Beiträge von die.lumme

    Für gesetzlich Versicherte können die Praxen den Impfstoff über den Sprechstundenbedarf im 10er Pack ordern.
    Die Einzelpackung für Privatversicherte gibts z.Zt. tatsächlich nicht.
    Privatversicherte dürfen nicht aus dem Fundus der gesetzlich Versicherten versorgt werden (und ja, das ist auch richtig so!).

    Sprich mal mit allen in Frage kommenden Apotheken im Umkreis.

    Oft haben sie verschiedene Großhandlungen, und ja, die GH beliefern manche Apotheken mit Priorität, und die anderen müssen sehen, was übrig bleibt. Es gibt aber zumindest tröpfchenweise auch immer noch Gardasil9 für die Apotheken direkt vom Hersteller (über Pharmamall), allerdings in der Stückzahl begrenzt.

    Wenn eine Apotheke lieferfähig ist: Kontakt zwischen Praxis und Apotheke herstellen.

    Bei uns (SH) ist Gardasil jedenfalls tröpfchenweise lieferbar (zwar kontingentiert, aber immerhin ein paar 10er-Packungen im Monat).


    Wir mussten hier ja leider schon vermehrt feststellen, dass verschiedene Apotheken und Arztpraxen unterschiedlich geschickt in der Beschaffung sind...

    Der Markt in dem Bereich explodiert... es gibt unzählige, auch gute Präparate.

    Schau mal bei Omnibiotik, die machen (leider austeure) auch gute Sachen. Speziell gegen HP fällt mir aber keines ein (von keinem Hersteller.


    Allgemein vernünftig, gut und preiswert ist Biomo Probiot. Aber wie gesagt, es gibt unzählige am Markt.

    Ich halte es wie Narzisse: Offenheit.
    Und ich lege mir keine kritischen Termine in diese Zeit.

    Außerdem nehme ich mir Zeit zum Grummeln. Auf dem Sofa sitzen, Tee trinken und Mordpläne schmieden. Wohl wissend, dass meine Opfer in den nächsten Tagen wieder Lieblingsmenschen sind.
    Auch: Probleme bewusst mal mit dem finstersten Schwarzlicht beleuchten und mich tränenreich dem Elend hingeben - auch hier wissend, dass das nur die eine Seite der Medaille ist und ich mir in ein paar Tagen die andere Seite wieder viel lieber anschaue.


    Wir Frauen haben einen umfassenden und vielschichtigen Blick auf die Dinge #super

    Als mein Kind vor 15 Jahren ein Baby war, galt noch die Empfehlung „allergiegefährdete Säuglinge bis zum ersten Geburtstag glutenfrei“.

    Diese Empfehlung wurde einige Jahre später abgelöst durch „wenn parallel zum Stillen glutenhaltige Nahrung zugeführt wird, senkt sich das Risiko für Zöliakie“.

    Jetzt ganz neu ist die von mir im anderen Faden verlinkte Studie, die sagt „genetisch vorbelastete Kinder (ca. 25% der Bevölkerung) entwickeln innerhalb der ersten 5 Jahre umso häufiger Zöliakie, je mehr Gluten sie zu sich genommen haben“.


    Mein Votum: stille weiter nach Bedarf des Kindes (nicht dem der Ärztin!) und lass es weiter entspannt am Familienessen teilhaben. Wenns mal eine Nudel oder einen Brotkanten lutscht: perfekt!

    Aber zwirbele ihm nicht auf Druck abends die 300g Grießbrei rein.

    Die Sicherheit des Dia hängt doch sehr von der Anpassung und Anwendung ab.

    Ich hatte glaube ich ab 15 eins und nur während der gefährlichen Zeit damit verhütet (vom ersten ZT. bis nach dem ES, den ich sehr genau wahrnahm). Bei Bedarf alternativ mit Kondom.

    Damals gab es noch das spermizid wirkende Gel mit Nonoxynol, das gibt es glaube ich nicht mehr. So bleiben nur die mobilitätshemmenden Gele mit Citronensäure.

