Beiträge von tulan

    Wäre es nicht doch gut, da eine ärztliche Fachperson zu suchen, die das überlegt und gezielt checkt, anstatt auf Verdacht alles mögliche testen zu lassen? So von ferne klingt das nach möglicher Depression, aber jemand mit Erfahrung, der da mal draufschaut, ist sicher hilfreich.

    Ja, auch wenn jemand sagt "Da habt ihr endlich euren kleinen Prinzen!" liegt da für mich was anderes drin, als wenn ich ihn mit "hallo, kleiner Prinz" begrüße. Und bei Prinzessin genauso. Wobei ich mich frage, ob es da eher um Klischees bezüglich der jüngsten Kinder in einer Geschwisterreihe geht, als um Genderkacke.

    casa Ich stelle mir gerade vor, dein Kind würde in Berlin Bus fahren. Berliner Busfahrer sind allgemein für ihre Brummeligkeit bekannt.

    Aber im Moment, kann man eh nicht vorne einsteigen, zum Schutz gegen Corona sind die Busfahrer:innen mit einer Plastikwand von den Fahrgästen getrennt.

    Meine Tochter hat das in Berlin auch so ähnlich hinbekommen. Inklusive "Sie haben aber einen schönen Bus!". Und du glaubst es nicht: Selbst der*die brummeligste Fahrer*in ist für sowas empfänglich. Auch in Berlin. :D Peinlich ist nur, dass meine Tochter so eine Tendenz hat, Komplimente dann zig mal zu wiederholen, wenn das Gegenüber positiv reagiert hat. Einmal reicht ist noch nicht so angekommen. #love


    Ansonsten ist es schon erstaunlich, dass man in so einer großen Stadt doch immer nur die selben Strecken fährt. Zumindest wenn man so sehr am Rand wohnt wie wir.

    Kleine Prinzen sind aber ähnlich schrecklich wie Prinzessinnen, oder? Ich hab in meiner Umgebung nämlich den Fall, dass nach zwei Mädelz jetzt ein Junge erwartet wird, und alle sagen, das würde nun der ersehnte Prinz - was mir auch Würgereiz verursacht. Nein, es wird ein drittes Kind. Das sehr willkommen ist, egal ob es männlich, weiblich oder queer ist.

    Hier ging es ja hoch her. Ich versuche mal, ein bissel was zu schreiben und hoffe, ich hinke der aktuellen Diskussion nicht allzusehr hinterher.

    Was ich spannend finde, ist, wie verschieden Menschenkenntnis verstanden wird.

    tulan was heißt sich selbst attestieren?

    Gibt es vermutlich auch, finde ich oft schwierig.

    Dass man es sich selbst zuschreibt bzw. von sich selbst behauptet. Wenn ich Menschen kennengelernt habe, die schnell von sich selbst sagten, sie hätten eine gute Menschenkenntnis, dann sagte mir meine Menschenkenntnis #zwinker dass sie Menschen voller Vorurteile waren. Also in der Tendenz. Deshalb bin ich mittlerweile eher etwas auf Abstand, wenn jemand das von sich behauptet.

    Übereinander sprechen finde ich ganz schwierig. Egal, wieviel Recht man damit am Ende hat. Ich möchte dass die Menschen mit mir reden, nicht über mich.

    Ach ich weiß nicht. Ich hab ja auch massive Ausgrenzungserfahrungen. Und andererseits spreche ich viel und gern über andere, als Teil meines Berufs aber auch privat. Ich finde es immer ganz wichtig, wie das passiert. So lange es respektvoll ist, selbst bei Dingen, mit denen ich schwer umgehen kann, finde ich es in Ordnung. Ich finde es auch in Ordnung zu sagen "xy hat in mir so unangenehme Gefühle ausgelöst, da muss ich mir jetzt erstmal Luft machen" aber dann spreche ich eigentlich nicht über xy sondern über mich. Was ich nicht mag, ist über andere herzuziehen und so zu tun, als habe es nichts mit mir zu tun. Wenn mir das passiert, wünsche ich mir auch ein*e Gegenüber, das mich freundlich darauf hinweist, dass das möglicherweise viel mit mir zu tun hat.

    Die Definition von Wikipedia ist ja doch aufschlussreich - naemlich, dass Menschenkenntnis also wirklich am ersten Augenblick des Kennenlernens verankert ist. Interessant auch, dass dazu gleich der pseudowissenschaftlichen Meyer-Briggs-Persönlichkeitseinstufungen erwähnt wurden.

