, sind die Orte, da kommt fast niemand hin die/der da wohnt, ausser mit Besuchern. Das Herz SFs schlägt woanders, in der Mission, in Noe Valley, Bernal Heights, Portola, Downtown oder auch Marina, da ist es, zumindest für mich, weniger gesichtslos und einfach mehr 'typisch SF'. Mit dem Wetter (Nebel) hattest Du ein bisschen Pech, aber das ist leider im Sommer sehr normal.


    Und ja genau, Alcatraz muss man vorher buchen.


    Nach Salt Lake City ist eine Freundin von mir diesen Mai hingezogen, von SF aus. Muss ich gleich weiterlesen.

    Forced air: Das Loch im Boden bei uns schaut ungefaehr so aus (Bild nicht von mir): https://www.servicechampions.n…ir-Furnace-Benefits-1.jpg Und das gibt es in jedem Zimmer.


    Und so etwas steht dann in der Garage: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/38/Gasfurnace.jpg (Edit: Link zeigt die ganze Website, ich meine das zweite Bild)


    Ich vermute dass das bei den House Flipping Shows (die kenne ich uebrigens auch ;0 ) aehnlich ist. Es wird ja nicht wirklich die Garage gezeigt. Und ein Loch im Boden faellt jetzt auch nicht so auf.

    Wir haben sogenannte forced air, ich habe das gerade auf Wikipedia nachgelesen, nennt sich Warmluftheizung im Deutschen. Wie das genau funktioniert, da bin ich überfragt. Aber ist quasi ein Loch, meistens im Boden, in allen Räumen, aus dem Luft rauskommt. Raeume werden unterschiedlich warm bei uns. Ich glaube ich habe auch noch nie eine andere Heizung in der Umgebung gesehen. Es wird aber auch nie so richtig kalt bei uns. Gäste aus Europa sind immer völlig erstaunt, wie bei uns geheizt wird. So ideal finde ich das auch nicht, aber es geht. Edit: Ah ja, genau, es steht dann auch immer noch etwas Groesseres in der Garage.


    Klimaanlagen gibt es schon in Häusern, aber nicht in allen.


    Oh my gosh heisst: Oh my God. Eine Freundin sagte einmal, dass sie Gott nicht erwähnen will und deswegen gosh sagt.

    Blumenkind: Was interessiert dich? Ich war Mitte der 80er an der Ostküste, in der Middle School, zuerst an einer öffentlichen und dann an einer Friends School.

    Wow, in den 80ern! Das muss in der Zeit sehr spannend gewesen sein, heutzutage gibt es zugaengliches Internet und mehr Info online usw. Die Welt fuehlt sich kleiner an. Friends School musste ich erstmal googlen, aber dann fiel mir ein, dass es hier in der Naehe auch eine gibt. Eine Freundin meiner einen Tochter ist aus einer Quaekerfamilie.


    Ich bin froh, wenn meine aeltere Tochter bald Sommerferien hat. Heute hat sie Filme aufnehmen sollen und eine Krone basteln. Zuhause. In der Vorschule. Suesse Idee, aber kann sie halt alles nicht alleine..

    das erinnert mich an meine Zeit in den USA, ich war zuerst in einer öffentlichen Schule in einem recht wohlhabenden Bezirk: und es waren eine Menge Kinder, die über "falsche" Anmeldungen bei uns waren. Aber da ist die amerikanische Gesellschaft eh ein bisschen schmerzbefreiter was unterschiedliche Ausgangschancen angeht...

    Ui spannend, vielleicht kannst Du da mal mehr erzaehlen, das wuerde mich interessieren.

    Tobalenta Eures klingt auch sehr aehnlich zu unserer Version, ist auch aehnliches Alter.


    Im Grunde bin ich zufrieden, wie die LehrerInnen das so auf die Beine gestellt haben, sie hatten das vorher auch noch nie gemacht. Was mich ein bisschen gestoert hat, da koennen aber die LehrerInnen auch nichts dafuer, war, die staendige Mitarbeit der Eltern, wie es auch husky beschreibt. Die Kinder in der Klasse koennen noch nicht lesen, geschweige denn den richtigen Knopf fuer den Videoanruf druecken (auf stumm schalten kann sie jetzt), koennen die Uhr nicht lesen, also die Eltern sind da quasi SekretaerInnen. Dann das staendige Abfotografieren der Arbeitsblaetter, puh. Fazit: Ich finde E-Learning super, aber in der Grundschulklasse waere ein System besser, bei dem Eltern weniger mitmachen muessten.


