Beiträge von Astarte

    Das kenne ich - ich habe etliche Sprachen (neu und alt) gelernt und fand Verben immer am schwierigsten.


    Hilfreich ist es immer kontextuell zu lernen - (Die Vokabelkartenmethode ist dabei gar nicht hilfreich!) - also halbe Sätze / Redewendungen auswändig zu lernen, in denen das Verb vorkommt. Auch für Füllwörter finde ich die Methode sehr hilfreich (sonst weiß man nie, wo man die im Satz einbaut.)


    Es kann auch helfen, beim Lernen die Aktionen soweit wie möglich selber (trocken) auszuführen und dabei das Verb laut auszusprechen.


    Ansonsten ist es sehr hilfreich, in Wortgruppen zu lernen. Das heißt, man lernt zunächst die vom Verb abgeleiteten Substantive, die einem leichter fallen. (In semitischen Sprachen, wo alle Verben (mit wenigen Ausnahmen) aus 3 Konsonanten bestehen - und in der Grundform alle die gleichen Vokale haben - merke ich mir nur mit der Methode überhaupt Verben.)

    Wenn die Schule kein Geld für die Workbooks hat... wäre ich echt dafür, dass das Ganze ganz altmodisch wieder von Hand in schnöde Schulhefte geschrieben wird. Anstatt lückentextmäßig ins Workbook immer nur ein paar Worte zu schreiben.

    Wenn ich mir anschaue, wieviele Arbeitshefte es in der GS gibt - für Mathe und Deutsch sind das gleich mehrere - kann ich Dir nur recht geben.

    Ich hatte mal im Herbst einen kleinen Igel gerettet und im Haus aufgepäppelt - er hatte sich - nach einer Nacht - recht schnell wieder erholt. Eine Frau, die sich ehrenamtlich für Igel einsetzte, empfahl mir am Telefon, ihn so schnell wie möglich wieder auszusetzen und draußen zuzufüttern (mit Katzenfutter), damit er bis zum Spätherbst das notwendige Gewicht erreicht. Irgendwann kam er dann nicht mehr. Aber im Sommer tauchte er auf einmal am Abend wieder auf dem gewohnten Weg und zu seiner üblichen Zeit, um zu schauen, ob wir nicht etwas für ihn hätten.


    Giftpflanzen im Garten sind für den Igel unproblematisch - im Gegensatz zu diversen Schädlingsvernichtungsmitteln. Auch zu angeblich verträglichen "biologischen" Alternativen finden sich im Netz Bewertungen, in denen tote Igel erwähnt werden.

    ...wobei ich am Gymnasium noch nie so sinnfreie Tests oder Klassenarbeiten gesehen habe wie in der GS. Seitenweise kleinste Details aus dem Lebenslauf eines Komponisten auswändig lernen, halte ich für recht sinnfrei (hatten wir hier auch).

    Genau das (also seitenweise Lebenslauf eines Komponisten auswendig lernen) hatten wir am Gymnasium, 5. Klasse (musisches Gymnasium). In der Grundschule jedoch nicht (unsere Grundschule hat aber ein ganz besonderes Verhältnis zu Musik, wir haben eine Kooperation mit einem deutschlandweit bekannten Orchester, da läuft vieles etwas anders in Musik ;)

    Oh, das klingt sehr schön! "Musik" besteht hier im Anschalten des CD-Players. Die Musik-Lehrerinnen können alle kein Instrument spielen. Das kannte ich aus meiner GS-Zeit ganz anders. Da hatten wir auch in der 1. Klasse Musik im Musikraum mit großem Flügel, der selbstverständlich von der Musiklehrerin jede Stunde gespielt wurde.

    Huhn, es gibt heute in düsseldorf und köln mahnwachen bei den synagogen. vielleicht gibt es auch bei dir in der nähe etwas?

    Ich möchte in dem Zusammenhang daran erinnern, dass alle Synagogen in D ein sehr hohes, mehrstufiges Sicherheitskonzept haben - und das nicht ohne Grund.

