Beiträge von Eva-Anna

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    Kann man denn eigentlich zuviel Puppenzubehör haben?


    Ich hatte das Glück, dass ich als Kind gleich zwei Puppenmütter "beerben" durfte: meine Mutter und eine kinderlose Tante. Mal nachdenken, was war da alles an schönen Sachen bei...


    - Puppenbettwäsche, um die Kissen und Decken von Puppenbetten und Puppenwagen auch mal frisch zu beziehen (Großmutter hat dann auch noch mal extra welche neu genäht und mit den Namen der Puppen oder mit kleinen Motiven bestickt)
    - ungezählte Puppenkleider: jede Puppe hatte ihre höchsteigene, ganz persönlich auf sie abgestimmte Ausstattung an Kleidern, Röcken, Hosen, Pullis, Jacken, Schuhen, Strümpfen, Mützen, Schals... ... ... Aufbewahrt wurden die Sachen in kleinen Koffern (teils mit Namensschildchen am Griff), die Sachen von der Lieblingspuppe natürlich im Puppenschrank.
    - Puppengeschirr: ein Teeservice aus blau-weißem Porzellan (damit haben wir "Pfefferminztee" getrunken, den wir uns aus heißem Wasser und Odol gemacht hatten) und ein braun-gelbes Kaffeservice (Melitta) mit Kaffeefilter und winzigen echten Filtertüten, mit denen man richtigen (Kinder)kaffee kochen konnte. (Odol-Tee hat besser geschmeckt!) Außerdem eine kleine Springform mit passendem Rezept. (durfte leider nur in Absprache mit den Erwachsenen benutzt werden!)
    - Bügelbrett und Bügeleisen (das wirklich heiß geworden ist und echt bügeln konnte - das durfte aber anfangs nur unter Mamas Aufsicht benutzt werden)
    - Waschwanne und Wäschetrockner mit Wäscheklammern (Puppenwäsche mit echtem Wasser und richtiger Seife waschen war immer besonders lustig - zumindest für uns Kinder, für die Erwachsenen weniger, weil normalerweise anschließend alles geschwommen hat)
    - Eine kleine Puppenbadewanne (für die Celluloidpuppen) mit kleinen Handtüchern (aus Gästehandtüchern gemacht) und kleinen Seifenstücken und kleinen Shampooflaschen (Hotelproben oder Gästestückchen).
    - Puppenmöbel: ein Kleiderschrank, eine kleine Sitzecke (Tisch und Stühle) und Puppenbetten, außerdem ein Puppenwagen und ein Stubenkörbchen von der Babypuppe. Später ist noch ein Küchenschrank für das Puppengeschirr dazugekommen.
    - Eine Babypflegetasche (mit Stoffwindeln, Creme- und Puderproben, frischer Babywäsche, Fläschchen mit "Zaubermilch"...) nebst Wickelunterlage


    Schade, dass bei einem der letzten Umzüge so viel davon weggekommen ist - Mama war leider sehr großzügig beim Verschenken von meinen Spielsachen X(  ;(


    Meine Cousine hatte auch noch einen elektrischen Puppenherd (mit Backofen!) mit dem man z.B. Toast machen konnte.
    Meine Freundin hatte Puppenkochplatten und hat mir damit gezeigt, wie man richtig leckere Bratkartoffeln hinkriegt (die mach ich bis heute nach Sonjas Rezept)
    Großmutter hat uns sogar manchmal unter Aufsicht an ihrem großen Herd kochen lassen: Puppenkohl (Rosenkohl) mit kleinen Frikadellen und Puppenkartoffeln (die ganz kleinen)...


    Und Mamas Tante hatte bei sich noch eine bis ins kleinste Detail ausgestattete Puppenküche aus ihrer Kindheit (mit winzigen Servietten und Serviettenringen und einem kleinen Essig-Öl-Set und solchen Extras) - leider nur zum ansehen und nicht zum spielen, ich hätte wahnsinnig gern mal damit gespielt!


    Diese ganzen Herrlichkeiten waren zwar absolut unemanzipiert (Stichwort: 50er-Jahre-Frauenrolle und Haushalt einüben), aber es hat tierischen Spaß gemacht, damit zu spielen!

