Beiträge von nez perce

    Ah, okay, das hatte ich dann falsch verstanden

    nez perce hier war es noch nie so, dass alle Klausuren/Arbeiten vor Weihnachten geschrieben waren.

    Ist aber völlig okay.


    Dadurch sind 2/3 bzw 1/2 der Arbeiten aktuell schon durch.

    Daraus lässt sich auch eine schriftliche Note machen und da das Mündliche hier eh 60% ausmacht, dürfte das keinen sehr großen Unterschied machen.

    Das Problem ist halt, dass es z. B. bei 1 Arbeit in Geschichte die Lehrkraft nicht weiter bringt, wenn in Englisch 2 von 3 Arbeiten geschrieben wurden.

    Ja klar, aber Notenschluss ist sehr bald nach den Ferien, und ganz ehrlich, ich lege insbesondere bei einstündigen Fächern die Klassenarbeiten vor Weihnachten, denn üblicherweise müssen dann SchülerInnen nachschreiben, und wenn es dumm läuft, muss man dann die Nacharbeit der Nacharbeit... erstellen und dann noch vor Notenschluss korrigieren. Das ist mitunter echt aufwändig. Liegt also nicht unbedingt daran, dass die Lehrkräfte mal locker flockig alles vor Weihnachten legen, sondern daran, dass das innerhalb von zwei Wochen oder weniger oft kaum machbar ist.

    Letztes Jahr hat das KuMi (BaWü) irgendwann (wenn auch recht spät, wie üblich) mitgeteilt, dass die Mindestanzahl an Klassenarbeiten unteschritten werden darf. Dieses Jahr kam hierzu keinerlei Aussage. Ist also für niemanden ein Zuckerschlecken gerade und ich störe mich an Formulierungen, die ich hier im Thread schon öfter gelesen haben, die suggerieren, dass die Lehrkräfte jetzt noch auf Teufel komm raus Noten genereiren wollen. Wenn es aber keine Grundlage für Noten gibt, dann beschweren sich sicherlich auch Familien, dass die Noten willkürlich sind, und das ist ja auch verständlich.

    Alles unbefriedigend, für alle Beteiligten.

    Allerdings ist die Zeit zwischen Herbst und Weihnachten nie schön, sie ist immer vollgepackt mit Klassenarbeiten, auch ohne Corona.


    Edit sagt, ich hatte schon Schuljahre, da hatten wir nach den Weihnachtsferien nur ca. eine Woche vor Notenschluss... total ätzend.

    Ich weiss jetzt auch nicht, wie ich meine Arbeit erledigen soll, wenn länger Ferien sind.#hmpf Und schreiben die dann weniger Klassenarbeiten?#confused

    Eher nicht. Es ist ja sehr individuell, welche Klassenarbeiten in den letzten Tagen stattfinden und für manche Fächer ist es die einzige. Die müssten verschoben werden oder kreativ Noten generiert werden. Von "oben" ist da auch nichts gesagt worden, die halten sich da fein raus.

    Mein Mann und ich arbeiten mittlerweile ungefähr gleich viel, ca. 80%. Mein Mann arbeitet bei einem ausgesprochen familienfreundlichen Arbeitgeber, der sogar ein "Eltern-Kind-Büro" eingerichtet hatte, wo man die Kinder mitnehmen konnte, wenn mal Betreuungsnot war. Das wurde mangels Nachfrage wieder abgeschafft, außer meinem Mann hat es fast niemand genutzt (klar, es arbeitet sich weniger effektiv mit ein zwei Kinder dabei, aber immerhin arbeitet es sich...). Er ist auch lange, lange Zeit der einzige Mann in Teilzeit gewesen. Er leistet seit Jahren Überzeugungsarbeit, damit das auch andere Männer machen (allerdings nicht wegen der Kinder, die sind bei denen, mit denen er Berührungspunkte hat, mittlerweile außer Haus oder groß genug oder die haben keine Kinder), einfach weil die sich so stressen (lassen) bei der Arbeit, dass er sagt, wozu tut ihr euch das an, ihr könnt es euch finanziell leisten kürzer zu treten, also macht es doch auch. Ich glaube, einer spielt jetzt tatsächlich mit dem Gedanken.

