Beiträge von nez perce

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    Könnt ihr mich mal unterstützen? Heute wurde in einer whatsapp-Gruppe folgender Artikel geteilt:

    Wir gendern schon immer


    Ich finde den total schlecht, und typischerweise sagt mal wieder ein Mann, dass sich wohl kaum eine Frau diskriminiert fühlen wird, wenn... (das ärgert mich unabhängig vom Artikel auch wieder, woher will der das denn wissen?)


    Es ist eine Lehrer-Gruppe, und die LehrerInnen werden ausdrücklich im Artikel benannt.


    Ich würde gerne irgendwie rüberbringen, dass ich den Artikel Kacke finde, fürchte aber, dass die üblichen Aggro-Vertreter der Position "Die Frauen sollen sich nicht so haben, das generische Maskulinum ist voll okay" einsteigen und das Ganze doof wird. Der Kollege, der den Link geteilt hat, ist eigentlich ein Netter, mir geht es also nicht darum, ihn irgendwie bloßzustellen, ganz im Gegenteil.


    Ein Gedanke, der mir kam war, die Seite "geschickt-gendern" einzufügen.

    Intuitiv finde ich die Argumentation des Autors recht wild, könnt ihr mir mal helfen, den Daumen draufzulegen?


    Er vertritt u.a. die Meinung (wenn ich es richtig verstanden habe), dass in der Sprache doch schon immer gegendert wird, indem es Familienbezeichnungen wie Bruder und Schwester gibt, die komplett unterschiedlich sind.

    Er meint, dass wenn im Flugzeug gebeten wird, dass ein anwesender Arzt bitte helfen soll bei einem Notfall, die Ärztinnen sich mit angesprochen fühlen, da es keine Ausbildung "Ärztin" gibt, umgekehrt sich die Männer aber bei der femininen Formulierung nicht angesprochen fühlen würden.


    Ach so, im Englischen sei es ja viel einfacher, weil es nur einen Artikel gibt. Naja, aber es gibt doch extra weibliche Berufsbezeichnungen wie "actress"?


    Er sagt auch, dass das Wort "Lehrerin" eigentlich unlogisch ist und männlich und weiblich zugleich wäre. Hier steige ich ehrlich gesagt aus.


    Muss aufhören, sorry für den abrupten Schluss...

    Unabhängig von der Frage, ob man anderen Frauen reinreden sollte, sehe ich das im Leistungssport skeptisch mit der ärztlichen Betreuung. Da geht es doch häufig mehr um Leistungssteigerung statt um die Interessen der Sportlerinnen.

    Mir ist auch der Gedanke gekommen, dass die sexuelle Anziehungskraft der Brust kulturell geprägt ist, da es Völker gibt, bei denen nackte Frauenoberkörper "normal" sind.

    Interessant war die Aussage eines Iraners, die ich einmal las, leider weiß ich nicht mehr, in welchem Buch oder Artikel das war. Er erzählte von der Revolution im Iran und den darauf folgenden scharfen Kleiderordnungen für Frauen, die von der "Kleiderpolizei" gemobbt wurden, wenn man auch nur ein Handgelenk sah. Er meinte, dass ein Handgelenk vor der Revolution keine Bedeutung für ihn hatte. Nachdem weibliche Handgelenke aber jahrelang den Blicken entzogen wurden, erregte es ihn tatsächlich, wenn er mal eines sah. Im Sinne von "Ein Handgelenk!!!! Wie sexy!".


    Insofern frage ich mich, ob die Vorstellung, dass nackte Frauenkörper in Zukunft noch mehr missbraucht würden in der Öffentlichkeit (Stichwort Fußball), wenn sie im Alltag präsenter wären, richtig ist oder ob der Reiz nicht einfach abflauen würde. Oft ist ja auch die Vorstellung erotischer als der tatsächliche Busen, wenn er von BHs und Oberteilen befreit ist, die stützen, eine gewollte Form reinbringen und die Vorzüge der Frau zur Geltung bringen.


    Leider bin ich nicht mutig genug zum Oben-Ohne-Baden, obwohl ich es auch schon immer ungerecht fand, dass Männer das einfach so tun können bzw. an den unpassendsten Orten (außer vielleicht Kirchen etc.) oben ohne rumlaufen. Aber ich tu mir schon schwer, hier vor Ort baden zu gehen, weil ich nicht auf meine SchülerInnen treffen möchte. Oben ohne auf sie zu treffen wäre nochmal ein anderes Kaliber für mich.


    edit: Ich bin ein Kind der 70er und auch damals wurden schon Bikinis verkauft. Ich hatte auch einen, da war ich, glaube ich, noch nicht in der Schule, und danach hatte ich auch Bikinis und Badeanzüge. Ich weiß nicht, ob es der spezielle Umgang meiner Familie damit war oder ob das repräsentativ für die Zeit war, aber ich erinnere das als völlig entspannt. Ich fand mein Oberteil cool (das haben nur Frauen), aber oft hatte ich es dann wohl doch nicht an, sondern nur die dazugehörige Hose. Das hat keinen Menschen gestört und ich bin mindestens meine gesamte Grundschulzeit z.T. nackt am See oder im Freibad gewesen (nicht die ganze Zeit aber halt mal während die Sachen getrocknet haben oder so. Auch hier kann ich mich nicht an komische Reaktionen erinnern.

