Beiträge von Astarte

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    Meine Kinder hatten mehrfach Sponsorenläufe und ich finde es ganz schrecklich.

    Ich möchte nicht, dass sie Andere anbetteln.

    Ich möchte nicht viel Geld für bettelnde Nachbarkinder, Cousins oder Kinder von Freunden zahlen.

    Wir haben auch immer nur uns Eltern drauf geschrieben und uns dabei schlecht gefühlt, weil wir unsere Kinder nicht zum Betteln in die Nachbarschaft schicken wolten.

    ... und ich habe mir nicht mal frei genommen, um am Vormittag in die GS zu kommen - wie die Direktorin es erwartet hat - um die Kinder anzufeuern.


    Auf der anderen Seite muss man sagen, dass mit dem entsprechenden (sozialen) Druck, der da erzeugt wird - den ja viele hier im Thread sehr deutlich spüren - enorme Summen ohne viel Aufwand eingenommen werden können. Soviel Kuchen kann man gar nicht verkaufen.

    Und nein, die meisten bringen nicht dutzendweise Zettel mit, sondern einen, auf dem die Eltern, vielleicht noch die Großeltern unterschrieben haben - die Spendenkultur ist in Deutschland einfach ganz anders ausgeprägt als etwa in den USA.

    Dafür zahlen wir in Deutschland auch deutlich mehr Steuern und vieles, was über Spenden und ehrenamtlich läuft, wird in D steuerfinanziert.

    Tipp von mir: überlege Dir, wieviel Du erübrigen kannst und willst (nun ja...) und schreibe einen Festpreis auf den Zettel, egal, wieviele Runden Dein Kind läuft.


    Wieso ist es so verkehrt, etwas für die Gemeinschaft zu machen? Das ist mein Ernst - warum ist das so schlimm?

    Weil sich möglicherweise nicht jede Familie das leisten kann, sowas zu finanzieren? Und es unter den Schülern dann verglichen wird, wer wieviel Kohle einläuft?

    Weil man anhand der Sponsorenzettel, auf den finanziellen Hintergrund der Familien schließen kann?

    Ich finde das auch problematisch. Das ist nicht einfach "was für die Gesellschaft tun", sondern schlicht, die Eltern zwingen, spontan Geld für - was auch immer - zur Verfügung zu stellen.

    In der DDR war das Sammeln sogenannter Sekundärrohstoffe gängig. Es gab Annahmestellen dafür und wir waren dann nachmittags mit der Klasse sammeln. Gab wesentlich mehr Geld als heute. Privat wurde natürlich auch Zeugs dort abgegeben.

    Stichwort zum Googeln wäre SeRo DDR.

    Dadurch kam Vieles wieder in den Kreislauf zurück. Schlecht fand ich's nicht.

    Oft hieß die Antwort beim Klingeln dann "Hier war'n schon welche"😂. Wettbewerbe dazu gab es innerhalb der Schule auch, welche Klasse sammelte am meisten pro Schuljahr und sowas.

    #ja An diese Sammelnachmittage erinnere ich mich auch.

    Handwerklich arbeitende Bäcker passen daher jährlich Ihre Teig-Gär Zeiten dem geernteten Getreide an.

    Da es davon aber nicht mehr viele gibt gibt es eine Inhaltsstoff Norm um Großbäckereien und Brotfabriken immer die gleiche Qualität zu garantieren, ist die gering über oder unterschritten muss das Getreide in den Trog.

    Das heißt, nicht das Getreide an sich ist unbedingt das Problem, sondern die industriellen Normen, so, wie bei vielen anderen Dingen auch.

    Plus die Zusatzkosten für längere Transportwege müssen sich im Preis niederschlagen (inklusive der externalisierten Kosten wie CO2-Ausstoß).

    ... erinnert mich an eine Kundin neulich vor mir an der Kasse (Bio-Supermarkt), die so erstaunt war, dass das regionale Produkt deutlich teurer als die Version aus dem weiter entfernten Ausland war.

    Und letztlich macht es wirklich keinen Sinn, bei uns die Normen immer höher zu schrauben, wenn dann alles aus dem Ausland zugekauft werden muss.

    Stellenumfang wären 12 Stunden pro Woche.

    Allerdings: der Arbeitgeber ist 2,5 Stunden Fahrtzeit von meinem Lebensmittelpunkt entfernt. Hieran lässt sich auch nichts ändern, wir werden bzw können hier nicht weg.

    Mobiles Arbeiten ist in meinem Beruf nicht möglich (direkt mit Menschen)

    Wenn 1,5 Tage und günstige Übernachtung wirklich möglich sind, würde ich es ausprobieren.