    Wir hatten mal an einem Geburtstag das Spiel "Diebischer Hund" gespielt:


    Wir haben im (fast - 1 kleines Windlicht war irgendwo im Hintergrund an) Dunkeln am Esstisch gesessen und meine Mutter hat eine Geschichte erzählt von einem diebischen Hund, der alles mögliche (teilweise ziemlich fiese Sachen, wie z.B. Opas Glasauge) geklaut hat. Passend dazu hat ein zweiter Spielleiter unter dem Tisch (mit Tischdecke) den Zuhörern die Hände überraschend in Schalen getunkt, in denen dann irgendwas war, was sich gruselig angefühlt hat (z.B. halb geliertes Wasser, gekochte Spaghetti, nasser Lappen, eine aufgeschnittene Orange... ... ...)


    Vielleicht wäre das was für euch?


    Ansonsten könnte man vielleicht noch Grusellaternen basteln (aus Tonkarton mit Transparentpapier hinterklebt z.B.) - mit Gruselmotiven wie Hexen, Fledermäuse, Gespenster, Kürbisse, heulende Wölfe...
    Und anschließend dann bei gutem Wetter den Geburtstag mit einem kleinen Laternenumzug abschließen.
    Da könnte mann dann auch Grusellieder dazu singen, wenn man welche kennt.

    Zitat

    aber: warum fasziniert das leute? warum gucken leute solche sachen?




    und warum sind diese frauen alle halbnackt? 8I

    Ich denke mal, die Leute sehen sich solche Tricks an, weil sie darüber staunen wollen - es ist was Neues, was Ungewöhnliches.
    Man sieht sich die Zauberkünstler und ihre Kunststücke an und denkt sich insgeheim: "Boah - wie hat der das jetzt wieder hingetrickst?"


    Der Zauberer trickst, um sich bestaunen zu lassen (berufsmäßig auch um sich gegen Geld bestaunen zu lassen - etwa wie ein Akrobat oder ein Musiker).
    Und obwohl das Publikum im Grunde weiß, dass das alles keine echte Zauberei (wie sie z.B. in Märchenbüchern vorkommt) ist, staunt es doch über die "Zauberkräfte" des Künstlers.
    Einige nennen das Betrug - aber ich denke, es ist eine Art unausgesprochene Abmachung zwischen dem Künstler und seinem Publikum: der Künstler tut so, als könnte er zaubern - und das Publikum tut so, als würde es glauben, dass er Zauberkräfte hat.



    Warum die Frauen alle halbnackt sind - vermutlich wegen der Optik, weil sie (oder der Produzent/die Produzentin) finden, dass es chicer aussieht.
    Im Zirkus tragen die Assistentinnen und Artistinnen doch auch oft knappe Trikots oder etwas in der Art.


    Zweiter möglicher Grund: im Studio ist es einfach knallheiß und es ist für die Damen so einfach angenehmer zu arbeiten - ein Bekannter von mir hat mal eine Zeit lang für die Studio Hamburg gearbeitet und meinte, in diesen Filmstudios wäre es so heiß, dass die Kerzen, die sie am Set hatten, nach spätestens zwei Stunden alle kopfüber im Leuchter gehangen hatten...

    @lilaimsommer


    Shevek hat recht: das ist einfach nur Geschick, Fingerfertigkeit, Schnelligkeit und sehr sehr sehr viel Übung - als ich klein war, hat mal ein Zauberkünstler auf einem Kinderfest ein paar von seinen Tricks erklärt.


    Ich empfehle Dir den "Magier mit der Maske" - das ist ein Zauberkünstler, der seine Identität durch eine (leicht gruselige) Ganzkörpermaske verbirgt.
    Auf Youtube gibt es Clips von ihm:
    Im ersten Teil vom Clip führt er den Zaubertrick durch (der Teil wird natürlich ziemlich spannend und dramatisch aufgezogen), im zweiten Teil wird dann erklärt, wie er den Trick durchgeführt hat.


    Du wirst sehen: das hat absolut nichts mit Übersinnlichkeit zu tun, sondern ist schlicht Trickserei, Illusion und solides, präzise ausgeführtes Handwerk.


    Such mal bei Youtube nach:


    - Entzaubert


    - Tricks der größten Zauberer


    - Magier Maske


    - Tricks der größten Magier



    Darf ich fragen, warum Du solche Angst vor Zauberei hast?


