Beiträge von happy spider

    Fast alle Alleinerziehenden, die ich kenne, sind alleinversorgerinnen (Einverdienerinnen). Mein Vater war alleinerziehend und ist aber auch erwerbstätig gewesen (meine Mutter genauso und sie hat selbstverständlich Unterhalt gezahlt). Natürlich ist sowas eine Frage der Prioritäten ...

    Wenn er mit dir direkt die Gründe besprechen will, und du das nicht möchtest, sagst du einfach, dass du das gerade nicht möchtest, dass ihr aber gerne später noch mal (optional: gegen Ende deiner Tätigkeit) einen Termin dazu ausmachen könnt.

    Es geht mir neben meinen individuellen Bedürfnissen ganz klar auch um die sozialen Auswirkungen, gesamtgesellschaftliche Auswirkungen,Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit der Gesellschaft. Es geht mir darum, was passiert, wenn Unternehmen sich die Miete sparen und auf die ANs abgeben. Es geht mir darum, was passiert, wenn Frauen im Homeoffice verschwinden und dort völlig unsichtbar ihre unverzichtbare Arbeit leisten.


    Bei uns hab Herren Chefs haben im Homeoffice tatsächlich mehr Zeit für ihre Familien. Auf dieser individuellen Erfahrung basierend, treffen sie Entscheidungen für das ganze Unternehmen. Aber es ist ein Unterschied, ob der cehf während der telco sein Kind vom Kindergarten abholt, oder ob das die alleinerziehende Team Assistentin tut. Sowohl der Stress ist win anderer als auch der statusgewinn vs statusverlust.


    Die gesellschaftlichen Auswirkungen werden weitreichend sein. Wir sollten sie aktiv mitgestalten.aber wenn für dich das private nicht politisch ist, dann ist das eben so.


    Hat eigentlich inzwischen jemand den Podcast gehört?

    Ich arbeite seit 16 Jahren im "Homeoffice". Meinen sozialen Kontakt zum Ausgleich hab ich mir über mehrere Ehrenämter geholt - wäre doch toll, wenn die eingesparte Fahrtzeit jetzt z.B. vermehrt fürs Ehrenamt genutzt würde, um unter Menschen zu kommen! #applaus

    De facto arbeitet man aber im home office mehr. Es gibt quasi keinen Leerlauf mehr. Kein Warten, kein Nichts tun, mein Arbeitstag ist unglaublich dicht geworden und ich sage definitiv schneller ja zu einem abendtermin, als wenn ich meinen Laptop im Büro lassen würde und nach Hause führe.


    Meine ehrenämter mache ich seit Jahren online. 😬 Rabeneltern z. B.


    Mein Team ist wie gesagt global verteilt, aber für mich bedeutet das z. B. Dass ich überhaupt keinen Kontakt zu den ca 80 Kolleginnen außerhalb meines eigenen Themenbereichs habe.

    Naja, z. B. weil hier zu Hause sonst niemand mit mir Kaffee trinkt.

    Ja das mag sein.

    Ich freue mich darauf zu Hause meinen Kaffee alleine zu trinken. Falls ich dafür Gesellschaft brauche, mache ich das mit Freunden.

    Ich finde es eben für mich wichtig, mehrmals pro Woche einen Erwachsenen zu treffen. Und ich glaube, dass das für die Mehrheit ein essentielle Bedürfnis ist. Außerdem war ich bisher in jedem Job auch mit jemandem aus dem Büro befreundet. Mein Kolleginnen und Freundeskreis hat sich immer überschnitten. Jetzt bin ich in einem neuen Job und ca 80% meiner täglichen sozialen Kontakte sind damit weggefallen.


    Und was ist z. B. mit meiner Kollegin, die für den Job in eine neue Stadt gezogen ist und dort nun in ihrer Wohnung jeden Tag, die ganze Woche, ganz alleine sitzt?

    Wir machen das auch alles. Aber ehrlich, eine virtuelle Kaffeepause ersetzt doch nicht den realen Kontakt?

    ich muss sagen, dass mein Team ohnehin schon recht "digital" unterwegs war, da wir innerhalb Deutschlands verstreut wohnen und ein Teil eben auch in den USA sitzt. Also hatten wir ohnehin schon wöchentlich Videokonferenzen, das war gar nicht so die große Umstellung. Dass die manchmal etwas eigenwillig ablaufen und unter Optimierungsaspekten wahrscheinlich haarsträubend sind, finden wir alle meistens okay#freu


    ABER: Auch wir stellen immer wieder fest, dass es langsam echt mal wieder an der Zeit wäre, gemeinsam in einem Raum zu sitzen. Denn das Virtuelle tötet irgendwie die Kreativität, die entsteht, wenn man gemeinsam bei einem Workshop oder einer Konferenz sitzt. Die Dynamik ist einfach eine ganz andere, selbst bei uns, die wir uns virtuell UND real echt gut kennen.

