Beiträge von nez perce

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    Als ob sie über einen Hund gesprochen hatte.

    Das war auch mein erster Gedanke.


    Ich bin aber auch aus Süddeutschland.

    Dito.


    Unabhängig vom Inhalt empfinde ich rein sprachlich das "da" als irritierend. Zum einen weil "da" kein Wort ist, das für eine Person angewendet wird, eher für Orte, und somit den Menschen "verdinglicht", zum anderen, weil es bei mir die Assoziation "der da" oder "die da" weckt, die je nach Kontext wenig freundlich bis abwertend gemeint sein kann. Auch wenn das nicht böse gemeint war, so schwingt das alles im Empfängerohr doch mit, beabsichtigt oder nicht.

    Könnt ihr mich mal unterstützen? Heute wurde in einer whatsapp-Gruppe folgender Artikel geteilt:

    Wir gendern schon immer


    Ich finde den total schlecht, und typischerweise sagt mal wieder ein Mann, dass sich wohl kaum eine Frau diskriminiert fühlen wird, wenn... (das ärgert mich unabhängig vom Artikel auch wieder, woher will der das denn wissen?)


    Es ist eine Lehrer-Gruppe, und die LehrerInnen werden ausdrücklich im Artikel benannt.


    Ich würde gerne irgendwie rüberbringen, dass ich den Artikel Kacke finde, fürchte aber, dass die üblichen Aggro-Vertreter der Position "Die Frauen sollen sich nicht so haben, das generische Maskulinum ist voll okay" einsteigen und das Ganze doof wird. Der Kollege, der den Link geteilt hat, ist eigentlich ein Netter, mir geht es also nicht darum, ihn irgendwie bloßzustellen, ganz im Gegenteil.


    Ein Gedanke, der mir kam war, die Seite "geschickt-gendern" einzufügen.

    Intuitiv finde ich die Argumentation des Autors recht wild, könnt ihr mir mal helfen, den Daumen draufzulegen?


    Er vertritt u.a. die Meinung (wenn ich es richtig verstanden habe), dass in der Sprache doch schon immer gegendert wird, indem es Familienbezeichnungen wie Bruder und Schwester gibt, die komplett unterschiedlich sind.

    Er meint, dass wenn im Flugzeug gebeten wird, dass ein anwesender Arzt bitte helfen soll bei einem Notfall, die Ärztinnen sich mit angesprochen fühlen, da es keine Ausbildung "Ärztin" gibt, umgekehrt sich die Männer aber bei der femininen Formulierung nicht angesprochen fühlen würden.


    Ach so, im Englischen sei es ja viel einfacher, weil es nur einen Artikel gibt. Naja, aber es gibt doch extra weibliche Berufsbezeichnungen wie "actress"?


    Er sagt auch, dass das Wort "Lehrerin" eigentlich unlogisch ist und männlich und weiblich zugleich wäre. Hier steige ich ehrlich gesagt aus.


    Muss aufhören, sorry für den abrupten Schluss...

    Unabhängig von der Frage, ob man anderen Frauen reinreden sollte, sehe ich das im Leistungssport skeptisch mit der ärztlichen Betreuung. Da geht es doch häufig mehr um Leistungssteigerung statt um die Interessen der Sportlerinnen.

    Mir ist auch der Gedanke gekommen, dass die sexuelle Anziehungskraft der Brust kulturell geprägt ist, da es Völker gibt, bei denen nackte Frauenoberkörper "normal" sind.

    Interessant war die Aussage eines Iraners, die ich einmal las, leider weiß ich nicht mehr, in welchem Buch oder Artikel das war. Er erzählte von der Revolution im Iran und den darauf folgenden scharfen Kleiderordnungen für Frauen, die von der "Kleiderpolizei" gemobbt wurden, wenn man auch nur ein Handgelenk sah. Er meinte, dass ein Handgelenk vor der Revolution keine Bedeutung für ihn hatte. Nachdem weibliche Handgelenke aber jahrelang den Blicken entzogen wurden, erregte es ihn tatsächlich, wenn er mal eines sah. Im Sinne von "Ein Handgelenk!!!! Wie sexy!".


    Insofern frage ich mich, ob die Vorstellung, dass nackte Frauenkörper in Zukunft noch mehr missbraucht würden in der Öffentlichkeit (Stichwort Fußball), wenn sie im Alltag präsenter wären, richtig ist oder ob der Reiz nicht einfach abflauen würde. Oft ist ja auch die Vorstellung erotischer als der tatsächliche Busen, wenn er von BHs und Oberteilen befreit ist, die stützen, eine gewollte Form reinbringen und die Vorzüge der Frau zur Geltung bringen.


