Beiträge von Fairy***tale

Liebe interessierte Neu-Rabeneltern,

wenn Ihr Euch für das Forum registrieren möchtet, schickt uns bitte eine Mail an kontakt@rabeneltern.org mit eurem Wunschnickname.
Auch bei Fragen erreicht ihr uns unter der obigen Mail-Adresse.

Herzliche Grüße
das Team von Rabeneltern.org

    "Liebchen, jetzt komm mal bei mich bei" mag ich auch super gerne. #rolleyes

    Ich bin ja auch so ein Sprachliebhaber und finde es immer ganz spannend, wenn Dinge hier ganz anders heißen als anderswo. Das fing schon an, als ich klein war und es absolut schräg fand, dass unser Rotkohl woanders Blaukraut heißt. Oder der Berliner Pfannkuchen genannt wird usw.

    Hallo,

    "Er ist das in schuld" habe ich bisher noch nie gehört oder gelesen. "Etwas in ... sein" kenne ich als sehr umgangssprachlichen Vergleich. "Das ist der Topf in groß" (das ist der gleiche Topf, nur größer), "Das ist Onkel Franz in klein" (Wenn das Kind Onkel Franz extrem ähnelt". Aber in Bezug auf "schuldig an etwas sein" ergibt diese Formulierung für mich keinen Sinn.

    Also ist es vermutlich eine regionale Wendung oder etwas, was sich aus einem Verhörer raus entwickelt hat. Wir haben z.B. familieninterne Wendungen, die aus Kindermund entstanden sind, die es eigentlich nicht gibt.

    das "in schuld sein" ist auf jeden Fall eine umgangssprachliche regionale Wendung. In meiner Kindheit war das sehr normal und viel genutzt - wurde aber in der Schule dann oft korrigiert "in schuld gibt es nicht, sondern nur Unschuld - und das hier ist das Gegenteil!!!"

    Etwa so normal (und in anderen Regionen genauso unverständlich) wie: "das Fenster/die Tür ist los" statt ....ist offen, im Extremfall sogar "das Geschäft hat los" statt "... hat geöffnet". :D

    Das erinnert mich an die hier übliche Formulierung: "Ich gehe nach dem Arzt" statt "Ich gehe zum Arzt". Im kölschen Dialekt ist das total okay für mich, aber wenn das jemand ohne Dialekt so sagt, kräuseln sich mir die Fußnägel! #angst

    Hallo,

    „Fein mit etwas sein“ kenne und verstehe ich, aber ich weiß nicht, ob aus deutschen Filmen oder ob mir die Formulierung nur durch das Englische bekannt ist und mein Kopf sie einfach überträgt. IRL habe ich sie glaube ich noch nie gehört, zumidenst nicht bewusst.

    Die „fein damit sein“-Formulierung fällt für mich in die gleiche Kategorie wie etwa „XY war am … machen“ oder „tun“. Also „Paul war gerade am Hausaufgaben machen, als es klingelte“, „Ich tu noch schnell meinen Ranzen wegstellen ehe ich komme“. Etwas, was vielleicht manche Kinder im Alltag sagen, was für mich aber nicht in „Buchsprache“ passt. Ich wäre schon irritiert, wenn ich das (vor)lesen würde und würde denken, da hätte sich jemand beim Übersetzen nicht allzuviel Mühe gegeben. Als wörtliche Rede von jemandem, bei dem man damit einen bestimmten Charakter unterstreichen will, würde es vielleicht gerade noch gehen, im Text als solchen, fände ich es ziemlich seltsam.

    Aber Sprache ändert sich und ich bin ja nun auch wirklich nicht mehr das Zielpublikum für Kinder- und Jugendbücher.

    Bei der Harke und dem Frosch kommt es für mich sehr auf Tonfall und Kontext an. ob es eher kumpelhaft oder unfreundlich gemeint ist. Beides ist auf jeden Fall möglich. Wobei es beim Frosch tendenziell eher in Richtung "zeigen, wer bei einer Sache recht hat, wers besser kann" geht und bei der Harke eher um "Dem wer ichs zeigen", "Der wird schon noch sehen, dass ich mir das nicht gefallen lasse", "Der werd ich zeigen, was sie davon hat".

