Beiträge von Xenia

    ach harari... warum nicht-historiker*innen immer so auf den abfahren....

    Ich bin auch nicht-historikerin und fahre nicht auf ihn ab ;) . Ja, er schreibt super und man kann das einfach so runterlesen.


    Aber von dem was ich beim „Blick ins Buch“ lesen konnte, fand ich es vor allem alles sehr moralisch aufgeladen. Auf diese Weise kann man natürlich eine gute Geschichte erzählen, aber z.B. als Schlusswort die Frage zu stellen, wo homo sapiens hin wolle, finde ich schon extrem unsauber. Alls gäbe es eine planende Einheit der Spezies, an die man so eine Frage stellen könne.

    Also die durchschnittliche Lebenserwartung sinkt, wenn man deutlich mehr Kinder kriegt und nur unwesentlich mehr Kinder groß werden. Aber dass Seßhaftigkeit schlechter ist als Jagen und Sammeln halte ich für unwahrscheinlich.

    Soweit ich weiß ging das mit einer klimatischen Veränderung einher. Es war schlicht nicht mehr möglich weiterhin Jäger und Sammler zu sein.

    Es gibt meines Wissens auch aktuell im Amazonas immer noch steinzeitlich lebende Kulturen. Aber das Konzept entwickelt keine wirkliche Anziehungskraft mehr auf Menschen, die die Seßhaftigkeit mal kennengelernt haben.


    Wenn ich mir mein Bett, meinen Kühlschrank, meinen Warmwasserhahn und meine Klospülung so anschaue, habe ich auch eine Idee wieso.

    du meinst, die frauen sind kleiner, damit sie gleich viel nahrung brauchen wie männer? weshalb bekommen sie dann (an vielen orten, zu vielen zeiten) trotzdem weniger?

    Zur ersten Frage: Mit der Einschränkung, dass man in der Evolution eigentlich nicht mit Logik und Zielen argumentieren kann: Ja.

    Zur zweiten Frage: Im nichtschwangeren und nichtstillenden Zustand ist das halbwegs OK. Ansonsten geht es bei solchen gesellschaftlichen Bräuchen aber auch nicht um biologische Evolution, sondern etwas etwas Entsprechendes zwischen verschiedenen Kulturen. Hier: Patriarchat. Es kriegen diejenigen Gesellschaften besonders viele Kinder, in denen die Frauen besonders wenig Rechte haben.

    nun ja. du bekommst ja nicht automatisch mehr, bloss weil du mehr brauchen würdest. sondern es sind bei knappheit andere mechanismen als der reine bedarf, die die essenszuteilung regulieren, z.b. futterkonkurrenz zwischen den geschlechtern

    Aber denk dir mal die Situation durch, wie es wäre, wenn Frauen und Männer gleich groß wären. Dann bräuchten Frauen die meiste Zeit ihres Lebens signifikant mehr zu Nahrung als Männer. Man müsste eine größere und eine kleinere Variante des Verdauungssystems haben. Man hätte eine andere Sorte von Gerechtigkeitsgefühl in den Menschen entwickeln müssen.


    Ich finde, das klingt alles sehr unnötig kompliziert.

    Die Kernthese ist, dass Frauen deshalb kleiner sind, weil schon bei den Menschenaffen die Männchen den Weibchen immer das beste Essen wegschnappen. Die kleinere Größe ist eine evolutionäre Anpassung der Frauen an das für sie geringere Nahrungsangebot.

    Danke.


    Ich hätte eine Beobachtung zum Thema, die diesem Argument ein bisschen widerspricht:

    Während ich gestillt habe, hatte ich den gleichen Tagesbedarf an Kalorien wie mein Mann.

    Hast du das Gutachten von Edenhofer und den Wirtschaftsweisen gelesen?

    Das, was du oben verlinkt hast? Nur reingeschaut. Dafür, wie wenig entscheidend ich diese Spezielfrage finde, war mir das Papier erheblich zu lang.

    Ich habe da einfach mal der Kurzfassung geglaubt, als Edenhofer kurz vor dem 20. September in einem Interview gemeint hat, es wäre egal ob man Steuern oder Zertifikate macht.

