Beiträge von thistlejo

    Ich habe die Pille im Alter von 17 vier Monate lang genommen. Die hat meine Libido getötet (wobei das auch durchaus an meinem damaligen Freund hätte liegen können) und, was viel schlimmer war, meine Persönlichkeit in eine Richtung verändert, die mich fast eine ganz wichtige Freundschaft gekostet hätte. Sobald ich sie abgesetzt hatte, renkte sich vieles wieder ein. Ich leide ebenfalls unter Depressionen, habe allerdings leider eine familiäre Disposition dazu. #hmpf


    Seitdem habe ich nie wieder hormonell verhütet.


    Und nun ist mein großes Kind 13 1/2 und leidet schon sehr lange unter so krassen Regelschmerzen, dass es am ersten Tag das Bett nicht verlassen kann. Wir haben viel probiert, Ibu in Kombination mit Buscopan, ein Progesteronpräparat, den psychologischen Ansatz, Wärme, ... nix. Irgendwann habe ich das Kind dann wieder zur Jugendsprechstunde mitgenommen (sie traut sich sowas dann doch nicht ohne Mama im Wartezimmer), und die Gyn hat ihr dann die Jubrele verschrieben.


    Ich fände das für mich persönlich nicht gut, ich würde an ihrer Stelle lieber ein stärkeres Progesteronpräparat verlangen (Progesteron ist für mich persönlich das optimale Antidepressivum, ich werde es nach dem Abstillen, was ja noch dauern wird, massiv einfordern), aber, hey, wer bin ich, dass ich von meinem massiv leidenden Kind einfordere, aufgrund meiner Prinzipien das auszuhalten? Es geht ihr auch sonst nicht so toll, muss sie deswegen auch noch Regelschmerzen aushalten?


    Sie hatte selber schon recherchiert dazu, kennt aber meine Einstellung zur Pille und hat echt gedacht, ich würde ihr das verbieten. #hmpf Hat sich monatelang gequält. Und war dann so glücklich, als ich sagte, wir müssen noch mal zur Teenager-sprechstunde...


    Und wenn ich dann jetzt so was lese, insbesondere in Bezug zu unserer familiären Disposition... dann grübele ich schon, ob das richtig ist.


    Andererseits - wer weiß schon, ob bei ihr diese Disposition nicht in 20 Jahren durch Therapie schon aufgefangen ist? Für mich zählt gerade eher das Jetzt. Wir haben so viele Baustellen, und die Pille schafft eine ganz große gerade auf Seite.

    Hier waren anfangs etwa gleich viele da, und dann ging die Demo los. Unterwegs hat sich die Zahl dann sehr reduziert. :( Der Polizeischutz für den kläglichen Rest wirkte schon überzogen. Allerdings wurde dieses Mal extra die längstmögliche Route an diversen Schulen vorbei gewählt, dass dauerte dann schon 2,5 Stunden. Und in Bonn ging es anderthalb Stunden später auch los, ich nehme daher an, dass der "Schwund" in diese Richtung abgedampft ist.


    Wir hatten übrigens Sonnenschein und für Ende November sehr mildes Wetter. Und ich habe eine Frau getroffen, die ich aus der Stillgruppe kannte, so war ich nicht ganz so einsam, als meine Motte nach vorne zur Spitze des Zuges lief und dort ein Transparent tragen durfte. Ihr selbstgemaltes Plakat "Die Dinos dachten auch, sie hätten noch Zeit" war ja am Kinderwagen befestigt.


    Motte hatte mich gefragt, ob sie gehen darf. Aber hey, wen interessieren denn schon geschwänzte Stunden in der sechsten Klasse, wenn das Bundesland irgendwann nur noch Wüste ist?

    Ich habe mir jetzt, gruppiert nach Themen (Arztbriefe, Schulbeurteilungen, Zeugnisse) Kopiervorlagen erstellt, die rückwärts sortiert sind, bei Kopie also sofort in der richtigen chronologischen Reihenfolge ausgespuckt werden. Dann ist der Krempel halt doppelt und dreifach in meinem Ordner, aber es hat mich solche Nerven gekostet, die doppelseitig gedruckten Briefe jedes einzelne Mal einzeln auf den Scanner zu legen. Jetzt kann ich den Stapel in den ADF-Einzug legen und fertig - mittlerweile ist mir die Papierverschwendung, ehrlich gesagt, egal.

    Ich habe es so mit 8 oder 9 gelesen und wusste gar nicht, was mich erwartet. Der Titel gefiel mir... Es hat mir sehr große Angst gemacht, zumal ich Tschernobyl mit 6 sehr bewusst mitbekommen habe und dadurch sowieso große Angst vor Atomkraft hatte. Ich habe das Buch ganz oben hinten auf mein Regal gelegt und erst einige Jahre später wieder hervorgekramt.


    Die letzten Kinder von Schewenborn habe ich dann mit 11 gelesen. Ich fand es auch sehr krass gruselig, aber abstrakter. Allein die Vorstellung einer massenhaften Bombardierung des ganzen Landes erscheint ja deutlich weniger realistisch als ein Störfall.


