Beiträge von mangobaum

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    Tochter ist frischgebackenes DLRG-Mitglied. Sie kommt mit einer Einladung vom Schwimmtraining .

    Ich: das ist eine Einladung zum Laternebasteln und -laufen.

    Sie (mit grossen Augen): Was? Im Wasser?

    Sohn (11) ist Experte in griechischer Mythologie und Götter- und Heldensagen und kann sich stundenlang über den noch hinterletzten Gott auslassen.


    Heute hatten sie Odysseus in Deutsch. Er durfte das dann erzählen, verlegte sich aber klugerweise darauf, es doch etwas zusammenfassen und zu kürzen.


    Das erzählt er abends beim Essen.

    Dann sagt er: "Vielleicht mache ich einen Film für meine Deutschlehrerin und erzähle noch mal die ganze Geschichte. Als unedited director's cut."



    (Genau, und das schicken wir ihr dann über die Lernplattform. Ich kann mir das Gesicht der Lehrerin so gut vorstellen.)

    Aber ich stelle es dauernd fest: es wird überhaupt nicht organisiert und zwischen verschiedenen Ebenen koordiniert. Es ist mit völlig schleierhaft. Kein Betrieb könnte sich das leisten, aber in den öffentlichen Bereichen läuft es genau so wie mit dem Urlaubs-Programm. Es tut mir echt leid für alle Enttäuschten hier. Mit etwas Glück stocken sie vielleicht wenigstens noch die Kontingente auf

    Das ganze ist einfach wirklich furchtbar ärgerlich. Aber einfach fast alles um dieses eilig aus dem Boden gestampfte Corona-Aufholpaket. Es gibt bei uns jetzt ein Programm, wo Schulen spontan ein FSJ über das Programm haben können und anstatt der 100 fürs ganze Bundesland haben sich doch jetzt glattweg 1.000 Schulen angemeldet und nun ändert man einfach mal eben die Bedingungen, erhöht den Eigenmittelanteil, womit vor allem kleine Schulen wieder raus sind, weil sie es sich nicht leisten können (und weil es ja in kleinen Schulen keine Kinder gibt, die besondere Bedarfe haben...) und legt noch andere absurde Kriterien fest.


    Das einzige, was bisher reibungslos funktioniert hat, war die Anmeldung zu Kinderfreizeiten der DJH. Aber da wurde ja auch nichts weiter abgefragt außer dem Alter.


    Deutsche Bürokratie, echt.

    In dem Rad drehe ich mich auch gerade. Und wir könnten den FSJler einfach gerade jetzt brauchen und nicht irgendwann nach Förderzusage. Also es ist überhaupt nicht zyklisch aufgesetzt. Ich erlebe gerade überall entweder Förderprogramme in denen man quasi schon gebaut haben soll um dann den Zuschlag zu bekommen bzw bei denen die Regeln viel zu spät rauskommen oder komplett überregulierte Programme. Z.B: Schicken Sie uns bitte eine Word Datei mit Antwort auf 15 Fragen. Wunderbar, Sie haben jetzt die Zusage, dass sie sich bewerben dürfen. Ach, das war noch nicht die Bewerbung? Nein, das war die Bewerbung für die Möglichkeit sich zu bewerben. Und bevor Sie uns jetzt den Antrag schicken, braucht es aber noch ein Gespräch mit x Beteiligten. Dafür schicken Sie uns jetzt die 15 Fragen vom Anfang noch mal in einer leicht veränderten Fassung von jetzt 11 Fragen, dieses Mal aber bitte als Powerpoint Präsentation. Und wenn das rum ist, dann können Sie den Antrag mit 13 Fragen in unserem Vordruck ausfüllen. Besonderen Wert legen wir auf die Wandfarbe. Bitte erläutern Sie Ihr Farbkonzept. ... Whaaaat?

    Morgens 6.45Uhr (Schule beginnt 7.45Uhr):

    Mama, ich glaube wir müssen das Wildblumen-Herbarium doch schon heute abgeben...


    Mutter kramt die getrockneten Blumen aus den Buchdeckeln (immerhin! Die hatten wir schon) und schmeißt den Laptop zur Recherche der lateinischen Namen an, Kind legt mit dem Kleber los.

    #dance

    Nur so macht das Leben doch Spaß! Das sind Geschichten die gepflegt werden wollen für die Enkel.

