Beiträge von Peppersweet

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    Für einen absoluten Deutschanfänger habe ich mal die pappbücher meiner Kinder mit Fotos wieder rausgekramt. Diese erstes Lernen Wörter, Tiere, Zahlen usw. Das fand ich ganz gut weil es halt immer ein Foto und ein Wort war mit relativ vielen Alltagsgegenständen. (Wir hatten allerdings auch keine gemeinsame Sprache, es musste also einigermaßen selbsterklärend sein.)

    Ja, aber es ist wirklich sehr, sehr selten dass totaler Quatsch ohne Hinweis dass es umstritten ist, drin steht. Wenn ich mir dagegen manche miserabel recherchierten Kindersachbücher anschauen, finde ich Wikipedia schon ganz gut und mit mehr Kontrolle als die meisten Webseiten und viele wissenschaftliche Artikel.

    Meines Wissens nach ist vorwärts Dreipunkt sicherer als Fünfpunkt sobald die Kinder 15 Kilo haben und verstehen dass sie sich nicht aus dem Gurt wurschteln dürfen. Meine Spargelkinder sind mit 15 Kilo nicht sus dem Gurt gerutscht, das hängt wahrscheinlich auch am Kindersitz wie der Gurtverlauf genau ist.

    Ich würde den Laden informieren. Das muss ja nicht ein super-genervtes und unfreundliches Beschweren sein, sondern kann ja auch als freundlich formulierter Hinweis sein. Auch bei Bioware sollte das nicht sein und dann ist es für den Laden auch besser, sie können das überprüfen (gerade wenn es offen verkauft wird, da können die Schädlinge ja auhc im Dispenser oder sonstwo sitzen!) als sie verlieren lauter genervte Kunden, die ihren Reis in zukunft woanders kaufen.

    Ich treffe (leider) auch nur diese entspannten Babies. Die fröhlich auf der Krabbeldecke liegen, plötzlich einfach einschlafen. Und meine daneben, ständig in Bewegung, will zuviel, knatscht schnell los.

    Mir hilft es gegen diese Gedanken, dass andere Eltern und Babys andere Themen haben oder haben werden und vielleicht denken "bei allen klappt das Stillen problemlos, nur bei uns..." oder "alle anderen hatten eine natürlich Geburt, nur ich den doofen Kaiserschnitt..." oder "bei alle anderen klappt essen/aufs Klo gehen/Fremdbetreuung/der Übergang aufs Gymnasium/... problemlos nur bei uns..."

    Ehrlich gesagt klingt das ziemlich normal. Für so Babys sind das einfach sehr viele Eindrücke und viele Babys verarbeiten die dann auch durch weinen. Ihr macht das super. Geborgenheit ist so wichtig für Babys! Babys kann man gar nicht zu viel verwöhnen, Nähe und Geborgenheit geben ihnen ein gutes Fundament. Wie lange Babys zufrieden auf einer Decke liegen, ist sicher auch Typsache, aber eine Stunde ist bei einem Dreimonatsbaby extrem lang.


    Wenn dir das überstrecken komisch vorkommt, kannst du einen Osteopathen in Richtung KISS schauen lassen.

    Mir geht es nicht so. Es ist z.B. auch scheißegal wie viele Menschen seawatch aus dem Mittelmeer rettet so lange wir die Klimakrise nicht in den Griff kriegen, weil da heute schon VIEL mehr Menschen daran sterben und in Zukunft daran sterben werden. Im Vergleich dazu ist es z.B. überhaupt nicht schlimm wenn die außerklinische Geburtshilfe in Deutschland den Bach runtergeht und alles Engagement dafür ist total sinnlos und sollte besser in andere Themen fließen.


    Aber tatsächlich gibt es einfach viele Themen bei denen wichtig ist, dass sich jemand engagiert. Für abgebrannte Kulturdenkmäler, für Flüchtlinge, für die Umwelt und für die außerklinische Geburtshilfe. Ich finde es bringt nichts, Leiden zu vergleichen - weder im persönlichen Bereich (auch da darf man mal frustriert sein über Kleinigkeiten und schlimmere Schicksale gibt es IMMER) noch im Großen. Menschen setzen unterschiedliche Prioritäten und so schwer ich das manchmal aushalten kann so wichtig finde ich doch eine offene und freiheitliche Gesellschaft, die Menschen erlaubt unterschiedliche Dinge wichtig zu finden.