    Ich habe bei der Angelegenheit ein blödes Bauchgrummeln, das ich gar nicht recht begründen kann.

    Vielleicht liegt es daran, dass ich ein angeleuchtetes Stadion tatsächlich scheinheilig fände? Nicht nur die UEFA, auch das IOC veranstalten ihre Großevents doch ständig in Ländern, in denen Menschenrechte keine S. interessieren und dieses Narrativ vom per se doch ach so unpolitischen Sport kennen wir ja schon zur Genüge vom IOC, man denke z.B. an Peking 2008. Man könne ja keinen Einfluss auf die Gesetze in den betreffenden Ländern nehmen. Klar, aber man muss ja dann nicht unbedingt in solchen Ländern seine Spiele stattfinden lassen...


    Was die Kirche angeht, so ist auch bei mir da was angetickert worden. Seit Monaten bekennen sich Gemeinden dafür, dass auch homosexuelle Paarheiraten dürfen sollen, indem sie Regenbogenfarben vor der Kirche, im Facebookstatus etc. haben. Mich kratzt das an, weil ich dann immer denke, ach wären die doch auch so engagiert, was die Frauenrechte, aka Priesterinnenweihe angeht. Ganz bösartig unterstelle ich dann immer wieder, dass (steckt ja schon im Grunde im Wort HOMOsexualität, homo = MANN, Mensch) Frauen halt "noch weniger wert sind" als Homosexuelle, denn da denkt der Mainstream und v.a. die Kirche wohl vorrangig an Männer, und so mysogyn wie diese Institution drauf ist, sind ihnen Schwule sicher lieber als Frauen (Disclaimer: ich will damit nicht sagen, das Frauen mehr wert sind als Schwule...).


    Nun ja, wie auch immer. Zurück zum Thema. Wegen mir muss sich kein Stadion in den Regenbogenfarben anstrahlen. Für mich ist das auch ein "Buntwashing" oder wie auch immer man das nennen darf oder das Mitreiten auf irgendeiner eher emotionalen Welle. Ich fände es überzeugender, wenn sich die Sportvereine, die Veranstalter, was auch immer, das ganze Jahr über zum Thema äußern würden, offensiv für Toleranz eintreten würden (so wie gegen Drogen oder gegen Rassismus, da gab es ja auch Kampagnen) und versuchen würden, zu einer Stimmung beizutragen, die es ihren SportlerInnen erleichtern würde, sich zu outen. Nein, nicht zu outen, sondern ihre sexuelle Orientierung gar nicht groß zum Thema zu machen, sondern ganz selbstverständlich leben zu können, ohne blöde Kommentare oder Probleme zu bekommen.

    #kerze

    Ja, fast 75 Jahre verheiratet und die Queen ist schon seit 70 Jahren Königin, oder? Wahnsinn, was die alles gesehen und erlebt haben.

    Ich weiß nicht viel über Philipp, also wie er so als Mensch war, ich verfolge die Nachrichten vom Königshaus nicht so. Aber für Elizabeth und seine Kinder muss das hart sein, auch wenn es absehbar war und auch wenn das Verhältnis (insbesondere in den Strukturen des Königshauses) möglicherweise nicht immer einfach gewesen sein mag.

    Ah, okay, dann ist es natürlich schwierig, das Kind entscheiden zu lassen.

    Was das Slter der Lehrkräfte angeht, so denke ich, ist ein häufiges Vorurteil, junge seien besser. Ich persönlich würde sagen, es ist gut, wenn das Alter durchmischt ist, so kann das Kind unterschiedliche Erfahrungen machen und sowohl ältere als auch jüngere Lehrkräfte haben ihre Vorzüge und Nachteile.

    Ich ärgere mich gerade. Ich schaue mir Kuckucksuhren an. Seit meiner Kindheit besitze ich eine, habe ich mal zu Weihnachten geschenkt bekommen auf meinen Wunsch hin. Nun überlege ich alle paar Jahre mal, ob ich mir eine neue kaufen soll, in etwas hochwertigerer Qualität. Dabei bleibt es dann, weil die Dinger nicht billig sind und der Platz ja begrenzt, aber anschauen kann man ja mal.


    Und nun merke ich, dass ich mir total schwertun würde, mich für eine zu entscheiden. Ein Kriterium ist natürlich der Preis (da gibt es ja echt teure...), ein anderes die Ästhetik (wenn da Fenster gestaltet sind, stört es mich schon, wenn hinter dem Fensterrahmen genau dieselben Schindeln zu sehen sind wie um das Fenster herum) und die Qualität.


