Beiträge von happy spider

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    Zu den Gründen hab ich mal einen total spannenden Vortrag von Prof. Susanne Ihsen gehört, da gibt es zahlreiche Gründe. Zum Beispiel brechen Studentinnen häufiger das Studium ab, weil die ersten Semester sehr theorielastig sind und sie keinen Sinn / Mehrwert für die Gesellschaft darin sehen können oder weil durch die stark ausgeprägte männliche Kultur Menschen herausgefiltert werden, die da nicht reinpassen und als Störfaktor wahrgenommen werden.


    Susanne Ihsen hat eine Toolbox entwickelt, dass ist vielleicht für die Lehrerinnen hier interessant : https://www.google.com/url?sa=…Vaw2tewWOKtxQQV9R0iMA9ctp


    Ich finde auch, dass die bildsprache in der Stellenanzeige ganz klar zeigt, was dazu führen kann, ob sich Frauen oder Männer angesprochen fühlen.


    Wenn ich z. B. einen Lego-Robotik- Kurs in der Schule bewerbe mit:


    - komm zu uns: coole Roboter bauen und kämpfen lassen, knacke geschwindigkeitsrekorde mit deinem selbstfahrenden auto


    Oder


    - komm zu uns und bau einen Futterautomaten für deine Katze, lerne programmieren mit Anna und elsa, finde heraus, wie Roboter die Welt für Menschen besser machen


    Wie wird sich das darauf auswirken, wer in den Kurs kommt?

    Ich freue mich heute mal, über eine Stellenanzeige, gesehen bei LinkedIn. Gepostet von der Head of HR des Fraunhofer IAIS:


    https://www.linkedin.com/feed/…ivity:6691758865190543362


    So muss das gemacht werden, es geht um die Haltung und nicht um (m, w, d).



    "Recruiting: objektiv und schnell

    Bereits in den Stellenausschreibungen wird Wissenschaftlerinnen über die Bildsprache gezeigt, dass sie am Fraunhofer IAIS richtig sind. Im Recruiting selber sind alle Entscheider*innen durch Trainings im Umgang mit unbewussten Vorannahmen geschult. Zusätzlich werden systematisch valide, verlässliche und kalibrierte Verfahren eingesetzt, die die oft auftretenden Benachteiligungen für Frauen verhindern. Gleichzeitig ist der Kontakt zu den Bewerbenden eng, um mögliche Vorbehalte und Ängste zu überwinden. In der Folge bewerben sich auch jene, die es sich zunächst nicht zugetraut hätten – nicht selten sind dies die späteren Champions im Feld."


    " Die Einstellungsquote von Wissenschaftlerinnen hat sich am Fraunhofer IAIS innerhalb von drei Jahren mehr als verdoppelt. Das ist für ein Forschungsinstitut, in dem hauptsächlich KI-Spezialist*innen, Data Scientists und Informatiker*innen arbeiten, sehr beachtlich – der Frauenanteil unter diesen Studienabschlüssen ist mit durchschnittlich 17 Prozent gering. Im Jahr 2019 waren am Fraunhofer IAIS 51 Prozent der Eingestellten weiblich. Insgesamt hat das Institut einen Frauenanteil von 27 Prozent."


    Quelle: https://www.iais.fraunhofer.de…seinformation-191113.html

    Ursula K. LeGuin wäre da eine Autorin, die zu nennen wäre.

    Ich möchte diesen Artikel teilen. Es geht um die Situation von Wissenschaftlerinnen während der Pandemie und behandelt viele interessante Aspekte, z. B. auch, dass Männer schneller bereit sind, vor einer Kamera über Dinge zu sprechen, von denen sie wenig Ahnung haben und dass das unserer Gesellschaft schadet:


    "Another issue is that women take on teaching, mentoring, and academic service work more regularly than men, and are more likely to serve in operational roles — [...] “getting shit done.” In the context of the current pandemic, that often means working at a breakneck pace to coordinate multiple investigations, at multiple sites, often in multiple countries, said Rasmussen. That leaves the men, who are nominally in charge, to talk to the press, she said. "


    https://undark.org/2020/06/22/…VGZ-WTbzR0uS7XcVovtBwsmns

    Diskussion mit meinem Mann über Kinderklamotten. Er ist tatsächlich der Meinung, dass Mädchenklamotten deshalb anders (=bewegungseinschränkend #flop) geschnitten sind, weil der Durchschnitt der Mädchen kleiner und kürzer ist, als der Durchschnitt der Jungen. Anders ist es für ihn nicht erklärbar, dass die Industrie das so macht #rolleyes.

    Weiß jemand wo ich fundierte Informationen/Daten finde, um ihm klar zu machen, dass ich mit meinem Aufregen darüber nicht spinne?

