Beiträge von nez perce

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    Liebe Ärztinnen-, Apothekerinnen- und sonstige Gesundheitsexpertinnen-Raben,


    ich habe das große Glück, in ein paar Tagen die erste Impfung gegen Corona zu erhalten.

    Nun haben im Kollegen- und erweiterten Bekanntenkreis schon etliche Leute berichtet, am selben und / oder nächsten Tag Höllenkopfschmerzen oder Fieber und / oder Schüttelfrost bekommen zu haben.


    Ich möchte also für den Fall der Fälle vorbereitet sein, auch weil die Impfung am Wochenende ist. Ist es grundsätzlich egal, mit welchem Wirkstoff ich da rangehe?

    Bei mir persönlich wirkt gegen Kopfschmerzen Ibuprofen am besten, gäbe es da Argumente dagegen?


    Danke schon einmal für eure Hinweise!

    #danke

    #kreischen


    LG,

    Anne

    Gruselig.

    Dass die Töchter in der Nähe bleiben, mehr als die Söhne, ist mir noch nicht so aufgefallen. Vielleicht hat das auch was mit dem gewählten Beruf zu tun.

    In meiner Familie waren es eher die Töchter, die sogar ins weit entfernte Ausland zogen.

    Mich würde wirklich interessieren, wie diese 2 Welten zustandekommen. Ich wohne hier in einer großen Kreisstadt in Ba-Wü, in der sicherlich viele konservative Menschen leben. Aber ich frage mich, wie es kommt, dass ich hier nie das Gefühl hatte, mich für mein Lebensmodell rechtfertigen zu müssen. Vielleicht habe ich aber auch einfach mit den "richtigen" Leuten Kontakt? Keine Ahnung. Ich kenne durchaus auch die Mütter, die in der Grundschule meines Großen aktiv waren und die in meinen Augen ganz gruselige Einstellungen haben. Das ist dann aber ein ganzes Paket aus irgendwelchen in meinen Augen kruden Vorstellungen, wie eine gute Mutter zu sein hat, Herumscharwenzeln um den (damaligen) Rektor, merkwürdigen Einstellungen Ausländern gegenüber und einer genderkackigen Einstellung. Die Berührungspunkte hatte ich ein paar Jahre lang in der Musikschule, und ich fand es gruselig. Ich habe auch viele Kolleginnen, die durchaus das traditionelle Modell fahren mit Stundenreduktion, während die Männer dann Karriere machen trotz Kinder. Aber ich habe nicht das Gefühl, dass die ihrerseits Frauen, die sich anders entscheiden, dafür verdammen oder bemitleiden oder so. Aber natürlich weiß ich nicht, wie die reden, wenn ich nicht dabei bin.


    Langer Rede kurzer Sinn: es scheint nicht nur etwas mit Stadt-Land zu tun zu haben, wie die Einstellungen sind. Aber womit dann?


    Ich finde, wir Frauen haben es in mehrfacher Hinsicht echt schwer. Es werden so viele Erwartungen an uns gerichtet. Wir müssen im Job gut sein und in der Familie. Wir haben immer noch den Großteil des mental loads zu tragen. Wir sind die Ansprechpartnerinnen für Familienangehörige, die Ideen für Weihnachtsgeschenke suchen... und manchmal habe ich den Eindruck, entweder sind in Bezug auf die Kinder die Ansprüche gewachsen oder manche Frauen wollen da noch perfekter sein, weil sie vielleicht ein schlechtes Gewissen haben. Den Eindruck habe ich z.B. schon gehabt, wenn ich perfekt gerichtete und superkreative Vesperdoseninhalte anderer Familien gesehen habe. Ich hätte dafür neben der Arbeit überhaupt keinen Nerv und ich kann mich aus meiner Kindheit nicht erinnern, dass das üblich gewesen wäre, obwohl die Mütter da ja theoretisch mehr Zeit gehabt haben müssten.