    Ganz toll bei uns war: Die Lehrerinnen (3 sind es in der Vorschulklasse, danach 1) haben quasi taeglich 10 minuetige Videos von sich zum Lernstoff aufgenommen, sind teilweise dazu in die Natur geradelt, also das war wirklich super und hat meinen Kindern am meisten geholfen.

    Zu den Bildungsinhaltsdiskussionen: Da bin ich ueberfragt. Es gibt schon ein Curriculum auf der Staatsebene, ich weiss aber nicht, wie sehr das umgesetzt werden muss. Diskussionen um Common Core in Mathe zum Beispiel. Privatschulen sind da aber teilweise wieder unabhaengig, unsere z.B. macht kein Common Core fuer den High School Abschluss an sich.


    Bei einer Tour einer oeffentlichen Schule hier sagte ein Schulleiter - das werde ich nie vergessen: Das einzige was wir hier anbieten muessen ist ein bisschen Bewegung. Alles andere is theoretisch optional. Wenn wir jetzt Koerbe flechten machen wuerden, waere das auch ok. Ich denke/hoffe, das war ein Scherz und nur ein bisschen Wahrheit. Aber warum wuerde er es dann sagen? Im Grunde machen aber viele Schulen hier dasselbe bzgl Curriculum.

    Hermine Dankeschoen. Zentralismus war das Wort. Ja, also den haben wir auf keinen Fall.


    Puh, ich kann Deine Fragen gar nicht so richtig beantworten. Ich glaube, weil die USA so riesig sind, kommt niemand auf die Idee da einen Zentralismus machen zu wollen (also von Washington aus). ich koennte mich aber natuerlich auch taeuschen. Ich persoenlich habe nie Kritik zum Foederalismus mitbekommen oder Diskussionen ueberhaupt dazu. Auch in Kalifornien an sich nicht (also dass die einzelnen Landkreise zu viel Rechte haetten oder so).


    Was hier (Kalifornien) dagegen ganz viel diskutiert wird: Die sehr geringe staatliche Unterstuetzung fuer Bildung. Schulen werden teilweise ueber Grundstueckssteuern finanziert. Der Schulbezirk sagt, die Lage ist prekaer. Sie hatten vor Corona schon kein Geld und jetzt mit Budgetkuerzungen noch viel weniger. Ich muesste das mal mit Deutschland vergleichen, um zu sehen wie schlimm das jetzt genau ist. In unserem Bezirk z.B. gaebe es kein Sport, Kunst, Musik wenn Eltern nicht spenden wuerden. Das ganze System verstaerkt die Klassenunterschiede - reiche Bezirke haben bessere Schulen, da ziehen dann Weisse/Reichere an sich hin und spenden Geld, da werden dann die Schulen noch besser usw. Bzw Weisse gehen in Privatschulen. Passt auch zum Thema Rassismus.


    In San Francisco - keine Nachbarschaftsschulen, es gibt eine Lotterie fuer alle Grundschulen in der Stadt, man wollte allen Kindern Chancen geben - waren 2014 ca. 30 Prozent der SuS weiss, aber es waren nur 13 Prozent aller SuS in den oeffentlichen Schulen weiss, d.h. weisse Kinder waren uebermaessig in Privatschulen zu finden. Und in den oeffentlichen Schulen gibt es voellig unterschiedliche Betraege an Elternspenden - von weniger als 5000 Dollar pro Jahr bis 200.000 Dollar. Je mehr Geld, desto mehr Mittel fuer die jeweilige Schule. Je mehr Arme an der Schule, desto weniger Elternspenden, desto schlechtere Bildung/Mittel. Ein Kreislauf.


    Also was mich persoenlich hier am Foederalismus stoert: Die unterschiedlichen Geldmittel fuer Kinder. Und - weniger schwerwiegend - das kleine bisschen Chaos wenn jeder versetzt Ferien hat (aber es handelt sich nur um 1-2 Wochen ca)

    Hermine Ich verstehe Deine Frage nicht, was meinst Du mit Foederalismus? In den Schulen? Und ob dieser als negativ oder positiv angesehen wird?


    Vielleicht stehe ich auch gerade auf dem Schlauch, aber ich dachte hier (USA, Kalifornien) haben wir eher das Gegenteil von Foederalismus (Begriff faellt mir nicht ein). Jeder Bezirk (quasi Landkreis) entscheidet selbst wie sie z.B. Corona handhaben, wann sie Schulferien machen - jeder Landkreis hat z.B. eigene Sommerferienzeiten. Mein Kind geht noch, ein Kind 5km weiter hat schon Ferien usw.