    Dieses "etwas AM machen sein, z.B. Der Hund war am fressen" ist eine Formulierung, die hier im Kölner Raum total normal ist. Aber ich achte darauf, dass die Kinder es zumindest in der Schule nicht so schreiben, weil es in meinen Augen in der Schriftsprache nichts zu suchen hat. Ich muss aber zugeben, dass meine Freundin und ich es beide nicht leiden können, wenn wir es hören und meistens darauf reagieren, indem uns ein "Ja, ja, und draußen ist ein Pferd am stehen" rausrutscht. Die Kinder kennen diesen Tick von uns mittlerweile. :D


    Das mit der Harke ist für mich eher aggressiv angehaucht und fühlt sich wie Rache an. Ich glaube, in einem Kinderbuch würde es mich stören (aber an den Rabe Socke Büchern stört mich eh so einiges!). Ich glaube, meine Kinder kennen diese Redewendung gar nicht. Die Frosch und Locken Sache kennen nur Pippa und ich, weil sie mal ein Chemiebuch mit dem Titel hatte. Ansonsten ist das hier kein geläufiger Begriff.

    Hier ist es, je nach Kind, sehr unterschiedlich.

    Pippo wird im Juli 16. Er ist eigentlich nur zu Hause oder in der Schule. Er ist Autist und hat keine Freunde im RL. Online aber schon. Er zockt gerne und viel, ist zur Zeit sehr aktiv bei der Datenerhebung für irgendein Computerspiel, steht auch in Kontakt zum Enwickler usw. Das macht ihm Spaß. Ansonsten liest er viel, schaut Dokus etc. Schule und Noten sind ihm wichtig. Er tut allerdings nur dann was für die Schule, wenn sein 1, irgendwas Durchschnitt zu kippen droht. Dnn hängt er sich rein.

    Bonussohn ist gerade 15 geworden und für ihn sind seine Kumpels das Wichtigste. Zweimal pro Woche geht er zum Fußball, aber nur weil seine Freunde auch gehen. Ohne sie würde er sofort aufhören. Einmal pro Woche geht er zu den Pfadfindern. An allen anderen Tagen trifft er sich mit seinen Freunden, um entweder zu Bolzen oder im Einkaufszentrum zu chillen. Schule interessiert ihn nur in soweit, dass er da auch sein Freunde trifft.

    Die Bohne ist auch meistens zu Hause und zockt. Pokemon GO ist da sehr beliebt. Oder sie spielt PC. Was Schule angeht, tickt sie wie Pippo. Sie geht einmal pro Woche tanzen und hat einmal pro Woche Klavierunterricht. Beides macht ihr Spaß, wirklich engagiert ist sie da aber nicht. Freunde treffen mag sie, aber in kleinen Dosen. Oft sind das eher spontane Treffen mit dem Nachbarskind. Sie geht über den Tag immer mal wieder raus, meist aber alleine eine Runde rollern oder Pokestops abklappern.

    Wenn ich zu Brettspielen "einlade", sind Pippo und Bohne gerne dabei. Der Bonussohn hat eher selten Bock. Denn wenn er mal nicht unterwegs ist, will er zocken oder ist auf TikTok.

    Wir lassen die Kinder einfach machen. So lange sie ihre paar Haushaltsdienste erledigen, können sie eigentlich tun, was sie wollen.

    Das klingt so cool, ich seh das Mädchen förmlich vor mir. Das Buch muss ich unbedingt lesen. So ne taffe Fünfjährige und dazu Glitzer - das ist was für mich.

    Weißt Du schon, wanns erscheinen wird und wies dann heißt?

