Beiträge von tulan

    Die Haas wird innerhalb von 3 Staffeln von einer toughen, unabhängigen, cleveren Frau zu einem hysterischen Nervenbündel, als das mit Heirat etc. aufkommt und danach ist sie irgendwie... gebrochen? Die 3. Staffel fand ich am Schlimmsten. Der Film versucht es rauszureißen, aber schafft das nicht so recht. Bei Bärbel ähnlich, mit den langen Haaren ab 3. Staffel plötzlich hirnlos und hormongesteuert, sorry. Und die Scheffer verliert auch extrem an Courage und Biss, ist in der 3. Staffel auch eher am Heulen und zusammen klappen.

    Ist jetzt schon eine Weile her, dass ich das gesehen habe, aber ich habe es nicht so wahrgenommen. Haas fand ich auch am Ende noch tough. Nur Bärbels Veränderungen mochte ich nicht, der Figur hätten sie, finde ich, noch etwas mehr Entwicklung zugestehen können. Insgesamt finde ich, dass die Serie aber ab Staffel 3 nicht mehr so spannend war, weil ich kein Charakter mehr entwickeln konnte. Das traf dann aber auf alle zu, nicht nur auf die Frauen.

    patrick star was genau ärgert dich denn so stark am Nachdenken über Alternativen?

    Deine Gedanken zu Teilhabe finde ich wichtig. Mein Blick darauf ist ein anderer, wahrscheinlich weil ich vor allem mit Sehbehinderten zu tun habe und denen Autos genau gar nichts nutzen. Sie sind die doppelt Gearschten, weil sie weder selbst fahren können noch im ÖPNV ausreichend mitbedacht sind. Und auch leichter Opfer von Unfällen werden. Ich habe ja weiter oben schon geschrieben, dass in meiner Vorstellung Menschen mit Gehbehinderungen ein Kreis sind, denen eigene Verkehrsmittel zugedacht werden müssten. Ich habe das also von Beginn an mitbedacht, einfach weil ich den Haushalt mit Menschen mit Behinderung teile und mir das nicht mal so einfach entfällt. Ich sehe dabei ganz klar, dass Menschen mit Behinderung davon profitieren würden, wenn Ampelphasen für Fußgänger*innen mitbedenken, dass nicht alle gleich schnell sind.


    Und Poulaki das finde ich ja mal spannend. Mir erscheint dein Beitrag erstmal reichlich abstrus, jemand der für AKWs und Autoindustrie argumentiert, habe ich in meinem Umfeld tatsächlich nicht. Nur verstehe ich deine Argumentation leider nicht. Wie sollte man denn deiner Meinung nach mit dem Klimawandel umgehen?


    Adrasteia, deinen Beitrag verstehe ich auch nicht. Was sollte ich deiner Meinung nach in meinen Beiträgen entdecken? Und ich habe ja nun schon geschrieben, dass ich in einer Großstadt geboren und immer hier hocken geblieben bin. Mir dann immer wieder vorzuwerfen, ich würde da hinziehen und aber alles blöd finden ist schon komisch.

    Ich kann nur sagen, das sich in der Großstadt geboren bin, in der ich lebe und dass der Verkehr in den letzten Jahrzehnten um ein Vielfaches zugenommen hat. Ich habe als Kind - in der Großstadt - auf der Straße noch spielen können. Das ist heute anders. Was die Verallgemeinerungen und Abwertungen gegen Städter sollen, weil ich auch nicht., ich finde das sehr unangenehm und mag nicht gern so entwertend argumentieren. Für mich kam hier noch kein einziges wirkliches Argument gegen eine langfristige Abkehr vom motorisierten Individualverkehr. "Für mich wäre das momentan nicht machbar" halte ich für kein Argument dagegen, sondern eines für die Schaffung von Alternativen. Und dass es die braucht - da sind wir uns ja alle einig.

    damit wäre doch überhaupt nicht gelöst, dass man für eine so große familie keine bezahlbare und gleichzeitig menschenwürdige bleibe in der stadt findet.

    Es ist ja eh nur Spinnerei. Un dich gebe zu: alle großen Familien, die ich kenne, haben ihre Stadtwohnungen seit Jahren. Wie man aktuell eine finden könnte, schon allein für vier Personen, ist mir schleierhaft.

