Beiträge von Silbermöwe

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    Momentan treibt mich die Frage um, wie man es sanfter schafft, die Kinder zum Lernen zu bringen als das in der 13 zu tun.

    So:

    Kunstabschluss, Eurythmyabsxhluss, ein wahnsinnig schönes aber aufwendiges Theaterstück mit viel Text. Vom Plakat, bis zum Bühnenbild alles selber machen. Dann die Jahresarbeit

    habe ich das gelernt, genauer: bei der Jahresarbeit. Nach der 12. Klasse war die 13. nicht mehr schwierig.

    Der Spezialist vertrug in dem Alter keine Kuhmilchprodukte, weshalb ich ihn nach dem 1. Geburtstag weiterhin nach Bedarf stillte - diese Unverträglichkeit wuchs sich mit 15 Monaten aus. Ab dann habe ich ihn nur noch nach festen Mahlzeiten gestillt, denn es ging mir sehr an die körperlichen Reserven und er aß gern. Mit 16 Monaten war er abgestillt, weil Bananenmilch besser schmeckte als Mamamilch.


    Zappelchen fand Beikost interessant, aber nur als Probierhäppchen, und stillte nach dem 1. Geburtstag munter weiter. Ich rutschte ins Untergewicht und stillte auch ihn nach den festen Mahlzeiten, aber ar aß Miniportiönchen und trank große Mengen. Vollgestillt über fast zwei Wochen hat er zuletzt wegen Noroviren mit 18 Monaten, danach wurde das Essen endlich wichtiger. Mit zwei Jahren fragte auch er nicht mehr nach "Miiijch" sondern nach "Bechermijch".


    So gern ich gestillt habe, fühlte ich mich doch von den Jungs im Kleinkindalter echt ausgelutscht. So viel konnte ich gar nicht essen, wie die aus mir herausgemolken haben, und ich aß wirklich viel!

    #gruebel Dass Hustensäfte nicht wirken war mir neu. Es könnte daran liegen, dass das eine Kind Zwiebelsaft liebt und das andere Kind Thymian gern mag, weshalb es bei Reizhusten Medikamente (egal ob Tee, Saft oder Tropfen) mit Thymian drin bekam.

    Den Arztbesuch erspare ich uns, wenn es um schlichte Erkältungskrankheiten geht, daher weiß ich gar nicht, ob Thymiantee verschrieben werden kann.

    Sind die Waldorfschulen jeweils eigene Vereine? Oder welche Rechtsform haben die?

    Die meisten Waldorfschulen sind zwei Vereine. Der eine ist der Schulträger, also Betreiber der Schule und Arbeitgeber aller Angestellten. Der andere nennt sich meist Förderverein und ist für das Gebäude, Einrichtung, Anschaffungen, Renovierung und alle Kosten, die nicht direkt Unterrichtskosten sind zuständig.


    Der Grund für diese Doppelstruktur ist die Gesetzeslage. Der Schulträger bekommt einen bestimmten Anteil des Schulbetriebs vom Staat refinanziert - aber nur das, was auch an Staatsschulen im Lehrplan steht, also z.B. weder Gartenbauunterricht noch Eurythmie. Die nicht refinanzierten Kosten müssen über Beiträge gedeckt werden. Die Fördervereine hingegen sind gemeinnützig, dürfen also Spenden einwerben für Zwecke, die dem Gemeinwohl dienen, wie z.B. Bildung oder die Teilhabe von Kindern aus ärmeren Familien an Klassenreisen und Kulturveranstaltungen, ohne diese Spenden versteuern zu müssen. Je mehr Geldmittel der Förderverein in die Schule steckt, desto niedriger können die Beiträge ausfallen.


    Der Schulträgerverein besteht normalerweise aus allen Eltern/Erziehungsberechtigten der Kinder und Jugendlichen an der Schule und oft zusätzlich den Schul-Angestellten. Der Förderverein besteht meist aus denselben Leuten plus freiwilligen Fördermitgliedern. Dies macht die Elternschaft de jure zur Schul-Eigentümerin und -Betreiberin. Ohne Elternmitarbeit funktionieren Waldorfschulen nicht.

    Hier ergab sich beim Abendessen eine Zappelchen-Frage, die an der Grenze zwischen Mathematik und Philosophie anzusiedeln ist:

    "Existiert ein Vakuum?"

    Er hatte gefragt, ob der Raum im Weltraum ein Vakuum sei, und ich erklärte ihm, dass es da gelegentlich ein Atom oder Molekül gibt, außerdem sausen dort energetische Teilchen herum, Neutronen und so. Aber wenn er einen beliebigen Kubikmeter Raum fernab von allem durchsuche, sei die Materie wahrscheinlich grade anderswo. Es sei also annähernd ein Vakuum, aber nicht genau. Er sagte, das sei auf der Erde auch so, weil Vakuumpumpen die Luft ja immer weiter verdünnten, bis nichts mehr aus dem Druckbehälter herauszuholen sei. Also, was ein physikalisches Vakuum ist, weiß er: die Abwesenheit von Materie.


