Beiträge von Silbermöwe

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    Die hier haben uns lange begleitet, und Pullover waren aus 100 % Baumwolle, damit das betreffende Kind nicht so viel Mikroplastik isst. Die Coronazeit mit ihrer Maskenpflicht beseitigte das Kauen in der Öffentlichkeit, für zuhause hatten wir dann Kaugummis - aber das Kauproblem hat sich ausgewachsen.

    Gestillte Bedürfnisse verschwinden. Und wenn man überlegt, was die Handlungsalternativen gestresster Kinder sind, dann ist auf etwas herumzukauen eine sehr friedliche Tätigkeit.

    Sohn, 13 Jahre. Sehr selektiver Esser. Sprich eher wenig Obst und Gemüse, aber schon jeden Tag ein bisschen was. Sehr schlank und klein wie wir Eltern in dem Alter auch.

    Ich habe einen Sohn, 13 Jahre, selektiver Esser, klein und schlank. Wir haben es mit Liebe, Mühe und Überzeugung geschafft, ihn auf der fünfer Perzentile zu halten.

    Meine erste Maßnahme ist immer ein Ernährungsprotokoll. Ist von allem was dabei?

    Die zweite ist immer eine bewusste Wahrnehmung dessen, worauf das Kind Appetit hat. Meistens sagt der Appetit etwas darüber aus, wovon das Kind mehr bräuchte, wenn auch nicht direkt: Heißhunger auf Fruchtgummi deutet in Richtung Vitaminmangel (fehlgeleiteter Obstbedarf), Chipsschwund im Vorratsschrank lässt mich nach der Proteinaufnahme und manchen Mineralstoffen schauen, und Schoookooolaadee! hängt meist mit entweder VitaminD-, Eisen- oder seltener mit Selenmangel zusammen.

    Manchmal ist der Ernährungsansatz nicht hilfreich, aber manchmal halt doch. Meinem Kind, Vegetarier, mag keine Hülsenfrüchte, fehlte das Eisen. Seit wir das substituieren ist er viel gesünder und hat mehr Appetit.

    Er ist mit einer kaputten Herzklappe zur Welt gekommen, aber seit einer OP 2020 mit Klappenersatz komplett Symptomfrei, normal belastbar und nimmt keine Medikamente.

    Seit ca 1 Jahr fällt er bei langzeitbelastung massiv ab. Auch wenn die Motivation durch Freunde da wäre hat er einen massiven Leistungseinbruch. Er meint, die Kraft ist komplett aus den Beinen verschwunden. Den Kardiologen hatte ich schon zweimal angesprochen, nach ekg und Ultraschall meint er am Herz liegt es nicht.

    Ich habe jetzt Blutabnahme beim Kinderarzt angeleiert. Der will morgen großes Blutbild machen. Gleichzeitig möchte er Richtung belastungsEKG, Sauerstffsättigung unter Belastung weiterschauen.

    Das ist was anderes als die Ernährungsfrage. Den Ansatz des Kinderarztes finde ich gut. Wenn Dein Sohn leistungsmäßig einbricht, sobald das Muskelglykogen verbraucht ist und er auf Fettverbrennung umstellen muss, was mehr Sauerstoff erfordert, dann schaut der Arzt nach der Sauerstoffsättigung, aber die anderen Zutaten zur Fettverbrennung sind auch interessant. Die Blutfettwerte würden mich in dem Fall interessieren und der Langzeitzuckerwert, wie hieß der nochmal?

    Ich weiß nicht, ob sie Teil des großen Blutbilds sind oder extra angefordert werden müssen.

    Von den Kreuzfahrttouris möchte ich mich eigentlich fern halten, mal schauen, ob das gelingt

    Dann musst Du Dich von den bekanntesten Häfen fernhalten: das geht eigentlich ganz einfach.

    Die norwegischen Wettervorhersagen sind wichtig: https://www.yr.no fürs Wetter und https://www.varsom.no/ fürs Unwetter. Beide funktionieren auch auf Englisch.

    So gut wie alle in Norwegen verstehen englisch, weil ausländische Filme oft im Originalton gezeigt und nur schriftlich untertitelt werden. Es ist aber sehr förderlich, wenn Du Dich auf norwegisch bedanken kannst: takk (Danke) ist eines der wichtigsten Worte der norwegischen Sprache.

    keine Ahnung wie man mit vier schwer beladenen Rädern und drei Personen, die anpacken können, eine Reise mit der Deutschen Bahn samt Umsteigen bewerkstelligt...