    Und genauso wenig, wie ich mich rechtfertigen muss, das Auto zu nutzen sollte das auch für andere gelten. Ich maße mir nicht an, darüber zu urteilen, ob jemand gestresst genug ist für einen eigenen Pkw. Und wüsste auch nicht, welche Motivation für ein Auto legitim ist.


    Ein elternforum ist meines Erachtens die falsche Plattform für solche Forderungen, so sehr Eltern auch daran interessiert sein sollten, ökologisch zu agieren.

    Ich verstehe nicht, warum du meinst, doch rechtfertigen zu müssen. Ich lese hier niemanden, der das gefordert hat. Für mich ist es so, dass die Diskussion gerade in einem Elternforum geführt werden muss, weil wir doch unseren Kindern diese Erde überlassen.

    Ich kann nur sagen, dass wir unseren Alltag sehr danach einrichten, was machbar ist. Einkäufe für acht oder sechs Leute würde hier keiner alleine machen, da müssten die Kinder oder Teens mit ran. Ebenso wäre es beim Zurschulebringen. Allerdings ist das rein fiktiv, weil ich keine vier oder sechs Kinder habe. Aber ich gehe davon aus, dass, wenn ich sie hätte, dann eben Geschwister einander bringen müssten, damit es klappt. Das wäre natürlich an manchen Stellen eine Zumutung, aber das fände ich vertretbar. Ich kann aber verstehen, dass andere Menschen anders entscheiden.

    Ja, ich würde lieber auf dem Dorf leben. Aber dann müsste ich ein Auto haben und das will ich nicht. Also hock ich in der Stadt und hoffe, dass irgendwann die dörflichen Regionen wieder besser angebunden sind und dann zieh ich nach Sachsen oder Brandenburg.

    Ist mir klar, dass ihr mit dem Aufruf nach Verzicht nicht primär die Dörfler meint. Von der forderung naxh Abschaffung vom Parkraum in der Stadt sind die aber auch sehr konkret betroffen, weil es einfach für die typischen User hier (sprich: mit Kind und kegel) nicht realisierbar ist, von dorf zu einem peripheren Parkplatz zu pendeln und dann dort auf den ÖPNV umzusteigen.

    Ich versteh das nicht, vielleicht fehlt mir da Einfühlung und Wissen. Warum ist das nicht realisierbar?

    Ja, das sehe ich auch so wie Jono und nisub. Ich habe diese Petition hier eingestellt, weil ich eine Vision habe. Einen Traum. Ich stelle mir eine autoarme Stadt als sehr viel lebenswerter vor, auch für die, die gern mal Auto fahren. Und ich hätte gern, dass die Politik da in die Puschen kommt, die Rahmenbedingungen zu schaffen. Und wenn die geschaffen sind, dann sollte es, so mein Traum, in den ländlichen Regionen weiter gehen. Damit man dort autofrei leben und Urlaub machen kann. *träum*

    Ich denke, dass es nicht darum gehen kann, sich gegenseitig Egoismus vorzuwerfen. Ich sehe ja, dass individueller Verzicht nicht funktioniert, die zitierten Grünenwähler sind da ein gutes Beispiel. Ich bin in 11 Jahren ein Mal geflogen (und die andere Strecke 36 Stunden mit der Bahn gefahren) - aber ich bin in meinem Umfeld die Ausnahme. Und an anderer Stelle tue ich sicher Dinge, die ökologisch nicht vertretbar sind (beispielsweise an einem stromintensiven PC im Forum zu hängen). Es stimmt, dass der ökologische Fußabdruck armer Menschen viel kleiner ist als der Wohlhabender. Auch in D. Und natürlich wäre es unfair den Armen gegenüber, zu fordern, dass Fliegen wieder teurer wird. Obwohl es ökologisch gut wäre, weil weder Arme noch Reiche eine zweite Erde haben. Für mich zeigt sich hier, wie die Probleme (ungleiche Verteilung von Ressourcen und Klimawandel) zusammenhängen. Weiter oben schrieb jemand, sie wolle nicht in einer Ökodiktatur leben. Ich weiß nicht, ob ich das will. Ich bin mir sicher, dass die aktuelle (wenig soziale) Marktwirtschaft nicht zukunftsfähig ist. Ob eine Diktatur von Ökooligarchen das wäre, weiß ich nicht. Ich halte es aber nicht für unmöglich und wäre froh, über andere Konzepte, wie es gehen könnte. Wirklich demokratisch ist unsere derzeitige Regierungsform jedenfalls meines Erachtens nicht.


