Beiträge von CaRoSo

    Ich vermute, ich weiß, wen du meinst. Ich habe euch noch nicht entdeckt.

    Hier kommt es schleppend in Gang. Heute ist das erste Treffen, Mal sehen, was es wird. Bundesweit bei den Delis stresst es mich sehr, dass ich das Gefühl habe, es dreht sich alles immer im Kreis. Ich hätte gerne Mal Ruhe zum Denken.

    Ich halte Juil für sehr gut und "rabig". Aber eben auch nicht immer eins zu eins umsetzbar, da wir ja alle Menschen sind und es immer Einzelfälle sind. Ich kenne die Hintergründe zu der Situation im Buch nicht. Dein Sohn ist Grad großer Bruder geworden und tut sich damit schwer, so wie es in deinen drei Threads zusammen genommen klingt. Ein bisschen hat er vermutlich gefühlt grad seine Mama verloren. Ob das nun emotional leichter wird und eure Bindung stärkt, wenn er auch das "Mama bringt mich ins Bett" abgeben muss? Ob das eure Bindung stärkt?

    Bei unserer Schule sind es unter denen, die regelmäßig dabei sind, vor allem die, die sonst auch total pflichtbewusst ihre Sachen machen, habe ich den Eindruck. Und viele wissen, wovon sie reden. Von den älteren erklären manche mir echt viel, was ich so nicht wusste. Meine elfjährige Tochter kann jetzt nicht Klimagerechtigkeit erklären und versteht manchen englischen Spruch nicht, aber weiß in der Summe, worum es geht. Ich finde aber auch, dass das reicht, sie müssen keine Lösungen bieten .

    Aber es kommen auch manche, die ein Selfie für den Lehrer machen wollen oder direkt ein Entschuldigungsschreiben haben möchten und dann weiterziehen möchten, klar. Wenn sie auffallen, werden sie aber meist relativ gekonnt in Gespräche verwickelt bzw die Entschuldigungen gibt es an den Tagen mit "kleinen" Demos erst am Ende, da haben die Organisatoren einen recht guten Überblick, wer da war. Ich könnte mir vorstellen, dass die Unterschiede tatsächlich auch an den Schulen vorhanden sind, je nach Haltung und Thematisierung durch Schüler vor Ort. Wenn alle nur wissen, es ist Demo, aber keine Schüler vor Ort sind, die auch Inhalte transportieren, ist es ggf eher so, dass man halt "statt Schule" dorthin geht.

    Heute zwei Stunden parentsforfuture und Fridaysforfuture, an die ich mein großes Kind verloren haben... #heul Die ist sonntags seit 12 Ihr in Sachen Plenum unterwegs.

    Vegetarisch ist es hier heute auch und kleine Tochter und ich haben im Regen. Ein bisschen Bisschen Bienenwiese.

    Ich glaube, es kann etwas bewirkt werden, wenn es jetzt laaangen Atem gibt und es weitergeht. Und das wird schwierig. Bisher finden viele Schulleitungen noch ganz nett, hier wurde aber schon gesagt, dass es schwierig wird, wenn das jetzt über Wochen geht (und ich saß da,m und dachte: Monate, Jahre #heul). Es wird auch schwierig, das auf dem Level zu halten, denn ich sehe, wie viel Zeit und Kraft es kostet. Ich glaube dringend, dass das so gestaltet werden muss, dass der Druck dauerhaft bleibt, aber nicht zu viele Aufwand betrieben wird.

    Das Klimaschutzgesetz soll dieses Jahr doch eh unterzeichnet werden, oder?

    Ne, hat er nicht. Wie Lindner, der hätte gerne einen Klimatag pro jährt anstatt die Streiks. Aber der nutzt das Ganze in meinen Augen Recht gekonnt für eigene Publicity, ich unterstelle ihm volle Absicht.

    Es wird groß. Und hier wird dir Mahnwache am Nachmittag grad von meinen Kollegen sehr begrüßt, die sich einfach gerne auch positionieren wollen.

    Nö, ich finde es gut, wenn es auch nachmittags oder in den Ferien Aktionen gibt. Aber ich finde es nicht besser oder so und ziehe die Idee des SChulstreiks halt auch trotz viel Auseinandersetzung nicht in Zweifel, mir ist da bisher noch nicht das Argument untergekommen, welches mich überzeugt. Und das Argument, dass man damit dem nicht vorhandenen Arbeitgeber nicht schade.... Jeder Streik im öffentlichen Dienst entlastet die Kassen. Leiden tun die Bürger, die Schüler, die Eltern, die Patienten. Die Gebietskörperschaften zahlen die Gehälter in der Zeit nicht, die Kosten werden über Gebühren, die evtl, dann einbehalten werden, eh nicht gedeckt. Da tun die Streikenden also ggf dem AG einen Gefallen. Dennoch streiken Lehrerinnen, Erzieher, Pflegekräfte und Müllwerker. Weil es wirkt.

