Beiträge von thistlejo

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Rabeneltern.org-Team

    Unser Radiowecker geht um zehn vor sechs an, weil ich mich immer so gerne noch mal umdrehe und so noch in Ruhe Nachrichten hören kann. Mein Ziel ist immer, um Viertel nach sechs das Bett zu verlassen, aber halb sieben reicht gerade noch. Dann muss ich die Kinder allerdings schon mehr hetzen.


    Das Haus verlassen wir meistens um 7.25 Uhr - dasselbe Prinzip: Wenn es 7.30 Uhr ist, müssen wir wieder hetzen. Der erste Gong geht um 7.50 Uhr, der Unterricht beginnt um 7.55 Uhr. Das ist auch jeden Tag gleich, was für unsere Routine wirklich gut ist. Schön ist allerdings anders, wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich lieber bis 9 schlafen.


    Es klappt von Woche zu Woche besser, nur die Montage sind immer doof. Dann verkriechen sich die Kinder unter meiner Daunendecke und wollen nicht aufstehen. Das kann ich so gut verstehen, aber wenn ich selber wieder drunterkröche, um noch etwas länger zu kuscheln, wäre alles verloren.

    Ich weiß auch noch nicht so recht, was ich davon halten soll. Ich habe mir mit dreieinhalb Jahren das Lesen und Schreiben selber beigebracht, indem ich meinem Vater beim Schreibmaschineschreiben zugesehen habe. Auch heute kann ich Dinge besser lernen, wenn ich sie aufgeschrieben gesehen habe oder mir zumindest vorstellen kann, wie etwas geschrieben wird (Deshalb kann ich mir auch die allerseltsamsten Namen merken, wenn die Aussprache von der Schriftform abweicht - ich muss nur die Schriftform kennen).


    Dieses Lesen durch Schreiben ist mir von meinem Wesen her völlig fremd, aber ich vertraue in unsere Lehrerin. So eine hätte ich ahben müssen, dann hätte ich auch nicht so schnell die Lust an der Schule ein für alle Mal verloren!.


    Bei uns gibt es jetzt die Anlautburg als Bild und dazu einen Rap, was schon mal zwei mögliche Lernwege einschließt. Die Kinder haben also die Burg und dazu das Ameisenheft, in dem sie die Anlaute mit den dazugehörigen Bildern verbinden, die Anlaute zu den Bildern oder die Bilder zu den Anlauten malen. Oder andere Dinge malen, die mit den gleichen Anlauten beginnen. Später werden sie Hefte bekommen, in denen Bilder sind, neben die sie schreiben können, wie sie glauben, dass das entsprechende Wort aussieht (Es fängt mit "Oma" an).


    Was mir bei diesem wilden Wörterbasteln immer sehr hilft, ist die Rückfragemethode.


    Mein Kind hatte mit Buchstabenwürfeln "SANA" gelegt und fragte stolz: "Mama, was teht da?"
    Ich fragte: "Was könnte denn da stehen?"
    Sie: "SONNE!"
    Ich: "Ja, fast!"
    Sie: ?
    Ich: " Mit welchem Buchstaben hört "Sonne" denn auf?"
    Sie legte dann ein H dazu, aber indem ich immer wieder "Ja, fast" sagte und anmerkte, dass "Sonne" ja ein ganz schön schwieriges Wort sei, haben wir die Situation ohne Wutanfall hinter uns gekriegt.

    Mein Kommentar bezog sich natürlich wirklich nur auf den weiter oben gefallenen, es sei sinnvoll den RTW zu rufen, damit man schneller drankommt in der Notaufnahme. Ich würde im Zweifelsfalle immer den RTW rufen. (naja, ich vielleicht nicht, ich hab den rettungsdienst ja daheim. es sei denn, mein Mann rettet grad andere Leute :D )


    Also, mir wurde es, besonders in Bezug auf verletzte Kinder, bisher in allen Erste-Hilfe-Kursen so vermittelt, dass man dann schneller drankommt. Aber eher in dem Sinne: Wenn es so schlimm ist, dass man nicht mehr selber fahren kann, hat man erhöhte Priorität. UND man steckt nicht im Stau mit einem Kind, das sich auf einmal erbricht und ohnmächtig wird oder ähnliches.


    Vor einem Jahr habe ich mal den RTW gerufen, da ist meine jüngere Tochter gestürzt und hat sich die Zunge so schlimm aufgebissen, dass sie unter Vollnarkose mit vier Stichen genäht werden musste. Da habe ich aber auch nicht lange überlegt. Als das Blut aufgehört hatte zu sprudeln, konnte ich die Wunde sehen und wusste: Nähen, Narkose - also RTW. Und ich war so fertig mit den Nerven. Als ich die Rescuetropfen genommen hatte, um mich ein wenig zu beruhigen, habe ich beim Schließen des Fläschchens so gezittert, dass ich mir den halben Inhalt desselben über meinen Pulli gekippt habe. Da habe ich erst mal bemerkt, dass es mir trotz meiner scheinbaren Ruhe nicht gut genug gegangen wäre, um selber zu fahren. ;(

    Hallo Melli,


    ich kenne das Problem zu gut. Das kostet einen echt Nerven ohne Ende, und endschwanger, wie du bist, ist das bestimmt nochmal einen Tacken anstrengender. Die Fahrradhelm-Situation ist hier genau so letztes JAhr passiert!


