Beiträge von die.lumme

    Bei meinem Hausarzt hat derjenige eine Indikation, der zum Impfen kommt :D#nägel


    Mit Deiner Thrombose vom Sommer sowie mit Deinem systemrelavanten Beruf bist Du

    m.E. auf jeden Fall „impfwürdig“.

    die.lumme "Als ich in deinem Alter war..." - Danke. Ein Kommentar der sich doch gerade in diesem Forum irgendwie keiner Beliebtheit erfreuen sollte, oder?Keine gute Grundlage für eine Diskussion.

    Hui, das da oben schreibst Du auf mein Post?

    Ich setz es nochmal hier unten rein:

    enfj-a keine spricht Dir Deine persönliche Erfahrung ab! Schätze Dich glücklich, dass Du so groß werden durftest.


    Nun sind hier auch verdammt viele Frauen um die 50 und älter unterwegs, die mit 20 und 30 Jahren genauso im Brustton ihrer Überzeugung das selbe sagten wie Du jetzt.

    Inzwischen haben sie einen anderen Blick auf die Welt, gewonnen durch wissenschaftliche Untersuchung und das eigene Erleben bzw. das ihrer Peers.

    Es wäre cool, diese Sicht der Dinge einfach auch anzuerkennen. Überzeugen wirst Du keine von ihnen, denn Deine Ansicht hatten viele schon.

    Damals.

    Mein zweiter Absatz spricht von Frauen, die ich hier in den Jahren gelesen habe.

    Ich habe keine Ahnung wie alt Du bist, vermutlich nicht 50+, Du hast ja gerade ein Kind bekommen. Spielt auch keine Rolle. Aber dass Ansichten sich ändern können, gerade in diesem Themenbereich bei betroffenen Frauen, solltest Du anerkennen.

    Dabei bleibe ich.

    warens die Makrophagen oder die Leukos?)

    Jetzt führst Du mich aber vor #haare#freu

    Ich müsste es nachlesen... und dann war da noch die humorale und die zelluläre Abwehr, das spezifische und das unspezifische Immunsystem, angeboren und erworben... Interleukine, Leukotriene, CD-4 Helferzellen, eosinophile Granulozyten, B- und T-Zellen... ach, hör mir dich auf!

    Das ist in echt so, ehrlich!


    Da laufen welche rum (Zellen des Immunsystems sowie unspezifische Antikörper, Schleierfahndung, quasi), die gucken sich alles mal an, und wenn denen was komisch vorkommt, bringen sie es in die Zentrale (Lymphknoten/Knochenmark, wenn ich mich richtig erinnere). Da wird es geprüft und dann werden ggf. Fahndungsplakate (Antikörper) gedruckt und verteilt. Gleichzeitig wird die Armee mobilisiert und dann gehts los mit der Vernichtung der bösen Buben (im Falle einer echten Infektion).

    Bei einer Impfung werden die Fahndungsplakate gedruckt und eine Druckvorlage in den Tresor gelegt. Und ein paar Trupps rücken aus, um zu gucken ob der Bösewicht tatsächlich da ist, bzw. wie viele davon.


    Deshalb gibt es ja so viele verscheidene Zellen und Mediatoren im Immunsystem.

    Das Immunsystem guckt um 8 Uhr verdutzt, wenn der Impfstoff reinkommt und die Chefs der Immunbrigade gehen dann erstmal in eine Besprechung, um zu planen, was sie machen sollen. Pünktlich mit Ende der Chemie-Klausur stellen die dann ihre Truppen auf und fangen nach dem Mittagessen gemächlich an zu arbeiten. D.h., deine Tochter merkt frühestens was davon, wenn sie im Relaxsessel angekommen ist.

    Ganz genau so!

    #nägel

    daher empfinde ich deinen Beitrag als unfair die.lumme, weil es suggeriert, sie ( oder wir anderen bei denen das nicht klappt) hätten es "nur noch nicht richtig gemacht"...

    Nein, da verstehst Du mich falsch. Roll mal etwas weiter nach oben, dort findest Du meinen Beitrag wie unsere Nächte etwa ein Jahrzeht (!) aussahen, und da nichts dran zu ändern war.

    Haltung hin oder her.

    Mein letzter Beitrag bezog sich auf Julchen86 s Frage nach "wie sagt man es dem Kinde". Und dafür ist die eigene Haltung wichtig, was ich am Beispiel des Abstillens fest machte.


    Sorry, ich bin müde, ich glaube ich kann nicht mehr deutlich machen, was ich meine.

    Ich glaube wir beide hatten diese Auseinandersetzung schon mal,...