    Mehr Umsteigezeit! Dann geht das. Der Sohn hat dann die ehrenvolle Aufgabe, jeweils einen Gepäckhaufen zu bewachen, bis jemand die zweite Portion geschleppt hat.

    Hoffentlich könnt Ihr morgen weiterfahren.

    Ich habe per Zufall entdeckt, dass es ein offizielles Onlineportal gibt, worin alle Leute anonym Vorschläge zum Bürokratieabbau machen können. Dort habe ich gemeldet, was mir schon lange als überflüssiges, steuergeldverschwendendes Hindernis im Alltag begegnet:

    wenn die Klasse meines Jüngeren (Gymnasium in NRW) einen außerschulischen Lernort aufsucht, z.B. im Kunstunterricht ins örtliche Museum geht, dann muss ich das rechtzeitig vorher schriftlich bekommen und dem Inklusionshilfeträger weiterleiten. Dieser druckt ein Formular aus, welches die i-Kraft meines Sohnes im Schulsekretariat abstempeln und unterschreiben lässt. Dieses Formular reicht der Träger beim Amt für wirtschaftliche Jugendhilfe ein. Nur dann, wenn das Amt es genehmigt, darf die Schulbegleiterin außerhalb des Schulgrundstücks tätig werden. (Wenn Lehrkräfte jetzt in der Hitzewelle mal eben mit der Klasse zur Eisdiele spazieren, ist das für die i-Kraft ein Arbeitsvertragsproblem).

    Ohne Begleitung geht mein Jüngerer aus gutem Grund fast nirgends hin, ist aber schulpflichtig. Bei schulischen Pflichtveranstaltungen hat das Amt gar keinen Ermessensspielraum, das muss genehmigt werden. Die Lehrkraft, welche mir frühzeitig einen Zettel schreiben muss statt allen eine Rundmail zu schicken, der Träger, die Inklusionshelferin, die Schulsekretärin und die Sachbearbeiterin im Amt für wirtschaftliche Jugendhilfe werden allesamt aus Steuermitteln bezahlt, in diesem Fall für völlig überflüssigen Papierkram.

    Diese Antragspflicht bei Genehmigungszwang könnte man einfach weglassen, indem das Schulgesetz so geändert würde, dass Inklusionshelferinnen nicht die Schule begleiten sondern das jeweilige Kind. Dann wären auch spontane Ausflüge möglich, und es würde Zeit, Geld, Arbeit und Mühe mit der Koordination einsparen.

    ... Endlich gemeldet! Was die Umsetzung dieser Änderung angeht bin ich pessimistisch, ein Schulgesetz ändert das Land nicht so schnell.

    Sie sagen, sie wollen nicht, dass ihr Lehrer solche Filme von ihnen auf seinem privaten Handy habe, was ich sehr gut verstehen kann...

    Da ich gerade andere Dinge viel schlimmer finde, mache ich da gerade kein Fass auf. Aber ich finde es auch nicht in Ordnung!

    Bei uns ging das über die Klassenelternsprecher. Es kochte ziemlich hoch, deswegen konnte ich den Ablauf oben so genau schildern.

    So kurz vor den Ferien/Zeugnissen ist es doof, da stehen lauter andere Themen an... die Jugendlichen haben recht damit, dass die Videos ohne ihr Einverständnis nicht auf das Privathandy des Sportlehrers gehören; wenn das für den Unterricht notwendig ist, so wie bei Narzisse, dann per Dienstgerät mit Löschung zu Schuljahresende.

    Bei uns an der Schule wird es im Sportunterricht genutzt, aber sehr säuberlich:

    Alle bringen ihre Schul-iPads mit in die Halle und legen sie bei der Lehrperson auf die Bank, niemand filmt quer durch die Halle. Jede Schülerin und jeder Schüler macht die vorher trainierten Übungen einzelnd und wird durch die Lehrperson mit dem schülereigenen iPad gefilmt, so dass wirklich nur das eigene Video auf dem eigenen Gerät ist. Es wird angeleitet, wie die Bewegungsabläufe auf Video aussehen sollten, alle bekommen ein Lehrvideo dazu und sollen dann ihr eigenes Video auswerten. Die Lehrkraft schaut dann, wie realistisch diese Selbsteinschätzung ausfällt.

    Am Schuljahresende spätestens werden die Videos gelöscht.

    Ich finde es gut, dass diese Trainingsmethode im Sportunterricht vorgestellt wird. Noch besser finde ich, dass dabei alle im Bewusstsein haben, wie groß die Gefahr des Cybermobbings gerade in der Pubertät ist. Als Standardmethode für den Schulunterricht ist das aber zu kompliziert, weil es 1:1-Situationen mit sich bringt.