    Hier hat tatsächlich vermehrte Aufmerksamkeit und Zuwendung für die Große (plus die Einschulung, so dass sie geistig gefordert ist und auch endlich wieder ihren eigenen Bereich hat) viel geholfen. Es ist jetzt auch nicht mehr so das Drama, wenn man die Andere das Knöpfchen an der Ampel drückt, obwohl sie eigentlich nicht dran ist. #augen Ich hatte es so satt, immer die Schiedsrichterin spielen zu müssen, also habe ich irgendwann gesagt, ich mache das alles selber. Da konnte ich mal sehen, wie schön das mit dem Einigen klappt, wenn ich mich raushalte! Klar gibt es manchmal Dramen - ich kann absolut nicht behalten, wer beim letzten Mal damit dran war, die Haustür aufzuschließen, und "wer lauter und länger weint, bekommt Recht" gibt es hier nicht. Dann mache ich es selber - und die zwei sind wieder vereint in ihrer Wut auf die dumme, gemeine Mama. :P


    Auch achte ich zwar weiterhin auf Gerechtigkeit, aber ich habe aufgehört, Kleineigkeiten zu kaufen, nur damit das jeweils andere Kind auch was bekommt. Wer was braucht oder mit mir unterwegs ist, kriegt was, und fertig. Das Leben ist hart... #pfeif


    Gestern hatte ich so einen Neidanfall dann bei meiner Ronja. Liegt's am Namen? Nein, quatsch. Ich hatte Malin ein Shirt gekauft und Ronja nichts, und sie bekam einen Wutanfall par excellence. Da half es auch nicht, sie daran zu erinnern, dass sie letzte Woche ein nagelneues Ballett-Trikot bekommen hat und Malin sich mit keinem Wort beschwert hat, dass sie nichts bekommen hat!


    Wäre das nichts, Hannah mal für einen Nachmittag zu verabreden? Und wenn das nicht klappt, kann der Papa doch an Wochenende mal was alleine mit ihr machen. Das geht hier immer sehr gut, und wenn man dann alleine ist, kann man wirklich intensive Exklusivzeit machen. Unsere Malin zehrt von so etwas Wochen - und es reicht ihr auch schon aus, wenn wir gemeinsam mit dem Rad zum Ballett fahren und Ronja erst danach aus dem Kindergarten abholen. Dabei habe ich dann gar nicht so viel Zeit, intensiv auf sie einzugehen. Aber wir sind zusammen, ich höre ihr zu, ohne dass eine kleine Schwester dazwischenquäkt, und das findet sie super!


    Ich muss aber zu meiner Schande gestehen, dass ich darauf auch erst mit der Nase gestoßen werden musste. In den Sommerferien war ich so genervt, und unser Verhältnis (die Große und wir Eltern) war sehr belastet. Dann haben mich zwei Freunde beiseite genommen und mir kräftig die Leviten gelesen - und das war echt nötig. Wir waren in so einer Motz-Spirale drin, in der wir sie, je neidischer sie wurde, immer weiter weg von uns schoben, weil uns das so auf den Keks ging. Seit wir sie näher an uns ran geholt haben und auch mal ganz bewusst der Kleinen sagen, dass sie jetzt Pause hat, weil die Große dran ist, ist es viel schöner! Und auch viel weniger anstrengend!

    waschbär und Hannah, das tut mir Leid für eure Kinder. Ich finde das so ätzend, dass die Zurückstellung einem so schwer gemacht wird. Beim Sohn meiner Freundin (wurde Ende August 6! ) ist das nur gelungen, weil die Eltern ihn nur an der Waldorfschule und nicht an der Regelschule angemeldet haben. Die anthroposophische Ärztin hat ihn problemlos zurückgestellt, aber beim Gesundheitsamt wären sie da gegen eine Mauer gerannt. Kind ist vor dem Stichtag sechs, also muss es in die Schule, ob reif oder nicht. #hammer


    Bei uns läuft es weiterhin gut. Das, was ich von den Hausaufgaben zu sehen bekomme, könnte manchmal ordentlicher sein #augen , aber das Kind hat schließlich meine Gene, da wundert mich das eigentlich nicht. Sie hat großen Spaß, lässt sich in der Lernzeit aber leicht ablenken. Ihre Aufgaben sind immer viel ordentlicher, wenn ihre Patin aus der Zweiten und deren Freundin nicht daneben sitzen.


    Mittwochs habe ich immer Hetze mit dem Abholen, weil die Kleine seit Neuestem bis 15.45 Ballett hat. Dann muss ich sie anziehen (inklusive diverser "Das ist mir zu warm!"-Diskussionen), aufs Fahrrad schmeißen und in der somit auf nur noch zehn Minuten zusammengeschrumpften Zeit zur Schule hecheln. Das wäre ja an sich nicht so das Problem - Malin darf alleine rausgeschickt werden, und eigentlich habe ich ihr gesagt, wenn ich dann noch nicht da bin, soll sie warten. Der Schulhof bietet auch genügend Beschäftigungsmöglichkeiten.


    Gestern traf ich dann eine Klassenkameradin mitsamt Mutter um kurz nach vier (ich musste schon aufpassen, dass sich meine Zunge nicht um die Speichen wickelte), und diese sagte, Malin sein hinter dem Gebäude, sie hätte verkündet, dass sie heute das erste Mal alleine mit dem Rad nach Hause fahren dürfe. #kreischen Die Mutter hatte ihr nicht wirklich geglaubt, aber wie Malin halt ist, hat sie das nicht beeindruckt, und sie ist zum Fahrradplatz abgezogen.


    Als ich dann dort ankam, sah sie mich und rannte laut heulend weg. Sie hatte sich so sehr gefreut und war so stolz auf sich, dass sie jetzt alleine fahren würde - nur leider sind das drei Kilometer, die mindestens zur Hälfte an einer gefährlichen Straße entlangführen. Und sogar in meiner Gegenwart, wenn ich laut "Stopp!" brülle, kommt es vor, dass sie herumträumt und einfach über eine rote Ampel fährt. #haare


    Es tat mir auch total Leid für sie, aber das ist einfach nicht drin.

