Beiträge von Temple Bar

Registrierungsanfragen bitte an kontakt[at]rabeneltern.org

    Also ich halte viele der Rentner, die mir in dem hier besprochenen Zusammenhang begegnet sind, für Herren ihrer Sinne. Ich habe jahrelang in der Pflege, mit demenziell Erkrankten und ähnlichem, gearbeitet und weiß das durchaus zu unterscheiden, setze da auch ganz andere Maßstäbe an.


    Ja, der Titel ist salopp formuliert, aber in meinen Augen auch ehrlich, denn es gibt doch wirklich Besseres zu tun als zu pöbeln! Mensch, ich könnte so viel in meinem Umfeld kommentieren oder Leute beschimpfen, die sich nicht so verhalten wie ich das gerne hätte. Ich tue es nicht, weil es oftmals einfach nicht mein Bier ist. Und wenn ich einen Kinderwagen einsteigen sehe, lasse ich mich nicht lange bitten, sondern mache Platz. Ich drängle mich nicht wie selbstverständlich irgendwo vor und ich beschimpfe keine wildfremden Menschen. Und, jetzt werde ich wahrscheinlich getuppert, finde, dass so ein Verhalten einfach überproportional häufig bei Rentnern (meinetwegen auch Menschen ab 50+, das sind ja noch keine Rentner, aber "ältere" Leute eben) zu finden ist. Und anhand der Beiträge hier scheinen das mehrere so zu empfinden. Warum das so ist, darüber kann ich nur spekulieren. Vielleicht bringt das Alter es mit sich? Frust, Schmerzen, enttäuschte Erwartungen, Müdigkeit, Depressionen, vielleicht ist man einfach von jeher ein charakterlicher Stinkstiefel ... Das Ding ist nur - ich kann meine Befindlichkeiten nicht wie es mir gerade beliebt an meinen Mitmenschen auslassen.


    Meinung ist eben immer irgendwie subjektiv. Ich kann das Bild der armen Rentner ohne Lobby und von aller Welt geächtet nicht ganz teilen. Für Rentner wird in unserer Gemeinschaft viel getan, nicht zuletzt weil sie eine begehrte Konsumentengruppe darstellen. Dass alt werden auch mit Leid verbunden ist, steht außer Frage. Ich will das aber nicht generalisieren und allen Rentnern deswegen einen Freifahrtschein ausstellen. In meiner Vorstellung einer idealen Gesellschaft achten alle einander - es ist doch so. Die Alten brauchen die Jungen und die Jungen können von den Alten profitieren. Es sollte keine Einbahnstraße sein. Aber ich möchte nicht abschweifen.


    Kathi, du hast sicher recht. Ein Thread mit dem Titel Pöbelnde Ausländer ... hätte wohl für Aufschrei gesorgt. Ich frage mich allerdings, warum. Darf ich (man) sich nicht über pöbelnde Ausländer aufregen? Wobei ich dieses Attribut Ausländern gar nicht erst zuschreiben würde, ich erlebe selten bis nie pöbelnde Ausländer (wohl aber pöbelnde Jugendliche mit Migrationshintergrund, aber das wäre wohl auch ein Aufreger?).


    /edit: Man möge mir etwaige ins Leere führende Gedanken verzeihen, kleines Display und quengelndes Großmuld sind Schuld.

    Ja, das wollte ich auch sagen. "Pöbelnde Rentner" - diejenigen unter den Rentnern, die pöbeln (müssen, wollen, wie auch immer). Nicht die Gesamtheit aller Rentner.


    Pöbelnde (oder vollkommen ignorante) Jugendliche sind mir keinen Deut angenehmer, regen mich oft genug genauso auf und ich sollte vielleicht doch endlich mal den Führerschein machen, denn mir fallen schon wieder zig Bus-Geschichten ein ...

