Beiträge von Astarte

    nd der Müll - es kann mir keiner erzaehlen, dass das was im gelben Sack landet auch nur irgendwie vernünftig sortiert und recycelt werden kann. Das kann keine Maschine leisten, dass sinnvoll zu sortieren und Menschen werden das auch eher nicht tun, weil zu teuer.

    Das Sortieren halte ich für das geringste Problem. Die Frage ist eher - was macht man aus dem Zeug? (Wenn ich sehe, was bei uns alles in der gelben Tonne landet, obwohl wir viele Sachen gar nicht kaufen und insgesamt vergleichsweise wenig Müll haben.) Irgendwas, was jemand braucht, muss man aus dem Recyclingmüll ja auch herstellen.

    Ich bin ja echt etwas erstaunt, aber 30 Grad hat es bei mir im Büro immer, jeden Sommer wenn das Wetter gut ist.

    Ich habe ab April bis in den Herbst hinein auch 30 Grad im Büro - so ab 11.00 Uhr früh. ...und was meinst Du, warum ich mich mit den Arbeitsschutzregelungen bei dem Thema so gut auskenne? Ein bißchen Wärme ist ja okay, aber ab irgendeiner Temperatur kann man schlicht nicht mehr sinnvoll arbeiten.

    Ich bin allerdings auch nicht extrem hitzeempfindlich bzw weiß gut damit umzugehen (wir haben jahrelang Leistungssport in einer Halle betrieben - unisolierte Blechkonstruktion - wo es im Sommer mehr als 40°C hatte)

    ...das finde ich ziemlich grenzwertig. Hier wurde der Reitunterricht auf den späten Nachmittag verschoben und dann nur Theorie gemacht - um die Pferde zu schonen.

    Für mich gehört das zum alten Thema "Schulpflicht besteht, aber der Staat sorgt nicht dafür dass gescheit gelernt werden kann" Und dass LehrerInnen und ErzieherInnen ihr Bestes geben hat damit nicht viel zu tun.

    Für mich fällt Hitze unter "höhere Gewalt". Da kann der Staat nun nichts für. Es ist ja auch nicht das ganze Jahr über so heiß.

    Danke für den Hinweis Astarte . Das wusste ich nicht. In unserer Dienststelle wäre das nicht umsetzbar, dass alle ab 35 Grad den Dienst niederlegen .

    Es geht ja nicht um "Dienst niederlegen", sondern darum, vernünftige Arbeitsbedinungen zu schaffen und im Zweifel auch die Anforderungen ganz runter zu schrauben. Wenn die Lehrkraft dann statt Mathe mit den Kindern im Schatten Eis ißt, weil die Kinder auch bei höheren Temperaturen betreut werden müssen, ist das sicher eine Option.


    Ich habe selber ein Büro, wo schon im Frühjahr am Vormittag schnell 30 Grad erreicht werden. Wir haben für diese Woche Regelungen getroffen, damit die Arbeit gemacht werden kann/wir erreichbar sind, aber eben nicht in unseren Büros anwesend sein müssen. Und ganz ehrlich, ich mag es ja schon warm, aber bei 35 Grad in meinem kleinen Büro kann ich auch nichts mehr Sinnvolles leisten.

    Ich frage noch einmal: gibt mir jemand bei voller Bezahlung bitte hitzefrei?? Mein Dienstherr sicher nicht.


    Mich würde die Begründung interessieren, weshalb Lehrer dann ihren Dienst verweigern dürfen.

    Das hatte ich weiter oben auch schon geschrieben. Nein, die Lehrer müssen kein hitzefrei bekommen, aber sie müssen Räumlichkeiten haben, in denen sie ohne Gefährdung ihrer Gesundheit arbeiten können. Kritisch wird es ab 30 Grad Raumtemperatur. Ab 35 Grad ist ein Klassenzimmer - oder auch ein Büro - als Arbeitsraum unzulässig. Das gilt für alle Arbeitnehmer/innen:


    https://www.arbeitsschutzgesetz.org/arbstaettv/temperatur/

    Aber wenn hier von Fensteroeffnenverboten geschrieben wird und Klassenzimmern mit 38C mit Anwesenheitspflicht.

    Ich kann mir echt nicht vorstellen, dass das tatsächlich so stattfindet und in einer Schule die Lehrkräfte bei 38 Grad Raumtemperatur in geschlossenen Räumen weiter unterrichten.


    Ab 35 Grad ist ein Raum nach der Arbeitsstättenschutzverordnung im Übrigen nicht mehr als Arbeitsraum zulässig.

    Klimaanlagen schreibe ich deshalb, weil Deutschland stinkreich ist, aber Klimaanlagen irgendwie sehr verteufelt sind. Und die Sommer werden immer heisser. , ein Rekordsommer, jagt den nächsten.

    Ich denke, es gibt bessere Maßnahmen als Klimaanlagen. ....und wenn Du Dir mal viele Schulgebäude anschaust, haben die echt andere Probleme als die fehlende Klimaanlage.

    Verstehe ich auch nicht, so heiss wie es in den letzten Jahren geworden ist, da muessen dann halt mal Klimaanlagen installiert werden oder smarter gebaut werden, wenn man darauf besteht Unterricht zu halten.

    Ich erinnere mich auch an heiße Sommer zu meiner Schulzeit und jedes Jahr wieder die Dikussion um hitzefrei. Das gab es auch schon in den 80ern und Anfang der 90er.


    ....und wenn ich mir so anschaue, was heute so hingestellt wird, sind die alten Schulgebäude aus Kaisers Zeiten da oft "smarter" gebaut - sehr dicke Mauern statt schicker Glasfassaden. Und oft sind dann die Bäume drum herum auch hoch gewachsen und werfen zusätzlich Schatten.