    Edit: Ich glaube ich verstehe Foederalismus falsch :( Also was ich meinte: Es ist hier aehnlich wie in Deutschland, aber es wird noch viel viel mehr auf kommunaler Ebene entschieden. Und wenig ((ueberhaupt etwas?) vom Land (USA) an sich. Und weniger vom Bundesstaat.

    USA: Macht jeder Staat, Bezirk und auch Schule anders. Es gibt riesige Unterschiede. Wir wohnen im Silicon Valley, da wuerde man moderne, flexible Systeme erwarten, ist auch teilweise so aber nicht ueberall. Kalifornien gibt weniger als andere Staaten (pro Kopf?) fuer Schulbildung aus, wir sind, glaube ich, an Platz 49 von 50 Staaten. Vieles wird ueber Elternspenden finanziert.


    Unsere Schule, Privatschule, Kind ist im "Kindergarten", das ist ein Jahr vor der ersten Klasse und gehoert schon zur Schule. Quasi Art Vorschule in die alle Kinder gehen:

    • Hatten an Tag 1 der Ausgangsbeschraenkung ein System, ich weiss nicht, wann sie das vorbereitet hatten
    • Das Hauptsystem ist Google Classroom, jedes Kind erhielt eine E-Mail-Adresse zum Einloggen
    • LehereInnen und SuS (in unserem Fall ich als Mutter...) laden dort Material und Kommunikation hoch (Arbeitsblaetter, LehrerInnen: Videos von sich, Kommentare etc)
    • Direkte Kommunikation findet via Google Meet Videoanruf mehrmals die Woche statt
    • Aeltere SuS bekommen einen Laptop zur Verfuegung gestellt ab Klasse 4 oder 5 oder so (das waere auch ohne Ausgangsbeschraenkung und E-Learning)
    • Bei Aeltern gibt es auch noch andere Systeme/Apps, die zusaetzlich verwendet werden, ich finde sie leider gerade nicht

    Mein juengeres Kind geht in eine "preschool" (fuer Kinder von 3-5, deckt deutschen Kindergarten ab, nicht an eine Schule angeschlossen):

    • Videoanruf via Zoom taeglich (Quasi Art Kreis - singen, vorlesen, basteln)
    • Padlet: Erzieherinnen laden Bastelvorschlaege hoch

    Andere Schulen hier sind aber wieder komplett anders. In oeffentlichen Schulen in San Francisco z.B. legt man grossen Wert darauf, kein Kind zurueckzulassen, es gibt viele arme Kinder. San Francisco hatte die ersten drei oder vier Wochen der Ausgangsbeschraenkung kein System, weil sie erst sichergehen wollten, dass auch wirklich jede/r SuS einen Computer zur Verfuegung hat und sich auch wirklich einwaehlen kann.


    Eine andere oeffentliche Schule hier in meinem Bezirk arbeitete erstmal mit einer Art Wochenplaenen (Kinder holten Arbeitsmaterial ab) und Apps wie Khan Academy. Reichere oeffentliche Schulen hier haben wieder andere Systeme. Und es hat auch nicht jede Privatschule ein System.

    Ich bin noch nie alleine in den Urlaub gefahren, aber habe meistens auch nicht das Beduerfnis dazu. Kenne aber viele Menschen in meinem Umfeld, die schon weggeflogen sind als die Kinder ganz klein waren, auch bei Saeuglingen, sei es beruflich oder auch privat. Meistens beruflich, aber fuer das Kind ist das ja kein Unterschied. Ich kann mir vorstellen, dass da Gegendwind bei Dir kommt, vor allem als Mutter, aber ich wuerde das ehrlich gesagt machen wenn mir wirklich danach waere und ich diese Auszeit braeuchte. Meine Kinder sind aehnlich alt. So viele andere Familien machen das. Und wenn ein Vater vorhanden ist, kann er die Kinder betreuen.

    Aber in dem Umfang, wie das hier gewünscht wird, würde ich das bei einem Link nicht leisten können. Wenn das Standard werden sollte bzw. ich mit doofen Reaktionen rechnen müsste, wenn ich nicht die gewünschten Angaben mache, würde mich das davon abhalten, irgendwas zu verlinken und insgesamt meine Teilnahme hemmen.