    Also, den Kindern macht das großen Spaß, wenn sie mal zu solchen Feiern eingeladen sind. Ich selber finde Indoorspielplätze zu laut und anstrengend und das Essensangebot zu unappetitlich und eingeschränkt (meine Kinder sind auch nicht wirklich die großen Pommesfans)und würde deshalb nur dann dort feiern, wenn es wirklich ein großer Herzenswunsch meines Kindes wäre. Wir haben aber auch einen Garten und notfalls im Haus genug Platz.


    Allerdings fehlte mir bei der letzten Einladung in einen Indoorspielplatz auch ein wenig das Verständnis. Gut, es war wenig Platz in der Wohnung des Kindes und man wusste nicht, wie das Wetter wird (es war total warm und sonnig, und beim Abholen habe ich gesehen, dass ein anderer für einen Geburtstag gedeckter Tisch unberührt war - ich finde es viel asozialer, den Indoorspielplatz zu buchen und dann einfach nicht hinzugehen...), aber die Mutter des Geburtstagskindes klagt bei jedem Treffen darüber, wie wenig Geld sie doch hat und dass sie nicht weiß, wie sie nächste Woche das Essen kaufen soll - und dann geht sie hin und bucht eine Feier im Indoorspielplatz für acht Kinder? Also, asi finde ich den Feierort nicht, aber vor diesem Hintergrund fand ich das schon sehr unverständlich.


    ich sage höchstens "ich täts nicht". und bleibe dabei, dass ich kinder nur gesichert mitnehme und meine kinder nur mitgebe, wenn sie im sitz angeschnallt mitfahren können, maximal noch nur mit sitzerhöhung beim großen.

    Ich habe eine Freundin, die mitten in der Pampa wohnt und aus Mangel an Transportmöglichkeiten (keine Auto, kein Führerschein, Busse nur alle zwei Stunden, und wenn der Zug zwei Minuten zu spät kommt, kriegt man den Bus nicht mehr, also AST) öfter mal mit Kind in der Tragehilfe Taxi/Auto fährt. Einmal wollte sie mich besuchen, ist aber eine Station zu früh ausgestiegen. Tja, ich hatte hier zwei Kinder und keinen weiteren Kindersitz, ich hätte sie nicht abholen können (Fußweg wären locker 30 Minuten gewesen, da die letzte Strecke über die Bundesstraße geht).


    Da hatte sie echt Glück, dass eine gemeinsame Bekannte im Alter meiner Mutter auch anwesend war, die das nicht schlimm fand, denn immerhin war das Kind ja per Tragehilfe an die Mutter gebunden und so gesichert. #stumm Sie ist halt aus einer Generation, in der die Babys, wenn sie Glück hatten, in der Kinderwagenwanne auf den Rücksitz gestellt wurden anstatt auf den Schoß genommen zu werden, uind wenn sie sehr viel Glück hatten, wurde diese Wanne auch angeschnallt. (Meine Mutter hatte in den Siebzigern und Achtzigern sogar eine Extrawanne für's Auto, in dem das jeweilige Baby aber völlig ungesichert rumkullerte... #yoga )


    Besagte Bekannte findet es immer noch total praktisch, dass sie während der Fahrt in den Italienurlaub keinerlei Pause machen mussten, weil sie ja auf der Autobahn die Babys einfach rausnehmen und stillen konnte. Ich finde das schlimm und sie weiß das auch, und ich finde, meine Bekannten haben verdammtes Glück, dass sie dabei nie einen Unfall hatten, aber für mich ist das ein absolutes No-Go. Das sage ich ihnen auch in aller Deutlichkeit, allerdings kündige ich ihnen nicht direkt die Freundschaft auf deswegen. :)



    Ich habe ja selber Jahre damit verbracht, meine Brust in den Maxi-Cosi zu stecken, den Diagonalgurt hinter mir und nur mit Beckengurt gesichert. Bei der Großen war es kein Problem mit Schreien, wenn ich selber fuhr, bei der Kleinen bin ich monatelang nicht selber gefahren, weil sie sich wegbrüllte. Auch nicht Fahrrad. Es war echt stressig, und netterweise stellte sie den Hass aufs Autofahren drei Wochen, bevor wir an die Nordsee fuhren, ein. Wäre das nicht so gewesen, wäre ich mit ihr Zug gefahren. Über vier Stunden gekrümmt über der Babyschale hätte ich nicht mitgemacht. Alle anderen Autofahrten haben wir so getimt, dass ich maximal zehn Minuten stillen musste, bis sie schlief. Oder eben Öffis.

    Also, ich bin ja bei der ersten Elternpflegschaftssitzung letzte Woche in der Schule wegen der Länge von zweieinhalb Stunden recht genervt gewesen. Wobei es die meiste Zeit nicht schlimm war. Wir haben jetzt auch keine "Mein Kind braucht aber mehr Lehrstoff"-Eltern dabeigehabt, wohl aber ein, zwei kleine #augen -"Highlights" (darf ich auch mal lästern?)


