Beiträge von flummi

    Was was mich interessiert: Man findet ja im Netz alle möglichen medizinisch-wissenschaftlichen Argumente, die gegen dauerhafte Sommerzeit sprechen, egal wie fundiert die jetzt sind, das weiß ich nicht: Biorhythmus, Winterzeit ist die "natürliche" Zeit, Gefahr dick zu werden, Unfallgefahr bei Schulkindern etc.pp. Gibt es ähnliche Untersuchung und Argumente, die für dauerhafte Sommerzeit sprechen?

    Im Moment sieht es für mich so aus, dass Normalzeitbefürworterinnen sich eher auf solche Fakten berufen können und Sommerzeitfans hauptsächlich mit persönlichen Befindlichkeiten argumentieren.


    Und klar kommt dann der Eindruck, Sommerzeitbefürworterinnen haben es einfach noch nicht verstanden. Ich habe den ehrlicherweise auch. Darum würden mich mal andere Fakten pro Sommerzeit interessieren als persönliche Befindlichkeiten.

    Da kriegt man aber nachträglich einen Schreck, oder? #crying


    Meine sind eher das Gegenteil und neigen zum Dramatisieren. ("Ich bin volle Kanne gegen die Mauer gekracht" ... und letztendlich war es dann ein kleines stolpern..) Da muss ich immer aufpassen, dass ich da nicht anfange zu relativieren, einfach aus Erfahrung.


    Aber eine Kollegin erzählte vor langer Zeit mal, dass der Sohn ihrer Freundin wohl zu seiner Mutter sagte, wenn sie Zeit hat, möge sie doch bitte mal ins Wohnzimmer gehen. Glücklicherweise ging sie lieber sofort, dort brannte nämlich der Adventskranz.

    Ich fände es wohl auch nicht gut, ob es mir jetzt "groß" genug wäre, um etwas zu sagen, weiß ich gerade nicht. ich finde es aber auch generell blöd, dass überall gegessen werden muss . Wir waren mal in einer Veranstaltungshalle, in der ein Puppenstück aufgeführt wurde, da wurden doch tatsächlich im Veranstaltungsraum neben der Puppenbühne Waffeln gebacken. Und das war kein Kindergarten oder so, sondern eine große öffentliche Halle.


    Bei unserem Kinderturnen gab es jedes mal eine halbe Stunde Picknick in der Turnhalle. Da habe ich dann immer versucht, etwas Gesundes mitzubringen und meine Kinder haben den anderen ihre Gummibärchen und Schokokekse weggegessen.


    Ich würde wohl mit meinen Kindern vereinbaren, dass wir die Gummibärchen mit nach Hause nehmen und dann zum Nachtisch essen oder sowas.

    Ich denke jetzt schon die ganzen Tage über diese Toilettensache nach und muss sagen. mir sit der gedanke an Unisextoiletten aus diesem Grund äußerst unangenehm:

    Für mich ist eine Toilette wohl ein intimer Ort. Ach wenn ich mich nicht öffentlich entkleide.

    Allerdings hänge ich das für mich an der Geschlechtsidentität auf. Wenn eine Frau in der Kabine neben mir seitzt, es is mir egal, ob mit oder ohne Penis, ich krieg es ja eh in den seltensten Fällen mit. Wenn sie sich als Frau fühlt, darf sie wegen mir gerne aufs Frauenklo. Aber naben mir in der Kabine einen Mann sitzen haben und dann vielleicht fürs große Geschäft oder für Blähungen, das ist mir tatsächlich zu intim.


    Was ich schon immer komisch fand, dass Einraumtoiletten nach Geschlecht getrennt sind, da ist man ja eh allein drin, wen soll das dann stören?

    Aber wie bitte kommt manndann darauf, die Sommerzeit zu lassen?

    ...

    Ich weiß, die meisten jubeln. 80% sind ja eine ganze Menge.

    Aber ich empfinde das echt als eine Einbusse der Lebensqualität...

    Die die 80% beziehen sich aber auf die, die keine Zeitumstellung wollen, nicht die, die die Sommerzeit beibehalten wollen. So habe ich es zumindest verstanden.


