Beiträge von happy spider

    All diese Kommunikationswege, die ihr nennt, habe ich - außer Mails natürlich - nie genutzt und nie gehört. Brauche ich nicht. Brauchte ich nie.


    Mich würde es sehr ärgern, wenn der Unterricht an den Schulen auch noch mit diesen Inhalten vollgestopft wird, von denen hier alle unisono schreiben, dass sie vor 5 Jahren nicht üblich waren und keiner weiß, ws davon (oder statt dessen) in 5 Jahren üblich sein wird.

    ich habe auch Kurvendiskussionen nach Schule und Studium nie gebraucht. Digitale Zusammenarbeit hat sicher eine vielfach höhere Relevanz. Und ja auch cyber security. Da gibt es übrigens auch viele gut bezahlte, zukunftsfähige Stellen, zu denen nur eine privilegierte Minderheit der heutigen Schüler_innen Zugang haben wird.

    Miamaria also a) geht es um den Gymnasialzweig und b) findet man Stellenanzeigen für klassische Ausbildungsberufe wie BTA oder Industriekauffrau natürlich ebenfalls online. Und ja, tatsächlich haben heir die großen Unternehmen tatsächlich auch 2-wöchige Schüler_innen Praktika online im Angebot. d.h. es gibt eben hier die Schüler_innen, die dann online bei der deutschen Bundesbank in der zentralen IT das Praktikum finden, die Schüler_innen die über die Kontakte der Eltern an coole Sachen rankommen und die Schüler_innen, die zwei Wochen Regale einräumen. Das stellt bereits Weichen und ich bin unglaublich wütend darüber, dass die Schule hier so agiert. Digitalisierung wird denen nutzen, die Zugang zu digitalen Systemen haben und andere werden abgehängt.


    Da kann man als frau des Informatikers vielleicht drüber lächeln, aber wenn man ohne entsprechend elterlichen Background ebenfalls sagen kann: hey, ich weiß, was ein CRM ist und habe bereits in der Schule gelernt, damit umzugehen, dann eröffnet das Chancen im Leben. Sicher mehr als wenn man sagen kann: ich kann eine email mit Anhang versenden. Und ob dein mann es mag oder nicht: salesforce admins sind gesucht und werden gut bezahlt. und im Zweifelsfall sind es eben die Mädchen, die über mangelhaften oder nicht vorhandenen Informatik-unterricht keinen Zugang zu solchen Jobs haben. Es ist eine von vielen Möglichkeiten, die mal wieder vermasselt wird, um z.B. den gender pay gap zu schließen. (um mal wieder den kreis zur genderkacke zu schließen).

    Ja, es sollte ein Witz sein #heul#heul#heul


    aber ich meine, sie reden ja nicht nur übers Zocken, während sie zocken.


    https://t3n.de/magazin/fortnite-248132/


    "Constance Steinkuehler hat sich mit dieser Frage lange vor ­Fortnite beschäftigt. Die 49-jährige Informatikprofessorin forscht an der ­University of California, Irvine, und gilt als Vorreiterin, wenn es um die sozialen Aspekte von Computerspielen geht. 2006 untersuchte sie das Onlinecomputerspiel Lineage auf seine Tauglichkeit als „Third Place“. In der Städteplanung werden so halböffentliche Orte genannt, wie es beispielsweise Kneipen, Kirchen und Bibliotheken sind. Auch ein Computerspiel, so führte Steinkuehler damals aus, könne gerade für Jugendliche Funktionen eines Third Places übernehmen, vergleichbar mit einem ­Skatepark oder einem Bolzplatz."

    geändert. Keine Festnetztelefone mehr stattdessen skype meetings.

    Dieses ich ruf mal an... habe ich im Vergleich zu früher ganz wenig.

    Ja, das ist spannend, oder? In ein paar Jahren reden wir dann alle wieder direkt miteinander, über VR, und niemand nutzt mehr messenger... Bei meinem Sohn ist das z.T. schon so, der findet WhatsApp zu langsam, er redet über chat rooms real time mit seinen Freunden, während sie zusammen zocken.

    Die Programme, die du nennst, sind ja eher so professionelle Lösungen.

