Beiträge von ainu

    Was nach meiner Ansicht auch zu kurz kommt, sind akademische, universitäre Bildungswege. Damit meine ich eben nicht Fachoberschule und dergleichen, die thematisch eng auf einer Lehre aufsatteln.


    Das ist auch der Grund, warum so viele ÄrztInnen, ProfessorInnen etc. „importiert“ werden müssen.

    genau.

    Was ich auch nicht so genau sagen kann, ist ob es soviele ausländische Ärztinnen, usw. hat, weil wir zu wenige haben, oder weil der Standort Schweiz halt auch einfach viel anzieht.

    nee. die Schweiz bildet zu wenig eigenen Nachwuchs aus. Seit Jahren. Das ist nicht gewollt. Bzw. die Leute sollen gefälligst die höhere Bildung selber bezahlen.

    GERADE bei den ganz jungen Kids, die mit 16 (+/- ein Jahr) von der Schule abgehen; ich kenne da niemanden mehr, der in seinem ersten Lehrberuf geblieben ist. (Woher soll man mit 16 auch wissen, was man später langfristig machen möchte?)

    deshalb ist auch das System mit so jung von der Schule zu gehen einfach falsch.

    Was die Weiterbildung/ Umschulung/ Studium angeht: das ist nicht nur eine Frage der Grundlagen, die dann fehlen - es ist schlicht auch oft eine finanzielle Frage. Und da wird es der Friseurin nicht wirklich leicht fallen, genügend Geld für ein Studium zu scheffeln - während der Zimmerer sogar einen Teil der nötigen Fortbildungen vom Geschäft finanziert bekommt etc... Dann kommen ja auch nich Familienplanung und die hierzulande sehr teure Kinderbetreuung dazu...

    und das ist nur eine Mini-auswirkung dessen, was am Schweizer System so durchwegs falsch ist. Und dann wird es immer und immer wieder über den grünen Klee gelobt und ich verstehs einfach nicht.

    Geschlechtersegregation im Alltag

    Das Leben ist doch nicht nur Schule und Studium?

    nee. Aber man verbringt viel zeit dort.

    Oder sollte es etwa wieder so sein wie in der guten alten Zeit, in der grundsätzlich alles getrennt war, ausser es ging darum, den Mann bzw. die Frau fürs Leben zu finden und jegliche Geschlechterdurchmischung nur entweder Verwandtschaft oder zu dem einen zweck war? Mir würde das Grauen. Ich bin mit einigen Männern gut befreundet, ohne jemals Partnerschaft mit denen gewollt zu haben. Und: Eine Stückweise Wieder-Binärisierung des Lebens würde genau den ganzen Anstrengungen der lgtb*-Bewegungen wieder zuwider laufen.

    die gemeinsame Lebenswelt gibt es in Ansätzen gar noch nicht so lange bzw. die Annäherung. Und ich bin der Meinung, dass das der einzige Weg ist. Geschlechtersegregation im Alltag und dann trifft man sich im Bett funktioniert erst recht nicht.

    naja, es ist doch ein deutlicher unterschied, ob es sich um 7jährige handelt oder um 16jährige. Da kann man doch nicht in einen Topf werfen.

    Ich hab erst ab 14 Taschengeld bekommen und dann auch gleich mit eigenem Jugendkonto. Ich hab nie Taschengeld vermisst vorher. Bei uns lief es so, dass meine Eltern halt immer mal ein bisschen Geld gaben für Kiosk oder Heftchen oder whatever, und wenn ich was besonderes wollte, hab ich gefragt.


    Ich denke mir mal, in den USA ist Taschengeld bei Kindern nicht üblich, weil sie niemals ohne Erwachsene irgendwo sind. Das ist hier halt deutlich anders. Meine Kinder sind öfter ohne mich unterwegs, vor allem die Grosse.

    Echt? Der Grossteil der Frauen in der Schweiz arbeitet nicht oder 20%, um mal noch rauszukommen. Grundsätzlich sind sie aber Hausfrauen. Hier ist das Normalität und Frau muss sich rechtfertigen, wenn sie es anders macht.

    und immer wieder: sch**ist doch endlich auf die Erwartungen anderer? Was haben die euch zu sagen? so ziemlich gar nix. Ich finde es immer wieder fasziniert, wie Menschen sich irgendwelche obskuren "Erwartungen" beugen.

    Ich bin IMMER auf Goodwill anderer angewiesen. Mein Leben lang, sofern ich versuche, in menschlicher Gesellschaft zu leben. Die Arbeit des Mannes ist nicht wichtiger, sie ist effektiver in unserer jetztigen Situation. Glaub mir, mein Mann hofft mehr als ich, das sich das ändert. Mehr Rechtfertigung mag ich dazu hier nicht ausbreiten.