    Natürlich lässt sich eine Wanderung abkürzen, wenn sie nicht völlig außerhalb der Zivilisation stattfindet! Und Kreislaufprobleme haben viele bei dem Wetter gehabt, das ist ein von Schwangerschaft unabhängiger guter Grund, eine Tour zu kürzen.

    Sage ihm doch einfach, dass Du gerne mit ihm losgehst, aber wenn Dir wieder schwindelig werden sollte, dann rufst Du ein Taxi und lässt Dich zum Auto zurück fahren, wo Du dann gemütlich auf ihn wartest.

    Wegen des Wanderns an sich kann ich Dich beruhigen. Wir Menschen sind gehende Wesen, das ist eine schwangerschaftsverträgliche Sportart. Wenn Du Deine Belastungsgrenze nicht überschreitest, dann kannst Du gehen so weit Du magst.

    Wenn man Doppelfußmaschine spielt, bedient man die Hi-hat mit der Ferse. Also Ballen = Basedrum, Ferse = Hi-hat. Beides mit einem Fuß spielen geht also durchaus.

    #gruebel ...wenn man beides gleichzeitig bedienen will, stellt man den ganzen Fuß drauf, und wenn nichts, muss das Bein schwebend gehalten werden? - Anstrengend! Aber was tut man nicht alles für die Musik.

    Weiterhin gute Heilung!

    Mein Spezialist, um dessen Nachteilsausgleiche für die ZP10 wir gegen das Bundesland klagen mussten, kam gerade heim und hat seine Unterrichtsnoten in den Klausuren bestätigt. Ich bin total stolz auf ihn!

    Na gut, in allen drei Fächern war er in den Klausuren um eine halbe Note unter der Vorbenotung aus dem Unterricht, aber das ist egal. Keine Fünf, kein Stress wegen eventuellen Vorbereitungen auf eine mündliche Prüfung. Er wird die Versetzung in die Oberstufe auf jeden Fall schaffen.

    Soll ich mich jetzt freuen?

    Ja! Und zwar darüber, dass er Dir das mitgeteilt hat. Mit ihm war ja in den vergangenen Wochen kaum ein vernünftiges Wort zu wechseln nach allem, was Du so geschrieben hast. Wenn er den Gesprächsfaden mit Dir wieder aufnimmt, dann wird Euer Zusammenleben wieder leichter.

    Dieser Junge braucht Dich viel dringender als er es sich selbst eingestehen würde: ein Heimathafen, ein Ort zum essen, schlafen, zu sich kommen. Ich weiß, dass die familiäre Unterstützung im Moment eine Einbahnstraße ist, Du gibst und er nimmt, und dass das Kraft kostet. Jetzt teilt er Dir mit, dass er diese Prüfung in den Sand gesetzt hat, sich um Linderung der Folgen bemüht hat und Du Dir keine Sorgen machen sollst. Das ist ein Fortschritt.

    Möge es weitere geben!

    es ist meine Meinung, daß geschlechtergetrennte Gruppen sich sehr gut selbst regulieren und die einzelnen Kinder darin unter Umständen besser wahrgenommen werden (bzw. daß ich sie besser wahrnehmen kann).

    Gewisse Dynamiken - die sich ja leider erschreckend gleichen von Klasse zu Klasse - fallen dann schonmal weg und gerade so im Bereich 7.-9. Klasse kann es ziemlich Spannung rausnehmen in so einem ausserschulischen Angebot.

    Genau in dem Alter nahm ich gleichaltrige Mädchen als die schwierigsten Mitmenschen wahr, wurde durch ein paar davon gemobbt und durch die anderen Mitschülerinnen nicht geschützt oder verteidigt. Mit den Jungs war der Umgang einfacher, auch in diesem Alter. Aus dieser Erinnerung heraus bin ich eine klare Befürworterin der Koedukation als Regelfall und kann das mit der funktionierenden Selbstregulation nicht bestätigen. In weibliche Gruppen konnte ich mich sehr lange überhaupt nicht gut einbringen. So etwas ist von außen schwer wahrnehmbar, da ich nicht gestört habe, sondern in Deckung ging. Dann wirkt die Gruppe als ob sie gut arbeiten könne, aber innen drin hat jemand Angst.

    Meine Erinnerungen mögen die Ausnahme von der Regel sein oder die kleinere Zahl in der Statistik, aber ich bin mir sicher, dass es mehr von meiner Sorte gibt.