    Ob man Ausnahmen macht oder nicht, liegt aber auch nicht an der Entscheidung Zertifikat oder Steuer, sondern am Willen, Ausnahmen zu machen. Im Augenblick ist es bei den Zertifikaten so, dass bestimmte Industriezweige (diejenigen nämlich auf der Carbon-Leakage-Liste) sie im wesentlichen umsonst kriegen. Ich sehe da keinen fundamentalen Vorteil.

    Quelle: https://makronom.de/wie-der-kl…hland-gelingen-kann-33668

    Nein, das ist keine Antwort auf deinen Beitrag.


    Die Diskussion auf welche Weise genau man jetzt die Bepreisung des CO2s macht finde ich eher uninteressant, deswegen habe ich dazu nichts mehr geschrieben. Sogar unbepreiste Zertifikate werden als Idee gehandelt , und ich finde das recht charmant. Allerdings glaube ich, dass auch da im Endeffekt das CO2 trotzdem seinen Preis haben wird, nur halt auf dem Schwarzmarkt.


    Für die Praxis sind die zwei entscheidenden Punkte bei der CO2-Bepreisung a) die Höhe und b) der soziale Ausgleich. Ob Steuern oder Zertifikate wäre egal gewesen. Aber das Klimapaket hat es natürlich geschafft, gleich beides denkbar schlecht zu regeln.



    Es wäre auch klarer gewesen, wie mein vorheriger Link zum Thema gehört, wenn ich seine Zielrichtung beim Vorstellen nicht unzulässig verkürzt hätte. Das Problem sind ja nicht vor allem die vereinzelten Klimawandelleugner, sondern es sind die „das wird schon alles nicht so schlimm werden“-Abwiegler. Und da gehört die INSM halt an vorderster Front dazu.

    Aber ich glaube, er meint nicht das spontane Lächeln, sondern das bewußte ("jetzt lächeln")

    Das gibt es in zwei Variationen.


    Die einen ziehen einfach nur die Mundwinkel nach oben, das ist für die meisten Zwecke ausreichend, sieht aber bei genauer Betrachtung zumindest für meine Augen auf dem Foto dann ganz schlimm gequält aus.


    Die anderen bringen sich in eine Stimmung, in der sie gerne lächeln würden und tun das dann.

    Zu der Frage, warum Frauen kleiner sind als Männer, gibt es eine sehr spannende (und erschütternde) Arte-Doku:


    Kannst du die Kernthese(n) kurz aufschreiben? Für eineinhalb Stunden Arte-Doku reicht mein Interesse am Thema heute leider nicht aus.

    (Ich musste schon die BlackRock-Doku nach 10 Minuten abbrechen, weil sie so betont dramatisch aufgezogen war.)

    Völlig ausgeschlossen, dass es diese „Erkenntnis“ real gibt. Man hat ja keine vollständige Statistik über alle Jagenden in der Steinzeit, sondern nur einzelne Funde.


    Zumindest im populärwissenschaftlich übersetzten Teil der Geschichtswissenschaften war das mit der steinzeitlichen strikten Arbeitsteilung zwischen den Geschlechter mal kurzzeitig eine Mode, die aber meiner Wahrnehmung nach bereits seit längerem wieder vorbei ist.


    Frauen sind im Durchschnitt schwächer und langsamer als der Durchschnit der Männer, und das war auch in der Steinzeit schon so. Aber erstens geht nicht der „Durchschnitt“ auf die Jagd, sondern es sind Individuen. Und zweitens gibt es auch schon in steinzeitlichen Gesellschaften Arbeitsteilung, und nicht jede Rolle bei jeder Art von Jagd erfordert Schnelligkeit und Kraft.


    Edit (zu Aias): Ja, es werden eher nicht die jungen Mütter mit den kleinen Traglingen gewesen sein, die auf die Jagd gegangen sind. Aber auch in steinzeitlichen Gesellschaften sind/waren nicht alle Frauen zu jedem Zeitpunkt ihres Lebens Mütter kleiner Kinder.

    Sobald du die Existenz von etwas („gibt es auf der Erde...“) daran festmachst, dass du es anfassen kannst, ist es Dreidimensional.

    Aber ein Bild an sich würde ich schon als etwas zweidimensionales ansehen. Da interessiert die dritte Dimension einfach nicht.