    2.) es wird so viel an Menge in den Lehrplan gepackt, dass mich das rein vom Volumen her an das erinnert, was meine Große jetzt am Gymnasium für eine Arbeit lernt. Bsp. Musikarbeit... da wurden 10 eng beschriebene / bedruckte Blätter - Lebenslauf Komponist ausgeteilt und dann auch so Fragen gestellt wie hieß der Bruder - wirklich jedes Detail wurde abgefragt. Notenschlüssel war ähnlich.

    ...wobei ich am Gymnasium noch nie so sinnfreie Tests oder Klassenarbeiten gesehen habe wie in der GS. Seitenweise kleinste Details aus dem Lebenslauf eines Komponisten auswändig lernen, halte ich für recht sinnfrei (hatten wir hier auch).

    Aha, also vergeben wir am besten nur die Noten 1-3?

    Ach so, neeee, die 3 ist ja auch schon nix Gutes.... Sorry, aber was ist falsch daran, eine Skala, die von 1 bis 6 geht, voll auszuschöpfen?

    Ich denke, es ist schon okay, alle Noten auszuschöpfen. Aber der Weg dahin, wie Lehrkräfte die Notenverteilung erreichen, ist zum Teil höchst fragwürdig - und bei uns in der GS verstieß das auch durchaus immer mal wieder gegen das geltende Schulgesetz in NRW. Dann merkt man aber, dass Schulgesetze nicht das Papier wert sind, auf dem sie stehen - die Antwort der Schule war dann immer: "irgendwie müssen wir ja hinbekommen, dass die ganze Notenbandbreite vergeben wird".



    Am Gymnasium sind die Anforderungen durchaus hoch, aber die Bewertungsmaßstäbe sind, auch wenn sie streng sind, sehr viel durchsichtiger und nachvollziehbarer als oft in der GS. (...bis auf einen einzigen Lehrer - aber das ist ein anderes Thema.) Allerdings habe ich auch den Eindruck, dass die Lehrkräfte am Gymnasium stärker im Team arbeiten und gemeinsam Kriterien entwickeln. Das kam mir an der GS manchmal recht selbstgestrickt vor, wie es gerade für die jeweilige Situation passt.

    n die Eifel wollte ich eh nochmal gerne.

    Das Kind steht gerade total auf Dinos und auf Steine sammeln.

    ;) Warum kommst Du nicht zum Eifel-Rabentreffen gleich neben dem Dinopark?


    Xanten ( Spinosa ) ist auf jeden Fall auch toll. Es ist ein schönes Gelände mit guten Erklärungstafeln und das Museum ist relativ neu und didaktisch sehr schön gemacht - und hat richtig tolle Originale!

    Nur noch eine kleine Korrektur, wir reden von der Bronzezeit (Korrektur: Eisenzeit sogar) Diese Fläschchen standen schon lange im Verdacht, Fütterhilfen zu sein.

    Danke! Ich hatte mich schon gewundert, weil das für "meine Region" Eisenzeit ist. Allerdings kannte ich diese Brustfläschchen als Grabbeigabe für Babies/Kleinkinder und dachte, dass deshalb die Funktion unumstritten wäre.

    Einkommensabhängige Steuerentlastungen kommen nur denen zu Gute, die Steuern zahlen. ...und auch der Apfel aus der Region hat u.U. einen höheren CO2-Preis, als der Apfel aus Neuseeland (weil Äpfel heute nicht mehr einfach im kühlen Keller gelagert werden). Ich zweifele sehr daran, dass es eine faire, vom Aufwand her vernünftige Umverteilung geben kann/ wird.

    Und man bremmst natürlich den wichtigsten Konkurrenten, die Onshore-Windkraft, aus so gut man kann - durch Propaganda, Abstandsregelungen, „Naturschutz“regelungen.

    Auch für Windkraft muss es Naturschutzregelungen geben!

    Was ist ein gutes Leben?

    Das ist eine Frage, über die wir reden sollten. Darauf habe ich keine allgemeingültige Antwort - aber das muss eine gesamtgesellschaftliche Frage sein.

