Beiträge von Xenia

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    Ich verstehe deine Sichtweise als Fahrradfahrerin in der Stadt.

    Ich bin nicht nur Fahrradfahrerin in der Stadt, sondern wir haben auch ein Elektroauto. Das haben wir uns angeschafft, weil mein Mann einen Job angenommen hat, der knapp 300 km weit weg ist.


    Vorher haben wir es auch für normal gehalten, auf Autobahnen mit 130 unterwegs zu sein, aber beim Elektroauto sieht man direkt, wieviel Energie man spart, wenn man nicht ganz so schnell fährt, und man kann dann mal plastisch erfahren, wie minimal der Zeitgewinn durch Schnellfahren eigentlich ist.


    Und manchmal muss man halt auch mal länger machen und hat aber noch einen Termin nach der Arbeit. Da bleibt einem nichts anderes übrig als mal aufs Gas zu drücken.

    Dieser Effekt von „aufs Gas drücken“ wird gerne überschätzt. Wenn man eine halbe Minute 160 statt 130 fährt (das scheint mir ein realistischer Abstand zwischen zwei mal jemand langsameres auf der linken Spur) , ist man nachher unglaubliche 6 Sekunden schneller da.

    Tempolimit per Gerichtsurteil? Davon höre ich zum ersten Mal. Kannst du näheres erzählen oder was verlinken Xenia ?

    Das ist in den Niederlanden passiert. Ich weiß die exakten Umstände nicht, aber so grob hat der Verkehrssektor sein Klimaziel nicht erreicht und das war dann das, was das zuständige Gericht deswegen verordnet hat.


    In Deutschland ist der Verkehrssektor auch sehr weit weg davon, sein Einsparziel zu erreichen. Es gibt aber ein Gesetz, dass ihm da was vorschreibt, und es gibt eine Deutsche Umwelthilfe, die sich auf Klagen dieser Art spezialisiert hat.


    Ich halte das nur noch für eine Frage der Zeit. Ich schätze mal, dass das keine 4 Jahre mehr dauert. Und ich glaube, dass die Sondierungsgespräche an dem Punkt deswegen so problemlos gelaufen sind, weil die Grünen das ebenso einschätzen. Tempolimit muss man nicht direkt politisch beschließen, dass kann man sich auch von einem Gericht aus den vorhandenen Gesetzen und Verträgen ableiten lassen.

    Aber das ist doch kein Auto für 120 km Autobahn pro Tag.

    Erstens schafft man es damit wohl kaum, einen LKW zu überholen und zweitens möchte ich nicht wissen, was passiert, wenn man damit einen Unfall baut.

    Als jemand, der zwangsläufig täglich auf Autostraßen mit dem Fahrrad unterwegs ist, finde ich den Unfall-Aspekt jetzt nicht so ausschlaggebend. Wenn alle maximale Sicherheit gegen Unfälle haben wollen, dann müssen alle ihr Gefährt hochrüsten. Dann haben aber wieder alle nur gleich viel Masse wie der Unfallgegner, das Risiko ist für alle hoch, niemand hat Sicherheit - aber außerdem wird damit so viel Energie verbraucht, dass das Aussterben der Menschheit quasi unvermeidlich wird.


    Nee, wer Sicherheit vor Unfällen haben will soll Zug fahren und sich in den vorletzten Wagon setzen.


    Ob man mit so einem kleinen Elektroauto einen LKW überholen kann weiß ich nicht. Muss man das? Wenn er sehr langsam ist, geht es sicher.

    Elektroautos sind eigentlich für kurzfristige schnelle Beschleunigung sehr gut geeignet, das ist kein Vergleich mit einem Verbrenner, der „nur“ 100 fahren kann. Außerdem kommt eh demnächst per Gerichtsurteil ein Tempolimit, mit dem dann die Raser auf der Autobahn kein so großes Problem sind.

    Lene804 Hast du den Link von alien gesehen?


    Also nur zum Thema Panik. Es gibt eine gute Ausweichlösung in der Pipeline, wenn man „aufs Auto angewiesen“ ist. Es gibt zwar Leute, die beruflich aufs Auto angewiesen sind, aber niemand ist darauf angewiesen, Benzin oder Diesel zu kaufen.