    Lehrerin erklärt das Ding mit der Schulmilch und sagt, dass per Konferenzbeschluss keine Vanillemilch oder Kakao mehr an die Schüler verkauft werden, weil man an der Schule Wert auf gesunde Ernährung legt und das unnötige Zuckerbomben sind. Allgemeine Zustimmung in der Elternschaft. Eine Mutter meldet sich zu Wort: "Aber mein Sohn ist ganz unglücklich. Er sagt, er ist jetzt der Einzige, der überhaupt noch Milch bestellt. Seit es keinen Kakao und keine Vanillemilch mehr gibt, ist er alleine. Kann man das nicht wieder einführen, damit mehr Kinder was bestellen und er sich nicht alleine vorkommt? Sonst will er bald auch keine Milch mehr trinken." #hammer


    Oder die Frage, warum denn der Lehrerparkplatz ab 15 Uhr nicht für abholende Eltern geöffnet wird, weil es so wenige Parkplätze gibt. (Ja, in der Stichstraße, in der der Schulbus hält, gibt es tatsächlich momentan nur ca. 12 Parkplätze, weil an einem Waldweg in der Nähe gebaut wird und daher der Waldparkplatz voll mit Erde, Material und Baumaschinen ist. Aber in den Straßen in der Umgebung gibt es mit etwas Fantasie mehr als genug Parkplätze, und man muss auch nicht wirklich witer laufen als vom Waldparkplatz aus. Und wenn die Schranke auf ist, fahren die ganzen Führerscheinfrischlinge auf den Schulhof (auf dem die Kinder spielen! ), machen den Kofferraum auf und spielen Disco, und die OGS-Mitarbeiterinnen müssen mit denen diskutieren, warum sie jetzt abhauen sollen...) So eine Diskussion um 22.15 Uhr! #motz Da fand ich die Nutellabrot-Diskussionen im Kindergarten noch lustig gegen...

    So, da habe ich euch auch gefunden.


    Hier läuft alles super. Gestern war direkt schon wieder schulfrei, weil der Referent für die Leehrerkonferenz nur an diesem Tag konnte. Egal, ich bin ja flexibel, und Malin findet es total super, mich für sich alleine zu haben, selbst wenn wir uns nur nebeneinander beschäftigen.


    Sie geht total gerne in die Schule. Wenn ich hier lese, was das für ein Stress mit den Hausaufgaben ist, bin ich nochmal froh, dass wir uns für den Ganztag entschieden haben - die Hausaufgaben waren der Hauptgrund. Von uns Eltern nimmt sie genau gar nichts an, wenn wir ihr was beibringen wollen, und mich hatte das kalte Grausen gepackt bei dem Gedanken, dass ich von nun an mit der Peitsche hinter ihr stehen und sie zwingen muss, die HA in einem Zeitrahmen von unter zwei Stunden täglich zu erledigen. #angst Zuerst standen wir auch nur auf der Warteliste, weil ich ja nicht berufstätig bin, aber dann kam kurz vor knapp ein Anruf, ob strukturierter Ganztag für uns auch eine Option sei (Ja! Sogar noch besser als offener Ganztag! ), und seitdem ist sie in der Froschklasse.


    Hier werden erste und zweite Klassen gemeinsam unterrichtet, d.h. wir haben 12 Erst- und 13 Zweitklässler. Oder umgekehrt. Ich finde das aus meiner eigenen Erfahrung heraus schön (ich konnte mit dreieinhalb Jahren lesen und kam dann zu einer Lehrerin, die ihr Unterrichtstempo am langsamsten Schüler der Klasse orientierte, der eher auf eine LB-Schule gehört hätte. Ich langweilte mich tot und flippte durch den Raum, um irgendetwas zu tun zu finden. Sie hielt mich nur für absolut nicht schulreif - heute wäre ich, septembergeboren, Pflichtkind, damals, kam die Zustimmung zu meiner Einschukung mit fünf nur zögerlich). Zwar ist sie ganz normal schulreif (kann einzelne Buchstaben, ihren Namen und die der Familienmitglieder lesen, bis hundert zählen, im Zahlenraum bis 12 rechnen) und keine Überfliegerin, aber es ist einfach ein gutes Gefühl, dass eine Herausforderung für sie da ist, wenn sie in irgendeinem Bereich eine braucht.


    Es ist zwar eine städtische Schule, die aber sehr montessoriorientiert arbeitet. Jegliche Zweifel, die ich noch hatte, weil ich mein Kind anstatt auf die Waldorfschule (zehn Minuten zu Fuß, und ihre beste Freundin geht hin) auf die städtische (drei km) geschickt habe, sind restlos ausgemerzt. Montessori liegt mir einfach mehr.


    Zudem sind die Lehrer alle super - in der Klasse arbeitet eine Sonderpädagogin für die GU-Kinder mit, mit deren Schwester wir seit langer Zeit befreundet sind. Diese Sonderpädagogin ist sehr rabenkonform... ;)


    Wir hatten in unserem Kiga (Elternini) nur fünf Vorschulkinder, die auch alle auf fünf verschiedene Schulen gehen (eine davon ist jetzt bei fibulas Sohn in der Klasse...). Daher kannte Malin kein Kind, aber das hat mir wenig Sorge bereitet. Sie ist sehr kontaktfreudig und aufgeschlossen. Und tatsächlich hat sie auch schon am Tag der offenen Klassentür (zwei Tage vor der Einschulung bringen die Erstklässler ihr ganzes Material vorbei und schauen sich in Ruhe im Klassenraum um) ein Mädchen kennen gelernt, neben dem sie jetzt sitzt (Sechsergruppen an verschieden hohen Tischen, immer drei Erst- und drei Zweitklässler). Und sie hat jetzt auch schon zwei weitere Freunde sowie Kinder, mit denen sie sich gut versteht. Der strukturierte Ganztag hilft da wirklich beim Kontakteknüpfen.