    Ich kann mich nicht auf alles Vorbereiten, was kommen mag. Ich kann nur zusammen mit denen, die es betrifft, das Beste aus den Situationen machen, die wir zu durchschreiten haben. Aber das sollte mir nicht die Berechtigung absprechen, die Rahmenbedingungen zu kritisieren und zu versuchen, selbige zu verbessern.


    Dann les ich mal wieder weiter mit, wenn ich darf.

    nein, wenn Du genug Geld verdienst, bist Du nicht auf Goodwill angewiesen. Das bist Du nur, wenn Du abhängig bist. Siehe trennungsthread im Forum.

    Wenn Dein Mann so auf Änderung aus ist, dann könnte er ja kürzer treten, und Deine Berufstätigkeit ermöglichen? Aber das geht dann irgendwie immer doch nicht. Ich hab jahrelang drauf bezahlt dafür, den Fuss in der Türe zu behalten, denn die Kinderbetreuung war mehr als mein Lohn, jetzt hat es sich aber ausgezahlt. Ohne das Fuss in der Türe behalten, wäre ich draussen gewesen.

    Und genau die Reaktion ist der Grund, warum ich hier lieber die Fresse halte.

    Musst du nicht. Bzw. du bist nicht alleine, aber ich erklär das auch nicht mehr. Klar könnte mein Mann nicht weiter arbeiten, reduzieren. Aber so einfach ist das nicht. Ha nein, nicht von seinem Beruf! Nein, sondern wie der Weg dahin war. Das ist komplex .. und das hat viel dazu beigetragen. Viele kleine Punkte, Überlegungen ect. ...

    Du bist also nicht alleine, aber andere schweigen auch lieber, weil inzw ein tolles Bild vermittelt wird: Man ist nur etwas wert in dieser Gesellschaft, wenn man soviel Geld erwirtschaftet, dass man alleine leben kann (ausgenommen du arbeitest 35h aber bekommst halt nicht genug)

    ganz ehrlich.... ich finde tatsächlich es ist genau das: seine Existenz auf eine Liebesbeziehung setzen. Deshalb gibt Frau dann auch alles für diese Beziehung, weil die Existenz dran hängt, und erträgt alles und macht sich abhängig. weil Frau genau das ist. Sobald Du nicht verdienst, bist Du abhängig und auf Goodwill angewiesen. Ich weiss das aus eigener Erfahrung leider sehr genau.

    und die Argumente sind tatsächlich immer die gleichen: das ist wie mit dem Namen annehmen: der Name des Mannes war immer schöner. Wie: die Arbeit des Mannes war immer wichtiger.

    naja. ja. ich war glaub 12... ich fands herausfordernd und manchmal krass, und Tschernobyl war noch nicht so weit weg. Ich war aber auch 11 als ich Anne Franks Tagebuch las. #weissnicht ich bin da zwiegespalten.. klar sind Altersbeschränkungen sinnvoll, aber so grundsätzlich darf Literatur auch mal ein Thema behandeln, das herausfordert. Ich bin dagegen, dinge nicht mehr zu lesen, einfach weil sie krass sein könnten oder verstörend. Ein Buch wie die Wolke ist auch für 16jährige noch verstörend.

    ainu bin ich dir auf den Fuß getreten?

    nee, es hat nur bisschen was belehrendes, Dein Post, so nach dem Motto, dass es halt in anderen Kulturen anders ist als in D und dass das in den Antworten nicht berücksichtigt würde. Daher wollt ich einfach betonen, dass ich schon weiss, wovon ich rede. Ich bin international sozialisiert und lebe nicht in D. Ich kritisiere diese Dinge überkulturell.

    schreiben: das Problem ist, es gibt eigentlich keine Regeln. Lieder und co. kann man da so ziemlich vergessen, zb. pair und pear klingt gleich und man weiss immer noch nicht, wie's geschrieben ist. Und wenn er durchs lesen nicht lernt, dann gibts eigentlich nur eins: schreiben. Immer wieder. stur auswendig lernen. so Lateinkärtchenmethode oder sowas.

    Ich bin jemand, der auch durch schreiben lernt - auch Wortbedeutung. pair = paar gehört - kann ich mir nicht zwingend merken; pair = paar gelesen - schon besser; pair = paar geschrieben - ein paar mal und ich weiss es für immer. komisch das.

    vielleicht hilft sowas Deinem Sohn auch. Ist zwar total repetitiv und gegebenenfalls langweilig, aber mir hat es im Französisch immer die Note gerettet.

    ainu


    weil es mir wichtig war. Ich fand es spannend und toll. Was is das denn für eine bescheuerte Frage?!


    sonst: Siehe die Antwort von Klettermax.

    das ist keine bescheuerte frage, sondern die frage nach Deinen Beweggründen. und sonst, siehe meine obige Antwort. Es wäre schön, wenn man in solchen Diskussionen auch mal die Metaebene betrachten könnte und nicht nur die persönliche Nasenspitze.