Beiträge von Peppersweet

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    Ich muss zuegeben, dass ich deinen Post mit wachsendem Erstaunen gelesen habe. Das Kind daran hindern, anderen Kindern weh zu tun, okay. Aber dieses Konsequenz-Ding zieht ihr - meiner Meinung nach - viel zu weit durch. Es ist doch so: Konsequenz ist doch kein Wert an sich, sondern nur dann sinnvoll wenn der dahinter stehende Wert auch sinnvoll ist. Was ist denn bitte der Sinn davon, ihn nicht mitessen zu lassen? Ich finde es in solchen Situationen wichtig Menschen Brücken zu bauen - auch Erwachsenen, die sich in ihrer Wut in eine Ecke verrannt haben und nicht wissen wie sie wieder rauskommen, aber ganz sicher bei einem Fünfjährigem, der den Zeitraum noch nicht mal überblicken kann. Ich würde das mehr oder weniger übergehen. Oder halt sowas sagen wie: hmm, wir wollten nächsten Monat zum Flohmarkt wenn du das Puzzle dann immer noch nicht mehr willst, können wir es da verkaufen. Oder auch: Okay, wenn du es nicht willst, lege ich es gerade hier in das Bücherregal, dann kannst du dir es wieder nehmen wenn du es wieder willst. Oder auch einfach nur: okay, du musst ja nicht mit dem Puzzle spielen. Aber es dann aktiv wegschmeissen, finde ich überzogen.

    Hier ist es ähnlich. Ich finde es hilfreich für mich zu unterscheiden wann wir uns Zeit nehmen und wann nicht (und dann packe ich sie in die Trage oder den Fahrradsitz. Ich versuche Aktivitäten so zu planen, dass Zeit für Beides ist und lasse sie dann in dem das-Kind-läuft-sich-müde Teil auch einfach machen. Als Beispiel: Von uns zum Supermarkt sind es vielleicht 200m - die könnte sie laufen, wenn sie in die richtige Richtung läuft. Trotzdem ist es stressig sie dazu zu bringen. Also lass ich sie laufen wohin sie möchte und nach einer halben Stunde Tauben und Pfützen angucken, in denen wir uns 50m in die falsche Richtung bewegt haben, packe ich sie dann in die Trage und gehe mit ihr noch Einkaufen. Das ist stressfreier als sie in die richtige Richtung zu lotsen. Bei Wutanfällen (wenn sie nicht über die Straße darf, keine Kippen sammeln darf, etc.), tröste ich sie natürlich. Ich schaffe meistens aber auch ziemlich schnell Tatsachen und lenke sie dann ab, das funktioniert im Moment besser als trösten oder erklären. Sie lässt sich auch noch ziemlich leicht ablenken, meistens findet sich was anderes interessantes "Oh, guck mal, eine Taube".

    Ich finde Joschua einen wirklich schönen Namen. Und man muss bei wirklich vielen Namen die Schreibweise erläutern - die ganzen Namen mit K/C am Anfang, die ganzen Philipps und alle Namen aus der noch nie gehört Kategorie sowieso. Davon würde ich mich nicht aufhalten lassen...

    Ich hab mal ein interaktives Theaterstück gemacht - also den zuschauern Schilder mit den jeweiligen Namen umgehängt und eindeutige Requisiten in die Hand gedrückt und dann einen Vorleser Text lesen lassen und die personen auf der Bühne herumgeschoben und kurze Texte von Karteikarten vorlesen lassen. War nur ein paar Minuten lang und eigtnlich mehr eine Aneinanderreihung von drei Szenen, hat aber Spass gemacht und war nicht soo viel Arbeit.