Beiträge von claraluna

    derFabian - du merkst es ja auch - sobald Mann oder Frau gegen den Strom schwimmt wirds anstrengend


    Und genau aus diesem Grund sind individuelle Entscheidungen halt doch nicht individuell sondern stärken die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen


    Und trotzdem muss man halt auch genau hinschauen - selbst in Unternehmen die super familienfreundlich sind, selbstverständlich Teilzeit ermöglichen

    gehst Du in Teilzeit, ist Deine Karriere vermutlich beendet.

    Du wirst nicht mehr so sehr wie Deine sich zu 120% reinhängenden Kollegen für Beförderungen, Möglichkeiten, Gehaltserhöhungen vorgesehen.


    Und das werden viele Männer ganz genau wissen und ist für mich die einzige Erklärung warum das Teilzeitgesetz (das ich immer noch feiere) so wenig Wirkung gezeigt hat (außer bei Frauen)


    Ich lebe in der Umgebung vieler familienfreundlicher Konzern, insofern hat sich da schon viel getan bzw. lebe ich wohl verglichen mit einigen hier im Paradies.


    Was meine Kinder vorgelebt bekommen (ich lebe hier jetzt schon 15 Jahre im Ort und kenne die Umgebung gut)

    Vater Vollzeit / max 2 Monate Elternzeit, Mutter Teilzeit

    Väter bringen sich viel ein.... aber schon allein die Formulierung zeigt, dass wir von Gleichberechtigung und gleichen Chancen meilenweit entfernt sind.

    Die Männer haben die spannenden Jobs, die Frauen suchen sich was familienkompatibles.


    Spannende role models... Fehlanzeige


    Das ist unsere nähere Umgebung.


    Und ich sehe die vielen vielen Vorteile, die diese Familien haben. Im Ort geblieben, nicht alles der beruflichen Laufbahn verschrieben, oder man zieht wegen dem Mann hierher...

    aber immer die Frau, die die Familie trägt.


    Was ich da meinen Mädels mitgeben möchte, weiß ich schlicht und ergreifend nicht

    Ich fände es nämlich auch ganz schön würden sie in der Nähe bleiben und das priorisieren


    versus... verwirklichst Du Deine Träume und Dich, findest Du dich in den meisten Fällen irgendwo auf dem Globus wieder

    ja ich habe das als Angriff auf meine Person empfunden. Lassen wir es gut sein.


    Dann wäre doch mal spannend zu verstehen was eigentlich feministisch ist.


    Wir haben hier eine Frau, die sich bewusst in die Rolle der Hausfrau begeben hat, obwohl sie die Weichen hätte ganz anders stellen können.

    Vor allem, nachdem sie ja Unterstützung durch ihren Mann hätte bekommen können.

    Der Mann ist Lehrer - hätte also locker mal eine Zeit lang zurückstecken können, um ihr Lehramtsstudium zu ermöglichen.

    Und schon hätte sei eine ganz andere Ausgangsbasis gehabt.


    Ich glaube mich schockt vor allem - das ist der ideale Beruf um gleichberechtigt durch die Welt zu gehen. Und trotzdem werden dann solche Entscheidungen getroffen.


    Selbstverständlich darf das jeder selbst entscheiden. Komischerweise entscheiden fast nur Frauen so. Und jetzt tun wir doch bitte nicht so, als ob es viele Männer gäbe, die gleich handeln würden. Und wir tun dann so als hätte das keinen gesellschaftlichen Einfluss?


    Warum diskutiere ich denn dann Quote für Frauen, gender pay gap... oder überhaupt Möglichkeiten für Frauen.


    Wenn jetzt plötzlich alles Feminismus ist... ja na dann... ist ja alles gut.

    Also ich finde es reichlich bescheuert, jemand die feministischen Ansichten absprechen zu wollen, weil die Person gerade so lebt, wie es nicht ins eigene Bild passt.

    weißte ich mag Dich echt gern und hab immer bewundernd von Dir gelesen, kann mich noch gut an den Trip nach Singapur? oder wo erinnern.

    Da ich aber die einzige bin, die etwas zu feministischen Ansichten geschrieben hat, empfinde ich Deinen Satz von sowas unter der Gürtellinie.

    ich lasse mich ungern als bescheuert bezeichnen. Danke auch.