    Es erscheint als EBook am 10.10.24 und als Print am 17.10.24. Titel verrate ich noch nicht, diese Enthüllung mache ich bei Instagram. :D

    Verrätst Du mir Deinen Insta-namen? Dann hast Du ne neue Followerin #nägel

    Voll gerne! :D Bei Instagram bin ich wortverloren

    […]

    Weil es einfach viel besser zu diesem taffen kleinen Mädchen passt, wenn sie sagen darf: "Ich kann das GAR nicht leiden!" Oder "Das ist eine GANZ blöde Idee!" :D

    Ich habe auch sehr gelitten, als sie mir versichert hat, dass das Wort "Tannenbaumverpackungstonne" für 8 jährige Leser zu lang ist. #rolleyes Und ich will eigentlich nicht einsehen, dass ich das Wort "beglitzern" nicht verwenden darf. ;)

    Das klingt so cool, ich seh das Mädchen förmlich vor mir. Das Buch muss ich unbedingt lesen. So ne taffe Fünfjährige und dazu Glitzer - das ist was für mich.

    Weißt Du schon, wanns erscheinen wird und wies dann heißt?

    Es erscheint als EBook am 10.10.24 und als Print am 17.10.24. Titel verrate ich noch nicht, diese Enthüllung mache ich bei Instagram. :D

    Das stimmt. Ich kann mich auch daran erinnern, dass es eine tolle Herausforderung war, so lange Wörter zu lesen. Das hatte was von rätseln. Und ich habe auch so einiges nachgeschlagen. Oder nachgefragt. Und die neu "erlernten" Wörter dann natürlich danach in allen möglichen und unmöglichen Situationen selbst benutzt. #super

    Ich habe auch sehr gelitten, als sie mir versichert hat, dass das Wort "Tannenbaumverpackungstonne" für 8 jährige Leser zu lang ist. #rolleyes Und ich will eigentlich nicht einsehen, dass ich das Wort "beglitzern" nicht verwenden darf. ;)

    Ist es nicht.
    Und wie sollte man beglitzern beschreiben, ohne das Wort beglitzern zu verwenden?

    Ohnezahn, dein Ernst? Du meinst, meine Tannenbaumverpackungstonne darf wieder rein? 8o

    Also, das Wort "beglitzern" gibt es nicht (Sagt meine Lektorin). Darum musste ich das streichen und umschreiben. (Wobei ich ja der Meinung bin, dass es das Wort sehr wohl gibt. Immerhin habe ich es ja geschrieben und finde es auch wunderschön! :D )

    Nona es heisst, du bist das in Schuld, nicht entschuld :D

    cool, den Ausdruck habe ich solange nicht mehr gehört.

    Fairy***tale Tannenbaumverpackungstonne - das ist ein supercooles Wort! Natürlich weiss ich sofort genau, was du meinst! Und wüsste gar nicht, wie man das sonst so eindeutig und einfach ausdrücken kann - man bräuchte ja einen ganzen Satz mit Nebensatz "so ein Trichter mit einem Netz drauf, durch den man einen Weihnachtsbaum schiebt, und das Netz wird dabei über den Baum gezogen - dann kann man ihn leichter transportieren" 8o

    Ja, genau. Ich habe es gestrichen und stattdessen beschrieben.

    Wikipedia sagt, ein Selbstdarsteller sei "jemand, der es versteht, sich durch eigene Worte oder Taten in den Vordergrund zu spielen". Ich würde vielleicht eher sagen, es ist jemand, der oder die das beabsichtigt und damit unangenehm auffällt.

    Dann darf ich die Formulierung auf keinen Fall benutzten. Das letztes, was ich bin, ist eine Selbstdarstellerin!

    Mir fällt es ja schon total schwer, jetzt Werbung für mein Buch machen zu müssen. Ich bin mehr der Schreib-ein-Buch-und-dann-versteck-dich-Typ. #angst Als ich mit meiner Lektorin geplant habe, was ich alles bei Insta und Co machen soll, um auf das Buch aufmerksam zu machen, war ich erstmal völlig überfordert. Als sie dann erwähnte, dass ich in einem Reel aus dem Buch vorlesen, mich an die örtliche Presse wenden und Buchhandlungen abklappern soll, habe ich ernsthaft überlegt, das Ganze einfach bleiben zu lassen und weiterhin jahrelang meine Manuskripte an Verlage zu schicken. #kreischen

    Also Selbstdarstellerin? Ganz sicher nicht! #rolleyes

    In einem Buch für Erwachsene würde mir die Formulierung selbst auch negativ auffallen. Aber in meinem Buch fühlte sie sich passend an.#schäm

    Ich kann mir das im Kontext und in einer leicht getragenen Erzählweise tatsächlich auch total gut vorstellen. Es hat für mich viel mehr individuellen Charme als "... und die Kinder waren einverstanden" oder "... und die Kinder fanden die Idee gut."