    Es gefällt Malin so gut dort, dass sie mich gebeten hat, bis 16 Uhr bleiben zu dürfen - im gebundenen Ganztag kann nur entweder um 15 oder um 16 Uhr entlassen werden, und bisher war ich immer um 15 Uhr da, weil ich dachte, dass das für so ein kleines Kind reicht. Aber wenn sie so einen Spaß hat, darf sie auch gerne länger bleiben. Das war im Kiga damals auch schon so.


    Übrigens hatte sie heute das erste Mal Englisch - Mister Mole (eine große Handpuppe) hat sämtliche Lernkärtchen für ihre Dose ausgeteilt, und sie durfte sagen, was Katze, Hund und Biber auf Englisch heißt. Das scheint also von Schule zu Schule unterschiedlich zu sein.


    Auch wenn sie die HA in der Schule macht (wobei die Hausaufgaben in der Schule abgeschafft wurden - das heißt jetzt Lernzeit, und nach Hause müssen die Nicht-OGS-Kinder sie nur nehmen, wenn sie während der im Stundenplan vorgesehenen Lernzeit nicht damit fertig geworden sind), habe ich doch schon mal die Hefte angucken dürfen. Also, so sonderlich ordentlich ist das noch nicht. Vor allem merkt man, wenn sie etwas kurz vor der Pause noch hingekritzelt hat. #augen Und man merkt, woran sie Spaß hatte und woran nicht, aber das ist ja normal.


    So schwere Aufgaben wie Julie hatte sie aber noch nicht. Die Erstklässler bewegen sich halt montessorimäßig im Zahlenraum von 1 bis 6, jede Zahl hat eine andere Farbe und eine andere Anordnung. Dann haben sie die Anlautburg mit dazugehörigem Heft und einem Rap, den sie alle zusammen rappen, damit sie die Bilder den Lauten zuordnen können. So klappt das dann auch gut, die Buchstaben zu den entsprechenden Bildern zu malen bzw. die Bilder zu den Buchstaben (auch wenn ihr Igel eher nach Stegosaurus aussah...).


    Ich finde das alles sehr süß und sehr durchdacht- auch wenn die Klassenpflegschaftssitzung sich mit zweieinhalb Stunden schon sehr zog. Muss denn abends um viertel nach zehn noch die Diskussion sein, warum der Lehrerparkplatz ab 15 Uhr nicht geöffent wird, damit die armen, armen Eltern 200 Meter weniger laufen müssen? #augen (Ätsch. Muss ich noch erwähnen, dass wir mit dem Fahrrad kommen und direkt vor die Tür fahren können? :P )

    Weißt du, ich saß damals bei der Rückbildung ständig stillend in der Ecke, während sieben andere Babys zufrieden glucksend in der itte lagen, während deren Mütter drumherum turnten. Später nach dem Pekip saß ich mit aktivem Baby auf dem Schoß im Caf#e und musste es davon abhalten, meinen Milchschaum zu futtern (vor sechs Jahren war Kuhmilch im ersten Lebensjahr noch gaaaanz böse!), während sieben andere Babys vor dem Fenster im Kiwa pennten (auf der 200-Meter-Strecke eingepennt.) Und so weiter.


    Ich hatte das große Glück, Freundinnen zu finden, deren Babys sich ähnlich benahmen (waren auch mal bei den Raben aktiv), da kam ich mir dann nicht mehr ganz so wie ein Alien vor.


    Und das Kind, das als Baby so an mir klebte und sogar den Papa nur dann akzeptierte, wenn er sie ins Tuch band und sofort stramm losmarschierte, hat mir heute nach neun Tagen Schule verkündet, dass sie bitteschön nicht um 15 Uhr, sondern um 16 Uhr abgeholt werden will. Sie ist unheimlich selbstbewusst und mutig, sie zögert kaum bei neuen, beängstigenden Situationen - schon die Eingewöhnung im Kiga sah so aus, dass ich nach einer Stunde ging und sie von da an immer an der Tür abgab und sie sehr schnell bitteschön so lange wie möglich bleiben wollte.


    Mein zweites Kind hingegen, das sich gut ablegen ließ und auch schon mal auf Omis oder Papas Arm einschlief, brauchte eine sehr lange Eingewöhung, die den Erzieherinnen so überhaupt nicht zusagte. Die hatten aus ihrer Erfahrung mit der Großen heraus das Gegenteil erwartet.


    Was ich sagen will: Mach dir keinen Kopp, nimm dein Baby, wie es ist, genieße die Nähe, so lange es geht, vielleicht lässt sie sich irgendwann nicht mehr kuscheln und will immer bloß in die weite Welt hinein.

    Ich habe jetzt "überwiegend getragen, aber auch Kiwa" angeklickt, weil die extensive Kiwa-Nutzung bei beiden später kam.


    Kind Nummer 1 habe ich in der Babyzeit fast ausschließlich getragen - wenn man mal von ein paar Kiwa-Versuchen in den ersten Wochen absieht. Fand sie nicht lustig, ich fand's auch lästig (und ärgerte mich so über das rausgeschmissene Geld - da hätte ich doch ein paar Tücher für kaufen können! :D ), also ab ins Tuch. Als sie dann sitzen konnte, fand sie Buggys wahnsinnig interessant (mit zehn Monaten saß mein Hibbel-Aktiv-Baby tatsächlich mal eine geschlagene Stunde in einem fremden an der Wand geparkten Buggy und fand das total super 8I ), und als ich dann wieder schwanger war, merkte ich so ab der 10. Woche, dass mein Beckenboden das Tragen ganz, ganz doof findet.