    Ich verstehe es, wenn Männer voll arbeiten oder nicht in Elternzeit länger gehen als zwei Monate, weil es gerade in der Phase der jungen Elternschaft oft finanziell schwierig ist. Ich finde es aber echt schade, dass sich da nicht noch mehr getan hat gerade bei Leuten wie den Kollegen meines Mannes, die z.T. wirklich gut genug verdienen, um auch in Teilzeit über die Runden zu kommen oder die zusammen mit ihren Frauen genug Einkünfte hätten. Ich denke, da ist immer noch viel Prestigedenken dabei. Männer haben sich über so lange Zeit deutlich mehr über außerhäusige Arbeit definiert als Frauen, dass sie (und die Umwelt) sich damit immer noch schwer tun mit dem Gedanken kürzerzutreten oder gefühlt weniger wichtig zu werden oder durch die Teilzeit eventuell ihre Karriere auszubremsen.

    Ich habe den Artikel nicht gelesen. Aber: ich habe das hier schon vor einigen Jahren geschrieben: Dass ja oft von Männern (und / oder deren Partnerinnen) vorgebracht wird, ihr Arbeitgeber ermögliche es ihnen nicht, zu reduzieren (ich lasse jetzt mal die Frage, inwiefern das rechtmäßig wäre, außen vor). Ich glaube, dass das in ganz vielen Fällen ein vorgeschobener Grund ist und in Wirklichkeit andere Gründe den Ausschlag geben, über die ich natürlich nur spekulieren kann.

    Denn: ich kenne so einige Lehrerpaare, und in allen Fällen, wirklich ohne Ausnahme, war / ist es die Frau, die wegen der Kinder reduziert hat. In KEINEM EINZIGEN Fall der Mann. Das finde ich wirklich erschreckend und frustrierend, auch weil das sogar dann der Fall ist, wenn die Frau aufgrund ihrer Schulart höher eingruppiert ist als der Mann, also eigentlich mehr verdienen müsste. Und insbesondere, wenn man verbeamteter Lehrer ist, kann man recht angstfrei reduzieren, ohne zu befürchten, dass man dann auf Teilzeit festgelegt wird, denn die Beamten haben einen Rechtsanspruch auf ein volles Deputat (dass es zumindest in BaWü aufgrund des eklatanten Lehrermangels derzeit schwieriger wird zu reduzieren, steht auf einem anderen Blatt, aber solange man ein minderjähriges Kind im Haushalt hat, hat man immer noch bessere Karten als jemand, der / die ledig und kinderlos ist).


    Ach, Moment, ein Kollege fällt mir ein, der jetzt in Elternzeit ist (zum zweiten Mal) und wir haben (ihn mitgezählt) insgesamt drei Väter, die mehr als die üblichen zwei Monate genommen haben und / oder zweimal Elternzeit (für dasselbe Kind) genommen haben.. Da tut sich also ein bisschen was. Aber es ist ein langer, steiniger Weg. Und interessanterweise hat nur einer davon eine Lehrerin als Partnerin.

    Ich finde das Ganze so unglaublich mühselig. Unabhängig davon, wie ich es finde, zwei Tage anzuhängen oder nicht (mir ist es mittlerweile eigentlich egal, denn ich habe das Gefühl, gar nicht beurteilen zu können, ob die Maßnahme mehr Nutzen als Kosten bringt), aber ich bin der Diskussionen so leid. Ich beziehe mich dabei auf BaWü. Nun müssen die Schulleitungen wieder überlegen, was sie machen, sich mit anderen Schulen abstimmen, der Personalrat muss ein Auge drauf haben, es gibt Vorschlag a, Vorschlag b, Vorschlag c, wie man das sinnvoll gestalten könnte, für jede Schule ist u.U. ein anderes Vorgehen sinnvoll, je nach Alter der Schülerinnen, Gegebenheiten vor Ort, Situation der Eltern, der Lehrkräfte, der Schule... und ich freue mich darauf, dass das jetzt vielleicht vor jeden Ferien so weitergeht, in denen irgendein Event stattfinden könnte (warum hängen wir nach den Faschingsferien nicht noch Tage an, wegen Karneval und Skifahrerinnen, vor oder nach Ostern usw. und überlegen uns dann, ob wir die gsammelten Tage, die ausgefallen sind, von den Sommerferien abknapsen), verunsichern damit alle Beteiligten, die so Null Planungssicherheit haben bzgl. Kinderbetreuung, Klassenarbeitsterminen, Stoffvermittlung etc. Ferner finde ich die Idee, die 2 Tage jetzt von irgendwelchen Ferien im Frühjahr abzuknapsen mal wieder - unabhängig von der Situation der Eltern - so realitätsfern. An den berulichen Schulen sind da Viele im Dauerkorrekturmodus und froh über jeden einzelnen Ferientag, der ihnen das Korrigieren von Prüfungen (und den KLassenarbeiten, die ja auch noch geschrieben werden) ermöglicht...