    Aaaber: Die Modelle, die ich hübsch finde, haben bis auf ganz wenige Ausnahmen als Zusatzfiguren (ich spreche nicht von diesen Figürchen, die sich unter dem Kuckuck in einem weiteren Kämmerchen drehen) Männer als Protagonisten. #flop Wenn eine Frau dabei ist, dann ist sie Kellnerin mit Bierhumpen, Ehepartnerin (Oma) oder Heidi. Sogar die Kinder sind fast immer Jungs. Und wen begleiten die Hunde? Richtig, den Mann, der auf die Frau zukommt, die ihn erwartet.


    Hach, irgendwie ist es blöd, wenn einer sowas auffällt. Das kann einem echt den Spaß verleiden und die Auswahl erst recht. Es wird Zeit für mehr weibliche Uhrenbauerinnen...

    Ich habe noch ein wenig Vivas Gedanken zur Wertschätzung der Reproduktionsleistung gewälzt und #crying habe mich daran erinnert, dass ich noch vor wenigen Jahren Diskussionen führte - mit Frauen! #eek - dass es doch verständlich ist, wenn ein Arbeitgeber Frauen weniger Geld zahlt, weil er ja mit einer Frau höhere Risiken eingeht, nämlich dass sie Kinder kriegt.


    Natürlich ist das nun eine Argumentation auf privatwirtschaftlicher Ebene und ich kann es aus Arbeitgebersicht - bei kleineren Unternehmen - tatsächlich auch nachvollziehen, dass es schwierig sein kann, Frauen währender der Elternzeit zu ersetzen etc.


    Aber es zeigt doch, wie weit weg wir noch sind von einer Wertschätzung dieser doch tollen und auch fundamental wichtigen Leistung, die Frauen da erbringen. Sie werden eher als Belastung wahrgenommen denn als Faktor, der zur Erhaltung der gesellschaftlichen Strukturen von immenser Bedeutung ist. Weiter geht es mit dem Empfinden, dass Frauen durch ihre längere Lebenserwartung die Rentenkassen mehr belasten etc. Die Zeiten, wo es bei Versicherungen "Frauentarife" gab, sind ja auch noch nicht lange vorbei. Dass die Frauen länger leben, in ihrer Lebenszeit aber den Großteil der Care-Arbeit übernehmen, sei es bei den Kindern oder den Eltern und ggfs. auch noch den Schwiegereltern, wird dann gerne nicht berechnet.


    Ich habe mich auch wieder an diese Extra-Zahlung für die Rentenversicherung erinnert. Die wurde, so wie ich mich erinnere, irgendwann in den frühen 2000er Jahren eingeführt. Da war ich schon älter als 23 Jahre. Das heißt, offensichtlich haben sie da das Alter nach unten geschraubt, oder? Es hat mich damals aber maßlos geärgert, das zahlen zu müssen. Denn ich wurde ja nie gefragt, warum ich damals kinderlos war. Damals war ich Single und empfand es als Abstrafung dafür, noch nicht den geeigneten Partner zur Familiengründung gefunden zu haben. Und was ist mit Frauen, die gar nicht schwanger werden können? Oder es aus gesundheitlichen Gründen nicht sollen Ich empfand das als Unterstellung, ach so unsolidarisch zu sein. Zurückerhalten habe ich die Beiträge nicht, als ich Kinder bekommen habe. Wäre doch auch mal eine Diskussion wert, oder? Oder möchte der Gesetzgeber mit dieser Maßnahme Leute dazu bringen, mit Anfang 20 eine Familie zu gründen? Das ist doch für viele junge Leute überhaupt kein realistisches Thema. Die sind doch oft noch in Studium, Ausbildung oder haben nicht viel Geld oder halt einfach noch andere Dinge im Kopf.


    Zum Thema Scheidungskinder: Ich habe das als Kind nie so empfinden, dass ich ausgegrenzt worden wäre, obwohl zu der Zeit (70er bis frühe 80er) noch nicht viele Leute im Umfeld geschieden waren. Ich glaube eher, dass meine Mutter das Eine oder Andere diesbezüglich erlebt hat. Was aber auch daher rühren kann, dass sich die Familie damals in religiösen Kreisen bewegt hat.

    Oder aber an mir war schon so vieles anders, dass die Tatsache, dass meine Eltern geschieden waren, nicht mehr interessant war. Die Hänseleien etc. gingen immer mehr in Richtung darauf, dass mein Name z.B. ganz offensichtlich "exotisch" war. Das war schon ziemlich kacke damals, mit einem ungewöhnlichen, für deutsche Ohren fremden Namen gesegnet zu sein.

    Und anstatt dass diese Leistung honoriert wird, werden kinderlose Menschen quasi bestraft, indem sie mehr in die Rentenversicherung einzahlen müssen, wenn sie bis zum 23. Lebensjahr kinderlos sind (Okay, Männer und Frauen, aber trotzdem). Mal im Ernst, auch wenn ich in einem Alter von unter 23 Jahren schon berufstätig gewesen wäre, wäre es nicht unbedingt eine gute Idee gewesen, Kinder zu bekommen (also in meinem Fall, bei anderen Frauen mag das ja anders aussehen). Ich finde, ich hätte eher eine Belohnung dafür erhalten müssen, nicht schwanger geworden zu sein mit einem Partner, der zumindest damals nicht zum Vater getaugt hätte.