    Von da an kam der eingestaubte Kiwa tatsächlich in Dauergebrauch, sie machte regelmäßig ihren Mittagsschlaf darin. Und auch abends schoben wir sie oft zum Einschlafen rum, damit meine armen Brüste ein wenig geschont wurden. Ich erntete allerdings in der ersten Zeit ziemlich viele blöde Blicke à la "Das Kind ist doch schon so groß! Hat die Frau denn immer noch nicht gelernt, durch Türen zu fahren, ohne hängenzubleiben?" #lol


    Ich wurde dann aber recht schnell routiniert mit dem Wagen, und als Nummer zwei dann da war, war er unverzichtbar. Die Große war ja gerade mal zwei Jahre alt und nicht besonders langtreckenlaufbegeistert. Das Baby hatte ich, weil ich es praktisch fand, immer im Tuch. So von ihr aus wäre das nicht nötig gewesen, sie ließ sich tatsächlich auch ablegen und wäre vermutlich auch ein Kiwa-Kind gewesen, wenn Mama das nicht doof gefunden hätte.


    (Und es ist mir tatsächlich passiert, dass mich eine wildfremde Frau auf der Straße anhielt und fragte, ob ich einen Tandemkinderwagen bräuchte. :stupid: )


    Aber auch die Kleine fand den Kinderwagen ab Sitzalter hochinteressant, vor allem, da ich da einen TFK-Jogger gebraucht erstanden hatte, um dessen Sitzfläche sich von da an regelmäßig gestritten wurde. Und ich hätte nie gedacht, dass ich, die Tragemama schlechthin, mal so ins Schwärmen über einen blöden Kinderwagen geraten würde! #pfeif


    Wir haben auch immer noch einen Ergo im Auto, und wenn der nicht zur Hand ist, kommen laufmüde Kinder einfach so auf den Rücken (Mama) oder die Schultern (Papa).

    Bei uns sind es auch Grasmilben. Was hilft: Entweder Desinfizieren oder Weidenrindenshampoo. DArauf setze ich zumindest jetzt meine Hoffnung. Nachdem es bei unseren Freunden ganz ausgezeichnet geholfen hat, habe ich die Zähne zusammengebissen und es in der Apotheke besorgt. Ist schon schweineteuer, das Zeug.

    Weil es gesellschaftlich immer noch als "schwach" gesehen wird, "seine weiblichen Anteile zuzulassen"? So lange "Mädchen" noch abfällig verwendet wird ("Trau dich, oder bist du ein Mädchen?"), wird das bei Erwachsenen ja ähnlich sein.


    Ein Beispiel aus meinem Umfeld: Ein getrennt lebender Vater hat seine Kinder über das Wochenende bei sich, an dem der Sohn Geburtstag hat. Er backt also, weil er mit einigen anderen Familien das WE verbringt und den Geburtstag dort feiern will, Muffins und Kuchen. Ohne Backmischung, ohne Tortenboden. Finde ich jetzt nicht weiter bemerkenswert. Mein Mann backt häufiger Kuchen als ich.


    Nur wird dann, insbesondere von der Frau, die diesen Mann in unseren Bekanntenkreis eingeführt hat, ständig darauf rumgeritten, dass ja die "weiblichen Anteile" in ihm dafür verantwortlich sind, dass er Muffins backt und sich so liebevoll um seine Kinder kümmert. #gruebel Sie sagt dann solche Sachen wie: "Also, ich stehe ja schon eher auf richtige Männer. Echt, ich mag den total gerne, aber den könnteste mir vor den Bauch binden, da würde sich nix tun bei mir. Total unattraktiv, dieses Weibliche." Gut, Geschmäcker sind verschieden, aber ihre Begründung fand ich sehr, sehr seltsam. Vor allem, da sie mit ihrem Ex, der so ein "echter Kerl" ist, genau wegen dieses Machogehabes Stress hat(te).


    Ich würde besagten "weiblichen" Mann (gesetzt den Fall, ich wäre Single) aus ganz anderen Gründen nicht mit der Kneifzange anfassen, aber gerade dieses Sensible, was sie als "weiblich" bezeichnet, spricht mich schon an, und ich kann total verstehen, dass er einen Hau bei Frauen hat (was o.g. Frau nicht kann).


    Und wenn es nur diese Frau wäre, würde ich das ja unter ihrer persönlichen Seltsamheit verbuchen und gut ist. Aber im gesamten Bekanntenkreis erntet sie mit dieser Einstellung Zustimmung, und es wird sich darüber lustig gemacht, dass besagter Mann außerdem einen pinken Kugelgrill besitzt. So what? Vielleicht hat die Tochter ihn ausgesucht? (Und allein schon, dass ich das als mögliche Begründung hinschreibe, zeigt ja auch schon, dass auch ich noch an meiner genderisierten Denkweise arbeiten muss) Mein Mann mag die Farbe Grün, aber er kam auch schon mal mit einer pinken Mouse (die er übrigens ohne mit der Wimper zu zucken auf Geschäftsreise mitnimmt) nach Hause, weil unsere Große mit im Computerladen war. #lol


    Ich finde auch den Trend schlimm, Mädchen wieder stärker in bestimmte Rollen zu drängen. Ich war letztens im Spielzeugladen, und da waren solche Spielfiguren: Die für Jungen hießen "Flying Super Heroes", die für Mädchen "Flying Super Sweeties". :stupid: Warum können die Mädchen denn nicht Heldinnen haben? Dass sie vielleicht weibliche Figuren wollen, kann ich nachvollziehen, aber warum dürfen diese Figuren nur süß sein und nicht heldenhaft?