    Und: Spenden für Notre Dame oder seawatch sind mir doch viel lieber als mehr Geld, das in ein neues Auto oder Garnelen oder andere umweltschädliche Dinge gesteckt wird. Also in der Liste der Dinge, für die man Geld ausgeben kann, finde ich Spenden für den Wiederaufbau einer Kirche immer noch relativ weit oben :)

    Kannst du es nicht einfach mit Doodle machen? Du kannst für jedes Datum die maximale Anzahl Teilnehmende festlegen (bei dir dann 1) und ich glaube, du kannst es auch so einstellen, dass nur du siehst wer sich wann eingetragen hat. (Ich weiß nicht, ob das wichtig ist.) Ich weiß allerdings nicht, ob man auch festlegen kann, dass sich genau eine Person pro Termin und jede Person nur an genau einem Termin eintragen kann. Das müsstest du also eventuell dazusagen.

    Draußen fand ich dann immer eher langweilig.

    Das kommt wohl auf den Garten an. ...wir haben immer das Problem, alles wieder zu finden. Mit Besuch hatte ich maö den Überblick verloren, welches Kind was gefunden hat und habe noch Monate später immer noch das ein oder andere im Garten entdeckt.


    Für mich ist Osterneiersuchen auch eine symbolische Handlung - die Natur blüht auf uns schenkt uns wieder ihre reichen Gaben, was für die Kinder im Ostereierverstecken nochmal verdeutlicht wird. Von daher kommt für mich "drin suchen" nicht in Frage. Ohne Garten würde ich in einen Park oder in den Wald gehen.

    Ne, das lag nicht am Garten (der war riesig und verwildert) sondern daran, dass ich die extravaganten Eierverstecke meines Vaters gewöhnt war während alle Draußensuchen von anderen Leuten organisiert waren, die die Sachen halt einfach irgendwo im Gebüsch versteckt haben während ich schon mindestens eine Seilkonstruktion und ein Eier in plain sight erwartet habe. Aber natürlich kann man im Garten auch aufwändig verstecken. Ich nehme an, meine Eltern haben drin versteckt weil wir immer die echten Eier versteckt haben - es handelt sich um eine große Familie, wir sprechen von 80+ Eiern- und die natürlich vor dem Frühstück (da will man sie ja essen) gesucht werden mussten. (Schokoeier verstekcne finde ich nach wie vor schräg... ) Dazu muss man sie am Vorabend verstecken, was bei der Menge und in der Dunkelheit doof ist, zumindest wenn man solche Anforderungen an die Qualität der Verstecke hat und auch nicht unbedingt 100% regen- und schneesicher. Mal abgesehen davon, dass eine Horde Kinder, die um halb sieben den Garten umpflügt auch nicht unbedingt zu Freude führt.


    Ayala Also, meine Eltern hatten eine absolute "man kann jedes Ei sehen" Regel, die dann zu vielen Eiern führte, die man zwar sehen konnte, aber oft sehr witzig versteckt waren: Das braune Ei zwischen den Kaffeebohnen in der Mühle, ein Ei in einem Bilderrahmen vor einem farblich passenden Bildausschnitt, etc. Außerdem haben sie ein Faible für Konstruktionen: ich kann mich an komplizierte, nur von unten sichtbare Seilkonstruktionen unter dem Tisch erinnern, um ein Ei an Ort und Stelle zu halten, an Ei, dass gepellt und dann mit dem Vakuumtrick in einer der Wasserkaraffen versteckt war, an Eier, die in den Vorhangsaum eingenäht waren, Eier, die mit Klebeband quasi schwebend an der Decke klebten, Eier, die - als ausgeblasene Eier getarnt - mit im Osterstrauch hingen, lauter solchen Quatsch halt.

    In der Studie waren es doch verschiedene Probanden: Du nimmst 206 angehende Lehrkräfte, gibst allen das gleiche Diktat, auf 103 davon schreibst du Max, auf 103 Murat. Dann sollen die Lehrkräfte korrigieren und benoten und dann ist die Durchschnittsnote für das Diktat von Murat schlechter war als die für das von Max. Wenn das dann deutlich genug ist, dass man nicht mehr von Zufall ausgehen kann, geht man dann davon aus, dass die Unterschiede in der Bewertung eben die Vorurteile der Lehrkräfte widerspiegeln. Murat wird also schlechter bewertet weil die Lehrkräfte unbewusst davon ausgehen, dass jemand mit Namen "Murat" ein eher schlechtes Diktat schreibt. Die Lehrkräfte vergleichen also nicht direkt die Diktate von Max und Murat. (Das steht auch so in der Beschreibung im allerersten Post) Aber auch bei direkten Vergleichen gibt es selbst bei Diktaten echt noch viel Spielraum: Kann ich ein Wort lesen oder sage ich, "unlesbar, Fehler"? Nehme ich an, dass das Kind eigentlich ein r schreiben wollte und ein bisschen weit nach untengerutscht ist, oder sage ich "ich sehe da ein n, Fehler" usw.)