    Aber das liebe ich am Geschichten schreiben.
    Ich muss keine Deutschlehrerin glücklich machen. Ich darf die Geschichte so erzählen, wie ich das für richtig halte, und kann literally jede Regel brechen, wenn ich denke, dass das eine gute Idee ist.
    Das Lektorat hinterfragt das alles - aber am Ende des Tages entscheide ich, welche Vorschläge ich annehme und welche nicht.

    Und wenn in deinem Text "sie waren fein damit" mehr das trifft, was du erzählen willst - go, girl. Es steht DEIN Name auf dem Buch.

    Oh, danke Dir! Das tat jetzt gut! #blume

    Bei so manchen Sachen habe ich ganz bewusst nicht auf meine Lektorin gehört. Sie hat mir z.B alle meine Lieblingsfüllwörter ("ganz" und "gar" :D ) streichen wollen. Im Erzähltext kann ich damit leben, aber in der wörtlichen Rede (besonders bei dem, was die fünfjährige Protagonisten so sagt), habe ich sie mit vollster Absicht drin gelassen. Weil es einfach viel besser zu diesem taffen kleinen Mädchen passt, wenn sie sagen darf: "Ich kann das GAR nicht leiden!" Oder "Das ist eine GANZ blöde Idee!" :D

    Ich habe auch sehr gelitten, als sie mir versichert hat, dass das Wort "Tannenbaumverpackungstonne" für 8 jährige Leser zu lang ist. #rolleyes Und ich will eigentlich nicht einsehen, dass ich das Wort "beglitzern" nicht verwenden darf. ;)

    Manchmal kann ich als Autorin auch stur sein. #rolleyes Und das Schöne am Selfpublishing ist ja, dass ich das alles selbst entscheiden darf!

    (Nachdem ich beim letzten Buch von einem Verlag eine ausführliche Absage bekommen habe, deren Fazit es war, dass sie das Buch nehmen, wenn ich eine komplett andere Geschichte draus mache)

    Wie spannend, dass meine kleine Umfrage so viel Diskussionspotential bietet. :D

    Ich benutze die Formulierung selbst gar nicht ... Ich glaube Pippa hat sie vor Jahren mit in die Familie gebracht. Und ich habe mehr Probleme damit, dass die Kids ständig einzelne englische Wörter einstreuen. Also wenn die Bohne mir erzählt, etwas sei literaly (ich weiß nicht mal, wie man das schreibt. #angst ) so und so...

    In einem Buch für Erwachsene würde mir die Formulierung selbst auch negativ auffallen. Aber in meinem Buch fühlte sie sich passend an.#schäm

    Leider kann ich die Umfrage nicht mehr editieren (um "kenne ich nicht" hinzuzufügen).

    Eure Antworten helfen mir sehr. Ich höre das hier von Kindern so oft, dass ich selbst es für eine gute Idee hielt, es so in meinem Buch zu verwenden. Einfach um "kindnah" zu schreiben.

    Ich glaube, ich brauche noch ein paar Raben zum testlesen - wer weiß, was ihr noch so findet? ;)

    Interessant finde ich, dass meine Lektorin diese Formulierung ohne Meckern durchgewunken hat. Für sie war es auch umgangssprachlich und passend für die Zielgruppe. Da ich aber unbedingt möchte, dass man mein Buch auch gerne vorliest (ich habe so viele furchtbare Bücher vorlesen müssen!), werde ich es ändern.

    Das wird in meinem (süddeutschen) Umfeld nur von Selbstdarsteller/innen benützt

    Was sind denn Selbstdarsteller:innen?#confused

    Das sind in meinem Umfeld die, die zeigen wollen, dass sie voll international sind und sich ganz toll in der englischen Sprache zurechtfinden.

    Okay, danke für die Erklärung.

    Ich selber benutze es gar nicht, höre es aber häufig von Grundschulkindern. Darum habe ich es in meinem Buch benutzt.