    Und im Grunde frage ich mich gerade, ob die ganze Diskussion in der Politik und den Schulen überhaupt nötig ist, denn wer weiß, was bis zum 20. Dezember überhaupt los ist. Vielleicht sind die Schulen dann sowieso schon zu oder auf Wechselmodell umgstiegen.

    Berufliche Schulen nahezu das gesamte Kollegium, manche mit 2 Klassenlehrerschaften.

    Mein eines Kind ist vom Wichteln immer sehr gestresst und ich wäre echt froh, wenn das mit fortschreitenden Alter wegfiele. Da sind immer so viele Erwartungen an sozial erwünschtes Verhalten geknüpft, und wer da aus dem erwarteten Schema fällt ist falsch. Aber das ist OT.

    Blöd bzw. schade wäre es aber, wenn man dann also tatsächlich was Schönes macht und ganz viele zuhause bleiben.


    Es ist einfach eine besch... Zeit.

    In Hessen betrifft es uns nicht, da ohnehin früher Ferien, aber ich kann die Argumente dagegen von casa und Fiawin s Tochter schon gut nachvollziehen. Und sehe auch, dass die Urlaubstageplanung für viele Familien auch nicht mehr einfach umgeschmissen werden kann, viele haben auch gar keine Tage mehr übrig. Es ist eh schon alles unabwägbar genug, da muss man doch nicht mutwillig noch mehr umschmeißen. Ob es sinnvoll ist, an Weihnachten durch die Republik zu reisen, um Verwandte zu besuchen, kann ja jetzt auch noch keiner sagen. Man könnte ja die Schulpflicht für diese beiden Tage auch aussetzen auf Antrag, wenn Familien diese "Vorquarantäne" nutzen müssen. Und für die anderen Kinder zwei schöne Tage mit Filmegucken, Vorlesen und dergleichen machen (die Tage vor den Ferien waren doch immer super, fand ich früher;)). Und nirgendwann anders diese Tage abziehen...

    Ich will nicht nörgeln, aber ich fände es echt bitter zum Fimeschauen kommen zu müssen. Auch ich würde gerne ältere Familienmitglieder treffen. Da stimmt für mich die Verhältnismäßigkeit nicht mehr.

    Und die ganzen quarantänebedingten Nacharbeiten da hinlegen. Für alle Betroffenen wäre dss weniger Stress.

    Speziell Filme schauen ist für mich aber nix Soziales.

    Was das Durchdrücken von Stoff angeht, finde ich nicht, dass das was mit den2 Tagen vor Weihnachten zu tun hat. Allerdings bin ich an einer beruflichen Schule und da fällt durch die vielen Prüfungen eh schon viel aus. Und in manchen Klassen müssen wir Klassenarbeiten in der ganzen Stufe parallel legen. Für mich heißt das, dass mir in einer Klasse 4 Stunden kurz vor meiner eigenen Arbeit wegfallen. Da überlege ich schon, wofür ich die restlichen Stunden verwende oder nicht. FÜR irgendeinen Netflixfilm den ich sowieso vorher angesehen haben sollte, um zu wissen, ob der irgendwie problematisch ist, möchte ich keine Zeit opfern.


    Ein Phänomen ist auch gerne dass sich Schülerinnen beklagen, wenn man keinen Film schaut, andererseits aber sagen, dass ihnen Filmschauen auf den Keks geht.

    Dann sehe ich auch einen Unterschied, ob man Klassenlehrerin ist oder z. B. nur 2 bis 2 Stunden in der Klasse.

    Allerdings sind unsere Schülerinnen nicht mehr klein.

    Disclaimer: das heißt nicht dass ich nie was Nettes mache, aber nicht inflationär vor allen Ferien,also Weihnachten, Winter, Ostern, Pfingsten und Sommer.

    Im konkreten Fall fände ich es - BW - tatsächlich besser, wenn das KM entscheiden würde, ob die Weihnachtsferien verlängert werden oder nicht. Denn jetzt ist die Entscheidung mal wieder an die Schulleitungen - die ja offiziell noch von gar nichts wissen - abgedrückt, und egal, wie die entscheiden, sie können es nur falsch machen und ziehen den ganzen Unmut auf sich. Das KM sollte da einfach den Mumm haben zu sagen, hopp oder topp. Aber die wollen halt vor den Eltern toll dastehen und deshalb kommt da nur sowas Butterweiches raus, das den schwarzen Peter den nachgeordneten Stellen zuschiebt.