    Ich war mit meiner Zweitklässlerin einen Füller aussuchen. Das Kind hat einen gewählt, jetzt geht es um die Farbe. Die Verkäuferin legt ihr nacheinander hin: rosa metallic, neonpink und lachsfarben. Das arme Kind guckt schon sehr zweifelnd aber erst als ich nachgefragt habe, ob sie nicht auch ein Modell in blau oder grün haben, hat sie das erste blaue Modell rausgeholt (das meine Tochter dann auch gleich genommen hat). Manchmal frage ich mich schon... Wie sollen Kinder sich denn bitte frei entfalten wenn man ihnen immer nur eine Variante anbietet?

    Also von Campingplätzen kenne ich das auch so, hängt allerdings von den Kindern und der Verweildauer ab. Meine sind eher schüchtern, das dauert eine Weile bis sie Anschluss finden und wenn man dann alle zwei Tage den Standort wechselt, ist natürlich Mist. (Und Glück ist halt auch dabei - wie hatten schon am Standplatz direkt neben uns ein Kind im Alter zwischen unseren, mit dem sie sofort ins Spielen kamen (und dann die nächsten Tage eigentlich kaum mehr zu sehen waren) und CP wo nur "Babys" (O-Ton) waren.


    Ansonsten gibt es JH, die Familienprogramme anbieten, da gibt es dann strukturiertes Programm aber dadurch kennen sich die Kinder dann auch. Wir waren mal hier: https://www.burg-rothenfels.de/auf-der-burg/tagungsreihen/ (Nicht bei der Tagungsreihe, sondern so. Wir haben Freunde getroffen und dadurch waren die Kinder miteinander beschäftigt aber gefühlt gab es eine große Menge Kinder, die relativ unbeaufsichtigt herumgetobt sind.)

    Wir suchen Tierfamilien beim Zähneputzen. Die Zahnbürste sucht den kleinen Elefanten aber dann findet sie erst die Schwester und dann den Papa und die Mama... die geben dann auch jeweils Tipps wo man noch suchen soll. Irgendwann habe ich dann genug gesucht aber das Kind will dann noch die Elefantenoma suchen und den Cousin...

    Oft müssen wir sie auch verjagen weil der Kindermund ja auch echt der falsche Ort für eine Eichhörnchenfamilie ist.

    Von sich aus weggeschickt hätten mein Kinder mich beide nicht. Das ist doch das Optimum - Kindergartenspaß und die Mama zur Sicherheit im Hintergrund, da haben sie ja eigentlich wenig Grund die Mama wegzuschicken. Ich habe anfangs einfach gesagt, dass ich jetzt schnell gehe und irgendwas mache, das die Kinder kannten und idealerweise eher langweilig fanden und sie dann wieder abhole. Die Hunderunde klingt ganz gut. Ich habe nicht groß gefragt, sondern das so als Aussage mitgeteilt. Das hat gut funktioniert (hätten die Kinder dann furchtbar geweint oder so, wäre ich wohl eher nicht gegangen). Ich habe das aber möglichst beiläufig gesagt wenn sie schon da waren und angefangen hatten zu spielen und es nicht vorher thematisiert. (Da sind aber Kinder auch unterschiedlich - bei meinen Kindern hat zu viel Besprechen usw. vorher oft nur dazu geführt, dass sie erst recht aufgeregt waren während so unaufgeregtes, "mir fällt gerade ein, ich wollte noch hier und da anrufen, das mach ich schnell und dann komme ich dich wieder abolen" irgendwie recht beiläufig durchrutschte. Das ist ja oft so, wenn Eltern vermitteln, dass irgendwas normal und kein Grund zur Aufregung ist, dann regt sich auch niemand auf. Aber ich kenne auch Kinder für die vor allem wichtig ist, dass man vorher sehr gründlich erklärt, was auf sie zukommt und dann klappt es während sie sich sonst überrumpelt fühlen. )