    Im Moment tun wir alle möglichen Dinge, weil sie wirtschaftlich notwendig sind, die Aktionäre das so wollen, der Markt so funktioniert (nein, der Markt funktioniert nicht einfach so) und dagegen stehen jetzt einige auf und verlangen vor allem Verzicht.

    Dabei wäre die Grundfrage doch erstmal: was wollen wir überhaupt im Positiven und wie können wir dafür sorgen, dass möglichst viele Menschen gut leben können. Wir brauchen gute Visionen für die Zukunft, für die sich ggf. auch der individuelle Verzicht lohnt.

    Fortsetzung:


    Was mir bei der ganzen Diskussion zu kurz kommt, sind die Gedanken, wie wir gutes Leben auf Zukunft für alles gestalten können. Und das besteht eben nicht darin, einfach alle Produkte so teuer zu machen, dass sie sich nur die Wohlhabenderen leisten können. Die Frage der sozialen Gerechtigkeit und der Teilhabe wird völlig aus dem Blick verloren. So können wir aber nicht Gesellschaft gestalten!



    Meines Erachtens müssen wir wieder zu deutlich mehr Staatseigentum zurück. Das hat auch Nachteile, lässt sich aber leichter zum Wohle der Gesamtgesellschaft steuern. (z.B. Wenn das Wasser knapp wird, kann es nicht sein, dass einzelne Firmen sich eine goldene Nase verdienen, während die Menschen vor Ort leer ausgehen.)


    Ich wäre außerdem dafür, alle Gesetze auch auf ihre Klimaauswirkung hin zu überprüfen. Und ansonsten bin ich dafür, eher die lebenswerten Dinge hervorzuheben, die persönlichen Vorteile, wenn man sich ressourcenschonend und umweltfreundlich verhält. Nur mit Verboten und Verzichtsaufforderungen kommen wir nicht weiter.


    Und ich glaube, dass wir den Klimawandel nur sehr bedingt aufhalten können. Aber es wird sich sehr deutlich die Frage stellen, wie wir die Zukunft auch unter veränderten Klimabedingungen gestalten können.

    Astarte, Du unterschätzt da die Menschen.


    Wenn Menschen der Meinung sind, es wäre für ein gemeinsames Ziel notwendig, dann sind sie noch zu viel größeren Opfern bereit, als nur eine temporäre Arbeitslosigkeit. Zumal hier ja Arbeitslosigkeit auch nicht bedeutet, dass man deswegen hungern müsste.

    Nein, Astarte, auch dann. Was nützt mir mein Arbeitsplatz, wenn er mit den Lebensgrundlagen meiner Kinder erkauft wird?


    Ich lese dieses Argument so oft, deswegen würde ich von dir (und von denen, die es sonst noch vertreten) wirklich gerne mal hören, wie du dir denn die Lösung des Problems vorstellst. Wie soll der Klimawandel eurer Meinung nach aufgehalten/gebremst werden?

    Es geht hier auch nicht um einen einzelnen Arbeitsplatz, es geht hier um Regionen, wo sehr viele Leute davon leben. Das bleibt nicht bei einer temporären Arbeitslosigkeit! Vielleicht werden sie auch vom Amt genötigt, jeden Tag 100km zu einem anderen Arbeitsort zu pendeln - auch nicht so übermäßig umweltfreundlich.

    Es ist verdammt gefährlich, ganze Regionen in die Armut zu zwingen und ihnen keine Alternativen anzubieten. Dann haben wir bald noch ganz andere Probleme.

    Es ist leider nicht alles schwarz und weiß. Ich bin z.B. davon überzeugt, dass die erhöhte Mobilität heutzutage Austauschprogramme, Erasmus etc ermöglicht und damit einen wertvollen Beitrag zur Völkerverständigung, im Gegensatz zu Völkstümelei und (Welt)Kriegen, die ja auch nicht ganz so klimafreundlich sind.

    Ja! Es gab schon immer Mobilität und die Handelsstraßen waren nicht nur für den Warenaustausch, sondern auch für den Austausch von Ideen und Gedanken wichtig. Ich denke, für ein gutes Zusammenleben auf diesem Planeten brauchen wir auch den Austausch und die Begegnung. Die Frage wäre, wo man da die Grenze festsetzt.