    Ja genau, darum ging es ja, dass e-mails im professionellen Kontext rasant an Bedeutung verlieren. Im privaten Bereich ist es schon länger so. Informatik-Unterricht sollte aktuelles IT-Wissen vermitteln, und das sehe ich an der Schule meiner Kinder einfach nicht. Meine Tochter lernt seit September, wie man sich bewirbt (oder was die Lehrerin denkt, wie man sich bewirbt), aber nicht ein einziges Mal wurde den Kindern gezeigt, dass es online-Job-Portale gibt.


    Und ja, ich weiß, dass sie Realität in den unternehmen anders aussieht.
    Wenn ich bei mir im Unternehmen um Kommentierung eines Dokuments bitte, bekomme ich E-Mails zurück, in denen mir in der Email gesagt wird, welche Änderung auf welcher Seite des Dokuments vorgeschlagen wird. Oder ich bekomme 5 E-Mails mit dem Dokument im Anhang, ín denen 5 verschiedene Personen jeweils ihre Änderungen eingearbeitet haben, d.h. ich habe dann 5 verschiedene Versionen des Dokuments in meinem Posteingang, auf den nur ich Zugriff habe. Bei meinen Chefs muss ich das akzeptieren, bei meinem eigenen Team investiere ich viel Zeit in IT-Schulungen und verweise immer wieder darauf, dass ich keine E-Mails bekommen möchte, sondern dass sie bitte unser Forum benutzen sollen und dass auf dem SharePoint 8 Personen sogar gleichzeitig an einem Dokument arbeiten können, was bedeutet, dass wir am Ende genau ein Dokument haben, dass alle Kommentare enthält und alle wissen, wo das Dokument sich befindet und haben Zugriff darauf. Gerade die jüngeren Kolleginnen und die Kolleginnen aus IT-affineren Ländern sind da sehr froh drüber. Andere brauchen länger, sich umzustellen, aber die Vorteile sind ihnen auch klar.


    Ein bisschen erinnert mich die Diskussion an meinen Prof an der Uni, so um das Jahr 2000, der sich E-Mails von seiner Sekretärin ausdrucken ließ, weil er sich geweigert hat, sich mit dem E-Mail Programm auseinander zu setzen. In ein paar Jahren wird die Realität in den Unternehmen anders aussehen. dann haben alle Office365 und arbeiten online. Viele Unternehmen haben längst erkannt, wie katastrophal sich E-Mails auf den Arbeitsalltag auswirken. Meine Kolleginnen in anderen Teams erhalten z.T. bis zu 100 E-Mails täglich, weil "Teilen" über das cc erledigt wird. Schon alleine, das zu sichten und zu bewerten, ob man sich drum kümmern muss, ist ein absolutes Elend.

    Susan Sto Helit ich nutze die verschiedenen Optionen der Management Systeme, wie salesforce (intern und kundenbezogen) und SharePoint(intern, mit consultants und unserem Hersteller in Japan, d. h. z. B. newsfeeds, foren, tasks, issue tracking apps, blogs.

    Außerdem Skype und Telefon (wenn es nicht dokumentiert sein muss.) Zukünftig Microsoft Teams.

    Also ehrlich gesagt möchte ich nicht mit jemandem diskutieren, der mich auslacht.


    Also lass ich dir lieber deine Meinung 🙂 in meinem Team habe ich E-Mails fast vollständig abgeschafft, und dafür ist es ja egal, ob du dazu eine andere Meinung hast.

    Ich bin auch sehr erstaunt. Sowohl an der Schule (Kommunikatiion aller Beteiligten), als auch an der Uni ist die E-Mail die zentrale Austauschform und ja natürlich auch mit Anhängen. Mich nerven Mobilgeräte zum Arbeiten ohne Ende. Alle, die ich kenne, arbeiten am PC/Laptop: programmieren, Graphik programme, Texte schreiben, Tabellenkalkulation, GIS usw..


    Ich kann Rattenkinds Erfahrungen bestätigen. In der Uni hatten wir einen Kurs, bei dem wir mit Handys zwar im Gelände Kartiert haben (also Punkte getrackt haben dank GPS und Fotos aufgenommen haben), aber die dann am Rechner weiter zu verarbeiten war für viele echt schwer. Schon allein die Fotos in das richtige Verzeichnis zu bekommen. In Exel die Datentabelle modifizieren, common licence Fotos finden, Links einfügen, alles optisch ansprechend zu gestalten... Es gibt junge Leute, die mich völlig entgeistert anschauen, wenn ich verschlage, eine Vorlage einfach anzupassen, nach den eigenen Bedürfnissen. Ich erwarte keine höheren Phtoshopkenntnisse, aber ein Rechteck und neuen Text einzufügen (auf ein vorhandenes Dokument) scheint jenseits der Vorstellung von sehr vielen zu liegen.