    Meinst Du?

    Ich kann mich nicht erinnern, weiß aber durchaus, dass ich an dem einen oder anderen Beitrag von Dir hängen bleibe. Könnte also durchaus sein.

    Aber man muss ich ja auch nicht einig werden. Hauptsache, jede findet ihren Weg, mit dem sie sich wohl fühlt.

    Aber wie macht man das jetzt dem Kind klar...


    Das ist der Punkt, den ich meine mit "an seine Grenzen". Wie mache ich dem Kind klar, dass die Not der Eltern eben durchaus grösser sein kann, als die des Kindes und eben nicht wegen dieser einen Situation heute, sondern wegen der Situation über eine sehr lange Zeit.

    Willkommen bei Kloeters #super

    Das Kind muss gar nichts klar gemacht werden, es muss nichts verstehen.

    Es darf traurig und wütend und verzweifelt sein. Denn es leidet ja!

    Aber der Gedankengang, den Du als Erwachsene gründlich durchfühlt hast (die Situation über die sehr lange Zeit), zu dem kannst Du stehen.

    Die Kinder vertrauen uns Erwachsenen, sie sind uns ja eh ausgeliefert. Sie glauben uns, wenn wir sagen, dass die Sonne morgen früh wieder aufgehen wird und sie vertrauen darauf, dass wir ihnen morgen ein Frühstück geben.

    Und so werden sie uns auch vertrauen, wenn wir doofe Sachen durchziehen. Sie vertrauen uns umso mehr, je überzeugter wir von der Richtigkeit einer Maßnahme sind (ich staune immer noch, wie viele Kinder sich widerspruchslos umziehen lassen, weil ein Fleck auf dem Pulli ist).

    So lange sie ihren Unmut über unangenehme Sachen kund tun, glauben sie noch an die Wirksamkeit des Unmut kund tuns. Heißt: sie glauben daran, dass wir ihre Wünsche und Bedürfnisse ernst nehmen und sie nach Möglichkeit erfüllen.


    Ich hab mein Kind damals mit 2 Jahren nachts abgestillt. Ich konnte einfach nicht mehr. Es hat zwar an den schlimmen Nächten genau gar nichts verändert, aber meine persönliche Grenze war erreicht. Es war wirklich schlimm fürs Kind, aber sie hat sich echt Mühe gegeben. Auch, als ich sie mit 3 Jahren komplett abgestillt habe (ich konnte echt nicht mehr). Sie selbst hätte noch zwei Jahre mehr gebraucht (wenn ich mir so ihr Verhalten damals angesehen habe).

    Aber die Frage "wer leidet mehr" musste ich "zu meinen Gunsten" entscheiden. Und das war für uns als Familie reichtig, wenn auch falsch für mein Kind in der Situation.

    Manchmal ist das so.


    "Wie macht man das dem Kind klar" war Deine Frage. Es ist die eigene innere Haltung. Wenn die klar ist, so klar, wie dass abends die Sonne untergeht, dann wird das auch nicht in Frage gestellt.

    "So wirds gemacht", ohne sonst, ohne wenn und ohne aber. Diese Klarheit gewinnt man aber erst dadurch, dass man alle eigenen Zweifel wirklich ausräumt. Zum Beispiel indem man die Frage "wer leidet mehr" wirklich gründlich durchdenkt und durchfühlt :D

    Du merkst, wir drehen uns im Kreis.


    Der Anfang und das Ende des Kreises gefällt mir aber am besten (aus dem Kopf aus den Kloetersbriefen zitiert): "die wichtigste und zugleich schwerste Aufgabe einer Mutter ist es, sich selbst in ausgeglichener und heiterer Stimmung zu halten".

    Geht nicht mit Rückenweh.

    Und ich finde, dass hier das "wer-leidet-mehr"-Prinzip an seine Grenzen kommt. Denn insgesamt leidest du. Und ich würde sogar sagen "mehr",

    Ich weiß, Du kommst in Deinem weitern Text auf das selbe Ergebnis.

    Trotzdem oder gerade deshalb möchte ich der obigen fett markierten Aussage widersprechen:

    Genau hier zeigt sich die Stärke der Frage „wer leidet mehr“!

    Das Kind überblickt diesen einen panischen Moment in der Nacht. Runa überblickt die kurzfristigen (der nächsze Tag) und auch die längerfristigen Folgen (Wochen, Monate).

    Und muss im Sinne der ganzen Familie entscheiden.