    Entschuldigt, ich kann mit dem Handy nicht zitieren. Ich beziehe mich auf die Beiträge von Kathi und Ich:
    Von 55 Beiträgen insgesamt empfinde ich 1 1/2 als leicht unter der Gürtellinie. Generalisierungen habe ich hier keine gelesen, sondern viele konkrete Beispiele, sowohl negative als aber auch positive. Viele, darunter auch ich, haben eingeräumt, dass sich das "belästerte" Verhalten durch _alle_ Altersklassen zieht.
    Was mich persönlich in erster Linie aufregt, sind nicht die Rentner, sondern sind Verhaltensweisen wie Ignoranz, Gleichgültigkeit und Egoismus. Sorry, und so etwas begegnet mir leider tagtäglich und sorry auch, wenn ich nicht verständnisvoll lächelnd darüber hinwegsehen kann. Deswegen finde ich noch lange nicht alle Rentner ignorant, genausowenig alle Ausländer kriminell oder alle Blondinen blöd.


    Darf man sich über gar nichts mehr aufregen?

    Pöbelnde und egoistische und ignorante Rentner gibt es hier zuhauf, ich begegne täglich mindestens einem, eher mehreren.


    Kennt ihr das Phänomen, wenn viele Leute an der Haltestelle auf den Bus warten? Wenn sich der erste an die Haltestelle stellt, setzt die Massenpanik ein, und auch wenn der Bus noch nicht einmal in Sicht ist, müssen sich alle an der Haltestelle versammeln. Und wehe, der Bus kommt dann. Das ist quasi der letzte Bus, der überhaupt kommen wird! Zumindest erweckt es den Anschein. Massenpanik und so.


    Wenn man sich erdreistet, mit dem Kinderwagen in den Bus einzusteigen, dauert es ewig, bis sich die Rentner von den Klappsitzen hochbewegen, und das nicht nur, weil sie nicht mehr gut zu Fuß sind. Insgeheim hoffen sie wohl, dass man es sich anders überlegt und doch nochmal 10 (oder 20) Minuten auf den nächsten Bus wartet.


    Vor ein paar Tagen stieg ein Rentner im motorisierten Rollstuhl ein. Er fuhr eine Station.
    Hm.


    Gestern wollte ich (mit dem Kinderwagen. Ich Wesen aus der Hölle!) in den Bus einsteigen. Links stand bereits ein Kinderwagen, rechts war frei. Doch in der Tür stand eine Rentnerin mit ihrem Hackenporsche. Sie hätte nur zwei Schritte auf die andere Seite tun müssen, damit ich hätte einsteigen können. Stattdessen mustert sie mich verständnislos.
    Ich seufzend: Könnten sie mir bitte Platz machen?
    Sie entrüstet: Ich kann doch mit dem Rollwagen nicht aussteigen!
    Ich: Das verlangt ja auch keiner von Ihnen?! Sie sollen mir nur etwas Platz machen!
    Sie geht widerwillig zwei Schritte zur Seite und ich kann endlich rein.
    Mein "Dankeschön" war nur leicht ironisch gemeint!
    Und so hat der Bus wieder zwei Minuten Verspätung im Gepäck.


    Wenn ich mein weinendes Kind im Bus aus dem Wagen nehme, schlägt mir schon mal ein "Verwöhnt!" entgegen. Vor einigen Wochen bezeichnete eine ältere Frau, auch im Bus, mein trotzendes Großmuld als "gestört". Vordrängeln ist eine olympische Disziplin, bevorzugt beim Einsteigen und beim Bäcker.


    Rentner sind aber miteinander auch nicht zimperlich. Vor ein paar Tagen hat beim Einsteigen in den Bus ein Rentner mit Hackenporsche eine Rentnerin mit Rollator eiskalt weggedrängelt. Als ein dritter Rentner Nr. 1 als "das Unhöflichste, was ihm je begegnet ist" bezeichnet hat, hat Nr. 1 nicht mal mit der Wimper gezuckt.


    Jemand vor mir sagte, es zieht sich durch alle Altersklassen. Das stimmt. Aber am meisten fällt es mir bei Leuten ab 60 aufwärts auf. Den zweiten Platz belegen die 13-18-Jährigen.