    Hinzu kommt, dass wir bildungsmäßig besser aufgestellt sind als früher, und da geht es mir oft so: Ich arbeite mehr als ich vielleicht müsste, um in der Gegenwart gut zu leben, aber ich möchte auf keinen Fall im Falle einer Scheidung abhängig vom Goodwill meines Mannes sein und später in die Altersarmut rutschen. Klar, mein Lebensstandard würde massiv sinken und meine Rente wird ohnehin nicht berauschend sein. Aber ich arbeite jeden Tag daran, dass das besser wird. Ich habe halt recht spät angefangen zu arbeiten. So lange ich das kräftemäßig und gesundheitlich packe, mache ich es so. Aber oft kam mir schon der Gedanke: "Warum tu ich mir das eigentlich an? Vielleicht hatte es die Generation unserer Mütter - wenn man die ökonomische Abhängigkeit vom Mann ausklammert- angenehmer als wir, weil sie sich eben nicht ständig zerrieben haben zwischen allen Ansprüchen?" Hinzu kommt ja, dass damals von den Frauen nach einer Scheidung nicht gefordert wurde, baldmöglichst wieder zu arbeiten, weil sie ja schön unabhängig vom Mann sein sollen, auch wenn vorher das Lebensmodell anders ausgerichtet war.

    Aber dann denke ich eben, ich würde nicht zuhause bleiben wollen, weil ich eben studiert habe (alternativ kann man hier "Ausbildung gemacht habe" einsetzen) und es zum einen als Verschwendung ansehen würde, dann zuhause zu bleiben, andererseits es mich nicht erfüllt.


    Andere Frauen mögen das anders sehen und sich bewusst dafür entscheiden, als Hausfrau zu arbeiten. Das finde ich keinen Grund sich rechtfertigen zu müssen, hoffe aber, dass die sich im Einvernehmen mit dem Mann so absichern (lassen), dass sie im Falle einer Trennung oder Tod des Mannes nicht total im Regen stehen.

    VivaLaVida ich finde das nicht blöd, ich störe mich nur an dem Eindruck, dass die DDR als die positive Blaupause fungiert, während die BRD rückständig war. Aber möglicherweise täuscht mein Eindruck ja, in einem Forum, in dem man nur lesen kann, wirkt manches anders als es in einem face to face Gespräch rüberkäme.


    Ich komme aus einer Familie , in der die Frauen mindestens seit meiner Großmutter (Deutsche Seite) berufstätig waren. Vielleicht nicht immer aus eigenem Wunsch, aber sie waren es. Kinderbetreuung war natürlich nicht so gut ausgebaut wie in der DDR.


    Für mich persönlich lässt sich da aber weniger etwas ableiten über die Emanzipation der einzelnen Frauen als über das gewünschte Rollenbild. Welches übrigens in der BRD deutlich stärker von den Kirchen mitgeprägt wurde. Die haben nach wie vor in meinen Augen immer noch zu viel Einfluss, Deutschland ist weit weg davon ein laizistischer Staat zu sein.

    Ich möchte den Strang nicht sprengen und ich hör auch gleich auf. Ich habe aber ein Problem damit, wenn durch deine Einwürfe, VivaLaVida bei mir der Eindruck entsteht, dass das Gesellschaftsmodell der DDR so Menschen freundlich und nett gewesen sei, während in der BRD der Kapitalismus gehütet hätte.

    Ich kann verstehen, dass es verletzend ist, quasi sein ganzes Erwachsenenleben suggeriert zu bekommen, dass alles, was man in der DDR ge- und erlebt hat, falsche war und finde das auch wirklich traurig. Umgekehrt verletzen mich in dem Zusammenhang aber auch so manche Kommentare über die BRD (obwohl ich die durchaus kritisch gesehen habe) und würde mir hier manchmal beiderseits mehr Achtsamkeit wünschen.

    VivaLaVida , danke für den Link, der ist wirklich interessant!

    Allerdings - auch wenn er bundesdeutsch ist - und ich bin die Letzte, die der Meinung ist, dass das per se schon ein Gütekriterium ist - so bin ich mir nicht sicher, ob ich die Heinrich-Böll-Stiftung hier als neutral einstufen würde. Von der politischen Orientierung sind die (auch wenn die Grünen m.E. schon längst ganz schön bürgerlich und konservativ geworden sind) ja durchaus links von der Mitte zu verorten und haben sich ja gerade Gendergerechtigkeit und Co als Wert auf die Fahnen geschrieben.