    Bloß: wenn an einer definierten Stelle nichts ist, kann man dann von Existenz sprechen? Existiert ein Vakuum?

    Im Moment läuft ja die Vierschanzentournee der Skispringer. Die vier Silvesterwettbewerbe der Skispringerinnen sind bereits ausgetragen.

    Auf den Gesamtsieger der Herren wartet ein Pokal in Gestalt eines goldenen Adlers.

    Die Gesamtsiegerin der Frauen, Eva Pinkelnig aus Österreich, bekam einen anderen goldenen Vogel. Eine Eule. Eulen fliegen nicht sonderlich weit; sie fliegen so, dass man sie möglichst wenig wahrnimmt, fernab des Lichts und möglichst geräuschlos, und sie sind mit kleinen Mäusen zufrieden.


    Das passt wie die Faust aufs Auge.


    P.S. ich fand nur ein Foto der Eule mit dem verärgerten Sven Hannawald, der über diesen Unfug herzlich schimpfte, in der norwegischen Nachrichtenseite. Die deutschen Medien kümmerten sich mehr um die Adler. Ich geh nochmal nach einem Siegerinnenfoto suchen.

    Gestern Abend um 23:00 Uhr geht der quietschwache Spezialist (12) noch mal durch die Wohnung. Ich frage "Was machst du denn hier um diese Zeit?" - er: "ich habe mir eine Spätlese gegönnt."







    ...ein Buch. Kein Wein.

    Das Klinikum Dortmund hatte mal eine Muttermilchbank. Ich weiß nicht, ob sie die Coronakrise überstanden hat, die Links auf der Krankenhausseite funktionieren nicht. Ich weiß auch nicht, ob das Klinikum für Dich erreichbar ist. Aber wenn ja, dann wäre es großartig, wenn Du eine Flasche unter Deine sprudelnde Milchquelle hältst.

    Weil mal ehrlich - würdet ihr in dieser Situation Eure letzte Ibuflasche Saft verschenken....

    Ja. Wir haben nur schon ziemlich lange keine mehr. Meine Kinder können Tabletten schlucken, ich bin in der Lage, Beipackzettel zu verstehen und habe medizinische Verwandtschaft, die mir zur Not was übersetzen kann: wir können auf spezielle Medikamente-Darreichungsformen für Kinder verzichten, ohne für die Kinder gesundheitliche Risiken einzugehen. Ich stelle auch Schleimlöser selbst her und gebe selten Medikamente gegen Fieber. Würden meine Kinder zu Fieberkrämpfen neigen, dann hätte ich allerdings ständig entsprechende Medikation zur Hand! Wie Ohnezahn schreibt, mit Erfahrung und etwas Wissen lassen Hausmittel sich hilfreich einsetzen, aber jenseits gewisser Grenzen ist die Schulmedizin dran.


    Biontec hat den Impfstoff entwickeln können, weil sie mit einer sehr ähnlichen Methode neue Medikamente gegen Krebs herstellen wollten. Genau dorthin wollten die klugen Köpfe hinter Biontec auch zurück, als ich das letzte mal ein Interview mit ihnen las (ist allerdings mehr als ein Jahr her). Sie wollten also ihre für sie selbst überraschend gekommenen Gewinne in die hiesige Medikamentenforschung und -Produktion investieren, weil sie diesen Beruf schon vorher ausübten. Vor der Pandemie hatten sie damit keine Aussicht auf Reichtum. Solchen Leuten gönne ich das Geld!


    Dass Standardmedikamente knapp sind liegt tatsächlich daran, dass das Gesundheitswesen betriebswirtschaftlich organisiert wurde. Das ist auch der Grund für den Pflegenotstand. Kostendruck und Zuwendung passen nicht zusammen.

    Lieber Gummibär,

    ich wünschte so sehr, jemand könnte Dir einen Teil dieser Last abnehmen! Erbse zeigt ziemlich genau, wie es ihr mit der Gesamtsituation geht. Das ist ganz wunderbar gesund. Du versuchst mit aller Liebe, ihr Platz und Zeit für ihre Gefühle zu geben. Besser kann man das nicht machen! Es wäre alles gut, wenn Du selbst fit wärst und nicht der Möpp auch seine Bedürfnisse hätte.

    Sie ist einfach absolut stur. also, weder Kompromissbereit, noch reagiert sie, antwortet, was das Problem ist, lässt sich ablenken oder irgend etwas.

    Dann geht es gar nicht um den Anlass für den Wutanfall, sondern sie läd Emotionen ab, die sich bei anderen Gelegenheiten aufgestaut haben. Es geht ihr um das volle Fass, nicht um den einzelnen Tropfen, der es zum Überlaufen brachte.