    Die aktuelle Anstalt scheint das Thema auch gut aufgegriffen zu haben:

    https://www.sonnenseite.com/de…t-macht-energiewende.html (lobender Text über die aktuelle Sendung)


    Ich schau die dann an, sobald ich mich dazu in Ruhe aufs Sofa legen kann. So in Bild-und-Ton-Version stressen mich diese Informationen nämlich dann doch auch sehr.

    Wie will man sich dagegen wappnen?

    Gute Frage. Ich glaube der wichtigste Punkt ist, sich immer mal wieder in Erinnerung zu rufen, dass die meisten Leute Interessen und Ziele haben. Ich muss mir darüber bewusst sein, dass sich die Ziele von Industrie-Lobbygruppen normalerweise nicht mit meinen eigenen decken - und dass ich auch nicht davon ausgehen darf, dass sie mir andere Leute ihre wirklichen Pläne auf die Nase binden.


    Ich muss sozusagen alles mit ein bisschen Misstrauen lesen.

    Wobei das natürlich auch doof ist, weil ich bin ja trotzdem darauf angewiesen, dass ich von irgendwem die gültigen Sachinformationen kriege.


    Aber wenn jemand sich scheinbar die Mühe macht, ausführlich über FfF zu recherchieren und einen „ausgewogenen“ Artikel zu veröffentlichen, dann muss ich beim Lesen eben im Hinterkopf haben, dass da vielleicht auch einfach nur etwas aufgeschrieben wurde, was ein Stratege bei der INSM entweickelt hat, und dass eine echte Ausgewogeheit nie Teil des Plans war.


    Hilfreich ist es auch, wenn man sich die moralische Bewertung solche Aktionen halbwegs verkneifen kann, dann kann man nämlich besser damit umgehen. Zum Beispiel: Die Autoindustrie wehrt sich nicht aus Bosheit gegen Klimaschutz oder ein Tempolimit, sondern deshalb, weil die Leute, die dort die Entscheidungen treffen, reich genug sind, um kein Problem mit einer Klimakatastrophe zu kriegen. Die haben schlicht andere Prioritäten.


    Oder war deine Frage anders gemeint?

    Warum wird das in den Medien nicht geäussert bzw ist kein Thema?

    Da kann ich jetzt erst mal nur spekulieren.


    Also je nach dem wo du guckst, ist das ja schon auch Thema. Aber hauptsächlich ist es vermutlich bei der INSM so ähnlich wie bei der NATO, also dass die wichtigsten Journalisten halt irgendwie eingebunden sind. Wie das in der Praxis (bei der NATO) aussieht, hat die Anstalt hier sehr schön erklärt:

    Ich erinnere mich dunkel, dass es sowas auch mal zur INSM gab, habe das beim kurzen Googlen aber nicht mehr gefunden.


    Wenn die INSM gut aufbereitetes Material in die Redaktionen gibt, dann finden sich eben immer auch genug Redakteur/innen, die das gerne verwenden. Vielleicht weil sie zu wenig Zeit haben, oder weil ihnen das Thema egal ist oder weil sie nicht merken, vor wessen Karren sie sich da spannen lassen. Genauso wie das beim Bildungsmaterial zur „Wirtschaftskompetenz“ funktioniert, dass die INSM in den Schulen verteilt.

    (ich hätte es schön gefunden, wenn erstmal mit 2 kurzen Sätze erklärt würde, um was es überhaupt geht.

    Das stimmt.

    Der Artikel selber erklärt die Dinge aber, oder? Ich habe ja nur ein paar Punkte zitiert, nicht mal alles, was ich für das Wichtigste halten würde.


    Die Ultrakurzfassung, was man meiner Ansicht nach wirklich über die INSM wissen muss, war aber dabei:

    Interessensorganisation der großen deutschen Wirtschaftsunternehmen

    Das Akronym ist eh irreführend.


    Ich glaube aber „Ohnmacht“ ist hier nicht angebracht. Dass die INSM uns alle so manipulieren kann, funktioniert nur, solange wir ihren Plan nicht erkennen und uns nicht dagegen wappnen.


    Das einzige, was auf Politiker ähnlich viel Eindruck macht wie die Lobbyarbeit von INSM sind viele Menschen auf der Straße. Deswegen finde ich es wichtig, am nächsten FfF-Großaktiostag „29. NOVEMBER GLOBAL DAY OF CLIMATE ACTIONS“ wieder hinzugehen.

    https://fridaysforfuture.de/globaldayofclimateaction/

    Was machst du mit diesem Wissen?