    Was mich persönlich oft hier im Forum stört ist, dass auf vieles in der ehemaligen DDR mit einer gewissen Nostalgie zurückgeblickt wird und "der Westen" doch recht pauschal als rückständig, was die Emanzipation etc. angeht, herabgewertet wird.

    Ich habe nicht in der DDR gelebt und kann deshalb natürlich nicht wirklich beurteilen, wie das war. Ich bin aber in der BRD groß geworden und wehre mich dagegen, dass die so pauschal als piefig und unemanzipiert dargestellt wird. Und wer nicht in der BRD aufgewachsen ist, kann das wahrscheinlich ebenso wenig beurteilen wie ich im umgekehrten Fall.

    Meine Erfahrungen beschränken sich auf die Eindrücke, die ich durch eine langjährige Brieffreundschaft hatte (eine christliche Familie, die durch ihr Christentum in diesem Staat angeeckt sind) und durch eine Klassenfahrt in der 10. oder 11. Klasse, die mit ein paar wirklich traumatischen Erfahrungen verbunden war (ist mir hier zu öffentlich), bei mir aber tatsächlich mit dem intensiven Eindruck hinterlassen haben, dass die Menschen dort im Grunde gefangen sind (wir hatten verbotenerweise Kontakt mit Jugendlichen dort geknüpft und das flog auf). Ich empfand es als ausgesprochen zynisch, dass am Tag, nachdem unsere Kontakte aufgeflogen waren (und das ganze darauffolgende Procedere hat uns echt massiv eingeschüchtert) der 1. Mai mit großem Pomp und Trara begangen wurde.

    Mir ist bewusst, dass das nicht alles war, was die DDR ausgemacht hat, und ich fand die Art und Weise, wie die Wiedervereinigung inklusive Währungsunion, stattfand, furchtbar. Einerseits wegen des unsäglichen Umgangs mit den Menschen aus den neuen Bundesländern und deren Biographien, der unglaublich arroganten Trabi- und Bananenwitze, die dann kursierten, andererseits auch wegen der vertanen Chancen, die Dinge aus der DDR zu übernehmen oder wenigstens mal genauer anzuschauen, die gut waren. Dazu gehörte für mich z.B. die Kinderbetreuung.


    Heute sehe ich gerade die Kinderbetreuung übrigens kritischer. Ich bin sehr froh, dass es hier nicht mehr so ist wie zu meinen Kindergartenzeiten, wo der Kindergarten über Mittag zu hatte. Und es liegt vieles im Argen. Ich sehe aber auch, dass die Ausweitung der Kinderbetreuung ganz stark verbunden ist mit dem Anspruch an die Familien, möglichst schnell möglichst umfangreich in die Erwerbsarbeit zu gehen, wenn Kinder da sind. Und ich unterstelle, dass die Motive nicht sind, die Frau an sich zu fördern, sondern dem Arbeitsmarkt Arbeitskräfte zuzuführen - und das wird m.E. in der DDR ähnlich gewesen sein. Und viele Familien brauchen ja beide Löhne / Gehälter, da ist es mit der Selbstverwirklichung nicht weit her. Für die Kinder ist das z.T. ein irrer Stress. Ich persönlich habe mir da früher naiverweise auch einiges anders vorgestellt, ich wollte mein erstes Kind in eine Krippe geben und das dann gleich möglichst lange. Zum Glück wurden wir gut beraten (der Arbeitgeber meines Mannes finanzierte so eine Art Vermittlungsstelle) und entschieden uns für eine Tagesmutter (was für meinen Sohn aufgrund des familiäreren Ambientes die richtige Entscheidung war), und es war dann irgendwann auch klar, als das Kind ins Kindergartenalter kam, dass er einem ganzen Tag im Kindergarten psychisch nicht gewachsen sein würde. Ich bin sehr dankbar, dass wir als Familie die Möglichkeit haten, das mit kürzeren Kindergartenzeiten zu lösen, auch wenn das streckenweise wirklich sehr fordernd und auch z.T. teuer war. Und später dann in der Grundschule natürlich genauso. Und deshalb sehe ich auch den Ausbau der Ganztagesschulen kritisch, insbesondere das Modell in Ba-Wü. Nicht alle Menschen sind dafür gemacht, von klein auf den ganzen Tag in Gruppen zu sein, und insofern sollte hier unbedingt eine Wahlmöglichkeit bestehen.