    Unsere Einschulung war wunderschön! Zuerst gab es einen ökumenischen Gottesdienst. Die Kinder kamen am Ende klassenweise zum Altar, wurden gesegnet und bekamen Reflektoren in Sternform. Es war ein schöner Gottesdienst, bei dem ich mich allerdings fragte: Hat heutzutage kein Mensch mehr Anstand im Leib? Ich meine, wenn ich wo bin und vorne steht jemand und redet ins Mikro, um den Versammelten etwas mitzuteilen, dann bin ich doch mal kurz still und höre zu? Egal, ob das in der Kirche ist oder sonstwo. Da stand der Kaplan am Ambo und wollte mit der "Gemeinde" (ich mag diesen Haufen unhöflicher Menschen nicht ohne Anführungszeichen so bezeichnen) ein Lied einüben, das während des Gottesdienstes gesungen werden sollte, und der Geräuschpegel war echt erschreckend. Und das waren keine Kinderstimmen! #motz Also, ich finde das extrem unhöflich. Auch während des GD tratschten so einige immer weiter bzw. saßen rum und machten bei nichts mit (es gab ein Mitmach-Lied, bei dem die Leute abwechselnd aufstehen und sich wieder hinsetzen sollten, und das haben ganz schön viele spaßbefreite Erwachsene verweigert. Ich rede jetzt nicht von Großeltern, deren Knie das eventuell nicht mehr mitmachen, sondern von gesunden Erwachsenen in den Dreißigern!). Und da ist mir jetzt auch egal, ob diese Menschen sonst nie in die Kirche gehen oder absolut gegen Religion sind. Wenn ich zu einer Feier eingeladen bin, dann benehme ich mich dort anständig, dem Einladenden zu Liebe, oder ich bleibe weg, wenn allein meine Anwesenheit in einer Kirche schon solche Aversionen in mir auslöst, dass ich meine Kinderstube vergesse. Ich meine, wenn mich jemand in eine Moschee einlädt, renne ich da ja auch nicht mit Hotpants und Trägertop rein und flegele mich da auf einen Sitz, um mich dann mit meinem Sitznachbarn über wasweißich zu unterhalten! #sauer


    Und auf der anschließenden Feier im Foyer der Schule war es auch nicht viel besser, eher schlimmer, weil da dann noch Leute dazukamen, die sich den Gottesdienst wirklich geschenkt hatten. Es war eine total süße Feier, erst war da ein Kinderchor, der mich zu Tränen rührte, dann führten die größeren Kinder noch ein Mini-Musical auf, und das war so schön! Und immer währenddessen diese Geräuschkulisse von labernden Erwachsenen! #stumm Kann man zum Telefonieren nicht rausgehen, wenn man schon für die Feier das Handy nicht abschaltet? Es war auch so schon viel zu eng dort.


    Naja, immerhin hörten die Kinder anständig zu, was schon nach dem langen GD eine Leistung war, finde ich. Dann war eine Stunde Unterricht, während der die Eltern vom Förderverein mit Kaffee und Brötchen versorgt wurden, und danach war die Schule aus. Malin hatte zwei Tage vorher beim Tag der offenen Klassentür, an dem wir alle Materialien schon mal in die Schule gebracht hatten, direkt eine Freundin gefunden, neben der sie auch sitzen darf. Die Lehrerin ist toll, die Erzieherin ist nett, die Sonderpädagogin, die in der Klasse mitarbeitet, ist die Schwester einer alten Freundin und sehr rabig drauf. :)


    Nachmittags waren wir dann mit Freunden essen - Malins beste Freundin ist an der Waldorfschule eingeschult worden, und ihr bester Freund hatte Geburtstag. Das wurde dann gefeiert und war richtig schön entspannt (was ich bezweifelt hatte, das es beim gemeinsamen Urlaub, aus dem wir eine Woche zuvor wiedergekommen waren, doch einige Spannungen gegeben hatte. Aber das lag wohl eher an der zu engen Unterkunft mit den Pappwänden...)


    Ich hatte den Süßkram für die Schultüte noch am Vorabend um halb zehn besorgt. Ja, die "Schlechte-Mutter-Medaille" hatte ich mir bereits angeheftet, als ich in den Supermarkt hastete (wobei - realistisch betrachtet - wann in den letzten sieben Wochen hätte ich ohne die Kinder Süßigkeiten einkaufen können - höchstens, wenn ich alles aus Holland importiert hätte, da konnte ich tatsächlich mal alleine einkaufen gehen.), nur gab ich sie dann wieder ab, [läster- und selbstaufwertungsmodus]als mir eine Frau entgegenkam, die nicht nur Süßkram, sondern auch noch eine Schultüte und Spielzeug dafür im Einkaufswagen hatte. Um halb zehn am Vorabend der Einschulung. ICH hatte ja immerhin schon sämtliche nicht essbaren Dinge seit WOOOOCHEN beisammen, und die Schultüte ist auch selbstgebastelt (wenn auch nicht von mir, sondern vom Kind)...[/läster- und selbstaufwertungsmodus] #angst


    Naja, es war dann im Endeffekt natürlich viel zu viel Süßkram, den ich kaufte. Immer so mit schlechtem Gewissen, weilich ja so spät dran war, und dann mit dem Gedanken "Jetzt kaufe ich mal lauter Zeug, was nicht der Süßkram-Standard bei uns ist". Die Schultüte war schon ordentlich schwer. Und auch wenn ich irgendwann einen Riegel vorgeschoben hatte, war sie so voller Adrenalin und Zucker, dass sie um neun Uhr abends noch kreiselte. #yoga Und bis zehn Uhr lag ich noch neben ihr im Bett. Ab dem nöchsten Tag habe ich den Süßkram dann wieder rationiert - die Schultüte liegt oben auf dem Kühlschrank, und ihr Inhgalt wird bestimmt bis Halloween reichen. Zumal mein Bruder, der neben dem Haribo-Werksverkauf wohnt, in seiner Eigenschaft als Patenonkel noch eine Minischultüte von Haribo mit ca. zwei Kilo Inhalt vorbeibrachte. #yoga #lol Dafür sind Onkel schließlich da.