    Excel, Textverarbeitung usw habe ich in der Schule und dann noch mal in der Uni gelernt. Ich finde wie gesagt, dass das keine Alltagsfähigkeiten sind, sondern vermittelt werden muss.


    Und ja, Monitor, Maus und Tastatur sind viel komfortabler, aber einen PC braucht man deswegen nicht.


    Und ansonsten bin ich bei Monkalb.


    Ich habe übrigens versucht zu verstehen, wie Zahlen per Handy funktioniert und bin gescheitert. Sowas erdet. 😁 Oder ich versuche gerade den Kolleg_innen zu erklären, wieso sie auf dem SharePoint keine Ordner verwenden sollen, gar nicht so einfach. Meine Kinder können vielleicht keine E-Mail Anhänge verschicken, aber sie können mir erklären, wie das mit den unterschiedlichen Servern (???) bei minecraft funktioniert.


    Meine Mutter hat das online-banking jetzt aufgegeben, nachdem das Vorgehen beim einloggen geändert wurde.


    Es wäre schön, wenn wir alle ein bisschen geduldiger miteinander wären und wohlwollender über einander denken würden. Die digitale Welt ist so komplex...


    Edit: und ja, E-Mails sind nicht das Mittel der Wahl um zu kommunizieren und Dateien zu teilen, auch wenn mir klar ist, dass viele Unternehmen und öffentliche Institutionen sie nach wie vor als wichtigstes Kommunikationsmittel nutzen. Ich mache mir aber ehrlich gesagt Sorgen, weil unsere Kinder so veraltetes Wissen in Schule und Uni lernen.

    Ja, aber schreiben lerne ich doch in der Schule, genauso gehört Informatik-Unterricht in die Schule. Wie man eine ordnerstruktur aufbaut, wie man Dateien benennt, was Metadaten sind. Dass man bei gemeinsam genutzten Servern keine Email-Anhänge verschickt, sondern die Datei an einem logischen Ort ablegt (oder andere Systeme nutzt, wie z. B. SharePoint), das lernt sich nicht von alleine (oder es endet mit solchen Dingen, wie meine Kollegin, die Dateien abspeichert unter dem Namen "Datei von happy spider").


    Woher sollen die Kinder sowas denn können? Uns erscheint das vielleicht simpel, aber das sind komplexe Fähigkeiten.


    Edit: und ich bin immer wieder überrascht, was Erwachsen nicht wissen. Aber dann wird mir klar, die Dinge, die ich weiß, weiß ich zum Großteil auch nur, weil sie mir jemand gezeigt und erklärt hat.

    Das sprengt jetzt den Thread, aber ich finde es normal, das sie versuchen, Dinge aus dem Internet runterzuladen. Wenn ich die Liste meiner Apps auf dem Handy durchsuchte und die gewünschte App ist nicht da, schlägt mein Handy mir sofort vor, das von Google play zu suchen.


    Die meisten Kinder nutzen eben mobilgeräte zu Hause (oder sind zu arm für Internet, PC oder Handy) und natürlich wissen sie nicht, wie man eine e-Mail verschickt, woher auch? Ich verschicke privat vielleicht 3 E-mails im Jahr. Sogar auf Jobs bewerbe ich mich per app oder lade die Dokumente direkt auf eine Webseite hoch. E-Mails werden die Kinder in 5 Jahren wahrscheinlich auch nicht mehr brauchen.


    Es handelt sich bei solchen Dingen nicht (mehr) um alltagsfähigkeiten.


    Wenn es an die digitale Bildbearbeitung geht, sind ebenfalls beide Geschlechter gleichermaßen aufgeschmissen. Bin immer wieder erstaunt, wie wenig Plan von PCs die "Generation Internet" wirklich hat (Dateien in richtigen Ordnern speichern, Programme auf dem Rechner finden, Emails mit Anhang versenden,... Alles Bücher mit sieben Siegeln), aber das ist ein anderes Thema.