    Man kann übrigens im Prinzip auch bereits vorhandene Verbrenner mit Elektromotor und Akku ausstatten lassen. In Frankreich wird das bereits staatlich gefördert und kostet schon ohne Zuschuss unter 10k Euro.

    Ich habe vorhin mal so rumüberlegt, wie es wäre, wenn man bei uns in D den Strom abstellen würde, weil zu wenig vorhanden ist, um CO2 zu sparen oder so, wie in China. So ganz rein theoretisch. Weiß jemand, wie es dann mit den vielen "kleinen" Solaranlagen wäre, die ins Netz einspeisen? Die, die sich abschalten, wenn übers Stromnetz nicht die passende Frequenz und Spannung vorgegeben wird (ENS)?

    Ob man die Netzabschaltungen dann bei uns nachts durchführen würde? Oder würde man kleinere Einspeisen ignorieren und eher auf nur auf die Rücksicht nehmen, die wichtiger sind? Wie gesagt, ist nur rumgespinne von mir.

    Was ist denn das für eine dystopische Überlegung?


    Also erstens, das wird nicht passieren. Ich kann dir zwar nicht sicher sagen, wie häufig es Strom im nächstes Jahr in Deutschland geben wird, aber dass es keine planmäßige generelle Netzabschaltung zwecks CO2-Einsparung geben wird, das kann ich dir mal ganz frech garantieren.


    Zweitens: Wenn das Netz weg ist, ist es weg. Da können die Solaranlagen dann auch nichts mehr einspeisen. Auch tagsüber nicht.


    Ich habe leider noch nicht ganz verstanden, wie man die Netzfrequenz nach einem Zusammenbruch wieder aufbaut, aber es ist auf jeden Fall etwas, was normale kleine Solaranlagen, auch viele davon, nicht bewerkstelligen können.

    Aias , ich kann das echt nicht so stehen lassen, wenn du „in einer Inflation“ immer so als das Schreckgespenst hinstellst. Das, was im Deutschland um 1930 zu massenhaftem Elend und zum Faschismus geführt hat, war nicht Inflation, sondern das Gegenteil, nämlich Deflation.


    Was wir hier haben ist nicht „eine Inflation“, sondern es ist die Kombination aus Corona und Klimakrise. „Inflation“ ist irgendwie unangenehm, aber nicht lebensbedrohlich.


    Ja, eine Nahrungsmittelkrise ist zu erwarten und nicht nur eine.

    Es dauert wohl noch ein bisschen, bis uns insgesamt die Autos ausgehen, Aias .


    Es gibt insgesamt ungefähr 50 Mio PKW in Deutschland. Insbesondere im städtischen Raum gibt es viel zu viele davon - sie stehen überall rum und nehmen dem restlichen Verkehr (insbesondere Fahrrad und Fuß) den Platz weg.


    Dass die heutigen Neuwagen die Gebrauchten von in ein paar Jahren sind, ist insbesondere da ein Problem, wenn sich die Leute solche Stadtpanzer kaufen - oder Verbrenner insgesamt. Wer einfach nur wenig Geld hat und ansonsten vernünftig ist, fährt ja lieber ein sparsames Auto ohne hohe Wartungskosten.

    sogenannter „Experte“ hinstellt und alle Zuschauer dringend auffordert, jetzt sofort alle Weihnachtsgeschenke zu kaufen,

    Ja, schlimm.


    Der Vorteil gegenüber Klopapier ist nur, dass die Leute sich nicht alle exakt das Gleiche zu Weihnachten schenken wollen. Außerdem kann man Weihnachten auch ganz gut ohne materielle Geschenke überstehen. Klopapier ist da schon ein bisschen essentieller. ;)

    In einer Inflation fällt der ganze Luxus als erstes weg, logisch.

    Nicht zwangsläufig. Wenn sich das Geld entwertet, dann muss man es ausgeben, solange es noch was wert ist. Also eigentlich heizt eine echte Inflation den Konsum, auch den von Luxus, eher an als dass da was gebremst werden würde.


    Aber mir geht es wie Daroan : Ich bin mir nicht sicher, ob das nicht hauptsächlich Umstrukturierungen sind.