    Meine Freundin hat's schlauer gemacht: Sie hat die Schultüte bei Alnatura abgegeben und mit tollen Sachen gefüllt zurückbekommen. Zumindest war da nicht so viel Schokomist (Ja, ich weiß, ich hab's gekauft. Und ich finde das Zeug auch superlecker. Aber ernährungstechnisch gesehen ist es absoluter Mist) drin wie bei uns... (Der kam dafür bei ihr von Tanten und Opa... :P )

    Hier wird nur geduzt. Aber im Kindergarten sind auch alle per du (ich finde es sehr befremdlich, dass in anderen Kindergärten Dreijährige ihre Bezugspersonen, die ihnen den Hintern abwischen, siezen oder zumindest mit Frau Sowieso anreden sollen...). Von daher läuft das vielleicht so wie bei mänty: Wenn ich mit den Eltern per du bin, dann auch mit dem Kindern. Ich werde sehen, was die Schulzeit bringt.


    Wobei meine Eltern große Siezer sind - für sie bedeutet das Duzen Vertrautheit und eine gewisse Intimität (sowie auch ein Stück Rangordnung, glaube ich manchmal), so dass ich selber aus Unsicherheit Fremde lieber erst einmal sieze, obwohl ich mich selber mit Duzen wohler fühle. Aber ich weiß ja nicht, wie die Anderen das sehen, von daher finde ich es auch ganz gut, dass meine Kinder das Siezen schon "können" (also verstanden haben, dass Wildfremde erst einmal "Sie" sind).


    Ich finde es aber überhaupt nicht seltsam, von fremden Kindern geduzt zu werden, erst wenn sie deutlich pubertär sind.

    Hat der Azrt kontrolliert, ob das Trommelfell schon perforiert ist? Wenn es noch intakt ist, kann man einen Tropfen Nelkenöl oder Lavendelöl einträufeln. Außerdem Wärme - muss jetzt kein warm gemachtes Kissen sein, je nach Schweregrad reicht manchmal schon eine Mütze. Zwiebelsäckchen sind auch gut, verkleben die Haare aber fies.

    Ich finde, eine Übersicht im gelben Heft mit den Terminen, meinetwegen auch mit genauen Datumsgrenzen fände ich da irgendwie praktischer als die Post ständig zu bemühen...

    Also, bei uns gab es das. Zumindest beim ersten Kind, da war ich ja letztendlich doch im KH, und da wurden sämtliche Untersuchungsgergebnisse (U1, ph-Wert) auf Aufklebern ausgedruckt. Und dazu gab es eben einen automatisch generierten Aufkleber für außen drauf, auf dem die Zeiträume für die Us standen. Beim zweiten Kind, bei dem die Hebamme wegen der HG eh alles handschriftlich eintrug, hatte ich sowas dann nicht.

    Das ist wirklich eine schwierige Situation - ich beleidige sehr ungern Leute, und gerade bei so einer Vorlage wie "Mir hat es auch nicht geschadet" beiße ich mir lieber auf die Zunge, als dass ich sage "Bist Du Dir sicher?" oder "Meinst Du wirklich?" :diablo:
    Vorsichtiger formuliert ist "Heute weiß man ja mehr darüber." oder "Inzwischen hat sich gezeigt, dass..."


    Aber es gibt auch Situationen, da würde ich sagen "Offensichtlich doch...". das ist aber im echten Leben noch nie passiert.

    Ich war mal kurz davor. Nur hätte ich damit weniger die anwesende Person als deren Mutter beleidigt, und das wollte ich dann nicht.


    Aber ich halte es in solchen Situationen mit Gonzalez_ "Schaden hin oder her. Es gibt einfach Sachen, die MACHT man nicht mit anderen Menschen!" (Und wenn das Gegenüber auch nur ein bisschen religiös oder ethisch orientiert ist, verstummt es danach betroffen... :diablo: )

    Und wenn du dann einfach kalte Nudeln oder Kartoffeln servierst? Ich habe hier gerade auch eine Vierjährige, die nur sehr ungerne Brot isst. Immer nur das proteinhaltige Zeug (auch Honig- oder Schokocremebrot wird nur ungerne genommen) - ich glaube, sie wächst gerade wieder. Aber Nudeln gehen immer, als Picknick unterwegs sogar eher als Brot. Und die Vorbereitung dafür mist wirklich praktischer als extra Brote zu schmieren, die ich danach wegwerfen muss.


    Also, wozu Salat? Nudeln in den Topf, gut ist. Ich koche aufwändig nur für mich und meinen Mann. Die Kinder kriegen Nudeln, die Große Tomatensauce, die Kleine rotes Pesto (welches sie auch zu Kartoffeln, Würstchen und überhaupt allem isst, was wieder zum Wachstum passt: viele ungesättigte Fettsäuren). Die Mühe lohnt sich nicht, die Nerverei, wenn sie es nicht essen ebenfalls. Es macht das Leben viel entspannter, wenn man es aufgibt. Irgendwann fangen sie schon an, wieder mehr zu probieren. (Meine Große futtert mir seit dem Frühjahr immer mein schönes Bärlauchpesto weg, während sie das rote aus dem Glas, das die Kleine heiß liebt, nicht anrührt...)