    Fällt sie aus, leiden alle über die Maße. Und nur sie selbst kann ihr Ausfallrisiko abschätzen. Natürlich wird das Kind auch unter dem Druck leiden, die Schlafsituation zu ändern. Aber ich bin mir sicher, dass dieses Kind genügend Vertrauen in die Eltern hat, dass sie ihm nichts ohne Not aufzwingen.

    Manchmal bringt es schon Entlastung und neue Energie, wenn das eigene Leid gesehen und gewürdigt wird - Runas und Muks!


    Das was gerade hier und bei Runa passiert, ist die sehr genaue Beleuchtung der Frage „wer leidet mehr“. Die Frage weist den Weg zur Lösung (die manchmal leider einfach „aussitzen“ lautet).

    Genau das!!

    GANZ genau das!!

    Es tut mir so leid!


    Ich glaube, Euch allen ist klar, dass es so lange dauern wird, wie es halt dauert.


    Und ich weiß, Du liebst Dein eigenes Bett. Und dass Ihr eine besondere Wohnsituation habt.

    Wir hatten hier (Luxus, ich weiß) drei Räume mit ausreichend großen Betten bestückt. Mein Kind ist nachts nicht aufgestanden, sondern ausschließlich völlig hilflos, handlungsunfähig und schreiend aufgewacht (auch wenn ich neben ihr lag!). Ich hab sie dann oft in mein warmes Bett geholt (einmal richtig wach werden hat das erneut einschlafen beschleunigt) und bin selbst später in ein anderes Bett ausgewichen. Wir haben Bäumchen wechsel dich gespielt und sind nachts durch die Betten getingelt.

    Bei jedem Aufwachen neu ausgewürfelt „wer leidet mehr“.

    So haben wir uns durchlarviert.

    Wenn ich an mein Klettenkind zurückdenke, wären solche Sachen wie Kissen oder Kuscheltier zwischen uns oder gar eine eigene Matratze völlig undenkbar.

    Schon eine Entfernung von 0,2cm war zu viel. Maximaler Haut- und Körperkontakt.

    Als Grundschulkind lag sie zum Einschlafen in meinem Arm, ich auf dem Rücken, Kind mir zugewand. Jammernd „ich will kuscheln!“

    Meinen Einwand „wir kuscheln doch!“ wischte sie vom Laken indem sie erklärte „so geht kuscheln!“ drehte uns beide Bauch an Bauch, verwob unsere Beine und wickelte unsere Arme um unsere Körper, vergrub ihre Nase in meiner Halsbeuge.


    Da hätte ich nicht mit eigener Matratze kommen können.


    Mein Mantra „spätestens mit 16 kuschelt sie lieber mit anderen“ hat sich zum Glück bewahrheitet #super


    Nicht konstruktiv, aber es zeigt, dass Frau es überleben kann.

    enfj-a keine spricht Dir Deine persönliche Erfahrung ab! Schätze Dich glücklich, dass Du so groß werden durftest.


    Nun sind hier auch verdammt viele Frauen um die 50 und älter unterwegs, die mit 20 und 30 Jahren genauso im Brustton ihrer Überzeugung das selbe sagten wie Du jetzt.

    Inzwischen haben sie einen anderen Blick auf die Welt, gewonnen durch wissenschaftliche Untersuchung und das eigene Erleben bzw. das ihrer Peers.

    Es wäre cool, diese Sicht der Dinge einfach auch anzuerkennen. Überzeugen wirst Du keine von ihnen, denn Deine Ansicht hatten viele schon.

    Damals.

    Ich kann Dein/Euer Dilemma absolut nachvollziehen. Dein Leid sehen.

    ...und das Leid des Kindes.

    Der Muk war doch auch ein Frühchen, oder? Ein Freund beschrieb die NeoIntensiv als "Einzelhaft"... sein Kind hatte das nur eine Woche lang, und es hat nachgewirkt, über ein Jahrzehnt.

    Bei uns waren es nur die ersten beiden Stunden nach der Geburt, die das Kind in Papas Händen um sein Leben geschrien hat (Scheiss KH, vollkommen überforderter und hilfloser Papa, ich in Vollnarkose). Auch das wirkt nach, teilweise bis heute (das Kind ist 16!). Die nächtliche Hilflosigkeit hatte bei uns zusätzlich noch andere Gründe, aber das Kind brauchte mich nachts noch bis über das 10. Lebensjahr hinaus.


    Natürlich könntet Ihr mit Gewalt ruhige Nächte für die Erwachsenen erzwingen, aber das ist nicht das, was Ihr wollt.

    Aber vielleicht könnt Ihr irgendwie indirekt Euren gemeinsamen Start aufarbeiten und gewinnt dadurch nachts alle mehr Lebensqualität.