    Mein Y konnte vom Wohnzimmer immer auf das "Elefantenklo" in Mülheim-Kärlich gucken - meine Schwiegereltern waren froh, dass es nie ans Netz ging, und darüber, dass man es jetzt nicht mehr sehen muss, noch mehr. Ich wusste als Kind nicht, dass es gar nicht läuft, und hatte schon immer Angst, wenn wir auf dem Weg ins Pfadfinderlager daran vorbei fahren mussten.


    Ich war in dieser Hinsicht, also bezüglich Lektüre, immer recht reif. Meiner Elfjährigen würde ich diese Szenarien aber nicht zumuten.

    Ich bin Eule und finde die Umstellung doof. Jetzt im Herbst finde ich es an dem einen Tag und dem danach sehr schön, auszuschlafen, aber danach bin ich wochenlang irritiert über den anderen Lichteinfall der Sonne - wo ich mich gerade daran gewöhnt hatte, dass es morgens dunkel im Schlafzimmer ist und auf einmal nicht mehr.


    Ob Sommer- oder Winterzeit ist mir vollkommen latte, irgendwann ist eh immer zu wenig Licht da. Aber eine Kontinuität wäre schon sehr gut.

    Also, Monchichi macht öfter mal so kleine gelbe Pupse, die man so schnell gar nicht abhalten kann, da finde ich das Windelvlies großartig, weil ich sonst für so einen gelben Klecks die ganze ansonsten trockene Windel waschen muss. Insbesondere bei meinem beschränktem Vorrat an Pocketwindeln und AIOs sehr nervig, weil es gerade unterwegs manchmal einfach nicht geht, abzuhalten. Aber ja, bei größeren Mengen und ansonsten gut saugenden Windeln ist es kontraproduktiv. Allerdings konnte ich beim Fleece der Pockets ähnliche Probleme feststellen.

    Und wenn du zwischendrin abhältst? Unser Monchichi meldet sich sehr zuverlässig, und tatsächlich komme ich locker mit den 3-4 Tagen hin, manchmal sogar seltener. Was hier aber auch hilft, ist, dass der Papa ganz begeistert vom Abhalten ist - im Gegensatz zum Windelorigami und den Wollüberhosen.#freu


    Ich finde auch, dass es im geschlossenen Eimer schlimmer müffelt, und auch bei Beikost essenden Babys.


    Oskartonne war mir zu umständlich. Ich habe bei Real zwei "Campingeimer" (die heißen wirklich so) gekauft, einer steht oben im Schlafzimmer, der andere unten im Bad, weil ich nicht jedes Mal zum Wickeln hoch laufen will.

    Wenn du den Wasserkocher anwirfst, um dir einen Früchtetee aufzugießen, und dann den kalten Kaffeerest aus der daneben stehenden Kaffeemaschine über den Teesieb in die Kanne kippst... #pfeif

    Oder wenn du die Kaffeebohnen statt in die Mühle in die frisch ausgespülte French Press füllst und dann erst mal zwei Minuten lang überlegst, was konkret du jetzt eigentlich falsch gemacht hast. Irgendwas stimmt nicht, zumindest das ist klar.



    Nasse Kaffeebohnen zu mahlen ist eine noch doofere Idee.

    ...sowohl medizinisch als auch finanziell...



    Das Kind ist 13, ziemlich groß, und irgendwie ist der rechte obere Backenzahn so weit nach vorne gewandert, dass davor und dahinter eine recht große Lücke ist. Und hinter der vorderen Lücke kommt jetzt der Eckzahn. Links sieht die Zahnreihe schön aus, aber irgendwie schließen da auch die Backenzähne an die Schneidezähne an.


    Hmpf. Natürlich werde ich die Zahnärztin draufgucken lassen, aber ich würde gerne wissen, ob es außer einer festen Spange, um den Eckzahn nach vorne zu holen, für so etwas noch andere Optionen gibt. Ich hatte eine Klassenkameradin mit sehr kleinem Kiefer, der wurden die Eckzähne gezogen und dann das Gebiss mit Spange gleichmäßig gerichtet.


    Wenn so etwas medizinisch sinnvoll ist, werde ich da natürlich nichts sagen, aber ich glaube, dass fehlende Zähne auch etwas im System verändern... nur ist mein Kind generell nicht so ein Fan von gründlicher Zahnpflege, und ich fürchte, es ist mit Spange überfordert. Daher wüsste ich gerne, ob es irgendwelche Ideen gibt, eine Spangenzeit möglichst kurz zu halten.


    Und wie viel kostet so was?#haare

    Ich habe keine Probleme damit, die App funktioniert, die,Tan2go übermittelt die Tan, das Überweisen ist viel einfacher als vorher am PC. Aber mein Y kommt auch seit zwei Wochen nicht rein wegen eines Deadlock : er braucht eine TAN zum Freischalten, aber muss vorher die Tan2go- App freischalten - wozu er eine TAN bräuchte, die es ja nur noch über die App gibt. #hammer#hammerEr ist sogar sonntags abends um 10 aus der Hotline geschmissen worden. #blink Und vom PC geht es gerade auch nicht, weil die Verbindung beim Einloggen gewackelt hat und der Zugang vom Server aus Sicherheitsgründen gesperrt wurde. Das er schon mal, nur war die Hotline damals erreichbar gewesen...#rolleyes


    Zum Glück ist sein reguläres Konto bei der Sparkasse, seins bei der DKB hat er dort hauptsächlich wegen der Kreditkarte, und auf unser gemeinsames Konto habe ich ja glücklicherweise Zugriff, sonst hätten wir die Tage auch schon richtige Probleme wegen der Rechnungen gehabt. Sonst wäre er auch wesentlich weniger entspannt.