    Daran dachte ich auch noch nicht, danke. Ich faende es sehr schlimm wenn dann jemand gar nicht mehr schreiben wuerde. Und doofe Reaktionen gingen auch gar nicht.


    Meine Intention war nicht, das polizei-maessig zu ueberwachen mit Regeln etc, nur, uns zu sensibilisieren. Manchmal hat man auch keine Zeit. Ich dachte auch wirklich nur an so 1,2 Saetze, worum es ueberhaupt geht in dem Link.

    Danke fuer die Unterstuetzung, super.

    Außerdem fände ich es auch toll Datenmegakraken zu kennzeichnen. Häufig gibt es FB oder YT-Links ohne Hinweis. Außerdem google-Umleitungslinks, die man separat anklicken kann, um die eigentlich gewollte Adresse (wo hinterher hingeschickt wird) herauszukopieren. Als darauf achtende verstehe ich tatsächlich nicht, wie das posten ebensolcher statt der eigentlichen Adresse passiert. Freue mich, wenn mir das jemand erklären kann.
    Aber das fällt bestimmt wieder in die Kategorie, dass ich extrem sei #angst

    Anaba: An die Datenmengen hatte ich noch gar nicht gedacht, aber stimmt!


    Guter Wunsch.... Das unterstütze ich.

    Ich möchte dem noch hinzufügen, dass bei nicht deutscher Sprache das Niveau bei Text und bei Video ob es untertitelt ist.

    Leslie Winkle: Guter Punkt bei nicht-deutschsprachigen Texten. Ich versuche sie auch schon immer zumindest ein bisschen zusammenzufassen.

    Ich faende es toll, wenn bei Links immer eine kurze Textzusammenfassung mit aufgeschrieben wuerde, koenntet Ihr Euch vorstellen, das zu machen? Ich bin in manchen Threads ueberwaeltigt von der Flut an Links und kann nicht alles anklicken und durchlesen, schier von der fehlenden Zeit alleine schon her. Dadurch gehen aber viele gute Dinge fuer mich verloren und Gedanken von Poster*innen werden oft auch einfach uebersehen.


    Ich meine damit vor allem die Corona und jetzt auch George Floyd Themen.

    Ich unterschreibe mal bei Deinem Eingangspost mit derselben Frage, selbes Alter, allerdings weiblich.


    Ich persoenlich glaube, sie kann es einfach noch nicht. Wir haben neben dem Bett auch ein Toepfchen, da geht sie manchmal drauf nachts, aber meistens schlaeft sie einfach zu fest. Es stoert mich jetzt auch nicht gross, aber wenn ich es ohne Muehe aendern koennte mit einfach umzusetzenden Tipps, wuerde ich das gerne probieren. Vielleicht weniger Wasser trinken lassen? Sie trinkt halt eher sowieso schon zu wenig.


    Ich glaube es ist jetzt auch gar nicht sooo ungewoehnlich, vor allem auch bei Jungen

    Ti.na. Ich durfte im KH die Plazenta nicht mal anfassen. Ich berührte sie mit einem Finger und sofort kam ein “hazmat team” ueber mich, weil das alles biohazardous waste sei. War in den USA. Die Hebamme meinte nur, dass in manchen Religionen die Plazentas heilig wären, das hat meiner Plazenta dennoch nichts geholfen.

    Ach krass, da scheinen wir Glück gehabt zu haben. Das mit dem Team bei Dir kann ich mir bildlich vorstellen.


    Hier selbes Land, aber andere Küste glaube ich. Ich habe bei beiden Geburten Ministueckchen probiert, auch in einem Krankenhaus. Und hatte zufälligerweise zweimal dieselbe Krankenschwester, die musste so lachen beim zweiten Mal und meinte an uns kann sie sich nach zwei Jahren immer noch sooo gut erinnern, denn wir waren die mit der Plazenta. Hat sie allen anderen auf der Station gleich weitererzählt.


    Edit: Mitnehmen und daraus Globulis durch die Doulas machen lassen gibt es hier eher. Ist jetzt aber auch nicht super verbreitet würde ich sagen.

    Edit: Bei einer Rundreise mit Las Vegas wuerden sich aber auch die Nationalparks dort lohnen (Grand Canyon z.B.) Death Valley kann im Herbst noch sehr heiss sein. In Yosemite sind die Wasserfaelle dann sehr viel kleiner (oder gar nicht vorhanden), aber es ist trotzdem schoen da im Herbst.