    Kimdergrößen orientieren sich doch an der Körpergröße. Größe 152 ist also für Kinder der gleichen Körpergröße, nicht des gleichen n Alters. Er kann ja mal ein mädchenshirt und ein jungenshirt in 152 übereinanderlegen.

    Es ist extem, wie sehr ich keine Ahnung von eurem Fachjargon habe 8o!

    PEI, GMP AQ ? Wie war das alles?

    Hej, ich bin mit einem Biologen-Hochschullehrer als Vater aufgewachsen und kann bei medizinischen Gesprächen ziemlich lange den Faden verfolgen , aber jetzt bin ich lost in Translation...#hammer


    Auf jeden Fall viel Glück bei der Bewerbung!

    Uni-Forschung/Lehre und Pharma sind auch echt zwei Welten.

    Pharma hat noch ganz andere Dinge zu bieten als den Außendienst. Auch in der Qualitätssicherung und im Qualitätsmanagement werden immer Biolog_innen gesucht, oder auch im Bereich regulatory Affairs. Sustainability oder IVDR könnten da geeignete Stichworte sein. gerade boomt auch die medizinprodukte-Branche.

    GMP kann ich nicht #angst das lernt man in der Uni nicht

    Das stimmt. Auch nicht GLP, GCP, GVP, ISO 13485, AMG. Das lernen die meisten erst im Berufsleben. QA/QM ist natürlich nichts für jede, aber was ich damit sagen wollte, es lohnt sich auch abseits der Kernqualifikation zu gucken.

    Ach ja, und Bewerbungen sind immer, immer, immer stressig. Bei meinem letzten bewerbungsverfahren hätte ich beinahe 10 vorher abgesagt #rolleyes es kam mir plötzlich alles total bescheuert vor und total unnötig. Und echt mal, das PEI will dich und alles, was dir einfällt ist, dass du nicht gut schreiben kannst? 😁 Ich bin mir sicher, du hast die eine oder andere Stärke, das PEI will einen nicht einfach so.

    Pharma hat noch ganz andere Dinge zu bieten als den Außendienst. Auch in der Qualitätssicherung und im Qualitätsmanagement werden immer Biolog_innen gesucht, oder auch im Bereich regulatory Affairs. Sustainability oder IVDR könnten da geeignete Stichworte sein. gerade boomt auch die medizinprodukte-Branche.

    Hm, da bin ich vielleicht einfach durch die japanische Kultur meines Arbeitgebers geprägt. Ich finde es unglaublich entspannend, in einem Umfeld zu arbeiten, in dem ich nicht sagen muss, dass ich etwas gut kann, sondern es gesehen und anerkannt wird. Das heisst ja nicht, dass ich nicht weiß, was meine Arbeit wert ist oder ich nicht weiß, was meine Stärken sind.


    Ich weiß auch von meinen Mitarbeiterinnen, was sie gut können und sage ihnen, dass mir das bewusst ist. Wenn ich nur diejenigen, die darüber reden, entsprechend ihrer Fähigkeiten einsetzen würde, würde mein Team nur halb so viel leisten.

    Aber meine Gehaltserwartung aufgrund meiner Arbeitserfahrung mitzuteilen ist ja keine Verhandlung. #fingerDas ich mich vorbereite ist selbstverständlich.


    Trotzdem braucht es eigentlich ein externes rating anhand der stellenbeschreibung, anonymisiert und nicht durch den Vorgesetzten.

    Harmoniebedürfnis galt in meiner Schulung zum Thema Führung übrigens als positive Eigenschaft.


    Edit: und ich halte Bescheidenheit für eine tolle Eigenschaft, gerade im Beruf. Erfolgreiche Narzissen und Egomanen gibt es wahrlich genug.

    Wenn Du als Frau nicht verhandeln kannst in einem Bewerbungsgespräch, kannst Du das wahrscheinlich auch nicht für die Firma. Da willst Du dann vielleicht auch bescheiden sein und alles harmonisch haben.

    Ich will aber nicht behaupten, dass Frauen grundsätzlich nicht verhandeln können. Das ist schlussendlich Typsache.

    Ich bin hervorragend im Interessen-basierten Verhandeln. Ich kann im Beruf für fast alles eine Lösung finden, von der alle Beteiligten profitieren. Konfliktlösung im interkulturellen Kontext: ja, kann ich.


    Muss ich mein Gehalt verhandeln, bin ich verloren. Bin froh, dass das zuletzt der Headhunter für mich gemacht hat. Und es gibt wahnsinnig viele Berufe, bei denen man gar nicht feilschen muss. Außerdem hatte ich jahrelang als Frau im gebärfähigen Alter eine extrem schlechte verhandlungsposition.


    Es gibt wohl auch Studien, die zeigen, dass Frauen seltener eingestellt werden, wenn sie hart verhandeln. Es wird vermutlich niemanden überraschen, das gleiches Verhalten je nach Geschlecht unterschiedlich bewertet wird.