Beiträge von tulan

    Ich weiß auch nicht, wie es geht, möchte aber die Freie Schule Pankow erwähnen, aktuell in 10717 Berlin, aber hoffentlich dann ab Herbst 2018 wieder in Pankow. Sie ist bei weitem nicht so überlaufen wie andere freie Schulen in der Stadt und hat engagierte TeamerInnen und ein gutes Konzept, das für meine Kinder gut passt.

    Danke Schlehe. Vor diesem Hintergrund wird manches leichter verständlich. Ich habe mich vor allem immer gefragt, warum die Strafen so massiv waren, aber natürlich: Für alles andere braucht es eine Infrastruktur und die war ja bis vor einigen Jahrhunderten nicht vorhanden.

    Ich finde es schwierig, das Kopftuch liberalen Werten gegenüberzustellen. Für mich gibt es diesen Gegensatz erstmal nicht und ich sehe das Kopftuch daher auch nicht als eine Aussage über die Ablehnung westlicher Werte.

    Ich finde die Karikatur in sofern gut als dass sie aufzeigt dass wir eben immer einen von unserer Kultur gefärbten Blick haben.

    Ja, so sehe ich sie auch und daher mag ich sie. Ob ich die getroffenen Aussagen wahr finde, ist für mich davon unabhängig.

    Ich fand diesen TED-Talk hochinteressant zum Thema Koran und weiblicher Kopfbedeckung:

    *klick*

    Vielen Dank, ich fand ihn auch spannend. Worauf bislang noch niemand eingegangen ist: Wieso kam Mohammed nicht auf die Idee, die Straftäter zu bestrafen, statt bei den Opfern anzusetzen? Das ist ja bei allen drei großen Religionen gleich: Immer soll die Frau sich ändern, wenn der Mann seine Gier nicht zügeln kann. Und mir will einfach nicht in den Kopf, wieso kein großer religiöser Führer das mal versucht hat, anders zu lösen.

    Ich kannte es sogar so, dass auch die Oberschwester erstmal von mir, der Neuen, gesiezt wird, so wie auch die ÄrztInnen. Die nicht leitenden Pflegekräfte boten fast alle sofort das Du an, Assistenzärzte auch. Die Oberärzte manchmal, Oberschwestern (da hatte ich nie einen Mann) und ChefärztInnen nie. Da blieb ich immer beim Sie, wurde aber auch selbst gesiezt.

    Naja, welche Mutter soll schon gemeint sein, wenn ich mit meinem Vater rede?

    Mir stößt auf, dass Mutter ohne Artikel für mich wie ein Name verwendet wird. In meiner Familie ist das mit "Mama" so üblich und ich finde es grauslig, weil die eigene Person so hinter dem Mutter- oder Vatersein verschwindet und es auch nahe legt, dass Mama/Papa eben immer Mama/Papa bleiben - und das Gegenüber dann eben immer Kind.

    Faszinierend oder auch ein wenig erschreckend , dass es einen solchen Artikel braucht um Frauen klar zu machen, das Feminismus Vorteile für beide Seiten hat

    Warum gehst Du davon aus, dass der Artikel sich vor allem oder gar nur an Frauen richtet?

    Sehe ich genau so. Für mich macht der Artikel klar, dass Feminismus eben nicht nur für Frauen Vorteile hat - und dann bei näherem Nachdenken eben auch, dass Sexismus und Kapitalismus eng verwoben sind - so eng, dass das eine nicht ohne das andere geändert werden kann. Aber das steht dort nicht drin...

    Natürlich ist es hochproblematisch. Die Frage ist, ob es wirklich in jedem Fall weniger problematisch ist, wenn ich mich nicht verhülle. Das war es, was die Frau mir sagte und ich habe immer noch keine Antwort darauf. Mir liegt es näher zu sagen: Ich trage, was ich will und schere mich nicht um Männer, aber das kann ja nicht für alle eine Lösung sein, nur weil es meine Lösung ist. Man könnte ja Kopftuch tragen und feministisch aktiv.