    Es ist ja auch nicht rechtens, dass die Hotline so lange nicht erreichbar ist, weil es Menschen in existenzielle Nöte stoßen kann, wenn sie keinen Zugriff auf ihr Konto haben. Deswegen ist die Verbraucherzentrale ja auch dran.

    Motte, 11, will etwas aufkehren, öffnet den Besenschrank und sucht Handfeger und Kehrblech.


    Ich: "Die hast du vorgestern mit in dein Zimmer genommen und bis heute nicht zurückgebracht. Warum suchst du die denn jetzt hier unten?"


    Sie seufzt und murmelt vor sich hin: "Ist ja schon irgendwie traurig."


    Das wirkt geschrieben nicht so, es war halt die Situationskomik.

    Das Delfinchen wird zur Schule gehen, weil es nicht wegen des Streiks schwänzen würde, sondern um des Schwänzens willen. Die Motte bekommt eine Entschuldigung wegen Klimastreik von mir geschrieben - und ja, mei, wenn die Schule das nicht akzeptiert, dann hat sie halt sechs unentschuldigte Fehlstunden auf dem Zeugnis und eine Sechs in der Arbeit. Interessiert das irgendwen, wenn die Regenwälder brennen? So in Relation? Wenn ich mir angucke, was das Delfinchen im letzten Jahr so geschwänzt hat, ohne dass ich überhaupt zeitnah informiert wurde, dann mache ich mir keine Sorgen um einen "unentschuldigten" Tag des fleißigen, angepassten Kindes...

    Monchichi findet einen nassen Hintern ganz fürchterlich und zappelt dann genauso herum wie wenn sie Pipi muss. Da ich ebenfalls den Gestank von WWW ganz schlimm finde, halte ich sie dann eben ab. Ob ich nicht schlafen kann, weil sie unruhig schläft oder weil mein Kreislauf vom Abhalten/Wickeln in Schwung gekommen ist, ist da ja nun echt egal. Mittlerweile ist sie aber nachts meist trocken. (wird morgen drei Monate#blink) Wir halten gegen 22 oder 23 Uhr ab, und wenn sie dann erst gegen 5.30 oder 6.00 zappelig wird, hält Y sie ab. Ansonsten müsste ich wesentlich öfter nachts wickeln. Auch eine Fleeceeinlage bringt da wenig.



    Disclaimer: Sie stillt nachts ein paarmal, jedenfalls öfter als sie pullert. Sie muss trotzdem nicht jedes Mal.


    Ich wollte jetzt mal CoolMax ausprobieren, vielleicht hält das ja dann wirklich trocken. Das habe ich letztens in einem Shop gesehen... Hat damit jemand Erfahrung?




    Und noch eine andere Frage: Ich habe noch ein paar alte Überhosen von früher von der Motte, die sind aber alle schon 10 Jahre oder älter. Ich finde die so toll, aber es gibt gat nichts Vergleichbares mehr! :(


    Einmal eine Kletthose in Merino von Swaddlebees und eine in PUL, aber so ein PUL, das auf beiden Seiten textil beschichtet und total angenehm in der Haptik ist. Ich habe die Marke gegoogelt, die heißen jetzt irgendwie anders und machen so PUL-Überhosen, die man auch als Dutzendware auf amazon bekommt. #hmpf Kennt ihr da was Vergleichbares? Die PUL ist total fleckig außen und die Merino noch etwas zu groß...



    Außerdem betrauere ich die Storchenkinder-Windeln. Die Bindewindeln waren meine Favoriten, und auch die Überhosen waren ein Traum. Habe ich dementsprechend gut verkaufen können damals, als ich dachte, ich bekomme eh kein Baby mehr... Die eine übrige Ringelüberhose ist auch noch zu groß...

    Warum kann die Arbeit nicht nachgeholt werden? Deine Tochter könnte ja auch tatsächlich krank sein.

    Ja nu, dann hänge ich aber für ein Attest bei der Kinderärztin rum statt beim Klimastreik.


    Und ja, die Lehrerin ist beliebt wie Fußpilz. Wenn das Delfinchen nicht so eine riesige Englisch-Affinität hätte und die Motte nicht permanent auf Englisch zutexten und sie zwingen würde, Videos auf Englisch zu gucken, würde die Motte gar nix lernen aus Protest...

    Wir sind jetzt so weit, dass sie die Arbeit schwänzt. Mir ist das Halbjahreszeugnis völlig latte, und wie kann man besser streiken als als strebsame, fleißige Schülerin, die ganz bewusst eine Sechs in Kauf nimmt?