    Ich habe aber selber unter der "zu Hause sitzen und den Haushalt hüten"-Situation sehr gelitten und konnte mich so gar nicht mit Krabbelgruppe und Eltern-Kind-Kursen anfreunden.


    ... und wie schrieb mal eine andere Mutter hier, sie genießt am Arbeiten, dass sie dort alleine und in Ruhe aufs Klo gehen kann! ;)

    wurschtel #weissnicht Lass die Kinder doch ein T-Shirt gestalten!


    Meine Kinder haben auch schon Shirts gestaltet und sehr gerne getrage. Okay, da habe ich im Vorfeld mit ihnen die Gestaltung besprochen, damit sie nicht wild drauf los agieren und es nachher nicht schön finden.

    ich hoffe wirklich, dass die idee, frauen müssten universell beim stillen schutz vor blicken brauchen, bald aus allen köpfen verschwindet.

    Mit entsprechender Kleidung und einen Tragetuch, was man auch halb über das Kind legen kann, können Ausstehende u.U. gar nicht unterscheiden, ob das Kind nur gemütlich an die Mama gekuschelt schläft oder ob es stillt.


    Es gibt deutlich sittenstrengere Länder als D, in denen Stillen in der Öffentlichkeit völlig normal ist. Ich frage mich immer, warum soviele Männer hier ein Problem damit haben.

    Ja, ich wurde auch schon dumm angemacht, weil ich mein Kind in einem Restaurant gestillt habe.

    Selbst Gesetze bringe ja nichts, wenn sich keiner dran hält. Hier sind Kiesgärten verboten worden, werden aber immer noch angelegt, auch von Landschaftsgärtnern.

    DAS ist echt eine Pest! Einen Vorgarten anlegen ist heute gleichbedeutend mit: eine Fuhre Kies vors Haus kippen und wahlweise einen armes, zurechgestutztes Immergrün oder ein Steinsetzung dahinein zu stellen.

    Für das Mikroklima vor dem Haus macht das echt viel aus.

    "Bei so viel Weibern drum herum ist's ja kein Wunder dass er selber schon eins wird" (das kam so von einer Kindergartenmutti - kein Scherz!) - als Anspielung darauf als Sohn anfing, seine Haare wachsen lassen zu wollen #haare

    Und was sagt sie zu Müttern, die sich eine Kurzhaarfrisur schneiden lassen? Bewegen die sich zuviel unter Männern?

    bin da voll bei Dir Astarte... bei uns war das aber wirklich freiwillig.....

    wenn jemand gesagt hat er muss arbeiten war auch gut

    Bzw. war ich lange Elternbeirat und habe eben genau solche Dinge inittiert - die Eltern gefragt ob und wie sie sich einbringen mögen.

    Da war nirgends Druck. War eine nette Gemeinschaft.....

    Die Schule hat massiv mit Druck gearbeitet - auf die Eltern, aber auch auf die Kinder. Mein Kind war ab Klasse 5 wieder ganz anders (wie im Kiga). Dabei hatte die Lehrerin an den Elternabenden nicht mit Horrorgeschichten vor dem Gymnasium gespart. Wir haben das Kind dann an dem Gymnasium angemeldet, von dem sie sehr explizit abgeraten hat und sind damit sehr gut gefahren.

    Doch ich finde das im Sinne von Gemeinschaft wichtig. Einfach auch um den Kindern zu zeigen, dass ihr Lebensumfeld wichtig ist.

    Da fände ich es aber sinnvoller, den Eltern wird das so gesagt und sie werden darum gebeten, sich mind. einmal im Jahr zu engagieren - es gibt Vorschläge, man kann aber auch selber Vorschläge machen. Elternengagement kann weit mehr als Äpfel ausschneiden und das wöchentliche Föhnen sein. Der Landwirt, der nie zum Föhnen kommen würde, kann die Kinder ja mal für 1,2 h auf seinen Hof zur Besichtigung einladen., die Kosmetikerin bietet ein Kinderschminken an usw.. Die Bäckerin stiftet für irgendein Fest Gebäck. Und wer wirklich gerne bastelt, bietet eine Bastelaktion an. Dann profitieren alle davon.