    Das hatte mein Spezialist auch. Es half, es ihm generell gut gehen zu lassen. So etwas ist nie perfekt möglich, aber ich hinterließ z.B. ein Stückchen Obst und einen halben Becher Saft an seinem Platz auf dem Tisch, wenn wir das Haus verließen. Wir nannten das seine "Landebahn". Er musste wenn wir heimkamen daran vorbei auf dem Weg von der Garderobe ins Bad. Es verschwand im Handumdrehen in ihm und verhinderte meistens den Wutanfall beim Händewaschen. Auch für andere regelmäßig wiederkehrende Wutausbrüche suchten wir nach Auswegen, teils erfolgreich, teils mussten wir alle da einfach hindurch.


    Erbsi wäre gern ein freundliches, kooperatives Kind. Wenn sie das nicht kann, lohnt sich die Frage, wie man ihr das Leben erleichtert, damit sie ein bisschen mehr Frustrationstoleranz bekommt. Vermutlich tust Du dafür schon jede Menge...!

    Zitat/

    Meine Kinder haben sich in einer immensen Lautstärke und mit Fäusten gestritten, wen von beiden der Mond wohl lieber hat

    /Zitatende


    Mein lieblings-Kinderwutanfall-Autostreit fand statt, als der Spezialist fünfeinhalb und Zappelchen fast drei war. Sie stritten nämlich immer bitterlich im Auto auf dem Rückweg vom Kindergarten über drei bestimmte Themen, und eines Tages verbot ich ihnen vor dem Einsteigen, diese Themen an diesem Tag in diesem Auto zu erwähnen. Ich hatte PMS.


    Die ersten paar hundert Meter weit herrschte nachdenkliche Stille auf der Rückbank.

    Dann sagte eine Kinderstimme leise "Bu."

    Die zweite sagte "Nein, Ba."

    "Buh!"

    "Nein! Bah!"

    "Nein! BUH!" - "BAAH habe ich gesagt!" - "Neee, es bleibt bei BUUUHUU!"

    Den Rest der Fahrt könnt Ihr Euch vorstellen. Sie mussten einfach streiten, ganz egal worüber.

    Bei meinem Jüngsten hilft gegen nächtlichen Reizhusten ein Taschentuch mit ein paar Tropfen Lavendelöl drauf neben dem Kopfkissen.

    am besten aber leider auch am unpraktischsten: Die Nordsee.

    #pro

    Schick´sie mir mal rüber, wenn Du fertig bist mit dem Inhalieren der Nordseeluft.

    Wenn Du diese Frage im Hinterkopf hast, aber einiges dagegen spricht, dann ist alles OK. Ja, natürlich gingen meine Fragen in diese Richtung, aber wenn Dein Zweijähriges eifrig Kommunikation mit vertrauten Personen betreibt, dann hat es Vorrang, andere Sachen abzuklären.


    Meiner Erfahrung nach bekommt man korrekte Antworten erst dann, wenn man weiß, wie die Frage lautet. Auch das ist einer der Gründe, warum die Diagnostik meines Spezialisten erst nach seinem 11. Geburtstag abgeschlossen war. Ich wünsche Euch mitdenkende Fachleute! Und Dir wünsche ich ganz viel Freude an diesem ungewöhnlichen Kind.

    Es klingt mühsam! Ich verstehe Dich gut, auch wenn meine Kinder ziemlich fit sind - die Suche nach einer Erklärung, damit man endlich passende Unterstützung für das Kind bekommt, ist noch viel schwieriger, wenn viele andere Eltern die Probleme kleinreden wollen, um zu trösten.

    dieser eingebaute Drang nach mamamama, babababa ist bei ihm irgendwie nicht da

    Er wird auch nicht gerne an den Händen genommen.

    Diese beiden Zeilen von Dir ließen was in meinem Hinterkopf klingeln, weshalb ich in Deine früheren Beiträge schaute und die Einschlafprobleme fand. Ist es immernoch so, dass Dein Kind nachts Mühe mit dem Einschlafen hat? Wie ändert sich das an Tagen mit besonders vielen Erlebnissen, fällt das Einschlafen dann schwerer oder leichter?

    Und noch eine Frage: Wenn Du Dein Kind ansiehst und lächelst, schaut es Dich an und lächelt es zurück?


    Ich möchte keine Ferndiagnose stellen - es kann sehr viele unterschiedliche Gründe für solche Entwicklungsverzögerungen geben, und die Frage nach dem Gleichgewichtssinn und der visuellen Verarbeitung ist wichtig. Aber vielleicht können wir mitdenken und Fragen stellen, bis sich ein Muster zeigt und Du weißt, welche Spezialisten Du als nächstes aufsuchen und um Diagnostik bitten willst.