Beiträge von tulan

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    Wie oft wechsle ich die Klingen? Mhm. Ich rasiere nur die Achseln. Und denke, ich wechsle so nach 6 bis 8 Rasuren. #gruebel Je nachdem wie faul ich bin, kann es auch mal länger dauern. #pfeif Manche Klingen halten auch länger. Die benutzten Klingen tu ich in ein Schraubglas und das werfe ich weg, wenn es voll ist.

    Rasierseife muss nicht. Ich habe ja viel Seife im Haus und benutze auch immer mal andere. Tatsächlich macht die aber nie so stabilen Schaum. Und stabiler Schaum lässt die Rasierklinge besser gleiten, was dafür sorgt, dass die Haut nach der Rasur nicht so gereizt ist. Daher investiere ich in Rasierseife (ich liebe die von Calani, aber mein Gatte kommt mit denen gar nicht klar, das ist also sehr individuell) und schäume die wirklich in einem Mug (ist bei mir so eine riesige flache Werbegeschenktasse) mit dem Rasierpinsel auf. Auch das ist eine Technik, die man erstmal lernen muss, aber mittlerweile bin ich eine recht gute Schaumschlägerin - ich verstehe nun auch, warum es Schaum schlagen heißt. Dazu gibt es sicher zigtausend Youtubevideos, ich habe es von meinem Mann gelernt.


    Gerade habe ich gesehen, dass Calani zugemacht hat. #crying#blink So eine Rasierseife hält so ewig, dass ich das gar nicht mitbekommen habe. Da muss ich mir wohl eine neue Manufaktur suchen. Oder selbst noch lernen, Rasierseifen zu sieden (das hab ich bislang nie gemacht, weil das eine andere Art der Verseifung ist als Körperseifen).

    Ich habe mich mit dem Hobel nur ein einziges mal geschnitten bislang. Und zwar beim Reinigen, nicht beim Rasieren.

    Ja, die Klinge ist offen, aber man kann bei eingespannter und somit gebogener Klinge quer zur Klinge einfach leicht darüber streichen (eben um Haare zu entfernen) und schneidet sich nicht. Wenn man aber so ungeschickt ist, das Ganze auch längs zu versuchen, dann erlebt man am eigenen Körper, dass so eine Klinge wirklich scharf ist. Der Schnitt war so einen halben Millimeter tief oder so. In meinem Hobel steht die Klinge auch nur ca. 1mm, eher weniger, raus. Für mich ähnelte der Schnitt diesen fiesen Schnitten, die man sich manchmal an Papierkanten holt. Man merkt es beim Schneiden fast nicht aber danach ...


    Insgesamt ist es wirklich so, dass man beim Rasieren fast nicht aufdrückt. Mein Hobel hat ein Eigengewicht, ich ziehe den einfach locker über die eingeschäumte Achsel, die ich vorher möglichst glatt gezogen habe. Dann schäume ich wieder ein und ziehe nochmal drüber. Fertsch. Da ich nur alle 14 Tage rasiere, sind die Haare dann recht lang und ich muss den Hobel sorgfältig reinigen. Alle paar Monate gehe ich mit Kalkreiniger ran, um die Kalkseife zu entfernen. Das war's.

    Ich hatte anfangs große Muffen davor, mich zu schneiden. Aber tatsächlich ist es mir nie passiert (ich rasiere mittlerweile seit 11 Jahren damit). Während ich das mit dem Systemrasierer durchaus hinbekommen habe, mich zu massakrieren. Damit hatte ich aber auch nie so eine glatte Rasur. Mein Gatte hat mich fluchen gehört und mir dann seinen alten Hobel gegeben. Die Firma, die den mal gemacht hat, gibt es wohl nicht mehr. Aber ich glaube nicht, dass ich zu Lebzeiten nochmal einen anderen Hobel brauche. An dem Teil ist nichts dran.

    Hast du eine Empfehlung?

    Jein. Ein Hobel, der was taugt, ist aus Metall (Edelstahl, der Griff kann Plastebestandteile enthalten) und kostet so ab 30€. Der Rest scheint mir Geschmack und Vorliebe. Ich kann aber nochmal nach einer Marke fragen, bei meinem steht leider keine drauf und ich habe den schon so lange, dass ich die Marke vergessen habe. Ich fand es halt erstaunlich einfach, mir damit eine glatte Achselrasur zu verschaffen (Nassrasur mit Pinsel und Rasierseife) und habe mich dann gefragt, wieso eigentlich irgendjemand Systemrasierer verwendet, die eh nie wirklich funktionieren. Bei mir jedenfalls nicht.

    Ich finde Rasierer zumindest gefühlt tatsächlich teurer. Ich habe eben wieder Klingen gekauft und da kosteten 8 Klingen 12 Euro (Hydro 3 Wilkinson Sword, also keine pink tax).

    Ist eben nicht so als würden nicht viele Frauen außerdem auch noch viel Geld für Rasierer, Sugaring, Waxing, Enthaarungscreme etc. ausgeben.

    Ich sag nur: Kauf dir einen ordentlichen Hobel. Der kostet ein Mal Geld, aber die Rasierklingen sind dann preiswert und das Ergebnis besser als jede Systemrasur.

    Leslie das ist ja furchtbar. Ich weiß gar nicht, wer das in meiner Jugend bezahlt hat (ich habe mit 10 angefangen zu menstruieren und da sicher nicht mein Taschengeld für geopfert). Das finde ich echt ein Unding!