    Vermutlich weil sie es im Alltag gar nicht brauchen#weissnicht bei genauerem Hinsehen ist das ja auch eher Oldschoolwissen (wer nutzt schon noch PCs ;) )

    Ich verschicke keine Dateianhänge mehr. Überhaupt sind die einzigen, die mir privat Emails schicken, meine Eltern (und ich hoffe, in der Firma kapieren es bald alle, dass emails doof sind.


    Programme findet man in der Liste aller Apps 😁

    Ich bin Lerntherapeutin und habe Erfahrung mit Schrifttraining - allerdings stehe ich auf Schreibschrift. Wenn diese gut automatisiert ist, ist sie flüssiger und schneller als Druckschrift. So oder so ist es eine Übungssache, Schrift ist Handwerk und will geübt sein.


    Die Hefte von Frau Schulze-Brüning http://www.handschrift-Schreibschrift.de sind gut fürs Selbstlernen. Wichtig ist eine anstrengungsfreie Stifthaltung und dann eben - flüssige Schrift im Sinne von richtig verbinden und Auswendiglernen (automatisieren) der Schrift. Wenn möglich, empfehle ich Augen zu und durch, 6-8 Wochen konzentriert üben 10-15 Minuten täglich und dann sieht man rasch Erfolge.

    ich habe bei Frau Schulze-Brüning zwei Minuten auf der Startseite gelesen und habe sofort massive Schuldgefühle und Panik, dass mein Kind im leben nicht zurecht kommen wird. #eek krass.


    Gibt es möglicherwiese auch irgendwo einen ressourcenorientierteren Ansatz? Ich würde meinem Kind gerne dabei helfen, flüssiger schreiben zu können, aber nicht, wenn ich dann panikattacken bekomme, dann schrei ich ihn nur irgendwann an, wenn er nicht übt. :(

    wahrscheinlich hat der lehrer das nicht nett gemeint, aber es gab ja gerade in den 90ern die verbreitete ansicht, dass monoedukation für mädchen in den MINT-schulfächern von vorteil wäre.

    Ich bin sehr für Monoedukation, aber sicher nicht aus dem Grund, den der Geschichtslehrer nannte.


    Die Mathe-Lehrerin war gelinde gesagt entsetzt, hat sich ziemlich aufgeregt bei uns im Mathe-LK, mit 5 Mädchen und einem Jungen.

    Ich bin druchaus dafür auf eigenen Beinen zu stehen und finde es schade, dass so viele Mädchen sich Berufe aussuchen in denen sie keine Kariere machen können und vermutlich niemals mehr verdienen werden als ihr Mann und in Teilzeit schon gleich gar nicht. Aber pauschal die Argumente solcher Lebensmodelle einfach vom Tisch zu wischen, halte ich genauso für falsch.

    Ich finde, auch frauentypische berufe müssen ein existenzsicherndes Einkommen ermöglichen, auch in Teilzeit. Viele frauentypische berufe sind unverzichtbar.

    Naja, Mütter kämpfen doch auch jeden Tag? Wie viele Mütter haben wir hier mit erschöpfungsdepression, die eben nicht sagen können, na dann geh ich halt einfach nur arbeiten und überlasse den Rest meinem Mann?


    Ist es fair, nur uns kämpfen zu lassen? Sollten nicht die kämpfen, die am längeren Hebel sitzen, den höheren Status haben, die gefragteren ausbildungen, mehr Geld verdienen?


    Ich kann doch nicht aufhören gegen Diskriminierung zu kämpfen, nur weil ich nicht betroffen bin?

    Es ist doch normal, dass man berufliche Nachteile hat, wenn man sich um Kinder kümmert. Es ist nur fair, wenn Väter dieses Risiko auf sich nehmen. Mütter tun es in der Regel sowieso. Arbeiten unter Qualifikation oder bekommen keine interessanten Aufgaben mehr, werden nicht mehr befördert oder bekommen keine Gehaltserhöhung.


    Erst wenn männer endlich mal für ihre kinder einstehen, auch wenn das für sie persönlich nachteilig ist, wird sich das ändern.


    Ich finde es zeugt von einer ganz schönen anspruchshaltung zu sagen "ja klar kümmere ich mich um meine Kinder, aber bitte doch nur, wenn ich dafür nicht zurück stecken muss."