    Trotzdem sind die mit der Sommerzeit in der Mehrheit. Und ich verstehe es auch nicht, wer will im Winter früh bis 9:30 Uhr oder so Dunkelheit? Ich bin prinzipiell auch gegen die Zeitumstellung, aber ich verstehe tatsächlich nicht, warum man nicht bei der Normalzeit bleiben kann. Unter den Umständen hätte ich, glaube ich, lieber die Zeitumstellung.


    Da wird aber noch das böse Erwachen kommen, wenn die ewige Sommerzeit eingeführt wird. Russland ist ja auch nach drei Jahren oder so zurückgerudert.

    Hier dasselbe mit dem 13jährigen, der noch dazu besonders viel Schlaf braucht und eigentlich, um seinen Bedarf zu decken, ca. 21.00 schlafen müsste.


    Ich bin aber froh zu lesen, dass es so viele betrifft, da ich von der Situation zeitweise sehr genervt bin. Besonders störend finde ich, dass er einschlafen möchte, wenn von uns noch jemand wach ist. Eigentlich kommt mir das entgegen, weil ich gerne noch Zeit für mich habe, wenn die Kinder schlafen, aber es wird bei ihm immer so spät, dass auch ich immer zu spät ins Bett komme. Wenn ich früher ins Bett gehe, obwohl er noch wach ist, kommt er regelmäßig rein, um noch irgendwelche Sachen zu fragen.

    Kocht denn der Kindergarten selber oder bestellen die das Essen? Wir sind keine Vegetarier, darum kann ich nicht aus eigener Erfahrung mitreden, aber ich finde es komisch, dass es da kein Angebot vom Kindergarten gibt, Vegetarier sind doch heutzutage keine Seltenheit mehr? in der Schule meiner Tochter gibt es relativ fleischhaltiges Essen, es gibt aber die Möglichkeit, die vegetarische Komponente zu bestellen.


    Ansonsten würde ich erfragen, wie das fleischhaltige Essen dort aussieht. Bei 3-Komponenten-Essen könntest du vielleicht einige Komponenten vorbereiten, einfrieren und mitgeben, z. B. Gemüse- oder Getreidebratlinge und dein Kind bekommt dann das Kindergartenessen und die Fleischkomponente wird gegen das von dir ausgetauscht. Oder du gibst eine vegetarische Nudelsoße mit oder sowas, je nachdem, was es dort gibt.


    Was die Aussenseiterrolle angeht, wenn er älter wird, wird das so schon auffallen, dass er was anderes bekommt. Egal, ob er das im Kindergarten bekommt oder ob du ihm das mit gibst. Aber das gibt's ja auch bei Kindern, die sich glutenfrei oder laktosefrei ernähren müssen. Meine Tochter hatte ein Mädchen in der Gruppe mit einer Glutenunverträglichkeit, das wurde thematisiert und das wussten alle, aber die hatte jetzt nicht irgendwie eine negative Rolle. Es gab zum Frühstück halt z. B. Toastbrot, Vollkornbrot und Annabrot. ;)

    Gürtelrose kann von innen durch Abwehrschwäche kommen (gerne durch Stress z.b.), aber auch durch den Kontakt mit Windpockenerregern (weil der Körper dann mehr Viren hat als er in Schach halten kann.

    Das von mir Hervorgehobene habe ich weder in der Ausbildung gelernt noch jemals irgendwo gehört oder gelesen, meines Wissens ist das falsch. Hast du eine Quelle?


    Edit: Zu spät abgeschickt, ich lass es trotzdem stehen.

    Findet Ihr die Anrede als "Mamas" auch irgendwie so... ähhh... schwer in Worte zu fassen... aber es hat mit so einem Bild von der rotwangigen 50er Jahre Mutti zu tun, die glücklich in der Kittelschürze zuhause in der Küche werkelt und Kuchen für die Kinder backt...

    Mich stört daran eigentlich am meisten, dass ich unter Erwachsenen nicht als Mama angeredet werden möchte. Mama ist für mich ein Kinderwort oder ein Wort zwischen Eltern und (dann auch erwachsenen) Kindern. In einem Brief von Lehrerinnen oder Erzieherinnen erwarte ich die Anrede Mütter und Väter, Eltern ist natürlich am besten, dann sind automatisch alle angesprochen. Ich finde es auch immer komisch, wenn man sich beim Elternabend "Ich bin XXX, die Mama von YYY" vorstellt, unter Erwachsenen finde ich " Mutter von..." passender.