    Ja, Schnickschnack, das finde ich einen wichtigen Punkt. Mir hat mal eine Muslima sehr deutlich gesagt, dass ich doch nicht weniger unter Sexismus zu leiden habe, nur weil ich mir keinen Stoff um den Kopf binde - und das hat mich sehr ins Nachdenken gebracht. Sie fand, dass sie viel freier ist, seit sie das Tuch trägt, weil sie viel weniger damit beschäftigt sei, welchen Eindruck sie auf Männer mache. Ich denke, es ist schwer, das im Einzelfall zu beurteilen, aber ob jemand unterdrückt wird oder nicht, lässt sich nicht an der Kleidung festmachen. Trotzdem bleibt auch bei mir eine Skepsis gegenüber religiösen Kleidungsvorschriften.


    nez perce, deine Gründe würden mich interessieren, falls Du sie per PN oder geschützter formulieren magst, gib mir einen Hinweis, ja?

    Lustig. Ich bin ja ostsozialisiert (allerdings Berlin und Umland) und für mich ist Mutti auch etwas, wo sich mir die Zehnägel aufrollen. Und es war völlig normal, dass in der Kita und Schule ich die Mutter von... bin. Ich finde das weder lieblos noch sonstwie komisch.

    Eine Oma in Kittelschürze hatte ich allerdings auch - aus Dederon. Schon der Begriff allein ruft in mir Bilder von meiner Oma am Sodasiphon hervor, wie sie mir ein Erdbeersoda macht, aus dem verdünnten Einwecksaft des natürlich selbst gemachten Kompottes. Hach ja...

    Pling was Du schreibst gibt ziemlich genau meine Gedanken wieder. Ich finde 9/11 ein ganz gutes Beispiel: Was dort passiert ist und warum kann von uns niemand genau nachvollziehen. Wir haben (so meine ich mal) die nötigen Ressourcen nicht und keinen Zugriff auf das nötige Wissen. Insofern ist die Behauptung, das seien Terroristen gewesen erstmal nicht mehr oder weniger glaubwürdig als die Idee, es sei die US-Regierung selbst gewesen, die beteiligt war. Wie kann ich nun als Laie die verfügbaren Aussagen und Quellen auswerten, wenn ich gar nicht die nötigen Infos habe, um deren Glaubwürdigkeit zu beurteilen?

    solche schulen gibts. kann sich leider nicht jeder leisten.

    An unserer Schule sind ganz viele Geringverdiener, das Schulgeld ist solidarisch. Ich sehe das Problem auch in einem Mangel solcher Schulen. Leider. Und so eine Schule zu gründen ist ja leider auch alles andere als leicht. Sie bekommen auch weniger Geld vom Staat. Es gibt schon ne Menge Druck, Kinder in Regelschulen zu bringen.

    Ich halte Hausaufgaben für sinnlos, auch deshalb habe ich für meine Kinder eine Schulform gewählt, wo es keine gibt. Klar muss man bestimmte Dinge üben, wenn man sie können will, aber da muss man sich die Übungsaufgaben schon individuell aussuchen. Schon vor 20 Jahren habe ich in pädagogischer Psychologie im Studium gelernt, dass die Sinnlosigkeit der klassischen Hausaufgaben in Studien bewiesen sei - warum sie sich trotzdem so durchsetzen, erschließt sich mir nicht. Mir scheinen sie, so wie sie aktuell gehandhabt werden, wie eine Möglichkeit der sozialen Auslese: Die Kinder, deren Eltern sie da durch trietzen oder die selbstgewollt fleißig sind, werden weiter belohnt, die anderen aussortiert. Das ist gut für das Beibehalten des Status Quo, aber ansonsten erschließt es sich mir nicht.

    Und ich kann manche Antworten nicht ansehen, weil der Thread angeblich nicht existiert. Beispielsweise der Vegan-Kochen-thread.