    Ja, digitale Workshops zu leiten, finde ich unfassbar schwierig, die non-verbale Kommunikation zwischen den Teilnehmerinnen fällt fast völlig weg, kein Rumalbern, ich kann den Raum fast nicht lesen. Börgs. Dazu kommt, dass ich neu bin und mein Team eben nicht gut kenne.

    Ja, genau, der zweite Bildschirm... Der fehlt total... Okay, theoretisch könnte man sich dauerhaft einen zweiten auf den Arbeitstisch stellen, kostet nicht die Welt, aber zur Zeit hab ich zuhause keinen...

    Ich habe einen zweiten vom AG bekommen, auch einen Drucker und einen Shredder, aber das kann ich ja alles schlecht auf den Küchentisch stellen. Der Drucker steht jetzt auf dem Kühlschrank.


    Wenn mein AG fast vollständig auf HO umstellen sollte, brauche ich eine größere Wohnung. Die Kosten für den Arbeitsplatz würden dann an mir hängen bleiben, der AG würde Miete sparen (nicht zu knapp).

    Ich wollte eigentlich gerade einkaufen gehen und stattdessen sitze ich jetzt immer noch im Auto auf dem Parkplatz, weil im Radio gerade diese Sendung lief: https://www.swr.de/swr2/leben-…forum-2020-09-07-100.html


    Es geht ums Home Office, Gerechtigkeit und das Recht auf einen Schreibtisch im Büro. Da mein Arbeitgeber gerade versucht, die Firma ins quasi nur noch Home Office zu drängen, und ich selbst Führungskraft von einem Team bin, das in drei verschiedenen Ländern arbeitet, und meine Vorgesetzte auch nicht vor Ort ist, habe ich daraus sehr viel mitgenommen.


    Die von mir sehr geschätzte Jutta Allmendingen (große Liebe 💕) diskutiert auch mit und sagt lauter kluge Sachen.


    Vielleicht hat ja eine von euch Lust, sich zu dem Thema mit mir auszutauschen? Mich interessieren vor allem die Risiken vom home office. Ich würde sehr gerne irgendwann wieder zurück ins Büro und ich sehe, dass es meinem Team tw nicht gut geht mit dem home office. Unsere Führungskräfte scheinen im home office allerdings sowas wie den Heiligen Gral entdeckt zu haben.


    Für mich besonders schwierig finde ich z. B. , dass ich gar keine Übergänge mehr zwischen den Meetings habe, ich habe keine Zeit, mich innerlich umzustellen, weil ich z. B. den Raum wechseln muss. Ich sehe außerdem z. B. nicht, ob es einer Kollegin gut geht oder sie missmutig auf den Bildschirm start. Ich werde von niemandem gefragt, ob alles ok ist, oder warum ich so grimmig gucke. Im Beitrag wird darauf hingewiesen, dass die Arbeit heutzutage für viele von uns der einzige Ort ist, an dem wir regelmäßig mit anderen zusammen kommen, dass das Büro auch ein Ort der Zugehörigkeit und des sozialen Miteinanders ist, und das empfinde ich auch so. Abgesehen davon arbeite, schlafe, esse und lebe ich jetzt im gleichen Raum und meine Kinder sind dauernd um mich wenn ich eigentlich arbeiten müsste. All diese Themen und noch viel mehr werden im verlinkten Beitrag angesprochen und ich werde ihn mir, glaube ich, sogar noch mal anhören, damit ich bei der nächsten Diskussion mit meinen Vorgesetzten gewappnet bin. Vielleicht habt ihr ja Lust, mit mir gemeinsam zu denken und Meinungen zu entwickeln?



    "Es diskutieren:

    Prof. Dr. Jutta Allmendinger, Soziologin und Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung

    Dr. Josephine Hofmann, Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, Stuttgart

    Oliver Stettes, Leiter des Kompetenzfelds Arbeitsmarkt und Arbeitswelt beim Institut der deutschen Wirtschaft (IW), Köln

    Moderation: Norbert Lang


    Naja, das ist so wichtig, aber auch so schwierig. Zu entscheiden, was man NICHT tut. Dafür muss man sich seine Werte angucken. Was einem wirklich wichtig ist und was eben nicht. Und entsprechend muss man dann priorisieren und vor allem großzügig Aufgaben wegstreichen. Vor allem die, für die man nicht verantwortlich ist.


    Mir hilft ja wie gesagt die Eisenhower-matrix. Alles was nicht wichtig oder dringend ist, fliegt raus. Aber was einem wichtig ist, ist eben unterschiedlich.

    To Dos, die mir zwischendurch einfallen, packe ich in die app: 'to do', direkt sortiert nach Einkaufsliste und zu erledigen.


    Die kleinen fitzelsachen, die man ewig mitschleppt, sollte man einfach löschen. Da hilft mir die Eisenhower matrix wirklich sehr.


    Ich finde auch, dass das moderne Leben einfach so viele Ansprüche an einen heranträgt, dass man einfach nie fertig werden KANN. Das fühlt sich dann ganz schnell als persönliches versagen an.