Beiträge von happy spider

    Ach ja, mein Sohn hat mir das Video auch gezeigt, ich bin mir sicher, daß gleiche Video kann man für jede andere etablierte Partei zusammen schneiden. Ich glaube, Rezo wird in 20 Jahren auch nicht mehr alles wissen, was er mal gesagt hat, aber wir haben das ja dann auf Video und können dann so ein Video über ihn drehen.


    Die drogenbeauftragte hatte mMn einfach null Lust sich mit dem jung&naiv Typen zu unterhalten, wozu soll sie sich auch vorführen lassen?


    Meinem Sohn habe ich gesagt, dass ich finde, dass Rezo es sich zu einfach macht und komplexe Zusammenhänge gar nicht erst erläutert.


    Zur Einordnung : Ich wähle definitiv nicht die CDU. Bin aber der Meinung, dass Komplexität wichtig ist. Vereinfachte Narrative sind gefährlich.

    Ich finde Wahlrecht für Kinder, wahrgenommen durch die Eltern ein Muss. Kindern keine Stimme zu geben, ist diskriminierend. Und alle Argumente, warum es falsch ist, das Wahlrecht ans Alter zu koppeln wurden schon genannt.


    Wobei die Partei natürlich gute Gründe hat, das vorzuschlagen. 😁

    Ich und du - Mascha Kaleko



    Ich und Du wir waren ein Paar


    Jeder ein seliger Singular


    Liebten einander als Ich und als Du


    Jeglicher Morgen ein Rendezvous


    Ich und Du wir waren ein Paar


    Glaubt man es wohl an die vierzig Jahr


    Liebten einander in Wohl und in Wehe


    Führten die einzig mögliche Ehe


    Waren so selig wie Wolke und Wind


    Weil zwei Singulare kein Plural sind.

    Weil hier jemand schrieb, dass er irgendwo gelesen hätte, dass Musik, die man als Heranwachsender gehört hat, ein Leben lang bedeutsam ist...


    Das habe ich bei Criminal Minds gehört... Der Spencer Reed hat Studien und Recherchen zitiert, dass a) dem wirklich so ist... Die Musik, die Mensch in seiner Pubertät gehört hat, bleibt ein Leben lang als prägend im Gedächtnis. Und b) wird das erklärt mit biocHemischen Prozessen, die während der Gehirnentwicklung aktiv sind, die so massiv in der Pubertät sind.

    und mit durchschnittlich 31 Jahren bleibt der Musikgeschmack dann auch stehen und man lässt sich auf nichts neues mehr ein. Musikalischer Stillstand. Das hat sogar nen englischen Namen, aber an den erinnere ich mich grad nicht.

    Und dabei finde ich gerade Billie Eilish so, so großartig. 😭

    Das ist echt traurig 😢 aber natürlich realitätsnah. Als Frau wird einem weniger Kompetenz zugesprochen, also muss man sich von Frauen abgrenzen.


    Produkten für Frauen wird weniger Relevanz zugesprochen, also muss man sich davon ebenfalls abgrenzen.

    oder wenn das durchschnittliche Alter beim ersten Kind bei 18 Jahren liegt. Allerdings war das in der DDR nicht der Fall, es lag in den 80ern bei 24 Jahren

    Na ja, durchschnittlich 18 Jahre bei der Geburt des ersten Kindes würde ja in etwa heissen, dass mind. die Hälfte der Frauen vor dem 18. Geburtstag schwanger waren. Ganz so krass war es ja nun auch nicht. Und es gab natürlich immer auch die anderen wie z.B. meine Mutter, die 27 bei der ersten Geburt war.

    24 war das durchschnittliche Alter verheirateter Mütter bei der ersten Geburt, hatte ich ja geschrieben. In der BRD lag es 1-2 Jahre höher. Das ist also keine Erklärung für das von Gaagii beobachtete Phänomen. Es war beileibe nicht so, dass alle mit 18 ihre Kinder bekommen haben und es war auch nicht unüblich, mehrere Beziehungen gehabt zu haben, bevor man sich auf jemanden festgelegt hat. Vor allem, nachdem dann irgendwann die Pille verfügbar war.

    in meiner schulklasse waren schon ende der 70er jahre 50 prozent der kinder aus scheidungsfamilien. die waren definitiv nicht stigmatisiert. muss nicht überall so gewesen sein, aber ich sehe einen eklatanten unterschied zum westen deutschlands ende der 70er.


    wie gesagt, ich empfehle sehr den beitrag von anke bei der böll-stiftung.

    Wir sprachen über Frauen, in diesem Kontext war mein "wir" natürlich Frauen. MMn war der Kontext bereits definiert.


    Aber ok, ich sehe es ein. Deine Erinnerungen sind richtig, alle anderen haben irgendeinen Bias oder haben in einem Teil der DDR gelebt, der einfach nicht repräsentativ war für Berlin 😁.