    Und hab glaube ich genug darüber geschrieben, warum, wieso...


    So eine Antwort von dir wundert mich wirklich.

    ürdest du das mit dem stress auch so sehen, wenn der marcus mit den kindern zu hause wäre und sie die lehrerin? so ungewöhnlich ist das ja nicht.

    ich kenne keinen einzigen Mann, der seinen Beruf aufgegeben hat, um die Kinder großzuziehen. Auch in der obigen Konstellation nicht.


    aber ich glaube ich steige hier jetzt aus. Zu oft diskutiert.


    Xenia deine Frage finde ich reichlich frustrierend. Ich schrieb schon, dass das ein geniales Modell ist, weil beide Parteien da so viel mehr Lebensqualität haben als wenn sich zwei Parteien zerreißen um den Spagat Familienleben / Berufsleben zu vereinen.

    Hab auch schon tausend Mal geschrieben, dass ich die aktuelle Entwicklung ganz furchtbar finde.


    Passt schon. Meinen Kindern werde ich raten nach Schweden zu ziehen .-) So viel zum schwedischen Modell:D#freu

    claraluna , wieso stützt die Anna aus dem Interview das Patriarchat?


    Ich fand im Interview ein bisschen seltsam, dass die Interviewerin so auf dem Ehevertrag rumgeritten ist. Was glaubt die denn, was man für magische Dinge in einem Ehevertrag regeln könne? Offensichtlich verdient der Marcus ordentlich und ohne Schummelmöglichkeiten, Kinderunterhalt müsste er also auf jeden Fall zahlen, und der Spielraum für nachehelichen Unterhalt wäre bei 5 Kindern eh nicht so beeindruckend.

    Xenia, habe ich das jetzt nicht ausreichend erklärt mit dem Patriarchat?

    Und um noch etwas zu meinen obigen Beiträgen hinzuzufügen - so wird dann auch das Lohnsystem gestützt, weil Frauen steigen ja meistens aus, weil sie schlechter verdienen. Muss man sich wiederum nicht über den gender pay gap wundern.


    Das mit dem Ehevertrag - selbstverständlich ist das wichtig - und ich hätte mich nie nie in diese Position begeben.

    Klar muss der Mann Kindesunterhalt zahlen - aber wie lange? Wenn sie sich trennen steht sie mit 50 da und darf schauen was sie macht, damit sie sich selbst unterhalten kann, von Altersarmut gar nicht zu reden.


    Abgesehen davon, dass sie sich dann den Lebensstandard nicht mehr leisten kann.


    also entweder habe ich selbst geld oder Erbschaft, dass ich dieses Risiko abfedern kann (da kenne ich auch genügend frauen, die dann halt ausreichend geerbt haben) oder sie akzeptiert dann halt, dass sie einen schlecht bezahlten Job macht um sich selbst zu versorgen.


    Deswegen Ehevertrag mit klarer Regelung was mir nach der Trennung zusteht.

    claraluna: Dürfte diese Frau sich nur dann als Feministin bezeichnen, wenn sie – gegen ihren eigenen Willen – gegenwärtig zusätzlich erwerbstätig wäre?


    Es ist und wäre nicht mein Modell, aber solange Frauen übereinander besser wissen, wie die andere zu leben hat, brauchen wir uns keine Sorgen machen, dass es doch irgendwann Gleichberechtigung geben könnte. Wir Frauen hindern uns da ausreichend selbst dran.

    nö.

    Aber sie hat ja keinerlei Einsicht darin, dass sie ein patriarchalisches System unterstützt.

    Du weißt wie die Lehrerinnen hier gerade im Stress sind? Hat der Mann im Beispiel nicht. Der muss nicht den Spagat zwischen Kindern und Beruf schaffen. Insofern ja klar, Frauen sind sich selbst die schlimmsten Feinde.