    Das einzige, was ich sehe, ist das laut Definition in Deutschland ein Bestreiken der Schule nicht möglich ist - dann müsste es ein anderes Wort geben.

    Die Fehlenden Inhalte werden von denen, die Wert auf die Bewertung legen, nachgearbeitet, das wird auch von vielen SChulen explizit so verlangt.

    Nein, es zieht hier keiner indirekt über die Schule her. Schon gar nicht über "die" Schule. Da gibt es die, die Macht demonstrieren, und die, die einen gemeinsamen Weg suchen. Je nach eigener Einstellung findet man dann das eine oder das andere gut oder doof.

    Die Idee der ursprünglichen Akiotn ist: Es ist wichtiger, für das Klima zu kämpfen, als zur Schule zu gehen. Ihr schreibt uns Dinge vor und haltet die eigenen Verpflichtungen nicht ein. Das ist die Idee, da wachzurütteln.

    Und es ist so, dass die Aufmerksamkeit über den Tabubruch kommt. Dass das dann auch auf die abfärbt, die später demonstrieren, oder dass es genau deshalb berichtet wird, das widerspricht dem nicht. Ob es im Bundestag eine akuelle Stunde heute dazu gegeben hätte, ob es gestern im EP diskutiert worden wäre, wenn sie nicht mit dem zivielen Ungehorsam konfrontiert währen? ich bezweifel es. Die Frauen, die hier jeden Montag seit Jahren für ein freies Palästina auf dem MArktplatz stehen, über die redet niemand. Keiner. Null.

    Ein weiterer Punkt: Wir reden von einer weltweiten Aktion, die von vielen bewusst zeitgleich stattfindet.

    Zur Unterstützung gibt es mittlerweile auch viele weitere Aktionen, unter anderem von den Eltern geplant. Oder von den Jugendlichen auch (hier gibt es kommende Woche einen Workshopnachmittag zu Nachhaltigkeit).

    Der Vorwurf, dass die Schüler*innen nur kommen, weil.... muss mMn nicht ausgeschlossen werden, denn er ist ein Whataboutism der Leute, die sich nicht mit dem Thema befassen möchten. Die ablenken, anstatt inhaltlich drauf einzugehen.

    Und nein, es ist nicht "mal wieder der Punkt, dass eine andere Sichtweise nicht erwünscht ist". Ist doch absolut legitim. Aber deshalb muss ja die andere Sichtweise nicht angepasst werden, oder?

    Hier gibt es morgen teach-ins, fünf workshops haben sie organisiert und zelte, so dass nach der demo jede*r etwas lernen kann.

    In D sind Streiks nur zum Arbeitskampf rechtmäßig, ja. In anderen Ländern ist das anders. Der zivile Ungehorsam ist dennoch wesentlicher Bestandteil der Bewegung

    Wir schwänzen nicht, wir kämpfen ist allgemeiner Slogan der FFF, um klar zu machen, dass es um was anderes als blau machen geht.

    Wenn einzelne Gruppen deshalb so viel Aufmerksamkeit bekommen, weil sie außerhalb der Schulzeit gehen, dann weil die anderen das nicht machen. Die Damen, die seit Jahren hier jeden Montag Nachmittag stehen, von denen lese oder höre ich nie was. Die zivile Ungehorsam ist Teil des Ganzen. Aber was ich gut finde ist, dass auch an freien Freitagen demonstriert wird.


    Unser EB hat sich heute hinter die Schüler gestellt. Die Schule hat gesagt, dass individuell geschaut wird, welche Lösungen es gibt, dass aber für die älteren Schüler Fehlzeiten über 59 Prozent nein Problem werden können.

    Morgen, 14.03.2019, 13.30 gibt es eine aktuelle Stunde im Bundestag dazu, Vermutlich verschwinden 90 % der Abgeordneten in die Mittagspause, aber dennoch, FFF zu irgnorieren wird schwieriger. Mehr dazu findet ihr hier.


    NRW hat gesagt, man darf das als Ausflug machen, Nds. sagt nein. Falls das hier für jemanden wichtig ist.

    Was die Sanktionen betrifft, da wäre ich ja tatsächlich mal an einem Urteil interessiert. Ich halte etliches davon nicht für verhältnismäßig.

    Es ist die reine Ablenkung. Denn das, was die fordern, wird ungemütlich, ich glaube, dass das vielen unterbewusst klar ist.

    Viele, die hier Freitagmorgen stehen, treffen sich Freitagabends um zu planen. Dienstagabend um Plakate zu malen, social Media zu bedienen oder so. Und etliche holen den Stoff noch nach. Ich sehe darin eine echt wichtige Aufgabe von uns, dagegen zu steuern mit Argumenten. Als ich im Radiointerview alle, die denken, dass dir nur blau machen wollen, eingeladen habe, sich mal drei Stunden bei fünf Grad in den Nieselregen zu stellen, sah man, wie bei den Journalisten alles zurecht gerückt wurde