    Da ich Marx nicht gelesen habe, kannst du dir die Diskussion und die Auseinandersetzung mit meiner Perspektive ja sparen. Praktisch.

    und ja, der mensch wird durch die herrschende wirtschaftpolitische grundordnung beeinflusst, was seine werte betrifft. das ist meine überzeugung.

    Du hattest zuerst Wirtschaftsordnung geschrieben. Ich bleibe dabei, dass der Druck auf Frauen auch in sozialistischen und / oder nicht-kapitalistischen wirtschaftspolitischen Ordnungen immens ist.

    Natürlich will der Kapitalismus verkaufen, aber das müsste er im Grunde gleichermaßen an Frauen und Männer richten, dann wäre der Markt doppelt so groß. Tut er aber nicht, auch wenn es Ansätze dazu gibt, was z. B. rasierten Oberkörper betrifft. Dennoch ist der Druck auf Frauen ungleich höher. Auch in nicht-europäischen Ländern, Bleichcremes werden z. B. auch nicht an Männer verkauft.

    Die Objektifizierung von Frauen zieht sich durch alle wirtschaftspolitischen Ordnungen. Der Sozialismus wird uns nicht befreien.

    frauen brauchten in der ddr auch schon in den 60er jahren nicht zu heiraten, um ein normales leben zu führen oder kinder zu haben und allein unterhalten zu können. sie brauchten nichtmal einen partner dafür.


    die zugrundeliegende wirtschaftordnung macht etwas mit den menschen. im westen (und heute de facto weltweit) haben wir „marktwirtschaft“.

    Die Wirtschaftsordnung halte ich nicht für ausschlaggebend. In der Verfassung der DDR stand, dass alle Gesetze, die der Gleichberechtigung entgegen stehen, ungúltig sind. Auch die BRD hätte die Möglichkeit gehabt, so etwas in ihr Grundgesetz zu schreiben, sie haben sich aber für eine schwächere Variante entschieden, die z. B. dazu geführt hat, dass Ehefrauen die Erlaubnis ihres Mannes bräuchten, um berufstätig zu sein.

    Auch in Diktaturen, in religiösen Zusammenhängen, in sozialistischen Staaten sind patriarchale Strukturen wirkmächtig. Im Zweifel wird der Körper der Frau immer in den Dienst des Staates gestellt.

    https://m.dw.com/en/opinion-th…BkhCUxBqc0xrL95yNPG736IHE


    "The World Medical Association (WMA) has called on physicians not to implement the IAAF rules on reducing testosterone levels, which it terms "unjustified medication" and "flagrant discrimination.""


    Für mich ist die Sache klar, sie gilt nach den Regeln als Frau. Klar ist es ein ungleiche Kampf für viele andere Frauen, gegen sie anzutreten, aber für die meisten Männer ist es auch ein ungleiche Kampf gegen einen Michael Phelps zu schwimmen. Das bedeutet für mich auch nicht, dass Frauenwettbewerbe abgeschafft werden müssen.

    Naja, , aber man rennt ja weniger mit den Hoden oder Eierstöcken, und so lange sie genetisch als Frau gilt und der Testosteronspiegel natuerlich ist, sollte sie als Frau laufen duerfen. Ihr jetzt zu sagen, sie müsse den Hormonspiegel künstlich unterdrücken ist doch schon fast fahrlässig.

    Ich finde es widerspricht den ethischen Grundsätzen der Medizin.


    Und ich finde es ganz schlimm, dass Weiblichkeit sogar mit Medikamenten begrenzt werden soll. Als ob ein Usain Bolt leistungsmindernde Medikamente nehmen müsste, um seine Konkurrenz nicht zu benachteiligen. Aber Frauen sollen gefälligst ihren Platz kennen.


    Es zeigt einfach die tiefe Unsicherheit der Gesellschaft bezüglich Geschlecht und Intersexualität.


    Ich frage mich auch, ob sie so auch mit einer weißen Frau umgehen würden.

    Ich war bisher auch der Meinung, Semenya werde furchtbar schlecht behandelt. Aber mir ist neu, dass sie tatsächlich intersexuell ist. Und damit ist für mich die Frage: darf bei den Frauen-Wettbewerben starten, wer nicht eindeutig männlich ist? (Semenya: ja) oder nur, wer eindeutig weiblich ist? (Semenya: Nein).

    Abgesehen von der Frage, die auch durch das Urteil nicht klarer ist als vorher, ist der Umgang mit ihr m.E. unsäglich. Das Anordnen von Tests, das Durchsickern lassen von Ergebnissen und das “Verordnen“ von Medikamenten ist eine absolute Frechheit.

    Für mich stellt sich eher die Frage: Was ist eindeutig weiblich? Muss man eine Gebärmutter und Eierstöcke haben, um eine Frau zu sein?