    Ganz ehrlich: wenn ich da so ein Expat wäre, vielleicht noch nicht mal direkt in Kabul, dann ein oder zwei Tage zu spät mitbekomme, welche Dynamik das schon bekommen hat. Wo melde ich mich denn da? - Klar, erst mal bei der Botschaft. Aber wenn da schon Chaos herrscht, niemand mehr abnimmt oder mein Name nicht sinnvoll weitergegeben wird und ich mich innerhalb eines Landes dann auch erst noch Richtung Kabul bewegen muss

    Ich weiss ja nicht, was du fuer Erfahrungen mit deutschen Botschaften gemacht hast, aber ich wuerde mich ganz bestimmt nicht darauf verlassen, dass mir geholfen wird. Nicht hier in Australien und schon gar nicht in Afghanistan. Die Deutschen waren doch hauptsaechlich im Norden des Landes stationiert. Usbeskistan oder Tadschikistan waeren da deutlich naeher als Kabul. #weissnicht

    Eigentlich wollte ich ausdrücken, dass ich mich nicht auf die Botschaft verlassen würde. Die Botschaft war doch in diesem Fall auch schon früh nicht mehr erreichbar und richtig handlungsfähig. Sobald die Option aber ausfällt, wohin soll man sich wenden? Wie macht man auf sich aufmerksam? Ich wollte nur den Vorwurf warum sich viele Deutsche vor Ort spät gemeldet haben in eine Perspektive setzen.

    Aber es haben doch in diversen Interviews Leute immer wieder erzählt, dass sie versucht haben, das AA oder die Botschaft zu erreichen und nirgends durchkamen.

    Ganz ehrlich: wenn ich da so ein Expat wäre, vielleicht noch nicht mal direkt in Kabul, dann ein oder zwei Tage zu spät mitbekomme, welche Dynamik das schon bekommen hat. Wo melde ich mich denn da? - Klar, erst mal bei der Botschaft. Aber wenn da schon Chaos herrscht, niemand mehr abnimmt oder mein Name nicht sinnvoll weitergegeben wird und ich mich innerhalb eines Landes dann auch erst noch Richtung Kabul bewegen muss - also ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es nicht nur an den Leuten selbst liegt. Ich wüsste nach der Botschaft gar nicht, wohin ich mich dann wenden soll.

    Wir fahren in den Urlaub. Die 6jährige fragt interessiert nach den Geschwindigkeitsbegrenzungen. Meine Schwester scherzt rum, dass bei einem Aufgehoben-Schild dann alle zu rasen anfangen.

    Eine halbe Stunde später fragt Tochter vom Rücksitz:

    Kommt jetzt wieder eine Rase-Strasse?

    Ich lese auch schon den ganzen Tag entsetzt die Nachrichten.

    Anscheinend gibt es Angebote von privater Seite mit Flugzeugen und Piloten bei der Evakuierung zu helfen auf die die Regierung wohl bisher nicht eingeht.

    Nouripour von den Grünen hat etwas entsprechendes geschrieben

    Die 6Jährige ruft: Mama, jetzt sind die Pocken schon im Haus!


    Ich bin etwas beunruhigt schnell zur Stelle. Und mir wird ein grosser Silberdistel-Samen gezeigt der in einer Ecke vor sich hinschwebt.

    Tochter, 6, sitzt so schräg am Tisch mit Beinen zur Seite. Ich sage: Setz dich mal bitte gerade an den Tisch und nicht so schräg.

    Tochter: Auf Ponnies darf man das.

    Ich: Ja, aber wir sitzen gerade am Tisch.


    Dann entspann sich ein Gespräch über Sissi und Reiten im Damensattel.

    Meine Tochter hat eben aus einer Decke ein Paket geschnürt. Sie plant auszureissen. Das geht natürlich nicht mit Koffer. Entweder vor oder nach ihrem Geburtstag oder vor oder nach der Einschulung wird sie ausreissen. Wir brauchen aber nicht die Polizei zu rufen, sie reisst nur einen Tag lang aus oder so.


    Vorhin beim Gurke schälen: Mama da ist so eine braune Stelle. Die musst du rausschneiden. Ich will noch ein bisschen leben.

    Ich entrüstet: Ich möchte aber auch noch ein bisschen leben.

    Kind: Aber du bist schon sehr alt.