    Meine persönliche Statistik sagt, es ist sicher... ich hatte nur ein einziges Mal "gefährlichen" Sex ohne Verhütung (am 3. ZT!) und bin sofort schwanger geworden. Die einzige Schwangerschaft in meinem Leben...

    Danke, dass Ihr so fleißig diskutiert habt und besonderer Dank an Anja die die Originalarbeit herausgefischt und etwas verdeutscht hat (beides wäre mir nicht möglich).


    Dafür habe ich nochmal etwas im Archiv der DAZ gefischt und dies hier von 2016 gefunden:


    "Um die erforderlichen Angaben zu erhalten, wurden anhand des dänischen Patientenregisters die Daten von über einer Million Frauen zwischen 15 und 34 Jahren erfasst, denen ein hormonelles Kontrazeptivum verordnet wurde. Diese Angaben wurden mit späteren Erstverordnungen eines Antidepressivums oder mit Klinikeinweisungen aufgrund einer schweren Depression abgeglichen. Ein Vergleich mit Frauen, die nicht hormonell verhüteten, führte zu folgenden Ergebnissen:

    • Die Anwendung hormoneller Kon­trazeptiva führte in allen Varianten zu einem erhöhten Depressionsrisiko. Dieses schlug sich in erhöhten Inzidenzraten (IRR) für die Erstverordnungen eines Antidepressivums nieder. Hier die Inzidenzraten im Einzelnen: für die Einnahme kombinierter Kontrazeptiva 1,23, für Gestagen-haltige Monopräparate 1,34, für die Anwendung transdermaler Systeme 2,0, für die vaginale Anwendung (Etonogestrel) 1,6 und für die Verwendung eines Levonorgestrel-haltigen Intrauterinpessars 1,4. Im Hinblick auf eine klinisch erfolgte Erstdiagnose einer Depression waren die Inzidenzraten ähnlich oder etwas geringer.
    • Insbesondere Heranwachsende zwischen 15 und 19 Jahren hatten ein erhöhtes Risiko, erstmalig an einer Depression zu erkranken: Bei der Einnahme kombinierter Pillen lag die Inzidenzrate bei 1,8, bei der Einnahme von Gestagen-haltigen Monopräparaten bei 2,2.
    • Das Risiko war abhängig von der Dauer der Anwendung: Es stieg während der ersten sechs Monate an, um dann wieder abzusinken.

    Überträgt man diese Daten auf 100 Personenjahre, relativieren sich die erhöhten Risiken: Die Zahl der Erstverordnungen eines Antidepressivums lag bei den Frauen mit hormoneller Kontrazeption bei 2,2 versus 1,7 bei Frauen, die nicht hormonell verhüteten. Die Zahl der klinischen Erstdiagnosen einer Depression betrug bei hormonell verhütenden Frauen 0,3, bei Frauen, die nicht hormonell verhüteten, 0,28.

    Die Studienautoren weisen darauf hin, dass Verordner hormoneller Kontrazeptiva das potenzielle Risiko für das Auftreten von Depressionen kennen sollten, zumal diese mögliche Nebenwirkung in der Fachliteratur nicht immer explizit aufgeführt ist. Einige Fachinformationen führen lediglich den Hinweis auf mögliche „depressive Verstimmungen“ oder auf „mentale Störungen“ auf. |

    Quelle

    Skovlund CW, et al. JAMA Psychiatry 2016; published online am 28. September; doi:10.1001/jamapsychiatry.2016.2387

    Apothekerin Dr. Petra Jungmayr


    DAZ 2016, Nr. 41, S. 59, 13.10.2016"



    Aber auch ich habe meiner Tochter einen Gyn-Besuch mit Pille-Möglichkiet angeboten, bevor sie das Auslandsjahr gestartet hat.

    Hier! Auf anraten der Kinderärztin (wenn sie durchschlafen wollen, müssen sie einen Abendbrei geben) gab es gestern Abend Brei... Naja, nachdem er die Nächte davor 2 bis 4 mal kam und diese Nacht sehr viel mehr und sich nur schwer hat ablegen lassen und sich beim einschlafen sehr schwer getan hat, überlege ich ob das am Brei lag oder einfach nur eine schlechte Nacht war.