    Ich überlege gerade, ob sich Männer auch als "Papa von" vorstellen, hab ich irgendwie gerade nicht auf dem Schirm...

    Ich finde die Antwort eigentlich ausreichend. Ich wurde ja öfter mal von fremden Menschen gefragt, ob mein Kind adoptiert ist, wenn ich mit nur einem Kind unterwegs war oder als ich nur eins hatte. Nachdem ich anfangs immer langatmig erklärt hatte, dass der Vater aus Afrika stammt, habe ich irgendwann nur noch freundlich Nein gesagt und fand es sehr nett, wie die Leute noch auf eine Erklärung warteten, die dann nicht kam.

    Bei dir könnte Gürtelrose auftreten und dann kannst du auch deine Kinder anstecken.

    Aber Gürtelrose bricht nicht aus, weil man Windpockenkontakt hatte, sondern durch andere Faktoren. wie Stress, schwaches Immunsystem , andere Erkrankungen usw.


    EDIT: Huch, Vollmond, ich war zu langsam.

    Auf jeden Fall klingt es gut, wie es bei euch läuft, Trin .

    Ich bin sicher, dass hier das Gesetz auch mehr Flexibilität zulassen würde und dass teilweise Bequemlichkeit oder Ignoranz oder was weiß ich eine große Rolle spielen. Z.B. dass eine Schule nur zwei Abholzeiten hat, 15 Uhr und 16 Uhr. Das hat überhaupt nichts mit dem Gesetz oder irgendwelchen erlassen zu tun, das ist irgendeine Idee von der Schule, vom Träger oder von wem auch immer. Genauso gut kann man die Kinder zwischen 15 Uhr und 16 Uhr flexibel abholen oder nach Hause gehen lassen, das tut keinem weh, kostet kein zusätzliches Geld und man muss auch nichts zurückzahlen.

    Und ja, hier gibt es 450 Euro Kräfte ohne Fachausbildung (die eben flexibel kommen) und auch die festen Mitarbeiter haben eher selten eine Fachausbildung.

    Da haben wir ja richtig Glück, dass in unserer OGS die Gruppenleiterinnen ausgebildete Erzieherinnen sind.



    Zu den HA:


    Ich denke, da kommt es immer auf das Konzept an. In einem offenen Konzept ist es sicher schwieriger, den Kindern punktgenau zu helfen, weil man nicht so genau weiß was auf ist. Im gruppenorientierten Konzept ist das einfacher, weil ich eben in der Regel nur Kinder aus 1, 2 Klassen habe. Da weiß auch garantiert irgendwer aus der Klasse, was denn nun genau auf ist, selbst wenn es einige Kinder vergessen haben.

    Über die Hausaufgaben habe ich auch nochmal nachgedacht. Wie ist das bei euch, trin, wenn die Kinder die Hausaufgaben bei voller Konzentration im Hort nicht schaffen, wird dann erwartet, dass sie es zuhause fertig machen?


    Ich denke, der Unterschied ist auch, dass bei euch fast alle Kinder im Hort sind, das heißt rein von der Hausaufgabenstruktur her haben bis auf ein bis zwei Hauskinder alle dieselben Voraussetzungen. Hier hast du die Kinder, die direkt nach der Schule nach Hause kommen und dann in Ruhe, ohne Störung, oft mit elterlicher Unterstützung die Hausaufgaben machen. Dann hast du die, die auch mittags nach Hause kommen, aber bei denen Ruhe und Struktur im Elternhaus nicht gegeben sind oder die Eltern nicht in der Lage sind, zu helfen, sei es aus sprachlichen oder anderen Gründen. Und dann die OGS-Kinder, bei denen kein störungsfreier Raum herstellbar ist und wo wenig Zeit oder kaum ausgebildetes Personal zur Unterstützung da ist. Die kommen dann irgendwann am Nachmittag nach Hause, durch Sportangebote etc. wird es manchmal erst abends, und dann sollen sie noch die nicht geschafften Hausaufgaben nacharbeiten. Und nach meinem Gefühl nehmen die LehrerInnen die erste Grupee als Maßstab, oft, weil sie es noch von früher so kennen oder selber so aufgewachsen sind.


