Beiträge von ainu

    Wenn mein AG fast vollständig auf HO umstellen sollte, brauche ich eine größere Wohnung. Die Kosten für den Arbeitsplatz würden dann an mir hängen bleiben, der AG würde Miete sparen (nicht zu knapp).


    Es geht mir neben meinen individuellen Bedürfnissen ganz klar auch um die sozialen Auswirkungen, gesamtgesellschaftliche Auswirkungen,Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit der Gesellschaft. Es geht mir darum, was passiert, wenn Unternehmen sich die Miete sparen und auf die ANs abgeben. Es geht mir darum, was passiert, wenn Frauen im Homeoffice verschwinden und dort völlig unsichtbar ihre unverzichtbare Arbeit leisten.

    danke dafür! Das ist nämlich genau der Punkt.

    Wie bei diesen ganzen Corona-themen wird nur über die eigene Befindlichkeit nachgedacht und das gesamtgesellschaftliche gerät völlig aus dem Blick.

    Was heisst es, wenn ich auch noch ein Büro stellen muss? Arbeitsgeräte? Dann werde ich ja quasi zu meinem eigenen Kleinunternehmer, der nur noch für sich selbst verantwortlich ist - und das wird sich auswirken auf Sozialabgaben etc. Ist ja oft genug schon gang und gäbe, dass Leute sich sozialversichern müssen und sich der Arbeitgeber die Kosten spart. Wenn er sich jetzt auch noch alles andere spart und alles auf seine Arbeiternehmer*innen umwälzt? Dann wird es irgendwann keine Stellen mehr geben, sondern nur noch für Projekte angestellte Menschen, die pauschal entlöhnt werden und gucken müssen, wo sie bleiben.

    Von der Sichtbarkeit dann noch abgesehen.

    mir ist ja neulich was passiert, was mir seit Jahren nicht mehr passiert und generell eigentlich eher selten vorkam: ich wurde angemacht an helllichtem Tag nachmittags um 15h auf dem weg zum einkaufen. ein schätzungsweise ca. 35-50jähriger Mann sprach mich an, er hätte mich gesehen, fände mich interessant und wolle einen Kaffee mit mir trinken. Ich hab freundlich gelächelt und gesagt: nein, danke. und bin weiter gelaufen, er neben mir, hat weitergeredet vom Kaffee. Ich hab nochmals gesagt, dass ich kein Interesse hätte. Seine Frage war dann: ja bist Du denn vergeben?

    also offensichtlich hatte mein nein überhaupt keine Legitimation und stiess auf Unverständnis. Es reichte nicht. Die einzige Erklärung, die er sich vorstellen konnte, warum ich nein sagen würde, wäre, dass ich vergeben bin.

    Ich erinnere mich noch an Sarah Schmid, als sie ihr zweites und drittes Kind bekam, die Videos habe ich damals gesehen und fand das noch toll.

    Gerade mal in ihren "Wäschetalk" geklickt. Wahnsinnig unsympathisch. Schwarz-weiß-Malerei, (gespielte?) Wut, auf mich wirkt sie irgendwie crazy #angst.

    Interessant finde ich, wie Kinder "vorm System" geschützt werden sollen von ihren ach so alternativ eingestellten Eltern, die selbst aber ganz autoritär bestimmen, was zu tun und zu denken ist.

    args das ist ja eine furchtbare Person. wieso tut man sich das an?

    wir waren in Tallinn auf einem Camping Platz und das war völlig ok. War halt eher so eine Rundstrasse mit Stellplätzen, so gut sowjetisch ;-) aber wir waren jung und hatten nicht das Geld ;-) und weder hohe Ansprüche noch Erwartungen. Dreckig waren sie nicht. Was ich null empfehlen kann, war das Stadtcamping Riga. Das waren Zelte und Wohmobile in Reihen ohne Bäume oder irgendwas, sondern wie auf einem Grossen Parkplatz aus Gras, furchtbar.

    In Estland und Lettland kann man ja auch wild campen, damals sind unsere Nachbarn aber überfallen worden von Betrunkenen, die zuerst Feuerwerkskörper aus Spass in die Zelte fliegen liessen und als die sich beschwerten, im Suff das Klohaus demontierten und auf die Familien losgingen.

    Oh ja, esst pankoki, die sind soooo gut. Und damals war das eine der ganz wenigen vegi Optionen #rolleyes

    Tallinn ist innen schon sehr rausgeputzt, die vermarkten dieses Mittelalter/Hanse-Image schon sehr. Drumrum kommt dann die fette Ringstrasse und wenn ihr da weiterläuft, könnt ihr die sowjetische Architektur bewundern :D

    Gut sind auch die überdimensionierten Denkmäler der Ära :D

    riga mittelalterlich? ich hab das eher so als sehr sehr Jugendstil in Erinnerung mit ausnahme des Rathauses.

    Wenn das dieses Jahr stattfindet: nehmt das Viljandi Musik festival mit. Das war vor 14 Jahren super. Aber eben, könnte Coronabedingt ja flachfallen.