    Im Kapitalismus besteht die nicht immer, weil es am Geld hakt.

    In der DDR bestand die nicht, weil es nicht erwünscht war.

    Beides ist schlecht.


    Ich bin abgeschweift. Was ich eigentlich sagen will ist, dass natürlich nicht alles in der DDR schlecht war. Aber wie jemand schon sagte, es war ein Unrechtsstaat; wer ihn verlassen wollte, musste mit dem Tod rechnen und damit, dass seine oder ihre Familie gemobbt wurde. Und auch die DDR war in ausbeuterische internationale Strukturen verwickelt, das ist nicht die Exklusivstellung der kapitalistischen Länder ebenso wenig wie die Umweltzerstörung. Ich würde mir manchmal wünschen, dass der Blick auf beide deutsche Staaten nüchterner erfolgen könnte.


    Meine Eltern haben sich übrigens in den 70ern scheiden lassen und ich kam infolgedessen nach Deutschland. Da war es immer noch ungewöhnlich, ein Scheidungskind zu sein. Ich habe aber nicht gemerkt, dass ich da irgendwie diskriminiert worden wäre (die Diskriminierung erfolgte wegen anderer Dinge wie z.B. meinem Namen...). Das war in Ba-Wü in einer Großstadt. Meine Mutter hat dann später in NRW in einer sehr konservativ-katholischen Gegend gewohnt, in der es ein Problem war, dass sie erneut geheiratet hatte. Und das war in den 80ern, also deutlich später. "Die" BRD gab es also ebenso wenig wie es "die" USA gibt oder wahrscheinlich "die" DDR.

    Schon allein die in der DDR sehr viel höheren Scheidungszahlen sind meines Erachtens ein Indiz für die größere Unabhängigkeit von Frauen in der DDR. Zumindest wirtschaftlich.

    in den 80er Jahren waren in der DDR über 90% aller Frauen berufstätig.


    Und ja, das hatte natürlich auch wirtschaftliche und politische Gründe, wie alles, was sich im Westen auch abspielt. #rolleyes

    Ich empfinde es halt oft so als sei die DDR im Kopf vieler Menschen der Hort der Emanzipation und im Westen alles rückständig und schlecht.

    Gab es da nicht einen Haushaltstag für Frauen? Das relativiert für mich halt Vieles in Bezugauf die Errungenschaften der Berufstätigkeit von Frauen. Und ob jede Kranführerin unbedingteine werdenwollte, wissenwirauch nicht.


    Interessant wären für mich auch Zahlen zum Anteil von Frauen in gewichtigen Entscheidungspositionen.

    Mir fällt in der Politik jetzt nur Margot Honecker ein. Aber da bin ich vielleicht auch einfach nicht informiert genug.

    Meiner ehemalige Hautärztin war das wichtig, mit der Begründung, sie habe immerhin sehr viel Zeit etc. in den Titel investiert.

    Mir würde das jetzt nicht unbedingt entsprechen, aber ich kann es nachvollziehen, wenn das jemand so sieht und finde es dann auch nicht schlimm, ihn oder sie mit dem Titel anzusprechen.


    Klar, wenn jemand durch und durch arrogant / doof ist, dann ergibt sich damit insgesamt ein komisches Bild.

    Nebelung, danke, du fasst gut in Worte, was ich empfinde.