    Als Begründung nehmen in Diskussionen zum Thema.

    An zwei Stellen ist es mir aber im Augenblick hauptsächlich peinlich, dass auch ich auf die INSM-Propaganda reingefallen bin.

    Es war mir bis heute nicht klar, dass die EEG-Umlage inzwischen nicht mehr schwerpunktmäßig die Stromerzeugug aus erneuerbaren Energieträgern subventioniert, sondern statt dessen diejenigen, die sich ihren Strom an der Strombörse kaufen. Das ist der Link ganz am Schluss des Eingangposts.


    (Den zweiten Punkt habe ich vergessen und bringe jetzt erst mal den Nachwuchs ins Bett.)

    https://www.photovoltaik.eu/Ga…ale-marktwirtschaft-.html


    Ich habe ein paar Zitate rauskopiert, aber der ganze Artikel lohnt sich.


    „Die Interessensorganisation der großen deutschen Wirtschaftsunternehmen stellt sich nach außen als „Anwalt des kleinen Mannes“ dar, die soziale Marktwirtschaft, Gerechtigkeit, Energiewende oder Klimaschutz will. Sie bewirkt mit ihren Vorschlägen und den daraus generierten Gesetzesvorlagen aber immer genau das Gegenteil dessen, was sie vorgibt, erreichen zu wollen.“


    Die starke Abweichung zwischen der Entwicklung der Förderkosten und der Entwicklung der EEG-Umlage vor und nach 2009 kann jeder selbst mit einem Taschenrechner anhand der Originalzahlen überprüfen. Als die EEG-Umlage durch die Aufblähung unvergleichlich stärker anstieg, als sie allein durch die Förderkosten neuer EEG-Anlagen hätte ansteigen können, wurde der Anstieg der EEG-Umlage tatsachenverdrehend allein den Förderkosten der Anlagenbetreiber angelastet und das EEG und die dadurch bis dahin sehr schnell gewachsene Bürgerenergiewende in einer beispiellosen Hetzkampagne (“Strompreisexplosion durch Öko-Subventionen”) zum Abschuss freigegeben.


    Es geht um Schutz von Investments in fossile Energien

    Das Ergebnis war anhand der dadurch forcierten EEG-Novellen ein kompletter Zusammenbruch des Photovoltaik-Zubaus mit über 82.000 verlorenen Arbeitsplätzen vor allem im Handwerk und Handel, sowie der seit 2018 erfolgte Zusammenbruch des Onshore-Wind-Zubaus, zusätzlich verstärkt durch Gegenbewegungen wie „Gegenwind“ oder „Vernunftkraft“.“


    „Die aktuelle INSM-Themenkampagne lautet „Klimaschutz“. Konkret heißt das: 2-Grad-Ziel statt 1,5-Grad-Ziel, Emissionshandel statt schnellem Kohleausstieg, Ausbremsen schneller, massiver Klimaschutzmaßnahmen für die Industrie, Verhindern von Energiewende und Verkehrswende, Verhindern einer CO2-Steuer, Erdgas-Offensive, Beenden EEG.“


    „Emissionshandel gibt es seit 2005 in Europa, somit seit bereits 14 Jahren. Er ist ziemlich wirkungslos geblieben. Durch Lobbyeinfluss der CO2-erzeugenden Konzerne wurde dafür gesorgt, dass ein riesiger Überschuss an Zertifikaten auf den Markt kam, diese zu Beginn auch noch verschenkt wurden und den CO2 erzeugenden Stromkonzernen ein Zusatzgewinn von ca. 30 Mrd. Euro verschafft wurde, indem diese die betitelten CO2-Preise der in Wirklichkeit geschenkten Zertifikate auf die Stromkunden umlegten.“


    Der Emissionshandel setzt rein auf die Kräfte des Marktes und überlässt den Klimaschutz ausschließlich den Akteuren, die das Problem verursacht haben: den größten Treibhausgas-Emittenten zusammen mit Finanzakteuren. Die Vergangenheit bewies, dass das System maximal anfällig für Geschäftemacherei und Betrug ist.“