    Grüßle, Eva-Anna

    Oh Beavi, die Geschichte von Imogen erinnert mich an meinen ersten Krimi - ich hab ihn in der ersten Klasse geschrieben und ihn meinem Vater (Krimifan) zum Geburtstag geschenkt:


    Der Mord


    Die Leute wollten jemand ermorden.
    Da fiel ihre Wahl auf Max


    ... lange Pause mit angestrengtem Nachdenken einer Erstklässlerin: wie ermordet man jemanden??? Von den Erwachsenen kam leider auch keine zufriedenstellende Antwort auf die Frage. Also musste das Problem mit dem ermorden irgendwie anders gelöst werden:


    Max haute ab.
    Da gingen die Leute dann zum Angeln.


    Ende.


    Meinen allerersten Versuch, ein Buch zu schreiben, hatte ich neulich noch mal in der Hand - Tapetenstückchen (wurden bei uns im Kindergarten als Malpapier verwendet), zusammengebunden mit einem roten Wollfaden und beschrieben mit großen ungelenken Buchstaben:


    DI GESICHDE VON DEM HOLSFELA UNT DEN LEUTN
    ES WA MAL EIN GANS BÖSA HOLSFELA WENN DA KAM LIEFN ALE LEUTE WECH DAS WA KAIN SCHÖNS LEBEN FÜA DI LEUTE


    Könnt ihr entziffern, was das heißen soll?


    Grüßle, Eva-Anna


    Sorry, dass ich hier gerade herzlich am Lachen bin - ich hab mich nur gerade dran erinnert, wie wir als Kinder mal im Zuge eines Spiels das halbe Viertel (alle Häuser, die uns gut gefallen haben, haben Post von uns gekriegt) mit derartigen Pamphleten versorgt hatten.


    Die Inhalte waren ähnlich: hübsche, bunt geschriebene Zettel mit freundlichen Warnungen vor unmittelbar bevorstehenden schrecklichen Gefahren - etwa wie (wahlweise) freilaufende Mörderbanden, entlaufene Höllenhunde, Naturkatastrophen oder das Jüngste Gericht - und der Empfehlung, sich zu hüten und sich entweder mit reichlich Lebensmitteln im Keller zu verbarrikadieren oder sich möglichst schnell nach Amerika oder noch besser nach Zentralasien abzusetzen...


    Diese Briefe wurden von uns schön verziert, in Umschläge verpackt und ohne jegliche böse Absicht in der erweiterten Nachbarschaft verteilt.
    Offen gestanden hatten wir eigentlich gedacht, die Nachbarn würden es eher freundlich finden, wenn "der Club der Gerechten" sie vor Gefahren warnt.
    Dummerweise hatten wir beim Eintüten Umschläge mit Papas aufgedruckter Adresse und Telefonnummer erwischt - es folgten diverse Anrufe von Leuten, die unseren Eltern bis dahin völlig unbekannt waren und anschließend ein gewaltiges Donnerwetter für uns.



    Insofern würde ich in solchen Fällen erst mal locker bleiben und rausfinden, ob das Ganze nicht zu irgendeinem Spiel gehört... (das wäre mein erster Gedanke bei so einem Brief)

    ich hab als Kind auch gern unter möglichst vielen und möglichst schweren Decken geschlafen: ich hab vor allem das schwere Gefühl gemocht - damit konnte ich immer besser ein- und durchschlafen.


    Außerdem hab ich den Kopf gern kuschelig in kleine Kissen und flauschige Plüschtiere verpackt - so wie mein Bruder auch.


    Und das "Bettwäschegefühl" auf meiner superempfindlichen Haut war mir auch sehr wichtig: Jersey, Satin und Mikrofaser jagen mir bis heute Schauer über den Rücken, am besten fühlen sich frischer Damast oder Frottee an, dicht gefolgt von altem Linon (neuer ist zu hart) und im Winter auch Biber.



    Die Vorliebe für möglichst schwere Decken hat sich übrigens bis heute gehalten: am besten schlafe ich mit zwei dicken, schweren Militärdecken und einer doppeltgewebten und doppelt gelegten Baumwolltagesdecke über der normalen Bettdecke...

    wir haben hier noch eine alte Auflage (späte 70er) und in der sagt Lotta noch wortwörtlich "Pfui Teufel" - weiß der Pharao, warum man das in den neueren Ausgaben geändert hat...