    Und nein, das ist nicht Frust meinerseits aus meinem Berufsleben, ich bin gerade nach einem Wochenende, an dem ich mir eine Auszeit von Schule gegönnt habe, recht entspannt und kann derzeit vieles wohlwollender betrachten als sonst. Sogar den dämlichen Kommentar in der FAS, den sie heute im Dlf brachten, der irgendwas von "verschlafenen Schulen" geschrieben hat. #cool

    Ich glaube aber, gegen patriarchale Strukturen würde dein (fiktives) Vorgehen, Shevek, auch nicht helfen, sondern aufgrund der Vielzahl der Beteiligten am bürokratischen Prozess verpuffen und allenfalls nur nerven (schlimmstenfalls den Sexismus noch befördern, weil man dann in die Schublade "Zicke" einsortiert würde).


    Und ich denke, so unterschiedlich ist die Kommunikation nicht unbedingt, je nachdem ob Kinder oder Erwachsene die Adressatinnen sind. Sogar im Strafrecht meint man doch, dass Urteile möglichst zeitnah erfolgen sollen, damit der Straftaten oder die Straftaten noch einen Bezug zur Tat herstellt. Da sind Erwachsene doch nicht viel anders gestrickt als Kinder.


    Manchmal hat man in der Situation eine lange Leitung. Aber wenn es in dem Moment nicht klappt, der Angestellten direkt oder ein paar Minuten später der Ärztin Bescheid zu sagen, dass das jetzt nicht so toll war, kann man es ja noch beim nächsten Termin Rückmeldung. Wenn es einem dann noch wichtig genug ist.


    Absichtliche Falschangaben bestrafen m. E. die falschen Personen, nämlich diejenigen, die, intern oder extern, die Buchführung und Abrechnung machen, die hierdurch Mehraufwand hätten, aber mit dem Stein des Anstoßes nichts zu tun hatten

    Ich bewundere die Sprechstundenhilfen immer wieder dafür, wie ruhig sie bleiben obwohl es wirklich immer wieder Patientinnen gibt, die auf Krawall gebürstet sind.


    Und mir ginge es ähnlich wie tulan, das von dir, Shevek vorgeschlagene Verfahren würde ich als äußerst unsympathisch empfinden. Müsste ich ja, da offenbar kein Gespräch stattfände, das mir helfen könnte, das einzusortieren. Jede von uns geht dann von Vorankommen aus. Du ja auch, du unterstellst ja auch, dass die Sprechstundenhilfe irgendwie blöd ist.


    Hinzu kommt, dass wohl niemand im realen Ablauf auf die Idee käme, dass das was mit der Genderkacke am Tresen zu tun hatte. Die Buchhaltung oder der Eintreiber war ja nicht dabei. Dann doch lieber gleich sagen: "Wieso glauben Sie, dass die Kinder bei meinem Mann mitversichert sind?"

    Wenn das Thema für den Patienten oder die Patientin wichtig ist, wird es nicht weniger wichtig, weil die Praxis so schlecht organisiert ist, dass sich eine Warteschlange bildet.

    Mir ging es gar nicht darum, etwas herunterzuschlucken, was einem wichtig ist. Mir ging es um die Art der Ansprache und den Umgang damit. Und da fände ich ein "oh, weibliche Versicherungsnehmer sind hier gar nicht vorgesehen? Das ist ja vorsintflutlich!" besser und zielführender als irgendwelche Spitzfindigkeiten, um der Praxis später eins reinzuwürgen. Die Abrechnungen sind nämlich so schon kompliziert genug. Käme das in meiner Praxis so vor, würde ich der Person wohl als erstes querulatorische Züge andichten - und erst sehr viel später im Nachgang darüber nachdenken, ob da was Berechtigtes dahinter war. Und davon hat doch nun niemand was?

    So sehe ich das aus. Was bringt es, der Praxis eins reinzuwürgen, wenn es vielleicht nur die eine doofe Sprechstundenhilfe ist, die so drauf ist? Und es heißt doch immer, Konsequenzen sollten zeitnah erfolgen. Die Angestellte bringt das doch gar nicht mehr mit ihrem Verhalten in Verbindung, wenn es 4 Wochen später Probleme mit der Abrechnung gibt. Das ist doch nicht zielführend.

    Ansonsten finde ich, sollte janos hier nicht ihre eigene Erfahrung aus der Praxis abgesprochen werden.