    Ich weiß auch nicht, ob es schlau wäre, bei Neubauten keine Parkplätze mehr zu fordern. Es müsste ja geplante Alternativen geben, wie in den auch schon benannten autofreien Vierteln. Ich möchte nur darüber nachdenken. Und hoffe, dass es Leute gibt, die da schon drüber nachgedacht haben und die Lösungen finden. Die Petition sehe ich als Aufforderung, danach zu suchen. So wie in dem oben verlinkten Film, wo eine Kreuzung umgestaltet wurde.

    Ich lese aus deinen Posts die Angst, die Kuscheltierflut könne bis ins Erwachsenenalter deiner Tochter anhalten. Und das halte ich für unberechtigt. Ich denke die Chance ist groß, dass die Tiere irgendwann ihren Zweck erfüllt haben und dann gehen können. Wir haben hier auch ganz viele Tiere und gelegentlich kommen mal Neue dazu. Was brauchst du denn, um sich mit der Vorliebe deiner Tochter anfreunden zu können?

    Man kann hier sehr schön sehen, wie jede so ihre Gründe hat, warum sie unbedingt ein Auto braucht. Und warum es nicht funktioniert, auf individueller Ebene Verzicht zu fordern. Es mag einzelne Leute geben, die das machen (solche wie ich, die sich dann eben einen Hackenporsche kaufen und mit Kind auf dem Rücken 30 Minuten zum Einkaufen laufen), aber die große Masse erreicht man - leider - nur durch klare monetäre Anreize.


    Wie viele andere Leute auch habe ich es ja erlebt, wie es einen funktionierenden ÖPNV gab, der aber, weil keiner mehr fuhr und alle die schicken neuen Autos brauchten, nach und nach zusammengestrichen wurde. Meines Erachtens bräuchte es wieder einen guten ÖPNV, dazu aber auch eine Politik, die diesen zugunsten des Individualverkehrs fördert. Dass es dann immer noch Ausnahmen geben muss (wie Familien mit Menschen mit Behinderung) ist ja klar. Aber wenn die langfristige Überlebensfähigkeit einer Gesellschaft der Bequemlichkeit Einzelner untergeordnet wird, dann ist meines Erachtens etwas falsch.


    Die Petition schreibt ja ganz klar, dass es um Städte geht. Also um die Regionen, wo es einen ÖPNV gibt. Aber selbst da wird, so fürchte ich, die Mehrheit auf ihrem Recht beharren, eigene Fahrzeuge zu besitzen. In meinem Freundeskreis hat niemand ein Auto. Niemand. Und alle kommen super klar. Aber die, die Autos besitzen, können sich das nicht vorstellen. Weil eben doch jeder in seiner Blase bleibt. Schade.

    Meine Große ist ja auch so, dass sie eher mit Jungs befreundet ist und ihre Interessen eher von diesen geteilt werden. Aber es ist immer wieder ein Problem, Anlass für Hänseleien usw. Teilweise sind dadurch Freundschaften auseinandergegangen, weil die Jungs den Druck so stark fanden, dass sie meiner Tochter gesagt haben, dass sie sie nur noch privat treffen wollen, aber nicht in der Schule. Und das, obwohl die Lehrpersonen da durchaus sensibel sind.

    Und wenn Kinder sie hänseln oder anders ärgern und dabei das Maß dessen, was so als normale Kabbelei erscheint, überschreiten, sind das leider zu 90% Jungs. Gerade auch dieses, dass Jungs als Gruppe sich auf eine Gruppe Mädels einschießen, dass beobachte ich öfter. Und doch, ich kenne das leider auch aus meiner Kindheit - obwohl auch ich eher mit Jungen befreundet war.