    „In Anbetracht von mittlerweile über 6.000 Lobbyisten in Berlin (bei 709 Bundestagsabgeordneten) und ca. 30.000 Lobbyisten in Brüssel ist der Emissionszertifikatehandel jedoch der leichteste Weg, durch direkten Zugriff auf die Ausgestaltung von Gesetzen, eine – nur in der lobby- und betrugsfreien Theoriewelt der Ökonomen existierende Klimawirksamkeit – wegzulobbyieren und konkrete ökonomische Folgen für fossile Konzerne zu verhindern. Außerdem wird das Tempo einer Energie- oder Verkehrswende von den größten CO2-Emittenten und Finanzakteuren bestimmt. Eine Beschleunigung des Tempos durch die Bürger wie bei der Mitmach-Energiewende durch das EEG ist nicht möglich.“


    Zu der Preisexplosion beim EEG hat sie vor ein paar Jahren schwas geschrieben: https://www.maxwaellenergie.de…ermehrung-der-eeg-umlage/

    Was antwortet man da, wenn man mit den Leuten weiter gut auskommen muss/will (Familie, Kollegen, Bekanntenkreis... ) und klar sein will, aber niemanden komplett vor den Kopf stoßen?

    An diese Frage musste ich gerade denken, als ich via Twitter über einen unsäglichen Beitrag von Dieter Nuhr zum Thema FfF gestolpert bin. Der Beitrag von Nuhr ist schon ein paar Tage alt, möglicherweise wurde das schon irgendwo hier diskutiert.


    Er hat auch genau diese Argumentation, die du bei deinen Bekannten feststellst: Wir können nichts ändern, weil wir unseren Wohlstand dafür aufgeben müssten. Das ist aber halt kompletter Unsinn. Wir müssten den Wohlstand nicht aufgeben. Außer Fliegen ginge alles auch in Klimaneutral.


    Nuhr meint unter anderem (aus dem Gedächtnis zitiert, nochmal kann mich mir das <Xnicht anschauen), „wenn unsere Kinder meinen, dass man mit ein bisschen Sonne und Windenergie...“ irgendwas.


    Nuhr ist ein ganz klarer Fall von „Problem nicht verstanden“.


    Das, was an Energie von der Sonne auf die Erde kommt, hat enorme Ausmaße. Die Energie, die in einer Stunde von der Sonne auf die Erde einstrahlt, liegt in der Größenordnung von dem, was die ganze Weltbevölkerung im Jahr an Energie verbraucht. (Als Hermann Scheer das hier vorgerechnet hat, waren es 20 Minuten, aber das ist auch schon 20 Jahre her). Die Erde strahlt fast alles wieder in den Weltraum zurück. Glücklicherweise. Nur deshalb, weil wir bisher so wenig Treibhausgase in der Atmosphäre hatten, konnten wir trotz dieses Überangebotes an Energie auf der Erde leben.


    Es ist zum Fürchten. Aber andererseits hätten wir inzwischen die Technik, diese Energie zu nutzen.


    Der Wirkungsgrad von Photovoltaik ist bei ca 20%.

    Bei Windrädern kann man des mit dem Wirkungsgrad nicht so genau sagen. Wir können natürlich nicht so viele aufstellen, dass man der Atmosphäre dabei nennenswert Energie entzieht.

    Aber im wesentlichen könnten wir mit Hilfe von diesen beiden Techniken von dem, was die Sonne an Energie auf der Bundesrepublik abläd, weiterhin zivilisiert leben.

    (Wenn wir denn den Anblick von Windrädern zu ertragen lernen.)


    Als kurze Einführung auch für Klimadiskussionsanfänger finde ich ihn hier recht geeignet:


    Noch eine Ergänzung zu Spinosa


    Auch AKWs sind nicht wetterunabhängig.


    In früheren Zeiten war das relativ selten ein Problem, aber schon im derzeitigen Zustand des Klimas ist immer mal wieder mit längeren Trockenheiten zu rechnen, in denen man die AKWs runterfahren muss, weil nicht mehr genug Kühlwasser vorhanden ist.


    (Man muss übrigens auch abgeschaltete AKWs noch kühlen. Das war der Grund wieso Fukushima hochgegangen ist. )


    Auch deswegen ist es kontraproduktiv, Geld in Atomkraft zu stecken.