    Aber wir fahren ja das böse Auto, weil es alt ist und werden dafür mit demnächst mit Fahrverboten bestraft. Während der Freund meines Vaters weiter überall hin darf weil er sich alle zwei Jahre einen nagelneuen SUV kauft, die immer mehr verbrauchen, statt weniger

    Weißt Du, das ist echt im Moment meine Sorge mit der ganzen Diskussion ums Klima, dass letztlich Gesetze bei raus kommen, die nur der Wirtschaft dienen. Das war bei so ziemlichen allen "Klimaregelungen/Umweltschutzgesetzen" u.ä. in den letzten Jahren so.

    Es geht gar nicht um den Schadstoffausstoß, es geht darum, dass Du ein neues Auto kaufst!

    Ich habe meinen Sohn letztes Mal zu Hause gelassen, als die Klasse bei 34 Grad wandern gegangen ist.

    Wo sind die Kinder den wandern gegangen? Gerade Waldwandern finde ich bei den Temperaturen doch so ziemlich das beste Angebot, dass eine Schule machen kann.

    Die Südzimmer sind gut und gern 38 Grad und wärmer. So läuft es aktuell zumindest an der Schule, an der mein Großer letztes Jahr war (Gymi). Die Kids dürfen nicht mal trinken zwischendurch. Wäre mein Sohn dort noch, würde ich auf die Barrikaden gehen. Wie es dieses Jahr an der RS läuft, werden wir sehen. Zumindest trinken muss erlaubt sein!

    Zumindest nach Arbeitsrecht wäre der Arbeitsplatz für die Lehrkräfte nicht mehr zulässig. Und es gibt auch Lehrkräfte, die in so einem Fall in der 6. Stunden die Klassenkasse mitnehmen und eine Exkursion zur Eisdiele machen.


    Fürs Protokoll: mein Kind (weiterführende Schule) hatte heute nach 5. Stunde Schluss wegen hitzefrei.

    Hier gibt es bei allen Schulformen Hitzefrei.

    Absurd wird es dann, wenn wegen "hitzefrei" der Schwimmunterricht im Freibad wochenlang ausfällt, auf den die Sportlehrerin sehr gehofft hatte, um irgendwie alle bis zu den Sommerferien zumindest auf Seepferdchenniveau zu bekommen.

    Die Rektorin ist das ein, organisiert wird das doch meist von den Sportlehrer/inne/n? Das wären meine ersten Ansprechpartner/innen.


    Als ich noch zur Schule ging wurden die Langstreckenläufe (aber auch die Sprintläufe) in den Wald gelegt. Bei Vollschatten war das eigentlich ganz nett.


    Langstrecke im Stadion fänd ich aber nicht zumutbar.

    Die Erfahrungen im Umgang mit Lebensmitteln sind Jahrtausende alt und mit moderner Wissenschaft sind wir immer öfter in der Lage zu erklären, warum, wieso, weshalb es gut so ist, wie es traditionell gemacht wird. Und gelegentlich werden auch mal ein paar Mythen ausradiert, die aber durchaus auch einen sinnvollen Ursprung hatten. Nur wussten die Leute nicht warum. Nachdem man dank moderner Kühltechnik Spinat nach dem Zubereiten schnell runterkühlen kann, darf man diesen in heutiger Zeit auch bedenkenlos nochmal aufwärmen. Früher war das keine so gute Idee, weil sich bei Zimmertemperatur das gesunde Nitrat in das gesundheitsschädigende Nitrit umwandelt.


    Und jetzt kommt der industrialisierte Mensch daher und meint bei jedem Furz Zeit sparen zu müssen (Verzicht auf das Einweichen und Keimen) und schädigt so seine Gesundheit. Schnellschnell und Wischiwaschi war halt noch nie gut.

    Ja! Auf jeden Fall!

    Genau, man kann nicht immer nur eine Seite der Medaille betrachten. Aber ebenso kann ich die Trends um Superfoods nicht nachvollziehen. Wir haben hier auch gehaltvolle Lebensmittel. Außerdem sind die Superfoods meist teuer und derart exotisch, dass sich die wenigsten Menschen hierzulande mit der richtigen Zubereitung auskennen.

    Die Superfoods halte ich für einen Marketinggag - irgendwas muss man ja teuer verkaufen und das geht am besten mit exotischen Sachen, an die man sonst schlecht rankommt. Es gibt schlicht genügend kostenfreie Superfoods gleich neben der Haustür - die Brennessel z.B..

    Ich finde das spannend gerade, dass auch Gemüse schädlich sein kann und eben nicht immer Goldstandard, vor allem roh. Ist sehr ungewohnt.

    Die Frage ist immer - wie schädlich? Klar, alle Pflanzen enthalten Giftstoffe gegen Fressfeinde. Das bemerkenswerte bei Pflanzen ist aber, dass sich die Wirkstoffe oft ausgleichen, bzw. die gleiche Pflanze auch das "Gegengift" enthält. (In der Kräuterheilkunde kannst Du oft das gleiche Kraut für komplett gegensätzliche Krankheiten verwenden - und es hilft - wo die Pharmaindustrie auch komplett gegensätzlich wirkenden Medikamente anbietet.)


    Das ist aber auch mein Problem, wenn Pflanzen auf Grund eines einzigen Inhaltsstoffes als "gefährlich" gelten. Die Studien dazu sind zum Teil haarsträubend - die Dosis macht das Gift. (Dabei gibt es natürlich durchaus Pflanzen, die problematische und für Menschen giftige Stoffe in größerem Maße enthalten.)