    Wir haben zu viert 2 Meter plus Babybay Maxi, wobei letzteres eher als Nachttisch dient. Weil das Großmuld unruhig und gerne mal quer schläft und weil ich oft einen steifen Nacken vom reglosen Liegen - weil zu wenig Platz, manchmal hab ich das Gefühl, ich schlafe auf ner Briefmarke - habe, gewöhn ich seit heute das unbegeisterte Kleinmuld ans Babybay. Mal schauen, obs klappt.

    Lustigerweise wurde ich mit zunehmendem Alter des Großmulds lockerer, wenn es ums Stillen in der Öffentlichkeit ging. Als er Baby war, war er mein kleiner Barracuda - ruhig stillen ging gar nicht, bis er überhaupt angedockt war, stand mir schon der Schweiß auf der Stirn. Ab 9 Monaten oder so wurde es besser. Bis wir mit zwei Jahren abgestillt haben, habe ich immer mal wieder öffentlich gestillt. Nur nicht im Berliner Nahverkehr. Das hat die Freundin unseres Freundes dafür immer sehr locker gemacht, bis das Mädel 3 war oder so. Brust raus, Kind ran.


    Als ich mich noch nicht traute, draußen zu stillen, saß neben mir im Café mal eine Mutter, die ihr Baby stillte. Die hab ich dann voller Bewunderung angesprochen und ihr gesagt, wie schön ich das finde. Sie meinte, beim ersten hätte sie sich auch nicht getraut, jetzt beim zweiten sei das schon anders.


    Und es stimmt - beim Kleinmuld habe ich eigentlich gar kein Problem mehr damit, vor anderen zu stillen, sei es die Schwiegermutter, die dem Stillen nach Bedarf immer etwas misstrauisch gegenüber steht, bei McDoof, das hier bei uns die nächstmögliche Sitzgelegenheit nach dem Einkaufen darstellt, auf einer Parkbank oder während der Erziehungsberatung. Was muss, das muss. Mir hilft dabei, dass ich mir genug Stillkleidung zugelegt habe. Man sieht deutlich, was wir machen, aber es ist diskret genug.


    Die Brust einfach raushängen lassen, würde ich nicht und fände es auch von anderen unangenehm. Was ich nicht unangenehm fände, wäre, Langzeitstillende, also ab 2 Jahren aufwärts für mich, stillen zu sehen. Hab ich aber noch nie. Überhaupt sehe ich hier nur in Einzelfällen stillende Mütter. Ich wohne im falschen Berliner Bezirk.

    Schlaflos in Berlin. Weil gerade das schlimmste Gewitter dieses Sommers tobt. Und das will was heißen, denn wir hatten schon so manches heftige dieses Jahr! Die Blitze blitzen ohne Unterlass und ein bisschen Schiss hab ich schon. Bei der Heftigkeit lässt sich meine Gewitterangst nicht ganz unterdrücken. Ich versuche jetzt, mich einfach auf die angenehmen Temperaturen morgen zu freuen. Und hoffe, dass ich bald schlafen kann. Mann und Kinder können.

    Maegwin, dein Avatar find ich herzallerliebst!


    Meine Kinder waren bzw. der Kleine is(s)t momentan ganz genauso. Trinken, spucken, trinken und kugelrund werden. :) Wobei das Spucken jetzt ganz langsam weniger wird. Oder vielleicht war das in den letzten Tagen auch nur Zufall. Ich lege ihn jedenfalls, wenn er nach dem Spucken noch stillen mag, auch noch mal an. Schadet ja auch nicht der Milchproduktion, im Gegenteil. ;)

    Die wird sofort ausgetauscht, am Bett will ich sowas nicht haben, mir war nämlich nicht klar, dass die auch in intaktem Zustand Stoffe ausdünsten.