    Leider bin ich nicht mutig genug zum Oben-Ohne-Baden, obwohl ich es auch schon immer ungerecht fand, dass Männer das einfach so tun können bzw. an den unpassendsten Orten (außer vielleicht Kirchen etc.) oben ohne rumlaufen. Aber ich tu mir schon schwer, hier vor Ort baden zu gehen, weil ich nicht auf meine SchülerInnen treffen möchte. Oben ohne auf sie zu treffen wäre nochmal ein anderes Kaliber für mich.


    edit: Ich bin ein Kind der 70er und auch damals wurden schon Bikinis verkauft. Ich hatte auch einen, da war ich, glaube ich, noch nicht in der Schule, und danach hatte ich auch Bikinis und Badeanzüge. Ich weiß nicht, ob es der spezielle Umgang meiner Familie damit war oder ob das repräsentativ für die Zeit war, aber ich erinnere das als völlig entspannt. Ich fand mein Oberteil cool (das haben nur Frauen), aber oft hatte ich es dann wohl doch nicht an, sondern nur die dazugehörige Hose. Das hat keinen Menschen gestört und ich bin mindestens meine gesamte Grundschulzeit z.T. nackt am See oder im Freibad gewesen (nicht die ganze Zeit aber halt mal während die Sachen getrocknet haben oder so. Auch hier kann ich mich nicht an komische Reaktionen erinnern.

    Ich habe bei der Angelegenheit ein blödes Bauchgrummeln, das ich gar nicht recht begründen kann.

    Vielleicht liegt es daran, dass ich ein angeleuchtetes Stadion tatsächlich scheinheilig fände? Nicht nur die UEFA, auch das IOC veranstalten ihre Großevents doch ständig in Ländern, in denen Menschenrechte keine S. interessieren und dieses Narrativ vom per se doch ach so unpolitischen Sport kennen wir ja schon zur Genüge vom IOC, man denke z.B. an Peking 2008. Man könne ja keinen Einfluss auf die Gesetze in den betreffenden Ländern nehmen. Klar, aber man muss ja dann nicht unbedingt in solchen Ländern seine Spiele stattfinden lassen...


    Was die Kirche angeht, so ist auch bei mir da was angetickert worden. Seit Monaten bekennen sich Gemeinden dafür, dass auch homosexuelle Paarheiraten dürfen sollen, indem sie Regenbogenfarben vor der Kirche, im Facebookstatus etc. haben. Mich kratzt das an, weil ich dann immer denke, ach wären die doch auch so engagiert, was die Frauenrechte, aka Priesterinnenweihe angeht. Ganz bösartig unterstelle ich dann immer wieder, dass (steckt ja schon im Grunde im Wort HOMOsexualität, homo = MANN, Mensch) Frauen halt "noch weniger wert sind" als Homosexuelle, denn da denkt der Mainstream und v.a. die Kirche wohl vorrangig an Männer, und so mysogyn wie diese Institution drauf ist, sind ihnen Schwule sicher lieber als Frauen (Disclaimer: ich will damit nicht sagen, das Frauen mehr wert sind als Schwule...).


    Nun ja, wie auch immer. Zurück zum Thema. Wegen mir muss sich kein Stadion in den Regenbogenfarben anstrahlen. Für mich ist das auch ein "Buntwashing" oder wie auch immer man das nennen darf oder das Mitreiten auf irgendeiner eher emotionalen Welle. Ich fände es überzeugender, wenn sich die Sportvereine, die Veranstalter, was auch immer, das ganze Jahr über zum Thema äußern würden, offensiv für Toleranz eintreten würden (so wie gegen Drogen oder gegen Rassismus, da gab es ja auch Kampagnen) und versuchen würden, zu einer Stimmung beizutragen, die es ihren SportlerInnen erleichtern würde, sich zu outen. Nein, nicht zu outen, sondern ihre sexuelle Orientierung gar nicht groß zum Thema zu machen, sondern ganz selbstverständlich leben zu können, ohne blöde Kommentare oder Probleme zu bekommen.

    #kerze

    Ja, fast 75 Jahre verheiratet und die Queen ist schon seit 70 Jahren Königin, oder? Wahnsinn, was die alles gesehen und erlebt haben.

    Ich weiß nicht viel über Philipp, also wie er so als Mensch war, ich verfolge die Nachrichten vom Königshaus nicht so. Aber für Elizabeth und seine Kinder muss das hart sein, auch wenn es absehbar war und auch wenn das Verhältnis (insbesondere in den Strukturen des Königshauses) möglicherweise nicht immer einfach gewesen sein mag.

    Ah, okay, dann ist es natürlich schwierig, das Kind entscheiden zu lassen.

    Was das Slter der Lehrkräfte angeht, so denke ich, ist ein häufiges Vorurteil, junge seien besser. Ich persönlich würde sagen, es ist gut, wenn das Alter durchmischt ist, so kann das Kind unterschiedliche Erfahrungen machen und sowohl ältere als auch jüngere Lehrkräfte haben ihre Vorzüge und Nachteile.