    Zu deiner Frage, was die Familie macht, bei denen einer der Jobs 60 km entfernt ist. Die Antwort wird sein „Rechnen“. Wenn sich der Job nicht mehr lohnt, dann wird man das dem Arbeitgeber sagen müssen.


    Man kann ÖPNV und Fahrrad übrigens auch kombinieren, per Faltrad sogar ohne erhöhte Diebstahlgefahr (hab ich ein Jahr lang gemacht für eine 100km-Pendelstrecke).


    Ansonsten gibt es noch die Optionen, die man früher hatte: Umziehen oder ein Zimmer vor Ort oder man nimmt halt einen Job der erreichbar ist.


    Edit:

    Aias, das das du da schilderst ist nicht „Inflation“ sondern das ist „der Markt regelt“. Inflation wird es erst, wenn es sich von den Gebrauchtwagen ausdehnt auf die gesamte Gesellschaft.

    Was passiert mit denen, wenn die Reparatur des Gebrauchtwagens nicht mehr bezahlbar ist oder keine Ersatzteile verfügbar sind und die Preise auf dem Gebrauchtwagenmarkt auch nicht mehr bezahlbar sind?

    Es würde mich interessieren, wie sehr diese Frage rhetorisch gemeint war.

    Zum Thema Strompreise: Wind hilft.


    https://twitter.com/energy_cha…/1451449208058359822?s=21

    Da ich keinesfalls wollte, dass sie sich ein ineffizientes "System Adler" angewöhnen, habe ich sie genötigt, das 10-Fingersystem richtig zu lernen.

    So ähnlich hier auch. Ich hatte da auch mal einen Thread dazu, als wir damit angefangen haben.


    Bewährt hat sich bei uns tipp10.com . Als sie damit angefangen hatte, hatte sie aber schon den kompletten Kurs bei einer sehr kindlichen Tipp-Lern-App durch.

    Jetzt ist die Viertklässlerin mit dem Kurs quasi durch - es fehlen nur noch die Sonderzeichen. Anfangs musste ich mich immer daneben setzen, irgendwann hat sie Ehrgeiz entwickelt eine gute Punktzahl zu erreichen und dann musste ich weggehen, damit ich nicht störe.

    Es gibt auch echtes Progesteron als verschreibungsfähige Tabletten.

    Meines Wissens ist der Oberbegriff für diese Art von Hormone „Gestagene“, und „Progesteron“ darf nur das echte heißen. Wobei das natürlich in Frankreich anders sein kann.


    Ich kann mir übrigens vorstellen, dass es einen gewissen Unterschied gibt zwischen oraler Einnahme und Einnahme durch Haut oder Schleimhaut.

    Aber auch die Schleimhaut-Aufnahme kann man einfach so testen. Die Kapseln, die ich von meiner Frauenärztin verschrieben kriege, kann man einfach so verwenden, als wären es Vaginalkapseln.

    Ja? Warum? Die Hürden für Parteiausschlussverfahren sind in der Regel hoch, und ich hab jetzt spontan keinen Fall parat.

    Du hast da keinen Fall parat, weil sowas vermutlich noch nie jemand gemacht hat. Partei und Fraktion gleichzeitig wechseln, ja. Aber nur eins von beiden und das andere beibehalten: nein.


    Die Hürden mögen bei allgemeiner Abweichung von der Parteimeinung recht hoch sein, aber bei Unterstützung einer konkurrierenden Partei sind sie quasi nicht vorhanden.

    Ich gehe eigentlich davon aus, dass es nochmal wieder ein bisschen besser wird, aber die derzeitige Krise ist nicht einfach nur die Nachwirkung von Corona und von einem quer gestellten Frachter, sondern schon auch Folge der beginnenden Klimakatastrophe.


    Es gab große Zerstörungen durch Unwetter in den vergangenen Monaten (das war ja nicht nur im Ahrtal, sondern beispielsweise auch in China, in Japan, in Nordamerika, in Norditalien und - wobei das für unsere Industrieproduktion egal ist - immer wieder in Afrika) und es gibt große Ernte- und Produktionsausfälle durch Wassermangel und einen Ausfall in der Wasserkraft durch zu wenig Regen an vielen Stellen.