    Er ist dicht über dem Horizont, ja?


    Hale Bopp war ja so richtig weit oben. In meiner Erinnerung hat man ihn sogar tagsüber gesehen, aber das ist bestimmt irgendwie eine verdrehte Erinnerung, oder?#gruebel

    nein, Du erinnerst richtig. Der war weit oben und manchmal auch tagsüber sichtbar.

    ja Hale Bopp... 1997 war das... den sah man echt lange am Himmel. Fand ich voll gut.

    Aber wenn ich mir jetzt überlege, ich müsste vor Sonnenaufgang aufstehen... uff... das wäre irgendwie 4h morgens oder so...

    ich glaube, ich fand sie eher so ausweglos, wie Du mit dem "kein Lichtblick" meinst, also 2 und 3, nr1 fand ich wie gesagt ganz ok. vielleicht ist es auch so, dass ich bei literarischer Grausamkeit mich besser abgrenzen kann, weil es ja Fiktion ist. Diese Abgrenzung gelingt mir zb bei Filmen nicht (obwohl die ja auch Fiktion sind).

    Da bin ich ja total erstaunt. Ich hab meine Wahrnehmung da bislang nie hinterfragt. #gruebel

    Wir fanden die Tintenherz-Bücher auch nicht so toll und meine Kinder sind über den ersten Band nicht hinaus gekommen.

    Ich teile deine Meinung über die Grausamkeit, und ich fand auch vor allem den 2. und 3. Teil irgendwie flach. Ich glaube, dass es mit daran liegt, dass die Spannung nie so richtig aufgelöst wird, es gibt kein Gegengewicht zu dem beklemmend-traurig-schrecklichen.

    Und ich hatte auch irgendwie den Eindruck, dass die Autorin mittendrin den Faden verloren hat, die Bücher aber fertig werden mussten.

    ja. das ging mir auch so. ausser eben, ich fand sie jetzt nicht supergrausam damals, eher halt so flach und nichtssagend und es fehlte irgendwie am Schluss der Plot. Ich dachte immer, es liegt an mir, weil ich doch eher speziell bin, was Literatur angeht, ich fand zb die Twilight-Bücher ganz ganz furchtbar und hab den hype um die überhaupt nicht verstanden, während alle anderen schier die Krise bekamen und sie göttlich fanden. (ich las die Bücher in etwa zur gleichen Zeit, Twilight gab ich bei den ersten Seiten von nr2 auf, weil ichs echt so schlecht fand).

    grausam fand ich die Tintenherzbücher nicht, war aber auch schon 20+ als ich sie las. Meine Grosse, die sogar das Tagebuch von Anne Frank schon durch hat, das ja auch vom Thema her eher harte Kost ist, hat sich für Tintenherz bisher nicht interessiert, aber ich würde sie ihr zum lesen geben, wenn sie Interesse bekunden würde.

    The hate u give

    Ab wwelchem Alter geht das wohl, was meinst du? Ich habe es selbst noch nicht gelesen und überlege, ob ich das mit meiner knapp 13-Jährigen lesen soll, wenn wir mit Tintentod durch sind...

    (Die Tintenherz-Reihe begeistert uns leider nicht so sehr... Ich fand die früher ganz toll, aber irgendwie kommt es mir grad sehr zäh vor...)

    Tintenherz gibt schwer ab - das erste Buch ist ok, den Rest hätte sie sich sparen sollen.

    Als Kind habe ich gerne Bücher von Federica de Cesco gelesen. Da ging es meiner Erinnerung nach um starke Mädchen, die sich dem Zwang des Heiraten (19. Jahrhundert) entzogen. In wie fern sie allerdings was die Native Americans angeht wirklich in Ordnung sind oder doch eher romantisierend, kann ich ohne nochmaliges lesen, nicht sicher sagen. Im Kopf gespeichert habe ich es als Auseinandersetzung aus Sicht der Natives und durchaus auch mit Verweis auf die verschiedensten Stämme und einiger kultureller Hintergründe.

    Die Bücher fand ich auch immer grossartig, ich hab von ihr fast alles gelesen - aber jetzt hab ich sie von meiner Mutter bekommen, um sie meinen Kindern zu geben und hab nochmal reingelesen... und ja, es sind schon starke Frauen, aber dennoch merkt man, dass die Bücher in den 80ern geschrieben wurden, es ist teilweise schon sehr altmodisch und klischeemässig, teilweise. Die fernöstliche Lebensweise - also alles, was irgendwie asiatisch, buddhistisch, etc. wird so ein bisschen idealistisch dargestellt (fern von Tibet zb, oder auch in Aischa - wo Kim ja Asiate ist, dort kommt dafür der Islam - jedenfalls der patriarchische Teil nicht gut weg). Generell fällt aber auf, dass das weibliche bei de Cesco meistens gut ist. Find ich interessant - denn sie selbst hat ihre Kinder ja verlassen.