    Ich saß mal mit dem Klassenlehrer meiner Tochter da, der den Kindern extra viel aufgegeben hatte, weil sie an dem Tag zwei Stunden Ausfall hatten und deshalb ja mehr Zeit für Hausaufgaben hätten und versuchte ihm klarzumachen, dass das aber für die OGS-Kinder nicht gilt, weil die genauso spät nach Hause kommen wie sonst auch.


    Was ich bei uns gut finde: Die OGS-Räume sind in der Schule ganz unten und zum Hausaufgabenmachen gehen die Kinder dann in die Klassenräume ein/zwei Stockwerke höher, wer fertiog ist, kann runter gehen.

    Also statt genug Gelder für eine sinnvolle und flexible Betreuung bereitzustellen - die real vermutlich nicht mal wirklich mehr kosten würde als eine zwingend ganztägige - halten wir an starren Ideen fest und zwingen lieber kleine Kinder auch an den Tagen bzw. an allen Tagen bis Zeitpunkt X in der Betreuung zu bleiben, an denen die Familien gar einen Bedarf dafür haben und etwas netteres machen könnten.

    So sieht es leider aus...


    Da würde ich die Kinder nach einer angemessenen Zeit einpacken lassen und der Lehrerin einen Vermerk ins Pendellheft schreiben.

    Damit wäre ich schon glücklich und zufrieden. Bei uns gibt es keine Pendelhefte und wenig Abstimmung zwischen Lehrer und Hausaufgabenbetreuung. Ich hab dem Lehrer mal vorgeschlagen, die Hausaufgabenbetreuung über die zu erledigenden Hausaufgaben zu informieren, er meinte, das macht er nicht, Drittklässlerennen müssen das selber hinkriegen. Bei uns schreibt dann die Hausaufgabenbetreuung ins Buch: 1 Stunde gearbeitet, den Rest zuhause., Obwohl eigentlich die Hausaufgaben in 45 Minuten konzentrierter Arbeit zu schaffen sein müssen. Ob Kind konzentriert war, erfahre ich dabei gar nicht #hmpf

    Bei der ganzen Hort/Ganztagsschuldebatte um die es ja hier geht, geht es doch aber um Sachen wie Chancengleichheit sichere Betreuung für arbeitende Eltern... und nicht darum, ein paar einzelne Betreuungsplätze zu schaffen.

    Und es geht da auch nicht um 25/35 /45 Stunden, da es in der OGS keine Staffelung gibt. Ich sehe es wie du, Trin. Und es geht doch tatsächlich nicht darum, dass ein Kind in der OGS angemeldet ist und dann regelmäßig nur einmal im Monat aufkreuzt. Aber ich habe zum beispiel eine Freundin, die ist Friseurin und hat Montags immer frei. Die würde ihr Kind gerne nur Dienstag - Freitag in die OGS briingen. Geht halt nicht, Und ich glaube nicht, dass der Träger für die etwas zurückzahlen müsste, sie das Kind immer Montags früher abholen würde.


    Ich bin wirklich froh und dankbar, dass unsere Schule da keinen Tanz veranstaltet. Hatte dafür heute aber ein Hausaufgaben-Erlebnis: Oben erwähnte Freundin rief mich an, ich möchte doch bitte mal die Mathe-Hausaufgaben angucken, ihre Tochter hätte alle Aufgaben falsch, die Hausaufgabenbetreuung hätte kontrolliert/erklärt und gesagt, alles wäre richtig. Habe bei meiner Tocher geguckt, genau dasselbe: Beim schriftlichen Subtrahieren war entweder der Zehner oder der Hunderter eiins zu viel. Auch bei den Aufgaben, die die Betreuerin kontrolliert hat. Aber das Kind die Hausaufgabennur zuhause machen lassen geht auch nicht, weil "dann würden das ja alle wollen." Naja, bin gespannt, was der Klassenlehrer dazu sagt.