    Aber die Eltern einfach als kostenlose Arbeitskräfte einfordern, obwohl man Aktivitäten auch anders planen könnte (ich habe in der Grundschule Leistungsschwimmen gemacht ganz ohne Föhn-Muttis) finde ich schlimm. Unser GS war da besonders kreativ. Irgendwann haben auch die sehr engagierten Eltern gestreikt - die Eltern sollten für die Bundesjugendspiele einen Getränkestand aufbauen und den Kindern die Wegwerfbecher regelmäßig füllen. Wir haben dann alle unseren Kindern ihre Trinkflasche gefüllt mitgegeben und kein Kind ist verdurstet. #rolleyes

    Ich habe die Sachen mitgemacht, zu denen ich Lust hatte. Ich habe mir auch für die Bastelvormittage frei genommen, aber unter der Bedingung, dass ich meine Bastelstation komplett selber organisiere, also dass ich selber entscheide, was wir basteln (das Material habe ich dann auch selber besorgt). Ich nehme mir sicher nicht frei, um dann einen ganzen Vormittag vorgezeichnete Kreise auszuschneiden.

    In der GS die Erwartungshaltung der LuL war….. Lesen üben mit dem Kind, dies und das… Hausaufgaben begleiten usw usf.. und das wurde exakt so kommuniziert.

    Ich war überrascht, als mein Kind in Klasse 5 auf einmal recht komplexe Hausaufgaben völlig selbständig lösen konnte. Sie hatten das in der Schule besprochen bzw. bekamen ein Anleitungsblatt mit nach Hause.

    Kurz vorher in Klasse 4 gingen deutlich einfacherer Aufgaben nicht allein. Das war einfach Hausaufgabe und es wurde erwartet, dass die Mütter sich dann darum kümmern und die schon wissen, was zu tun ist. Manchmal kam die Hausaufgabe direkt als Elternbrief und ich habe mich echt gefragt, ob es auch eine Schulpflicht für Eltern gibt. :stupid:


    Ich kann hier echt immer nicht nachvollziehen, wenn andere Eltern dem Kiga oder der GS nachtrauern.

    Die Frage ist doch was, wann und in welcher Häufigkeit.


    Ich war im Kiga die einzige Mutter, die nicht zu den Elternfrühstücks am Mittwoch, 9.00 Uhr gegangen ist. Das wurde mir klar, als ich mir für die Vorbereitungen zum Kiga-Abschluss frei genommen habe.


    ... ich war auch nie um 11.15 Uhr am Do zum Föhnen im Schwimmbad.


    Ich empfand die Ansprüche als absurd! Ja, es gab auch Aktivitäten am Samstag - aber da durften nur die Väter kommen.


    Ich bin so froh, dass die Kinder endlich am Gymnasium sind!

    Ich komme aus der Ursprungsgegend der Zuckertüte (im Osten) und bei uns wurde nichts gebastelt. #finger


    Die Tüten wuchsen über den Sommer am geheimnisvollen Zuckertütenbaum versteckt auf dem Schulgrundstück. Die Zuckertüten gab es folgerichtig auch in der Schule - dafür ging man am ersten Tag hin, um diese abzuholen (und war ganz gespannt darauf, wie die eigene Tüte wohl aussehen und was wohl drin sein mag). Die Schule war dann auch mit lauter kleineren Exemplaren des magischen Schultütenbaumes geschmückt (große grüne Zweige, an denen kleinen Schultüten hingen).


    (Später habe ich herausgefunden, dass die Eltern eine Schultüte kaufen, füllen und heimlich in der Schule abgeben mussten. ;) )


    Meine Großeltern erzählten von ihrem Dorf die Geschichte von ihrer kleinen Dorfschule mit einem Dorflehrer und wo man den Kindern sagte, der Zuckertütenbaum würde im Keller des Dorfschullehrers wachsen.

    Ein Dorf-Kind, dass im Herbst in die Schule kommen sollte, wollte eine besonders große Zuckertüte und wollte dem Baum etwas Düngung zukommen lassen. Der Junge hat dann einen Eimer Pferdeäpfel in die Kellerluke des Lehrers geschüttet. #angst



    #weissnicht Ich gebe zu, die Westversion, dass man vorgestanzte Bildchen bei einem Kindergarten-Mütter-Event auf einen Rohling klebt, den man zu Hause füllt und das Kind diesen dann in die Schule und wieder zurück tragen lässt, verstehe ich bis heute nicht.


    Das hab ich unter "westdeutsche Tradition" einsortiert.

    Das Basteln - definitiv.


    edit: DDR-Mütter haben meist Vollzeit gearbeitet.

    lustiger Weise habe ich den Zuckertütenhype unter "ostdeutsche Tradition" verbucht.

    ;) Ost-Zuckertüten sind größer als Westtüten. Tatsächlich liegen die Ursprünge im Osten.