    Oh nein. Stinken die deswegen so? Wir haben in unserer Wohnzimmerstehlampe eine Energiesparlampe, die müffelt, egal ob sie an oder aus ist. Ich mache mir auch öfter mal Gedanken drüber, ob das womöglich ungesund ist. Jetzt steht sie auch noch mitten in der Spielecke meines Sohnes.

    Wenn ich das so lese, muss ich mit Schrecken an unser erstes Jahr zurückdenken. Hier war es genauso und du hast gerade mein volles Mitgefühl. Es war richtig hart und ich hab nur noch irgendwie funktioniert.


    Kalliopes Liste finde ich sehr hilfreich und habe dem erst mal nichts hinzuzufügen. Vielleicht fällt mir später noch was ein. Aber wirklich - such dir Hilfe bzw. probiere Lösungen aus. Sonst bist du schneller ausgebrannt als du gucken kannst. Und das hilft niemandem.

    Ob es euch etwas nützt, weiß ich nicht, aber ich kann mal von uns berichten. Ich habe, weil das Großmuld so schlecht geschlafen hat, mit 12 Monaten nachts abgestillt, nicht peu à peu, sondern sofort. Das heißt, ich habe ihn noch einschlafgestillt, aber dann erst wieder am nächsten Morgen.
    Ich habe es gemacht, weil ich verzweifelt und ausgebrannt war und wundersamerweise hat er es sofort akzeptiert. Positiver Nebeneffekt war, dass er nach nur wenigen Nächten das erste Mal 8 Stunden am Stück geschlafen hat, und in der nächsten Nacht wieder und wieder ..i ungefähr 5 Wochen lang. Ich habe ihm keinen Ersatz anbieten müssen, hatte aber immer eine Flasche mit Wasser am Bett.


    In der nächsten sehr unruhigen Phase einige Wochen später wurde ich dann sehr inkonsequent und habe wieder das nächtliche Stillen einreißen lassen. Mit dem Schlafen wurde es dennoch besser als vorher. Und das ist ja auch nicht dein Problem.


    Gegen Ende, also ca die letzten 6 Monate vor dem Stillende, habe ich begonnen, das Stillen tagsüber zu reduzieren. Dann war es noch dreimal - wenn wir nachmittags nach Hause kamen, abends vorm Schlafen und morgens beim Aufwachen. In großem Abstand habe ich jeweils ein Stillen ausgeschlichen. Teilweise lagen zum Schluss auch schon Tage zwischen dem Stillen.
    An seinem 2. Geburtstag haben wir das letzte Mal gestillt. Und das war für uns beide ok.


    Vielleicht kannst du für dich ja etwas aus meiner Erfahrung mitnehmen, oder es kommen noch ein paar Tipps! :)

    Danke, Talpa. :)


    Ich habe dann gestern tatsächlich noch leichtes Fieber bekommen (etwas über 38 ) und wäre heute wohl ins Krankenhaus gefahren.


    Allerdings sind heute Fieber, Gliederschmerzen und Übelkeit weg. Schmerzen in der Brust habe ich noch, aber nur noch einen leichten Druckschmerz, ohne Verhärtung. Habe das Kleinmuld sehr oft angelegt und die Brust vor dem Stillen gewärmt und danach gekühlt. Das Schlimmste scheint überstanden zu sein. Hoffe ich zumindest.

    Also wir haben damals reserviert, weil es immer nur eine bestimmte Gruppengröße ist. Für ein knapp zwei Jahre altes Kind ist das sicher sogar noch toller. Da kann er schön rumklettern und toben.

    Wie alt ist dein Kind? Ich war mit meinem damals gut Einjährigen im Kindermuseum Zoom. Für Kleinkinder gibt es dort einen Erlebnisbereich Meer und Co., wo die Sinne angeregt werden und sie klettern können. Mein Sohn hatte viel Spaß. :)

    So. Laut Kinderärztin ist es bakteriell. Haben eine Tinktur zum Aufpinseln bekommen - Eosin. Hoffentlich hilfts. Mit Heilwolle und ohne Multilind sah es heut morgen aber auch schon was besser aus. Puh.