    Ja, ich hatte mich auch gewundert, welche Persönlichkeitseinstufungen da wieso benannt wurden. Das Enneagramm kenne ich auch nicht als wissenschaftlich.

    Ich merke aber grad, wie sehr es mit negativen Vorurteilen behaftet ist, wenn Menschen eine gute Menschenkenntnis haben.

    Für mich nicht. Für mich ist es mit negativen Vorurteilen behaftet, wenn jemand von sich behauptet, eine gute Menschenkenntnis zu haben. Weil das dann in meiner Erfahrung oft mehr Schein als Sein ist.

    Also, nein, es liegt nicht an meiner Menschenkenntnis, eher an der der anderen, die mir an der Nasenspitze ansehen, dass ich so jemand bin die mit einer 5m Leiter auf eine Linde klettert und sich eine fremde Katze wie einen Rugbyball unter den Arm klemmt und wieder runterklettert ohne sich das Genick zu brechen #zwinker

    #super Da muss ich schmunzeln. Ich bin auch so jemand, wobei ich mittlerweile auch weiß, wie ich gucken muss, damit mich niemand anquatscht.

    Für mich ist es Menschenkenntnis, zwischen den Umständen und dem Charakter des Menschen zu unterscheiden.


    Tatsächlich wird mir aber immer klarer, dass ich das Konzept von Menschenkenntnis an sich fragwürdig finde. Weil ich glaube, dass niemand wirklich gut den Charakter eines Menschen nach kurzem Kontakt einschätzen kann. Wir können es unterschiedlich schlecht, ja. Aber ich werde auch eher hellhörig, wenn sich jemand selbst eine gute Menschenkenntnis attestiert.

    Ja, das sehe ich ähnlich. Empathie ist für mich die Fähigkeit, mich in jemanden einzufühlen, seine Position einzunehmen und mitzufühlen. Das ist etwas anderes, als die Handlungen und Motive einer Person nach einem kurzen Eindruck einzuschätzen.

    Aber ist das dann nicht etwas anderes, als eine gute Menschenkenntnis zu haben?


    Nein, es ist die bewusste Entscheidung, offen zu bleiben, hinzusehen und in mich zu spüren.

    Das Bewusstsein dafür, dass man selber immer fehlbar ist und das vertrauen darauf dass es dennoch alles stimmig ist.

    Ich hätte es nicht besser ausdrücken können als Runa.


    Ich würde behaupten, dass ich auch oft sehe, wenn es Leuten schlecht geht. Oder wenn sie sich als sicher verkaufen, es aber nicht sind. Bei mir ist es aber oft so, dass ich daraus Dinge ableite - und die können dann stimmen, müssen aber nicht. Und ganz viele meiner Annahmen bekomme ich weder bestätigt, noch widerlegt, weil sie so komplex sind, dass ich die Menschen nicht genug kennenlerne, um zu wissen, ob ich nun recht habe. Daraus nun abzuleiten, dass meine Menschenkenntnis nicht gut sei - mhm. Ich würde aber auch nicht behaupten, eine gute Menschenkenntnis zu haben. Eher ein ganz gutes Gespür für Menschen und deren Motive und mittlerweile ein recht gutes Training darin, meine eigenen unwillkürlichen Reaktionen auf andere zu bemerken und zu deuten.

    Für mich heißt Menschenkenntnis, einen guten Kontakt zu sich selbst zu haben und den Gefühlen, die andere bei mir auslösen, zu trauen. Sie ernstzunehmen und meine Schutzbedürfnisse daran anzupassen. Daraus entsteht dann oft ein wichtiger erster Eindruck. Gleichzeitig heißt Menschenkenntnis für mich aber auch, mich von diesem ersten Eindruck nicht zu sehr leiten zu lassen. Denn gar nicht so selten trügt er.

    Ich finde das auch komisch. Genauso wie, wenn Kinder fragen, ob man x oder y essen kann, ja auch so, es auch komisch ist, nicht bei fast allen Tieren ja zu sagen. Hunde, Singvögel, Katzen, Schnecken - kann man alles essen. Ist halt nicht in jeder Region üblich. So wie auch in manchen Teilen der Welt Kühe oder Schweine nicht gegessen werden.


    Die Idee mit den Tierbildern auf dem Büfett finde ich super!

    Auf Wunsch verschiedener Nutzer*innen habe ich nun ein neues Unterforum eingerichtet: Das Rabenbranchenbuch. Dort können alle Raben, die ein Gewerbe haben, dieses kurz vorstellen und einen Link einstellen. Das ermöglicht es anderen Raben, die Gewerbetreibenden unter uns zu unterstützen und bei ihnen einzukaufen.