    Ja, es ist eine wichtige Frage, welche Form der Lebensplanung denkbar erscheint. Mein Mann hat ewig mit sicher gerungen, ob er es wirklich wagen kann, in Teilzeit zu gehen. Und er hat es seinen Eltern lange verschwiegen. Das war einfach nichts, was Mann machte. Es stand schlicht nicht zu Debatte. Ohne lange Therapie und Rückhalt von männerbewegten Männern hätte er diesen Schritt nie gehen können. Denn - so ist er aufgewachsen - Arbeit ist das Wichtigste im Leben eines Mannes.


    Ich bin so aufgewachsen, dass Arbeit das Wichtigste ist. Und habe aber schon im Jugendalter gedacht, dass ich das nicht will, mit Vollzeit. Es fühlte sich so falsch an, was ich da bei meinen Eltern sah. Tatsächlich habe ich in meinem gesamten Leben nur 9 Monate mal Vollzeit gearbeitet. Und es total gehasst. Ich froh, als ich zwangsweise auf Teilzeit gesetzt wurde. Das Ergebnis ist, dass sowohl meine Eltern als auch meine Schwiegereltern (beide ostsozialisiert) mich für lebensunfähig halten. Ich bin quasi nur so ein halber Mensch, weil ich nicht Vollzeit arbeiten kann (ich halte das auch körperlich nicht durch). Das hat sich etwas gewandelt (also zumindest sagen sie es nicht mehr laut) seit wir beide in Teilzeit sind und wir offenbar überleben. Aber so richtig ist das ja nichts.

    Das Berufe unterschiedlich bezahlt werden ist traurig aber es wäre eine Illusion zu glauben das sich das ändert.

    Leider. Bislang ist es ja auch eine Illusion zu glauben, dass Gleichberechtigung erreichbar wäre.

    Und nur um's nochmal deutlich zu machen: Mein Mann hat gar nicht studiert. Ich habe promoviert. Trotzdem verdient er mit seiner Ausbildung doppelt so viel wie ich und ich verdiene, gemessen an typischen Frauenjobs, gut.

    Bei uns war die Entscheidung, dass zunächst ich in Teilzeit gehe, ganz klar eine erzwungene: Mein Mann verdiente einfach mehr als doppelt so viel. Er arbeitet im IT-Sektor (typischer Männerberuf) ich bin formal viel besser ausgebildet, arbeite aber im Gesundheitssektor (typischer Frauenberuf). Da ich aufgrund der längeren Ausbildungszeit erst einstieg, war zur Zeit der Geburt unseres Kindes mein Verdienst ungefähr ein Viertel von seinem. Es war also klar, dass es finanziell nicht hinhaut, wenn er Elternzeit nimmt. Das hat uns beide sehr betrübt. Nun ist es schon seit ca. fünf Jahren so, dass wir beide in Teilzeit sind - aber da war unser Kind eben nicht mehr klein. Sein Gehalt ist mittlerweile nur noch doppelt so hoch wie meines und so haut es irgendwie hin. Aber toll ist das nicht, denn obwohl wir stundenmäßig gleichviel arbeiten, trägt er viel mehr zum Einkommen bei.

    Witzig ist, dass in den fünf Jahren viele seiner Kollegen in Teilzeit gegangen sind. Erst haben sie sich laut über ihn gewundert, dann ihn in den Pausen unauffällig befragt und dann haben sie es nachgemacht. Die meisten davon sind Väter.


    Um den Bogen zur Schweiz zurück zu schlagen: ich finde es eine Sauerei, dass die Frau den Unterhalt nicht einfach so verdient hat.

    Hab gestern eine Fortbildung über Milchpumpen gehört. Dort wurden ganz kurz alternative Fütterungsmethoden angesprochen, und völlig selbstverständlich erwähnt, dass ja auch der Vater das Brusternährungsset benutzen könne. Einfach im Nebensatz, ohne Drama drumrum.

    Ganz ehrlich: Auf die Idee bin ich noch nicht gekommen...

    Das ist für mich ganz normal. Aber ich hatte lange nicht auf dem Schirm, dass es ja auch Männer mit laktierenden Brüsten gibt, die selbst geboren haben. Und dass diese natürlich in Stillgruppen und so auch willkommen sein sollten.

    Die Frage ist, ob es eine Möglichkeit gibt, es anzusprechen, ohne die TaMu zu kränken und so, dass sie verstehen kann, worum es geht. Ich habe keine Ahnung, wie das gehen könnte und würde wohl von meiner Befürchtung sprechen, dass mein Kind durch Geschlechtsstereotypen eingeschränkt wird und schauen, wie sie darauf reagiert. Aber solche Zuschreibungen sind ja so mächtig, dass man schon sehr dagegen angehen wollen muss, um sie zu ändern. Und das sehe ich bei der TaMu nicht. Andererseits: Wenn niemand was sagt, hat sie noch weniger Grund, darüber nachzudenken und vielleicht lässt sie sich ja doch anregen. Vielleicht das Ansprechen mit dem deutlichen Hinweis darauf, dass du sie sehr schätzt, kombinieren?

    Ich erzähle den blöden Witz "Fünf Bier für die Männer vom Sägewerk" (dabei zwei Finger hochhalten.)

    Meine Tochter daraufhin: "Wieso Männer? Es muss heißen, fünf Bier für die Leute vom Sägewerk!"

    Sie denkt kurz nach. Dann: "Wieso Bier? Das ist doch voll Klischee! Also: Fünf Brause für die Leute vom Sägewerk!"

    Wir waren uns dann einig, dass man die klischeehaft abgesägten Finger nicht rauskürzen kann. Aber nun ist der Witz auf jeden Fall queerer und gendergerechter. Und gesünder. #freu