    An dieses Thema kommen wir immer wieder. Einzelentscheidungen sind gut und schön - aber diese gesammelten Einzelentscheidungen tragen zum System bei, wie auch andere Stellschrauben. Und wir tun immer alle so, dass Einzelentscheidungen selbstverständlich super ok sind. Sind sie ja auch. Dann müssen wir uns aber nicht wundern, warum wir keine 10 Schritte weiter sind.

    so und dann kotz ich mich hier mal aus... das trage ich schon seit einiger Zeit mit mir rum


    ich auf Schulung. Ganztags, von zu Hause. Geht um Führung - an sich sind die Männer schon überrepräsentiert.

    Die ganzen Tage fallen mir Sätze auf wie....

    ich habe 3 Kinder (bin aber ständig am Reisen und in der Welt rumjetten)

    tauche ich nach 12 Stunden homeoffice im Wohnzimmer auf und verbringe noch ein bißchen Zeit mit meinem Sohn

    habe ich ganz die Zeit vergessen, aber zum Glück hat mir meine Frau einen Teller Essen vorbeigebracht (im homeoffice)


    gerne wurden dann auch die süßen Kinderchen beim get together in die Kamera gezeigt

    beim get togther abends waren dann nur Männer weil tada... die Frauen mussten sich ja um die Kinder kümmern


    ich könnte noch weitermachen.


    Eine Teilnehmerin war nicht sehr glücklich... dann erzählte sie gegen Ende... mein Kind ist mittags daheim und ich muss nebenher meine Tochter bespassen


    mein Fazit - im nächsten Leben habe ich auch eine Hausfrau, die mir das Essen auf den Schreibtisch stellt und mir die Kinder vom Hals hält so dass ich nur noch die Spass Spielabende abdecken muss


    deswegen VivaLaVida geniales Modell

    Sich als Feministin zu bezeichnen wenn Frau das Patriarchat stützt ist dann schon der Kracher

    meiner Definition entspricht es auch nicht.


    Ich finde es aber schön, jemanden zu lesen, der mit sich im Reinen ist

    ja das ist sooo wahr.

    Und zumindest in den westlichen Bundesländern bist Du das sehr oft, wenn Du den traditionellen Weg gehst.

    In ganz vielen Fällen geht das ja auch gut.....


    VivaLaVida: was gibt es genialeres als ein traditionelles Modell zu fahren? Der Mann versorgt und kann sich ganz dem Beruf widmen, hat nebenher noch ein bißchen Spass die Kinder zu betüddeln, die Frau muss sich auch nicht zwischen Beruf und Familienleben zerreißen und hat i.d.R. viel Zeit sich selbst zu verwirklichen

    (gut hier im Beispiel - 5 Kinder sind schon eine Hausnummer - aber die sind in der regel morgens ja auch aus dem Haus und mit dem Gehalt kann man sich dann ja auch noch Dienstleistungen zukaufen. Genial

    Ich möchte euch einmal diesen tollen Artikel über den Rassismus in der covid Berichterstattung da lassen. Sprachlich ist er manchen vielleicht etwas zu sehr auf die Fresse, aber inhaltlich sehr lesenswert.

    Dann schreib ich mal genauso

    Was für ein Müll ist denn das?


    Abgesehen davon, dass die Welt in der Tat groß ist und ich gerne von anderen lerne

    Kein Wort zu Lateinamerika, Russland, China


    Stattdessen 3 kleine Länder und selbst da geht es nur um ätschibätschi wir sind viel besser ohne mal Butter bei die Fische zu tun

    Waste of Time


    Keine Zahlen, keine konkreten Maßnahmen, nichts

    Rassistische kackscheisse von der anderen seit

    Bioschnitte das tut mir leid


    bei uns und in den Klassen meiner Kinder läuft das mit der Maske problemlos - auch so von den Lehrerinnen am Elternabend bestätigt.

    Natürlich gibts Gesprächsbedarf oder Erinnerungen aber sonst alles gut.


    Das ist nur in BW so, dass man die Kinder daheim lassen darf oder?

    Sonst hätte ich nämlich das vorgeschlagen und die Kinder bleiben zu Hause und agieren eigenverantwortlich. Die Option die Klasse zu wiederholen ist doch immer da.


    Für uns als Familie siehe oben - wäre das ein verlorenes Jahr - deswegen nein in keinem Fall.

    Das würde den Kindern noch mehr an Freude und sozialer Interaktion nehmen.