    Bei uns war das das erste Anzeichen der Zöliakie - allerdings wurde Hirsebrei bestens vertragen, nur bei Weizengrießbrei hatten wir genau solche sehr viel schlimmeren Nächte wie Du sie beschreibst.
    Ich sag das so laut, weil es noch neun Jahre gedauert hat, bis das Kind endgültig die Diagnose bekam, obwohl wir die Möglichkeit seit dem Säuglingsalter auf dem Schirm hatten.
    Mit Diagnose und glutenfreier Ernährung wurden die Nächte schlagartig besser.
    Eine große Studie vom Sommer sagt, dass bei genetisch prädisponierten Kindern (immerhin rund 25% der Bevölkerung) die „Ausbruchswahrscheinlichkeit“ für Zöliakie mit der verzehrten Glutenmenge steigt - und zwar sehr deutlich.
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/m/pubmed/31408136/

    Sorry, gehört nicht wirklich in diesen Strang.
    Aber es erinnert mich so hart an unsere schlimmen Nächte... fast ein ganzes Jahrzehnt...

    Das ist eine Schlagzeile in der aktzellen DAZ (Deutesche Apotheker Zeitung).

    Ich muss jetzt zur Arbeit, aber weil mir das Thema am Herzen liegt, will ich Euch einen Satz hier lassen:

    "Die körpereigene Hormonproduktion {in der Pubertät} wird durch die Einnahme oraler Kontrazeptiva unterdrückt. Dies könnte bleibende Veränderungen in hormonellen Systemen bewirken, die bei depressiven Patienten häufig dysreguliert sind: die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenachse und das limbische System."

    Dieser Artikel berichtet über diese Studie: Anderl C et al. Oral contraceptive use in adolescence predicts lasting vulnerability to depression in adulthood. J Child psychol Psychatry 2019


    Später kann ich noch mehr dazu schreiben, erstmal arbeiten.


    Es gibt hier im Forum ja jede Menge weitere Fäden zu diesen Themen, vielleicht mag die eine oder andere hier ein Lesezeichen mit einsetzen.

    Für Hepatitis B war und ist m.W. das langfristige Ziel, die gesamte Bevölkerung durchzuimpfen.
    Da das organisatorisch und finanziell schwierig ist, fängt man halt bei der nachwachsenden Generation an.
    Den Fachleuten ist klar, dass Säuglinge die Impfung normalerweise noch nicht brauchen. Aber es ist der praktikabelste Weg, langfristig die gesamte Bevölkerung durchzuimpfen.

    Sorry, war heute schon wieder den ganzen Tag auf einer Fortbildung #angst

    Nix zu Vitamin D oder der Qualität von Arzneimitteln.

    Es gibt sicher Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln, die ordentlich arbeiten.

    Und es gibt seriöse Arzneihersteller, die auf den NEM-Zug aufspringen, und sicher vernünftige Qualität bieten.
    Aber ob die Mittel tatsächlich rechtmäßig im Verkehr sind, wage ich an mancher Stelle echt zu bezweifeln. Bei Vitamin D noch recht unproblematisch (über die Dosierungsempfehlung), bei anderen Stoffen höchst fragwürdig (Melatonin von Cefa, CBD-Öl von Loges).

    Rezeptfrei zugelasse Arzneimittel dürfen nur 1000IE/Tag Vitamin D enthalten. Die verschreibungspflichtigen mehr (z.B. Dekristol 20.000IE).

    Was im Rahmen von Nahrungsergänzung auf den Markt geworfen wird, unterliegt weder einer wirksamen Kontrolle noch einer Verfolgung von Verstößen durch die völlig überforderten Landesbehörden.

    Nahrungsergänzungsmittel müssen lediglich angemeldet werden, und diese Anmeldungen werden nicht geprüft.

    Dieser Bereich wird noch weniger kontrolliert als der Lebensmittelbereich... berufsbedingt ist daher mein Vertrauen in die Garagenfirmen mit glitzerndem Webshop dementsprechend gering.