    Und zum Rest... Ehrlich gesagt halte ich Klimaschutz tatsächlich für so wichtig, dass man notfalls unangenehme Folgen wir Arbeitslosigkeit vorübergehend hinnehmen sollte. Weil es nun mal um unsere Lebensgrundlagen geht.

    ...solange Du nicht selber von der Arbeitslosigkeit betroffen bist!

    Man könnte ja auch einfach mehr Frauen freien und kostenlosen Zugang zu Verhütungsmitteln gewähren und sie dann selbst entscheiden lassen, solche Maßnahmen dachte ich eher. Oder dass der Papst das Verhütungsverbot aufhebt etc.

    Eine Frau, die sich nur über ihre hohe Kinderzahl definieren kann, wirst Du mit einer kostenfreie Pille nicht vom Kinderbekommen abhalten.
    Es gibt viele Möglichkeiten zu verhüten - auch ohne künstliche Verhütungsmittel. Auch die staatliche Geburtenkontrolle hat praktisch keinen Einfluss (wenn man China mit Ländern vergleicht, die sich wirtschaftlich ähnlich entwickelt haben). Was wirklich hilft - und zwar ganz unabhängig von alle den anderen Faktoren, die regional sehr unterschiedlich sind - ist, Frauen zu Bildung zu verhelfen. Gebildete Frauen bekommen im Schnitt deutlich weniger Kinder - überall auf der Welt.

    Was genau hält diese Menschen davon ab, sich um die große, offensichtliche Zerstörung durch Brandrodung für Weideflächen, Ausbeutung von Ressourcen etc zu kümmern, sie zu stoppen??

    Weil es sehr viel schwieriger ist, Prozesse zu ändern, als sie zu kritisieren. Die Leute, die Brandrodung für Weideflächen betreiben, haben dafür auch ihre Gründe, genauso, wie wir für viel Dinge, die nicht optimal sind, gute Gründe haben.

    Wir sind überhaupt noch nicht genug in Panik, bzw. die Politiker sind noch nicht genug in Panik.

    Panik hilft nicht, Lösungen zu finden und ist dafür eher kontraproduktiv.


    Allerdings bin ich beim Klimawandel eh etwas anderer Meinung und halte nicht viel von Panikmache.

    Ich glaube, ich habe mich zuviel mit dem Thema "Apokalyptik" beschäftigt. Das poppt seit über 2000 Jahren - gut dokumentiert - immer wieder auf. Viele Generationen glaubten, dass sie die letzten wären und alle hatten gute Gründe dafür und manchmal war die Situation auch sehr dramatisch.


    Die Klimaveränderungen werden dramatische Auswirkungen haben und ich denke, wir sollten in Panik nicht nur auf andere zeigen, die irgendwo den Regenwald abholzen (während wir selber unseren Garten voll mit Kies kippen). Aber bei allem, was wir für die Zukunft planen, sollten wir die Veränderungen die der Klimawandel bringen wird, mitdenken (komplett aufzuhalten ist er nicht mehr): es wird Küstenstreifen geben, die nicht mehr bewohnt werden können, Südeuropa wird trockener und damit als großer Lebensmittelproduzent ausfallen usw..

    Im Radio haben sie heute früh gemeint, dass in Deutschland alle, die Pauschalreisen gebucht haben, durch die vorgeschriebenen Sicherungsscheine(?) abgesichert sind (also zumindest das Geld nicht weg), während Leute, die nur einen Flug gebucht haben leer ausgehen. Keine Ahnung, wie das genau ist - aber es kommt wohl wirklich auf die Art der Buchung an. Und bezüglich zu befürchtender Insolvenz der deutschen Tochterfirmen könnte man momentan in den meisten Fällen nur abwarten.

    Das hatte ich auch gedacht. Jetzt habe ich aber gelesen, dass die Thomas Cook deutlich unterversichert ist. Das war auch lange bekannt, ohne dass die Vorschriften angepasst wurden (und betrifft auch einige andere große Anbieter).